Eine Wahre Geschichte - The Straight Story
The Straight Story (1999), US/FR Laufzeit 111 Minuten, FSK 0, Road Movie, Drama, Kinostart 02.12.1999
31 Bewertungen
Skala 0 bis 10
2125 Bewertungen
65 Kommentare
Keine ?
von David Lynch, mit Sissy Spacek und Harry Dean Stanton
Der 73-jährige Witwer Alvin Straight (Richard Farnsworth) lebt zusammen mit seiner geistig zurückgebliebenen Tochter Rose (Sissy Spacek) in dem kleinen Städtchen Laurens, Iowa. Gesundheitlich geht es Alvin nicht besonders gut. Seine Augen sind so schlecht, dass er nicht Auto fahren darf, er hat ein so starkes Hüftleiden, dass er nur noch an zwei Krücken gehen kann und sein Arzt bescheinigt ihm nur noch wenige Jahre, wenn er nicht mit den Zigaretten und dem falschen Essen aufhört. Eines Tages erhält Alvin einen Telefonanruf. Sein Bruder Lyle (Harry Dean Stanton), der im über 240 Meilen entfernten Mount Zion in Wisconsin lebt, hat einen Schlaganfall erlitten. Seitdem sich Alvin und Lyle vor über zehn Jahren zerstritten hatten, haben sie kein Wort mehr miteinander geredet. Dennoch entschließt sich Alvin, seinen Bruder zu besuchen und den Streit zu beenden. „Ich muss das tun“, so Alvin zu seiner Tochter.
Cast & Crew
-
David Lynch
-
Sissy Spacek
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Rose Straight
-
Harry Dean Stanton
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lyle Straight
-
Everett McGill
-
Richard Farnsworth
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Alvin Straight
-
Jane Heitz
-
John Farley
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Thorvald Olsen
Regie
Schauspieler
-
Kevin P. Farley
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Harold Olsen
-
Wiley Harker
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Verlyn Heller
-
James Cada
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Danny Riordan, Clermont Resident
-
Mary Sweeney
-
John Roach
- Genre
- Road Movie, Familiendrama
- Zeit
- 1990er Jahre
- Ort
- Iowa, Kleinstadt, Mississippi, Wisconsin
- Handlung
- 2. Weltkrieg Veteran, Alterung, Anhalter, Ausreißer, Autopanne, Bruder-Bruder-Beziehung, Familie, Familienkonflikt, Friedhof, Gastfreundschaft, Geistige Zurückgebliebenheit, Gewitter, Hohes Alter, Individuum, Jugendlicher, Landstraße, Laster, Leben, Lebensweisheit, Menschlichkeit, Motorschaden, Odyssee, Rasenmäher, Rauchen, Reise, Schicksal, Schlaganfall, Sterben und Tod, Sterblichkeit, Streit, Sturheit, Traktor, Vater-Tochter-Beziehung, Versöhnung, Wiedersehen
- Stimmung
- Berührend, Ernst, Traurig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Eine Wahre Geschichte - The Straight Story
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Kritiken (2) — Film: Eine Wahre Geschichte - The Straight Story
Timo K.: Blockbuster Entertainment
Kommentar löschenBöse Zungen behaupten, "The Straight Story" sei "The Straight Story" und Lynch sei Lynch. Aber niemals könne "The Straight Story" Lynch sein und Lynch schon gar nicht "The Straight Story". Das unermüdlich in diesem Zusammenhang negativ gefärbte Wort "Altersmilde" umschlich Lynch seinerzeit zunehmend, was bedeuten soll, dass er nach seinen vorherigen Werken, vor allem nach dem unmittelbar davor präsentierten "Lost Highway", einen Gang zurückschalte und sich nur noch leichten Stoffen widme. Unsinn. Wohl eher ist das Wort "Erholung" zu gebrauchen. Erholung nach "Lost Highway". Erholung vielleicht nach abgetrennten, abgeschnittenen, deformierten Körperteilen, was auf die Dauer langweilig erscheint und depressiv macht. "The Straight Story" durfte Lynch machen. "The Straight Story" musste Lynch machen. Und "The Straight Story" ist mehr Lynch als zunächst ersichtlich. Diese…
32 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten
LynchFan1706 2011/09/14 19:33:45
Antwort löschenSo geschickt, wie er die beiden überrumpelt hat, denke ich nicht ;-)
Timo K. 2011/09/14 19:48:47
Antwort löschenIch auch. :)
Jenny von T 2011/09/14 20:01:11
Antwort löschenDie Kritik heiße ich größtenteils gut, aber dann doch nur 7 Punkte..?! *mit Tomaten schmeiß*
Ich empfinde diesen Film nicht unbedingt als "leichten Stoff", sondern ganz im Gegenteil als sehr tiefgründig. Nur die Art der Übermittlung ist weniger lynchig.
Timo K. 2011/09/14 20:27:32
Antwort löschenStrengerer Bewertungsmaßstab halt. Außerdem muss ich Luft lassen für die anderen Lyncher. ;) Ich glaube, ich werd' mir demnächst einen universellen Kommentar überlegen für diejenigen, die an zu niedrigen Wertungen ohne sonderlich große Kritik im Text mäkeln. :D | Völlig richtig. Das war auch eher in Richtung der Kritiker des Films gemeint, die in THE STRAIGHT STORY damals einen Bruch sahen und zur Floskel neigten, den Film negativerweise als "leicht" (zu "leicht") innerhalb vom Schaffenswerk des Regisseurs abzustrafen.
