Halt auf freier Strecke
Halt auf freier Strecke (2011), DE Laufzeit 110 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 17.11.2011
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58 Kommentare
Keine
von Andreas Dresen, mit Steffi Kühnert und Milan Peschel
Halt auf freier Strecke – Krebs ist, wenn man trotzdem lacht.
Die tödliche Diagnose trifft ihn mitten im Leben: Frank (Milan Peschel) ist gerade einmal 40 Jahre alt und hat einen inoperablen Gehirntumor. Der Krebs zwingt seine Familie, Frau Simone (Steffi Kühnert) und die beiden Kinder, Halt auf freier Strecke zu machen. Jeder muss seinen eigenen Weg finden mit dem Sterben umzugehen. Frank zieht sich zurück und hält Zwiesprache mit seinem Tumor. Simone will ihren Mann bis zum Tode pflegen, auch wenn es sie ihre letzte Kraft kostet. Dabei wird sie liebevoll von ihrem kleinen Sohn unterstützt. Die Tochter kann nicht mitansehen, wie die Krankheit den Körper und die Persönlichkeit des Vaters Stück für Stück auffrisst und sucht Ablenkung außerhalb des Familienlebens.
Hintergrund & Infos zu Halt auf freier Strecke
Andreas Dresen (Sommer vorm Balkon) inszeniert mit Halt auf freier Strecke ein Drama, das wie gewohnt im alltäglichen Milieu der Menschen stattfindet und deren Sorgen im Leben und Ängste vor dem Sterben zeigt. Die dritte Zusammenarbeit von Hauptdarstellerin Steffi Kühnert und Andreas Dresen ist erneut, wie bereits bei Halbe Treppe, von dem Improvisationstalent der Darsteller, nicht zuletzt auch dem von Milan Peschel, geprägt.
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Cast & Crew
- Genre
- Drama
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- Deutschland
- Handlung
- Arzt, Familie, Gehirntumor, Krankenhaus, Liebe, Schmerzvoller Tod, Sex, Sterbebett, Sterben und Tod, Sterblichkeit, Tumor, Vater-Tochter-Beziehung, Verlust des Vaters, Verlust des Vaters, iPhone
- Stimmung
- Berührend, Hart, Traurig
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Links zum Film Halt auf freier Strecke
- Halt auf freier Strecke: Offizielle Webseite
- Halt auf freier Strecke: film-zeit.de
- Halt auf freier Strecke: critic.de


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Kritiken (22) — Film: Halt auf freier Strecke
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Dresen zeichnet ein unverfälschtes, authentisches, ehrliches und vor allem durchgehend menschliches Bild dieser Familie. Er zeigt schonungslos die unübersehbaren Veränderungen, die verständliche Überforderung, die Hilflosigkeit, die Trauer, die Verzweiflung und die schleichende Akzeptanz. Und doch ist das letzte Gefühl des Zuschauers nicht das der einsamen Leere, sondern ein durchaus optimistisches: Das Leben wird weitergehen, auch wenn es qualvoll wird, auch wenn man denkt, es gibt keine Zukunft danach. Es wird weitergehen, einfach weil es immer weitergehen muss. [...]
Kritik im Original 26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten
Dani95 Fri, 19 Oct 2012 21:35:59 -0000
Antwort löschenUi, hoffentlich gefällt er mir auch so. :)
SoulReaver Sat, 20 Oct 2012 12:46:26 -0000
Antwort löschen:)
Joeyjoejoe17 Sat, 20 Oct 2012 15:06:47 -0000
Antwort löschenWem der Film gefällt, der ist krank im Kopf. Hier gehts darum, mit einem Menschen auf seinem Sterbensweg zu leiden, das darf nicht gefallen. Großartig ist der Film aber gerade deswegen.
SoulReaver Sat, 20 Oct 2012 17:18:51 -0000
Antwort löschenVon so einem "gefallen" wird hier nicht gesprochen. Denk ich. Hoff ich. :D
Dani95 Sat, 20 Oct 2012 18:26:28 -0000
Antwort löschenEs müsste klar sein, was für ein "gefallen" gemeint ist. Außer man ist krank im Kopf. :(
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Joeyjoejoe17 Sat, 20 Oct 2012 18:29:58 -0000
Antwort löschenWar doch nicht so ernst gemeint ;)
Dani95 Sat, 20 Oct 2012 18:36:26 -0000
Antwort löschenJaja :(
Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschen[...] Die Sozialstudie „Sommer vorm Balkon“ (2005) ist stets von einer gewissen Skurrilität durchzogen, „Wolke 9“ (2008) driftet leicht ins Melodramatische und „Whisky mit Wodka“ (2009) versteht sich zu einem Großteil als Metapher. Gegen diese Vorgängerwerke Dresens ist „Halt auf freier Strecke“ das reinste, wahrhaftigste und rundeste. Keine Minute zu früh setzt die Handlung ein, keine Minute zu spät wird sie beendet, und auch dazwischen treffen Dresen und sein Team immer den richtigen Ton zwischen behutsamem Humor und großer Tragik. So sensibel gelingt das wahrlich nicht oft. [...]
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Barbara Schweizerhof: der Freitag, Die Welt, epd ... Barbara Schweizerhof: der Freitag, Die Welt, epd ...
Kommentar löschenWeder Milan Peschel in der Rolle des Sterbenden noch Steffi Kühnert als treusorgende Frau, deren widersprüchliche Gefühle der hingenommenen Pflicht hinterherhinken, machen das Schicksal zum großen Drama. Auch die unverkitschten Kinder und die Eltern, unter denen Otto Mellies als Franks Vater sich ins Gedächtnis einbrennt, bleiben im jeweiligen Rahmen – beherrschte Leute, hilflos und allein darin, einen Sinn in dem, was ihnen passiert, erkennen zu wollen.
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Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung
Kommentar löschenDiese gelegentlichen [humoristischen] Brüche ändern aber nichts daran, dass Dresen mit seinem Film dem Publikum einiges abverlangt. Denn "Halt auf freier Strecke" ist so etwas wie eine überaus intensive und lohnenswerte Zumutung und man sollte sich überlegen, ob man sich solch einer Erfahrung im Kino wirklich aussetzen will. Wer das macht, erlebt allerdings eine ehrliche Konfrontation mit der Krankheit Krebs, dem Sterben und diesem "Halt auf freier Strecke", der eben unabhängig vom Alter jeden betreffen kann.
