Holy Motors

Holy Motors (2012), FR Laufzeit 116 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 30.08.2012

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7.4
Kritiker
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7.1
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von Léos Carax, mit Denis Lavant und Edith Scob

In Holy Motors kann ein Mann zwischen verschiedenen Leben hin- und herspringen. Mit dem Film kehrt die Sängerin Kylie Minogue zurück auf die Kinoleinwand.

Holly Motors zeigt uns einige Stunden aus dem Leben von Monsieur Oscar (Denis Lavant). Wir begleiten ihn vom Sonnenaufgang bis tief in die Nacht. Er ist eine schattenhafte Existenz und kann auf mysteriöse Weise zwischen verschiedenen Leben hin- und herspringen. So tritt er beispielsweise als Mörder, Bettler, CEO, Monster oder als Familienvater in Erscheinung. Spielt Monsieur Oscar Rollen? Wenn ja: Für wen und warum tut er das?

Monsieur Oscar wird nur von der großen, blonden Céline (Edith Scob) begleitet, die ihn in seiner weißen Stretchlimousine durch Paris und Umgebung chauffiert.

Hintergrund & Infos zu Holy Motors
Auf dem Filmfestival in Cannes feierte Holy Motors 2012 Premiere und war dort für die Palme d’Or nominiert. Der Regisseur und Drehbuchautor Léos Carax (Die Liebenden von Pont-Neuf) erzählt uns mit diesem surrealen Film eine symbolische Geschichte über Leben und Tod, Menschen und Affen, Chaos und Selbstmord. Holy Motors ist aber auch ein Film übers Kino.

Denis Lavant und Edith Scob, die Hauptdarsteller von Holy Motors, standen bereits für Leos Carax’ Drama Die Liebenden von Pont-Neuf gemeinsam vor der Kamera. (AP)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (20) — Film: Holy Motors

Beeblebrox: dasfilmfeuilleton.wordpress...

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8.0Ausgezeichnet

'Who were we?'

Es ist Nacht und Paris wird von unzähligen Lichtern in einen magischen Ort verwandelt. Inmitten dieser Metropole ertönt Kylie Minogues Stimmte und verzaubert das Szenario erneut in etwas Besonderes. Voller Sehnsucht, Verzweiflung und Liebe singt die Pok-Ikone die Worte 'Who were we?' und auch ihr Gegenüber – auf auf einem Hausdach irgendwo in der Stadt der Liebe – kann sich dem Charme und der Magie des Moments nicht entziehen. Höhepunkt oder dramatisches Finale einer platonischen Liebesgeschichte? Im kleinen ja, aber in Anbetracht der vorherigen Ereignisse nur eine weitere Episode aus dem Alltag des zerrissenen Protagonisten, der sich in diesem Augenblick Monsieur Oscar nennt.
Was davor geschehen ist, lässt sich bestenfalls in assoziierenden Worten zusammenfassen, denn einer herkömmlichen Handlungsanordnung folgt 'Holy Motors' nur in den seltensten Fällen. Regisseur Léos Carax inszeniert einen abwechslungsreichen Trip, der sich…

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Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung

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8.5Ausgezeichnet

Holy Motors ist [...] eine Herausforderung, wie es sie im Kino mit diesem Wahnwitz, diesem sehr speziellen Humor und dieser wilden Unberechenbarkeit nur noch selten zu sehen gibt.

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M. Semenowicz: Filmszene.de M. Semenowicz: Filmszene.de

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8.0Ausgezeichnet

Wer sich hier ins Kino traut, wird visuell und philosophisch herausgefordert, aber auch belohnt. [...] Das Genre wechselt ständig, von Komödie zu Farce, von Drama zu Thriller, von Tragödie zu Sci-Fi-Erotica, so dass es ein Wunder erscheint, dass dieser Film überhaupt funktioniert.

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Dieter Oßwald: programmkino.de Dieter Oßwald: programmkino.de

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9.0Herausragend

Carax, diesen freien Radikalen der Filmkunst, kann man lieben oder hassen - seine jüngste visuelle Achterbahn sollte man indes keinesfalls verpassen! Mutige Filme sind Raritäten, übermütige Filme sind es noch viel mehr.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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5.5Geht so

Holy Motors ist ein mixtum compositum, ebenso faszinierend wie verstört zurücklassend, ebenso verblüffend wie ärgerlich, ebenso interessant wie wahrscheinlich künstlerisch wertlos, ebenso sehenswert wie sinnlos.

