Der Diskrete Charme der Bourgeoisie
Le Charme discret de la bourgeoisie (1972), IT/ES/FR Laufzeit 101 Minuten, FSK 16, Komödie, Kinostart 20.04.1973
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von Luis Buñuel, mit Fernando Rey und Paul Frankeur
Eine illustre Abendgesellschaft versucht wiederholt, sich zu einem gemeinsamen Dinner zu treffen. Leider kommt immer etwas dazwischen: Mal haben sich alle im Datum geirrt, mal ist der tote Restaurantbesitzer direkt im Speisesaal aufgebahrt oder eine Manövertruppe stört das elegante Gastmahl.
Cast & Crew
-
Luis Buñuel
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Fernando Rey
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Don Rafael
-
Paul Frankeur
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Monsieur Thevenot
-
Delphine Seyrig
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Madame Thevenot
-
Bulle Ogier
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Florence
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Stéphane Audran
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Alice Senechal
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Jean-Pierre Cassel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Monsieur Senechal
Regie
Schauspieler
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Julien Bertheau
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mgr Dufour
-
Milena Vukotic
-
Michel Piccoli
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Le Ministre
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Claude Piéplu
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François Maistre
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Delecluze
-
Pierre Maguelon
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Le sergent de police
-
Maxence Mailfort
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Traum-Sergeant
-
Bernard Musson
-
Jacques Rispal
-
Robert Benoist
-
Luis Buñuel
-
Jean-Claude Carrière
- Genre
- Tragikomödie, Politische Satire
- Handlung
- Abendessen, Alptraum, Beleidigung, Bischof, Botschafter, Bourgeoisie, Cannabis, Dekadenz, Diplomatie, Drogenschmuggel, Ehebruch, Esstisch, Folter, Gast, Gastgeber, Gewalttätigkeit der Polizei, Guerilla, Gärtner, Heckenschütze, Heroin, High Society, Klassiker, Kokain, Kotze, Kultfilm, Politik, Rebellion, Rendez-Vous, Schmuggel, Schusswunde, Sex, Sex im Garten, Sterbebett, Surrealismus, Terrorist, Trauma
- Stimmung
- Eigenwillig, Geistreich, Verstörend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Der Diskrete Charme der Bourgeoisie
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Kommentare (7) — Film: Der Diskrete Charme der Bourgeoisie
Kommentar schreibenAndy Dufresne 2011/12/05 21:25:44
Kommentar löschen„Ich glaube an die künftige Auflösung dieser scheinbar so gegensätzlichen Zustände von Traum und Wirklichkeit in einer Art absoluter Realität, wenn man so sagen kann: Surrealität. Nach ihrer Eroberung strebe ich, sicher, sie nicht zu erreichen, zu unbekümmert jedoch um meinen Tod, um nicht zumindest die Freuden eines solchen Besitzes abzuwägen.“
– André Breton: Erstes Manifest des Surrealismus (1924)
"Der diskrete Charme..." ist für mich der zu Breton´s Gedanken passende Film.
Traum und Wirklichkeit sind kaum oder auch garnicht voneinander zu trennen in diesem Werk das mich ganz eigenartig gefangen genommen hat,dem ich gefolgt bin wie ein Kind einem Ball der in einen dunklen Wald rollt...
Er hat mich beklommen gemacht,vor allem in den beiden Szenen als der Lieutenant seine Kindheit erzählt und der Soldat seinen Traum.
Es hat mich ungemein fasziniert,ich könnte aber nicht genau sagen warum,es war eher ein Fühlen als ein rationales Aufnehmen.
Schwer in Worte zu fassen oder es genau zu erklären aber :Einer der eindrücklichsten, und packendsten Filme die ich bisher sah.
Ein äußerst mysteriöses,absolutes Meisterwerk.
13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
JimiHendrix 2011/12/06 00:47:11
Antwort löschenohuu, dieser film schmort auch schon zu lange auf meiner vormerkliste...
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hoffman587 2011/12/06 12:17:53
Antwort löschenWunderbar Andy, wer den Bunuel ehrt gefällt immer!:)
Toller Film. Hab immerhin nur 1 Punkt weniger gegeben. :D
Aber die Wertung ist absolut gerechtfertigt. :)
Andy Dufresne 2011/12/07 09:37:51
Antwort löschen@ Jimy: Ändere das,es lohnt sich!