Punsha 2011/09/14 20:33:20
Antwort löschenBewertungen werden sowieso überbewertet. Einfach den Text lesen und man weiß bescheid. Wen kümmert dann noch die Bewertung?
LynchFan1706 2011/09/14 20:46:47
Antwort löschenIch finde die Erzählweise genau so lynchesk wie jeder andere Lynch auch, nur diese ist eben dem Thema angepasst... Eine wahre Begebenheit zu verfilmen ist etwas anderes als eine selbsterdachte Geschichte, somit ist auch die Umsetzung eingeschränkter...
J!GS4W 2011/09/14 21:17:39
Antwort löschenIch finde, dass dieser Film so gar nicht Lynch entspricht, da ich hier zum ersten Mal Figuren im Lynch-Kosmos entdeckt habe, die ich authentisch finde und bei denen ich mir ohne weiteres vorstellen kann, dass sie in der Realität funktionieren. Ansonsten präsentiert Lynch meist eine Welt voller Irrer, die sich durch seinen Sexismus und Sadismus auszeichnet, verworrene Aschenbecher und Zeitsprünge hin oder her.
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LynchFan1706 2011/09/14 21:31:17
Antwort löschenDie Figuren sind deswegen so authentisch und realistisch, weil es eben eine wahre Geschichte ist... Lynch hat sie lediglich verfilmt...
Timo K. 2011/09/14 21:40:22
Antwort löschen@Punsha: "Bewertungen sind Schall und Rauch." ;)
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] „The Straight Story“ ist sehr romantisch, ohne ein Liebesfilm in klassischen Sinne zu sein. Dabei wird auch mal der Kitsch gestreift, da das Bild entsteht, grundsätzlich alle Leute, die man so trifft, seien liebenswerte Gesprächspartner. Nicht weiter schlimm. Das Beste ist, wie sich der Film unbekümmert Zeit für Menschen nimmt und mit Gefühl ein wenig in ihre Leben eintaucht, ohne Anspruch auf kalkulierte Zusammenhänge, angenehm frei von moralischen Zeigefingern, aber auch so, dass man etwas für sich herausziehen kann. Der rote Faden ist die Straße, der Weg das Ziel. Ein berührendes, gelungenes Roadmovie. Es zum Meisterwerk aufzuplustern, würde der Stimmung des Films gar nicht gerecht werden. Hier hat man schlichtweg eine entzückende Abwechslung im Lynch-Kosmos.
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (63) — Film: Eine Wahre Geschichte - The Straight Story
Kommentar schreibenblockbusterandmore 2012/01/12 15:46:48
Kommentar löschenAlvin Straight: "Well I can't imagine anything good about being blind and lame at the same time but, still at my age I've seen about all that life has to dish out. I know to separate the wheat from the chaff, and let the small stuff fall away”. -
Am Ende unseres Lebens merken wir doch alle, daß das Leben an sich doch viel zu kurz ist, um uns weiterhin von kleinlichen oder großen Konflikten, die in der Vergangenheit stattfanden, verzehren zu lassen, erst im fortschreitenden Alter weiß man die Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben, richtig einzuordnen und immer mehr zu schätzen. Wir merken, das wir Teil eines für uns unerklärbaren Ganzen sind, unserem Schicksal oft nicht entgehen können und immer wieder auf verschiedene Bewährungsproben gestellt werden, die wir im Laufe des Lebens bestehen müssen. Manchmal müssen wir für gewisse Erkenntnisse im Leben selbst eine lange Reise auf uns nehmen, es spielt am Ende aber keine Rolle mehr, ob diese Erkenntnis 507 Kilometer oder ein halbes Leben eines Menschen benötigt, damit sie erlangt werden kann, sie führt uns fortwährend an unsere mentalen, manchmal auch körperlichen Grenzen und hilft uns am Ende, unsere vorhandenen mentalen wie körperlichen Schmerzen zu überwinden. Was treibt einen Mann dazu, mehrere 100 Kilometer auf einem Rasenmäher(!) samt Anhänger bzw. eine Reise auf sich zu nehmen, um mit der Ruhe, Würde und entsprechenden Gelassenheit, die einem nur das Alter verleihen kann, sein persönlich angestrebtes Ziel zu erreichen, das Außenstehende manchmal nicht verstehen können? Nun, es ist das, was die Welt im innersten zusammenhält.
