Der Krieg des Charlie Wilson
Charlie Wilson's War (2008), US Laufzeit 102 Minuten, FSK 12, Komödie, Drama, Kinostart 07.02.2008
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von Mike Nichols, mit Tom Hanks und Julia Roberts
Ein eher für seinen ausschweifenden Lebensstil bekannter Kongressabgeordneter (Tom Hanks als Charlie Wilson), ein abtrünniger CIA-Agent (Hoffman als Gust Avrakotos) und eine texanische Jetset-Lady (Roberts als Joanne Herring) standen hinter der wahrscheinlich größten und erfolgreichsten Geheimoperation der Geschichte. Nach außen wirkte Wilson wie ein sorgloser Playboy, doch hinter der Gute-Laune-Fassade verbargen sich ein genialer Verstand und ein großes Herz für Außenseiter. Als ihm seine Freundin und Vertraute Joanne Herring riet, sich hinter den Kulissen auf die Seite der Freiheitskämpfer im russisch besetzten Afghanistan zu schlagen, begann in den frühen 1980er- Jahren ein überaus kurioses Kapitel des Kalten Krieges. Das ungewöhnliche Trio Charlie, Joanne und Gust reiste um die Welt und bildet aus Pakistanis, Ägyptern, Israelis, Politikern, Waffenhändlern und einer Bauchtänzerin eine noch viel ungewöhnlichere Allianz. Ihr Erfolg dabei war bemerkenswert – die geheime Finanzierung des afghanischen Widerstands gegen die Sowjetische Armee stieg von jährlich fünf Millionen auf eine Milliarde Dollar – und dass sich die Rote Armee schließlich zurückzog, lässt sich getrost auch als Charlie Wilsons Verdienst bezeichnen.
Handlung
April 1980
Der Playboy Charlie Wilson
Charlie Wilson (Tom Hanks) ist als Playboy bekannt, der sich auf Parties in Las Vegas mit Prostituierten und Drogen vergnügt. Dabei lernt er viele reiche Leute aus diversen Branchen kennen, denen er kleine Freundschaftsdienste erweist, auf die er später gerne zurückgreift. Neben seiner vergnüglichen Freizeit ist Charlie texanischer Kongressabgeordneter. Sein Regierungsbezirk ist skandalfrei. Das macht sich Charlies einstige Affäre Joanne Herring (Julia Roberts) zu nutze.
Joannes Plan
Die in wohlhabenden Kreisen als Antikommunistin bekannte Millionärin hat den Plan, afghanischen Flüchtlingen zu helfen, die von den Russen aus ihrem…
Ein eher für seinen ausschweifenden Lebensstil bekannter Kongressabgeordneter (Tom Hanks als Charlie Wilson), ein abtrünniger CIA-Agent (Hoffman als Gust Avrakotos) und eine texanische Jetset-Lady (Roberts als Joanne Herring) standen hinter der wahrscheinlich größten und erfolgreichsten Geheimoperation der Geschichte. Nach außen wirkte Wilson wie ein sorgloser Playboy, doch hinter der Gute-Laune-Fassade verbargen sich ein genialer Verstand und ein großes Herz für Außenseiter. Als ihm seine Freundin und Vertraute Joanne Herring riet, sich hinter den Kulissen auf die Seite der Freiheitskämpfer im russisch besetzten Afghanistan zu schlagen, begann in den frühen 1980er- Jahren ein überaus kurioses Kapitel des Kalten Krieges. Das ungewöhnliche Trio Charlie, Joanne und Gust reiste um die Welt und bildet aus Pakistanis, Ägyptern, Israelis, Politikern, Waffenhändlern und einer Bauchtänzerin eine noch viel ungewöhnlichere Allianz. Ihr Erfolg dabei war bemerkenswert – die geheime Finanzierung des afghanischen Widerstands gegen die Sowjetische Armee stieg von jährlich fünf Millionen auf eine Milliarde Dollar – und dass sich die Rote Armee schließlich zurückzog, lässt sich getrost auch als Charlie Wilsons Verdienst bezeichnen.
Handlung
April 1980
Der Playboy Charlie Wilson
Charlie Wilson (Tom Hanks) ist als Playboy bekannt, der sich auf Parties in Las Vegas mit Prostituierten und Drogen vergnügt. Dabei lernt er viele reiche Leute aus diversen Branchen kennen, denen er kleine Freundschaftsdienste erweist, auf die er später gerne zurückgreift. Neben seiner vergnüglichen Freizeit ist Charlie texanischer Kongressabgeordneter. Sein Regierungsbezirk ist skandalfrei. Das macht sich Charlies einstige Affäre Joanne Herring (Julia Roberts) zu nutze.
Joannes Plan
Die in wohlhabenden Kreisen als Antikommunistin bekannte Millionärin hat den Plan, afghanischen Flüchtlingen zu helfen, die von den Russen aus ihrem Land vertrieben wurden. Dafür möchte sie Charlies politische Macht nutzen. Sie weiht Wilson in ihren Plan ein und zwingt ihn dazu, sich mit dem pakistanischen Präsidenten Zia ul-Haq (Om Puri ) zu treffen sowie pakistanische Flüchtlingslager zu besuchen, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Charlie, bisher relativ unwissend, ist über das Geschehen vor Ort entsetzt.
