Eine wahre Geschichte - The Straight Story

The Straight Story (1999), FR/US Laufzeit 111 Minuten, FSK 0, Drama, Road Movie, Kinostart 02.12.1999

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7.8
Kritiker
35 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.6
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76 Kommentare
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von David Lynch, mit Sissy Spacek und Harry Dean Stanton

Der 73-jährige Witwer Alvin Straight (Richard Farnsworth) lebt zusammen mit seiner geistig zurückgebliebenen Tochter Rose (Sissy Spacek) in dem kleinen Städtchen Laurens, Iowa. Gesundheitlich geht es Alvin nicht besonders gut. Seine Augen sind so schlecht, dass er nicht Auto fahren darf, er hat ein so starkes Hüftleiden, dass er nur noch an zwei Krücken gehen kann und sein Arzt bescheinigt ihm nur noch wenige Jahre, wenn er nicht mit den Zigaretten und dem falschen Essen aufhört. Eines Tages erhält Alvin einen Telefonanruf. Sein Bruder Lyle (Harry Dean Stanton), der im über 240 Meilen entfernten Mount Zion in Wisconsin lebt, hat einen Schlaganfall erlitten. Seitdem sich Alvin und Lyle vor über zehn Jahren zerstritten hatten, haben sie kein Wort mehr miteinander geredet. Dennoch entschließt sich Alvin, seinen Bruder zu besuchen und den Streit zu beenden. „Ich muss das tun“, so Alvin zu seiner Tochter.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (4) — Film: Eine wahre Geschichte - The Straight Story

Arakune: CinemaForever, Im Wendekrei...

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8.5Ausgezeichnet

"Well, the worst part of being old is rememberin’ when you was young."

Bewegendes Charakterportrait, das berührend ehrlich und schnörkellos das Leben eines interessanten Mannes beleuchtet und sich davor verneigt. Dabei ist THE STRAIGHT STORY, wie der Name schon vermuten lässt, narrativ weitgehend strikt geradlinig aufgebaut und nimmt sich keine Zeit für eventuelle Nebenplots. Muss er auch gar nicht, denn David Lynchs wohl konventionellster Film kommt trotz sehr langsamem Erzähltempo durchweg ergreifend und kurzweilig daher und verzichtet dabei glücklicherweise vollständig auf Kitsch oder Pathos, der sich bei einer solchen Geschichte geradezu anbieten würde. Er schafft es gänzlich ohne solch manipulativen Elemente, eine emotionale Verbindung zu den Protagonisten aufzubauen, und bebildert mit seinen verbalen Rückblenden auch einige der unschönen Teile der Vergangenheit unseres liebenswerten alten Kauzes, der zusammen mit seiner geistig behinderten Tochter in einem beschaulichen Haus in der Kleinstadt Laurens, Iowa, lebt. Nach und nach fühlt man auch sich dieser außergewöhnlichen Familie anteilig und lässt sich mehr und mehr vom Zauber dieses Films begeistern, der in seiner Ehrlichkeit jeden berühren muss, der es zulässt.

David Lynch nutzt die (real stattgefundene) Reise des Alvin Straight als Darstellung für den Lebenswinter eines interessanten Mannes, der zwar körperlich schon deutlich eingeschränkt zu sein scheint, sich aber stets bravourös damit arrangiert. Gewissermaßen eine mit Symbolen gespickte kleine, stille Liebeserklärung an das Leben selbst und das filmische Manifest eines besonderen Menschen. THE STRAIGHT STORY ist mit der Fähigkeit, durch seine Einfachheit direkt ins Herz zu treffen, einfach überwältigend.

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SoulReaver: CinemaForever

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8.0Ausgezeichnet

[...] Der Film wird zwar in einem gemächlichen Tempo erzählt und ungeduldige Zuschauer werden sich mit Sicherheit schnell langweilen. Doch wer die nötige Ruhe, das Verständnis und viel Gefühl mitbringt, der erlebt hier etwas ganz Besonderes. 'The Straight Story' ist ein emotionales und mit viel Fingerspitzengefühl inszeniertes Road-Movie mit großer philosophischer und poetischer Bedeutung und dazu ein Film, der nicht viele Worte braucht, denn allein die Bilder erzählen uns manchmal solch berührende Geschichten, das man ganze Bücher mit ihnen füllen könnte. Glück und Trauer. Lachen und Weinen. Tod und Leben. Selten standen sich diese Dinge näher. Ein Film der so frei und ehrlich ist, wie das Leben selbst. [...]

