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Der Vorname

Le Prénom (2012), BE/FR Laufzeit 110 Minuten, FSK 12, Komödie, Kinostart 02.08.2012


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7.0
Kritiker
9 Bewertungen
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7.5
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809 Bewertungen
46 Kommentare
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von Alexandre de La Patellière und Mathieu Delaporte, mit Patrick Bruel und Valérie Benguigui

Was könnte zu mehr Diskussionen führen als Auswahl des passenden Vornamens?

Der Vorname handelt von dem erfolgreichen Immobilienmakler und werdenden Vater Vincent (Patrick Bruel), der bei seiner Schwester Élisabeth (Valérie Benguigui) und dessen Ehemann Pierre (Charles Berling) zum Essen eingeladen ist. Vor Ort ist auch der alte Jugendfreund der Familie, der Posaunist, Claude (Guillaume De Tonquedec). Während alle auf Vincents Frau warten, enthüllt dieser den Namen seines Babys. Dies löst unter den Gästen jedoch einhellige Entrüstung aus.

Hintergrund & Infos zu Der Vorname
Regie führten bei Der Vorname (OT: Le Prénom) Matthieu Delaporte und Alexandre de La Patellière. Nach ‘La Jungle’ (2006) ist dies der zweite Film von Delaporte. Für de La Patellière ist es der erste Film. Zusammen schrieben die beiden bereits das Buch zum Theaterstück ‘Le Prénom’ von 2010.

Der Hauptdarsteller Patrick Bruel ist in Frankreich auch als Musiker bekannt. Zusätzlich ist er ein erfolgreicher Pokerspieler und konnte bisher über 1.000.000$ an Preisgeldern gewinnen. 1998 gewann er den World Series of Poker Armband in der Kategorie Hold’em. (MS)

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Cast & Crew

Drehbuch
Filmdetails Der Vorname
Genre
Komödie, Familienkomödie
Zeit
Gegenwart
Ort
Paris
Handlung
Abendessen, Alte Freunde, Baby, Eigenname, Einladung, Familienfest, Familienkonflikte, Familienplanung, Heimliche Homosexualität, Immobilienmakler, Midlife Crisis, Namensänderung, Schwager, Schwester, Streit, Taufe, Ungeborenes Kind, Werdender Vater, namenlos, warten
Stimmung
Gutgelaunt, Witzig
Zielgruppe
Familienfilm, Pärchenfilm
Tag
Kammerspiel
Verleiher
Warner Bros. Pictures Germany
Produktionsfirma
Canal+, Chapter 2, Ciné+, Fargo Films, M6 Films, Nexus Factory, Pathé, TF1, TF1 Films Production, uFilm, uFund

Kritiken (7) — Film: Der Vorname

Xander8112: Xanders Blog

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7.5Sehenswert

“Der Vorname” sei allen Freunden des Kammerspiels empfohlen und wer “Der Gott des Gemetzels” mochte, wird mit diesem Film vermutlich sowieso nichts falsch machen. Einzig die Tatsache, dass in der Mitte des Films etwas die Luft raus und das Ende doch etwas sehr versöhnlich ist schmälern den postiven Gesamteindruck etwas – was aber niemanden davon abhalten sollte diesen Film zu sehen.

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Arthur A.: www.filmfutter.com

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8.0Ausgezeichnet

Eine gelungene Adaption des satirischen Theaterstücks, die über ihren Bühnenursprung hinauswächst und als Kinounterhaltung mit etwas Anspruch gut für sich stehen kann

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Annekatrin Liebisch: Radio Köln Annekatrin Liebisch: Radio Köln

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7.0Sehenswert

Zwar verliert das Kammerspiel, das Alexandre de la Patellière und Matthieu Delaporte unverkennbar für die Bühne schrieben, im Verlauf der Diskussion ein wenig an Tempo und Zielstrebigkeit, jedoch nicht an Wendungsreichtum.