Alvin: I'd give each one of 'em a stick and, one for each one of 'em, then I'd say, 'You break that.' Course they could real easy. Then I'd say, 'Tie them sticks in a bundle and try to break that.' Course they couldn't. Then I'd say, "That bundle... that's family." »
Die Antwort liegt nahe: die Liebe zu einem einzelnen Menschen ist es, die Alvin Straight in "The Straight Story” antreibt und im am Ende genau wie seinen Bruder erst in einem sehr gehobenen Alter zu einem vollkommen reifen Menschen werden läßt. David Lynchs Film ist so mit natürlicher Schönheit versehen und von formaler Schlichtheit wie kaum ein anderer Film inszeniert worden, den man betrachten / sich im Vergleich anschauen kann. In fast schon meditativer Ruhe zeichnet David Lynch ein wahrhaft zu Herzen gehendes, leicht skurriles, mit leisem, intelligenten Humor durchsetztes Bild von einfachen Menschen der amerikanischen Gesellschaft (die er trotz ihrer unübersehbaren Fehler ernst nimmt und ihres Wertes nicht beraubt) die auf Grund von Schicksalsschlägen zu Außenseitern geworden, beinahe an der unmenschlichen Härte des Lebens / auftretenden Mißverständnissen selbst zerbrochen sind und so unversöhnlich gegenüber anderen geworden sind. David Lynch, der sonst eher dem Hang zu allem technischen und maschinellen verfallen ist, führt den Betrachter diesmal in "The Straight Story” an der Nase herum, in dem alles technische zum schmückenden Beiwerk und zum entsprechenden Hilfsmittel degradiert wird, damit die Reise eines einzelnen Mannes am Ende gelingen kann. Es sind die liebevoll eingearbeiteten, leisen, (zwischen)menschlichen Töne und Gesten, die "The Straight Story” so besonders machen. Denn ohne zwischenmenschliche Unterstützung wäre eine Reise von 507 Kilometern auf einem einzelnen Rasenmäher (und auf wahren Begebenheiten beruhend) ohnehin wohl kaum zu bewältigen. Lynch arbeitet präzise heraus, das nicht nur Alvin Straight alleine auf seiner Reise ab und zu einem Selbstfindungs- bzw. Reifeprozeß unterworfen ist. Fast schon sympathisch / romantisierend bringt David Lynch durch viele eingestreute zwischenmenschliche Gespräche seine Botschaft in "The Straight Story” herüber, das alle Menschen ihr Einfühlungsvermögen im Leben trotz gewisser Wiederstände / erlebten Schicksalschlägen nicht verlieren dürfen und lernen sollen, sich nicht mit Lug und Betrug durch Leben zu mogeln, (siehe Mechanikerreparatur), denn irgendwann tritt einer jeder seine eigene spezielle Reise wie Alvin Straight an, die nur durch Standhaftigkeit / Aufrichtigkeit zu bestehen ist. Solche eingestreuten Methaphern findet man an jeder Ecke von Lynchs Schaffen. "The Straight Story” durchzieht zu jeder Zeit eine angenehme Herzenswärme, der man nur schwer entkommen kann. Und es werden ab und Werte vermittelt, die bei so manchen scheinbar schon in Vergessenheit zu geraten sein scheinen.
Danny Riordan, Clermont Resident: It's been a genuine pleasure having you here, Alvin. Write to us some time.
Alvin Straight: I will."
"The Straight Story” ist das wohl ungewöhnlichste Roadmovie der letzten 12 Jahre.
Richard Farnsworth legt durch seine spezielle wie auch subtile Gestik und Mimik eine Wirkung beim Betrachter an den Tag, die im Normalfall sehr schwer zu erreichen ist und überzeugt als von Unsicherheit, im inneren von Schmerz zerfressener und doch kluger Alvin Straight auf der ganzen Linie. "Sometimes you have to let go to see if there was anything worth holding on to.”
Dies trifft auf Alvin Straight voll und ganz zu. In einigen sehr beeindruckenden Momenten führt David Lynch Richard Farnsworth zu einer ganz beachtlichen Leistung, wenn es darum geht sich in der Rolle des Alvin Straight der Vergangenheit zu stellen, ihr in die Augen zu blicken, sich von ihr loszulösen und den über Jahre entstandenen Schmerz zu überwinden, der einem persönlich immer inne wohnt. Nur so ist das persönliche, gesteckte Ziel am Ende der 507 Kilometer langen Reise im nachhinein zu erreichen. Kenner und Liebhaber von "The Straight Story” wissen die erstklassig gespielte, persönliche Konfliktbewältigung von Alvin Straight mit seiner Vergangenheit als Soldat ohnehin zu schätzen. "The Straight Story” aber als reine "One Man Show” zu betiteln würde im nachhinein nicht gerecht sein. Denn auch in den Nebenrollen bürgt man mit "The Straight Story” für Qualität... Das Sissy Spacek eine richtig gute Schauspielerin ist, muß nicht extra noch groß erwähnt werden. Sie besetzt als Alvin Straights geistig leicht zurückgebliebene Tochter eine zwar kleinere, aber ebenso wichtige und beeindruckende Rolle, welche sie ebenso mit Leben ausfüllt. Man nimmt ihr die vom Schicksal gebeutelte aber trotzdem selbstsichere Rose ohne Probleme ab. Aber auch der restliche Cast ( z.B. Harry Dean Stanton) überrascht mit angenehmen Spiel und verstärkt die Empathiefähigkeit aller Figuren noch zusätzlich. Das einzigste was man "The Straight Story” ankreiden könnte, ist der vielleicht zu kurz geratene Schluß.