@ Hoffman: Ja ein absoluter Ausnahmefilm ! Wenn du 8,5 gibst und ich 9,5 bedeutet das das wir den Film gleich gut finden ; D
hoffman587 2011/11/15 17:52:02
Kommentar löschenLe Charme discret de la bourgeoisie
Buñuel, Buñuel! Mein Königreich, nein doch eher mein letzter Lebensfunke für einen echten Luis Buñuel, dem großen Surrealisten. Dem Mann, dessen Filme stets zu gefallen wissen, irgendwie kommt mir das alles regelrecht bekannt vor, zu bekannt, sei es drum. In jedem Fall ein weiteres Werk erneut gesichtet vom großen Buñuel, die man doch stets als "faszinierend" beschreiben kann, jedenfalls öfters und ja sogar immer. Keine Schöne des Tages, nein das wäre weit gefehlt, sondern "Der diskrete Charme der Bourgeoisie" von ihm aus dem Jahre 1972.
Die Handlung so typisch Buñuel, eigentlich nur eine Aneinanderreihung verschiedener Episoden, wie ich den Mann dafür liebe, empfinde es stets als mehr als faszinierend das zu betrachten, wunderbar wie immer nimmt er sich dabei das Großbürgertum vor und ihre Konventionen, ach ja es geht doch nichts über die "Essstörungen der hohen Gesellschaft", provozierend angelegt: Um eine High-Society-Clique, die sich in Paris zum Essen verabredet, immer und immer wieder. Doch dies wird stets immer wieder aufs neue vereitelt, durch merkwürdige Zwischenfälle beim Dinner, die sich von mal zu mal zu spitzen und so immer mehr ins Abstruse abdriften.
Und zum Dinner gibt es natürlich auch eine sehr schmackhafte Besetzung, sehr fein aussortiert bzw. ausgewählt einmal mit einem exzellenten Fernando Rey als Botschafter Don Rafael, neben ihm noch eine wunderbar spielende Delphine Seyrig, wie auch ein flink agierender Jean-Pierre Cassel, eine genauso elegante Stéphane Audran, und auch Bulle Ogier und Paul Frankeur gesellen sich auch zu Tisch um zu Speisen (dies bleibt ihnen aber größtenteils verwehrt, schade) und bilden so ein exquisites Sextett der feinen Gesellschaft. Und wie fast immer bei den Spätwerken von Buñuel fehlt auch Michel Piccoli, selbst hier in der kleinsten Rolle großartig, als Innenminister, merkwürdigerweise nicht. Um so besser.
Die Arbeit des Meisters Buñuel ist wie immer virtuos, wieder sprunghaft-episodenhaft, im besten Sinne natürlich wieder surreal, so surreal wie man es von Buñuel gewohnt ist und es liebt. Vermischt Realität bzw. Wahrheit mit verschiedenen Traumebenen, dass es wieder ein echtes Erlebnis ist, das selbstredend auf eine elegante Weise, in gewisser Hinsicht wirkt das Ganze so sogar fast opernhaft. Auch hier besonders stark ausgeprägt sind die komödiantischen Aspekte bzw. der daraus profitierende rabenschwarze und auch surreal angehauchte Witz, alles in Träumen aufs Absurde getrieben, grotesk gemischt, vereint er mit purer Leichtigkeit verschiedene Genre-Elemente und kritisiert wieder aufs feinste das Bürgertum so präzise und scharf wie immer. Das ist Buñuel wie ich ihn liebe, einfach fantastisch.
Zudem tunkt die meisterhaft geführte Kamera das Werk noch in ein teilweise surrealistisches bzw. traumartiges Gewand, dabei sehr sauber gefilmt, gute Arbeit wird auch hier geleistet. Perfekt gefilmt um Buñuels Stil auf einer ansprechenden und surrealen (sehr beliebtes Wort hierbei) Ebene wiederzugeben bzw. einzufangen.
Zusätzlich wurden die die Dialoge großartig geschrieben, mit rabenschwarzen Humor vergoldet, wie bereits erwähnt und auch die Figuren möchte ich als sehr gut gestaltet beschreiben, Buñuel lässt seinen Bourgeoisie keine Chance zu einem gemütlichen Dinner, sie in ihrer vollen Arroganz und Hochmütigkeit, böse wie auch genial von Buñuel eingefädelt, herrlich mit anzusehen und so doch einfach wunderbar fies.
Unterm Strich bleibt mir nur noch zu sagen, dass Buñuel mit "Der diskrete Charme der Bourgeoisie" wieder ein echtes Glanzstück abgeliefert hat. Provokant, komödiantisch, grotesk, surreal, großartig, eine böse und meisterhafte inszenierte Farce. Irgendwie charmant...
