Die Faust im Nacken

On the Waterfront (1954), US Laufzeit 108 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 05.11.1954


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8.1
Kritiker
22 Bewertungen
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6.3
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1455 Bewertungen
29 Kommentare
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von Elia Kazan, mit Marlon Brando und Karl Malden

Im Hafen von New York werden die Arbeiter brutal von der korrupten Gewerkschaft unterdrückt. Als Charley (Rod Steiger) ermordet wird, brechen für seinen jüngeren Bruder Terry (Marlon Brando) harte Zeiten an. Nachdem Terry vor Gericht als Zeuge ausgesagt hat, läßt der Gewerkschaftsboss (Lee J. Cobb) ihn brutal zusammenschlagen. Hier im Hafen zählt nur das Recht des Stärkeren. Mit Hilfe von Edie (Eva Marie Saint) und Pater Berry (Karl Malden) gewinnt Terry das Vertrauen der Hafenarbeiter. Zusammen beginnen sie den Kampf um menschenwürdige Arbeitsbedingungen und gegen das Terrorregime der Gewerkschaft.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Die Faust im Nacken
Genre
Mafiafilm, Sozialdrama, Drama
Ort
New York City
Handlung
Bruder-Bruder-Beziehung, Gangster, Gangsterboss, Hafen, Korruption, Kultfilm, Priester, Verrat
Tag
AFI Top 100, Kultfilm, Time's All TIME Top 100 Movies
Verleiher
Columbia Pictures
Produktionsfirma
Columbia Pictures Corporation, Horizon Pictures

Kommentare (29) — Film: Die Faust im Nacken


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Spielberg_Fan

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

„On the Waterfornt“ ist wohl ohne Zweifel ein Meisterwerk der Filmgeschichte. Nicht nur die acht Oscars bestätigen das, sondern auch die Geschichte, die der Film erzählt. Kazan’s Film ist eine Milieustudie über das Leben in den Dockvierteln, in denen sich die dort lebenden Menschen schon lange mit ihrer Situation abgefunden haben. Es herrschen menschenunwürdige Arbeitsverhältnisse und die Gewerkschaften sind skrupellose Gangster, die auch nicht vor Mord zurückschrecken. Damals wie heute ist die Story als aktuell zu bezeichnen. Im Klartext reden wir hier von einem wirklichen zeitlosen Werk der Filmgeschichte. „On the Waterfront“ ist aber nicht nur ein Film über die ärmlichen Verhältnisse, er ist auch ein Film über Verrat und Loyalität. Durchleuchtet man dabei mal den Hintergrund der Entstehungsgeschichte des Streifens mit einem ganz gezielten Augenmerk auf den Regisseur Elia Kazan, so bekommt dieser Film gleich eine interessante Nebenwirkung. Kazan sagte damals vor dem Ausschuss unamerikanischer Aktivitäten aus und machte sich damit nicht viele Freunde in Hollywood. Die Thematik von „On the Waterfront“ passt da wie die Faust aufs Auge.

Sieht man aber mal von Kazan’s dummer Nummer ab, so muss man den Regisseur durchaus ein Lob aussprechen. Er weiß wie er eine Geschichte zu erzählen hat, wie er sie zu inszenieren hat und auch wie er seine Schauspieler zu dirigieren hat. Hauptdarsteller Marlon Brando liefert hier ganz bestimmt eine seiner größten Darbietungen ab und ist in seiner Rolle einfach nur fantastisch. Man denke da nur an die legendäre Szene auf dem Wagenrücksitz.

Auch nach so vielen Jahren hat „On the Waterfront“ nicht an Feuer verloren und ist mit seinen vielschichtigen Kernaussagen immer noch aktuell.