Kritik im Original 30 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

Andy Dufresne

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Haste fein beschrieben diesen GROSSARTIGEN Film!


SoulReaver

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Danke, Andy!


Timo K.: Blockbuster Entertainment

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7.0Sehenswert

Böse Zungen behaupten, "The Straight Story" sei "The Straight Story" und Lynch sei Lynch. Aber niemals könne "The Straight Story" Lynch sein und Lynch schon gar nicht "The Straight Story". Das unermüdlich in diesem Zusammenhang negativ gefärbte Wort "Altersmilde" umschlich Lynch seinerzeit zunehmend, was bedeuten soll, dass er nach seinen vorherigen Werken, vor allem nach dem unmittelbar davor präsentierten "Lost Highway", einen Gang zurückschalte und sich nur noch leichten Stoffen widme. Unsinn. Wohl eher ist das Wort "Erholung" zu gebrauchen. Erholung nach "Lost Highway". Erholung vielleicht nach abgetrennten, abgeschnittenen, deformierten Körperteilen, was auf die Dauer langweilig erscheint und depressiv macht. "The Straight Story" durfte Lynch machen. "The Straight Story" musste Lynch machen.

Und "The Straight Story" ist mehr Lynch als zunächst ersichtlich. Diese…

29 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten

LynchFan1706

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Die Figuren sind deswegen so authentisch und realistisch, weil es eben eine wahre Geschichte ist... Lynch hat sie lediglich verfilmt...


Timo K.

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@Punsha: "Bewertungen sind Schall und Rauch." ;)


Flibbo: Wie ist der Film?

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7.0Sehenswert

[...] „The Straight Story“ ist sehr romantisch, ohne ein Liebesfilm in klassischen Sinne zu sein. Dabei wird auch mal der Kitsch gestreift, da das Bild entsteht, grundsätzlich alle Leute, die man so trifft, seien liebenswerte Gesprächspartner. Nicht weiter schlimm. Das Beste ist, wie sich der Film unbekümmert Zeit für Menschen nimmt und mit Gefühl ein wenig in ihre Leben eintaucht, ohne Anspruch auf kalkulierte Zusammenhänge, angenehm frei von moralischen Zeigefingern, aber auch so, dass man etwas für sich herausziehen kann. Der rote Faden ist die Straße, der Weg das Ziel. Ein berührendes, gelungenes Roadmovie. Es zum Meisterwerk aufzuplustern, würde der Stimmung des Films gar nicht gerecht werden. Hier hat man schlichtweg eine entzückende Abwechslung im Lynch-Kosmos.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten


Kommentare (72) — Film: Eine wahre Geschichte - The Straight Story


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florian.fiele

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

So ein Film funktioniert nur, wenn der Score überzeugt...tja, meine Bewertung spricht für sich, oder? Der Score von The Straight Story ist traumhaft, die Hauptfigur großartig. Regie und Drehbuch ebenso. Ein absoluter Geheimtipp und zugleich ein weiterer Film, den ich zu meinen Lieblingsroadmovies zählen darf.

"Es ist tot....und ich liiiiiiieeeeebe Rehe!!" :))))

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Demine

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Roadmovies haben auf mich irgendwie eh sehr häufig einen ganz besonderen Reiz (sofern sie gut sind). Hat wohl ein wenig mit meiner Reiselust zu tun :)


florian.fiele

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Geht mir genauso. Bisher hatte ich glaub ich keine einzige Enttäuschung in dem Genre.