Charlies Vorgehen
Er beschließt, den Afghanen zu helfen. Einerseits will er sie mit Waffen ausrüsten, um gegen die Russen vorzugehen, andererseits plant er, die Flüchtlingslager zu unterstützen. Einen Verbündeten finden Herring und Wilson in dem CIA-Agenten Gust Avrakotos (Philip Seymour Hoffman). Gemeinsam mit Charlies nie von seiner Seite weichenden Assistentin Bonnie Bach (Amy Adams) reisen sie in die betroffenen Regionen und werben bei entscheidenden Politikern für ihre Mission. Wilson nutzt zudem seine Beziehungen im Unterausschuss des Kongresses, der für die Finanzierung des Verteidigungsministeriums zuständig ist.
Sieg gegen die Rote Armee
Nach und nach gelingt es ihm, das jährliche Budget für geheime Aktionen von 5 Millionen auf 1 Milliarde Dollar zu erhöhen. Davon können die afghanischen Mudschaheddin-Krieger Waffen kaufen, um die sowjetischen Hubschrauber abzuschießen. Gleichzeitig werden mehr Nahrungsmittel- und Hilfsmittel in den Flüchtlingslagern verteilt. Den USA kommt Wilsons Engagement zu Gute, denn der sowjetische Gegner wird durch das Handeln der Afghanen geschwächt. Der nun erbitterte Kampf der Krieger gegen den sowjetischen Feind führt letztlich dazu, dass die Rote Armee aus Afghanistan abwandert. Charlie Wilson wird für seine Taten vom Kongress geehrt.
Wissenswertes
Der Film basiert auf einer wahren Geschichte und orientiert sich am gleichnamigen Buch des Journalisten George Crile.
Crile machte sich einen Namen durch seine preisgekrönten Dokumentationen aus Krisengebieten weltweit, die in der legendären Sendung 60 Minutes gezeigt wurden. Berühmt wurde er durch eine Reportage, für die er sich als einziger ausländischer Journalist zu Zeiten des Kalten Krieges Zugang zu den nuklearen Waffenkammern der Sowjetunion verschaffen konnte.
Gedreht wurde der Film in Los Angeles, in Santa Clarita, in den Downey Studios in Downey (Kalifornien) und in Marokko. Seine Produktionskosten betrugen schätzungsweise 75 Millionen Dollar.
Cast & Crew
-
Mike Nichols
-
Tom Hanks
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Charlie Wilson
-
Julia Roberts
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Joanne Herring
-
Philip Seymour Hoffman
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Gust Avrakotos
-
Amy Adams
-
Om Puri
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) General Zia-Ul-Haq
-
John Slattery
Regie
Schauspieler
-
Spencer Garrett
-
Emily Blunt
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jane Liddle
-
Erick Avari
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Avi Perlman
-
Rachel Nichols
-
Navid Negahban
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dolmetscher
-
Aaron Sorkin
- Genre
- Satire, Politdrama
- Zeit
- 1980er Jahre, Afghanistankrieg, Kalter Krieg
- Ort
- Afghanistan, Pakistan, Texas, Vereinigte Staaten von Amerika, Washington D.C., Weißes Haus
- Handlung
- Alkohol, CIA, Demokraten, Dollar, Empathie, Flüchtlingslager, Frauenheld, Geheimdienst, Geheime Mission, Geheimprojekt, Geld, Helikopter, Idealismus, Ideologie, Internationale Politik, Kapitalismus, Kokain, Kommunismus, Kongress, Krieg, Millionärin, Mitgefühl, Munition, Pentagon, Politik, Raketenwerfer, Regierung, Rote Armee, Russe, Secret Service, Sowjetische Truppen, Spende, US-Amerikaner, US-Regierung, UdSSR, Unterstützung, Waffe
- Stimmung
- Aufregend, Ernst, Gutgelaunt, Spannend, Witzig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Der Krieg des Charlie Wilson
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Kritiken (17) — Film: Der Krieg des Charlie Wilson
Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschenBrillant besetzt erzählt “Der Krieg des Charlie Wilson” eine brisante Geschichte, die auch Auswirkungen auf das aktuelle Zeitgeschehen mit sich bringt. Obgleich der Film einige Längen hat, erwartet den Zuschauer ein Filmerlebnis der nicht ganz leichten, aber sehr packenden Art!
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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschen«Charlie Wilson’s War» ist eine nachdenklich stimmende Politsatire, die vor allem durch die Hauptdarsteller zu glänzen vermag.
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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]Insgesamt weniger witzig, dafür aber um einiges drastischer in Bezug auf die Darstellung des Afghanistan-Sowjetunion-Konflikes, als ich es erwartet hatte, ist der Film alles andere als seichte Unterhaltung. Wenn Tom Hanks in der Rolle des saufenden, koksenden und Frauen abschleppenden Kongressabgeordneten im afghanischen Flüchtlingslager Kindern begegnet, denen von Minen die Gliedmaßen abgesprengt wurden, ist nicht nur er, dann ist auch der Zuschauer bestürzt. Dennoch besitzt der Film auch einiges an satirischen Elementen.[...]
