The Artist
The Artist (2011), BE/FR Laufzeit 100 Minuten, FSK 6, Drama, Komödie, Kinostart 26.01.2012
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229 Kommentare
Keine
von Michel Hazanavicius, mit Jean Dujardin und Bérénice Bejo
Im oscarprämierten Stummfilm The Artist spielt Jean Dujardin einen Stummfilm-Star, dessen Ruhm angesichts des Tonfilms und Nachwuchstar Bérénice Bejo zu verblassen beginnt.
George Valentin (Jean Dujardin) ist The Artist im Stummfilm-Hollywood der 1920er Jahre. Das Publikum liebt ihn und er liebt den Ruhm und die Frauen. Mit seiner Schützenhilfe schafft es sogar die junge Statistin Peppy Miller (Bérénice Bejo) zu einem aufsteigenden Stern zu werden, der allerdings noch immer von Valentin überstrahlt wird. Doch als sich die Filmtechnik weiterentwickelt, wendet sich das Blatt. Valentins Tage sind gezählt und Peppy kann endlich aus seinem Schatten treten…
Hintergrund & Infos zu The Artist
The Artist ist im wahrsten Sinne des Wortes ein klassisches Hollywood-Melodram. Nicht nur spielt die Handlung in den Goldenen (schwarz-weißen) Tagen von Hollywood, sondern der ganze Film bedient sich in Sachen Story, Stil und Optik beim Kino der 20er Jahre. Selbst auf den Ton hat Regisseur Michel Hazanavicius bei The Artist verzichtet und den Film als waschechten Stummfilm inszeniert.
Doch die 20er Jahre sind nicht das einzige Jahrzehnt, dem Regisseur Michel Hazanavicius und sein Artist Jean Dujardin bereits ein filmisches Denkmal gesetzt haben. In den Filmen OSS 117 – Der Spion, der sich liebte und OSS 117 – Er selbst ist sich genug! wurden bereits mit der gleichen Detailverliebtheit wie bei The Artist die Agentenfilme der 60er Jahre wie OSS 117 – Pulverfass Bahia aber natürlich auch Sean Connery in seiner Paraderolle als James Bond 007 jagt Dr. No auf den Arm genommen.
Hauptdarsteller Jean Dujardin wurde 2007 in seiner Rolle als sympathisches Werbe-Ekel Octave Parango in der Verfilmung von Frédéric Beigbeders Skandal-Roman 39,90 einem größeren Publikum bekannt. Für seine Leistung in The Artist konnte er 2011 in Cannes den Preis als Bester Darsteller mit nach Hause nehmen. Auch Uggy, der Terrier, der für den Großteil der Hunde-Szenen in The Artist vor der Kamera stand, wurde bei diesem Festival ausgezeichnet: Mit dem Palm Dog Award, den die Kritiker bei Cannes für die Beste Hunde-Performance vergeben.
Bei den Oscars 2012 war The Artist der große Gewinner und so wurde die Preisverleihung der große Schaulauf der Franzosen. In zehn Kategorien nominiert gewann The Artist gleich fünfmal: Bester Film, Beste Regie (Michel Hazanavicius), Bester Hauptdarsteller (Jean Dujardin), Beste Kostüm-Design und Beste Filmmusik (Ludovic Bource). (AK)
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Cast & Crew
- Genre
- Drama, Komödie, Romanze
- Handlung
- Absturz, Armut, Arroganz, Artikel, Aufstieg und Fall, Auktion, Besitz, Desillusionierung, Directed by Star, Dreharbeiten, Drehbuch, Drehort, Egozentrik, Film, Film und Kino, Filmcrew, Filmemachen, Filmemacher, Filmindustrie, Filmkulisse, Filmpremiere, Filmproduzent, Filmrolle, Filmset, Filmstar, Filmstudio, Filmteam, Kino, Klatsch, Medien, Millionär, Misserfolg, Regisseur, Reichtum, Schauspieler, Schauspielerin, Scheitern, Schlagzeilen, Sprache und Kommunikation, Stepptanz, Stolz, Stummfilm, Tonfilm, Verlieben, Zeitung, Zweite Chance
- Stimmung
- Aufregend, Berührend, Eigenwillig, Geistreich, Romantisch, Traurig, Witzig
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Kritiken (23) — Film: The Artist
Corsovilla: SchönerDenken
Kommentar löschenWenn weniger wieder mal mehr ist: Es ist erstaunlich, wie gut es funktioniert, wenn man dem Zuschauer etwas wegnimmt. Zum Beispiel den Ton der Dialoge. Schön hört er wieder genau hin. Ein einfallsreicher Film, der nicht nur sein Handwerk beherrscht, sondern auch an den richtigen Stellen zur Selbstironie fähig ist. Aber ganz unabhängig von diesem sehr sehenswerten Film, darf es das dann auch gewesen sein an Retrofilmen.
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BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...
Kommentar löschen[...]Dabei macht „The Artist“ so viel richtig, was unzählige, effektbeladene Blockbuster heutzutage gänzlich falsch anstellen:
Er unterhält, indem er uns in seine Geschichte zieht, unser Interesse an dem Geschehen weckt; nicht unsere Sinne mit ohrenbetäubendem Lärm, bunten Zerstörungsszenarien oder hölzernen Figuren betäubt.
Wenn Kino für Zauber, und nicht für Spektakel, steht, dann ist „The Artist“ Kino in seiner reinsten und schönsten Form.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenHeutzutage mit großen Aufwand einen Stummfilm zu drehen, kann nur zum grandiosen Erfolg oder totalen Flop werden möchte man meinen. Der letzte der dieses Experiment im großen Stil wagte war Mel Brooks mit seinem "Silent Movie" und auch das ist mittlerweile wieder fast 40 Jahre her. Die Zeit war also reif für eine weitere Hommage an die Zeit in der große Gestik und Mimik das gesprochene Wort ersetzten. Und Regisseur Michel Hazanavicius gibt sich alle Mühe den Look und Gefühl der alten Zeit wiederzubeleben. Wo Brooks einfach den Ton wegließ aber ansonsten einen relativ modernen Streifen drehte, setzt The Artist auf die totale Imitation - zumindest an der Oberfläche. Denn so Meta wie die Story, so doppelbödig ist auch das stumme und geräuschlose Spiel, dass immer mit dem Wissen spielt, dass der Verzicht ein bewusster und kein erzwungener ist. Wir könnten Ton haben, aber wir nutzen ihn bewusst nicht - was die wenigen Stellen an denen Geräusche und Sprache vorkommen umso effektvoller…
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Dietmar Kesten: Filmmag.de
Kommentar löschen[...] In „The Artist“ wird getanzt und gesteppt. Die Blicke sagen alles aus. Der Untertitel ist sparsam eingesetzt, so dass man so nie den Überblick verliert. Nostalgie wird hier groß geschrieben. Und das ist allemal gelungen.