TinaCocaine

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Bewertung7.0Sehenswert

Manch einer wird sicherlich sagen, der Film ist langweilig und wenig spannend, ich hingegen war einfach zutiefst berührt, auf mich wirkte "Straight story" beruhigend, melancholisch und total schön. Es geht um Menschlichkeit und Liebe und durch die Machart hat der Film mich sehr stark zum Nachdenken angeregt. Für mich ist meine Familie das allerwichtigste auf der Welt und David Lynch´s perfekt besetztes Meisterwerk führt dazu, dass ich wieder darüber nachdenke, wie wertvoll diese ist und wie sehr man die Kontakte pfelgen sollte - denn irgendwann wird man vom Tode getrennt. Wirklich ein ganz bezaubernder Film, auf den man sich voll und ganz einlassen muss, damit er richtig wirken kann...

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David Lukas Julisa

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

ein wunderbarer film, entschleunigt, wirkt. toller cast, tolle kamera, toller schnitt. humor, sehnsucht, schmerz und liebe in einem einfach schönen kunstwerk über das leben. für mich perfekt.

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Wednesday90

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

David Lynch Werkschau Part IX.
"So, what's the worst part about being old, Alvin?" - "Well, the worst part of being old is rememberin' when you was young."
Lynch distanziert sich hier von seinem filmischen Wahnsinn und liefert mit The Straight Story eine geradlinige, zutiefst einfühlsame Geschichte über einen alten Mann, der sich trotz aller körperlicher Beschwerden auf eine letzte große Reise begibt, um sich mit seinem kranken Bruder zu versöhnen, bevor es zu spät ist.
Das Tempo des Films wird durch Alvins Fortbewegungsmittel, einen Rasenmäher, widerspiegelt. Dieses Road-Movie verläuft in gemächlichem Tempo und hat, auch dank der wundervollen Musik von Angelo Badalamenti, eine fast schon meditative Wirkung.
Auch wenn der Film eher untypisch für Lynch wirkt, lassen sich kleine "Lynchismen" erkennen, wie z.B. die Frau und ihr "Hirsch-Problem."
Ich hatte selbst die Gelegenheit einige Zeit im mittleren Westen der USA zu verbringen und kann nur sagen, dass hier der bodenständige Charme dieser Region perfekt eingefangen wurde.
Ein wundervoller Film mit einem ganz großen Hauptdarsteller.
Richard Farnsworth hat sich hier mit seinem letzten Film ein kleines Denkmal gesetzt.

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pischti

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Bewertung7.0Sehenswert

"The Straight Story" ist die Geschichte eines alten Herren, der aus gewissen Situationen seines Lebens gelernt hat und für den Familie an oberster Stelle steht. Alvin Straight, der Protagonist dieser Geschichte, hätte mit Richard Farnsworth nicht besser besetzt sein können. Sein Schauspiel ist emotional, packend, ehrlich, eben einfach großartig. Regisseur David Lynch (ja, dieser Verrückte Knabe hat wirklich einen normalen Film gedreht ^^) verleiht dieser Figur durch ruhige Kamerafahrten gepaart mit schönen Dialogen eine wahnsinnige Tiefe, die Sympathie des Zuschauers für Alvin Straight ist unausweichlich. Ein weiteres Highlight des Filmes ist Sissy Spacek, welche die Tochter von Alvin Straight mit voller Hingabe spielt. Mit ihrem Talent verkörpert sie "Rose", die aufgrund eines schlimmen Vorfalls psychisch sehr angeschlagen ist. Ihr ganzes Schauspiel wirkt sehr real denn auch dieser Charakter kann besser nicht dargestellt werden. Neben der tollen Schauspielerei, die wirklich großartig ist, verleiht Lynch dem Film durch die langsame und ruhige Erzählweise, den idyllischen und weich gefilmten Landschaften, das gewisse Etwas. "The Straight Story" ist ein ruhiges Roadmovie mit Menschen mit Herz für Menschen mit Herz. Hinzu kommen liebevolle Metaphern, die durch die ein oder andere Lebensweisheit des weisen Alvin Straights hervorragend in die Geschichte integriert werden.
Warum "nur" 7,0? Trotz des guten Gesamteindrucks hat "The Straight Story" ein paar Längen, die den Film natürlich nicht schlecht machen, ihn aber zu "gut" abrunden. Auch beim Ende hätte ich mir 1-2 Minuten mehr gewünscht.
Dennoch ein wirklich schöner Film.

