Ich & Orson Welles

Me and Orson Welles (2008), GB Laufzeit 113 Minuten, FSK 0, Drama, Komödie, Kinostart 26.08.2010

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6.7
Kritiker
17 Bewertungen
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5.9
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24 Kommentare
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von Richard Linklater, mit Zac Efron und Claire Danes

Er war eines der größten Genies der Theater- und Filmwelt – und ein exzentrischer Egomane: Orson Welles hier gespielt vom hochgelobten Christian McKay. Das “Ich” in Ich und Orson Welles bezeichnet den 17jährigen Richard Samuels (Zac Efron). Der Teenager kann es selbst nicht fassen, als der Maestro persönlich ihn für die Rolle des Lucius in seiner Bühnenadaption von Shakesbeares Julius Caesar verpflichtet. Doch die Ernüchterung setzt recht schnell ein, als Richard die extravaganten Seiten des Regisseurs kennenlernt. Dieser herrscht über sein Theater mit diktatorischer Allmacht und betrachtet jeden seiner Wünsche (auch die sexueller Art) als Gesetz. Als sich Richard auch noch in die aufstrebende Regieassistentin Sonja Jones (Claire Danes) verliebt und damit in direkte Konkurrenz zum großen Welles tritt, verwandelt sich die Theaterproduktion in ein nicht nur emotional turbulentes Unterfangen…

Ich und Orson Welles wartet neben Teenieschwarm Zac Efron mit einer hochkarätigen Besetzung auf: Zu nennen wären unter anderem Eddie Marsan, der als Inspector Lestrade in Sherlock Holmes und vor allem als rassistischer Fahrlehrer mit einem besonders schmutzigen Mundwerk in Happy-Go-Lucky bekannt sein dürfte. Er spielt in Ich und Orson Welles den legendären Produzenten und Schauspieler John Houseman. Diejenigen, die den kleinen aber feinen (bzw. fiesen) Horrorthriller Eden Lake gesehen haben, dürften Kelly Reilly nicht vergessen haben, die dort die Hauptdarstellerin ist und in Ich und Orson Welles eine kleinere Rolle hat. Last aber in keinem Fall least, müssen einige Worte über Charakterdarsteller Christian McKay verloren werden. McKay hat auch schon vor Ich und Orson Welles den berühmten Regisseur in einer One-Man-Show auf dem Broadway porträtiert. Gefragt, ob es in einigen Jahrzehnten wohlmöglich ein Sequel geben würde, in welchem er den extrem fülligen Welles in seinen “Schokoladenjahre“ darstellen würde, antwortete McKay euphorisch bejahend. Leider wohl nur ein Scherz. (KJ)

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Regie
Schauspieler

Kritiken (13) — Film: Ich & Orson Welles

Dietmar Kesten: Filmmag.de

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5.0Geht so

[...] Der authentischen Blick hinter die Kulissen des Theaterbetriebs und die Sicht auf das Porträt von Orson Welles ist zunächst äußerst positiv [...] Doch Linklater versäumt es, einen überragenden Film zu machen. Am Ende läuft sich alles tot. [...]

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Bert Rebhandl: Berliner Zeitung, Der Standard Bert Rebhandl: Berliner Zeitung, Der Standard

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7.5Sehenswert

Ich & Orson Welles" ist so etwas wie ein "period picture", das zwar auch die Umstände der Zeit verklärt, in erster Linie aber der Nostalgie die sentimentale Spitze nimmt. Denn das, was Richard erlebt, ist eine Verzauberung und Entzauberung zugleich. Und nichts zeigt das deutlicher als der Gesichtsausdruck von Sonya - die Schauspielerin Claire Danes wird hier endgültig erwachsen.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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5.0Geht so

Das historische Theaterereignis bildet die Folie für Richard Linklaters Film ,,Ich & Orson Welles". Erzählt wird die fiktive Geschichte des siebzehnjährigen Schülers Richard (Zac Efron), der von einer Schauspielerkarriere träumt und durch Zufall die Chance erhält, in der kleinen Partie des Lucius engagiert zu werden. Die Proben verlaufen chaotisch, denn die meiste Zeit verbringt man wartend auf Orson, der jedem Rock hinterherjagt und keinerlei Kritik an seiner Person zulässt.