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Tobias Martin: BR Tobias Martin: BR

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6.5Ganz gut

Wer französisches Kino liebt wird auch diesen Film lieben, weil er französisch ist. Für alle anderen bietet "Der Vorname" kurzweilige Unterhaltung, aber auch nicht mehr.

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Edward Nigma: CinemaForever

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8.0Ausgezeichnet

"Adolf hat Adolphe getötet"

Eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben eines jeden Elternteils ist die Namensgebung für das eigene Kind. In unserer heutigen Gesellschaft gelten inzwischen eine Vielzahl von Namen als geradezu verpönt, anderen hingegen werden von vornherein gewisse Charaktereigenschaften zugeordnet. Doch es gibt auch Namen, die auf Grund der Gräueltat eines einzelnen Menschen zum gesellschaftlich anerkannten Tabu werden, bestes Beispiel ist wohl der Vorname Adolf. Einst war Adolf ein beliebter und häufiger Vorname in deutschsprachigen Gebieten, doch dank des kleinen Mannes mit dem markanten Bärtchen (nein, nicht Charlie Chaplin) ist der Name fast vollständig ausgestorben. Was aber nun, wenn man sich doch dazu entschließen sollte, seinem Kind diesen vorbelasteten Namen anzuheften? In der französischen Komödie „Der Vorname“ von Alexandre de La Patellière und Matthieu Delaporte dient diese Frage als Ausgangspunkt eines herrlich absurden Kammerspiels, das nicht von ungefähr an Roman Polanskis „Der Gott des Gemetzels“ erinnert: Wie Polanskis bissige Satire basiert auch diese französische Komödie auf einem erst wenige Jahre alten Theaterstück und die Ausgangssituation ist eine ähnliche. Zwar ist „Der Vorname“ nicht ganz so bissig und menschenfeindlich wie Polanskis „Der Gott des Gemetzels“, dafür aber stellenweise umso komischer.

Pierre (Charles Berling) und Elisabeth, genannt Babou gehören zur Bildungs-Elite Frankreichs. Während sie an einer staatlichen Schule unterrichtet und sich zu Hause um ihre beiden Kinder kümmert, gibt er Literatur-Vorlesungen an einer renommierten Universität. Beide wollen mal wieder einen gemütlichen Abend mit ihren besten Freunden verbringen, dazu zählen Posaunist Claude (Guillaume de Tonquédec) und Babous Bruder Vincent samt schwangerer Ehefrau. Doch Vincent hat eine Überraschung auf Lager, die sich gewaschen hat, denn der äußerst erfolgreiche Geschäftsmann möchte an diesem Abend den Namen seines Kindes enthüllen. Gespannt warten die Gäste darauf, dass Vincent nun den Namen preisgibt, doch als er verkündet, dass er sein Kind Adolphe, nach der Hauptfigur des gleichnamigen Buchs von Benjamin Constant nennen will, bleibt den Anwesenden das Essen im Halse stecken und ein wilder Streit entbrennt…

Anders als „Der Gott des Gemetzels“ braucht „Der Vorname“ keine Aufwärmphase. Mussten in Polanskis Film erst formelle Höflichkeitsfloskeln überwunden werden, bis man sich richtig an die Gurgel gehen konnte, kennen sich die Protagonisten bereits über einen längeren Zeitraum und haben dementsprechend auch keine Scheu davor, lautstark ihre Meinung zu äußern. Dass es dabei letztendlich nicht um die banale Frage nach einem Vornamen geht, wird schnell deutlich, stattdessen nutzt man diesen Ausgangsstreit, um seinen „Freunden“ endlich einmal all das sagen zu können, was der Anstand bisher verboten hat.

