Halbe Treppe
Halbe Treppe (2001), DE Laufzeit 105 Minuten, FSK 12, Komödie, Drama, Kinostart 03.10.2002
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von Andreas Dresen, mit Axel Prahl und Gabriela Maria Schmeide
Zwei befreundete Ehepaare Ende dreißig in Frankfurt/Oder – da scheint sich nicht mehr viel zu bewegen. Bei einem klassischen Diaabend mit Urlaubsbildern wird klar: Ihre Freundschaft und ihre Ehen sind nur noch Routine. Die Karten des Lebens müssen neu gemischt werden. Während sich Radiomoderator Chris und seine zweite Frau Katrin im Alltag und im Bett nicht mehr allzu viel zu sagen haben, schuftet Uwe fast rund um die Uhr in seiner Imbissbude „Halbe Treppe“ und vernachlässigt darüber seine Frau Ellen und die Kinder. Kein Wunder, dass sich die vereinsamte Ellen und der auf Abwechslung drängende Chris näher kommen. Nach einem zufälligen Treffen werden sie ein heimliches Liebespaar. Aber das Verhältnis fliegt auf und im Spiel ihres Lebens scheinen alle Zeichen auf Anfang zu stehen.
HandlungDas Ehepaar Uwe (Axel Prahl) und Ellen Kukowski (Steffi Kühnert) ist dreizehn Jahre verheiratet und hat zwei Kinder. Die Familie lebt in einer Plattenbausiedlung in Frankfurt a. d. Oder. Uwe betreibt in der Nähe der Wohnung einen Imbissstand auf halber Treppe. Ellen arbeitet bei der Parfümerie-Douglas in der Innenstadt. Zu ihren gemeinsamen Freunden zählt das Ehepaar Düring. Christian Düring (Thorsten Merten) modiert die Radiosendung “Dauerpower vom Powertower” und Katrin Düring (Gabriela Maria Schmeide) arbeitet an der deutsch-polnischen Grenzstation. Auch Christian und Katrin haben eine gemeinsames Kind. Die halbwüchsige Tochter Julia (Julia Ziesche) macht gerade die ersten sexuellen Erfahrung.
Die vier Freunde gehen auf die Vierzig zu. Zum größten Teil besteht ihr Leben aus Routine und Arbeit. Wenn der Wellensittich Hans-Peter zur offenen Balkontür der Kukowskis hinausfliegt, ist dies bereits ein familäres Großereignis. Die Frauen beschweren sich über zu wenig Zärtlichkeit und Langeweile. Lediglich gemeinsame Dia-Abende mit großzügigem Alkoholkonsum sorgen für eine willkommene Abwechslung.
Bei einem solchen Abend…
Zwei befreundete Ehepaare Ende dreißig in Frankfurt/Oder – da scheint sich nicht mehr viel zu bewegen. Bei einem klassischen Diaabend mit Urlaubsbildern wird klar: Ihre Freundschaft und ihre Ehen sind nur noch Routine. Die Karten des Lebens müssen neu gemischt werden. Während sich Radiomoderator Chris und seine zweite Frau Katrin im Alltag und im Bett nicht mehr allzu viel zu sagen haben, schuftet Uwe fast rund um die Uhr in seiner Imbissbude „Halbe Treppe“ und vernachlässigt darüber seine Frau Ellen und die Kinder. Kein Wunder, dass sich die vereinsamte Ellen und der auf Abwechslung drängende Chris näher kommen. Nach einem zufälligen Treffen werden sie ein heimliches Liebespaar. Aber das Verhältnis fliegt auf und im Spiel ihres Lebens scheinen alle Zeichen auf Anfang zu stehen.
