Liebe auf der Flucht
Amour en fuite (1979), FR Laufzeit 94 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie
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von François Truffaut, mit Jean-Pierre Léaud und Claude Jade
In Liebe auf der Flucht, dem letzten Teil von Truffauts Antoine Doinel-Zyklus, zeigt Antoine (Jean-Pierre Léaud), als geschiedenen Junggesellen, der als Korrektor arbeitet und an einem Roman schreibt. Er hat die dreißig überschritten und jagt nach wie vor der Liebe nach. Dabei begegnet er seiner früheren Freundin Colette (die wir aus dem Kurzfilmsegment Antoine et Colette kennen), un begibt sich mental auf eine Reise in seine Vergangeheit, auf der Suche nach seinen gescheiterten Liebschaften. Denn auch mit seiner neuen Liebe, Sabine, steht die Beziehung vor dem Aus.
Die Filme des Antoine Doinel Zyklus:
Sie küßten und sie schlugen ihn
Antoine et Colette
Geraubte Küsse
Tisch und Bett
Liebe auf der Flucht
Cast & Crew
-
François Truffaut
-
Jean-Pierre Léaud
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Antoine Doinel
-
Marie-France Pisier
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Colette Tazzi
-
Claude Jade
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Christine Doinel
-
Dani
-
Dorothée
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sabine Barnerias
-
Daniel Mesguich
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Xavier Barnerias
Regie
Schauspieler
-
Julien Bertheau
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Monsieur Lucien
-
Rosy Varte
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Colettes Mutter
-
Jean-Pierre Ducos
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Christine's lawyer
-
François Truffaut
-
Marie-France Pisier
-
Jean Aurel
-
Suzanne Schiffman
- Genre
- Romanze, Melodram, Komödie, Ehedrama
- Zeit
- 1970er Jahre
- Ort
- Paris, Zug
- Handlung
- Buchhandlung, Drucker, Druckerei, Ehebruch, Erwachsenwerden, Friedhof, Liebeswirren, Scheidung, Zerrüttete Beziehung
- Mitmachen
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Drehbuch
Filmdetails Liebe auf der Flucht
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IT/FR 1968









Kommentare (7) — Film: Liebe auf der Flucht
Kommentar schreibenTrimalchio 2012/01/20 22:55:09
Kommentar löschenSchwierig. Einerseits bleibt der alte Scharm der ersten vier Antoine Doinel Filme erhalten, die Dialoge sind gewohnt auf hohen Niveau und an der Kamera ist auch nichts auszusetzen. Andererseits ist die Story einfach nur flach, an Schauplätzen arm, gehetzt und der Witz, der die Reihe ausmacht, ist auch nur noch in Ansätzen erhalten. Desweiteren wird die Handlung hauptsächlich durch die Verwurstung alter Filmschnipsel als Erinnerungen Doinels getragen. Daran ist an sich nichts verwerfliches, schließlich ist das ja der Abschluss des Zyklus. Da der Nostalgiefaktor jedoch leider nach einiger Zeit doch sehr überstrapaziert und die Erinnerungen keinen weiteren Zweck haben, als die Story voranzutreiben, bleibt man als Zuschauer am Ende leider enttäuscht zurück.
Schlecht ist Liebe auf der Flucht dennoch nicht, dazu ist die Verbundenheit mit Antoine, Christine, etc. zu groß. Und auch wenn Dialoge wie „Du bist meine Schwester, meine Mutter, meine Tochter” „Und es wäre schön gewesen, wenn ich auch Deine Frau hätte sein können.” nur noch als Erinnerungen längst vergangener Zeit auftauchen, der aufgebaute Scharm, der bleibt und verhindert ein misslungenes Abschlusswerk.
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Prestigeww 2011/04/24 15:10:03
Kommentar löschenIrgendwie ein flaues Ende des Zyklus: viel Schnipselwerk aus den früheren Filmen, kaum so charmante Einfälle wie etwa in Tisch und Bett, Antoine Doinel noch exzentrischer...irgendwie mutet der ganze Film wie Flickwerk an. Trotzdem, die traurige Grundstimmung ist ganz angenehm. Allerdings, wenn man schon jeden Film mit einem programmatischen Chanson hinterlegen müsste, dann hätte sich Truffaut diesen schmalzigen 80er-Schund L'amour en fuite sparen können, zumal sein Kumpel Charles Aznavour ja eigentlich den Song gehabt hätte, der wie kaum ein anderer auf diesen Film gepasst hätte: Hier encore. Auch hier geht es um den melancholischen Rückblick auf ein Leben, dass aus der Jagd nach Liebe bestand, ohne je zu lernen, sie festhalten zu können. Und da ich genau diesen Gedanken an den Franzosen so liebe, hat der Film für mich letztlich doch irgendwie funktioniert.
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cannibal83 2010/11/14 12:18:04
Kommentar löschenTruffaut lässt den Doinel - Zyklus romantisch enden. Davor ist "Liebe auf der Flucht" zu einem gewissen Teil auch Rückschau auf die vorherigen Teile, was gleichermassen Fluch und Segen dieses Films ist. Für den mit Doniel-vertrauten Zuschauer machen die "alten" Szenen durchaus Sinn, trotzdem bleibt ein fader Beigeschmack von mangelnder Kreativität, wenn man bedenkt wie oft Truffaut zurückblicken lässt.
Schade auch das es hier soviel Colette und so wenig Christine gibt, nicht das Marie-France Pisier schlecht war, aber ihre Figur bekommt stellenweise Ausschmückungen die komplett irrelevant für die Handlung sind. Ich denke Claude Jade hätte mehr Screen-Time in diesem letzten Antonie Doinel - Film verdient.