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Stefan_R. 2011/11/15 17:56:43
Antwort löschenToll, wie immer die Leidenschaft aus jeder einzelnen Zeile deiner Texte spricht! :)
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JimiHendrix 2011/11/15 18:43:08
Antwort löschendanke fürs ins gedächtnis rufen, hab den hier noch rumliegen.. muss ich jetz auch bald mal schaun
hoffman587 2011/11/15 19:22:50
Antwort löschen@Stefan: Danke sehr, freut mich sehr. :D
@Jimi: bitte, bitte immer wieder gern und wehe der gefällt nicht.^^
8martin 2011/11/14 17:33:28
Kommentar löschenDer Titel ist ein poetischer Euphemismus. Eigentlich führt uns der Altmeister Bunuel die gehobene Klasse der Gesellschaft vor mit all ihren Macken, ihren konventionellen Zwängen und oftmals auch sinnfreie Aktionen. Sie sind auch triebgesteuert, aber oberflächlich. Small Talk beherrscht die Zwischenräume. Das zeitlose an dieser Groteske ist die Fülle an unglaublichen Wendungen, die nichts von ihrem Biss und ihrem Witz verloren haben. Bunuel spielt mit den Erwartungshaltungen der Zuschauer nur um sie ein ums andere Mal zu enttäuschen, zu überraschen oder gar zu schockieren.
Dabei würden manche Gags heute in den Abteilungen Comedy, Mystery oder Horror erscheinen. Da arbeitet z. B. ein Bischof als Gärtner, er nimmt einem Sterbenden die Beichte ab und erschießt ihn anschließend. Eine Frau wird vom eigenen Ehemann im Schlafzimmer eines Anderen entdeckt, nur weil der ihr seinen ’Eumel’ zeigen will, Offiziere kiffen und Diplomaten sind Drogenkuriere u.v.a.m. Wenn es zu blutrünstig wird, entpuppt sich die Szene allerdings als Traum. Wenn man dann an der makaber-skurrilen Schraube immer weiterdreht, muss es mit einem Massaker aller Beteiligten enden. Doch am Ende spazieren die Leinwandgrößen der 70er Jahre (Rey, Seyrig, Cassel, Audran u.a.) über eine Landstrasse zur nächsten Einladung. Einfach toll dieser aberwitzig, surreale Witz.
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Trimalchio 2011/11/10 00:25:13
Kommentar löschenInteressante, anspruchsvolle Geschichte. Ich denke, dass ich bei weiten noch nicht alles durchschaut habe und der Film auf jeden Fall eine zweite Sichtung verdient hat. Die Geschichte hat einen zentralen Handlungsstrang, nämlich die 6 verschiedenen Freunde, die immer wieder erfolglos versuchen, ein Essen zu veranstalten. Dazu fügt Bunuel wunderbare Traumsequenzen und viele andere Nebenschauplätze ein, die so die ursprünglich nicht gerade komplexe Geschichte zu einem großen Ganzen machen. Toll ist auch die Kritik an der Gesellschaft gelungen, immer mit der nötigen wohldosierten Portion Witz.
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neenchen 2011/10/17 18:28:22
Kommentar löschenEs ein sehr witziger, und auf kein Fall sofort zu durchschauender Film. In diesem verschmelzen Traum- und Realsequenzen, so dass man am Ende nicht weiß, was wirklich passiert ist und was nur Träume waren. Die Geschichte über 6 Freunde, die eigentlich nur zusammen essen möchten und dabei immer wieder gestört werden, wird durch Rückblenden und Nebenhandlungen bereichert. Einzelne Geschichten und Träume wirken sehr surreal und lassen viel Interpretationsspielraum. Bunuel verteilt auch eine große Portion Kritik z.B. an den Reichen und ihre Genusskultur, an bösen Eltern und am Diplomatenstatus. Im Gesamten ist der Film lohnenswert und lässt viele Deutungsmöglichkeiten zu.
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Squidward 2011/05/06 22:54:40
Kommentar löschenEin eindrucksvoller Beweis dafür, dass es bereits lange vor Pulp Fiction & Co. Filme mit komplexer Erzählstruktur gab. Smartness ist aber nicht gleich Coolness: Vincent Vega und Hamburger machen einfach mehr Spaß als die Sénéchals und Thévenots und ihre Gänseleberpastete.
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annaberlin 2008/05/09 11:23:10
Kommentar löschenEin Meisterwerk der Filmgeschichte und ein zentrales Werk von Luis Buñuel. Auch wenn er heute etwas altmodisch wirkt: damals hatte er einschlagende Wirkung.
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