HandlungDas Ehepaar Uwe (Axel Prahl) und Ellen Kukowski (Steffi Kühnert) ist dreizehn Jahre verheiratet und hat zwei Kinder. Die Familie lebt in einer Plattenbausiedlung in Frankfurt a. d. Oder. Uwe betreibt in der Nähe der Wohnung einen Imbissstand auf halber Treppe. Ellen arbeitet bei der Parfümerie-Douglas in der Innenstadt. Zu ihren gemeinsamen Freunden zählt das Ehepaar Düring. Christian Düring (Thorsten Merten) modiert die Radiosendung “Dauerpower vom Powertower” und Katrin Düring (Gabriela Maria Schmeide) arbeitet an der deutsch-polnischen Grenzstation. Auch Christian und Katrin haben eine gemeinsames Kind. Die halbwüchsige Tochter Julia (Julia Ziesche) macht gerade die ersten sexuellen Erfahrung.
Die vier Freunde gehen auf die Vierzig zu. Zum größten Teil besteht ihr Leben aus Routine und Arbeit. Wenn der Wellensittich Hans-Peter zur offenen Balkontür der Kukowskis hinausfliegt, ist dies bereits ein familäres Großereignis. Die Frauen beschweren sich über zu wenig Zärtlichkeit und Langeweile. Lediglich gemeinsame Dia-Abende mit großzügigem Alkoholkonsum sorgen für eine willkommene Abwechslung.
Bei einem solchen Abend läßt Kathrin ihr Handy bei den Kukowskis liegen. Am nächsten Tag bringt es Ellen Christian in den vierundzwanzigsten Stock des Powertowers. Bei diesem Zusammentreffen entdecken sie ihr Interesse aneinander. Kurze Zeit später fahren sie unter eine Autobahnbrücke und beginnen eine Affäre. Zu jeder Gelegenheit treffen sie sich. Bis eines Tages Katrin früher von der Arbeit kommt und die Beiden beim Liebesakt in der Badewanne überrascht. Kurze Zeit später erfährt auch Uwe von dem Verhältnis seiner Frau und Christian.
Um die Sache zu klären ergreift Uwe die Initiative und lädt zum sonntagnachmittäglichen Kaffeekränzchen ein. Sein Lösungsvorschlag sieht vor, dass sich die Zwei einfach nicht mehr sehen sollten. Darauf möchten sich Ellen und Christian aber nicht einlassen. Sie gehen einen Schritt weiter und plannen zusammen zu ziehen. Über eine Maklerin suchen sie eine gemeinsame Wohnung. Aber nach der Besichtigung der siebten Wohnung merkt Christian auf einmal, dass er sich überhaupt nicht von seiner Frau trennen möchte. Er möchte es noch einmal mit Katrin versuchen und ihr Vertrauen zurückgewinnen.
Als Ellen nach Hause kommt, präsentiert ihr Mann eine neue Einbauküche. Er hofft durch die Investition seine Frau nach Hause holen zu können. “Neue Küche, neues Glück”. Uwe irrt sich. Ellen trennt sich endgültig. Lediglich Hans Peter, der Wellensittich, kehrt unvermutet zurück und klettert in den Käfig.
Interessantes
Am Anfang des Filmes steht neben Uwes Imbisstand ein einsamer Dudelsackbläser. Von dem Gedudel völlig entnervt bittet ihn Uwe etwas weiter entfernt zu spielen. Als Running-Gag gesellen sich über die Zeit immer mehr Musikanten zu dem Dudelsackspieler. Uwe beobachtet dies mit Argwohn. Am Ende überwindet er aber seine Abneigung gegen die inzwischen 17 Musiker und lädt sie in sein Imbisszelt ein. Die Berliner Band 17 Hippies gestaltete den gesamten, atmosphärisch stimmigen Soundtrack des Filmes.
Andreas Dresen arbeitete nicht mit einem festen Drehbuch, sondern ließ die Schauspieler den gesamten Film improvisieren. Das Schauspielerteam verbrachte drei Monate in Frankfurt a. d. Oder. Um sich in das Lebensgefühl einzufühlen, arbeitet sie wirklich in den Berufen, die sie im Film ausüben. Der ehemalige Dokumentarfilmer Dresen schuf einen Film, bei dem Fiktion und Dokumentation sehr nah bei einander liegen1.