Zur verhängnisvollen Wendung kommt es, als der Teenager mit dem großen Meister um die Zuneigung der schönen Regie-Assistentin Sonja (Claire Danes) konkurriert. Gegen das herrische Genie hat das unbedarfte Greenhorn schlechte Karten.

Mit seinem ehrlichen, weitgehend authentischen Blick hinter die Kulissen des damaligen Theaterbetriebs und seinem markanten Porträt des großen Mimen Orson Welles ist ,,Ich & Orson Welles" zweifellos vielversprechend angelegt

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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8.0Ausgezeichnet

Wenn es nur darum ging, dem Schauspieler und Regisseur von "Citizen Kane" (1941) in seiner ganzen wuchtigen Erscheinung [...] mit einer Hommage zu huldigen, hat Richard Linklater [...] schon gewonnen. Wie beim echten Welles möchte man am liebsten gleich ein paar Kilo zulegen. Gelungen ist der Film aber auch einfach als nostalgisches Zeitbild mit jeder Menge Theaterflair.

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Elisabeth Maurer

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6.5Ganz gut

...Im Finale des Films werden einige Szenen aus Welles Ceasar-Inszenierung eingebaut, die weltweiten Ruhm erlangte und als eine der bedeutendsten Aufführungen eines Shakespeare-Stücks auf amerikanischem Boden gilt. Auch erhält der Zuschauer einen Eindruck von Welles Schaffen und seiner mitunter schwierigen Persönlichkeit. Dennoch liegt der Fokus ganz klar auf Richards Charakter und der Film will gar keine minutiöse Rekonstruktion der Entstehung des legendären Ceasars sein. Linklater legt größeren Wert darauf, den Film zu einem kurzweiligem Period Film zu machen, mit schönen Kostümen, einem sehr gelungenem und eingängigem Soundtrack und natürlich einer nicht zu kleinen Portion Nostalgie. Dadurch überträgt er Richards Faszination auf den Zuschauer. ...

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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6.5Ganz gut

Als Egomanen und Menschenfänger, der von seiner künstlerischen Vision besessen ist und sie gegen alle Widerstände verteidigt, zeichnet Linklater seinen Kollegen Welles. Dass dieser dabei trotz allem nicht als Unsympath rüberkommt, ist der Leistung von Welles-Darsteller Christian McKay zu verdanken. So ist es auch eher McKay als der blasse Zac Efron, der diesen kammerspielartigen Blick auf die großen und kleinen Dramen, die sich hinter den Broadwaykulissen bekanntermaßen so abspielen, vor der Belanglosigkeit rettet.

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T.Volkmann: Programmkino.de T.Volkmann: Programmkino.de

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7.0Sehenswert

Seinem bereits von den verschiedensten Genres von Slackerkomödie über Western und Kinderspaß bis moderner Liebesfilm bevölkertem Ouevre fügt Richard Linklater mit diesem nostalgisch gefärbten 30er-Jahre-Kammerspiel aber dennoch eine weitere, angenehm unterhaltsame Facette hinzu.

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Holger Römers: Film-Dienst.de Holger Römers: Film-Dienst.de

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7.5Sehenswert

Wer sich ein bisschen für Filmgeschichte oder die amerikanische Kultur des 20. Jahrhunderts interessiert, wird diesen Film alleine schon deshalb schätzen, weil Richard Linklater die [...] Geschichte mit Akribie und Elan nachinszeniert.

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Hard Harry: critic.de, Deadline, Movieb...

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7.5Sehenswert

Richard Linklaters Verfilmung des gleichnamigen Jugendromans ist eine bittersüße Tragikomödie über die erste Liebe, den Glanz des Broadways und das Ego von Orson Welles.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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6.0Ganz gut

Abgesehen von dem seltsamen Satzbau wäre „Me and Orson Welles“ ein viel besserer Film geworden, wenn der erste Teil ein wenig gekürzt, oder wenigstens zurückgeschraubt worden wäre. Die Geschichte, welche sich um Orson Welles dreht (hervorragend gespielt von Christian McKay) ist viel interessanter, als das, was dem jungen Kerl passiert, der beinah aus Versehen in Welle's großartigem Freundeskreis umhergereicht wird. Hätte sich der Film, welcher im Jahr 1927 spielt, mehr auf Welles wichtige Produktion von „Julius Caesar“ konzentriert, es wäre ein faszinierender Film geworden. So ist es eine theatralische Story über das Erwachsenwerden, schmalbrüstig, sporadisch lustig und manchmal kitschig.