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Kaltduscher: MoviezKult.de
Kommentar löschenWas haben ein junger Kongressabgeordneter und Frauenheld, eine gottesfürchtige Jetset-Lady und ein zynischer CIA-Agent gemeinsam? Zusammen steuerten sie in den 80ern hinter den Kulissen den scheinbar aussichtslosen Kampf afghanischer Rebellen gegen die einrückende Sowjet-Armee.
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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenGeorge Criles hat die Story in einem Buch dokumentiert, Drehbuchautor Aaron Sorkin ("The West Wing") und Regisseur Mike Nichols transformieren sie in eine böse (Real-)Satire, die das ganze Elend dessen entblößt, was die Amerikaner unter Weltpolitik verstehen: andere zu umarmen, solange man sie braucht, und sie fallen zu lassen, sobald sich das Problem scheinbar erledigt hat.
Tom Hanks spielt Charlie als hinreißenden Amigo, den weder üble Affären aus der Ruhe bringen noch plötzlich auftauchende neue Freunde wie der damalige pakistanische Präsident Zia ul-Haq.
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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard
Kommentar löschenNichols inszeniert routiniert, er vertraut auf seine Darstellerriege und exekutiert den Dialogwitz in Screwballmanier. Julia Roberts ist die ultrakonservative Kommunistenjägerin, die Wilson mit ein paar Streicheleinheiten auf die richtige Fährte schickt, wunderbar polternd spielt Philip Seymour Hoffman den frustrierten CIA-Haudegen, der den geeigneten Plan für die Aufrüstung des afghanischen Widerstands schmiedet. Problematisch wird "Der Krieg des Charlie Wilson", wo er die Effekte dieses politischen Handelns behandelt, ihm also die Weltpolitik ins Visier gerät.
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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage
Kommentar löschenEs ist ein interessanter Effekt, einen Film über den sowjetischen Einmarsch in Afghanistan erst jetzt, über 15 Jahre nach dem Zerfall der UDSSR zu zeigen. Derselbe Film wäre in den 80ern vermutlich als antikommunistische Hetzprogaganda bewertet worden, der die Russen als Zivilisten mordende Horde zeigt, die den Weltfrieden bedrohen und kleine Kinder mit als Spielzeug getarnten Sprengkörpern töten. Rambo 3, einer der letzten großen Hollywood-Filme über diese Zeit, war 1988 noch ganz unironisch “to the gallant people of Afghanistan” gewidmet und gilt zu recht als einfältige Kalter-Kriegs-Propaganda.
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Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschenMan mag es kaum glauben, aber dieser Film beruht auf einer wahren Begebenheit, die – von außen betrachtet erst mal sehr unrealistisch klingt: der Afghanistan-Krieg in den 80er Jahren gegen die Russen wurde durch einen einzigen Amerikaner gewonnen, und das obwohl die Amerikaner gar nicht aktiv in diesen Krieg eingegriffen haben.
Doch erst mal der Reihe nach: Charlie Wilson ist ein US-Kongressabgeordneter, dessen politisches Selbstverständnis solche Dinge wie Koks-Parties in Las Vegas oder ein Vorzimmer mit lauter Model-Sekretärinnen beinhaltet. Zwar muss er sich viel mit provinziellem Kleinkram herumschlagen, hat jedoch auch maßgeblichen Einfluss auf die Verteilung von finanziellen Mitteln für „Undercover-Aktionen“. Aktionen, mit denen die Vereinigten Staaten in anderen Ländern der Welt die Stabilität sicherstellen wollen, ohne als aktive Kriegspartei auftreten zu müssen.
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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschen1980 – Der kalte Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion ist in vollem Gange. Als die Russen in Afghanistan einmarschieren ist es dem einfachen Kongressabgeordneten und Lebe-Mann Charlie Wilson zu verdanken, dass der afghanische Widerstand von den USA, getreu nach dem Motto: „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“, mit Geld und Waffen unterstützt wird. Der Film beruht auf einer wahren Geschichte, den Abgeordneten Charlie Wilson gab es wirklich. Und dies macht die ganze Story nur noch unglaublicher...
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenDieser aufwändig und mit vielen Schauwerten produzierte Hollywood-Film, basierend auf der realen Geschichte des realen Charlie Wilson, macht im Prinzip nichts anderes als die Rambo-Filme: Politische Zusammenhänge dreist verkürzen und ziemlich vorteilhaft für die USA verdrehen.
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M. Klingbeil: filmfuchs.de M. Klingbeil: filmfuchs.de
Kommentar löschen‚Der Krieg des Charlie Wilson' ist eine außerordentlich gut gelungene Politsatire um die verdeckten Operationen des US-Geheimdienstes im Afghanistan der 80er Jahre, nach dem Einmarsch sowjetischer Truppen. Bei allem nötigen Ernst der Lage wird durch geschliffene, intelligente und witzige Dialoge ein wichtiges Kaptitel des Kalten Krieges unter die Lupe genommen. Das funktioniert auch deswegen so gut weil Tom Hanks und insbesondere Philip Seymour Hoffman großartige Schauspielerleistungen abliefern. So interessant und fesselnd kann Geschichte sein. Bitte mehr davon Herr Sorkin !