Da der Film mit DV-Handkameras gedreht wurde und eine realistische Ästhetik wählte, wurde er mehrfach mit den Dogma 95-Filmen verglichen.
Die Filmcrew bestand lediglich aus 12 Personen, von denen jeder das gleiche Gehalt auf Wochenbasis bekam.
Weiterführende InformationenRezeption
Weitere Informationen im Netz
Trailer auf Homepage zum Film
Links zu deutschsprachigen Filmkritiken auf filmz.de
Filminformationen auf der Website der Berlinale
Quellen
1 Dogmen sind Schwachsinn von Margret Köhler in der Berliner Morgenpost vom 02.10.2002
Filmbeschreibung bei Dieter Wunderlich
Halbe Treppe auf Wikipedia (dts.)
Cast & Crew
-
Andreas Dresen
-
Thorsten Merten
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Christian
-
Mascha Rommel
-
Axel Prahl
-
Gabriela Maria Schmeide
-
Steffi Kühnert
-
Julia Ziesche
Regie
Schauspieler
-
Jens Graßmehl
-
Andreas Dresen
- Genre
- Tragikomödie, Sozialdrama, Familiendrama, Ehedrama
- Zeit
- 21. Jahrhundert, 21. Jahrhundert
- Ort
- Frankfurt/Oder, Ostdeutschland
- Handlung
- Affäre, Alltag, Art House-Film, Autobahnbrücke, Badewanne, Balkon, Dudelsack, Ehebruch, Ehefrau-Ehemann-Beziehung, Ehekrise, Eifersucht, Eisbein, Freundschaft, Heimliche Liebe, Hochhaus, Imbiss, In Flagranti, Kanarienvogel, Kuchen, Kultfilm, Küche, Liebhaber, Lkw, Plattenbau, Radiomoderator, Radiosendung, Radiostation, Raststätte, Streit, Verheirateter Liebhaber, Verlassen Werden, Wohnungssuche, Zerrüttete Beziehung, Zollbeamter
- Stimmung
- Gutgelaunt, Traurig, Witzig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Halbe Treppe
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Trailer zum Film Halbe Treppe
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Kritiken (1) — Film: Halbe Treppe
Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenDas Überraschende ist, dass man bis zum Ende am Ball bleibt, dass man die Figuren trotz oder gerade wegen ihrer Durchschnittlichkeit schon bald zu lieben beginnt - und an manchen Stellen sogar schallend loslacht.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (17) — Film: Halbe Treppe
Kommentar schreibenRoosterCogburn 2011/12/09 15:16:34
Kommentar löschenErfrischend anders! - Andreas Dresen nimmt eine stereotypische Geschichte und macht sie zum Erlebnis. Ein ungemein intensives, lebensnahes Drama um Liebe, Träume, Schuld und Sühne. Dank großartiger Darsteller gelingt ihm dabei ein Drama voller Details und Emotionen. Was empfindet man auf der halben Treppe seines Daseins?
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Kill_Diether 2010/02/23 19:21:40
Kommentar löschenWas ist deutsch? Was ist sympatisch deutsch?
Den Film sehen und verstehen!
p.s.
die 17 Hippies habe ich 2009 live gesehen.
Auch das lohnt!
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quadratauge 2009/07/27 18:12:47
Kommentar löschentoller film über den alltag von "normalos". schöne musikalische untermalung. menschliche schwächen lustig bis tragisch verpackt. [...] "neue küche, neues glück!"
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dbeutner 2008/10/01 11:27:50
Kommentar löschenUnglaublich hässliche Menschen mit Standardproblemen vor hässlichem Hintergrund. Was soll ich dem abgewinnen?
