Die Strände von Agnès

Les plages d'Agnès (2008), FR
Laufzeit 110 Minuten, Dokumentarfilm, Drama, Kinostart 10.09.2009

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7.7 Kritiker
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“Könnte man in die Menschen hineinblicken, fände man Landschaften. Würde man in mich hineinsehen, wären es Strände.” Agnès Varda Die bedeutendste französische Dokumentarfilmerin Agnès Varda hat im Alter von 80 Jahren mit “Les plages d’Agnès – Die Strände von Agnès” ihre eigene Biographie träumerisch verspielt dokumentiert. Der mit dem César für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnete Film ist, kein Denkmal geworden, sonder ein großes Geschenk an das Publikum. Agnès Varda hat viel eingepackt: Die Geschichte einer jungen Photographin im Paris der 60er Jahre, die Geschichte und Protagonisten der Novelle Vague, und eine Vielzahl faszinierende Schauspieler und Zeitgenossen. Agnès Varda, die große französische Filmkünstlerin, hat sich wieder einmal ihrer Lieblingsbeschäftigung hingegeben: dem Suchen, Sammeln und Stöbern. Gefunden hat sie diesmal das eigene Leben. Oder, besser gesagt: unzählige Bruchstücke daraus. Fotos, Filme, Begegnungen, Landschaften. Das Ergebnis: ein überbordendes Kaleidoskop aus Bildern und heiter-melancholischen Erinnerungen an Menschen und Orte, die sie prägten. Das Elternhaus in Brüssel, unbeschwerte Tage im kleinen Küstenort Sète, Ausbildung zur Fotografin in Paris, die 60er Jahre, die viel zu kurze gemeinsame Zeit mit Jacques Demy. Amerika, China, Kuba, die geliebte Insel Noirmoutier, Freunde, Weggefährten. Die Geburt der Tochter und der Nouvelle Vague. Und immer wieder Häfen, Fischer und Strände. Mittendrin die Regisseurin, verspielt, ein bisschen verrückt und voller Ideen, die all diese kleinen Schnipsel zu einem verblüffenden und beglückenden Film montiert.


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Kritiken (2) — Film: Die Strände von Agnès

Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de

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8.0Ausgezeichnet

Wer sich für den französischen Film im Allgemeinen und für Agnès Varda im Besonderen interessiert, für den ist dieser Film eine wahre Fundgrube an Bildern, Eindrücken und Gedankensplittern. Niemals bequem, aber stets voller Überraschungen. Kurzum: Ein Fest des Kinos. Und damit dem 80. Geburtstag dieser großen Regisseurin angemessen. Manchmal macht man sich eben die schönsten Geschenke selbst.

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7.5Sehenswert

Wenn eine "kleine alte Dame" ihr Leben rekapituliert, kann das schon mal schrullig ausfallen. "Die Strände von Agnès" ist über weite Strecken sehr komisch, aber das mit der kleinen alten Dame ist eher eine Pose. In Wirklichkeit macht Agnès Varda ihre collageartigen Filme noch immer wie das freche junge Mädchen, das seinerzeit die Nouvelle Vague inspirierte.. Agnès Varda erfreut sich zum Glück noch immer bester Gesundheit und lädt nun zu ihren höchst originellen Memoiren ins Kino. Solange man sich erinnert, so ihr Fazit, ist man am Leben.

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