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Hans Schifferle: epd Film Hans Schifferle: epd Film

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7.5Sehenswert

Um die sozialen, religiösen und technischen Gegebenheiten unserer Zeit ästhetisch zu erfassen, kombiniert Leos Carax wie einst der Regisseur Georges Franju Realismus und Fantasie, Zärtlichkeit und Polemik, Fetischismus und Erkenntnis.

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Dirk Henninger: Echo Online Dirk Henninger: Echo Online

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6.0Ganz gut

In diesem Film ist von Anfang an alles seltsam [...]. Vielleicht ist das Besondere dieses seltsam (alb)traumhaft-poetischen Bilderrausches, dass man ihn sowohl als Allegorie für das Kino als auch für das Leben interpretieren kann – und wahlweise auch noch als Statement gegen die zunehmende Virtualisierung der Wirklichkeit.

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Christiane Peitz: Der Tagesspiegel Christiane Peitz: Der Tagesspiegel

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7.0Sehenswert

Wie schwer das Lachen fällt, welche Bürde der Trauer Leos Carax mit sich schleppt, auch davon erzählt Holy Motors. Ein Abgesang, ein Endzeitpoem, das radikal auf der Filmkunst anstelle des Popcornkinos beharrt – und sei es das letzte Mal.

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Julia Binder: Bayerischer Rundfunk Julia Binder: Bayerischer Rundfunk

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8.0Ausgezeichnet

Holy Motors ist definitiv kein Film für die breite Masse und auch keiner für einen entspannten Popcorn-Kino-Abend. Aber so ist das eben mit wahrer Kunst: Man muss sie erleben und kann sich dann darüber den Kopf zerbrechen.

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Stefan Grissemann: taz Stefan Grissemann: taz

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7.5Sehenswert

Holy Motors ist ein Trip, in jedem Sinne des Begriffs: eine Tages- und Nachtreise durch Paris, ein Drogenrausch, ein Delirium. Für Menschen, die im Kino Antworten auf quälende Fragen suchen, deutliche Ansagen und Therapie von Krisensymptomen ersehnen, ist dieser Film nicht gemacht. Die Bilderrätsel, die der Spätsurrealist Carax in den Raum stellt, besitzen eine Dringlichkeit und eine Gewalt, die es im Gegenwartskino nach den Regeln der Arthouse-Normierung gar nicht mehr geben dürfte.

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Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel

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5.5Geht so

Was [auf die Anfangsszene] folgt, ist serieller Mummenschanz, der die Verwandlungsfähigkeit des Hauptdarstellers eher technisch unter Beweis stellt.

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Jörg Schöning

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3.5Schwach

Holy Motors ist eine Nummernrevue, die aus lauter Trailern besteht und in deren Verlauf der Regisseur zwar ein paar Stars - Kylie Minogue, Eva Mendes, Michel Piccoli - aus dem Zylinder zaubert, sie jedoch ebenso rasch auch wieder verschwinden lässt.

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Andreas Borcholte: Spiegel Online Andreas Borcholte: Spiegel Online

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8.5Ausgezeichnet

Holy Motors verstört, irritiert, reißt mit, verblüfft, packt seinen Zuschauer mit radikalen, furchtlosen Bildern an der Gurgel - und wirft mehr Fragen auf, als er Antworten liefert. Mehr kann Kino nicht erreichen.

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Diemuth Schmidt: Radio Köln Diemuth Schmidt: Radio Köln

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7.0Sehenswert

Ein Meisterwerk für die einen, grotesker Unsinn für die anderen. Holy Motors spaltet, auch wenn man als Skeptiker nicht leugnen kann, dass der schrankenlose Einfallsreichtum Leos Carax' einzigartig ist.

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Jean-Marc Lalanne

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9.0Herausragend

Bezaubernd und einmalig - lässt er uns nie wieder los.

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Thomas Sotinel: Le Monde Thomas Sotinel: Le Monde

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9.0Herausragend

Holy Motors ist eine "Superproduktion" - eine Gesamtansicht der Kinogeschichte und ein intimes Portrait eines Cineasten, der seit 1999 keinen Langfilm mehr gedreht hat.