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Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschenFilme über Film, da kann man bei Filmfans natürlich fast nichts falsch machen. Wenn dann noch ein erheblicher Nostalgiefaktor hinzukommt, sind den Machern die Herzen des geneigten Publikums nahezu sicher. Diesem Rezept folgt eben auch „The Artist“, mit wahrer Hingabe und daher auch mit Bravur. Ausgerechnet eine französische Produktion liefert eine tiefe, amerikanische Verbeugung vor dem klassischen Hollywoodkino. Eine wirklich entzückende Zeitreise, bei der man sich fragen muss, mit welcher Herangehensweise man sie bewerten kann. Da „The Artist“ bis auf eine dünne Metaebene so konsequent im Stile der alten Streifen gemacht ist, voller Referenzen aber eben auch mit einer eigenen Geschichte, darf man auch den direkten Vergleich mit selbigen heranziehen. Und so gesehen kommt „The Artist“ mit bekannten Stärken und Schwächen daher. [...]
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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter
Kommentar löschenSelbst Hollywood ist dem Zauber seiner frühen Jahre erlegen. Für einen stummen Film ist das eine sehr laute Botschaft.
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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de
Kommentar löschen"Wir müssen reden!" ist als Anfang vom Ende einer abgeschriebenen Ehe ein Standard. Als doppelsinnige Aufforderung an Valentin, der reden müsste, um seine Karriere fortzusetzen, ist es eine der feinen Noten, die diese romantische Komödie in der Form großer Filmkunst zu einem Meisterwerk machen.
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S. Staake: Filmszene.de S. Staake: Filmszene.de
Kommentar löschenCharmant und amüsant ist The Artist, hat zudem eine Spritzigkeit und einen winzigen (und damit nicht ablenkenden) Hauch von Ironie, so dass das eigentlich veraltete Stummfilmformat so gut für ein modernes Publikum umgesetzt wird, wie es eben möglich ist: leichte Kinounterhaltung in einem schweren Format.
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R.Worschech: epd-film R.Worschech: epd-film
Kommentar löschenAuch heute befindet sich das Kino ja wieder im Umbruch, und, wer weiß, vielleicht werden in einigen Jahren diejenigen, die an Zelluloid glauben und 3-D als intellektuelle Unterforderung verstehen, auf dem Müllhaufen der Geschichte landen. Aber, und das macht The Artist so herausragend: er zeigt auch, was bei einem solchem Umbruch verloren geht. In diesem Fall nichts weniger als die Universalität einer Filmsprache.
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H.-U. Pönack: Deutschlandradio H.-U. Pönack: Deutschlandradio
Kommentar löschenThe Artist ist einer der besten Filme unserer Zeit. Große Anerkennung und Verbeugung.
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Christiane Peitz: Der Tagesspiegel Christiane Peitz: Der Tagesspiegel
Kommentar löschenSelbst im digitalen Zeitalter ist die rührende Mär vom alternden Schürzenjäger, den nur eine attraktive Karrierefrau retten kann, ein kurzweiliges Kinovergnügen. Und immerhin ist Hazanavicius klug genug, den Eskapismus seines Films hin und wieder augenzwinkernd zur Schau zu stellen.
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Luiz Vasquez: Kino Kino Luiz Vasquez: Kino Kino
Kommentar löschenThe Artist ist eine bis in die Nebenrollen perfekt besetzte Liebeserklärung an das Kino.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenObwohl das Drehbuch keine allzu große Originalität für sich beanspruchen kann und sich dementsprechend die Dramaturgie eher konventionell ausnimmt, besticht der Film wegen der Inszenierung nach Art klassischer Hollywood-Stummfilme etwa durch die Gestik der Schauspieler, aber auch durch seine geradlinige Erzählweise. Michel Hazanavicius fängt die auf grundsätzlichen menschlichen Empfindungen basierende, für das klassische Hollywood charakteristische Melodramatik hervorragend ein. Zwar wirft „The Artist“ auch Seitenblicke auf das sogenannte alte Studio-System, etwa in der Person des Produzenten Al Zimmer (John Goodman), der als harter, allein bestimmender Geschäftsmann mit weichem Kern gezeichnet wird. Im Mittelpunkt des Filmes von Michel Hazanavicius stehen jedoch die zwei Hauptcharaktere – was wiederum auf die Bedeutung der Stars zu einer Zeit hinweist, als die Filme fast ausschließlich von den Schauspielern lebten.
„The Artist“ lebt denn auch von den Schauspielern. Jean Dujardin gestaltet seinen George Valentin als eine Mischung aus Rudolph Valentino und Douglas Fairbanks, als den gefeierten Darsteller, der gerne im Mittelpunkt steht und sich seine Würde bewahrt, selbst nachdem er von allen vergessen wird. Bérénice Bejos Peppy Miller bleibt trotz ihres Aufstiegs das einfache, herzensgute Mädchen, das ihr einstiges Idol aus der Lethargie erwecken möchte. Auch in den Nebenrollen bestens besetzt mit den bereits erwähnten John Goodman und Penelope Ann Miller, aber auch mit James Cromwell als treuem Butler und Chauffeur von George sowie mit dem großartigen Hund Uggie (der in Cannes 2011 den „Palm Dog Award als bester Hundedarsteller“ gewann), ist die Schauspielführung seitens des Regisseurs besonders hervorzuheben. Er zügelt die heutigen Sehgewohnheiten übertrieben erscheinende Gestik der Darsteller, die sich zwar bühnennah ausnimmt, weil sie allein die inneren Empfindungen darstellen muss, die aber in keinem Augenblick grotesk erscheint.