Bereits nach der ersten Viertelstunde scheint die Lage vollkommen eskaliert, hitzige Wortgefechte werden ausgetragen und keiner der Beteiligten möchte sich hier die Blöße geben. Die Frage, ob das Kind nun „Adolf oder Adolphe“ genannt werden soll, scheint bald nebensächlich und schnell schweift man in Grundsatzdiskussionen über Religion, Politik oder Moral ab. Letztendlich braucht es aber auch hier erst den Dämon Alkohol, um wirklich Tacheles zu reden. Nach und nach driftet der Streit immer mehr ins Persönliche ab und so werden durch einige unüberlegte Äußerung plötzlich fest geglaubte Werte in Frage gestellt und selbst die Familienbande scheinen gar nicht mehr so stabil wie vor diesem Abend. Leider zeigt sich der Film letzten Endes dann doch einen Tick zu versöhnlich, als dass die Kritik nachhaltig Wirkung zeigen könnte, denn zu schnell sind die Wunden dieses Abends vergessen und Macht der Liebe und Freundschaft triumphiert über diese dunkle Erinnerung.

Die Regisseure Alexandre de La Patellière und Matthieu Delaporte halten der oberen Mittelschicht, dem Bildungsbürgertum Frankreichs den Spiegel vor. Jeder von ihnen belesen, politisch gebildet und doch so unfähig auf die Gefühle der Gesprächspartner Rücksicht zu nehmen. Und auch wenn einige Charaktere so ekelhaft selbstgerecht und abgehoben wirken, dass sie letztendlich nur noch als Karikatur ihrer selbst verstanden werden können, kommt die Kritik an. Leider schafft es „Der Vorname“ jedoch nicht durchweg den anfänglichen Biss der Dialoge zu halten und versucht diese Schwäche durch mehr oder weniger gelungene Wendungen und aberwitzige Enthüllungen zu kaschieren, die im Laufe des Abends aufgedeckt werden.

Dass der Film durchweg gut unterhält, liegt aber nicht nur an den scharfzüngigen Dialogen, sondern auch am wunderbar aufspielenden Ensemble. Wenn sich die Protagonisten erst einmal in ihre hitzigen Wort-Duelle hineinsteigern, wirken sie wirklich wie alte Freunde. Kein Wunder, denn Patrick Bruel, Valérie Benguigui, Guillaume De Tonquédec und Judith El Zein kennen sich bereits von der Theaterbühne, wo sie dieses Stück bereits x-Mal zusammen aufgeführt haben. Ganz besonders zu begeistern weiß Patrick Bruel als leicht rechts-konservativer Geschäftsmann Vincent. Wenn dieser verschmitzt lächelnd seine Gesprächspartner durch wohl gewählte Provokationen aus der Haut fahren lässt, bleibt sicherlich kein Auge trocken.

Fazit: „Der Vorname“ ist die französische Antwort auf Polanskis „Der Gott des Gemetzels“. Und auch wenn diese intelligente Komödie letztendlich deutlich versöhnlicher endet, werden Liebhaber bissiger Dialoge hier aus dem Lachen gar nicht mehr herauskommen.

9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Edward Nigma

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Das macht den Film glücklicherweise nicht schlechter. Habe dir quasi den Eröffnungswitz geklaut ;)


Petunientopf42

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Dachte ich mir doch, dass das der Name wird... Hoffentlich verdirbt das wirklich nichts ^^


Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de

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6.0Ganz gut

Ohne den Vergleich zu suchen, aber beinahe unvermeidbar an Gott des Gemetzels erinnernd, verlieren die anfänglich pointierten Dialoge in Der Vorname mit der Zeit immer mehr an Faszination und Fesselkraft.

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Oliver Kaever: Programmkino Oliver Kaever: Programmkino

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8.5Ausgezeichnet

Seine Stärke zieht Der Vorname aus der konservativen Konzentration auf den Schauplatz und die großartigen Schauspieler, die ihre Figuren in immer atemlosere Wortgefechte führen.