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Diemuth Schmidt: Radio Köln Diemuth Schmidt: Radio Köln
Kommentar löschen"Halt auf freier Strecke" ist ein unangenehmer Film, der nicht zum betäubenden Weichzeichner greift, wenn es wehtut. Dresens Film hat keine Helden und lässt jede menschliche Schwäche zu. Er zeigt aber auch, dass man von Mitmenschen - sei es die Familie, Freunde oder die eigenen Kinder - manchmal mehr bekommt, als man zu hoffen wagt.
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Christian Buß: Spiegel Online Christian Buß: Spiegel Online
Kommentar löschenDas Schreckliche hat hier seinen Platz, aber auch das verbleibende Schöne
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M. Semenowicz: Filmszene.de M. Semenowicz: Filmszene.de
Kommentar löschenHervorragend geschnitten und trotz 110 Minuten Sterbens nie langweilig, ist „Halt auf freier Strecke“ ein herausragender Film, der zwar in seiner Offenheit schwer zu ertragen ist, aber gleichzeitig schön und der nie die Würde der dargestellten Familie missachtet oder den Sterbenden voyeuristisch entblößt. Durch die Normalität seiner Figuren [...] und den Bekannten, die sagen: „Das wird schon wieder“, ist das Werk dem Leben der Zuschauer so nah, dass diese sich immerzu fragen, wie sie selbst in so einer Situation reagieren würden.
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Stefan Benz: Echo - Online Stefan Benz: Echo - Online
Kommentar löschenAndreas Dresen schont dabei auch den Zuschauer nicht, packt ihn gleich zu Anfang mit der Diagnose und zieht ihn wie durch einen dramaturgischen Trichter unentrinnbar und unsentimental hinein bis zur Weihnachtsfeier am Sterbebett. So gleitet die Geschichte in Verzweiflungswellen nach unten, verengt sich die Perspektive hin zum Schwarzen Loch des Todes.
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Katja Nicodemus: NDR Katja Nicodemus: NDR
Kommentar löschen"Halt auf freier Strecke" ist ein Film über das Sterben eines Menschen, aber eben kein Film über den Tod oder das Sterben an sich. Er erzählt das Schicksal eines einzelnen, weist aber nicht darüber hinaus. Aus den realistischen, manchmal fast dokumentarisch wirkenden Bildern entsteht keine zweite Ebene. Dafür ist die eine, ganz konkrete Ebene immer wieder ergreifend, zum Beispiel bei Weihnachtsvorbereitungen der anderen Art.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenBei aller Unsentimentalität, die „Halt auf halber Strecke“ prägt, kann Dresens Film nicht nur um als Sterbensdrama, sondern ebenso als Familienfilm bezeichnet werden. Denn die Zerreißprobe, die Franks Krankheit für seine Frau und seine Kinder darstellt, schweißt einerseits die Familie noch enger zusammen. Andererseits gibt sie Frank Halt in dieser schwierigen Lage – was dem Filmtitel eine zusätzliche Bedeutung verleiht. Obwohl erstaunlicherweise während des ganzen Films weder Frank noch seine Familie irgendeinen Gedanken an das „Danach“, an etwas über dieses nun zu Ende gehende Leben Hinausgehendes verschwenden, entlässt „Halt auf freier Strecke“ den Zuschauer nicht ohne Hoffnung. Denn Dresens Film gelingt es, bei aller Schonungslosigkeit der Darstellung nicht nur ein Gefühl vom würdevollen Sterben, sondern auch von den wichtigen Dingen des Lebens zu vermitteln. Die unmittelbare Kameraführung in den Innenräumen, die von der fast kompletten Abwesenheit von Musik noch verstärkt wird, zeigt die Darsteller vorwiegend in Großaufnahme. Dadurch wird Milan Peschels schauspielerische Leistung, wie er Franks durch die Krankheit bedingten körperlichen und vor allem geistigen Verfall darstellt, umso eindringlicher. In der Schilderung der teils widersprüchlichen Gefühle steht ihm aber Steffi Kühnert in nichts nach. Das stark inszenierte, aber ebenso stark gespielte Drama wurde beim Filmfestival Cannes in der Reihe „Un certain regard“ mit dem Preis für den besten Film ausgezeichnet.
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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenEine minutiös und ausführlich erzählte Krankheits- und Leidensgeschichte. Offenbar schwebte Regisseur Andreas Dresen eine wahre Begebenheit vor. Denn es ist viel Wirklichkeitsnahes mitzuerleben. Ein sehr empfindliches Nervenkostüm sollte man dabei nicht haben. Milan Peschel als Frank wächst über sich hinaus. Wie er diesen krebskranken Frank spielt, verdient Hochachtung. So gut wie das gleiche kann man von Steffi Kühnert als der vom Kummer überwältigten Simone sagen. Eine realitätsnahe, zum Nachdenken bringende Leidensgeschichte, in der der Tod so nahe ist wie das Leben.
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Alexandra Wach: film-dienst.de Alexandra Wach: film-dienst.de
Kommentar löschenEindringlicher Film über die körperlichen und emotionalen Auswirkungen eines Krankheitsverlaufs und Sterbeprozesses, dem mit mobiler Handkamera und einem aus Schauspielern und Laien bestehenden Ensemble eine realistische Annäherung an sein Thema gelingt. Ohne Beschönigung und Rührseligkeit wird der Zuschauer mit den Tatsachen dieses Sterbens konfrontiert, wobei dessen Ungeheuerlichkeit Schritt für Schritt abgebaut wird.
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Werner Busch
Kommentar löschenNachdem er mit seinen letzten Filmen etwas vom Weg der Großartigkeit abgekommen war, findet Dresen mit Halt auf freier Strecke mit traumwandlerischer Sicherheit wieder zu sich selbst zurück; greift sich eines der schwierigsten Filmthemen überhaupt und verwandelt es mittels improvisierter aber hochstilisierter Spielszenen, zu einer ganz eigenen und höchst ansprechenden filmkünstlerischen Arbeit, die im immermüden deutschen Belanglosigkeitskino dieser Tage seinesgleichen sucht.
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R.Worschech: epd-film R.Worschech: epd-film
Kommentar löschenMit „Halt auf freier Strecke“ hat Andreas Dresen einen schonungslosen und doch berührenden Film über das Sterben gedreht. [...]
Die Haltung dieses Films bleibt immer nüchtern, sie weidet sich nie am Leiden, sie beutet auch nie unser Mitleid aus. Dresen hat diesen Film mit seinen hervorragenden Darstellern, allen voran Milan Peschel und Steffi Kühnert, weitgehend improvisiert gedreht, wie auch seinen Film „Halbe Treppe“ (2009); die Ärzte und das Pflegepersonal sind Laien. Und das ist diesem Film sehr gut bekommen.