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alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenEin netter Kniff, in der Tat. Michel Hazanavicius dreht einen Stummfilm im Jahr 2011, alle verneigen sich. „The Artist“ verkauft sich als Hommage an das goldene Kinozeitalter, hat eine dieser Epoche entsprechenden altbackene Geschichte, einen nervigen Zuckerwatten-Dauerscore und wahnsinnig berechenbare Charakterentwicklung auf Lager. Leider hat Hazanavicius inhaltlich dünner Schwarzweißstreifen außer der gelungenen Atmosphäre und einigen schicken Sets wenig zu bieten. Schade auch, dass „The Artist“ weitestgehend bekannte Klischees wiederholt abbildet – denn so clean, ordentlich und drogenfrei waren die 20er und 30er Jahre schon lange nicht mehr zu sehen. Das ist eben Arthaus-Wohlfühlkrempel, schön zum Zerstreuen der Alltagssorgen und der Sehnsucht nach der guten alten Zeit, einer Zeit oder auch Epoche, die kürzlich noch Woody Allen in „Midnight in Paris“ trefflich thematisierte. Wer alte Zeiten aufleben lassen möchte, diese unterhaltsam mit den Sehgewohnheiten der Gegenwart aufmischen möchte und daraus im Endeffekt etwas Neues schaffen möchte, sollte bei den Coen-Brüdern und ihren Meisterwerken wie „Barton Fink“ oder „The Hudsucker Proxy“ siegen lernen. Der Retro-Schmachtfetzen „The Artist“ mit der ewigen Grinsekatze Jean Dujardin hat dies leider nicht gemacht, sondern kopiert einfach nur alte Werke, feiert sich auf Kosten der Vergangenheit selbst und tritt dabei auf der Stelle – fast 100 Minuten lang. Was kommt als nächstes? Ein Michael-Bay-Blockbuster, der in „charmanter“ Weise mit Knetfiguren und Stopmotion-Technik arbeitet. Hach, wie nostalgisch! Und gewagt.
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Le Samourai Sat, 21 Jan 2012 22:24:10 -0000
Antwort löschenToller Kommentar, dasselbe befürchte ich auch...
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Bandrix Thu, 09 Feb 2012 17:19:01 -0000
Antwort löschenDu hast vollkommen recht. Dennoch mag ich den Film. ;)
DrGonzo Mon, 05 Mar 2012 20:22:31 -0000
Antwort löschengenau so sehe ich das auch. ich denke, der film ist zwar ganz hübsch anzusehen, aber der Plot an sich ist wirklich äußerst dünn und ich denke, dass viele Leute den Film nur deshalb so gut bewerten, weil das ja sooo eine tolle und "innovative" idee war, einen Stummfilm in der heutigen Zeit zu drehen und einfach nur mit dem Trend gehen wollen... Nachdem Retro ja bereits in fast allen Lebensbereichen zurück ist, hat dieser Trend nun wohl auch in Hollywood Einzug gehalten. Mal sehen, was als nächstes kommt... (warum ist mir das eigentlich alles nicht bei meinem eigenen Kommentar zum Film eingefallen... ich glaube deine Kritik hat mich inspiriert^^)
TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenIn seinem jüngsten Film hat sich der französische Regisseur Michel Hazanavicius der Stummfilmära gewidmet, einer der interessantesten und auch bedeutendsten Epochen der Filmgeschichte. Dabei ist sein "The Artist" nicht nur ein Zeitkolorit des Wandels vom Stumm- zum Tonfilm im Speziellen, sondern zugleich noch eine liebevolle Hommage an das Kino im allgemeinen.
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Mr Vincent Vega Fri, 20 Jan 2012 15:52:14 -0000
Antwort löschenUnd da sind sie auch schon, die Kritikerphrasen, von denen ich in meinem Text sprach. Merke: Hommage ans Kino ungleich automatisch toll.
MOK Thu, 23 Feb 2012 15:56:21 -0000
Antwort löschenAha, und was theCorey: MovieMaze meinst du ist an deinem Text auch nur im Ansatz als Kritik (im positiven wie im negativen Sinne) zu verstehen? Hoffentlich bekommst du für dieses "in die hohle Hand" nicht auch noch Gage. Im speziellen und allgemeinen... lächerlich!
F. Kleiner: Film-Dienst.de F. Kleiner: Film-Dienst.de
Kommentar löschenThe Artist ist mit seiner Fülle an Inszenierungseinfällen schlicht bezaubernd.
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MOK Thu, 23 Feb 2012 15:57:28 -0000
Antwort löschenWunderbar sinnfrei formuliert - at it's best - Bravo!
Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...
Kommentar löschen[...] "The Artist" zeigt nichts, das man nicht schon wüsste, und nebst seiner oberflächlichen Thematisierung wünscht man sich vergeblich, dass er den industriellen und persönlichen Umbruch, den er da zu zeigen glaubt, auch wirklich einmal problematisieren würde. Die Art, wie dieser Film konzeptionell mangelhaft und inszenatorisch unausgegoren in Erscheinung tritt, mag durch Witz, Charme und auch eine mitunter spürbare Liebe zum technischen Material goutierbar gemacht werden, doch was er letztlich über Kunst und Künstler oder über das Stumm- und Tonfilmkino sagen möchte, das bleibt diffus. [...]
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Le Samourai Thu, 26 Jan 2012 11:27:01 -0000
Antwort löschenHab zwar ein paar Punkte mehr springen lassen, aber im Großen und Ganzen hast du Recht!
der cineast Thu, 26 Jan 2012 11:50:57 -0000
Antwort löschen:D
Le Samourai Thu, 26 Jan 2012 11:51:58 -0000
Antwort löschenWas gibt's denn da zu lachen?
der cineast Thu, 26 Jan 2012 14:04:05 -0000
Antwort löschenBitte differenzieren: Lächeln ist :D das und lachen ist :D :D das.
Roco De Long Tue, 14 Feb 2012 11:58:56 -0000
Antwort löschenDie wirklich interessanten Ausführungen sparst du dir leider für den eigenen Blog auf (was zum Anteasen des Lesers ja auch Sinn macht). In diesem Fall finde ich den letzten Abschnitt der Originalkritik bemerkenswert:
"Aber vielleicht hat Hazanavicius Dialog- und Sprachlosigkeit auch gar nicht durcheinander bringen, sondern seinen Film schlicht als leicht abstrakte Tragikomödie im Stummfilmgewand drehen wollen – ohne Metadiegese, aber mit ganz viel Gimmick."