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Kommentare (39) — Film: Der Vorname


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inceptionfan

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Bewertung4.5Uninteressant

"Der Vorname" hat mir überhaupt nicht gefallen. Die Schauspieler und die Dialoge sind zwar ziemlich gut und auch an der Inszenierung gibt es eigentlich nichts zu bemängeln, aber die Handlung hat mir im Laufe des Films immer weniger gefallen und irgendwann empfand ich ihn sogar nur noch nervig. Vor allem weil der Film meiner Meinung nach zu lang ist. Anscheinend gibt es hier aber sehr viele Leute, die den Film richtig stark finden. Also ist er wahrscheinlich Geschmackssache. Für mich war er aber definitiv nichts.

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beast667

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Es gibt sie noch. Diese wundervollen Kleinode an Filmkunst. Ich bin bekennender Fan des französischen Films. Nicht nur wegen den wahnsinnigen Horrorfilmen, sondern auch wegen den berührenden kleinen Filmen, die unser Nachbarland produziert. So liebenswert, so böse, so ergreifend, so dermassen schwarz humorig. Gefühlskino ohne Ende. Es gibt genug Leute, die gerne Vergleiche zu dem Gott des Gemetzels anstellen, ich für meinen Teil sehe dieses Kammerspiel ganz allein stehend. Und es steht für mich ganz oben.
Selten soviel bitterbösen Witz, soviel Verständnis, soviel an allem gehabt wie bei diesem Film. Ich liebe den Vornamen. Grandiose Darsteller, grandiose Dialoge, grandioses Kino. Merci beaucoup französisches Kino.

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ska-p_lyric

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Bewertung7.5Sehenswert

Das Drehbuch könnte Loriot geschrieben haben ;-)

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jorg.hoffmann.9849

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der Mittvierziger Vincent trifft während eines Abendessens bei seiner Schwester und ihrem Mann auf seinen alten Freund Claude. Noch bevor Vincents schwangere Frau Anna eintrifft, tragen die Anwesenden Scherze auf Kosten des zukünftigen Vaters aus. Bis dessen Vorstellung für einen Kindernamen im Zimmer für einige Entrüstung sorgt.

Der Vorname, ist wieder ein französischer Film, der mich total unterhalten hat und Freunde die sich zu kennen glauben, werden durch einen Scherz auf eine harte Probe gestellt.Das ist teilweise sowas von köstlich, daß ich den einen oder anderen Lachkrampf nicht vermeiden konnte.
Der Film, erinnerte mich so ein wenig an Roman Polanskis Der Gott des Gemetzels (lief leider nicht auf Sky).Das er nur in einer Wohnung spielt, ist dabei kein Problem im Gegenteil.Dieser köstliche Franzosenstreich bekommt von mir 8,5/10.

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Soulja

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Bewertung9.0Herausragend

Bin absoluter Fan von "Gott des Gemetzels" wegen seiner unterschwelligen Gesellschaftskritik, die ich sehr unterstütze. "Der Vorname" hingegen kommt hier viel charmenter rüber, packt mich aber nicht so sehr wie sein US-Genrekollege. Er ist dennoch wunderbar gemacht, interessante Charaktere gut dargestellt. Der französische Film zeigt mal wieder, was in ihm steckt.

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zeitblume

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Anfang und Ende erinnern aufgrund treh-fransö'sisch'är Erz'älweis'ö ein bisschen an Amélie Poulain und ihre wunderbare Welt in Paris, mittendrin entwickelt sich aus dem Streit über einen Babyvornamen jedoch ein gar nicht zuckersüßer sondern vielmehr großartig inszenierter und einen als Zuschauer vor lauter Wortgefechte kaum atmen lassender Familienstreit.
"Du willst dein Kind Adolf nennen? Dann geh' und erzähl's den Rosenthals!"
Es ist einfach nur 'herrlisch dabei zuzuschauen, wie die Ausgeburt der Gentrifizierung, eine Künstlerwohnung in Montmartre, zum Schauplatz von miesefiesen Wortgefechten zwischen fünf Charakteren wird und ein Klischee nur das nächste jagt um sodann ausgeschlachtet zu werden. Coclusion? C'est formidable!