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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenEin Politikum zu inszenieren, kann für den Zuschauer ein ganz schöner Kampf gegen die Ermüdung werden. Nicht so für das Publikum von Mike Nichols. Der versieht seinen "Krieg des Charlie Wilson", der in den 80ern die russischen Besatzer aus Afghanistan sozusagen im Alleingang vertrieben hat, mit dem Charme einer wahren Gauner-Komödie. Der Rest ist historisch verbürgte Hinterhofdiplomatie aus der Zeit des Kalten Krieges - zwischen Koks, Kongress und Kabul.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenEine Komödie also, die zeigt, dass Antikommunismus auch Spaß machen und hedonistisch sein kann: Es wird geraucht, gesoffen, gehurt und nebenbei werden noch ein paar Russen getötet. Politik als Party. Unnötig hinzuzufügen, dass das alles im Sinne unserer zeitgenössischen asketischen Politprediger von rechts wie links zutiefst unmoralisch ist. Ja und?
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patrickh: unclesallys*s, Style & the ... patrickh: unclesallys*s, Style & the ...
Kommentar löschenVerglichen mit politischen Filmen der jüngeren Zeit wie «Lions For Lambs» oder «Rendition» wirkt «Charlie Wilson's War» mitunter arg leichtgewichtig, vor allem wenn er am Ende kurz die Ironie aufgibt, um etwas halbherzig auf die zukünftigen Gefahren zu verweisen, die sich die USA durch die Bewaffnung der Mujaheddin selbst eingebrockt haben. Als Unterhaltungskino allerdings funktioniert er prächtig.
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alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenNichols setzt ganz auf Komödie und Megastars. Hat dabei leider seinen politischen Biss Zuhause vergessen. Dafür kommen merkwürdig deplazierte Montagen von bombardierenden Sowjet-Hubschraubern und sterbenden Afghanen verstärkt zum Einsatz. Die gehen jedoch auf Kosten der mit 97 Minuten äußerst knapp bemessenen Laufzeit und räumen der von der Substanz her interessanten Geschichte zu wenig Raum für die Charakterzeichnung ein. Hanks spielt über jeden Zweifel erhaben, Roberts und Hofmanns Rollen bieten wenig Substanz, der Mann selbt brilliert aber wieder einmal aufs Neue. Das äußerst düstere, weil realistische, Ende versöhnt jedoch.
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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenWie schon in "Mit aller Macht" gelingt Mike Nichols mit einer Adaption eines Sachbuchbestsellers eine Satire, die unterhaltsam die Mechanismen und Fallstricke der Politik zeigt...
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenWas wie eine Farce klingt, soll jedoch auf Tatsachen beruhen (und genau für solche Ausflüge in die Surrealität ist das wahre Leben ja immer wieder mal gut). Bei der Inszenierung dieser herrlich schrägen und von den absonderlichsten Figuren bevölkerten Scheckbuchdiplomaten-Story hat sich Regie-Altmeister Mike Nichols („Die Reifeprüfung“) zwar dramaturgisch ein wenig verzettelt, trotzdem funktioniert seine Komödie ganz hervorragend als amüsante Politsatire.
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Kommentare (54) — Film: Der Krieg des Charlie Wilson
Kommentar schreibenCanis Majoris 2012/02/07 16:40:34
Kommentar löschenSowohl unterhaltsames Prequel, als auch filmisch inszeniertes historisches Statement zu U.S.-Amerikas ins nationale Mark vorgedrungene 9/11-Ereignis.
Leider wird auch daraus wohl niemand etwas Sinnvolles oder gar Weises für die Zukunft lernen.
Es gilt hier ein Zitat des Films:
"Man wird sehen..."
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RoosterCogburn 2012/01/26 05:01:07
Kommentar löschenDer großartige Mike Nichols meldete sich zurück mit einer unterhaltsamen Polit-Satire, die einen gewissen Lebensabschnitt von Charles Nesbitt Wilson wiederspiegelt. Und zwar genau den, weswegen der Kongressabgeordnete bekannt geworden ist. Durch seine entscheidende Rolle bei der (soweit bisher bekannt) größten verdeckten CIA-Operation der Geschichte, die die afghanischen Mudschahidin im Widerstand gegen die sowjetische Intervention unterstützte.
Das Drehbuch basiert auf der gleichnamigen Biographie von George Crile (Charlie Wilson's War - Die außerordentliche Geschichte, wie der wildeste Mann im Kongress, eine Schurkin und ein CIA Agent die Geschichte unserer Zeit verändert) und ist eine sehr unterhaltsame Polit-Komödie. Die einprägende Darstellung von Tom Hanks skizziert Wilson's Patriotismus und unanständigen Lebenswandel. Für den echten Wilson war das kein Gegensatz. Trotz allem war er ein Mann mit Prinzipien.