Was bei dir offensichtlich ironisch klingt, ist womöglich nah an der Wahrheit. Vielleicht wollte er wirklich nichts oder kaum etwas anderes. Vielleicht wollte er eben nur diese Hommage "für irgendwas mit Film" machen (und dieses "irgendwas" wäre dann wohl die nicht unwichtige geheime Zutat), die du lediglich als Kritikerphrase wahrnimmst. Und WENN dem so ist, schließt sich doch die Frage an: hat er das dann nicht annähernd perfekt gemacht?
Mr Vincent Vega Tue, 14 Feb 2012 14:32:26 -0000
Antwort löschenMöglicherweise, ja. Das aber wirfst dann freilich die Frage auf, ob das genug sein kann.
Roco De Long Tue, 14 Feb 2012 14:51:19 -0000
Antwort löschenNatürlich, die Frage stellt sich ja häufig. Einige Leute, zu denen du dich vielleicht auch zählst, werden sie mit "Nein" beantworten, da sie wenig bis gar keinen Wert in Filmen sehen, die nicht auch intellektuell auf einem gewissen Level fordern. Das kann ich durchaus nachvollziehen, zumal mir absolut bewusst ist, dass ein Film wie "The Artist" natürlich nicht die Tiefe und komplexe Qualität z.B. eines "Sunset Boulevard" mitbringt.
Für mich persönlich beantworte ich die Frage trotzdem mit "Ja". In diesem Fall übrigens sowieso, da ich die süße Oberfläche des Films als Konzept ansehe, dass NUR so funktioniert wie es funktioniert. Aber auch generell würde ich es bejahen. Wenn es einem Film durch die Kombination seiner famosen Einzelqualitäten (Schauspiel, Kamera, Schnitt etc.) schafft, dass ich wirklich gut gelaunt das Kino verlasse, dann genügt mir das auf jeden Fall. Das ist Jahrmarktsfilmkunst. Aber es ist (eine) Kunst! Und in dieser Disziplin ist "The Artist" herausragend. Das betrachte ich schon - und da gehe ich mit der Academy ausnahmsweise mal d'accord - als große Leistung.
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Mr Vincent Vega Tue, 14 Feb 2012 15:09:12 -0000
Antwort löschenDann wünsche ich schon mal viel Spaß mit dem neuen Scorsese.
Roco De Long Tue, 14 Feb 2012 15:40:23 -0000
Antwort löschenDen sollte ich haben...
Roland Meier : Outnow.ch Roland Meier : Outnow.ch
Kommentar löschenThe Artist ist cineastische Magie, die sprachlos macht. Ein Film, der von der Liebe zum Kino und seiner Geschichte erzählt. Von Fans für Fans gemacht mit einer Liebe zum Detail, die bewundernswert ist.
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Oceanic6: CinemaForever
Kommentar löschen"We didn't need dialogs, we had faces."
Normalerweise würde ich an dieser Stelle mit einem Zitat aus "The Artist" beginnen, nur handelt es sich um einen Stummfilm. Dieses Zitat ist vielmehr eine Aussage aus Wilders "Sunset Boulevard", welches den zentralen Konflikt von "The Artist" mehr als nur vedeutlicht. Es fasst sozusagen den ganzen Film zusammen, denn es geht um nichts Geringeres als den Fall eines Filmstars, welcher der Einführung des Tonfilms zu verschulden ist. Seine Mimik braucht niemand mehr, nun, da sich Emotionen durch Dialoge ausdrücken lassen. Dass ausgerechnet Peppy Miller (Bérénice Bejo) zum hellsten Stern von Hollywoodland aufsteigt, treibt George Valentin (Jean Dujardin) nicht nur an das Ende seiner Karriere. Schließlich hatte er ihr aufgrund eines glücklichen Umstandes den Weg ganz nach oben verschafft.
Regisseur Michel Hazanavicius erzählt wahrlich keine neue Geschichte und damit muss sich der Zuschauer erst…
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der cineast Mon, 05 Dec 2011 12:07:36 -0000
Antwort löschen<3
Punsha Mon, 05 Dec 2011 14:00:06 -0000
Antwort löschenSchöner Text! Ich werde auch versuchen, den mir nächstes Jahr anzusehen, auch wenn das bei unserem Kino mehr als unwahrscheinlich ist. ;)
-"The Artist" wird die Academy dieses Jahr aufmischen, soviel ist sicher !!!- Im ernst? Klingt für mich bei weitem nicht Mainstream-lastig genug für die Academy, so traurig es auch ist...
Peter Travers: Rolling Stone Peter Travers: Rolling Stone
Kommentar löschenThe Artist ist A Star is born gekreuzt mit Singin' in the Rain und trotzdem irgendwie überraschend unverbraucht.
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Alle Kritiken (23)
Kommentare (203) — Film: The Artist
marishok Fri, 05 Apr 2013 16:42:11 -0000
Kommentar löschenWahnsinn, ein toller Film!!!!!! Einfach nur liebenswert!
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YaCi77 Sat, 23 Mar 2013 23:21:57 -0000
Kommentar löschenModerner schwarz-weiß-Film mit einer neuen Geschichte, schöne Szenen und super Musik. Wirklich toll!!! Ist mal was anderes und für zwischendurch geeignet. Ich persönlich fand den Film echt interessant. Und das Wichtigste: nach einiger Zeit hat es mich gar nicht mehr gestört, dass der Film ohne Ton war.
Wenn ihr lust auf was Neues habt, dann würde ich "The Artist" auf jeden Fall weiterempfehlen!
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DieFilmguckerin Tue, 19 Mar 2013 09:04:05 -0000
Kommentar löschenFand ja jeder Mensch toll und hat ja auch 5 Oscars und durchweg positive Kritiken bekommen. Vielleicht haben sich dadurch irgendwie zu hohe Erwartungen aufgebaut. Oder so. Da gabs natürlich schöne Ideen. Und die Schauspieler waren sehr nett anzusehen. Und ist auch eine schöne Liebeserklärung an das Kino und den Stummfilm. Trotzdem wars irgendwie langweilig. Die Geschichte war leider sehr vorhersehbar und auch die Musik hat mir nicht sehr gut gefallen. Da hätte hier und da vielleicht auch ein anderer Film die Oscars bekommen können.
