Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia

Bring Me the Head of Alfredo Garcia (1974), MX/US Laufzeit 107 Minuten, FSK 16, Drama, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 15.08.1974

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7.4
Kritiker
16 Bewertungen
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7.3
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259 Bewertungen
11 Kommentare
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von Sam Peckinpah, mit Warren Oates und Isela Vega

Ein mexikanischer Großgrundbesitzer setzt eine Million Dollar auf den Kopf von Alfredo Garcia aus – des Mannes, der seine Tochter geschwängert hat. Für den bettelarmen Barpianisten Bennie (Warren Oates) scheint das die willkommene Chance, zu Geld zu gelangen, um seiner Verlobten Elita eine sorgenfreie Zukunft bieten zu können. Denn zufällig weiß er, dass Garcia bereits tot ist. Doch die Suche nach dem Kopf des Verführers wird zu einem brutalen und blutigen Zug durch das Land. Und Bennie zum moralisch verkommenen Pilger auf der Suche nach einem besseren Leben.

Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia ist der wohl härteste Film von Regisseur Sam Peckinpah – wahrlich keine leichte Auszeichnung, bei der Filmographie des Regisseurs.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (1) — Film: Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia

alviesinger: bummelkino

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8.0Ausgezeichnet

Typisch Peckinpah: The Story Of A Guy, Who Lost Everything. Bleihaltig, frauenfeindlich, verbittert.

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Kommentare (10) — Film: Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia


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Alienator

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Bewertung9.0Herausragend

Einer der 3 besten Filme von Peckinpah

Ein visueller Kraftakt Peckinpahs der von seinen inhaltlichen und optischen Kontrasten lebt. Kaum zeigt der Film die Schönheit Mexikos oder das kurze Aufflackern von Freiheitsgefühl zerstört es Peckinpah mit rohen, kompromisslosen Bildern, die exakt dort plaziert sind wo man sie am wenigsten erwartet. Peckinpah setzt Leben und Tod gegenüber um die Spirale der Gewalt auf die Spur zu kommen. Zeigen tut er das am Beispiel des Pianisten, der erst (vom Geld) verführt wird und dann gedemütigt wird um schließlich der Raffgier zu verfallen und eine Blutspur hinter sich herzieht. Der Mechanismus von Gewalt zeigt er als einen Akt von Aussen und vom Inneren Wesen des Menschen. Die Gründe von der Anwendung von Gewalt sind vielschichtig, hier aber auch sehr undurchschaubar. Genau das spornt zum "Nochmal ansehen" an
Dieser Neowestern, der brilliant das Thema Kopfgeldjäger variiert, bietet einen großen Spielraum um die Welt zu zeigen wie sie sich entwickelt wenn sie nur käuflich und

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der cineast

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Bewertung6.0Ganz gut

Peckinpahs Film ist so verkommen, unmoralisch und kaltschnäußig wie wenige Filme. Im schwülen Mexiko beginnt die Geschichte eines Mannes, der bald nichts mehr hat, nur noch den Kopf des Liebhabers seiner Freundin, den er eigentlich hassen sollte, der aber bald sein einziger Freund sein wird. Das bringt einen Funken tragischen Humors mitsich. Sein hoffnungsloses Gesicht bedeckt von einer schwarzen Sonnenbrille, dazu die tiefen Narben. Leere und Bitterkeit sieht man in den Augen für einen kurzen Moment, in dem die Brille abgenommen wird. Unaufgeregt aufregend kommt es in der letzten halben Stunde zu Schusswechseln, die in Leichenbergen enden. Ein Mann der letztendlich an nichts mehr glaubt, glaubt auch nicht mehr an das Geld. So banal, wie verstörend. Kein Wunder, dass Tarantino und Rodriguez sich hier ungeniert bedienen.

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JackoXL

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Bewertung7.5Sehenswert

Sam Peckinpahs Roadmovie bezieht seinen markanten Titel aus der Aufforderung eines mexikanischen Gutsherren zu Beginn. Wer nun eine atemlose Schnitzeljagd voll Blei und Blut erwartet, muss jedoch etwas Geduld aufbringen. Die erste Stunde, somit fast 2/3 des Films, sind erstaunlich ruhig gehalten. Sie dient der Einführung der beiden Hauptfiguren und ihrer Beziehung zueinander. Das macht für das Gesamtwerk, speziell für das gnadenlose Finale, absolut Sinn, ist für meinen Geschmack dennoch etwas zu ausgedehnt. Deshalb schafft es der Film auch bei wiederholter Sichtung nicht über meine 8 Punkte Hürde. Etwas schade, denn das letzte Drittel ist Peckinpah deluxe. Sobald das kostbare Haupt des Alfredo Garcia auch physisch in die Handlung eingreift, zeigt der olle Sam mal wieder, wo der Hammer hängt. Zynisch, blutige, kompromisslos lässt er seinen von Warren Oates toll gespielten Antihelden nun Rache zelebrieren. Knallharte, grandios inzenierte Shootouts in bester Westerntradition, mit einem abrupten, aber genau dadurch konsequenten Finale, das dieses Werk hintenraus adelt.
Toller Film, der mir leider etwas zu unausgewogen abgemischt ist. Deshalb "nur" sehr sehenswert, reicht aber dicke für eine glasklare Empfehlung und zeigt erneut, was für ein unglaublich guter Actionregiesseur Peckinpah einst war. Einer der Besten überhaupt.