Fazit: Dank fast schon poetischer, breiter Bilder von Kameramann Freddie Francis, eines sehr einfühlsamen, jederzeit passenden Scores und toller Darstellerleistungen gelingt David Lynch "The Straight Story” ein wirklich richtig guter Film, den man nicht allzuoft so zu Gesicht bekommt.
Am Ende der Reise von "The Straight Story” in das Seelenleben von Alvin Straight, seiner Konfliktbewältigung bzw. dessen miterlebten stellen seiner Vergangenheit bleibt dann nur eines zu sagen: Am Ende unseres Lebens blicken wir also alle in die Sterne. Wir sagen uns (wie Alvin Straight): "Wir haben endlich das schlimmste geschafft / hinter uns gelassen und dürfen den Rest unseres Lebens dann hoffentlich glücklich und in Würde verbringen, erkennen das, was wirklich zählt und sind immer noch mit den Menschen zusammen, die wirklich wichtig im Leben sind.
Das Leben hat uns nicht gebrochen. Und David Lynch bleibt als Regisseur ein Genie. Er bringt ohne Mätzchen und Macken einen Prozeß auf den Punkt, den jeder Mensch im Leben durchlaufen muß, ganz egal, was das Schicksal parat hält. Intelligenteres und leiseres Kino kann man von einem Regisseur und einem Film wahrlich nicht verlangen / erwarten.
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Azazil 2011/12/12 23:50:25
Kommentar löschenEin unglaublich bewegender Film, nicht nur der grandiosen Musik wegen. Es gibt nur wenige Filme bei denen ich feuchte Augen kriege, The Staight Story ist einer davon (Selbstverständlich schwitzen meine Augen nur!) Wer glaubt dass ein 110 Minuten langer Film über einen alten Mann auf seinem Rasenmäher langweilig ist, liegt absolut falsch. Alleine Richard Farnsworth macht diesen Film schon sehenswert. Er schafft es über seine Mimik mehr auszusagen als manch anderer Hollywood Schauspieler in seiner ganzen Karriere. 2000 ist damit leider ein ganz großer Schauspieler von uns gegangen. Eine großartige Leistung erbringt auch Sissy Spacek als Tochter von Alvin Straight. Darüber hinaus tragen sympathische Nebenfiguren ebenfalls zur rührenden Atmosphäre bei. The Straight Story ist die Geschichte eines alten Mannes, dem nicht mehr viel Zeit bleibt, um die Vergangenheit mit seinem Bruder wieder gerade zu rücken. Ich kann diesen Film jedem ans Herz legen, der bereit ist sich von einem langsamen, aber wunderschönem Road-Movie ergreifen zu lassen.
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martin-van-hueuet 2011/12/11 22:21:25
Kommentar löschenNatürlich völlig frei von Action und keine Lynch-typischer, hochkomplexer Surrealismus-"Wirrwarr", sondern eine ruhige, vollkommen gerade Geschichte, ist "The Straight Story". Wenn man genau zuhört, fallen Ähnlichkeiten zu "Into The Wild" auf. Grob gesagt, ist es das genaue Gegenteil von "Into The Wild". Chris McCandless geht auf Reise, um sich den Menschen abzuwenden, Alvin Straight geht auf Reise, um sich den Menschen zuzuwenden. Die Regie und das sehr subtil humorvolle Drehbuch steigern den Spaß einem alten, weisen Mann zuzuhören noch Mal erheblich.
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martin-van-hueuet 2011/12/11 22:33:11
Antwort löschenIch stehe übrigens auch sehr auf Lynch-typischen, hochkomplexen Surrealismus-"Wirrwarr", nicht das jemand das neckische falsch versteht. ;-)
manager18 2011/11/12 09:56:23
Kommentar löschenThe straight story ist ein wunderschönes roadmovie, welches uns zeigt, dass man auch im hohen Alter noch den Mut haben kann das zu tun was man will. Das langsame Tempo in diesem Film stört keinesfalls und die berührende Hintergrundmusik ist passend auf die schönen Landschaftsbilder abgestimmt. Traurige Lebensgeschichten und bissiger Humor lassen diesen Film genau das erreichen was er von uns will: nachdenken und mitfühlen. Allerdings muss man sich darauf einlassen.
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samploo 2011/11/12 13:20:42
Antwort löschenStimme dir absolut zu, auch wenn meine Wertung mit 8.5 jetzt nicht ganz so hoch ist wie deine.
Was mir auch immer wieder auffiel, war diese Leichtigkeit und absolute Unerschütterlichkeit, die der Protagonist permanent an den Tag legte. Die ganze Zeit wirkte er irgendwie allen ueberlegen und am Ende, als er auf das Haus zulaeuft, man seine Stimme beim rufen langsam brechen hoert... genial.
WaaayneTrain 2011/10/26 23:32:00
Kommentar löschen"Als meine Kinder noch klein waren, hab ich immer ein Spiel mit ihnen gespielt. Ich hab ihnen einen Stock in die Hand gedrückt, jedem einen. Und dann sollten sie ihn durchbrechen, was natürlich leicht ging. Und dann gab ich ihnen die selben Stöcke in einem Bündel, und das sollten sie auch durchbrechen, was natürlich nicht ging. Dann sagte ich ihnen, dieses Bündel ist die Familie..."