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jeffcostello

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Bewertung10.0Herausragend

Der Begriff wird inflationär benutzt und ist mittlerweile wirklich reichlich abgenutzt, doch im Falle von "On the Waterfront" darf man doch tatsächlich von einem Klassiker reden, seine Thematik ist völlig Zeitlos, der aussichtlos scheinende Kampf des kleinen Mannes gegen die großen Männer, die faulen Tricks, die Lügen, das Dichthalten und die Angst, ein Film der immer von Bedeutung sein wird.
Es ist ein Film über Menschen die im Elend leben und sich einfach damit abgefunden haben, sie wissen, dass sie gescheitert sind und versuchen gar nicht mehr es zu ändern, sie versuchen lediglich es so erträglich wie möglich zu gestalten und darum halten sie ihr Elend durch ihr Schweigen selbst aufrecht, Schweigen, das durch Angst erzwungen wird, wer nicht dicht hält, der muss sterben.
Kazan inszeniert das Hafenviertel in grandiosen Bildern, expressionistisch-düster aber auch roh und realistisch, als politisch zerrütteten Mikrokosmos voller Hass und Gewalt in der einige Wenige beginnen die Amoralität des Systems zu erkennen und sich zu wiedersetzten, ein Priester, eine Frau und ein etwas einfältig wirkender Hafenarbeiter.
Das Schauspiel ist schlicht grandios, nicht nur Brando, der die Verzweiflung und Zerrissenheit, die Einfältigkeit aber auch die Emotionalität seines Charaktes unfassbar präzise und echt spielt, auch Karl Marlden als idealistischer Prieser und Eva Marie Saint sind denkwürdig.
On the Waterfront genießt seinen Status als Meisterwerk völlig zurecht, selten war Schauspiel so großartig, Inszenierung so volkommen und Scheitern und Verzweiflung so drastisch.

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jeffcostello

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Danke! :)


marco.stellwag

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wirklich toller Film ;)
Hab ihn wie ich zugeben muss heute zum ersten mal gesehen und war wirklich beeindruckt , man hätte zwar in einigen Punkten noch ein bischen was rausholen können aber im Großen und Ganzen ist er doch ein sehr runder und fesselnder Film.

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Affenpranke

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Bewertung10.0Herausragend

Wer diesen Film gesehen hat, weiss was wahre Schauspielerei ist.
Ich konnte danach kein Fernsehen mehr schauen. Es war so, als hätte ich beim größten Sushimeister zu Tisch gesessen. Es war eine Offenbarung. Mehr geht nicht. Vergesst Michael Fassbender, Marlon Brando würde sich maximal seinen Hintern mit ihm abwischen.

Marlon Brando, der Bruce Lee der Schauspielkunst.

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brucelee76

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Klasse Kommentar zu dem Schauspielegott aller Zeiten. Nicht umsonst ist er der Godfather!!! Und welche eine Schande über mich, diesen Klassiker muss ich noch nachholen!!!


Affenpranke

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Danke Bruce. Die Schauspiekerei wird dich von den Socken hauen. Falls du das noch nicht gemacht hast, besorg dir Brandos Autobiographie, absoluter Lesegenuss. Nennt sich: Songs my mother told me.


Andy Dufresne

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Bewertung9.5Herausragend

On the Waterfront !!!
Aber so was von...

Kurz und knapp:
Hier lässt sich (unter anderem) bestaunen warum Marlon Brando der beste Schauspieler aller Zeiten ist...

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Andy Dufresne

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Fast. Aber nur fast...;)


Andy Dufresne

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In der Kürze liegt (manchmal) die Würze :)


FranklinFlyer

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Auf der Berlinale ging die Weltpremiere der 4K Restaurierung leider ein wenig unter...
Schade, denn es war der Wahnsinn dieses Ding auf einer Riesen Leinwand (CineStar Event) in bestechender Qualität zu sehen und zu hören.
Was für ein Film.
Mir geht nur manchmal Karl Maldens Pfarrer auf den Nerv. Der ist mit etwas oberflächlich angelegt, sowohl im Buch als auch in Maldens Spiel.
PS: Das war bestimmt das siebte oder achte mal dass ich ihn gesehen habe, sogar das zweite mal im Kino. Aber immer wieder entdecke ich neues.

