Faustrecht der Prärie

My Darling Clementine (1946), US
Laufzeit 92 Minuten, FSK 12, Western, Kinostart 01.11.1949

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Faustrecht der Prärie - Bild 6311427
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von John Ford, mit Henry Fonda und Linda Darnell

In der Stadt Tombstone herrscht der kriminelle Clan der Clantons. Nachdem Wyatt Earps jüngster Bruder James getötet und auch die Vieherde der Brüder gestohlen wird, beschließt Waytt, mit zwei seiner Brüder in der Stadt zu bleiben und als Sheriff den Tod seines Bruders zu rächen. Als er bei der Geliebten des Arztes und Spielers Doc Holliday ein Schmuckstück seines Bruders findet, erhärtet sich sein erster Verdacht. Der Clanton-Clan gerät in sein Visier.

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Kommentare (2) — Film: Faustrecht der Prärie

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Joe Gillis

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Tombstone – Stadt an der Scheidelinie zwischen Wildnis und Zivilisation, zwischen Naturzustand und Ordnung, zwischen zwei (rein männlichen) Familien: den Clantons und den Earps. »When ya pull a gun, kill a man«, mahnt Old Man Clanton (Walter Brennan als Exponent der Gesetzlosigkeit) seine mißratenen Söhne. Wyatt Earp (Henry Fonda) tritt mit seinen Brüdern an, die Herrschaft der Anarchie zu beenden, vorgeblich als Sachwalter in eigener Angelegenheit (der Jüngste des Clans wurde von der Gegenseite erschossen, das Vieh wurde geraubt), im Grunde als Vertreter eines höheren Prinzips (= des Rechts) zum Wohle der Gemeinschaft … John Ford (der historische Figuren benutzt, ohne sich um historische Korrektheit zu kümmern) zeichnet Tombstone (»Wide-awake, wide-open town. You can get anything you want there.«) als Mikrokosmos einer Gesellschaft zwischen Lust an ungezügelter Freiheit und Verlangen nach Übersichtlichkeit, als kleine, paradoxe Welt, halb Friedhof, halb Idyll. Von Joseph MacDonald mal in die hoffnungslose Düsternis der Nacht getaucht, dann wieder ins kristallklare Licht des Sonntagmorgens gesetzt, wechselt »My Darling Clementine« auch die erzählerischen Tonlagen umstandslos von derber Komik zu sentimentaler Schwermut, von lyrischer Heiterkeit zu unvermittelter Gewalttätigkeit. Die schillerndste Figur dieses hintergründigen Westerns vereint alle Gegensätze in einer Person: Doc Holliday (Victor Mature), tuberkulöser Revolverheld, saufgieriger Akademiker, empfindsamer Spieler, ein Mann, der frei sein will und Anschluß sucht, einer, der Shakespeare zitieren kann, der sich hinüberträumt in Hamlets »undiscovered country, from whose bourn / No traveller returns«. Für ihn gibt es letztlich keine Zukunft: Niemand kann auf beiden Seiten der Grenze stehen.

http://kinotagebuch.blogspot.com/

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Geistertexter

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ja, ja, "nur" ein Western, aber einer der schönsten und gelungensten, die es gibt! John Ford pfeift auf die wahre Geschichte vom O.K. Corral und erzählt vor dem Hintergrund der Legende eine seiner typischen, etwas altmodischen Geschichten über Familienwerte und Männerfreundschaft. Wundervoll fotografiert, tolle Schauspieler, einer meiner Lieblinge!

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