"The Straight Story"... Wie ist der Film? Eben ziemlich straight und wie! Aber es funktioniert hervorragend, der Film punktet mit skurrilen Charakteren und mit viel Humor. Einfacher und zum Teil auch bildlicher Witz sorgen für einige Lacher.
"Alvin, für was brauchst du einen Greifer?"
"Na zum greifen."
Die ruhige Atmosphäre und die spürbare Wärme lassen den Film sehr harmonisch und angenehm wirken. Die Filmmusik könnte passender nicht sein und sorgen dafür, dass die Idylle der Landschaft und der auch sonst so schönen Bilder richtig durch das Herz des Zuschauers fliesst. Richard Farnsworth als Alvin Straght auf der 500 km langen Reise zu seinem Bruder Lyle - mit dem Rasenmäher. Er möchte seine Vergangenheit hinter sich lassen, in der die Brüder wegen eines Streits seit 10 Jahren kein Wort mehr redeten. Und das erst Recht als Alvin hört, dass er dringend Hilfe benötigt.
Ein wunderschöner Film über das Alleinsein und Altwerden, ein Film zum entspannen, ein Film für's Herz. Man sitzt die ganze Zeit über mit einem Schmunzeln vor dem Bildschirm, es wird niemals langweilig. Und der Schluss ist sehr kurz gehalten, doch er sagt mehr als tausend Worte.
Danke, Herr Lynch. Ich werde diese Geschichte nie mehr vergessen.
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DerDude_ 2011/10/03 21:36:01
Kommentar löschen"Wozu brauchst du denn den Greifer ?!
"Zum Greifen"
David Lynch ist mir als Meister des Morbiden ,der filmischen Düsternis und als Regisseur der gekonnt die Konventionen des Erzählens auseinander nimmt ,bekannt. Doch mit "The Straight Story" beweist er das er auch ganz anders kann : Wie der Titel schon sagt (Straight= Geradelinig) ist seine Geschichte völlig Geradelinig erzählt und enthält statt mörderischer Spannung , Menschlichkeit und Melachonie , ist jedoch nicht weniger unkonventionell oder gar schlechter als vorherige Lynch Werke.
"The Straight Story" basiert auf einer wahren Begebenheit : Der 73 jährige Alvin Straight legte mit seinem Rasenmäher eine Entfernung von 390 km zurück ,um seinen Bruder Henry ,nachdem dieser einen Schlaganfall erlitt, besuchen zu können.
Diese schräge ,aber auch zutieft berührende Geschichte wurde von Lynch wunderbar adaptiert : Besonders Angelo Badalamentis Musik gibt dem Geschehen eine wunderbare Melachonie ,sowie das Gefühl des Vorrantreibens. Eine weitere Stärke ist Richard Farnsworth ,welcher im selben Jahr wie Straight selbst geboren wurde, und nur wenige Monate nach Ende der Dreharbeiten Selbstmord began. Er verleiht Straight durch sein gekonntes Mimenspiel die nötige Weisheit ,sowie die nötige Unsicherheit.
In der Ruhe liegt die Kraft : Dies gilt auch für "The Straight Story". Lynch langsames Tempo hingegen ist absolute Geschmackssache : Halten es die einen für schlüssig und meditierend ,halten es die anderen für Öde und Ereignislos. Ich halte es für das erstere.
Fazit :"The Straight Story" ist wie ein Himmel voller Sterne : Ruhig und Entspannt. Faszinierend und irgendwie Einzigartig.
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CapitanKnaecke 2011/10/04 13:03:00
Antwort löschenich mag den Film auch :D
peppermind 2011/09/20 22:35:13
Kommentar löschenAlvin Straight auf seinem Weg von Iowa nach Wisconsin; als Gefährt ein alter Rasenmäher, als Gefährte nur er selber.
Es ist müßig darüber zu streiten, ob der Film ein echter Lynch ist - oder eben nicht.
Eines ist The Straight Story aber auf jeden Fall: authentisch. Es ist ein Film der leisen Töne, bedacht und in sich gekehrt - ebenso wie Alvin Straight. Man muss sich mit dem langsamen Erzähltempo anfreunden, die Ruhe und die Reise genießen. In vielerlei Hinsicht schon eine Art filmischen Selbstfindungsprozesses; für Alvin, für den (ich mag das Wort eigentlich nicht, hier passt es aber-) brillianten Richard Farnsworth, für den Zuschauer.
Einfach und schön - das ist The Straight Story. Zumindest für alle, die sich auf die Langsamkeit Alvins einlassen können - und wollen.
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CarrionFairy 2011/09/20 16:25:58
Kommentar löschenwas für ein großer film, was für schauspieler...
der mann, der alvin spielt, hat mir das herz gebrochen. ich habe sonst selten mit so wenig sprache so viel gefühl gesehen. jede aufnahme ist auf den punkt, jede musik ein herzschlag, jeder schnitt sitzt - wie im bild so im herzen.
als mein großonkel noch lebte, aber ein paar tausend kilometer weit weg, rief ich einst mal an, um zu fragen, wie es ihm geht und er antwortete: gut, aber wenn ich spazieren gehe, überholen mich alle.