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Mr. Pink

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Packendes Sozialdrama in authentischem Milieu und bedrückenden, aber ästhetisch gelungenen Schwarz-Weiß-Bildern, das, denke ich zumindest, sicher auch spätere Filmemacher, wie etwa Sylvester Stallone beeinflusst hat. Zudem erstklassig besetzt, vor allem der junge Marlon Brando ist eine Offenbarung. Er spielt hier wirklich absolut meisterhaft. Eine Schande ist es dabei beinahe, dass der Film zwar mit 8 Oscars ausgezeichnet wurde, aber ausgerechnet Leonard Bernstein, der hierfür seine einzige und, das kann man nicht anders sagen, exzellente Filmmusik verfasst hat, leer ausgegangen ist. An der Wirkung dieses eindrucksvollen Stücks Film ändert das aber selbstredend herzlich wenig.

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ElMagico

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Es gibt halt Massenhaft Gesichter, die man hier immer wieder unter dem Aspekt Hassfilm sieht...vielleicht sollte MP nen Psychologen einstellen, der sofort diejenigen anschreibt, die innerhalb eines Tages mehr als 5 Hassfilme auswählen ;)


KonTaicho

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:D Die Idee von Magico ist cool^^ Wer weiß, wieviele Selbstmorde oder Amokläufe dadurch verhindert werden könnten ^^


Mac_C_Tiro

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Dieser Film begeisterte mich schon als Jugendlichen dank der brillianten Darstellung des Cast! Vorallem Brando.. nie zuvor und seit dem hat ein Schauspieler derart glaubhaft die Wandlung vom Verlierer zum "American Hero" dargestellt! Einige Jahre später sah ich mir den Film wieder an und nun beeindruckte mich vorallem der Mut Kazans, einen zu dieser Zeit enorm gesellschaftskritischen Film zu drehen und die Thematik "Gewerkschaftlicher Verlogenheit und Scheinheiligkeit" so mutig und kontrovers aufzuzeigen. Für mich einer der besten je gedrehten Politdramen!

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Andy Dufresne

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Da stiime ich wiederum dir zu :)


Mac_C_Tiro

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Dann sind wir uns ja einig ;)


cpt. chaos

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Bewertung7.0Sehenswert

Elia Kazan scharrte für "Die Faust im Nacken" eine äußerst vorzeigbare Schauspieltruppe um sich.
Raue Sitten herrschen im Hafen von New York, zu einer Zeit, als gewerkschaftliche Bestrebungen noch mit allen nur erdenklichen Mitteln bekämpft wurden.
Marlon Brando setzt sich gegen die Korruption und die kriminellen Machenschaften zur Wehr, für eine gerechte Sache kämpfend; wider dem Ehrenkodex, der es den Hafenarbeitern verbietet, mit der Polizei zusammenzuarbeiten. Ein ungeschriebenes Gesetz an den Docks, gegen das er jedoch verstößt, bereit den ungleichen Kampf aufzunehmen.

Unterstützung erhält er durch seine Freundin (Eva Marie Saint), die ihn überhaupt erst wachrüttelt, nachdem ihr eigener Bruder umgebracht wurde, und er soll nicht der Einzige bleiben, dessen Leben ein frühzeitiges Ende findet.
Zudem ist da noch Karl Malden in der Rolle des toughen Paters, der unermüdlich die eingeschüchterten Hafenarbeiter versucht zu einer sich erhebenden Masse zusammenzuschweißen.

Auf der Seite der Bösen agieren Rod Steiger als Brandos Filmbruder, der als Rechtsanwalt die kriminellen Taten ins Reine bringt und Lee J. Cobb als fieser Gewerkschaftsboss in Mafia-Manier.

Ein wahrer Klassiker, der zur Mitte des Films gehörig Fahrt aufnimmt.
Absolut empfehlenswert!

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Begbie

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Bewertung7.5Sehenswert

Geile Inhaltsangabe hier auf Moviepilot. Da braucht man den Film nicht mehr anzuschauen :D

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the traveler

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Das ist schonmal gut ;)
Ok dann wurde das glaub ich schon geändert, liest sich jedenfalls wie ein DVD-Rückseitentext :)


phoenix409

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Nope, ich schätze mal das ist immer noch der selbe Text...