Über die Folgen des Afghanistankrieges will sich der Film nicht auslassen. Das würde meiner Meinung nach auch zuweit führen. Das Großartige an diesem Film ist, dass er sich nicht in rückwärtsgewandter Besserwisserei ergeht. Denn heute wissen wir, dass die Form der Kriegsführung, die die Mudschahedin gegen die Russen entwickelt haben, sich heute gegen den Westen richtet, vor allem in Afghanistan und im Irak.
Manch einer mag eine Satire vielleicht nicht als den richtigen Erzählstil empfinden. So ein nachhaltiges Ereignis sollte man ggf. ernsthafter adaptieren. Ich sehe das anders. Aber ich konnte auch über Filme wie "Sein oder Nichtsein" und "Der große Diktator" lachen. Deren Hintergrund war nun auch keine Kleinigkeit ;)
"These things happened. They were glorious and they changed the world... and then we fucked up the end game." [Charlie Wilson] bezieht sich auf die nach dem Krieg ausbleibende finanzielle Hilfe der USA zum Wiederaufbau Afghanistans.
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Le Samourai 2012/01/26 12:54:21
Antwort löschenSträflich unterbewertetes Meisterwerk!
dos6510 2011/09/11 22:25:30
Kommentar löschenDas Erschreckende ist, dass der Film sher unterhaltsam darstellt, was so auch mehr oder weniger passiert sein könnte...
"Schlimmer" ist nur noch "wag the dog" - wahrscheinlich wird DER Film in 10 Jahren als Doku durchgehen.
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Kreaexo 2011/08/19 23:53:16
Kommentar löschenEin wirklich guter und sehr informativer Film.
Tom Hanks und Philip Seymour Hoffman spielen sensationell.
Und selbst Julia Roberts, die ich eigentlich nicht sonderlich mag, macht ihre Rolle nicht schlecht.
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133 2011/07/29 18:37:50
Kommentar löschenEhrlich gesagt, vom reinen Unterhaltungswert hätte ich dem Film höchstens 6,5 Punkte gegeben, eher weniger - vom Lehrwert her hat er aber eine wesentlich bessere Bewertung verdient.
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Oskar Gleit 2011/07/29 14:42:22
Kommentar löschenAha, nach einer wahren Begebenheit... ich bin ja skeptisch. Dieser Film kann ruhig in einem Atemzug mit "Thank you for smoking" und "Lord of war" genannt werden. Die Machart dieses Films ist ähnlich. Ich mag Sarkasmus. Schade, das ich mir diesen Film nicht schon mal eher angeschaut habe und lieber gewartet habe, bis er im Fernsehen kommt.
Tom Hanks in der Rolle des Charlie Wilson hat mich überzeugt. Auch war der übrige Cast, neben Julia Roberts, sehr ausgewogen und homogen.
Ich denke, das ich mir die DVD dieses Films noch besorgen werde.
Somit verdient dieser Film eine ganz klare Empfehlung von mir und "Daumen hoch".
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doctorgonzo 2011/07/29 15:42:07
Antwort löschenFinde den auch durchaus gut gemacht, aber die DVD kann ich mir keinesfalls kaufen.
cpt. chaos 2011/07/29 10:34:20
Kommentar löschenZunächst einmal fand ich die erste halbe Stunde doch glatt verschenkt und danach...?
Nun ja, eine Satire würde ich zwar grundsätzlich anders interpretieren, sodass ich den Film eher als ein Drama mit sarkastischen Elementen erlebt habe.
Nun denn, sehenswert war es doch allemal, zumal Tom Hanks und Philip Seymour Hoffmann ein wirklich prächtiges Gespann bilden, während jedoch Julia Roberts doch reichlich deplaziert wirkt.
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fabel 2011/07/29 00:25:23
Kommentar löschenEin saufender, koksender Ladykiller ist unser neuer Messias, weil er armen Afghanen ein paar Waffen spendiert, um dem verhassten Feind eines auszuwischen.
Aus vollster Überzeugung? Natürlich. So einem vorbildlichen Wohltäter gebührt selbstverständlich ein ganzer Film!
Satire auf den Politikbetrieb? Wohl eher Parodie auf sich selbst.
Wäre Hoffman nicht gewesen, ich weiß nicht, was mit dem Fernseher geschehen wäre ...
God bless America, Ladys and Gentlemen. Mehr denn je.
12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
Le Samourai 2011/07/29 11:46:14
Antwort löschenKomisch. Ich hab einen höchst satirischen, intelligenten und durchaus mehr kritischen als blind-patriotischen Film gesehen (vgl Ende: "We always leave... The ball keeps on bouncing... we should build a school...."). Und dabei bin ich der amerikakritischste Mensch überhaupt ;)
Hanks in seiner besten Rolle und Philip Seymour ist sowieso grandios. Du solltest ihn übrigens um jeden Preis auf Englisch schauen!
fabel 2011/07/29 11:59:51
Antwort löschenTja, da gehen die Meinungen halt arg auseinander.:P
Fand ihn halt ziemlich verlogen, zumindest hatte ich den Eindruck davon.;)
Und dass Mr.Seymour gut war, dass hab ich auch mitgekriegt.;)
O-Ton besser? Mal sehen, für`s Erste hab ich genug davon. Ist er denn im Original so viel besser?