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Josef Lederle: http://film-dienst.kim-info... Josef Lederle: http://film-dienst.kim-info...
Kommentar löschenDie Inszenierung weiß mit der extremen Gefühlspalette souverän umzugehen, weshalb der Film keine Sekunde larmoyant oder sentimental noch distanziert oder gar zynisch ist; im Gegenteil: menschlicher ist vom Sterben und Leben im Kino schon lange nicht mehr gehandelt worden. Insbesondere die von den Schauspielern improvisierten Dialoge tragen dazu bei, dass ein breitgefächertes Panorama unterschiedlichster Wahrnehmungen und Reaktionen erwächst, in dem das Sterben ins Dasein eingebunden ist. Eine bravouröse – und wie immer bei Andreas Dresden – gänzlich unprätentiöse Leistung, die wohl nur deshalb nicht im Wettbewerb gelandet ist, weil sich leider auch die visuelle Gestaltung von HALT AUF FREIER STRECKE einer dem Alltag verpflichteten Ästhetik unterordnet.
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Margret Köhler: br-online Margret Köhler: br-online
Kommentar löschenMit außergewöhnlich emotionaler Intensität stört Andreas Dresen unsere Verdrängungsmechanismen, konfrontiert uns mit unheilbaren Krankheiten und dem Tod, der unweigerlich auf uns alle zukommt. Er führt dahin, wo es weh tut.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenHalt auf freier Strecke, der außerhalb des Wettbewerbs in der Nebensektion "Un Certain Regard" läuft, ist noch ein Film über das Sterbenlernen, und auch ganz objektiv betrachtet, auch außerhalb momentaner Stimmungslagen schwer erträglich. [...]
Wie aber stellt man einen derart delikaten Stoff im Kino dar? Wie vermeidet man Kitsch, gibt ein realistisches Bild, ohne auf Emotionen zu verzichten. Dresen ist diese Gradwanderung missglückt.
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Urs Arnold: outnow.ch Urs Arnold: outnow.ch
Kommentar löschenHalt auf freier Strecke ist schweres Kino, das aber zwischen seiner Pragmatik immer wieder eine Poesie durchscheinen lässt, die durchaus positiv gefärbt ist, und gleichzeitig nicht den Hauch von Kitsch verbreitet.
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Hendrike Bake: programmkino.de, Zitty Hendrike Bake: programmkino.de, Zitty
Kommentar löschenDie kunstvoll erzeugte Alltäglichkeit, die den Charme von Dresens bisherigen Filmen ausmachte, ist in „Halt auf freier Strecke“ nur schwer zu ertragen. Sie macht es fast unmöglich, sich von dem Geschehen zu distanzieren, da helfen auch ein paar Einsprengsel von Dresens freundlichem magischen Realismus wenig. Man wünscht sich einen glamourösen Film-Noir-Tod, ein psychologisch ausgefeiltes Bergmann-Drama, zynisch-derben Marx-Brothers Humor – alles, nur nicht diese scheinbar unvermittelte Konfrontation mit der Diagnose ‚Hirntumor‘. Man ärgert sich auch darüber, dass einem diese Art der einfühlenden Auseinandersetzung im Namen der Authentizität zugemutet wird.
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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de
Kommentar löschen„Ist es wahr dass du stirbst? Krieg ich dann dein iPhone?" Vielleicht bitter, aber auch banal, denn das Leben geht weiter. So lautet nach diesem sicher nicht „schönen", aber gutem und wichtigen Film der ganz prosaische Schluss-Satz der Tochter "Ich muss zum Training." Das Leben geht weiter.
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Alle Kritiken (22)
Kommentare (36) — Film: Halt auf freier Strecke
DonChris Fri, 19 Apr 2013 08:17:21 -0000
Kommentar löschenSchon der Einstieg in den Film versetzt den Betrachter sehr nah in das Umfeld unserer Protagonisten. Wir sitzen quasi mit am Tisch, wenn ein etwas abwesender Arzt gebetsmühlenartig und trocken die Diagnose verkündet. Für ihn scheint dies nichts anderes zu sein, als die Bestellung beim Becker - eine völlig normale und beinahe alltägliche Situation. Ganz anders verhält es sich dann bei unseren Protagonisten, diese erfahren gerade das sich von nun an alles, aber auch alles in ihrem Leben ändern wird. Man merkt förmlich die Unsicherheit in ihren Augen und auch ein klein wenig die aufsteigende Wut, wie dieser Arzt respektlos mitten in einem solchen Gespräch ein vollkommen belangloses Telefonat führen kann.
In der Folge erreicht die Tatsache der Krankheit immer mehr den Alltag der Familie, bis sie vollkommen das Familienleben dominiert. Genau das macht Regisseur Andreas Dresen auch wirklich gut. Er lässt die Charaktere eine absolut natürliche Entwicklung durchleben, durch dieses natürliche und nachvollziehbare Verhalten, welches geprägt ist durch Verlust- und Zukunftsängste, fühlt sich der Film beinahe schon dokumentarisch an und man kann die Art und Weise wie im Film agiert wird einfach nachvollziehen. Ich denke für diejenigen unter den Zuschauern, die selbst schon solche eine Situation durchleben mussten, ist es schwer bei diesem Film die eigenen Erfahrungen und die damit verbundenen Gefühle zu unterdrücken.
Gerade Milan Peschel weiß in dieser schweren Rolle zu überzeugen und beweißt mal wieder, dass er sich in die verschiedensten Rollen hineinspielen kann - egal wie aufwendig oder spartanisch sie produziert sind. Er durchleidend alle Phasen dieser schweren und kurzen Krankheit und bleibt dabei absolut menschlich.
Der Film ist sicherlich keine einfach Kost. Man sollte vorher wissen, dass man sich hier auf ein bedrückendes Drama einlässt, über das man sich noch einige Zeit Gedanken machen wird. Doch genau das will der Film auch erreichen. Der Zuschauer soll betroffen sein und sich mit dem Thema auseinandersetzen, so ist auch klar das im Mittelpunkt des Films das Thema steht und dieses Thema durch die Protagonisten eben verbildlicht wird. Der Stil ist wohl deswegen recht steril. Es gibt eigentlich keine weiteren äußeren Einflüsse, die die Thematik verfälschen oder ablenken. Diese Tatsache hat natürlich Potential, dass der Film für den ein oder anderen zu trocken wirkt, doch ich denke wer sich mit diesem Stil anfreunden kann, für den ist dieser Film ein dankbares Werk.