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Hauserfritz

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Bewertung6.0Ganz gut

Eine schöne, emotionale Geschichte, die mich aber irgendwie zu wenig berühren konnte. Hätte mehr erwartet.

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Uli Kunkel

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Bewertung9.0Herausragend

The Straight Story - der doppelsinnige Titel deutet die bodenständige und geradlinige Machart bereits an. Ein schönes, ruhiges, einfühlsames Drama über die Kunst der Langsamkeit und die Stärke familiärer Bindungen.

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Simon Moon

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Ein seltsamer Lynch-Film. Und das will was heißen, hat er doch schließlich das Patent auf seltsame Filme. Straight Story ist ein Road-Movie in Zeitlupe voller Herz. Fast eher ein Jarmusch.


Uli Kunkel

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"Road-Movie in Zeitlupe voller Herz." Das bringt's in einem Satz auf den Punkt.
Erstaunlich verhalten und zurückgenommen inszeniert für lynch'sche Verhältinsse und deshalb, zu Unrecht, oft übersehen.


Andy Dufresne

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Bewertung9.5Herausragend

Straighter kann ein Film kaum sein...

Alter Mann fährt 412 km weit auf einem Aufsitzmäher zu seinem Bruder.
Das war eine (nahezu ) komplette Beschreibung der Geschichte.
Sogar Rambo 2-4 kann man nur schwerlich kürzer zusammenfassen...

Und jetzt kommt es:

1.Der Film hat keine Längen (Wenn man die eine, einzige große (aber wunderschöne) Länge von 108 min die sich Laufzeit nennt zu goutieren bereit ist).

2.Der Film schafft es einen komplett ins (Nicht)Geschehen rein zu ziehen.

3. Und das finde ich das erstaunlichste an dem Film:
Er ist von David Lynch !!!
(Vom Umkehrschluss her ist das in etwa so schockierend als wenn Michael Bay und Uwe Boll die Macher von "Wilde Erdbeeren" gewesen wären)

Einer der amerikanischsten Filme die ich je gesehen habe.
Amerikanisch auf das Amerika der echten Menschen bezogen, die allzu oft von uns superkultivierten Europäern mit dem Zerrbild des hurrapatriotischen, fetten, dummen, rassistischen, God´s own Country schreienden Propagandaklischees vermengt werden und von uns als DIE AMERIKANER gesehen werden.

Lynch zeigt ein Amerika das sich auf seinen Rasenmäher setzt und den langen Weg zu gehen bereit ist wenn sein Bruder es braucht.
Er zeigt ein Amerika der kleinen, solidarischen Leute.
Und er zeigt ein Land (ein Panorama) das vor allem eines ist : Wunderschön.

Die Entdeckung der Langsamkeit als Film,
ein Denkmal für Richard Farnsworth
und für mich der wichtigste Film von David Lynch.

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Kamell

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Mein Highlight und beispielloses Bild für unverhandelbares Karma: Die armen Rehe und die völlig verzweifelte Autofahrerin /-)


Andy Dufresne

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Absolut!


AcademyAwardFan

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein toller erzählter Film mit einer Aussicht im Mittleren Westen. Ein bemerkenswerter Mann, der trotz diverse Kraft, zu seinem kranken Bruder nach Wisconsin fährt. Tragisch und einfühlsam.

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loveissuicide

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Bewertung9.0Herausragend

Keine auf rot geschalteten Ampeln, keine unheimlichen Zugsignale, nichts Bedrohliches, das unter der Oberfläche darauf wartet, hervorzubrechen. Dafür eine wunderbare Geschichte, untermalt von einem hervorragenden Soundtrack von Badalamenti (vor allem der Anfangsscore erinnert stark an Twin Peaks). The Straight Story war mir ein Fest!

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bestseimon

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Walt Disney Pictures presents a film by David Lynch.