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thomas.backtits

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

ist wirklich zu meinem Lieblingsfilm geworden. ich mag eh französische filme, aber dieser hier ist einfach so fies...genau mein geschmack

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dannydiaz

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Bewertung9.0Herausragend

Dieser Film ist böse, so böse aber er umarmt einen auch und hat uns alle lieb.
Die geniale Einführung der Protagonisten macht schon was her. "Der Montaignist Henri, ist wie sein geistiges Vorbild ein ewig Suchender. "Grandios. Wer Montaigne gelesen hat wird hier einiges wiederentdecken. Aber auch generell gibt es viele verstecke Zitate aus Film und Literatur. Und die Handlung an sich ist ja hier schon ausgiebig besprochen und diskutiert, ebenso Vergleiche mit anderen Filmen, die hauptsächlich in einem Raum/Gebäude spielen. Die deutsche Synchro ist etwas unbalanciert in der Lautstärke und schrill aber ist auf jedn Fall gut gemacht. Diese temporeiche Entmaskung ist lustig und Streit war noch nie so elegant.

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cruzha

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Bewertung9.5Herausragend

Jetzt wird's eng: Den Gott des Gemetzels hatte ich mit begeisterten 8.5 Punkten geblobt, dieses kleine französsiche Kleinod schafft es, ein gleiches Szenario aufzubauen, aber dennoch in jeder Hinsicht eins draufzusetzen. Der Vorname ist bissiger, rücksichtsloser, die Charaktere emotionaler und die Dialoge randvoll mit fantastischen Wortspielen, schlagfertigen Zickereien und fiesen Gemeinheiten, die man eben halt im Rausch der Wut so rausposaunt. Gemälde menschlicher Leidenschaften! Und so schafft es Der Vorname, durchweg von Anfang bis Ende mit Hochgeschwindigkeit zu begeistern. Einige Längen dienen nur dazu, Luft zu holen und die nächsten Eskalationen zu bewundern. Chapeau, merci - so macht Kino Spaß!

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0x000000

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Danke, das kann man gar nicht besser ausdrücken.