Auf alle Fälle lässt er einen nicht gleichgültig zurück und sorgt für einen dicken Klos im Hals.
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Andy Dufresne Fri, 19 Apr 2013 13:37:07 -0000
Antwort löschenDer Arzt am Anfang ist ein echter Arzt, alles ist improvisiert, der Arzt reagiert/agiert so wie er es in echten Diagnosegesprächen auch tut, nüchtern, bloß keine falschen Hoffnungen wecken...
Ein wichtiger und schwerer Film, ein echter Brocken...
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DonChris Sat, 20 Apr 2013 18:13:07 -0000
Antwort löschenIch fand den Arzt am Anfang etwas grenzwertig. Keine Hoffnungen wecken ist das eine, doch er wirkte irgendwie desinteressiert, so als ob ihm nicht wichtig wäre was er gerade vermittelt. So machen die das nicht. Da gibt es immer auch eine psychologische Komponente in der sie geschult werden und in so einem Gespräch den Einkauf oder das Essen per Telefon planen gehört mal definitiv nicht dazu ;).
Aber wie du schon sagst, insgesamt ein schwerer Brocken.
Andy Dufresne Sat, 20 Apr 2013 18:27:23 -0000
Antwort löschenFand eher das es professionell und zurückhaltend rüberkam, leicht schlurfig vielleicht :D
headmusic Sat, 06 Apr 2013 15:20:03 -0000
Kommentar löschenEndlich mal eine realistische Herangehensweise an dieses Thema. Dies liegt sicherlich auch an der Einbindung von Laiendarstellern wie zum Beispiel des Neurochirurgen und der Sterbebegleiterin, die dies im realen Leben auch sind. Andreas Dresen hat an dieser Stelle und bei der Besetzung der Hauptdarsteller wieder ein gutes Händchen bewiesen. Prädikat SEHENSWERT!
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Andy Dufresne Tue, 26 Mar 2013 02:50:22 -0000
Kommentar löschen"Das ist sozusagen das Schicksal..."
Einfach so, einfach so ist man krank, einfach so fängt es (das Ende allen Seins) an.
"Also ist schon...ziemlich...bösartig..."
Man lebt. Man fühlt sich nicht gut.
Man lässt sich untersuchen.
Und dann kommt die Gewissheit.
-"Haben sie Kinder auch?"
-"Zwei Kinder mmhh"
-"Und wie alt sind die?"
-"Vierzehn und Neun...Sagt man denen das?"
-"Ja, das muss man den Kindern auch sagen."
-"Was sagt man da?!"
[...]
-"Also das was sie wissen wollen, das muss man ihnen dann mitteilen.
Was man wissen will, verkraftet man in gewisser Weise auch."
Neubausiedlung, Familiengründung, Lebensmitteanfang. Aufbau.
Und dann eben doch Abbau.
Alltag, normalster, schierer Alltag.
-"Ist Heute nicht Müll?"
-"Bei Euch...Weiß ich nicht, bei uns ist (Müll) immer Mittwochs..."
Und doch gibt es nur ein Thema, ein Ding.
Treuherzig schauen, Normales wollend, Harmonie erzwingen wollend.
Geht aber nicht.
Papa, Mama.
Papa und Mama von Papa, Schwiegereltern, verzweifelter Wunsch nach Vorher, nach Ungeschehen, nach "Einfach nur nicht das , nicht so !"
Der Sohn wird vor dem Vater gehen, die Kinder werden keinen Vater mehr haben, die Frau keinen Mann.
Durchschnitt.
Ein Wort das mir immer wieder einfiel.
Durchschnitt.
Das ist eine durchschnittliche Familie, lange (noch) nicht großbürgerlich, sicherlich nicht unterdurchschnittlich (arm), mitttlere Schicht eben, auf dem Weg nach oben vielleicht, aber weit davon entfernt abgehoben, eben überdurchschnittlich zu sein (und eben solche, oben oder unten angesiedelt, würden/werden ja genauso eingeholt, überrannt werden davon)...
Die Schicht der Mitte, die normale Familie also.
Und dahin geht/kommt der Krebs, der Tumor, die Krankheit, die Bedrohung, die endliche Bedrohung.
Mitten rein eben.
Mitten rein in die pure Verzweiflung.
Keiner hat dir gesagt wie so was geht, wie man so was macht.
Nicht der zusammenhaltenden Mutter ( die bleiben wird, bleiben muss), nicht den Kindern, die die Situation nicht erfassen können ( wie die Eltern, oder sonst wer, es auch nicht können), nicht dem sterbenden Vater, dem der Fixpunkt der Hilflosigkeit innewohnt.
Und auch nicht dem Umfeld, dem wohlmeinendem Kollegen, der helfen will bei alltäglichem oder bei Ausflüchten, der resignierend mitmacht, mitmachen muss.
Und die Familie muss in die Pisse langen, mitten rein.
Muss improvisieren.
ICH MUSS HIER WEITERMACHEN !!!
Am Ende des Frühlings wird offenbar, das es direkt Herbst ist und der Winter bricht noch schneller und zugleich schleichender herein als vermutet
-"Ist es wahr das du stirbst?"
-"Ja."
Und so ganz nebenher, nebenbei geht das Leben weiter.
"Soll ich dir was sagen Mama, es wäre das beste wenn er einschlafen würde..."
Aber so ist das Leben/der Tod nicht.
Nicht gefällig ist es/ sind sie, nicht planbar, kalkulierbar, nicht gut und einfach und gütlich rüberzubringend, zu erledigen, abzuhaken sind sie.
-"Das ist für dich Papa."
-"Was steht da?"
-"Da steht: Für Papa."
-"Danke."
Was in meinen Augen (trotz allergrößtem Respekt für das Projekt, das Gesamtergebnis) kritisiert werden muss:
Der Versuch ironisch zu brechen.
Mit der Harald Schmidt Show ( und ich persönlich verehre (immer noch!) Harald Schmidt zutiefst!), der Personalisierung des Tumors als Schauspieler, als imaginären "Freund", für die anderen unsichtbaren Begleiter:
Das braucht der Film in meinen Augen nicht, überhaupt nicht, es schadet ihm nur.
Für mich sind diese Einlassungen ein Fehler, eine absolute und total unpassende Unnötigkeit, der Film wäre stärker im Ausdruck ohne diesen "Firlefanz"...