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J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews

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7.0Sehenswert

„Me and Orson Welles“ ist ein Film über das Theater in den 1930ern. Basierend auf der halb-fiktionalen Erzählung von Robert Kaplow und inszeniert in New York in der Zeit, als das Mercury-Theater eröffnet wurde, ist der Film reich an Details aus dieser Ära. Linklater verlässt sein übliches Genre von intimen Charakter-Portraits und erschafft ein weit ausgreifendes, lebendiges Portrait des Broadways zu Zeiten der Great Depression. Der offensichtliche Star ist Zac Efron, dessen Darstellung ein Schritt weg vom Teenie-Star und hin zu erwachsenen Rollen sein soll. Seinen Status als Herzensbrecher hat er effektiv versteckt, seine Performance aber ist solide, jedoch unspektakulär.

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Edward Douglas: ComingSoon.net Edward Douglas: ComingSoon.net

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7.5Sehenswert

Es fühlt sich an, als ob dies ein ganz ungewöhnlicher Film für Linklater ist, hauptsächlich wegen der historischen Prämisse. Er nutzt aber die Gelegenheit, das erste Mal mit dem wunderbaren Richard Pope zu drehen, um einen visuell großartigen Film zu schaffen. Darüber hinaus besitzt der Film eine Romantik, die wir so nicht von Linklater kennen, als er in den letzten Jahre Sci-Fi oder das Fast-Food-Geschäft erforschte. Dies hier erinnert an seine früheren Filme „Before Sunrise“ und „Before Sunset“, und es ist einfach ein herzlicher, unterhaltsamer Film, der hoffentlich seine verdiente Zuschauerschaft finden wird.

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Betsy Sharkey: Los Angeles Times Betsy Sharkey: Los Angeles Times

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7.0Sehenswert

Linklaters Problem ist eigentlich Zac Efrons, und daher problematisch für den ganzen Film. Der Protagonist verbringt die meiste Zeit damit, Orson Welles hinterher zu hüpfen wie ein aufgeregter Welpe. Die Rolle sollte Zac Efrons Einstieg in das Fach der erwachsenen Schauspielerei sein, aber während er durchaus angenehm genug ist, bleibt er die meiste Zeit in der Welpen-Phase. Wie im richtigen Leben, überschattet Orson Welles schließlich alle, und McKays Performance ist so gut, dass jeder andere ein wenig in den Hintergrund rückt. Weder Linklater, noch der Film erholen sich davon ganz.

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Kommentare (11) — Film: Ich & Orson Welles


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FumerTue

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Nach Streifen wie der Komödie "School of Rock", den Liebesfilmen "Before Sunrise"/"Before Sunset" oder experimentellen Philosophie- oder Science-Fiction-Ausflügen à la "Waking Life" und "A Scanner Darkly", entführt uns der begeisterte und begnadete Filmemacher und Philosoph Richard Linklater ans Theater im New York der 30er Jahre.
Die Handlung des Filmes ist sehr gut erklärt in der hiesigen Filmbeschreibung, weshalb es diese ja misswürdigen würde, wenn ich das Ganze jetzt aufs Neue erzähle... ;)
"Me and Orson Welles" ist eine wunderbare Hommage, aber auch kritische Betrachtung, an den wohl etwas gewöhnungsbedürftigen Regisseur Orson Welles, ein selbstverliebter, arroganter Egoist, der aber dennoch Großes geleistet hat. Auch weiß der Streifen uns zu erzählen, was das Schauspielen, die Kunst, das Theater, die Musik, die Literatur und auch den Film so besonders macht, für den Künstler, der sich damit ausdrückt und genießt.
Linklater bringt die Atmosphäre dieser Zeit wunderbar rüber, auch dank des Soundtracks, der nach Musical aus den 30ern oder 40ern klingt, und auch durch die ausgezeichnete Besetzung. Ich habe (zum Glück) High School Musical noch nicht gesehen, wegen dem Zac Efron durchaus nicht das Image hat, ein klasse Schauspieler zu sein. Ihr solltet "Me and Orson Welles" sehen, dann seht ihr, dass der Kleine eine Menge drauf hat!
Wie schon mehrfach erwähnt ist die Regiearbeit in üblicher Linklater-Manier klasse!
Fazit: Den Streifen sollte man sich nicht entgehen lassen, er ist eine wunderbare Hommage an Orson Welles und auch an die, die von seiner Art gleichermaßen profitiert haben wie sie darunter gelitten haben.