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Simon Eberhard: Outnow.ch Simon Eberhard: Outnow.ch

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8.0Ausgezeichnet

Das einzig Klare an diesem Film, ist, dass nichts klar ist. Das kann ihm nun entweder gutgeschrieben oder vorgehalten werden. So oder so bleibt dieses schräge Science-Fiction-Krimi-Musical auf mysteriöse Weise faszinierend.

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Thomas Abeltshauser: Ray Thomas Abeltshauser: Ray

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8.0Ausgezeichnet

Der Film hat die Kritiker ratlos hinterlassen, aber auch begeistert ob der absurden Komik und schieren Kreativwut, die Carax vor uns ausbreitet. Genie oder Wahnsinn? Wahrscheinlich beides.

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Cristina Nord: taz Cristina Nord: taz

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8.0Ausgezeichnet

„Holy Motors“ ist weniger narratives Kino als entfesselte Einbildungskraft.

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Michael Sennhauser: Sennhausers Filmblog Michael Sennhauser: Sennhausers Filmblog

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9.0Herausragend

Wenn dann am Ende in einer riesigen Einstellhalle mit den vielen Stretchlimousinen, die dem Film den Titel geben und seinen Figuren einen Rückzugsort, noch eine Dimension mehr aufgeht, beginnt das cinephile Herz zu hüpfen. Holy Motors ist ein Kunstwerk.

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Kommentare (23) — Film: Holy Motors


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Halver Hahn

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Bewertung9.5Herausragend

Fantasievoller, vollkommen verrückter Liebesbrief an das Kino und die Art, wie es das Leben imitiert - und umgekehrt.

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TimMoCriterion

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Bewertung9.0Herausragend

"Die Menschen wollen keine Motoren mehr. Sie wollen keine Handlung mehr."
"No more action, is this true?"
Jup.
Voll kritisch.

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Curryman1312

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Bewertung4.0Uninteressant

Toller Soundtrack, die Leprechaun Episode war lustig.
Leider mag ich solche surrealen Filme nicht, wie soll ich mich mit Personen identifizieren, von deren Handeln ich nichts kapiere? Erinnert mich schon an Lynch. (Von dem ich allerdings nur Lost Highway gesehen hab.)

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MrDepad

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Holy Motors" ist der bizarrste, skurillste, surrealste aber deswegen auch faszinierendste Film, den ich seit sehr langer Zeit gesehen hab.
Direkt vom Beginn an wird keine logische, nachvollziehbare Geschichte erzählt. Grob geht es um einen Monsieur Oscar, der in einer Limousine einen Tag lang durch Paris fährt und dabei verschiedene "Termine" wahrnimmt. Für diese "Termine" schlüpft er jedes Mal in eine andere Verkleidung, wodurch er völlig unterschiedliche Identitäten annimmt. Doch nicht nur die Hauptfigur, sondern auch der Film ansich ändert sich andauernd. Episodenhaft werden kleinere Geschichten erzählt, die total skurill und surreal sind, wobei das Genre ebenfalls ständig wechselt und der Film von düster, lustig, traurig, brutal bis hin zu Musical-Passagen schwankt. Obwohl mit Kylie Minogue und Eva Mendes auch zwei bekanntere Schauspielerinnen in dem Film kurz auftauchen, ist der Film wirklich nur für Leute geeignet, die surreale Stoffe lieben.
"Holy Motors" ist ein abgedrehtes Kabinett, vollgestopft mit liebevoll kreierten Absurditäten. Wenn auch teilweise fast schon zu überfordernd, merkt man dem Film immer an, mit wieviel Herzblut er gemacht wurde. Fans von surrealen, außergewöhnlichen Kunstfilmen, zu denen ich mich auf jeden Fall zähle, sollten definitiv mal einen Blick wagen, der normale Filmeschauer wird sich allerdings schockiert abwenden oder zu Tode langweilen.

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Demine

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Absolut, war auch sehr angetan von dem Film. Hatte das große Glück, dass er hier in Münster in einem wunderbaren, kleinen Kino gezeigt wurde. Wurde ja bundesweit leider nicht an allzu viel Orten aufgeführt.


MrDepad

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Ja, in meiner Nähe gibt´s auch ein kleines Programmkino, wo der Film auch damals lief. Leider kannte ich dieses Kino da noch nicht, sonst hätt ich ihn auf jeden Fall auf der Leinwand angeschaut.