Die Emotion im letzten Drittel, Viertel dieses Filmes aber, wenn der Weg abgearbeitet ist, Peinliches, Schwieriges, Heftiges, Auszuhaltendes geschafft ist,
dieses letzte Drittel, Viertel raubt einem wiederum völlig den Atem, bringt den Film nah, ganz nah, nähestens an einen hin (noch näher wie zuvor schon...), gesellt sich unmittelbar zu einem hin.
"Mach dir keine Sorgen."
Und dann.
Schippt man den Schnee.
Denn der Schnee muss geschippt werden...
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uncut123 Tue, 26 Mar 2013 03:22:21 -0000
Antwort löschener ist gut aber 50 50 hat das thema noch mit ein gewissen humor unterstrichen...was bei so ein thema nun auch nicht falsch ist bzw sein kann
Andy Dufresne Tue, 26 Mar 2013 03:28:08 -0000
Antwort löschenHumor geht IMMER muss IMMER gehen, klar...
Hier hat der Humor (der Versuch dessen, ungelungener Humor in meinen Augen) nicht gepasst, also nicht reingepasst...
Alle 4 Antworten zeigen
DonChris Tue, 26 Mar 2013 07:35:18 -0000
Antwort löschenIch schätze Milan Peschel sehr und bin froh, dass er sich in der Filmlandschaft noch etablieren konnte. Allein wegen ihm muss ich mir den vormerken :D.
Andy Dufresne Tue, 26 Mar 2013 14:19:10 -0000
Antwort löschenPeschel geht bis ans Äußerste in diesem Film.
Sperrig ist das Ding aber schon...
Braunbaer11 Fri, 22 Feb 2013 16:26:42 -0000
Kommentar löschenLange nicht soviel geweint bei einem Film. Und Erkenntnisse über das eigene Dasein gewonnen.
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Sunces Sun, 13 Jan 2013 21:05:09 -0000
Kommentar löschendas schmerzliche, reale Leben! super gespielt!
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SalocinRocknRolla Fri, 07 Dec 2012 17:54:42 -0000
Kommentar löschenEin beklemmendes Meistwerwerk des deutschen Films.
So authentisch, so nah, so echt dokumentiert, dass man sich unweigerlich immer wie ein schumtziger Voyeur vorkommt, der die Famile um den kranken Vater Frank Langer nicht alleine leiden lassen kann.
Andread Dresen setzt hier all die Dramatik und das Leid und über den gesamten Leidensweg einer ganzen Familie vo der Krebsdiagnose bis zum bitteren Ende gekonnt um.
Ich habe Rotz und Wasser heulen müssen, so beklemmend war dieser Film. An manchen Stellen kaum auszuhalten wie authentisch alle Darsteller diesen Film spielen.
Ein Film ohne irgendwelche Schnörkel oder irgendetwas unwichtigen. Auf pseudo-dramatische musikalische Untermalung wurde gänzlich verzichtet, wenn etwas mit Musik untermalt wurde, dann nur mit der Musik, die im Film selbst gespielt wurde.
Ein grandioser Milan Peschel, den ich dafür liebe, dass er neben irgendwelchen Klamauk-Komödien an der Seite von Matthias Schwighöfer auch im Gegensatz zu Herrn Schweighöfer immer wieder solchen intensives, echtes, dramatisches Kino mit Anspruch macht und nicht auf der Popcorn-Unterhaltung festgefahren ist.
Peschel spielt so grandios und authentisch, dass der deutsche Filmpreis völlig in Ordnung geht. Allerdings finde ich Steffi Kühnert teilweise noch einen Tick besser. So oder so muss man die in allen Bereichen gradiosen Schauspielerleistungen aller Darsteller positiv herausnehmen.
Grandioser Film. Nur zu empfehlen. Allerdings nur wenn man starke Nerven hat und sich auf diesen 105 Minuten langen Leidensweg wirklich einlassen kann.
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kristallrainer Mon, 19 Nov 2012 22:57:33 -0000
Kommentar löschenEin sehr emotionaler Film, der - wie man es von Dresen gewohnt ist - die zwischenmenschlichen Momente in den Vordergrund stellt, die auf den ersten Blick dem einen oder anderen eher belanglos erscheinen mögen.
SPOILER: Die beste Szene ist tatsächlich die, in der Frank zunächst ansetzt "Als ich eure Mutter kennengelernt habe.." dann abbricht "Das Leben...." hinzufügt um dann den Faden zu verlieren. Diese Szene verdeutlicht sehr gut, dass die Intention von Dresen nicht etwa das Erzeugen von 1-2 höchstemotionale Momenten wie z.B. in Titanic ist, sondern die authentische Auseinandersetzung einer ganz normalen Familie, mit einem Thema, das uns früher oder später alle betreffen wird.
Der Zuschauer durchläuft mit dem totkranken Frank und seiner Familie die Sterbephasen von Zorn,Ärger,Wut,Verhandeln und Depression bis schließlich zur Abfindung.
Milan Peschel wächst dabei über sich hinaus und spielt die Rolle des Frank so, als ob er tatsächlich im Sterbebett liegen würde. Eine überragende,schauspielerische Leistung.
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denratten Thu, 08 Nov 2012 23:21:51 -0000
Kommentar löschenIch trau mich kaum hier etwas zu schreiben bei all den Leuten, die sich einig sind bei der Bewertung des Films. Ich muss wohl zugeben, das ich ein Filmbanause (geworden) bin, keine Geduld mehr habe, mich auf Filme einzulassen.
Die Eröffnungsszene fand ich noch recht gut, aber irgendwann hatte ich nicht mehr so richtig Lust dem Film zu folgen, Überraschungen waren bei der Story ja auch nicht mehr zu erwarten.
Ich kann nicht sagen, ob dies ein guter Film ist, aber einem Film, der es nicht schafft, meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen zu halten, kriegt von mir auch nicht mehr als 6 Punkte.
---Eine Hollywoodversion des Themas hätte es aber wahrscheinlich nur auf 2 - 3 Punkte gebracht.---
---Vielleicht sehe ich den Tod (zumindest den eigenen) momentan nicht so tragisch.
Ah, langsam begreife ich: Ich hätte mich wohl mehr mit der Familie als mit Frank identifizieren müssen, dann wäre mir die Dramatik wohl eher bewußt geworden.
Ich bitte um Verzeihung für diese miese Bewertung und den wirren Kommentar....
....vielleicht zieh ich doch noch ein Pünktchen ab...
