L'enfance d'Icare

L'enfance d'Icare (2009), CH
Laufzeit 90 Minuten, Science Fiction-Film, Kinostart 16.12.2010

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von Alex Iordachescu, mit Guillaume Depardieu und Alysson Paradis

Nach einem Unfall bleibt Jonathan Vogel mit einer Behinderung und einem völlig veränderten Leben zurück. Er möchte den Unfall gerne ungeschehen machen, und erfährt, dass es einen Arzt namens Stivlas Karr gibt, der ihm möglicherweise helfen kann. Jonathan lässt sich auf die Sache ein, obwohl die Therapie des Arztes noch im Teststadium und er somit ein Versuchskaninchen ist. Es kommt, wie es kommen muss: Die Therapie hat schwerwiegende Nebenwirkungen und das Leben Jonathans ist in großer Gefahr!

L’enfance d’Icare ist nach mehreren Kurzfilmen und einem TV-Spielfilm der erste Kinofilm des gebürtigen Rumänen Alex Iordachescu.

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Kritiken (2) — Film: L'enfance d'Icare

Stefanie Zobl: Fluter Stefanie Zobl: Fluter

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6.0Ganz gut

Guillaume Depardieu, der Sohn des großen Gérard, hat viel Herzblut in die Rolle des Jonathan gepackt. Die Geschichte, und sei sie noch so "Science Fiction", ist sehr nah an seiner eigenen Biografie: Er selbst hatte beispielsweise auch ein amputiertes Bein und war im Gegensatz zu seinem berühmten Vater nicht gerade ein Glückskind. Der Film, der seinem hohen Anspruch nicht ganz gerecht wird und sich in seiner Komplexität verheddert, nimmt sich rückwirkend wie eine böse Vorsehung aus: Kurz nach den Dreharbeiten starb Guillaume Depardieu im Alter von 37 Jahren.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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6.0Ganz gut

Der rumänische Regisseur Alex Iordachescu hat seinen Film "L'enfance d'Icare" ganz und gar auf den 2008 im Alter von nur 37 Jahren tragisch verstorbenen Schauspieler Guillaume Dépardieu zugeschnitten. Es ist dessen vorletzter und zugleich persönlichster Film, in dem er partiell sich selbst spielt. Dépardieu hatte 1995 einen schweren Motorradunfall, in dessen Folge er sich bei einer Knieoperation an MRSA infizierte, weiteren siebzehn Operationen unterziehen musste und schließlich 2003 sein rechtes Bein amputieren ließ.

Ein ähnliches Schicksal teilt auch seine Filmfigur, nur dass die näheren Umstände im Unklaren bleiben. In Jonathans Erinnerungen an das traumatische Erlebnis gibt es große Lücken. Eine Sequenz zeigt ein rasendes Motorrad auf der Autobahn, - eine andere Bilder von einem zerknautschten, verunglückten Pkw mit Totalschaden. Was war passiert, und in welchem Zusammenhang steht der Unfall mit der Ehekrise? Der Regisseur skizziert das Drama puzzleartig aber mit großen Auslassungen, so dass viele Fragen offen bleiben. Wer zum Beispiel ist das junge Mädchen mit dem Springseil, das in kurzen Rückblenden immer wieder auftaucht? Und welche Rolle spielt es, dass Anna (Sophie Lukasik), Jonathans Freundin, vor dem Unfall ein Kind erwartete? Eindeutige Interpretationen bietet Iordachescu nicht an, so kommt eine geheimnisvolle Note in diesen Film.

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