Schnarch … schöne Kostüme … schnarch … schöne Schauspieler… schnarch … oh, ein süßer Hund … schnarch … wow, der kann coole Tricks … schnarch … die tanzen ja … schnarch … oh zu Ende.
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Hfonda15 Sun, 17 Mar 2013 11:11:52 -0000
Kommentar löschenEiner der besten Filme des neuen Jahrtausends ist ,,The Artist" meiner Meinung nach nicht aber er ist auf jeden Fall sehenswert und eine wunderbare Liebeserklärung an die lang zurückliegende Stummfilmära die allein schon wegen der mutigen Machart den Oscar als Bester Film verdient hat!
In dem Film ,,The Artist" geht es um den Stummfilmstar George, der plötzlich pleite geht als die Ton Filme an Land gewinnen und er keine Rollenangebote mehr bekommt. Währenddessen wird die junge Schauspielerin Peppy Miller zum gefragten Hollywoodstar und macht in Tonfilmen Kariere! Die Geschichte der beiden ist äußerst elegant umgesetzt und gerade am Anfang sind viele Filmfans begeistert diese Stummfilmkunstwerk zu betrachten was allein durch gute Musik untermalt ist.
Die beiden Hauptdarstellern sind hier wirklich fantastisch und siend ohne Ton ganz besonders gefordert was sie wirklich genial durch Mimik und Gestik kompensieren! Dazu werden sie auch noch von hochkarätigen Nebendarstellern wie John Goodman unterstützt weshalb der Film dem Zuschauer, ob cineastisch interessiert oder nicht, einfach Spaß macht!
Was mich hier teilweise echt beeindruckt hat war die ausgesprochen gute Darstellung von Georges Liebe zur Kunst, wie er sein eigenes Filmprojekt finanziert oder nach seinem Ausscheiden aus dem Filmgeschäft nichts mehr mit sich anzufangen weiß!
Doch trotz der guten Darsteller hat der Film im Mittelteil meines Erachtens einige Länge, da man durch die gewohnte Optik auch nicht den ganzen Streifen mitgerissen wird und erst zum Ende hin bekommt man wieder richtig Spaß an ,,The Artist"!
The Artist ist ein eigenwilliges Kunstwerk, das insgesamt ein guter Film ist aber mehr Szenen aus dem Filmgeschäft einbauen könnte(wie die Tansszene der Hauptdarsteller am Ende) um der Stummfilmära ein wahres Denkmal zu setzen was dem Film leider nicht komplett gelingt!
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Martin Oberndorf Sun, 17 Mar 2013 13:53:37 -0000
Antwort löschenMir gefällt der Film vor Allem, weil er wirklich an die Filme des großen Genrevorbilds Charlie Chaplin erinnert. Ein historisch wichtiger Augenblick mit einr Liebesgeschichte und dem typischen Stummfilmflair. Nur den Hugo Cabret fand ich noch etwas besser und hätte diesem den Oscar gegeben.
Hfonda15 Sun, 17 Mar 2013 18:37:47 -0000
Antwort löschenAn Werke von Chaplin kommt das Werk am Ende aber nicht ran, denn so gut Jean Dejardin auch spielt, so schnell kann einem Chaplin niemand das Wasser reichen ;)
Martin Oberndorf Sun, 17 Mar 2013 18:52:10 -0000
Antwort löschenWenn ich so drüber nachdenk... Ich hab bisher 3 Chaplin-Filme gesehen. Davon hab ich "Der große Diktator" 10.0 gegeben, und "Moderne Zeiten" und "Goldrausch" (letzteren hab ich erst heute Mittag das erste Mal zu Gesicht bekommen) jeweils 9.0. The Artist hat 9.5. Vielleicht ist das bei Zweitsichtung genannter Werke abervauch anders.
Hfonda15 Sun, 17 Mar 2013 18:59:49 -0000
Antwort löschenMuss zugeben, dass ich bis heute auch nicht sehr viele der vielen Chaplin Streifen gesehen habe(auch einige Klassiker wie Goldrausch muss ich dringend nachholen!) aber ich finde, dass Charlie Chaplin zu Recht als einer der größten Künstler des vergangenen Jahrhunderts zählt den schon seine bloße Anwesenheit wertet einen Film bei mir unglaublich auf!
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Martin Oberndorf Sun, 17 Mar 2013 19:18:02 -0000
Antwort löschenAlso ich mag den Chaplin sehr. Er schafft es immer, Comedy perfekt mit Ernst abzustimmen, und zwar so, dass keines der beiden Bestandteile zu kurz kommt, oder zu viel wirkt.
Hfonda15 Sun, 17 Mar 2013 19:47:46 -0000
Antwort löschenDem kann man wohl nichts mehr hinzufügen! ;)
AnnFlow Sun, 17 Mar 2013 00:39:53 -0000
Kommentar löschenEin guter Film braucht nicht viele Worte - großartig!
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jedi37 Mon, 11 Mar 2013 19:51:50 -0000
Kommentar löschenHabe nun also auch den scvhwierigen ersten Schritt gemacht und mir "The Artist" zu Gemüte geführt. Positiv überrascht war ich von der tollen Besetzung auch in den Nebenrollen... vor allem Jean Dujardin ist ein echtes Highlight!
Als filmisches Experiment - und als Hommage an die Wunderbare Welt des Kinos funktioniert der Film durchaus... Bester Film 2011 ist er deswegen noch lange nicht.
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midnightmeteora Mon, 11 Mar 2013 18:31:50 -0000
Kommentar löschenMan kann von dem Film ja halten was man will, aber man muss einfach zugeben, dass es schon eine Ansage ist, in Zeiten von 3D und CGI Overkill einen schwarz-weißen Stummfilm zu drehen. Das hätte auch ziemlich schnell in die Hose gehen können.