TomThurau

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Bewertung7.0Sehenswert

Wie so viele Klassiker ist auch "On the Waterfront" recht schwierig zu bewerten -- wirklich große Filmmomente wie etwa die "Contenter"-Szene zwischen den Brüdern Brando und Steiger, die (fast) gar nichts von ihrer Eindringlichkeit verloren haben, sind eingerahmt in eine über weite Strecken ziemlich theaterhaft-altbackene Inszenierung von Elia Kazan, bei der man sich das Gähnen nur schwer unterdrücken kann. Aus dem wirklich guten Making Of (auf der deutschen DVD) erfährt man, dass die unvergesslichen Momente, die fast alle mit dem ungemein intensiven Marlon Brando zu tun haben, weitgehend aus Improvisationen entstanden sind -- da kann man Herrn Kazan dann nur Dank dafür aussprechen, dass er nicht dazwischen gegangen und seine Darsteller auf das biedere Drehbuch verpflichtet hat. Manchmal schreibt man eben auch Geschichte, wenn man nichts tut.

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ElMagico

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Bewertung9.0Herausragend

"On the waterfront" ist ein Orgasmus fürs Auge. Obwohl er Schwarz/Weiss ist, obwohl er ungemein trist ist.
Aber diese Tristesse ist so unwahrscheinlich echt dargestellt, man fühlt sich schmutzig beim ansehen des Films. Doch haben die Bilder auch einen sehr hohen ästhetischen Wert, gerade durch die S/W-Optik. Es wirkt hier alles so durchkomponiert, so stimmig, das visuelle vermittelt einen Blick auf eine graue Realität und vermag es doch ihren weichen Kern einfzufangen.
Und was Marlon Brando hier dem Auge bietet, das hat eigentlich mehr als nur 1 Oscar verdient. Ich mochte die Figur Anfangs nicht einmal so sehr, sie wirkte mir fast etwas zu dümmlich, aber schnell zeigt sich das Herz und die Rolle wächst und mit ihr wächst Marlon Brando und sehr schnell sind sie eins, nicht mehr auseinander zu halten. Ein wenig erinnerte er mich immer an Sylvester Stallone in "Rocky", nur viel, viel besser. Es gibt hier ein paar Szenen, die ich zum besten Zählen würde, dass ich schauspielerisch bisher sehen durfte und die Szene mit seinem Bruder im Auto, ist gänzlich einfach nur als Outstandig zu bezeichnen.
Aber was kann "On the waterfront" dem Geist bieten? Eine Menge, auch wenn ich diesen Teil des Films nicht ganz kritiklos sehen kann. Inszenatorisch ist er meisterhaft umgesetzt, er hat ein vorzügliches Tempo, ist vollkommen stringent, erzählt seine Geschichte straight, aber nie banal und gibt den Akteuren viel Raum sich zu entfalten, denn auch der Rest des Casts macht seine Sache extrem gut. Als sehr angenehm empfand ich, dass es Kazan immer wieder schaffte, den Film mit logischen und konsequenten Wendungen aus bevorstehenden inhaltlichen Einbahnstrassen zu manövrieren, die sonst hätten nur mit unglaubhaften Twists hätten aufgelöst werden können. Womit wir auch schon wieder bei der Brüder-Szene wären :) Insgesamt ist hier alles sehr glaubhaft, auch die Entwicklung von Terry und allen anderen Charakteren ist sehr nachvollziehbar und auf eine positve Art unspektakulär.
Nein, eigentlich kann ich auch bei der Story und deren Umsetzung keine grossen Mankos finden. Was dann aber Streitwürdig ist, ist das Ende. Wobei es nicht das Ende an sich ist, sondern dessen Umsetzung. Hier wurde doch etwas zu dick aufgetragen, das Ganze ist doch ein wenig zu sakral und Pathosgeschwängert. Inhaltlich will ich gar nicht dran rütteln, ich wollte gar nicht, dass der Film anders ausgeht. Aber es bricht doch ein wenig die vorher so hervorragen gezeigte Realität. Das hier gezeigte hat aber fast schon etwas von Bibelfilmen.
Da, wie gesagt, das Ende an und für sich aber ok so ist, ist dies nur ein kleiner Makel und lege "On the waterfront" jeden ans Herz.
Ein kleines Seitenstechen macht der Film aber trotzdem der Grund dafür, war für mich auch ein wichtiger Punkt, der mir bei der Umsetzung des Endes übel aufstiess. Den Regisseur hatte damals immer wieder Kollegen auf McCarthy´s Blacklist setzen lassen, bzw. gegen Kollegen ausgesagt. Verbunden damit und der Rechtfertigung seines Handelns, die der Film wohl auch irgendwo symbolisieren sollte, stellte sich schon ein recht unwohliges Gefühl ein.
In die Bewertung liess ich das zwar nich einfliessen, aber für die Akten: Regisseur Kazan war ein Arschloch!