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Mr.AdGood 2011/09/20 15:11:23
Kommentar löschenMit relativ einfachen Mitteln wurde hier eine gradlinige und herzergreifende Story geschaffen,die ganz auf den Hauptdarsteller zugeschnitten wurde.Kurz:Ruhige Bilder,skurrile Personen (typisch für Lynch) und eine dahinplätschernde Geschichte schaffen eine melancholische Grundstimmung,in der Alvin Straight(gespielt von Richard Farnsworth) mehrere hundert Meilen mit einem Rasenmäher bewältigen muss ,um sich mit seinem kranken Bruder zu versöhnen.
Fazit:Ein einfacher Film,der seine Insität durch das Spiel des Hauptdarstellers,der emotionalen Dichte und der einzigartigen Atmosphäre schöpft.
Anschauen und genießen.
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based_god 2011/09/18 16:26:35
Kommentar löschenMan kennt es von bereits so mancher Geschichte. Ein Typ hat im hohen Alten noch eine letzte Sache zu erledigen.
"The Straight Story" ist eigentlich genau so eine Geschichte, mit dem kleinen Unterschied, dass es nicht um die Sache selbst sondern um den Weg dahin geht. So schnappt sich der 73-jährige halt schnell einen Rasenmäher, bastelt ein Anhänger dran und los geht die Reise. Eine (wunderbar bebilderte und mit extrem schöner Musik unterlegte) Reise auf der er vielen netten, intressanten und hilfsbereiten Menschen begegnet, die ihn ein Stück "weiterbringen". Schön ist immer auch, dass er ihnen immer etwas zurück geben kann, sei es nur ein Lächeln oder ein schöner Spruch.
Das Lynch Regie geführt hat, lass ich mal aussen vor. Ob nun seine "impressionistischen" oder seine "normalen" Werke besser sind ebenfalls. Es ist aber nun mal so, dass "The Straight Story" sehr normal wirkt, unter seinen anderen Werken, muss es ja auch, da es eine "wahre Geschichte" ist.
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FumerTue 2011/09/14 20:11:19
Kommentar löschenAlvin hat nicht viel. Nicht viele Worte, keine gute Sicht, nur einen langsamen Rasenmähertraktor als Fortbewegungsmittel und lange Zeit hatte er auch keinen Bruder mehr.
Seit 10 Jahren, um genau zu sein. Wegen eines Streites hat er mit ihm gebrochen.
Nun kommt die Nachricht, dass dieser Bruder, Lyle, einen Schlaganfall erlitten hat und womöglich nicht mehr lange zu leben hat.
Also macht Alvin sich auf den Weg zu ihm, langsam geht es nur voran, über einen Monat braucht er, bis er mit dem Rasenmäher die 240 Meilen im Schneckentempo zurückgelegt hat.
Der Film überzeugt mit schönen Landschaftsaufnahmen aus dem Norden der USA, die man vor allem dann sieht, wenn man langsam fährt und Zeit hat, sich umzusehen, wenn man wie Alvin unterwegs ist, um unterwegs zu sein - der Weg ist das Ziel - und nicht, um von Punkt A nach Punkt B zu kommen.
Der Film ruft dazu auf, einfach mal ruhig, gelassen, langsam zu sein, anstatt immer gehetzt zu rasen. Die schönste Szene hierzu ist wohl, als Alvin auf einer Landstraße von einer Frau überholt wird und ihr Auto kurz darauf in ein Reh rast. Während sie außer sich herumbrüllt und am Verzweifeln ist, steigt er langsam von seinem Rasenmäher und fragt gelassen: "Kann ich irgendwie helfen?", und bleibt auch weiterhin sehr ruhig.
In der Ruhe liegt die Kraft.
Der Film lässt zahlreiche Interpretationen zu, doch egal ob und wie man ihn interpretiert, ist er ein gelungenes Werk.
"The Straight Story" zeigt, dass man nicht viel braucht, nicht schnell sein muss, um sein Leben zu lieben; dass Ruhe und Gelassenheit uns oft weiter bringen, als Hektik und Ungeduld. "Genießt das Leben!", das will uns David Lynch damit sagen.
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moviee 2011/09/14 17:05:20
Kommentar löschenWenn etwas ein Road-Movie ist dann wohl dieser wundevolle Film. Richard "Alvin Straight" Farnsworth, die Randgeschichten, die Filmmusik, die Ruhe. Eines ist schöner als das andere. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass es so toll anzuschauen ist, wenn einfach mal überhaupt nichts passiert. Da ich beim ersten Mal in dieser Idylle leider eingeschlafen bin habe ich mir "The Straight Story" jetzt nocheinmal angeschaut und auch jetzt wurde ich wieder berührt, auch von der sensationell passenden Filmmusik. Wer bei diesen Song nach dem schauen keine Gänsehaut bekommt, dem ist auch nicht zu helfen:
http://www.youtube.com/watch?v=xk8Y-XxaAog
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hoffman587 2011/09/11 12:52:20
Kommentar löschenThe Straight Story
Ein David Lynch? Nicht surreal, nicht hochkomplex, nicht verstrickt? Sondern eine einfache Geschichte, er wieder von seiner ruhigen und "menschlichen" Seite, liebevoll, eben eine wahre Geschichte...ja das ist "The Straight Story" vom großen David Lynch aus dem Jahre 1999.