Codebreaker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Nachdem ich vor einiger Zeit "Der Gott des Gemetzels" gesehen habe, ist mir nun ab und zu beim durchschalten auf Sky "Der Vorname" aufgefallen. Ich bin dabei irgendwie hängen geblieben und dachte mir nach einiger Zeit, nimm dir den mal auf, der scheint ganz interessant. Gesagt, getan. Nun kam ich also auch dazu ihn mir anzuschauen, es bleibt die Frage, war er so gut wie "Der Gott des Gemetzels"?
Erstmal, DGDG ist wahrlich kein schlechter Film, allerdings hatte ich mich vorher ziemlich drauf gefreut und war im Endeffekt etwas enttäuscht, er war also sozusagen schlechter als ich ihn mir vorgestellt habe, was nicht bedeuten soll, dass es ein schlechter Film war. Die Antwort auf meine Frage lautet also: Der Vorname war nicht so gut wie DGDG, er war besser.
Wie schon beim durchschalten, hatte der Film mich direkt in seinem Bann und das, obwohl es eigentlich kein großartig aufregender Film ist. Es geht im Prinzip nur um eine Familie, die einen gemeinsamen Abend verbringen will und aufgrund der Tatsache, dass der gewählte Name eines Freundes / Familienmitgliedes nicht gerade optimal ist, entsteht eine Anreihung von Offenbarungen und eine eskalierende Situation. Und trotzdem, hat mir der Film ziemlich gut gefallen!
Zur Story muss man denke ich nicht mehr viel sagen, die Grundidee ist zwar nicht besonders ausgefuchst, aber umso interessanter. Dann bekommen wir die ganze Zeit über die selben Personen und den selben Ort, ebenfalls richtig cool. Gut, das ist nicht wirklich neu (DGDG ist nur ein Beispiel) aber ich mag sowas einfach mal, obwohl es eigentlich nicht besonders spannend klingt, funktioniert dieses Schema immer gut bei mir. Zu den Personen: auch hier muss ich sagen, funktioniert das einfach super. Die Art und Weise wie alle Beteiligten hier sprechen, agieren... so natürlich und überzeugend. Auch das gesamte Zusammenspiel zwischen den Schauspielern wirkt so, als hätte man da eine reale Familie gefilmt, richtig schön überzeugend und "wirklich", überhaupt nicht aufgesetzt. Dazu kommt auch, dass ich hier wirklich viel Spaß hatte, nicht nur an der Art und Weise wie der Vorname präsentiert wurde, plus Reaktionen darauf, sondern auch am gesamten Film, nette Witze und einfach ein passendes Zusammenspiel. Vielleicht noch kurz zu den Schauspielern an sich: ich kannte keinen und will hier auch gar nicht groß anfangen irgendwelche Namen zu nennen, ich sage einfach, dass mir hier alle wirklich gut gefallen haben. Wie gesagt, auf mich wirkte das wie eine "echte" Familie und Spaß hatten sie auch dabei, sah zumindest so aus.
Viel mehr kann ich hier gar nicht sagen, für mich war "Der Vorname" auf jeden Fall eine Überraschung. Ich habe vorher nicht mal im Geringsten vermutet, dass mir dieser Film so gut gefällt. Werde ich mir auf jeden Fall nochmal anschauen. Ein Kammerspiel mit wunderbar agierenden Schauspielern, die wirklich das Gefühl einer (wenn auch sehr intellektuellen) echten Familie vermitteln. Eine Komödie mit Niveau (also ohne derben Fäkalhumor oder peinlichen Witzen). Rundum: ein weitaus gelungener Film, der mich auf ganzer Linie überrascht und überzeugt hat. Wirklich sehr zu empfehlen!

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theo.becker.7

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wer des Französischen mächtig ist, dem empfehle ich, den Film im Originalton zu schauen, das macht ihn um einiges besser!

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WZRDOnTheMoon

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Bewertung7.5Sehenswert

"Der Vorname" ist vergleichsweise keineswegs langweilig oder ein Abklatsch seines Genrevetters 'Der Gott Des Gemetzels' - Matthieu Delaporte, der auch das Drehbuch schrieb, hat sich reservierter, aber nicht weniger treffend als Polanski mit dem Fallen von Masken beschäftigt - allerdings im Kreise jener, die uns nahe stehen: enge Freunde und die Familie. Wo DGDG auf ätzende, deshalb für meinen Geschmack auch unterhaltsamere Zuspitzung setzt, bleiben die Franzosen hier charmanter und versöhnlicher. Der Qualität des Filmes tut dies aber keinen Abbruch, im Gegenteil: "Der Vorname" wirkt immer wie aus einem Guss, ist ein kleines kluges Psychogramm über die Dynamik von Beziehungen und die Entlarvung eigener Fehler, Schwächen und Geheimnisse - dabei vergiss der Film aber auch nicht humorvolle Unterhaltung zu bleiben.
Tiefgang und Gedankenfülle trifft hier auf ansprechende und kurzweilige Art und Weise auf Humor, Scharfsinn und vor allem Esprit - anschauen!

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mariega

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Oh, excuse! Ich habe vor lauter Begeisterung deinen Vornamen geändert! Ob das eine Bedeutung hat :D! Also, pischti, wenn das nicht ein gutes Omen ist :)!


beast667

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@pitschi: Nicht zu vergleichen. Der Vorname hat richtig Charme und ist teilweise bitterböse. DGDG ist super, aber der Film ist sensationell. Lohnt sich.