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ElMagico

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und du fühlst dich bitte gedrückt! :)


Andy Dufresne

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Tu ich...:)


Marti DiBergi

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr gut gespieltes und inszeniertes Drama, das jedoch an seiner Rührseligkeit leidet und zu viele Klischees bedient, um heute noch sein volle Wirkung zu erzielen.

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THE_JUDGE

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ja, der Film hat seinen Klassiker-Status nicht zu Unrecht inne. Haupt- und Nebenrollen sind durchweg gut gespielt und sogar die deutsche Synchronisation passt hervorragend. Teilweise schön rauhe, versoffene und vom Leben und der Arbeit auf den Docks gezeichnete Stimmen und Charaktere. Eine authentische Atmosphäre ist in jedem Fall vorhanden. Das einzige was mich richtig gestört hat, von Anfang an, ist die Tatsache, dass der jenige, der sich aufrafft um den Arbeitern den Rücken zu stärken und sich für sie einzusetzten mal wieder die gute alte Kirche ist. Hier natürlich in Form des "harten" Priesters. Naja gut, der Film ist von 1954 und vielleicht sollte man das nich überbewerten, aber es bleibt dennoch irgednwie negativ hängen.
Abgesehen vom Samariter, dennoch super Film.

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Discostu

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Bewertung6.5Ganz gut

Eine makellose Regie, gute schauspielerische Leistungen (vor allem in den Nebenrollen) und die zu unterschreibende Aussage, sich gegen Ungerechtigkeiten aufzulehnen statt zu schweigen sind unbestreitbare Pluspunkte dieses Films, doch insgesamt ist "Die Faust im Nacken" leider wieder einer dieser umjubelten Klassiker (Vorhersage von 8.7), die mich entgegen aller Erwartungen nicht so richtig erreichen konnten. Der Film vermag es meiner Meinung nach nicht wirklich, Spannung aufzubauen. Von Anfang an ist klar, dass die von Marlon Brando gespielte Hauptfigur die Seite wechseln und die Gewerkschaft bekämpfen und damit erfolgreich sein wird. Dass das Ende schon zu erahnen ist erst einmal nichts schlimmes, doch auch den Weg bis zu diesem Finale fand ich leider nicht besonders unterhaltsam. Die wie so oft in dieser Zeit viel zu aufdringliche Filmmusik, die pathetische Rede des Pastors in der Mitte des Filmes ("It's a crucifiction!"); der an Einfallslosigkeit kaum zu überbietende Drehbuch-Kniff des Schiffshorns, das den wichtigsten Teil von Terrys Beichte an Edie übertönt und die nicht nachvollziehbar gemachte 180°-Wende der Arbeiter am Ende des Filmes haben es mir leider nicht leichter gemacht, Zugang zu diesem Werk zu finden.