Dennoch so richtig Schiffbruch erleidet "Liebe auf der Flucht" nicht, insgesamt ist es ein leichter, witziger sowie äusserst kurzweiliger Streifen, der damit auch meinen Erwartungen entsprach.
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sknoke 2009/07/09 14:24:32
Kommentar löschenZwanzig Jahre nach Jean-Pierre Léauds erstem Leinwandauftritt nun also der Abschluss der Antoine-Doinel-Reihe. Und recht schnell entpuppt sich dieser als ein Best Of, das so manches Mal in der Zeit springt und uns die schönsten Stücke aus den letzten Etappen Doinels aufzuzeigen versucht. Viele Werke, die sich dieser Methode bedienen, kranken daran, die Klasse des Gezeigten nie selbst zu erreichen und so nur den Unmut zu erregen, dass man jetzt in diesem Augenblicke eben nicht das Original sieht, sondern nur einen Zusammenschnitt ohne wirklichen Mehrwert. Zum Glück weiß "L’Amour en fuite" diesen Fehler zu vermeiden, denn obwohl hier und da wirklich sehr lange Passagen aus den früheren Filmen zu sehen sind, formt sich doch so etwas wie ein Gesamtwerk, ein letzter Besuch bei einem alten Bekannten, ein letztes kleines Liebesabenteuer und die Erkenntnis, dass Film und insbesondere Filmgeschichte doch mehr als die Summe ihrer Teile ist und erst im Kontext eine Welt entsteht, die sich mit der unseren stets überschneidet und vermischt. Wie herrlich es ist, wenn Léauds Affäre Liliane (Dani) aus "La nuit américaine" nun als Freundin seiner Frau Christine (Claude Jade) zurückkehrt, um hier wieder seine Liebe zu erwecken und das obwohl Léaud im genannten Werk nicht einmal Antoine verkörperte.
Truffaut nutzt Einstellungen aus diesem Werk, verbindet sie mit der Doinel-Reihe und schafft durch solch Kleinigkeiten mit großer Wirkung einen Lebenszyklus, der nicht nur wunderschön leicht, melancholisch und ebenso tragisch anzuschauen ist, sondern auch die Grenze zwischen a-filmischer und filmischer Wirklichkeit spielerisch in Frage stellt.
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Lars will 2008/09/02 11:45:29
Kommentar löschenAuf ein elegisches Kerzendrama um Totenkult und ewige Treue wie "Das rüne Zimer" musste konsequenterweise diese leichtere Variante eines Abschieds folgen: "Liebe auf der Flucht" ist wieder eine Komödie und nach "Tisch und Bett" der endgültige Abschied ins Erwachsenwerden. Doinel besucht erstmals das Grab seiner Mutter, flüchtet vor Verantwortung und verlässt sich dabei auf die Frauen. Ein Weitererzählen ist nicht mehr möglich, doch hier wir sehen ein letztes Mal Jean-Pierre Leaud und Claude Jade im längsten und schönsten Tagebuch der Filmgeschichte. Galant und versöhnlich.
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Darbon 2008/07/08 13:06:41
Kommentar löschenAntoine Doinel ist gealtert und rechtfertigt vor Christine seinen Seitensprung mit deren bester Freundin auf die ihm eigene Weise. Liliane hatte sich von ihm ein Buch geborgt und - um es zu schonen - in Zeitungspapier eingeschlagen. Was ihn natürlich so sehr gerührt hat, dass er mit ihr schlafen musste.
Antoine (Jean-Pierre Léaud) und Christine (Claude Jade), die Helden aus "Geraubte Küsse" und "Tisch und Bett", sind in "Liebe auf der Flucht" das erste Paar, dass sich in beiderseitigem Einvernehmen scheiden lässt. Gerade diese Ausgangsidee ist enttäuschend, denn die niedliche TV-Ansagerin Dorothée ist in ihrer ersten und vorletzten Filmrolle als Antoines neue Flamme leider nicht annähernd vom Format einer Claude Jade, was Truffaut mit den vorzüglichen Rückblenden immer wieder untermauert.
Truffaut nutzt den eleganten Reigen von scheinbar zufälligen Begegnungen als Skelett für zahlreiche Flashbacks. Die erscheinen freilich unter neuem ironischen Kontext oder behaupten nur, sie entstammten einem früheren Film (die Freundschaft von Christine und Liliane). Köstliche Dialogperlen wie die zwischen Christine und ihrem Anwalt suchen ihresgleichen. Leider lässt Marie-France Pisier als Colette und ehrgeizige Co-Autorin das Ganze in einem aufdringlichen Spurt ums eigene Ego erkalten. Immer noch fast leicht, raffiniert konstruiert und doch weniger liebenswert als seine Vorgänger, ist der zitatfreudige Film vor allem ein Fest für Truffaut-Kenner (hier werden neben den Doinel-Filmen auch viele andere Werke zitiert). Als Abschluss des zwanzig Jahre umspannenden Doinel-Zyklus ist "Liebe auf der Flucht" für mich allerdings (etwas) frustrierend.
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annaberlin 2008/06/23 15:04:01
Kommentar löschenTruffaut schließt den Doinel-Zyklus, indem er wieder einmal sein Alter Ego in Beziehung setzt zu allen möglichen Frauentypen. Das Schelmenhafte ist geblieben, jedoch wächst auch die Einsicht aus dem Älterwerden, dass man auch etwas aufgeben können muss. V.a. scheint der Film auch eine Hommage an Christine zu sein bzw. Claude Jade, die Truffaut ja im wahren Leben auch fast geheiratet hätte.
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