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RoosterCogburn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der eigentliche Anfang der Legende Orson Welles steht hier im Mittelpunkt. Die Inszenierung von »Julius Caesar« im November 1937 im New Yorker Mercury Theatre. Danach waren Shakespeare-Inzenierungen nicht mehr das, was sie vorher gewesen sind. Und der naive Jungschauspieler Richard buhlt mit Welles um die Gunst der Assistentin Sonja, die es im Film gleich in die Betten von Beiden zieht. Ein großes Highlight sind die gelungene Kulisse, wie auch die Kostüme des Filmes, die den Zuschauer eindeutig sehr glaubhaft in die 30er Jahre entführen. Es ist einfach ein »Making Off« der Julius-Caesar-Inszenierung, eine Dokufiction. „Ich und Orson Welles“ ist ein Machtspiel zwischen Naivität und Durchtriebenheit. Aber auch das Gegenspiel von Traum und Wirklichkeit. Der Film ist eine gelungene Inszenierung mit viel Witz und Gefühl. Einfach sehenswert.

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spanky

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Bewertung7.0Sehenswert

Es gibt wenige Filme, die dieses Zeitmaschinen-Gefühl erzeugen können. Dieses Gefühl, einer wichtigen historischen Begebenheit leibhaftig beigewohnt zu haben. Dieser kann es ganz gut. Trotz Zac Efron. Oder wegen Christian McKay. Aber vor allem wegen Detailtreue in Production Design und Set Decoration.

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Sigmund

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Bewertung3.5Schwach

Schade! Die Grundidee hätte einen tollen Theaterfilm abgegen können, und ich hatte mich schon sehr darauf gefreut. Aber auch ein Theaterfilm braucht nicht nur eine gute Idee, sondern auch eine gute Geschichte. Und das bedeutet z.B. ein Mindestmaß an erzählerischer Dichte. Hier sind die Dialoge und selbst die Szenen allerdings so beliebig, dass man sie in ihrer Reihenfolge vertauschen oder zum großen Teil sogar weglassen könnte – ohne dass es die Geschichte auch nur im Geringsten verändern würde!
Habe wirklich nicht oft ein so unglaublich schwaches Drehbuch von einem respektablen Regisseur verfilmt gesehen. Auch die Zac Efron Besetzung funktioniert meiner Meinung nach nicht. Seine Figur hätte einen Darsteller erfordert, dem man ihre Naivität abnimmt. Efron wirkt aber trotz seiner eher schlichten Ausstrahlung abgeklärt und letztlich nicht sehr beteiligt an den Dingen, die ihm widerfahren.
Vor dem Totalabsturz rettet den Film eigentlich nur die wirklich gelungene Welles-Interpretation von Christian McKay.

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*frenzy_punk<3

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Bewertung9.0Herausragend

Yeaaaaah i got it!! ;) und dann auch noch im O-Ton, ich muss schon sagen, ich wurde heute verwöhnt^^
Als allererstes möchte ich sagen ...
DANKE, danke Mr Linklater, dass sie einen so wunderbaren Film gemacht haben und sich beinahe penibel an Kaplows Romanvorlage gehalten haben. Sie wissen nicht, welch Freude es einen bereitet, die Dialoge zu hören und genau zu wissen, dass es ebenso im Buche steht. "Me and Orson Welles" ist ein gelungenes Werk, die Schauspieler boten ein beeindruckendes Schauspiel, die Kulissen sind herausragend und das Kostümdesign lobenswert. Richard Linklater bietet uns hier nicht die Kunst des Filmes, sondern inszeniert Theater. Der Film lebt vom Schauspiel, vom Stück. Die Charaktere sind so liebevoll in Szene gesetzt, so wie ich es mir beim lesen vorgestellt hatte. Christian McKay spielt seine Rolle perfekt und auch der junge Efron bewies mal wieder Talent. Man spürt die Harmonie, die Liebe zum Spiel. Linklater beweist sein können in Dramaturgie und Humor und lässt den Zuschauer Regie- und Theaterarbeit miterleben. Der originelle Soundtrack verleiht dem ganzen Pepp und lässt uns die Zeit zurückdrehen, in die Zeit der Kunst, des Theaters und des Dramas. Ich war beeindruckt!