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fleeting Thu, 01 Nov 2012 16:40:54 -0000
Kommentar löschen"[Andreas Dresen] richtet sein Augenmerk wie gewohnt auf den Alltag gewöhnlicher Leute – eine genaue Realitätsdarstellung, wie man sie sonst in dieser Form, gepaart mit absurdem schwarzem Humor, nur aus dem britischen Kino kennt. So nahe bringt er uns das Schicksal des Hirntumor-Patienten und seiner von der Erkrankung geforderten Familie, dass es weh tut und mitunter wegen seiner Nähe zu den Personen und ihrer überzeugenden Darstellung kaum auszuhalten ist." – Susanne Ostwald, Neue Zürcher Zeitung
Ein stiller und zurückhaltender Film über den Tod, die Liebe und den Abschied. Im Gegensatz zu dem am Ende irgendwie doch recht verkitschten und weltfernen "Restless" schafft es Andreas Dresen hier, ein wunderbar ehrliches und unprätentiöses Bild vom Sterben zu vermitteln. Mit allen Höhen und Tiefen, mit schwarzem Humor auf der einen Seite und echter Verzweiflung auf der anderen, mal sachlich und nüchtern, dann wieder hochemotional und aufbrausend, aber nie aufdringlich. Das ist die große Stärke dieses Films. Er nimmt uns mit, ohne dass er etwas erfinden muss. Er braucht keine zurechtgestutzten Dialoge, keine wehleidige Musik oder aufwendig konstruierten Bilder. Er lebt von der realitätsnahen Improvisation seiner Darsteller. Die lange Recherche und die Verpflichtung echter Ärzte und Krankenpfleger für die entsprechenden Rollen im Film haben sich gelohnt. "Halt auf freier Strecke" ist so nah dran an der Realität, dass er manchmal fast schon dokumentarisch wirkt. Und genau das macht ihn so unerträglich.
Kein leichter Film, aber unbedingt sehenswert.
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Sigmund Thu, 01 Nov 2012 17:17:12 -0000
Antwort löschenGenau! Dass er die üblichen Aufdringlichkeiten ausspart, ist eine seiner großen Stärken.
based_god Thu, 01 Nov 2012 17:58:56 -0000
Antwort löschenBald, bald gibts den... Hoffentlich ists sontag so weit...
Iamthesword Tue, 23 Oct 2012 23:06:40 -0000
Kommentar löschenFans dieses Films gefiel auch: andere Filme mit Bäumen auf dem Cover....
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VisitorQ Mon, 22 Oct 2012 23:28:11 -0000
Kommentar löschenHalt auf freier Strecke kommt so gut wie ohne Kitsch aus, fühlt sich verdammt echt an, ist gut gespielt und dennoch hat er mich so gut wie nicht berührt. Komisch, liegt aber wohl an mir. Eine Empfehlung möchte ich dennoch aussprechen.
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freakualizer Wed, 26 Sep 2012 13:12:28 -0000
Kommentar löschenDer deutsche Film ist nicht tot! Immer wieder gibt es Lebenszeichen. „Halt auf freier Strecke“ ist ein weiteres beeindruckendes Plädoyer hierfür. Große Schauspielkunst aller Darsteller gebettet in einer trockenen, nüchternen und vor allem EHRLICHEN Inszenierung. Keine stimmungsbeeinflussende Musik stört die packende Darstellung. Der fein gewählte Schluss-Song Sommertag von Gisbert Zu Knyphausen zum Abspann sollte ebenso wenig unerwähnt bleiben wie meine beiden Lieblings-Szenen: Die Post-Its und das gegenseitige „Fühlen“ am Krankenbett.
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Andy Dufresne Wed, 26 Sep 2012 14:34:38 -0000
Antwort löschenLetzte Woche endlich gekauft und seitdem warte ich auf den richtigen Moment ihn zu schauen...
freakualizer Wed, 26 Sep 2012 14:38:30 -0000
Antwort löschenRichtig guter Kauf! Und ja, der Moment will gut gewählt sein.
Ich habe mir aus diesem Grund gestern direkt zwei Filme aus ähnlichen Sparten vorgenommen..
Viel Spaß ..wäre nicht treffend, besser:
Genieße ihn!
Andy Dufresne Wed, 26 Sep 2012 15:03:01 -0000
Antwort löschenHab vor Heute Abend um kurz nach 21.00 Uhr auf 3 Sat "Wolke 9" von Andreas Dresen, vielleicht passt "Halt auf freier Strecke " noch dahinter...
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freakualizer Wed, 26 Sep 2012 17:27:11 -0000
Antwort löschenHm, guter Tipp mit "Wolke 9"- mal gucken, ob ich Pilawa dafür unterbreche- harhar..
Quatsch, mal schauen, wie meine Stimmung dann ist. Thx :D
Andy Dufresne Wed, 26 Sep 2012 17:56:10 -0000
Antwort löschenWolke 9 ist glaube ich nicht so harter Tobak wie Halt..., obgleich er auch ein "heißes Eisen " anpackt. Bin ja mal gespannt :)
movie.max Mon, 24 Sep 2012 20:13:16 -0000
Kommentar löschenHat mich volle Kanne umgehauen. Dresens Beobachtung entzieht sich jeder Beschreibung.
Die Darsteller, der Realismus, das Schwimmbad, die Verwandlung,... Ach - ich lasse es besser sein.
Angucken! Zwingend!
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GubbelGustav Tue, 18 Sep 2012 21:45:16 -0000
Kommentar löschenDer schwere letzte Weg, von der Diagnose bis zum bitteren Ende, Tod, Erlösung.
Dies ist es, womit sich "Halt auf freier Strecke" befasst.
Keine Spielereien, keine weisen Worte, kein Rezept für einen solchen Tiefpunkt, lediglich ein Beispiel, wie eine Familie mit der verbleibenden Zeit umgeht.
Ungeschönt und mit langen Aufnahmen, die den Film glaubhaft machen.
Wem das Thema in irgendeiner Weise im eigenen Leben begegnet ist, erkennt womöglich einige Momente wieder. Momente, die in einem gesunden Alltag verborgen bleiben oder nicht anerkennenswert scheinen, doch in solch einer Phase können sie die schönsten sein.
Ich war lange nicht mehr so betrübt, während ich einen Film schaute. Da macht man sich so seine Gedanken.
Eine auf weiten Strecken authentische Darstellung eines traurigen Schicksals.