Selten so genervt gewesen von einem Film. Axel Prahl mag ich in anderen Filmen schon ganz gern, aber hier schwimmt er auch nur in der Hässlichkeitssauce mit...
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Motsche 2008/08/14 09:02:45
Kommentar löschenDie Vogelsuche ist eine ganz großartige Szene! Axel Prahl spielt ganz toll, und die Musik ist Kult! Wahnsinnig traurig und ulkig zugleich! ANSEHEN!
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moron 2008/07/23 17:10:24
Kommentar löschenIch bewundere die Arbeit von Andreas Dresen, dies mal vorweg. Auch dieser Film ist grandios gedreht. Die Schauspieler sind umwerfend und so nah an der Wirklichkeit, dass es...ja, genau da liegt der KasusKnaxus für mich. Ich kenne solche Menschen und die sind wirklich so und dazu brauch ich mich nur 'ne Weile auf eine Strassenbanke setzen. Dann erleb ich das. Und dazu brauch ich kein Kino. Und ich will das auch nicht im Kino sehen. Weil da möchte ich auch immer noch bezaubert werden und das tut dieser Film gar nicht. Sorry!
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Kubrick_obscura 2008/07/18 09:31:54
Kommentar löschenSehr nah an der Wirklichkeit!
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annaberlin 2008/05/19 11:18:17
Kommentar löschenEin Glücksfall für den deutschen Film. Das bisher beste Werk von Andreas Dresen.
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alanger 2008/01/21 11:18:09
Kommentar löschennicht mal die 17 hippies haben genervt.
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father911 2008/01/21 11:11:36
Kommentar löschenHalbe Treppe ist einer von DEN Filmen, die durch ihre Realitätsnähe teilweise echt anstrengend sind. Ich hab den Streifen 2004 mal auf Video gesehen und kann mich erinnern, mindestens 3 mal in den anderthalb Stunden "Bier holen gegangen" zu sein. Nicht weil ich gelangweilt war, sondern weil ich an diesem Tag offensichtlich nicht mochte, so sehr mit zwischenmenschlichen Problemen konfrontiert zu werden. Wenn ein Film DAS SCHAFFT, so nahe an mich heranzukommen, halte ich ihn für einen GUTEN Film. Sehr gut - aber sehr anstrengend.
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Lara-Romana73 2008/01/20 03:23:32
Kommentar löschenEin Stück "einfaches" Leben verfilmt. Die Schauspieler erbringen Höchstleistungen. Klasse!!!
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alter.native 2008/01/09 13:38:15
Kommentar löschenDie Story ist so schön alltäglich, aber Axel Prahl ist einfach Klasse und die anderen natürlich auch! Die Musik der 17 Hippies hebt diesen Film für mich aufs oberste Podest.
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Gabi_Berlin 2008/01/07 01:32:06
Kommentar löschenDas war ein tolles Erlebnis, diesen Film bei der Berlinale zu sehen. Zum Teil absolute Stille im Publikum, das den Atem anhält, dann Lachen und zum Schluss ein riesiger Jubel für Andreas Dresen, die Schauspieler, die 17 Hippies. Ein wichtiger Film -die Sichtweise auf "den Osten" betreffend.
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Ferdinand 2007/12/11 23:52:47
Kommentar löschenEin wunderbarer Alltagsfilm. Keine große Dramatik und kein Happy End.
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keepon 2007/12/09 17:42:37
Kommentar löschenNur einen halben Punkt unter zehn. Klasse gespielt! Und die 17 Hippies sind auch nicht ohne.
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M@MAX 2007/10/02 19:27:38
Kommentar löschenEcht Klasse, vor allem Axel Prahl. Da sieht man mal wieder, was Improvisation bewirken kann.
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ElGuapo 2007/07/26 18:26:19
Kommentar löschenToll gespielt, brutal realitätsnah. Stellt sich die Frage, ob man so viel Alltag im Kino sehen will, aber ich fand den wirklich gut.
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