Mimuschka

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Bewertung9.0Herausragend

ein kleines surreales meisterwerk für das neue millenium. mal witzig, mal traurig, mal brutal, mal poetisch - und immer bildgewaltig.
der titel lässt mich natürlich sofort an holy mountain denken, der vergleich liegt nahe, auch wenn der hier ohne den ganzen mystizismus auskommt und weniger pompös ist. was mich aber am meisten freut ist, dass heutzutage nochmal jemand den mut hatte mit einer produktion dieser größenordnung den ganzen mainstream in den dreck zu treten, und zwar so richtig.
da war leos carax auf seine alten tage und unglaubliche 13 jahre nach seinem letzten film doch nochmal für eine überraschung gut.

weitere worte spare ich mir mal, um den überwältigungseffekt nicht zu zerstören.

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Uli Kunkel

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Meditation über Vergänglichkeit und Wechselhaftigkeit, über menschliche Rollenspiele, die Vielgestaltigkeit von Identitäten und die Macht ihrer Illusion.

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Uli Kunkel

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Der lief vor einigen Monaten in ausgewählten Programm-Kinos.
Derzeit bleiben scheinbar nur teuere französische Importe oder die etwas zwielichtigeren Ecken der Interwebs.
Release kommt sicherlich noch. Dann vielleicht sogar mit schicker Synchronisation.


MrDepad

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Ok, danke für die Infos.


vannorden

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Bewertung4.5Uninteressant

Der Bauch von Holy Motors wächst über knapp zwei Stunden an. Er ist bedeutungsschwanger. Die erste Hälfte ist er froh und tänzerisch aufgrund des Glücks, aber dann wird es zunehmend eine rührselige Qual das Gewicht vor sich her zu tragen. Und am Ende steht ein warmer, selbstironischer Furz ins Gesicht, der einen glücklich machen kann. Ich fand mich kichernd. Aber auf dem Weg nach Hause verzogen sich alle Rückstände. Der anfängliche Frohsinn war erdrückt und der Geruch der absurd dargebrachten Botschaft verzog sich in die Nacht.

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vannorden

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Wirfst du mir gerade vor, dass der Text nicht ernsthaftig genug ist, während du es bei HOLY MOTORS als Grund seiner Güte anführst? ;)
Und was meine Lieblingsfilmliste und meine Bewertungen über mein Verhältnis zu HOLY MOTORS sagen, würde ich zu gerne wissen. :)


magX

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Die Lieblingsfilmliste lässt ja ab und zu mal Rückschlüsse zu; der Rest der Antwort war nicht als Kritik und teilweise auch nicht ernst gemeint. Wie gesagt: verstehe, warum er dir nicht gefällt...


dumas

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Bewertung9.5Herausragend

"Schönheit. Man sagt, sie liegt im Auge. Im Auge des Betrachters. - Doch was, wenn es keinen Betrachter mehr gibt?"

HOLY MOTORS ist mein BALADA TRISTA DE TROMPETA des Jahres 2012- einfach der interessentaste, originellste und bislang beste Film des Jahres. Die Leistung von Hauptdarsteller Denis Lavant grenzt an ein Wunder und verleiht dem Film seine paradoxe Qualität: Jede Episode, jeder Termin von M. Oscar, funktioniert im Einzelnen und ist in sich völlig stimmig. Gleichzeitig aber bleibt jede Rolle Oscars nur ein Alter Ego seiner selbst und so gewinnt die Figur von Termin zu Termin an Konturen. Hinzu kommt, dass HOLY MOTORS nie auf seiner Prämisse sitzen bleibt, sondern diese ständig hinterfragt und weiterentwickelt. Wenn Identität nur eine Inszenierung ist, wer hält dann die Fäden in der Hand? Und für wen wird überhaupt inszeniert? Wo ist der Betrachter, ohne den es keine Schönheit gibt? Carax treibt den Gedanken der inszenierten Realität so stark auf die Spitze, dass selbst der Tod nur noch eine Darbietung ist. Und trotzdem muss M. Oscars Chef sich eingestehen, dass ihn die paranoide Wahnvorstellung verfolgt, eines Tages zu sterben.
Die einzige authentische Emotion in Holy Motors ist Liebe. Sie geht über die einzelnen Episoden hinaus und verbindet M. Oscar mit einer anderen Schauspielerin, die wie er in einer weissen Stretchlimousine von Termin zu Termin braust. Doch für Liebe bleibt nur zwischen den Terminen Zeit, zwischen den vielen falschen Leben, zu denen die Protagonisten verdammt sind.