Es mag vielleicht sein, dass dieser eine Satz zu Beginn das Einzige ist, was an The Straight Story für Verwirrung sorgen könnte, wie man es eigentlich von Lynch gewohnt ist. Doch die Geschichte über einen alten Mann, der mit einem Rasenmäher durchs Land fährt, um seinen schwerkranken Bruder zu besuchen geht wahrhaftig ans Herz und lässt auch im Nachhinein nicht mehr so schnell los. Obwohl alles äußerst ruhig und stets im selben Tempo erzählt wird, fesselt der Film durch seinen grandiosen Hauptdarsteller Richard Farnsworth, der zu Tränen rührt, die wunderschönen Bilder und die gewohnt grandiose Filmmusik von Angelo Badalamenti, die den Film trägt und nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Dass The Straight Story die ein oder andere Länge mit sich zieht, ist nicht weiter Schlimm. Man ist zu überwältigt von der skurrilen Story, den teils inspirierenden Dialogen und den vielen fantastischen Details, die es zu bewundern gibt. Zu Beginn merkt man noch deutlich, dass David Lynch auf dem Regiestuhl sitz, in einigen Szenen sticht tatsächlich sein bekannter Stil hervor. Zum Glück verliert er diesen wieder im Laufe des Films und erzählt einfach diese wunderbare Geschichte. Fast ohne Höhepunkte und Überraschungen zwar, aber dennoch liebevoll und ergreifend. Mit der letzten Szene gelingt ihm ein perfektes und berührendes Ende eines ebenso tollen Films.

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Vincent_Vega

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Wunderbarer Kommentar zu einem wunderbaren Film!


bestseimon

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Danke!


Captian_Steel

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein netter Film mit einer schönen Geschichte, der einen Einblick in den Mittlern West der USA bietet. Leider zieht sich der Film am Anfang ein wenig und vom Ende hätte ich mir mehr erhofft, trotzdem sehenswert.

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Cooler Typ

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BEssar Geuld, mench!!!!!!!


Vic Mackey

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Aus unerfindlichen Gründen habe ich es erst heute geschafft, Lynch's gradlinigsten Film zu sehen. Noch während der Abspann läuft, denke ich darüber nach, warum ich solange gewartet habe. War es die Story? Waren es einzelne Stimmen, die von einem langatmigen Film sprachen oder Kritiken, in denen von Lynch's ungewöhnlichstem Werk die Rede war? In der Tat hat "The Straight Story" nur wenig mit Lynch's sonstiger Filmographie gemein, trotzdem ist ihm eines seiner besten Werke gelungen! Keine mysteriösen Cowboys, keine tanzenden Zwerge und keine Köpfe, die zu Radiergummis verarbeitet werden. Einfach nur ein alter Mann, der 500 km auf seinem Rasenmäher zurücklegt, um sich mit seinem Bruder auszusöhnen. Von Langeweile kann hier aber überhaupt keine Rede sein, die tolle Kameraarbeit und der wieder einmal fantastische Soundtrack fesseln zu jeder Sekunde an den Bildschirm. Alle Darsteller können restlos überzeugen, neben dem grundsympathischen Hauptdarsteller Richard Farnsworth begeistert vor allem Sissy Spacek, die ich lange nicht mehr so stark gesehen habe.
Wer hätte gedacht, dass David Lynch einmal einen so großartigen Gute Laune-Film vom Stapel lässt?!

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Vic Mackey

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Tut mir leid^^... deine Ergänzung kann ich hundertprozentig unterschreiben. Ich weiß auch nicht, wie er es macht, er ist einfach ein absoluter Meister seines Fachs! Einen Teil trägt auf jeden Fall Badalamenti's Score bei, auf seinem Gebiet auch ein Ausnahmetalent! Ich krieg den Soundtrack seit gestern nicht mehr aus dem Kopf^^


Vic Mackey

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Absolut, das schafft Lynch immer wieder!


donzel

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich war sehr gespannt auf diesen Film, ein "normaler" Film von David Lynch, und hatte durch die hohen Bewertungen hier auch sehr hohe Erwartungen.
Doch der Film hat es leider nicht geschafft, mich wirklich zu berühren.
Die tolle Musik, der gute Schauspieler, und die doch ganz schönen Bilder während der Rasenmäherreise lassen das ganze dann doch zum Glück nicht zu Langweilig werden.
Auf emotionaler Ebene hat mich dann aber "der Elephantenmensch" sehr viel mehr Erreicht.