Zum Glück funktioniert der Film wunderbar. Jean Dujardin und Bérénice Bejo schaffen es allein durch ihre Mimik und Gestik viele Gefühle auszudrücken, womit die Grundlage für einen guten Stummfilm gelegt ist. Außerdem harmonieren sie einfach super in ihren Rollen. Es gibt so viele charmante, witzige Szenen der beiden, dass mir nichts anderes übrig blieb als grinsend und glücklich vor dem Fernseher zu sitzen und das Geschehen auf mich einwirken zu lassen. Seien es die super choreografierten Tanzszenen oder auch die dramatischen Abschnitte, es wird einem einfach warm ums Herz. Hinzu kommt ein netter John Goodman, der mir trotz wenig Präsenz, alleine wegen seiner Präsenz, gefallen hat. Denn egal in welchem Film, ich freue mich immer John Goodman zu sehen.
Man merkt, "The Artist" hat es mir angetan. Der Film gehört schon nach einmaligem schauen zu meinen liebsten "Feel-Good Movies" und das, obwohl er zwischendurch auch mal einen ernsten Ton anschlägt. So schafft es der Film meiner Meinung nach, eine dramatische Thematik mit viel Herz und Liebe zum Detail darzustellen, bei der mir einfach das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht weichen wollte.
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cts Sun, 10 Mar 2013 12:43:28 -0000
Kommentar löschenhat mir sehr gut gefallen! inhaltlich jetzt nich gerade weltbewegend, aber der rest war wirklich gelungen, erinnerte mich teilweise auch an das sehr gute biopic "chaplin".
jean gehört ja schon seit 99 franc zu meinen "lieblingen" der französischen darsteller, ob er hier jetzt nen oscar verdient hatte würd ich ma bezweifeln, seine darstellung war jetzt auch nich besser oder schlechter als in dem oben genannten film... denk ma die kleine hype-welle damals hat ihm da positiv in die karten gespielt
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filmschauer Thu, 07 Mar 2013 18:00:11 -0000
Kommentar löschenSachen gibt's, die könnte nicht mal ein Drehbuchschreiber ernsthaft in Erwägung ziehen. Zu kitschig, zu unglaubwürdig, zu hochmütig. Damit ist jedoch nicht der Plot innerhalb von Michel Hazanavicius' "The Artist" gemeint, sondern viel eher die reale Erfolgsgeschichte dieses Films. Dass 2012 ein Stummfilm den Bester-Film-Oscar oder andere wichtige Preise abräumen würde, hätte vor wenigen Jahren wohl noch jeder als albernes Hirngespinst abgetan. Doch die Liebe für das Kino und ein Stück nostalgischer Zeitgeist machen es möglich. Nostalgie ist auch das Stichwort für den Inhalt von "The Artist". Der Erfolg des Tonfilms vor gut 80 Jahren war zugleich der Niedergang des Stummfilms. Diese Verknüpfung wird hier durch zwei Hauptfiguren verdeutlicht und bebildert. Sie macht Karriere, er stolpert gehörig über seinen Stolz, der Wahrheit ins Auge zu blicken. Eigentlich eine sehr simple Prämisse, jedoch vielleicht genau der richtige Weg, um nochmal diese ausgestorbene Art von Filmkunst nochmal generisch aufleben zu lassen und die Brücke zum heutigen Zuseher so breit wie möglich zu schlagen. Dafür sorgt nicht nur die verblüffend detailgetreue Nachahmung der Stummfilmästhetik, sondern ganz gehörig die grundsympathische Darstellerriege (und ein ganz treuer Hund). Dass am Ende die Geschichte doch ziemlich glatt über die Bühne geht und alles irgendwie butterweich wirkt, verschmerzt man schließlich gerne. Denn alleine dafür, um solche amüsanten Kommentare wie "Warum ist der nicht in Breitbild?" oder "Mit Filmen, wo nicht gesprochen wird, kann ich nichts anfangen." an unterschiedlichsten Stellen lesen zu müssen, muss man der Realisierung dieses ungewöhnlichen Filmprojekts dankbar sein - selbst wenn es wahrscheinlich der einzige erwähnenswerte Stummfilm für die nächsten Jahre bleiben wird.
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AgentSmith8 Sat, 02 Mar 2013 18:22:37 -0000
Kommentar löschenSicherlich ist der Film mit viel Liebe umgesetzt und streckenweise toll geschauspielert. Doch mit seiner Bemitleidenswerter-Mann-wird-von-neuer-Technik-ersetzt-früher-war-eben-doch-alles-besser-Thematik schießt sich der Film selbst ins Knie. Der klassische Stummfilm wird ja nicht ganz zu Unrecht hochgelobt, alles Neue jedoch verdammt. Ganz so wie sich das die 70-jährigen Jurymitglieder wünschen. So wird nur noch klarer, wie offensichtlich sich The Artist für einen Oscargewinn prostituiert. Kalkuliertes Trophäenkino, aus dem man so viel mehr hätte machen können.
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bonjovi84 Tue, 26 Feb 2013 22:04:15 -0000
Kommentar löschenhierbei handelt es sich um eine interessante wiederbelebung des 20er-jahre-stummfilms.
ich hätte nicht gedacht, dass ein wortloses schauspiel so feinfühlig und tiefsinnig daherkommen kann.
ich habe eigentlich nicht viel erwartet. nur wegen 5 oscars? das heißt für mich nichts. viele oscar-abstauber haben mich in den vergangenen jahren bei weitem nicht so überzeugt wie die oscar-jury. daher waren die erwartungen an den film neutral.
aber ich muss sagen, das war ein schönes stück schauspiel!
ganz tolle umsetzung, besetzung und machart und einfach eine schöne darstellung des "liebesdramas". der höhepunkt, ich sehe diesen im "peng!", hatte dann sogar eine wendung. und das ohne worte!
ps: der hund war in seiner nebenrolle auch grandios!
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seniorem Tue, 26 Feb 2013 07:07:33 -0000
Kommentar löschenGanz nett, muß ich aber nicht noch mal sehen, obwohl die Tanzeinlage und der Schluss schon ein tolles Finale sind
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r3sortiane Wed, 30 Jan 2013 12:43:04 -0000
Kommentar löschenSkepsis:
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Auch für mich so ein typischer Film, zu dem ich mich merkwürdigerweise erst ein wenig überwinden muss. Das liegt sicherlich vor allem an dem künstlerischen Hauch, der ihn umweht: Kein Ton, keine Farbe, eine vergangene Ära, die Kunst selbst als primäres Thema? Hier - im Unterschied zu den tatsächlich alten Filmen, bei denen es mir sonst so geht - handelt es sich nun aber bekannterweise um einen eigentlich topaktuellen, modernen Film, der einfach nur im Retro-Look und absichtlich historisch daherkommt. Interessant also allemal ...