Ich frage mich, warum ich gerade bei Klassikern der 50er und 60er oft (nicht immer!) eine ganz andere Meinung vertrete als die Mehrheit der Filmfans. Bin ich durch meine modernen Sehgewohnheiten verdorben? Sind die Filme überschätzt? Beide Extreme sind wahrscheinlich nicht ganz richtig und nicht ganz falsch. Ich habe auf jeden Fall noch genug umjubelte Klassiker auf meiner Vorgemerkt-Liste um dieser Frage weiter nachzugehen.

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samploo

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Guter Kommentar, stimme in weiten Teilen mit dir ueberein, nur dass es bei mir wohl noch auf eine 7/10 hinauslaeuft.

Ich kann uebrigens vollkommen verstehen, was du in deinem letzten Absatz ansprichst. Das Gefuehl hab ich auch bei einigen Filmen (Bsp: "Die Außenseiterbande") schon gehabt... nichtsdestotrotz werde auch ich mir noch einige vermeintliche Filmperlen ansehen in der Hoffnung mich fuer diese begeistern zu koennen.


TheDrPepperPower

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Wow, ich habe den Film heute Abend geschaut und wirklich GENAU das gleiche empfunden wie du. Bei weitem kein mieser Film, aber irgendwie sind doch an vielen Stellen kleine bis mittelmäßige Ungereimtheiten zu entdecken und das Fehlen von Spannung über weite Teile des Films hat mich auch gestört. Die 50ger und 60ger sind auch nicht so richtig meine filmische Zeit. Bei mir geht's erst mit den 70gern so richtig los. Ab dann finde ich weit mehr meiner Lieblingsfilme, vorher nur einige ausgewählte Meisterwerke.


Hypnohouse

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Faust im Nacken ist schlicht und einfach wie so oft erwähnt wurde, ein zeitloser Klassiker. Diesen Film, der vor allem durch die sehr leistungsstarke Präsenz der Schauspieler, vor allem durch die des damaligen jungen 'Stars' Marlon Brando, überzeugt, ist ein Muss für jede Person. Ein Genuss aller erster Sahne.

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Filmkenner77

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zweifellos einer der großen Klassiker der Filmgeschichte. Dies verdankt der Film nicht zuletzt der grandiosen Leistung von Brando.

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Lea<33

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"On the Waterfront" mit einer wirklich treffenden deutschen Übersetzung "Die Faust im Nacken" hat zurecht Klassikerstatus. Elia Kazan und Budd Schulberg versuchen ihre Aussagen in der McCarthy-Affäre mit dem Film zwar zu rechtfertigen, der Genialität des Werkes tut das aber keinen Abbruch.
Es geht um Korruption, um Hoffnung, Mut, Liebe, Rückschläge, Neid, Freundschaft, alles Dinge, die sich an einem Hafen abspielen und den jungen, einst fast erfolgreichen Boxer, Terry Malloy zu einer Aussage gegen die korrupte Hafenleitung zwingen. Die Themen des Films sind auch heute noch aktuell, "On the Waterfront" ist ein bewegendes Stück Filmgeschichte, nicht nur wegen so genialer, allgemein bekannter Zitate wie "I could have class (...)"
Vor allem lebt der FIlm von Marlon Brando, der zum Niederknien göttlich spielt. Wieviele Szenen sind bemerkenswert? Die Handschuhszene (der Mann war ein GENIE!), wenn er die Tauben füttert, seine ewig verletzte und misstrauische Miene, kurz, "On the Waterfront" lebt von seinem Hauptdarsteller, der seine Sache gut macht.
Nicht umsonst wird der Film als einer der wichtigsten von Brando gehandelt, ein Film, der berührt und ein Meisterwerk ist.

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aloe88

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Einer der beste Filmküsse ever!

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Haze

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Bewertung9.5Herausragend

Meisterhaft gespielte Milieustudie über Gier, Macht und den daraus resultierenden Kampf um Gerechtigkeit. Ein Klassiker, den man gesehen haben sollte, mit einem Marlon Brando, der schon in jungen Jahren mit einer überwältigenden Präsenz und zügellosem Charisma über die Leinwand fegte. Ein Könner seiner Zeit.

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