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JackoXL

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@filmschauer: War jetzt das dritte Mal, immer mit sehr weitem Abstand. Finde ihn jetzt besser als vor ca. 15 Jahren (muss so 16 gewesen sein), aber immer noch nicht uneingeschränkt großartig. Das Ende hingegen schon. :)
@Andy: Pat & Kid ist wirklich toll, das ist aber auch schon sooo lange her. Der liegt hier auch noch irgendwo, werde ich mal demnächst wieder reinwerfen.


Andy Dufresne

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Mach mal! El Classico! Mit der beste "Abgesangwestern" ever!


1000Mindhunter

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Bewertung9.0Herausragend

Sam Peckinpahs Roadmovie, ist ein kleines Meisterwerk, dank Warren Oates verblüffenden Darstellung des Antihelden.
Ich dachte Anfangs mich erwartet in explosiver Actionthriller, jedoch kam es ganz anders.
Die Erste Hälfte des Films ist eher ruhig und verwendet viel zeit um den Protagonisten vorzustellen, er verwendet auch viel zeit für Romantische und eben Ruhige Szenen.
Erst ab der zweiten Hälfte, verwandelt sich der Film in einen gnadenlos zynischen Rachethriller ohne erbarmen.
Peckinpah lässt trotz allem den Humor nicht zu kurz kommen, er würzt das Filmchen mit viel schwarzem Humor und einer famosen Atmosphäre.
Es gibt aber auch epische und Wunderschöne Momente in diesem dreckigen Roadmovie.
Das bizarre Roadmovie bietet dazu ein großartiges Finale und ein Ende das Peckinpah nicht besser hin bekommen hätte.

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Django1966

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Bewertung7.5Sehenswert

Sam Peckinpah' s zynisch-brutaler Film ist letztendlich ein Drama über gebrochene Menschen, mit zwar kurzen, aber dennoch sehr extremen Einschüben von Gewalt.
Ein mächtiger Großgrundbesitzer setzt ein Kopfgeld auf einen gewissenen Alfredo Garcia aus, da dieser seine Tochter geschwängert und abgehauen ist. Kopfgeldjäger schwirren aus und ein abgealfterter Barpianist wittert die Chance seines vergeigten Lebens um an die Eine Million $ Kopfgeld zu kommen.
Die Schauspieler sind super, das Setting staubig und trocken und die Musik melancholisch und nüchtern.
Zusammen mit "Pat Garret & Billy the Kid" und "Straw Dogs" einer der besseren Filme vom ewig kaputten Sozialrebellen Sam Peckinpah.

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Mr. Pink

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Bewertung7.5Sehenswert

"Bring me the Head of Alfredo Garcia" ist ein düsteres, dreckiges Roadmovie. Zynisch, bitter und brutal, an den richtigen Stellen aber auch mit trockenem, schwarzem Humor gewürzt. Sehr spannend und dank der starken Inszenierung und der klasse Performance von Warren Oates absolut sehenswert.

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ash-williams

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Bewertung7.5Sehenswert

In diesem makaberen Roadmovie spielt Warren Oates unter der Regie von Sam Peckinpah seine Wohl beste Rolle. Die Story bietet alles was man von einem Peckinpah Film erwartet, düstere Charaktere, eine gute Inszenierung und ein tolles Finale. Leider wirkt die Action für die Peckinpah sonst so bekannt ist an manchen Stellen weniger einfallsreich. Sie ist zwar noch besser inszeniert als in den meisten anderen Filmen aus dieser Zeit, ist aber weniger geschickt montiert als zu Peckinpahs Glanzzeiten und wirkt daher etwas blass. Trotzdem ist der Film ein wahres Tempofeuerwerk mit schwarzem Humor, guten Darstellern und einem interessanten Protagonisten. Bring me the Head of Alfredo Garcia ist typisches Peckinpah-Kino!

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RoosterCogburn

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Bewertung10.0Herausragend

Auch wenn dieses "bizarre Meisterwerk", wie Filmkritiker Roger Ebert ihn nannte, damals ein finanzieller Flop war. So hat er es doch zurecht zu einem Kultstatus unter Filmfreunden gebracht. Das liegt an der grossartigen Inszenierung der Geschichte eines Einzelgängers im Kampf gegen den Rest der Welt, der detailierten Charakterisierung des Bennie und die begeisterne Darstellung von Warren Oates. Trockener Humor und blanker Zynismus unterstreichen die einzigartige Stimmung. "Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia" ist glänzende Charakterstudie, lakonischer Thriller und schwermütiges Road-Movie in einem. Ein grossartiger Film. Vielleicht der beste, den Sam Peckinpah je gedreht hat.

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derblonde

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Bewertung7.0Sehenswert

Nicht Peckinpahs bester, aber ein guter Film.

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AlainDelon87

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Looser der es wissen will und dafür alles was er hat auf eine Karte setzt. Die Frau, die er liebt und sein eigenes Leben.
Wer Peckinpah kennt, ahnt schon auf welche Art und Weise der Film ausgeht.

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