Inhalt:
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Der inhaltliche Ansatz bedarf nicht vieler Worte: Ganz so wie bei dem alten Klassiker "Boulevard der Dämmerung" geht es um einen Star der Stummfilmära, der mit der Entstehung des Tonfilms aus dem Rampenlicht gedrängt wird und in eine tiefe Schaffens- und Sinnkrise stürzt. Die Beziehung zu einem aufstrebenden jungen Starlet wird zur besonderen Herausforderung, ist sie doch einerseits wirklich sehr charmant, herzlich und auch würdigend, gleichzeitig andererseits aber auch die Verkörperung der konkurrierenden und antagonistischen Jugend.
Bewertung:
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Der Film, getragen durch die beiden charmanten Hauptdarsteller und die tolle alte Musik, verbreitet von vorne bis hinten einen energetisierenden Flair. Alles wirkte auf mich stimmig wie in einem echten alten "Schinken" und die Ähnlichkeiten zu "Boulevard der Dämmerung" kamen mir tatsächlich des Öfteren in den Sinn. "The Artist" vermochte es durchaus, mich sehr kurzweilig zu unterhalten und litt zu keiner Zeit an seiner fehlenden Stimme. Ganz im Gegenteil macht es einen besonderen Reiz aus, gedanklich vorwegzunehmen, was wohl gerade im Kopf der Akteure vorgeht. Die stummfilmtypischen "Sprechtafeln" sind zumeist gut und prägnant gewählt. Einige kreative inszenatorische Überraschungen machen den Film zudem abwechslungsreich.
Allerdings - und das ist es auch, was meine Punktabzüge erklärt - kann ich bei aller Sympathie, die ich für diesen Film empfinde, nicht behaupten, dass sich "The Artist" auf exemplarische Art und Weise von seiner Konkurrenz abhebt. Sieht man einmal davon ab, dass er diesen markanten, historisch-retrospektiven Ansatz verfolgt und insofern heutzutage natürlich wenig Konkurrenz zu fürchten hat, bleibt Weniges, was ich als wirklich neuartig, originell, überdurchschnittlich geistreich oder hervorragend unterhaltend einschätzen würde. Alles in allem ein schöner, charmanter, unterhaltender Ausflug in die Vergangenheit - aber meines Erachtens nach nicht unbedingt ein Meisterwerk.
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DerSuperBob Thu, 24 Jan 2013 20:35:02 -0000
Kommentar löschenklasse wie der film es schaft ohne worte eine schöenen geschichte zu erzählen :)
Der film ist in keinen Moment langweilig und hat stelenweiße wirklich wunderschöene Bilder. ich hatte große bedenken ob ein stumfilm es schaft mich zu unterhalten aber allein Der kleien hund ist schon klasse :)
Toller Film man muss sich nunr vielcht etwas überwinden ihn zu gucken aber er ist es wirklich wert :)
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Kill_Diether Mon, 21 Jan 2013 20:14:08 -0000
Kommentar löschenGesten- und Ausdruckskino in Vollendung. Ohne Worte werden Stimmungen und Emotionen, die komplette Dramaturgie exakt auf den Punkt gebracht. Mehr noch, Alltagsgeräusche und Sprache stören die Harmonie. Dazu die klare, einfache und faszinierende Set-Gestaltung im 20er-Jahre-Stil. Schwarz, Weiß, Linen, Formen, Flächen, Licht und Schatten bedeuten alles. Ausergewöhnlich gut agieren darin die Hauptdarsteller, Jean Dujardin als stolzer Stummfilmstar und Bérénice Bejo als smart-herzliche Aufsteigerin im noch jungen, experimentierfreudigen Film-Business. Ebenfalls wie ein Stummfilmprofi erster Güte, John Goodman.
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dilan.or.5 Sat, 12 Jan 2013 00:45:13 -0000
Kommentar löschenHat Potenzial für 10 Punkte, muss ihn noch ein 2. Mal sehen. :))
Schön nostalgisch ist er auf jeden Fall!
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albaniax Mon, 07 Jan 2013 12:30:22 -0000
Kommentar löschenOhne den Erfolg von StudiVZ, würde es diesen Film nicht geben :D
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Loxeley Thu, 10 Jan 2013 16:16:41 -0000
Antwort löschenIch seh grad irgendwie keinen Zusammenhang. Wie meinst du das denn ?
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albaniax Sun, 13 Jan 2013 20:36:18 -0000
Antwort löschenDario Suter, Filmproduzent von The Artist, war vorher im StudiVZ Management - Das heißt das Geld ist in diesem Film geflossen und hat dadurch die Produktion ermöglicht :)
Kill_Diether Mon, 21 Jan 2013 20:16:14 -0000
Antwort löschencool, danke für die Info, wenn das so ist, macht es den Film noch sympathischer
janew94 Wed, 02 Jan 2013 21:00:57 -0000
Kommentar löschenMan nehme eine solide Liebeskomödie (die Qualität der Dialoge ist vollkommen irrelevant), füge einen süßen Hund, schmalzige Hauptdarsteller und flotte Tanzszenen hinzu, entferne die Farbe und den Ton, ändere das Format in 4:3 und engagieren ein Orchester für die musikalische Untermalung. Dazu nur noch den Kitschschalter auf 100% stellen und fertig ist ein Film, der bei der nächsten Oscar-Verleihung jegliche Preise abräumen wird, weil er sich ja für die heutige Profit-orientierte Zeit so verdammt viel traut, das kleine Hündchen so tolle Tricks kann, die Liebesgeschichte so herzergreifend ist und der insgesamt-gelungene Retro-Flair alle Akademie-Mitglieder einer älteren Generation (also quasi alle) in seinen Bann zieht. Wer diesen Film nicht liebt, kann nur ein böser oder abnormal-geschmackloser Mensch sein. Hier steige ich ein: Natürlich, der Film hat seine kleinen, pfiffigen Momente und lebt von seinem Scharm und dem stimmigen, netten Soundtrack, doch meiner Meinung nach ist da auch nicht mehr. Die grundlegende, langatmige, vorhersehbare Story verleiht dem Ganzen eine unwiederstehliche Langeweile. Der keinesfalls untalentierte, sympathische Hauptdarsteller Herr Dujardin, der durch ununterbrochenes Dauergrinsen seinen dünnen Oberlippenbart andauert zum Schwingen bringt, zieht die gleichen Grimassen wie in seinen Bond-Parodien und bekommt natürlich in "diesem" Film einen Oscar dafür! [...] Sorry, aber ich fand's teilweise wirkilch unerträglich langartmig. Also an alle aufgebrachten Kunst-Fuzzis, "Verfechter des Wayne-Streams", denen bei diesem Streifen Tränen gelaufen sind, weil er so toll die verloren geglaubte Stummfilmatmosphäre auffängt: Drohbriefe und Aufklärungen über die Genialität hinter "The Artist" bitte an stumpfegehirnloseunterhaltung4ever@keinecineasten.de!
