Malcolm X

Malcolm X (1992), US
Laufzeit 194 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 04.03.1993

6.9 Kritiker
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Skala 0 bis 10
7.1 Community
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9 Kommentare
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von Spike Lee, mit Angela Bassett und Theresa Randle

Boston in den 40er-Jahren. Malcolm Littles “Karriere” beginnt wie die vieler schwarzer Ghetto-Kids: Ein fehlender Schulabschluss, Arbeitslosigkeit, Dealen, Stehlen führen geradewegs auf die schiefe Bahn. Um sich seinen weißen Vorbildern anzugleichen, lässt sich Malcolm die Haare glätten und bändelt mit der Weißen Sophia an. Er schmeißt seinen Job und arbeitet mit seinem Freund Shorty für den Gangster West Indian Archie als Dealer und Zuhälter. Bei einem Einbruch werden sie mit ihren Freundinnen geschnappt. Die beiden weißen Frauen bekommen zwei Jahre Erziehungsanstalt, Malcolm und Shorty zehn Jahren Gefängnis. Dieses ungerechte rassistische Urteil wirkt nach. Als Malcolm im Gefängnis Baines einen Anhänger der schwarzen Moslem-Sekte von Elijah Muhammad kennenlernt, konvertiert Malcolm zum Islam. Von nun an ist er besessen von dem Verlangen, nicht nur sich, sondern die Welt zu verändern, und er bringt jede freie Minute in der Gefängnisbibliothek zu. Nach seiner Haftentlassung wird Malcolm X schnell zum Liebling des Sektenführers und steigt zum Sprecher der “Nation of Islam” auf. Mit feurigen Reden macht er aus der Sekte eine Massenbewegung, die nichts von Martin Luther Kings Integration wissen will, sondern einen eigenen schwarzen Staat fordert. Einige Erlebnisse öffnen Malcolm jedoch die Augen und er verlässt die Organisation. Auf einer Pilgerfahrt nach Mekka schwört er dem militanten Rassenkampf ab und reicht Martin Luther King die Hand zur Versöhnung. Die Anschläge gegen ihn und seine Familie reißen nicht ab. Am 21. Februar 1965 wird Malcolm X vor den Augen seiner Familie niedergeschossen.

Malcolm X: We had the best organization a black man’s ever had. Niggers ruined it.

Handlung

Im Boston der 40er-Jahre lebt der junge Malcolm Little () so gut wie es geht nach seinen Möglichkeiten. Er versucht durch neue Frisuren oder Anzüge wie ein Weißer auszusehen und fügt sich in sein Schicksal als unterdrückter Afro-Amerikaner.

Als er bei einem Einbruch erwischt wird, landet er im Gefängnis. Dort lernt er Baines, ein Mitglied der Nation of Islam kennen.
Nach seiner Entlassung tritt er ebenfalls dieser Organisation bei und wird unter ihrem Führer Elijah Muhammad () zu ihrem wichtigstem und populärsten Sprecher.
Im Gegensatz zu anderen Bürgerrechtsführern wie Martin Luther King, predigt er auch die Anwendung von Gewalt und lehnt die Hilfe der weißen Bevölkerung ab.

Nach einigen misslichen Äußerungen, wie die indirekte Befürwortung der Ermordung von John F. Kennedy wird Malcolm X Redeverbot erteilt. Nach einer Pilgerfahrt nach Mekka und der Erkenntnis, dass alle Menschen gleich geschaffen sind, predigt Malcolm X eine liberalere Einstellung und distanziert sich von der Nation of Islam, was ihn auf deren Todesliste bringt.

Malcolm X hält immer weitere Reden liberalerer Natur, bis er schließlich einem Attentat am 21. Februar 1965 zum Opfer fällt und stirbt.

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Kritiken (1) — Film: Malcolm X

Dietmar Kesten: Filmmag.de

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9.0Herausragend

[...] Die Filmbiografie von Spike Lee zeichnet sein Leben nach. Generell muss man zwar bei Filmbiografien vorsichtig sein, diesmal jedoch hat es Lee geschafft, sich um große Authentizität zu bemühen. Dabei herausgekommen ist eine eindrucksvolle Geschichte der „Black Muslim“- Bewegung. [...]

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Kommentare (8) — Film: Malcolm X

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doctorgonzo

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Bewertung5.0Geht so

Dass sich Spike Lee zumindest grundsätzlich auch den Schattenseiten der "Nation of Islam" annimmt (von denen es überreichlich gibt), ist sehr positiv. Leider ist im Gegenzug zu erkennen, dass Lee in erster Linie an der Schaffung des Mythos Malcolm X interessiert zu sein scheint und weniger an der Beleuchtung einer interessanten Figur der US Geschichte.
Dem Spiel seines Hauptdarstellers tut dies hingegen keinen Abbruch. Washington glänzt über die volle Länge des Films.
Mir allerdings reicht das nicht.
Ob Lee nun hiermit auch sich selbst beweihräuchert und alle Schwarzen dieser Welt gleich mit, ist mir gleich.
Mir persönlich ist der Film zu sehr auf die Glorifizierung einer streitbaren Person ausgelegt und bietet abseits eines tollen Hauptdarstellers nicht viel Positives.