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Le Samourai 2011/07/29 12:31:21
Antwort löschenNaja also alles ist im O-Ton besser, ist doch sonnenklar. Speziell halt Aaron Sorkins messerscharfen Dialoge, vorgetragen von Hanks und Hoffman... Die Synchro nimmt doch mindestens 50% der schauspielerischen Leistung und Authentizität. Ich bin eh für ein gesetzliches Verbot von Synchronisationen. Furchtbar!!! ;)
fabel 2011/07/29 13:01:57
Antwort löschenNicht alle sind so entsetzlich grausam. Die nervigste, die es gibt, ist die von Carrey. Ich mag den Typen (Schande über mein Haupt, ich weiß ^^), aber die Synchro ist Bääh.:(
Le Samourai 2011/07/28 02:29:30
Kommentar löschenCHARLIE WILSON'S WAR ist ein besonderer Film. Und ein wichtiger. Die intelligenten, sarkastischen Dialoge von Mastermind Aaron Sorkin ("The Social Network"), perfekt vorgetragen von Tom Hanks in seiner für mich besten Rolle und Philip Seymour Hoffman (einmal mehr absolut genial), sowie die erfrischend kurzweilige Inszenierung von Regielegende Mike Nichols sind die Hauptzutaten der Verfilmung der wahren Geschichte über den amerikanischen Kongressabgeordneten Charlie Wilson, welcher eine der größten verdeckten Operationen des CIA iniziierte und die afghanische Mudschahidin mit Waffen und Geld versorgte, um die Greueltaten der Roten Armee in Afghanistan erfolgreich zu beenden.
Ging damals irgendwie an mir, sowie anscheinend auch an den meisten Awards vorbei, denn außer einer Oscarnominierung für Philip Seymour sprang nicht viel heraus.
Hollywoodkino wie es sein sollte - unterhaltsam, witzig UND intelligent -, aber leider in den letzten Jahren immer seltener geworden ist.
15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
Andy Dufresne 2011/07/28 05:35:44
Antwort löschenAn mir ist der auch komplett vorbei gegangen (obwohl ich damals sogar ins Kino wollte),unmerklich war er wieder weg....Muß den unbedingt bald mal anschauen...Sehr schöner Kommentar übrigens :)
Alle 3 Antworten zeigen
Le Samourai 2011/07/28 11:47:31
Antwort löschenDanke! ;)
Tu es, wirklich ne kleine Sensation und für mich vollkommen unterbewertet...
RoosterCogburn 2012/01/26 05:19:38
Antwort löschenIch habe hier nicht viele Filme, denen ich die Top-Bewertung von 10 Punkten gebe. "Charlie Wilsons War" ist einer davon! Ist aber natürlich eine rein subjektive Sichtweise ;)
agynessa 2011/07/17 16:49:58
Kommentar löschenVon diesem Film war ich leider etwas enttäuscht, habe mir durch Julia Roberts und Tom Hanks durchaus mehr erhofft. Kann man kucken- muß man nicht.
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JohnCarlos 2010/10/15 18:08:34
Kommentar löschenWas am Anfang als Komödie beginnt, wandelt sich recht schnell zur Realsatire, in der ein einzelner Kongressabgeordneter (Tom Hanks) zum Manager des afghanischen Widerstands gegen die Rote Armee Anfang der 1980er Jahre wird.
Der Film lebt von der nahezu unglaublichen und trotzdem nahe an der Realität liegenden Geschichte und vor allem vom großartigen Duo Hanks und Hoffmann. Einziges Manko des Films ist, dass er nicht richtig Komödie, nicht richtig Satire und nicht richtig Politfilm sein will. Am Ende wurde man zwar gut unterhalten, richtig tief geht der Film aber nicht einmal während der etwas lang geratenen "Action"-Szenen mit der Aufzählung der abgeschossenen sowjetischen Hubschrauber.
Spannend ist der "Charlie Wilson's War" aber sicher für alle, die an der Vorgeschichte zum aktuellen Afghanistankrieg interessiert sind. Insbesondere auf die Kassandra-Rolle des CIA-Mannes (Hoffmann) sollte man achten!
Und wie immer: lieber das Original auf englisch sehen!
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public_hh 2010/08/11 00:24:31
Kommentar löschenSchon unglaublich, wie einfach die Geschichte verändert werden kann. Aber was sag ich da. Ich kann mir vorstellen, dass der Irak-Krieg ähnlich angezettelt wurde.
Auf jeden Fall gibt "Der Krieg des Charlie Wilson" diese wahren Begebenheiten, die eigentlich zum Heulen sind, auf eine, ich sag mal, sarkastische Weise wieder.
Und Hanks und Hoffmann zweifelsohne grandios.
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Punk 2010/07/19 16:02:20
Kommentar löschenEndlich geschaut und ich muss sagen, bissig, bissig, bissig. Hanks und Hoffman in Höchstform!