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DerMarvin Wed, 02 Jan 2013 23:14:05 -0000
Antwort löschenJa man! Großartiger Kommentar! :)
Mehmet Altındağ Thu, 10 Jan 2013 05:10:25 -0000
Antwort löschenGelobt seist Du und dein Kommentar...
vanilla Wed, 02 Jan 2013 12:50:21 -0000
Kommentar löschenNormalerweise habe ich Probleme damit, einen Film in schwarz-weiß zu sehen. Das dieser auch noch zusätzlich fast komplett ein Stummfilm ist, machte es mit umso schwieriger.
ABER, ich bin sowas von überrascht, wie gut er war. Schauspieler super sympatisch und perfekt besetzt. Geschichte ist spannend, witzig und traurig zugleich.
Ich weiß nicht ob er den Oscar für den besten Film verdient hat, aber definitiv für den besten Schauspieler und die Musik.
Einmalig in unserer heutigen, schnelllebigen Zeit, das ein Film der zwanziger Jahre, den so alt könnte er sein, wenn man nicht besser wüsste, einen so sanft berührt und man einfach glücklich ist, diesen gesehen zu haben.
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filmfreak23 Mon, 31 Dec 2012 16:26:26 -0000
Kommentar löschenWenn mir jemand vor ein paar Jahren gesagt hätte, dass ich heute über einen S/W-Stummfilm diese Zeilen schreiben würde, den hätte ich wahrscheinlich mit den Worten "OMG, lass mich in Ruhe, ich will jetzt Transformers weiter schauen!" eiskalt abgewiesen.
Aber man wird ja mit der Zeit reifer und wenn man sich wirklich mit voller Leidenschaft für die Filmkunst interessiert, dann kommt man schwer drum rum, sich auch mal mit den Anfängen zu beschäftigen.
Und das tut man für erste am besten indem man sich Hommagen an eben jene Zeit wie "Hugo Cabret" anschaut.
Hinterher bekommt man freilich Lust "Die Reise zum Mond" in voller Länge zu bewundern, man findet Geschmack daran und da "The Artist", offenbar ebenfalls eine Hommage an eine vergangene Kino-Zeit, sämtliche internationalen Auszeichnungen abräumte, war zwar Skepsis angebracht, doch letztendlich siegte das große Interesse.
Das besondere an Stummfilmen ist ja, dass sie, wer hätte es gedacht, stumm sind, also einzig durch Musik, Theatralik und Mimik der Schauspieler, visuelle Effekte und eingeblendete Texte eine Geschichte erzählen.
Klar, in der heutigen Zeit muss man sich erst mal auf so was einlassen können, schafft man dies jedoch, dann bekommt man eine erfrischende Abwechslung geboten.
Ich denke, "The Artist" funktioniert vor allem deshalb so gut, weil er sich selbst nicht immer ernst nimmt.
Es gibt viele Momente, die zum schmunzeln einladen.
Die (Alb)traumszene zum Beispiel, in der alles um George herum, also Möbel, Wind, Tiere usw. eine Geräuschkulisse, wie wir sie längst in Filmen gewohnt sind, erzeugt.
Und genau deshalb wirkte das Ganze auf mich, trotz dieser überaus klassischen Story, sehr sympathisch.
Man verneigte sich zwar vor der Stummfilm-Ära, aber gleichzeitig hieß man auch neue Generationen willkommen.
Das Schauspielensemble, vor allem Jean Dujardin, war mit Feuereifer dabei und als Zuschauer merkt man richtig wie viel Spaß alle bei diesem Projekt hatten.
Fazit:
Lasst euch einfach für knapp zwei Stunden in eine andere Zeit entführen und verzaubern.
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Hfonda15 Sun, 17 Mar 2013 10:54:42 -0000
Antwort löschenSehr schöner Kommentar, den ich im großen und ganzen unterschreiben kann auch wenn es bei mir nicht ganz für 8 Punkte gereicht hat.
Und schön, dass du dich vom Filmgeschmack weiterentwickelt hast ;D
filmfreak23 Sun, 17 Mar 2013 17:44:50 -0000
Antwort löschenWie ich eben gesehen habe, hast du dir auch gleich Hugo Cabret vorgemerkt.
Wird dir bestimmt auch gefallen.
Allein die Kameraarbeit und der Score sind ein einziger Genuss, sodass man sofort, wie wenn man träumt, in eine andere Welt versinkt :)
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Hfonda15 Sun, 17 Mar 2013 18:32:03 -0000
Antwort löschenAuf den Film bin ich jetzt auch sehr gespannt, eine Freundin hat mir damals als er noch im Kino lief leider davon abgeraten, da sie den Streifen zu kitschig fand aber grade da Scorsesee hier eine totalen Kehrtwende zu seinem üblichen Genre vollzogen hat ist Hugo Cabret für mich interessant. Weiß noch nicht wann ich die Dvd kriege aber sobald ich den sehen, stelle ich meine Bewertung hier auch rein :)
filmfreak23 Tue, 19 Mar 2013 18:03:27 -0000
Antwort löschenNun, kitschig ist er schon, aber nur wenn man mit der falschen Einstellung an die Sache ran geht.
Es ist ein Film für Nostalgiker und Junggebliebene, der, wie schon erwähnt, in eine wundersame und verträumte Welt entführt und unterscheidet sich enorm von Scorseses bisherigem Schaffen.