HOLY MOTORS erinnert an die besten Filme David Lynchs, und doch hat man das Gefühl, dass Carax mehr zu sagen hat als es Lynch je vermochte. Das Verschieben von Identitäten dient hier nicht nur dem Vorführen von filmischer Illusion, es stellt tatsächlich Fragen über das Warum und vor allem das Wie des menschlichen Daseins. Untrennbar mit diesen Mysterien verbunden ist für Carax auch die Frage nach dem Zweck der Kunst. Erst der Betrachter verleiht der Kunst ihre Schönheit, ohne ihn kann es keine Kunst geben. Und trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb zweifelt M. Oscar: "Was, wenn es keinen Betrachter mehr gibt?"

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firlefant2000

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Bewertung10.0Herausragend

Hat ein bisschen was von Jodorowski, klar auch von Lynch. Fühlte mich dann aber auch an 'The limits of control' von Jarmusch erinnert nur dass bei holy motors etwas mehr Bewegung drin ist. Der film gibt über weite strecken viel Interpretationsspielraum wobei er gegen ende etwas licht ins dunkel bringt - gekrönt von einem sehr (merk)würdigem abschluss.

Lange habe ich auf den Film gewartet und wurde nicht enttäuscht, es sollte viel mehr solcher Filme geben!

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CommanderFarr

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...und?:-)


Schlegel

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Bewertung6.0Ganz gut

Prätentiöser Mischmasch, der mich mehr oder weniger kalt lässt. Denis Lavant ist ein markanter Typ und gerade deshalb nicht so wandlungsfähig, wie es Carax gerne hätte. Mit den Limousinen reicht's mir für dieses Jahr.

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DerDude_

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He is back :DDDD


Schlegel

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Ja, mit Song, hör mal:
http://www.youtube.com/watch?v=S-1651-XCXo
Den fand ich toll. Bin halt ein Kitschbruder.


CommanderFarr

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Endlich wieder mutiges, radikales Kino. Keine Antworten, umso mehr Fragen. Nach Wirklichkeit, Inszenierung, Körperlichkeit... Bilder die sich einbrennen, eine wunderschöne originelle, den Zeitgeist absolut treffende Erotikszene, anarchisch wie Themroc, alben wie Python, ein wirklich fantastischer Hauptdarsteller, man weiß nie wohin der Film im nächsten Moment läuft, ich sag nur Mittagspause... eine Bilderflut, Rauschhaft. Wahnsinnig. Bewegend. Danke, M. Carax.

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magX

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Klasse Kommentar, sehr gut auf den Punkt gebracht.


CommanderFarr

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Thanks:-)


Joeyjoejoe17

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Bewertung7.0Sehenswert

Herrlich unkonventionelle, skurrile und unterhaltsame Filmkunst in ihrer reinsten Form. Erstklassiges Schauspiel, ein großartiger Soundtrack, Bildkompositionen, die einfach zauberhaft sind, und eine Ausstattung und Optik, die ihres gleichen sucht, sorgen dafür, auch wenn man den tieferen Sinn hinter diesem Abgesang des modernen und der Huldigung des klassischen Kinos nicht erkennt, dass man blendend unterhalten wird und mit purer Faszination vor der Leinwand klebt. Fantastisches Erlebnis!

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Joeyjoejoe17

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@Punsha: Nein, leider nicht. Für einige sehr interessante Filme in diesem Jahr ("Small Town Murder Songs", "Die Unsichtbare", "Tage, die beliben", "Michael") musste ich auf andere Städte ausweichen oder auf die Heimkinoveröffentlichung warten.

@MrDepard: Gern geschehen.


hollygolightly1

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Ich freu mich schon sooo auf den Film! :)


ProsperDune

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Am Tag nach meinem Kinobesuch von "We Need To Talk About Kevin" bin ich gleich nochmal ins Kino gegangen, um die Freiheit des Alleine-Ins-Kino-Gehens auszukosten.