Wie bereits erwähnt ist die Story vom Film einfach, dafür aber genauso Herzerwärmend oder auch liebevoll und am Wichtigsten sie ist wahr, wenn auch in gewisser Weise irgendwie traurig, aber auf jeden Fall unglaublich bewegend: Der 73- Jährige Alvin Straight möchte seinen Bruder Lyle nach einem Schlaganfall besuchen und fährt dazu mit einem Traktor zu ihm. Einfach, aber doch schön mit vielen Lebensweisheiten verziert. Obwohl nicht viel passiert, zu jeder Zeit mitreißend für mich jedenfalls.
Und natürlich fehlt hier selbstverständlich der perfekte Hauptdarsteller, in Form von Richard Farnsworth in seiner letzten Rolle, brillant als alter Witwer Alvin Straight, einwandfrei gespielt, einfühlsam rübergebracht, man fühlt förmlich Farnsworth Kraft und Ruhe beim spielen, ganz groß anders kann ich es nicht beschreiben, eine würdige letzte Rolle für ihn, bei der er noch mal alles geben konnte. Aber auch Sissy Spacek weiß als seine geistig zurückgebliebene Tochter Rose zu glänzen.
Also nun zu Lynchs Regie höchstpersönlich, der Meister bei der Arbeit, wieder ein zweites Mal also nach "Der Elefantenmensch" unglaublich menschlich im Vergleich zu seinen anderen Werken, liebevoll und sehr ruhig präsentiert uns Lynch sein Werk, unfassbar faszinierend, für mich über die volle Laufzeit, dazu noch ein Stück Melancholie und auch Lynch hat hier ein Händchen für jedes noch so kleine Detail, der Mann hat es einfach drauf, wer hätte so was von ihm erwartet... genial...
Des weiteren eine mindestens genauso hervorragende Kamera, mit famos-strahlenden-schönen Bildern, wunderbare Naturaufnahmen, ich kann es eigentlich nur mit dem Wort wunderschön beschreiben...einfach nur klasse...
Und dann gäbe es natürlich noch recht skurrile oder auch man könnte fast sagen schrullige bzw. sympathische und liebvoll gezeichnete Charaktere, toll ausgedacht, da fühlt das Herz regelrecht mit und vergessen sollte ich auch nicht die tiefsinnigen und eindringlichen geschriebenen Dialoge. Das Ganze wird zudem noch perfekt abgerundet von dem großartigen und schönen Score von Angelo Badalamenti.
Nun also was bleibt mir zum Schluss anderes übrig als zu sagen, dass ich von "The Straight Story" mehr als begeistert bin, ganz große Klasse, ich kann mich nur wiederholen Lynch hat es einfach drauf als Regisseur, das nenne ich eine mitreißende, rührende, sanftmütige, filmische Meditation ...*?*
27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
hoffman587 2011/09/11 15:26:50
Antwort löschenMerci!:)
Alle 3 Antworten zeigen
Olivier 2011/09/13 18:40:29
Antwort löschenToller Kommentar zu einem meiner persönlich Lieblingslynchfilme! Gut so, schön gemacht Kumpel;)
hoffman587 2011/09/13 19:09:46
Antwort löschenDanke:)
fkfilmkritik 2011/09/11 01:39:00
Kommentar löschenEin Traktor. Ein Ziel. Eine Fahrt. Ein Wunsch. Eine Strecke. Viele Ebenen. Wenig Erlebnisse. Viel Gefühl. Wenig Inhalt. Schöner Stoff. Viel Geplätscher. Wenig Langeweile.
"The Straight Story" ist ein typisch, untypischer Lynch, wie er mir gefällt. Dieses mal entdeckt Lynch die Facette liebevolle und rührende Filme zu inszenieren und auch das gelingt ihm absolut großartig. Ein befreiender, berauschender und melancholischer Road-Trip. Zu jeder Zeit mit einer unglaublichen Sympathie gemimt. Extrem durchgehend und bedeutend verläuft das Ganze. Dabei mit erstklassigen Aufnahmen durch ruhig gelegte, und sorgfältig gewählte Plätze. Extrem lebensfroh, dabei aber mit ehrlichen emotionalen Blick getragen. Ich bin-wie bei jedem Lynch-schlicht begeistert und erfreut. Aber diesmal, weil es so schön war.
16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
hoffman587 2011/09/11 01:42:36
Antwort löschenSehr schön, empfand ich genauso, der man hat es einfach drauf*?*
Alle 3 Antworten zeigen
fkfilmkritik 2011/09/11 01:43:30
Antwort löschenDanke und ja, das kann mal wohl laut sagen. *?*
SoulReaver 2011/09/11 01:58:33
Antwort löschenMorgen seh ich ihn auch! :)
cpt. chaos 2011/09/09 09:56:05
Kommentar löschenEin Film der leisen Töne, und das von meinem Hass-Regisseur David Lynch - gespickt mit zahlreichen Lebensweisheiten und melancholischen Momenten.
Somit gibt es also doch noch ein Werk vom Meister des Surrealen, das mir zusagt.
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Benjamin Barker 2011/09/08 22:47:20
Kommentar löschenDer Weg ist das Ziel.