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hollygolightly1

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Brothers are brothers."

"The Straight Story" ist eines der schönsten Roadmovies, die ich gesehen habe. Der Film erzählt die bewegende Geschichte des 73-jährigen Rentners Alvin Straight, der sich auf den 600 km langen Weg nach Wisconsin macht, um seinen Bruder zu besuchen, der einen Schlaganfall erlitten hat und mit dem er seit über zehn Jahren nicht mehr gesprochen hat. Ganz allein begibt sich der Mann ohne Führerschein und mit einer Sehschwäche auf seinem Rasenmäher auf den Weg.

Ohne großartige Aufmachung inszenierte Lynch einen sehr dezenten, ruhigen Film, der den Zuschauer berührt. "The Straight Story" hat auch keine besonderen Mittel nötig, um zu wirken. Die wunderschöne, entspannende musikalische Untermalung und atemberaubende Bilder reichen, um das herüberzubringen, was der Film sagen will. Außerdem wäre da noch Richard Farnsworth, der Alvin Straight großartig spielt und so süß und liebenswürdig aussieht, dass er einem schon fast leid tut. Doch er will überhaupt nicht bemitleidet werden. Er tut das, was er will. Er hat eine Entscheidung getroffen und zieht die Sache durch. Er ist ein erstaunlich real wirkender Charakter, der gewissermaßen einen Helden darstellt. Sowohl für alte, als auch junge Menschen. Seine Weisheiten kommen in dem Film ganz und gar nicht zu kurz:

"So, uh, what's the worst part about being old, Alvin?"
- "Well, the worst part of being old is rememberin' when you was young."

"What do you need that grabber for, Alvin?"
- "Grabbin'."

Wer denkt, der Film wäre langweilig, irrt sich. Ich habe mich keine Sekunde gelangweilt. Nein, ich könnte Alvin stundenlang beim Fahren zusehen und ihm zuhören. Man vergisst alles um sich herum und konzentriert sich ausschließlich auf diesen tollen Film, in dem Alvin den Zuschauer mit auf seine Reise nimmt. Eine angenehme Reise, bei der man sich wünscht, sie würde nie zu Ende gehen und gleichzeitig hofft, dass Alvin seinen Bruder wiedersieht.

"The Straight Story" ist ein wunderbarer und vor allem ehrlicher Film, der zum Nachdenken anregt und uns zeigt, wie viel stärker ein alter Mann sein kann, als viele junge Leute. Vielleicht sollte man sich Gedanken darüber machen, wann man das letzte Mal mit einer Person geredet hat, die einem eigentlich sehr viel bedeutet. Ein Wiedersehen kann so schön sein.

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Le Samourai

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Wunderbarer Film, schöner Text. Mal wieder. :)


hollygolightly1

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<3


Spielberg_Fan

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

David Lynch- Werkschau No. 8:

Nicht surreal, nicht irre, nicht wahnsinnig und nicht total verworren. David Lynch nimmt sich von seinem gewöhnlichen Image als Regisseure seltsamer Filme eine Auszeit und konzentriert sich mit „The Straight Story“ auf eine gradlinige Geschichte, die ohne Irrungen und Wirrung auskommt. Es ist eine Geschichte die das Herz berührt, zum nachdenken anregt und dem Zuschauer beim sichten Frieden bzw. eine innere Ruhe schenkt. Es wäre hier genug Platz, um aus „The Straight Story“ ein Drama zu machen, das an allen Ecken und Enden auf die Tränendrüse drücken könnte. Aber auch hier hält sich Lynch zurück und lässt die die Story um Alvin Straight so langsam wie seinen Rasenmäher laufen.

Es ist schon verblüffend, dass ein Regisseure wie David Lynch so eine Drehung vollbringen kann und dabei noch so einen bezauberten Film abliefert.

„The Straight Story“ ist jede Minute wert!