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doctorgonzo 2010/07/19 10:47:51
Kommentar löschenTrotz der unsäglich anstrengenden Julia Roberts ein gut gelungener Film über ein Kapitel des kalten Krieges, dessen Details bislang der breiten Masse recht unbekannt waren. Charlie Wilson, der Playboy unter den Abgeordneten, der, in sicherer Unkenntnis der Spätfolgen, den Lauf der Welt verändern sollte. Tom Hanks in der Titelrolle entschädigt für viele schnarchig-romantische Auftritte wie in "Em@il für Dich" und anderen Hausfrauenwerken. Hier kommt er frisch, schneidig, ein wenig naivund trotzdem unterhaltsam rüber, eine Mischung aus Hugh Hefner, John F. Kennedy und Forrest Gump. Die weiblichen Nebendarsteller Amy Adams, Emily Blunt, Rachel Nichols und Shiri Appleby sehen gut aus und das auch in ihren Rollen.
Der unnachahmliche Ned Beatty kommt in seiner Rolle ein wenig zu kurz, trotzdem ist es immer wieder schön, ihn auf der Leinwand zu sehen. Wirklich Eindruck auf mich machten der gute Ken Stott als Zvi, und Hoffman als etwas abgehalfterter, prolliger CIA Agent, der es aber doch ziemlich draufhat.
Entscheidender Schwachpunkte dieses ansonsten tollen Films sind allerdings dieses durchgängige "Wir sind die Guten" Getue, das leider sehr bezeichnend ist für amerikanische Filme zu solchen Themen und die nur ungenügende Auseinandersetzung mit der Tatsache, dass Wilsons nächster Vorstoß, nämlich den Wiederaufbau in Afghanistan nach dem Krieg gegen die Sowjets zu unterstützen, kläglich scheiterte und Afghanistan sich selbst überlassen blieb, was letztlich Gruppierungen wie die Taliban für sich nutzen konnten, mit den allgemein bekannten Folgen. Da dieser Film von 2007 ist, hätte ich mir ein wenig die kritische Darstellung des Zusammenhangs und auch das Aufzeigen von Parallelen zur aktuellen Situation gewünscht. Aber schließlich ist ja nicht Weihnachten und zur reinen Unterhaltung taugt der Film allemal... Sogar gut.
Denn das Augenzwinkern mit dem sich Wilson die Kumpanei im politischen System zunutze macht, ist allemal sehenswert und schafft allein schon einen hohen realsatirischen Wert.
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Miike 2010/07/18 23:23:42
Kommentar löschenDie Thematik ist mittlerweile mit dutzenden, mal guten mal eher schlechten Filmen behandelt worden. Jetzt wird nochmal in die Schatulle gegriffen und versucht, das ganze mit einem satirischen leicht humoristischem Ansatz abzuhandeln. Sicherlich kann man meinen, Tom Hanks Philip Seymour Hoffmann als Hauptakteure, da erwartet uns aber ein Pfund. (Julia Roberts klammer ich da mal aus, da ich die Fresse von der guten Frau nicht sehen kann). Leider ist dem nicht so! Ja Tom Hanks spielt seine Rolle als charismatischer koksender, alkoholabhängiger Frauenverschleißender Abgeordneter des Unterhauses des Verteidigunsausschußes ganz passabel, PSH macht seine Sache auch ganz ordentlich, auch wenn er in einigen Sequenzen etwas überzogen spielt. Was mir am Film gefehlt hat war das Herz. Wenn ich zeigen will wie grausam ein Krieg ist dann spul ich nicht irgendwelche Szenen ab in den Sowjetische Kampfhubschrauber Dörfer beschießen und eine Szene später macht Hanks irgendwelche Witze mit seinen Presse Pussies. Auch die Szene im Flüchtlingslager konnte keine Dramatik aufbauen, dafür waren sie einfach zu kurz, da hätte man auch Szenen von Madonnas Kinderkaufrausch in Afrika zeigen können. Dem Drehbuch fehlt meines Erachtens nach der moralische Grundgedanke, was wollen uns die Authoren sagen. Das Sowjets Monster waren und die Amis die Guten, dass es bedenklich ist mit geputschten Militärdiktatoren Geschäfte zumachen? Ich bin zumindestens aus den gezeigten Ansätzen nicht schlau geworden. Am Ende kommen dann die Szenen auf denen mehr aufgebaut werden sollte, nämlich der finanzielle Rückzug der Amerikaner aus dem Krieg, der wie die Geschichte gezeigt hat nur wieder zu neuem noch größerem Leid und weiteren fast 20 Jahren Krieg geführt hat.
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DaRockwilder 2010/07/18 22:55:04
Kommentar löschenEigentlich wollte ich den Film garnicht anschauen, aber der Anfang hat mich dann doch überzeugt.
Tom Hanks als Frauenheld konnte ich mir eigentlich nicht vorstellen, hat er aber ganz gut gemacht.
Erinnert mich sehr an Lord of War, wenn auch nicht ganz so gut.
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ruf mich an 2010/07/18 22:46:54
Kommentar löschenTom Hanks macht eine gute Figur (ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal behaupten würde). Ansonsten ist die Handlung etwas unbedeutend - ein Politiker sorgt für Geld. Na großartig! Natürlich ist es witzig. Aber dennoch macht in meinen Augen Lord of War eine viel bessere Figur, als der Krieg des Charlie Wilson. Bevor ich es vergesse: Roberts hat mich genervt.