Und ausgezahlt hat es sich allemal nochmal. "Holy Motors" ist -- und ich wiederhole da sicher nur die Worte meiner Vorredner -- erfrischend und innovativ und deshalb eine Erfahrung, die man gemacht haben muss. Dass mich der Film nicht erwähnenswerterweise beeindruckt, überwältigt hat, liegt vielleicht an dem Film, den ich mir am Tage davor zu Gemüte geführt habe, doch hat "Holy Motors" die Nachwirkungen jenes Films immerhin durch seine skurril-surreale, mal komische, mal traurige Eigenartigkeit beträchtlich abschwächen können und das will was heißen. Und dass der Film auch abseits seiner sozialkritischen, film-/selbstreflexiven Aspekte und ohne jedweden Interpretationsgelüste (der Alptraum eines in seiner Arbeitsroutine gefangenen Schauspielers? eine Parabel auf die Technologisierung und Virtualisierung unserer (Film)Welt(en)?! die Wirklichkeitswerdung einer Vermischung von Realität und Fiktion?) wunderbar zu goutieren ist, spricht auch ungemein für ihn. Bitte anschauen.

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SKURRIL

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

[Scio...] „Holy Motors“ ist sozialkritisch, philosophisch und hochgradig wertvoll. Das Meisterwerk verstört den Zuschauer und erzählt sehr plausibel von einer höchst interessanten Theorie menschlichen Daseins. "Realitäts"nah betrachtet ist der Film ein schwergewichtiger Störfaktor für unsere gängigen Axiome, Lebensvorstellungen und Weltanschauungen, weil er diese komplett in Frage stellt. Die herausragende technische und dramaturgische Qualität zeichnet sich durch wunderschöne Bilder, authentische Schauspieler, tiefsinnige Dialoge, Kurzweil und einer flexiblen Musikuntermalung aus. Die abstrusen Situationen und Irreführungen, die versteckte, beinahe schon nihilistische Kritik an der Naivität bzw. schwachen Reflexionsfähigkeit des Menschen nehmen im Verlauf radikal zu. Grenzen der Realität werden mühelos aufgehoben, alles, das einmal etwas zählte, verliert seinen Wert. Ambivalent ist "Holy Motors" zudem zweifelsohne, denn Leon Carax' Werk bietet viel mehr als nur eine eindeutige Interpretation. Die wechselnde Persönlichkeit des Protagonisten könnte nämlich ebenso als eine moderne Metapher verstanden werden, da der Mensch vor allem durch das Internet/moderne Technologien, beispielsweise in Onlinespielen oder sozialen Netzwerken, immer mehr Möglichkeiten nutzen kann, ein gewolltes und künstliches Ich anzunehmen, die sein eigentliches Erscheinen und in der Konsequenz sein eigenes Leben ohne Probleme verzerren, verfälschen und verändern können. Damit würde der Sinn des menschlichen Daseins noch evidenter zu Nichte gemacht werden, da es nur aus Täuschung und Betrug bestünde. Klar bleibt, und das ist das omnipräsente Topos, dass der Mensch im Endeffekt unwissend ist. Sokratisch führt uns "Holy Motors" vor und macht uns wortwörtlich zum Affen. [...nescio]

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BigDi

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Oh, Gaming. Daran hatte ich gar nicht gedacht und es liegt doch so auf der Hand (inkl. Motion Capturing!). Danke für den Gedanken. :)


SKURRIL

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@Grimalkin: Danke! ANSCHAUEN!
@BigDi: Bitte! Ich denke, "Holy Motors" lässt einen enormen Interpretationsraum zu, was für mich persönlich einer der besten Dinge ist, die man mit einem Film erreichen kann.


antaris

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Bewertung9.5Herausragend

Film, Film, Antifilm, Überfilm

Holy Motors kommt als einzige Collage aus filmischen Anspielungen daher: Auf Klassiker und frühere Filme von Carax. Ein Überfilm, der alles Filmische in sich vereint. Und ein absoluter Antifilm, der alles Filmische entlarvt, bloßstellt und das Spiel mit der Realität, Fiktion und Narration auf eine absurde, fast surreale Spitze treibt.

Es ist ein reines Sehvergnügen, durch und durch mit Überraschungen gespickt. Denis Lavant als extrem präsente physische Gewalt läuft zur absoluten Höchstform auf.

Es hätte ganze 10 Punkte gegeben, aber zwei Momente haben mich aus dem Sog der filmischen Extase gerissen: die alt-gewordene Kylie, die blöderweise singen musste und die sprechenden Autos. Auch wenn ich denke, beides gehört ebenso zum Film, konnte ich mich persönlich nicht darauf einlassen.