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*frenzy_punk<3

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danke sehr^^
kann ich nur empfehlen ;)


*frenzy_punk<3

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Ja das stimmt, aber es wird sich nicht mehr so viel Mühe gegeben. Bei Theateraufführungen kommen selten Requisiten zum Einsatz, alles ist so vereinfacht, so lieblos und modern. Ich hab nichts gegen neues, aber wenn man "Maria Stewart" aufführt, die im Text sagen: "Ich zücke mein Schwert .." und dann eine Pistole rausholen, da stellt es mir die Haare auf. Auch ist Theater heute viel zu teuer geworden und das ist schade. Ich sehe mir gerne Schauspiele an, doch leisten kann ich mir das nicht.
Ich glaub ich fang an zu palabern ....
Ich finde einfach, dass früher mehr gewagt worden war, damals noch mehr Herzblut drinsteckte. Es gibt nur noch selten Filme, wo die Handlung wichtiger ist, wie die Unterhaltung. Filme, die vom Spiel der Darsteller leben.


Sonse

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Me and Orson Welles - und ich, denn natürlich war das Kino am Wochenende vollkommen leer, was der Film nicht verdient hat!

Richard Linklater wäre niemals unter den ersten hundert Regisseuren gewesen, an die ich für diesen Film gedacht hätte. Dabei, das muss man ihm lassen, versucht er immer wieder was neues. So richtig mein Fall war er bisher dennoch nie, und ja ich habe "School of Rock" und die Sonnenauf- u. -untergangfilme gesehen. Mit "Me and Orson Welles" hat er nun auch mal einen Film für mich gemacht. Dank und Jubel!

Zufällig bekommt Richard Samuels, ein Teenager, 1937 eine winzige Rolle (Lucius) in der berüchtigten Produktion von Shakespeares "Julius Caesar" im Mercury Theatre am Broadway - Regie und Hauptrolle (Brutus): Orson Welles.

"If I can make it there, I'll make it anywhere,
It's up to you, New York, New York..."

Was folgt ist ein wunderbarer Film über das Theater und den großen Orson aus der Sicht des jungen Mannes (der tatsächlich übrigens Arthur Anderson heißt). Nicht ganz so großartig wie "Noises Off..", "To Be or Not to Be" oder "Stage Beauty", aber schon recht nah dran, nicht nur weil zu meiner Freude Ben Chaplin und Claire Danes wieder dabei sind. Er ist merklich gealtert, aber es ist schön ihn mal wieder in einem Film, noch dazu einem guten zu sehen. Danes steht diesmal nicht auf der Bühne, sondern ist in der Produktion das Mädchen für Alles, Sonja Jones. [Randnotiz: Wenn schon "Jones", warum nicht gleich "Jonas"... Und ich kann es einfach nicht leiden wie die sonst so schöne englische Sprache meinen Namen verhunzt. Das ist ein kurzes, überraschendes "o" in Sonja, kein langes, orgiastisches. ;) Umso schlimmer, dass die Synchronisation die scheußliche Aussprache übernommen hat...]

Eddie Marsan ist der Theaterleiter und James Tupper ebenfalls recht gut als Joseph Cotton. Doch einer thront, wie es die Figur verlangt, über allen:
Christian McKay ist eine absolute Entdeckung und perfekt als Orson Welles.
Sehr schnell meint man Welles spiele sich selbst. Ein Mann, dessen Genie nur von seinem Ego übertrumpft wird. Sein erster Auftritt ist Programm. Er wird dabei vorsichtig darauf hingewiesen, dass seine Hamlet-Inszenierung unter anderem dafür kritisiert wurde, dass er das wohl berühmteste Soliloquy des Stücks "To be..." rausgestrichen hätte. Einer wegwerfenden Geste gleich tut er dies ab, für das Verständnis des Gesamtzusammenhangs sei diese Stelle vollkommen bedeutungslos. Stimmt, das sehe ich ähnlich. Gleichzeitig merkt man hier schon, wie eine Welles' Inszenierung auszusehen hat, auch zu einer Zeit, in der dieser noch vor seiner "War of the Worlds"-Show stand und Jahre vor "Citizen Kane". Der Name Shakespeare wird eher klein geschrieben. Welles kürzt den Caesar brutal runter auf Spielfilmlänge (100 Minuten), streicht Rollen und stutzt sie zusammen, bis auf die seine versteht sich. Bei den Proben, probt fast nur er, doch bis er selbst erscheint, müssen alle auf ihn warten. Die Hauptbeschäftigung am Mercury, wie Richard schnell lernt: Warten auf (God-)Orson.