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uncut123 Sat, 08 Sep 2012 11:58:01 -0000
Kommentar löschenschön wär noch gewesen wenn sie das familienleben vor der diagnose gezeigt hätten.
der letzte satz wo die tochter sagt ich muss zum training war schon krass!!
und das franks tumor bei harald schmidt zu gast war brachte mich zum schunzeln.
schauspielerrisch war es ganz gut
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Florian Albrecht Wed, 05 Sep 2012 17:18:05 -0000
Kommentar löschenHALT AUF FREIER STRECKE
Nachdem ich dem Film im Kino leider verpasst habe und ewig lang auf die DVD gewartet habe, kam sie heut per Post.
Das Thema Krebs ist ein schwieriges Thema, sowohl im echten Leben, als auch in der Filmreallität. Dennoch wurden uns oft genug weinerische Hollywoodfilme zu diesem Thema vorgesetzt (Beim Leben meiner Schwester, 50/50,...) Natürlich soll dies nicht die Quälität dieser Filme schmälern, aber gegen HALT AUF FREIER STRECKE sind sie doch nur eben Standard.
HALT AUF FREIER STRECKE erzählt die Gesichte eines Mannes der in der Mitte seines Lebens, die Diagnose KREBS trifft und wie er und seine Familie damit umgehen. Ohne "reißerisch" und mit "krassen" Szenen aufzuwarten erzählt Andres Dresen diese Geschichte real, nah und intensiv. AN mehren Stellen musste ich fast weinen und ich bin wahrlich nicht sehr nah am Wasser gebaut. Selbst am Schluss, so vorhersehbar er auch sein mag, kullerten mir die Tränen über die Wange.
Und eine große Meisterleistung (mMn) von Andreas Dresen ist das er dem Krebs Personifiziert. Einmal als Mensch, der anfangs wie ein Fremder, dann Feind und später fast als Freund immer wieder zu sehen ist und von Frank Lange mehr und mehr wahrgenommen wird. Großartig, da auf unterschwellige Weise aber niemals lächerlich oder gar übertrieben.
Ebenso der Baum mit seinen nackten, vielen Ästen der immer wieder zu sehen ist, ein Sinnbild für den Krebs.
DOch nicht nur ANdres Dresen gebührt alleinges Lob: Milan Peschel, Hauptdarsteller, hat sich in mein Herz gespielt. Er spielt unbegreiflich gut, dass selbst der Gewinn des Deutschen Filmpreises nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist.
Ebenfalls Steffi Kuhnert, die seine Ehefrau spielt ist hervorragend, warum es keinen Preis für sie gab, ist mir teilweise unverständlich. Denn obwohl Milan Peschel eine schwere Rollen bravourös gemeistert hat, hat Steffi Kuhnert wohl eine noch schwerere Rolle gespielt und dies auch ausgezeichnet gemacht.
Mögen die Kinder manchmal etwas nervend erscheinen so kommt man doch zu dem Schluss das all ihre Reaktionen natürlich sind und auch sie spielen gut.
Alles in allem kann man vom Cast sagen, dass er absolut überzeugt.
HALT AUF FREIER STRECKE ist ein schwerer, sehr schwerer Film und ich kann es absolut verstehen, wenn Einige den Kinosaal verlassen, oder die DVD nicht zu Ende schauen. Ebenso kann ich all die Leute verstehen, die sich diesen FIlm nicht ansehen, weil in ihrem Umfeld ein ähnlicher war oder ist.
Bei diesen Film von Unterhaltung zu sprechen wäre Blasphemie und auch das er absichtlich auf die Tränendrüse drückt eine feige Unterstellung. HALT AUF FREIER STRECKE ist ein Film der das Thema, die Krankheit KREBS auf natürliche Art und Weise behandelt.
Ein Film nicht für jeden und schon gar nicht für die breite Masse. Er liegt schwer im Magen und Gedankenzentrum und wird mich noch einge Tage beschäftigen. Doch wer den Mut hat, diesen Film zu sehen und durchzustehen, der bekommt einen der besten deutschen Filme zu sehen, die es jeh gab.
Cheers
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Weltenkind Tue, 04 Sep 2012 19:46:49 -0000
Kommentar löschenIch weiß nicht wie es ist dem Tod nahe zu sein. Mit dem Tod konfrontiert zu sein oder gar den Tod zu fühlen. Ich weiß nicht wie es ist, einen geliebten Menschen zu verlieren und ich weiß auch nicht wie es für diejenigen ist, die einen geliebten Menschen verlieren. Aber ich weiß, dass ich Angst davor habe. Angst vor Verlusten und Angst vor dem Ende selbst. Doch nur weil ich Angst habe, fürchte ich mich nicht. Es gibt die Menschen, die man liebt. Die Menschen, die einen beschützen, die einen lieben und die einen begleiten. Und diese Menschen sind es, die das Leben lebenswert machen. Ohne diese Menschen wäre ein Leben vollkommen nutzlos. Ich bin froh diese Menschen zu haben.
Dresen begegnet uns auf einer emotionalen Ebene, wie es für einen Film dieser Thematik üblich ist. Doch hier umgeht man zwar keine eingesessenen Klischees, aber man hält sie einen auch nicht so exorbitant vor die Nase, dass sie stören. Der Film erzählt vom Leben so wie das Leben ist: ruhig. Voller Intimität versetzt der Film einen, und das im vollen Bewusstsein seiner Möglichkeiten, in eine tiefe melancholische Grundstimmung in dem der Film mich dazu brachte meine Gedanken um das Thema Tod drehen zu lassen. Die Verlustängste treten auf den Plan und ich stehe wieder einmal vor der kalten Erkenntnis, dass es mich genauso erwischen wird, wie jeden anderen. Der Verlust ist das wohl Härteste, was einem im Leben geschehen kann und ich bin über jeden Tag froh, wenn mich diese Erfahrung nicht trifft. Wenn Hauptdarsteller Milan Peschel mit seiner Handykamera uns seinen bösen Geist den Tumor zeigt, bekommt der Film auch das Böse zu sehen. Es entwickelt sich eine unbekannte Brücke zwischen den letzten Momenten des stillen Lebens zum lauten und finalen Schlag - dem Tod. Das Ende wird greifbarer und absoluter. Ich verstricke mich in Gedanken der leidenden Verfassung des Protagonisten, des schlimmen Schicksals der Familie, den Trauma der Kinder und der emotionalen Belastung der Eltern. Ich fühlte mit, ich stellte mir vor, wie es ist doch ich weiß es nicht und ich werde es nicht wissen, bis ich es selbst erfahren habe. Selbst wenn wir uns immer und immer wieder mit diesem Thema auseinandersetzen, lesen, sehen, hören und fühlen. Wir wissen niemals wie es ist, wenn wir es nicht selbst erlebt haben.