Cinemen

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Heute von Lovefilm geliehen
Der Vorname

Im Stile Von Gott de Gemetzel aber noch einen Zacken Besser....sorgt eine Kindesnamensgebung Verarsche zum absoluten
Familienstreit.
Köstlich amüsiert und Tränen gelacht.
Das Konzept geht auf , ist aber jetzt nach diesen beiden Filmen für mich auch genug Ausgebreitet, denn Besser wird man es kaum noch Hinbekommen.
Toller französischer Film hat mir sehr gut Gefallen.
Schöne 110 Minuten die Spass machten !!!

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Fanfan89

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein Film der mit unglaublich viel Sprachwitz und großartigen Schauspielern überzeugen kann! Man merkt dem Film seine eigentliche Bühnenkonzeption an und ich glaube, genau dort hätte er mich noch mehr überzeugt. Aber die sprachlichen Finessen mit denen die Protagonisten sich gegenseitigen bombadieren sind grandios! Nebenbei wird damit auch die Gesellschaft an sich und unser Zusammenleben versucht zu analysieren. Nicht so sehr hat mir gefallen, dass mit den Gefühlen manchmal übers Ziel hinausgeschossen wurde. Es wird die ganze Zeit sehr sehr laut gesprochen und man fragt sich, wie diese Menschen so lange befreundet sein konnten.
Lässt man dies jedoch außer Acht, bekommt man einen sehr erfrischenden französischen Film geliefert!

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oliver.kramer

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Witzig, geistreich, sympathisch. Die beste Komödie seit Jahren.

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Akira_L

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ey Alter, der film ist derbe Krass mit üüüübler DIss! Schwör!

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graveyardstory

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Bewertung7.0Sehenswert

Die erste Hälfte des Films hat mich ausgesprochen gut unterhalten und war auch witzig und nachvollziehbar aber irgendwie ging dem Ganzen zwischendurch dann doch etwas die Puste aus.. Alles in allem aber durchaus sehenswert.

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MartinAusBerlin

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehr interessant, was die Erwähnung eines Vornamens so alles auslösen kann! Sehr zu empfehlen.

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allyvan

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Einer der wenigen Filme, die mich wirklich zum Lachen gebracht haben (zugegeben, ich sehe mir nur sehr selten Komödien an, deshalb heißt das im Endeffekt nicht viel) und der ohne plumpe Witze, wie sie in den amerikanischen "Durchschnittskomödien" nur allzu oft vertreten sind, auskommt. Überraschende Wendungen, bissige Dialoge und sehr gut ausgetüftelte Pointen.
Ich habe mir den Film zwei mal angesehen, einmal, als er im Kino lief, und kürzlich noch einmal, im direkten Vergleich zu "Der Gott des Gemetzels". Und ich muss sagen, während ich bei "der Vorname", obwohl ich die Wendungen und Pointen schon kannte, immer noch sehr lachen musste, gab es bei dGdG regelmäßig Pausen, in denen ich sehnsüchtig auf die nächste halbwegs lustige Stelle wartete. Ich sage nicht, das dGdG ein schlechter oder unlustiger Film ist, er trifft wahrscheinlich nur einfach nicht meinen Humor.

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Vitro1000

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein sehr gelungener und humorvoller Film mit Kammerspiel-Charakter, der meines Erachtens mindestens genauso gut ist wie der "Gott des Gemetzels". Alle Protagonisten machen ihre Sache hervorragend und liefern ein überzeugends Schauspiel ab. Was mir hier noch besser gefällt als in Polanskis Film ist eine Zurückhaltung in der Überspitzung der Situation, die Situationen werden immer wieder zum rechten Zeitpunkt durch amüsante Bemerkungen zurückgeführt und wirken nicht so überspitzt und hasserfüllt wie in der Gott des Gemetzels. Alles in allem ein überraschender Film der zeigt, daß französiches Kino absolute Qualität besitzen kann ("Ziemlich beste Freunde" ist das Paradebeispiel hierfür).

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