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Moe Szyslak 2010/07/18 17:31:04
Kommentar löschenKlasse Film.
Sehr gut erzählte und vor allem hochinteressante Story mit viel Einblick in politische Machtspielchen. Der Film findet eine klasse Balance zwischen Komödie, Satire und Drama mit einem sehr kritischen Zeigefinger Richtung US-Regierung am Ende.
Die Darstellerriege war einfach nur brillant. Super aufgelegt versprühten sie ihr Charisma, garniert wurde dies zudem mit wunderbar bissigen und pointierten Dialogen.
Tom Hanks war klasse (auch wenn die Sache mit Charlies Angels etwas übertrieben war, aber der Playboy passte nicht zu ihm), Phillip Seymour Hofmann war extrem cool und Julia Roberts war trotz der fürchterlichen blonden Haare nett anzuschauenc wie eh und je.
Ein kleiner, aber sehr sehr feiner Film. Anschauen lohnt sich!
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plattfuss69 2010/04/11 15:58:13
Kommentar löschenErschreckende, bitter-witzige Realsatire, die viel darüber verrät, warum die USA, die außenpolitisch und militärisch Gutes bewirken wollen - in diesem Fall der Kampf gegen den Kommunismus bzw. die Befreiung eines Landes von seiner Knute - , am Ende scheitern und auf halben Wege stecken bleiben. Der Film markiert die ganze religiöse, machtpolitische, persönliche, wirtschaftliche und was weiss ich noch für eine Verstrickung der Interessen, welche militärisch fokussierte Außenpolitik zu einem zynischen, korrupten und fadenscheinigen Geschäft macht. Julia Roberts ist weniger überzeugend in ihrer Rolle, dafür Tom Hanks absolut grandios und überragend. Absolut sehenswert.
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kawummbaby 2010/03/18 23:29:01
Kommentar löschenSchwierig zu bewerten. Der Film ist unterhaltsam, lebt von seinen Charakteren und Dialogen. Das Ganze kommt witzig und grotesk herüber. Insofern gute Unterhaltung.
Aber mit einer Stunde Abstand denkt man schon anders über den Film. Hier wird vorneheraus erzählt, wie die Amis durch Charlie Wilson die Russen besiegt haben in Afghanistan. Aber in Wirklichkeit wird nur gezeigt, wie ein mittelmäßiger Abgeordneter in einem Ausschuss das Budget für die Unterstützung von Widerstandskämpfern (Terroristen) erhöht.
Es ist sicher typisch amerikanisch, sich den Krieg zweier fremder Völker anzueignen, weil sie einer Partei ein paar Waffen geliefert haben. Und sich dabei auch noch als die Guten und Witzigen hinzustellen. Bin mir nicht ganz sicher, ob ich da mitlachen möchte.
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plattfuss69 2010/04/11 15:50:35
Antwort löschenGenau was du "kritisierst" macht ja den Film aus und ist seine eigentliche Aussage - die leider wahre Satire über die Art, vermeintlich Gutes bewirken zu wollen. Deshalb kann ich die rel. mäßige Bewertung gar nicht verstehen.
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kawummbaby 2010/04/11 18:45:22
Antwort löschenDas sehe ich schon, aber ist nicht genau das was ich kritisiere. Ich bin nicht erstaunt darüber, dass die Amerikaner (genauso wie die Europäischen Politiker oder jede beliebige andere) vorgeben etwas Gutes zu tun, während sie nur ihren Interessen dienen. Ich kritisiere den Film nicht innerhalb des Films, sondern als Ganzes, nämlich als Versuch, sich einen fremden Krieg und fremden Sieg anzueignen. Wenn Leute über diesen Afghanistan-Krieg reden, haben sie dann immer schön Charlie Wilson im Kopf anstatt xy von den Afghanen, der den eigentlichen Kampf führte. Das ist so, als würde man beim Reden über die WM nur Adidas im Kopf haben, weil man irgendwie der Meinung wäre, der Lieferant der Schuhe sei wichtiger als der Fussballspieler.
Subway 2010/05/07 19:51:04
Antwort löschenWie Kawummbaby empfand ich diesen Film eher als weitere Beweihreucherung Amerikas mit einem kleinen Helden der dem afghanischen Volk mit allen Mitteln helfen will, dann aber, in diesem Fall nach dem Krieg, am "System" (=Amerika braucht die Jungs nicht mehr, also zahlen wir nicht) scheitert.
Auch in Anbetracht dessen, dass kein einziges Mal Bin Laden erwähnt wird, der mitfinanziert wurde, dazu noch die Saudis, die nicht unerheblich mitfinanziert haben und froh waren die religiösen Fundamentalisten aus dem Land und in einem Heiligen Krieg weit weg zu haben -was dann irgendwann zur Keimzelle der heutigen "Situation" wurde. -Also die gesamte politischen Ausmaße werden nicht beleuchtet. Was bei einer Satire nicht schlimm wäre - jedoch ich spürte zu keinem Zeitpunkt, dass das hier komisch sein soll. Erst als ich den Trailer hier sah...aber ein Trailer ist nur ein Trailer.