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based_god Wed, 05 Sep 2012 07:28:17 -0000
Antwort löschenJoa, denn muss ich sehen...
31loquita Tue, 04 Sep 2012 07:06:12 -0000
Kommentar löschenIch bin kein Fan vom deutschen Filme. Dieser Film hat mich aber positiv überrascht. Es wurde gut schaugespielt und vor allem den Krankheitsverlauf gut und glaubwürdig dargestellt. Deshalb ist der Film für mich auf jeden Fall sehenswert!
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Jenny von T Mon, 03 Sep 2012 11:00:58 -0000
Kommentar löschenEigentlich habe ich ja ein Faible für diese Art von Film, aber Andreas Dresens unbedingter Naturalismus wirkte auf mich bis hierhin in seiner Simplizität fast schon affektiert – wo ich beispielsweise den Haneke-Realismus als gleichermaßen verstörend wie sinnstiftend oder die DOGMA-Filme als mitreißend empfinde, befand sich Dresen für mich – trotz spürbarer Ambitionen - immer auf der Endlos-Rutsche in den Pool der Trivialität. Ja, der Mann steht für mich eigentlich symptomatisch für den – die Kaliber eines Fatih Akin einmal ausgeklammert - allgemeinen Status Quo des deutschen Films des neuen Jahrtausends: Bemüht, aber nicht im Besitz des Handwerkszeugs, dessen es bedarf, um den viel beschworenen Funken auf den Zuschauer überspringen zu lassen.
In diesem Moment allerdings kommen erste Zweifel hoch – habe ich Dresen womöglich unterschätzt?
Gleich vorweg und um diesen Ballast direkt abzuwerfen (ein Hoch auf die Anonymität des Internets): Ich bin thematisch vorbelastet. In meiner Familie gab es bereits zwei Fälle bösartiger Gehirntumore, sogar kurz hintereinander. Ich weiß nicht, ob dieser Umstand es für Dresen schwerer oder leichter machte, mich zu beeindrucken; ich weiß nur, dass diese Prozesse tatsächlich so ablaufen, wie HALT AUF FREIER STRECKE sie nachzeichnet - und dass es sich deshalb für mich so anfühlte, als würden mein Umfeld und ich das alles noch einmal im Zeitraffer, in 110 Minuten durchmachen. Vielleicht läge es deshalb nicht allzu fern, diesen "bösen" Film mit 0 Punkten abzukanzeln, aber das wäre nur eine billige Flucht, wo ich es doch eigentlich immer vorziehe, den Dingen ins Auge zu sehen, ganz gleich, wie sehr es schmerzt.
Deshalb an dieser Stelle mein Appell auch an diejenigen, die ein solches Szenario (Gott sei Dank) noch nicht durchmachen mussten: Seid Dresen nicht böse dafür, dass er euch dermaßen in dieses Schicksal mit hineinzieht – seid gerne erschüttert und traurig, und akzeptiert es vor allem als Teil des Menschseins, was ihr hier zu sehen bekommt, denn es ist echt.
Ich weiß nicht, wie es für eine Person anfühlt, die gesagt bekommt, sie habe nur noch wenige Monate zu leben, ich kann es nur erahnen. Was ich aber sehr wohl beurteilen kann ist die Reaktion des nahen, familiären Umfelds sowie die auf die Diagnose folgenden Entwicklungen im Allgemeinen.
Es reißt einen wirklich runter und raus – aus allem. Klar, wir alle wissen, dass wir irgendwann sterben müssen, aber wer denkt da im Alltag schon wirklich drüber nach? Dieses tatsächliche BEWUSSTWERDEN um das Unaufhaltsame (alles ist erträglich, solange es nur weit genug weg ist) ist für alle Beteiligten in diesem Moment dermaßen erschütternd, dass ich mich lediglich an das Gefühl erinnern kann, aber keine Worte dafür finde. Dresen aber hat es irgendwie eingefangen und zeigt vor allem auf: Dieser erste Schock relativiert sich im Folgenden nur scheinbar, weil unser Organismus schlechthin daran kaputtgehen würde, ihn über Monate hinweg weiter auszuleben. Und dann kommt das wirklich Schwere: "Das Beste draus machen". Jeder weiß um den Ausgang der Geschichte, die Gewissheit lastet tonnenschwer und mit ihr die große Frage nach dem WARUM.
Die größte Stärke von HALT AUF FREIER STRECKE ist für mich allerdings die Art und Weise, wie dieses Irgendwie-Weiterleben, dieser notwendige Kampf aller ausgetragen wird und vor allem wie dieser kranke, geliebte Mensch einem langsam, aber unaufhaltsam aus der Hand gleitet, unberechenbar wird und schließlich nicht mehr ansprechbar ist oder einen nicht einmal mehr erkennt. Diese Hilflosigkeit ist seitens der Angehörigen praktisch genauso ausgeprägt wie beim unmittelbar Betroffenen, nur eben auf anderer Ebene bzw. – genauer gesagt - der Kehrseite.
Was sie jedoch ebenfalls freisetzt, und auch das beleuchtet der Film, ist ein unweigerliches Rückbesinnen auf die Liebe, die man für diesen Menschen empfindet. Eine Liebe, die (zumindest innerhalb familiärer Strukturen) schon immer da war, aber unter den alltäglichen Allerweltsproblemen selten in dieser Form zu Tage tritt – eine unbedingte Empathie, die der nunmehr greifbaren Erkenntnis der Beschränktheit unserer Möglichkeiten, unserem Ausgeliefertsein gegenüber natürlicher Willkür, tapfer gegenübersteht. Den Schmerz vermag sie in diesem – gefühlt - ewigen Moment der Starre nicht zu lindern, aber irgendwann, ja irgendwann erahnt man wieder, dass da etwas Besonderes in einem steckt, das wir im Alltag zwar mehr und mehr zurückdrängen, das aber, solange unsere Spezies existiert, nie ausgelöscht werden kann.
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Florian Albrecht Wed, 05 Sep 2012 18:47:33 -0000
Antwort löschenB E E I N D R U C K E N D
Velly Tue, 21 Aug 2012 20:14:26 -0000
Kommentar löschenIch glaube, ich habe hier meine allererste 10er Vorhersage oO (Jedenfalls die erste, die ich bewusst wahrnehme.)
Dann kommt er direkt auf die Merkliste und wird so bald wie möglich geguckt. Jetzt bin ich aber echt gespannt.
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