Beim Dreh zu diesem Film überzog Lee übrigens das von Warner bereitgestellte Budget, das für einen Film dieser Art mit $ 28.000.000 recht ordentlich war und beklagte sich dann darüber, dass die (weißen) Verantwortlichen einfach nicht wollten, dass er einen Film über einen Schwarzen drehe, als Warner drohte, das Projekt einzustellen, wenn er weiter das Budget sprengte. Zusammen mit Bill Cosby, Janet Jackson, Prince, Oprah, Michael Jordan und anderen schwarzen Großverdienern brachte er nochmal unglaubliche 5 Millionen Dollar auf und geißelte Warner öffentlich.
Peinlich-rassistische Selbstdarstellung für einen Film, der nun wirklich nicht so besonders gelungen ist!

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Shorty06

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Bewertung10.0Herausragend

Malcolm X von Spike Lee.
Spike Lee hat DAS Biopic über einen der wichtigsten Menschen unserer Zeit geschaffen. Und das Ergebnis ist ein phänomenaler Appell an die Menschenrechte und die Gleichberechtigung, wie ihn nur Spike Lee abliefern könnte. Denzel Washington spielt Malcolm mit Herz und Seele, seine Vorstellung ist wohl eine der brachialsten und authentisten der Filmgeschichte.
Spike Lee zeichnet das Leben des Malcolm Little, basierend auf dessen literarischen Biografie, in 194 Minuten von den Anfängen bis zum bitteren, aber dennoch strahlenden Ende nach. Ein Epos sondergleichen und ein Meilenstein des geschichtlichen Biopics.
Wir sehen den Malcolm, der seine Kindheit nach dem Tod seines Vaters in einem Pflegeheim verbrachte. Wir sehen den Malcolm, der als "Red" Raubzüge anführte sowie Drogen konsumierte, verkaufte und schließlich 10 Jahre im Gefängnis absitzen musste. Wir sehen Malcolm, den charismatischen aber hasserfüllten, für sein Volk kämpfenden Redner der Nation of Islam unter Elijah Muhammad. Wir sehen Malcom, den liebenden Vater von vier Töchtern, der allerdings zu wenig Zeit mit ihnen verbringen konnte. Wir sehen den geläuterten Malcolm, der als El Hajj Malik el-Shabazz von der Nation of Islam abkehrte und zu einem der wichtigsten Führer der schwarzen Bewegung wurde. Und wir sehen Malcolm, den Propheten, der nach seinem Tod noch große Wirkung hatte. X.
Spike Lee ist der einzige Regisseur, der für diesen Job angemessen war. Und er schuf ein Meisterwerk.

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harm4life

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Eine der stärksten Rollen die Denzel Washington je gespielt hat. Man nimmt ihm den Malcom X in jeder Sekunde ab. Einfach großartig

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Jason Bourne

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Bewertung7.0Sehenswert

Bewertung ( 7,0 ) malcom X ist ein sehr guter Film über das Leben dieses Mannes. Der Film ist nicht sehr Emotional und hat nicht wirklich diese momente die im Gedächnis bleiben. Und teilweise sind die rassistischen Äuserungen wirklich hart. Dies spiegelt zwar die Realität dar so wie die Menschen dieser Bewegung gedacht haben hat man aber fast das Gefühl das die macher an diesen mist den die nation of islam predigt wirklich selbst glaubt den sie rufen zur Gewalt auf und das kann nicht richtig sein. Eine gute Biopic aber der Mensch selbst und sein ziel nicht immer passent und mit dem nötigen abstand Dargestellt.

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alanger

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

großer film über eine problematische (die "nation of islam" waren mit sicherheit rassistisch und antisemitisch) aber ohne zweifel wichtig persönlichkeit in der geschichte der usa. denzel ganz groß.

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JimiHendrix

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Bewertung7.5Sehenswert

Wahrhaft ein Epos. Denzel Washington war mir nie ganz geheuer, aber mit diesem Film hat er mich echt überzeugt.
Er spielt Malcolm X sowas von authentisch und weltklasse.
Man kann gut nachvollziehen, warum die Farbigen so einen Hass auf alle Weißen entwickelt haben.
Ich finde gut, dass man über ihn etwas erfährt und nicht nur über Martin Luther King.
Streckenweise allerdings zu langatmig.

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BUW_514_HE

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Muss!!! Sollte im Unterricht gezeigt werden, zur Geschichte von den USA, gefolgt von "Mississippie Burning". Rassissmus? glaubst Du denn es gibt nur weiss gegen schwarz?
Und dann noch etwas über die Black Panther und ihre Verfolgung in den Staaten, check auch mal Mumia Abu Jamal und Assata Shakur, die Tante von Tupac Amaru Shakur.
c ya

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dAShEIKO

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Bewertung6.5Ganz gut

Ohne diesen beeindruckenden Film wäre die Figur Malcolms hierzulande wohl eher unbekannt geblieben. Allerdings zeigt die Darstellung Denzel Washingtons manchmal sehr extreme und zum Teil rassistisch, extremistische Züge. Vieleicht nicht ganz unbeabsichtigt.

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