Vermisst habe ich die politische Dimension, die Linklater vollkommen zugunsten der Geschichte Richards ignoriert, als sei sie gänzlich unbedeutend... Dem ist jedoch nicht so, falls der Zuschauer nicht nur erahnen möchte, was an Welles "Caesar" so radikal und wichtig war. Man sieht, dass es sich um eine moderne Inszenierung handelt und die Figuren fast alle Uniformen tragen. Ach ja, 1937, Faschismus, Hitler, Mussolini.

Und fasst hätte ich ganz vergessen ihn zu erwähnen, Zac Efron ist dabei. Er spielt sogar die Hauptrolle und ist dabei ganz akzeptabel. Einen anderen Schauspieler würde ich dennoch direkt vorziehen, denn der Vergleich zu Christian McKay könnte kaum deutlicher ausfallen. Der eine kommt direkt vom Broadway, der andere von Highschool Musicals. Den Namen des einen kennt man sofort, vom anderen hat man noch nie gehört. Die Welt ist ungerecht. Mit Danes kommt bei Efron jedenfalls keine Chemie auf, da mag er auch noch so zuckersüß dreinblicken.

"Me and Orson Welles" ist die Art Film, die man im Kino heutzutage selten sieht, charmant, witzig, berührend, irgendwie altmodisch. Leider holt der Hauptdarsteller den Zuschauer gelegentlich in die zynische Kinowelt der Gegenwart zurück.

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m.laterne

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Citizen Kane ist mein erster Welles. F for Fake ist vorgemerkt. Ich mag Portaits. Citizen Kane ist ja auch eins, zumindestens kann man viele Paralellen zu William Randolph Hearst ziehen.


m.laterne

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F wie Fälschung - gefunden


Kris

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Bewertung7.5Sehenswert

Im swingenden New York der 30-er Jahre kämpft ein kleines Theaterensemble um den ganz großen Auftritt. Und gleichzeitig gegen den eigenen Regisseur: Orson Welles als egozentrisches, rücksichtsloses, unberechenbares aber ebenso charismatisches Genie, großartig verkörpert von Christian McKay. Aber auch die anderen Darsteller machen ihre Sache gut und so darf man eine locker-leichte Komödie genießen, die am Ende die leise Erkenntnis zeigt, dass die wichtigen Dinge nicht unbedingt die sind, die in die Geschichtsbücher eingehen, sondern die, die zwischen den Zeilen stehen.

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Sonse

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Schön. :)
Ja, Efron geht. Was nicht heißt, andere wären in der Rolle die bessere Wahl gewesen.
Bei uns gibt's scheinbar keine Efron-Fans, denn ich war ganz allein im Kino.


Kris

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Oh, das ist meistens sowohl entspannend als auch ziemlich traurig!


Su

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Bewertung2.5Ärgerlich

Die Schauspieler sind ok. Die Story langweilt.

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jollyroger

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vorgemerkt

Orson Welles hängt wahrscheinlich mit röhrenden Würggeräuschen über der göttlichen Kloschüssel seitdem er erfahren hat, das ein Teil seines Lebens mit einem charakterlosen und austauschbaren Milchknödel wie Zac Efron verfilmt wird, damit ein fanatischer Fan-Haufen pickliger Teenager die Produktionskosten wieder reinholt.
Prost Mahlzeit.

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bewegtbilder

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Bewertung4.5Uninteressant

Solide, mehr aber auch nicht. Zac Efron spielt hölzern und auch sonst fehlt dem Film irgendwie der Pep.

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Injecter

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In irgendner Sneak?


Schlegel

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vorgemerkt

Wehe das wird nix!

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