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aimée

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vorgemerkt

endlich mal wieder etwas das mich aus dem kinosessel reißen könnte. hurra!

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Ripley1

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Der ist wirklich außergewöhnlich. Empfehlung!


Sigrun

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Termine! Termine! Termine!

Super selbstironisch und auf eine altmodische Art surreal.

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styx.canomo

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Bewertung9.0Herausragend

anfang.
ein mann wacht schweratmend auf, seine hand verwandelt sich in einen schlüssel.
er "schließt die wand auf".
er sieht sich einem erstarrten kinopublikum gegenüber, durch die eine Loge trottet langsam eine überdimensionale dogge.
nanu, hat da jemand nen kleinen lynch verschluckt?
mitnichten!
was der gute herr carax hier inszeniert hat, ist vielmehr zu weinig greifbar, um es in den nkontrast oder auf eine vergleichsebene mit anderen filmen zu stellen.
wir begleiten also einen mann auf seinem "arbeitsalltag", während dessen er mannigfaltige identitäten annimmt, sie verwirft und fliegend wechselt.
der fokus liegt hierbei sowohl auf den verwandlungen und den erhaltenen identitäten, aber auch auf den menschen bzw darstellern, die in den episoden mitwirken.
dabei stehen skurrilität und simplifikation im ständigen kontrast und werden gleichermaßen alltäglich und routiniert in ihrem verlauf behandelt, sodass der film einen ganz eigenen surrealismus erzeugt.
hierbei steht das verständnis nicht unbedingt im vordergrund.
und das ist das eigentlich fantastische an diesem film:
er hat zwar durchaus viele kafkaeske ebenen und wirft viele ungklärte fragen auf, die auch im raum stehen bleiben, aber er erhebt beim zuschauer nicht automatisch den anspruch auf eine interpretation.
es liegt am rezipienten, welchen sinn er dem gesehenen gibt oder ob er den bilderreigen einfach wie einen opiumrausch auf sich niederregnen lässt.
eines ist mit sicherheit in jedem falle zu spüren:
die leidenschaft.
die geradezu selbstausliefernde passion eines mannes/regisseurs, welche den film vom ersten atemzug bis zum abspann durchzieht und durch alle venen rauscht; welche sich in stil und ausdruck zum selbstzweck badet und musikalisch offenbart; welche das groteske wie poetische gleichermaßen liebt und diese liebe ausschweifend zelebriert.
das in bewegte bilder gefasste manifest eines mannes, der das kino lebt und verehrt und dieses süße gift auch in die köpfe der zuschauer injiziert.
definitiv einer meiner bisherigen lieblinge 2012!

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Geralt von Riva

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Hm, jetzt muss der nur noch irgendwo bei mir in der Nähe laufen.


burkivoll

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein sehr unterhaltsamer und spannender Film, wenn die anfängliche Irritation überwunden und der "rote Faden" gefunden ist. Die narrative Ebene des Films allein, die groteske, phantastische und surreale Elemente vermischt und mich an Texte von E.T.A. Hoffmann und Franz Kafka erinnert, hätte eine 10 verdient. Was bringt die nächste "Aufgabe" für Überraschungen und Irritationen und wie verzahnt sie sich mit der Realität!
Toll die Schlusssequenz des Hauptdarstellers nach getaner "Arbeit", eine letzte Zigarette erschöpft rauchend, bevor er in den sicheren und harmonischen Bereich der Familie zurückkehrt (Denkt man, obwohl der aufmerksame Zuschauer die veränderte Reihenhausstruktur bemerkt hat.), denn die Sequenz nach dem Epilog zu Beginn des Films hat man noch im Kopf: "Mach's gut Papa, arbeite schön..." oder so ähnlich .... und dann das.
Die musikalischen Elemente, die die ästhetische Struktur des Films bekräftigen, fand ich auch sehr überzeugend, zurückhaltend dezent, aber schräg und unerwartet. Und an dieser Akkordeonsequenz könnte ich mich satt hören und sehen.

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Dolly Zoom

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Zumindest zu hören: http://www.youtube.com/watch?v=7qxG3LzYkfg&feature=related :-)


wolf260366

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Bewertung4.0Uninteressant

???????????????????????????und irgendwie doch leidlich interessant

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