Freunde fürs Leben

Amici per la pelle (1955), ES/FR/IT Laufzeit 90 Minuten, FSK 6, Drama, Komödie

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von Franco Rossi, mit Geronimo Meynier und Geronimo Meynier

Rom im Jahre 1955: Der vierzehnjährige Mario ist ein selbstsicherer und beliebter Junge. Eines Tages bekommt er jedoch mit dem schüchternen aber intelligenten Diplomatensohn Franco einen neuen Sitznachbarn, den er auch wegen dessen guter Schulleistungen so gar nicht recht leiden mag. Eines Tages kommt es zum Streit, doch ausgerechnet diese Auseinandersetzung führt dazu, dass die beiden unterschiedlichen Jungen dicke Freunde werden. Die anfänglich sporadischen gemeinsamen Unternehmungen häufen sich, und so erleben die beiden gemeinsam viele Abenteuer, die sie fest zusammenschweißen. Als Francos Vater eines Tages aus beruflichen Gründen fortziehen muss, bietet sich Marios Familie sogar an, den schüchternen Franco bei sich aufzunehmen. Ein großer Wettlauf, an dem die beiden Freunde teilnehmen, wird schließlich zum Prüfstein für ihre Freundschaft. “Freunde fürs Leben” erzählt die bezaubernde Geschichte einer Jungenfreundschaft und nimmt innerhalb des Genres Jugendfilm einen ganz besonderen Platz ein: 1955 wurde der Film nicht nur in Venedig vom Office Catholique International du Cinéma prämiert, sondern erhielt auch in Deutschland das Prädikat “besonders wertvoll”. “Freunde fürs Leben” erinnert ein wenig an Vittorio de Sicas “Sciuscià” (“Schuhputzer”, 1946), einen Meilenstein des italienischen Neorealismus, und steht – wie auch damalige Kritiken feststellten – diesem Film in nichts nach. Psychologische Durchdachtheit des Drehbuchs gepaart mit der sensiblen Regie Franco Rossis, unter der die Jungdarsteller Geronimo Meynier und Andrea Sciré wie langgediente Profis erscheinen, schaffen ein Meisterwerk, eine äußerst gelungene Mischung aus Komödie und feinsinniger Abbildung jugendlichen Denkens und Fühlens. Hervorzuheben ist außerdem die Filmmusik von Oscarpreisträger Nino Rota, der später den Soundtrack zu Federico Fellinis “La dolce vita” (“Das süße Leben”) und zu Francis Ford Coppolas “Der Pate” schrieb.


Cast & Crew

Regie
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Ripley1

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Bewertung9.0Herausragend

Unspektakulär und doch bewegend, zeigt der Film eine Freundschaft zwischen zwei unterschiedlichen Jungen, wie sie alltäglicher nicht sein könnte. Noch in der Tradition des italienischen Neorealismus bleibt die gezeigte Welt wirklichkeitsnah: Es gibt Situationen in der Schule und in den Elternhäusern, die nicht konstruiert werden im Sinne von Komik oder Spannung und die auch nicht mit besonderen Problemen belastet sind.
So konzentriert sich der Film ganz auf die jungen Darsteller und nähert sich ihrer Perspektive auf das Leben und ihre Freundschaft. In dieser Freundschaft werden die ganz elementaren Themen behandelt wie Vertrauen, Rivalität, Unsicherheit, Verrat, Sehnsucht, Trennung, und das in einer Allgemeingültigkeit, dass man trotz des Alters des Films die eigene Kindheit wiederfinden kann. So authentisch, wenn auch formal anders, habe ich das nur bei "Stand by me" erlebt.

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Elman Smithee

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Allein der Musik wegen sehenswert.

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