Film Nr. 700
Lynch Nr. 1
Jep, dies war mein erster Film von David Lynch. Und auch wenn es natürlich etwas gänzlich anderes war, als seine surrealen Trips, bin ich doch froh, endlich mal eines seiner Werke gesehen zu haben.
Denn Lynch muss nicht alles bis zur Unkenntlichkeit verschachteln, um einen guten Film abzuliefern. "The Straight Story" ist genauso straight erzählt, wie es der Titel ankündigt. (Auch wenn sich dieser wohl eher auf den Namen des Protagonisten bezieht.) Ein sehr ruhiges Abenteuer, ebenso herzerwärmend wie gemächlich gezählt und in bezaubernde Bilder verpackt. Natürlich weiß der Regisseur, welche Knöpfe er drücken muss. So ist ein älterer Herr, der eine derartige Odyssee für seinen kranken Bruder aufnimmt, schonmal per se ein ganz großes Plus in Sachen Symphatie. Zumindest bei mir. Manche Leute mögen es nun als kitschig abtun, wenn besagter Herr auf seinem Rasenmäher am Horizont entlangtuckert. Ich jedoch empfand es als sehr schön und der Film hat es geschafft, mich total zu berühren. Man trifft auf allerlei herzliche Weggefährten, die auf mich alle einen sehr authentischen Eindruck gemacht haben. Das alle derart hilfsbereit sind, ist wohl auch eher ein Wunschdenken, doch passt dies voll und ganz zur Grundstimmung des Films. Ebenso passend ist der Score. Zwischen melancholischem "In-die-Ferne-schweifen" und gleichzeitig jedoch immer den direkten Weg mit klarem Ziel vor Augen haben.
Ganz großartig ebenso das Ende. Wohl das in sich stimmigste und passendste, das ich seit Langem erleben durfte. Ein traurig-schöner Abschied von einem herzensguten, alten Freund, den man nur rund 2 Stunden begleitet hat, doch in der Zeit schon sehr liebgewonnen hat.
Wenn ich dann noch bedenke, dass diese Reise auf einem wahren Ereignis beruht, kommen mir beinahe die Tränen.
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slangbanger! 2011/09/08 22:30:36
Kommentar löschen"Was ist das Schlimmste am Altwerden, Alvin?" - "Das Schlimmste daran ist die Erinnerung an die Jugend".
Der Film gibt mir wieder einen Grund mehr, warum ich das Genre Road-Movie so sehr mag. Die Stille und die Unaufdringlichkeit. Diese dominiert auch den Großteil von The Straight Story und mag für viele Betrachter einfach nur lahm wirken. Ich hingegen kann gerne mal einem gebrechlichen, alten Mann bei seiner Reise von Iowa nach Wisconsin, auf einem Aufsitz-Rasenmäher, zuschauen. Klingt unspektakulär, ist es vielleicht auch. Doch wie gesagt, es sind genau diese ruhigen Momente, die schwermütigen Gespräche und die stillen Szenenbilder, die ich mir hin- und wieder gerne antue.
Mein erster Lynch (abgesehen von TP) und ich bin alles andere als enttäuscht.
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randauer 2011/09/08 22:16:10
Kommentar löschenso etwas, wäre in Deutschland wohl unvorstellbar, mit einem Rasenmäher quer durchs Land ;-) ein wirklich sehr schöner Film
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eddy-movie 2011/09/08 22:22:58
Antwort löschennicht das, sondern eher das jemand einen fremden helfen würde... ein sehr schöner film
randauer 2011/09/08 22:25:44
Antwort löschendas allerdings leider auch
der cineast 2011/09/08 22:14:29
Kommentar löschenEin kleiner straighter Film, mit schöner Musik, netten Bildern und skurillen Figuren. Ganz süß, aber sehr ähnlich so schön gesehen. Tragisch: Hauptdarsteller nahm sich nach dem Dreh das Leben, er litt an Krebs. Melancholischer Film. Für manche etwas ganz großes. Oder eben was nettes, langes.
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der cineast 2011/09/08 22:21:10
Antwort löschenVielleicht.
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fkfilmkritik 2011/09/08 22:35:24
Antwort löschenIch habe ihn aufgenommen. Mal sehen wie ich ihn dann morgen finde.:)
Meine zwei "normalen" Lynch-Filme ("Blue Velvet, "Wild at Heat") waren auf jeden Fall ganz groß.
philopee 2011/09/09 01:45:45
Antwort löschenHey, lass mal Kubrick aus dem Spiel, ich mag nämlich beide, das lässt sich doch prima vereinen ;)
Iubar 2011/09/08 22:09:20
Kommentar löschen"Ich will noch einmal neben ihm stehen und in die Sterne schauen", das ist alles was Alvin antreibt in dieser wundervollen Geschichte. Alvin ist dabei so sympathisch, das man schwer darum kommt mit ihm zu fühlen. Dasmacht diesen Film zu einem herausragenden Film!
Absolut empfehlenswert! Wer sich fragt, wie denn 110 Minuten über einen Mann, der auf einem Rasenmäher zu seinem Bruder fährt, spannend und fesselnd sein können wird überrascht werden. Begleitet wird das ganze von einer sehr bewegenden Filmmusik.
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