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Prechtl

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein kleiner aber feiner Roadmovie-Film, in dem Hauptfigur Alvin Straight beschließt, seinen Bruder zu besuchen, der vor kurzem einen Schlaganfall hatte und mit dem er seit zehn Jahren zerstritten ist. Entschlossen, sich mit seinem Bruder zu versöhnen, macht sich Alvin auf die über 400 Kilometer lange Reise von Iowa nach Wisconsin und trifft dort - wie in einem Roadmovie üblich - auf alle möglichen Menschen.
Leider waren diese Begegnungen nicht so einprägsam, wie ich es mir gewünscht hätte. Die Menschen und ihre Geschichten waren mir leider zu austauschbar, aber im Grunde geht es eh nur um die Hauptfigur, und die sieht man in langen Einstellungen auf dem Traktor sitzen, während er die Landschaft bewundert. Und die ist wirklich bewundernswert, die weiten Korn- und Maisfelder sind wirklich sehr ansehnlich. Obendrein besitzt der Film eine wunderbare Melodie, die immer während dieser langen Einstellungen zu hören ist.
Der Film ist zwar nicht Besonderes, aber sehr nett und ich denke, dass man nichts falsch machen kann.

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Azazil

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Bewertung9.0Herausragend

Ein unglaublich bewegender Film, nicht nur der grandiosen Musik wegen. Es gibt nur wenige Filme bei denen ich feuchte Augen kriege, The Staight Story ist einer davon (Selbstverständlich schwitzen meine Augen nur!) Wer glaubt dass ein 110 Minuten langer Film über einen alten Mann auf seinem Rasenmäher langweilig ist, liegt absolut falsch. Alleine Richard Farnsworth macht diesen Film schon sehenswert. Er schafft es über seine Mimik mehr auszusagen als manch anderer Hollywood Schauspieler in seiner ganzen Karriere. 2000 ist damit leider ein ganz großer Schauspieler von uns gegangen. Eine großartige Leistung erbringt auch Sissy Spacek als Tochter von Alvin Straight. Darüber hinaus tragen sympathische Nebenfiguren ebenfalls zur rührenden Atmosphäre bei. The Straight Story ist die Geschichte eines alten Mannes, dem nicht mehr viel Zeit bleibt, um die Vergangenheit mit seinem Bruder wieder gerade zu rücken. Ich kann diesen Film jedem ans Herz legen, der bereit ist sich von einem langsamen, aber wunderschönem Road-Movie ergreifen zu lassen.

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martin-van-hueuet

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Bewertung9.0Herausragend

Natürlich völlig frei von Action und keine Lynch-typischer, hochkomplexer Surrealismus-"Wirrwarr", sondern eine ruhige, vollkommen gerade Geschichte, ist "The Straight Story". Wenn man genau zuhört, fallen Ähnlichkeiten zu "Into The Wild" auf. Grob gesagt, ist es das genaue Gegenteil von "Into The Wild". Chris McCandless geht auf Reise, um sich den Menschen abzuwenden, Alvin Straight geht auf Reise, um sich den Menschen zuzuwenden. Die Regie und das sehr subtil humorvolle Drehbuch steigern den Spaß einem alten, weisen Mann zuzuhören noch Mal erheblich.

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martin-van-hueuet

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Ich stehe übrigens auch sehr auf Lynch-typischen, hochkomplexen Surrealismus-"Wirrwarr", nicht das jemand das neckische falsch versteht. ;-)


manager18

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Bewertung9.5Herausragend

The straight story ist ein wunderschönes roadmovie, welches uns zeigt, dass man auch im hohen Alter noch den Mut haben kann das zu tun was man will. Das langsame Tempo in diesem Film stört keinesfalls und die berührende Hintergrundmusik ist passend auf die schönen Landschaftsbilder abgestimmt. Traurige Lebensgeschichten und bissiger Humor lassen diesen Film genau das erreichen was er von uns will: nachdenken und mitfühlen. Allerdings muss man sich darauf einlassen.

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samploo

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Stimme dir absolut zu, auch wenn meine Wertung mit 8.5 jetzt nicht ganz so hoch ist wie deine.
Was mir auch immer wieder auffiel, war diese Leichtigkeit und absolute Unerschütterlichkeit, die der Protagonist permanent an den Tag legte. Die ganze Zeit wirkte er irgendwie allen ueberlegen und am Ende, als er auf das Haus zulaeuft, man seine Stimme beim rufen langsam brechen hoert... genial.



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