Panzerkreuzer Potemkin

Panzerkreuzer Potemkin (1925), RU Laufzeit 63 Minuten, FSK 12, Historienfilm, Drama, Kinostart 12.08.1930

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8.4
Kritiker
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7.4
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17 Kommentare
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von Sergei M. Eisenstein, mit Aleksandr Antonov und Vladimir Barsky

Der Stummfilmklassiker von Sergej M. Eisenstein aus dem Jahre 1925 erzählt die Geschichte vom Aufstand der Besatzung der “Potemkin” und dem Widerhall, den dieses Ereignis in Odessa hervorrief. Russland 1905: Auf der “Potemkin” bricht eine Meuterei aus, da die Matrosen die menschenunwürdige Behandlung, die ihnen die Offiziere zukommen lassen, nicht mehr über sich ergehen lassen wollen. Unter der Führung des Matrosen Wakulintschuk gelingt der Aufstand, jedoch wird der Revolutionsführer ermordet. Die Nachricht von der Meuterei verbreitet sich wie ein Lauffeuer unter der Bevölkerung von Odessa. Die Menschen strömen in den Hafen, um die Besatzung der “Potemkin’” zu unterstützen. Sie versammeln sich auf der monumentalen Hafentreppe, die direkt zum Meer hinunter führt. Diese Treppe wird zum Schauplatz des grausamen Gegenschlags des Zaren-Regimes und ging als berühmte “Treppenszene von Odessa” in die Filmgeschichte ein.

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Cast & Crew


Kritiken (3) — Film: Panzerkreuzer Potemkin

Flibbo: Wie ist der Film?

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8.0Ausgezeichnet

[...] Der russische Filmemacher Sergei Eisenstein etablierte sich spätestens mit diesem, seinem berühmtesten Werk als filmhistorisch hochbedeutender Visionär. „Panzerkreuzer Potemkin“ ist reinste kommunistische Propaganda, dafür aber ein Meilenstein der Filmästhetik. Eisensteins Schnitttechnik und Bildkomposition gehen weit über narrative Zwecke hinaus: Emotionen sollen geweckt, Partei ergriffen werden, mehr eigentlich nicht. Mittels zahlreicher Metaphern lenkt die Assoziationsmontage das Publikum in die gewünschte Richtung. Das ist allerdings nicht nur verwerfliche Manipulation, das ist unheimlich inspirierte Bildgewalt. „Panzerkreuzer Potemkin“ strotz nur so vor visueller Kraft, bis heute. [...]

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kubrick_obscura: CinemaForever

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7.0Sehenswert

Propagandistisches Filmmonument, was inhaltlich unterfordert und stilistisch bahnbrechend war. Sehenswert!

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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9.0Herausragend

Die wohl berühmteste Szene der Filmgeschichte überhaupt, verblüfft auch heute noch durch ihre Dynamik. Im Vergleich dazu wirkt mancher zeitgenössischer Film wie ein Kammerspiel.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (14) — Film: Panzerkreuzer Potemkin


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gabriel.rost.77

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Bewertung7.0Sehenswert

Ehrlich gesagt ist das Einzige, was mir an diesem Film gefallen hat, der seinerzeit gar als "bester Film aller Zeiten" bezeichnet wurde (was ich heute erst recht nicht bestätigen würde), die beeindruckende und verstörende Treppenszene. Das ist wirklich einer der ergreifendsten und prägendsten Filmmomente, der hervorragend geschnitten und inszeniert wurde. Vor allem deswegen bekommt der Film von mir die 7 Punkte, denn gesehen haben sollte man das auf jeden Fall, da es einen sehr großen Einfluss auf nachfolgende Produktionen ausübte und auch mehrmals zitiert wurde (u.a. in Brian de Palmas "The Untouchables" und als Parodie auf diese Szene im dritten "Die nackte Kanone"-Film).
Der Rest des Films ist aber durchtränkt von Propaganda und Kitsch. Es wurde sogar extra die vom Volk aufgezogene rote Fahne eingefärbt. Identifikationsfiguren sind nicht vorhanden, denn so gut wie jede Szene ist eine Massenszene. Wirklich emotional mitreißen konnte mich der Film daher auch nur in der Treppenszene, davor und danach ist er einfach nur übertrieben pathetisch und langweilig. Schade.
Aber wie gesagt, die Treppenszene sollte jeder mal gesehen haben.

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Martin Oberndorf

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Also dein Kommentar überrascht mich jetzt.
Mir wird der von Leuten aus meinem privaten Umfeld als wahrscheinlich nächster 10-Punkte-Film präsentiert.


one winged angel

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wird als einer der größten Stummfilme aller Zeiten gehandelt. Zurecht meiner Meinung. Der Film muss sich sicherlich nicht hinter Größen wie Fritz Langs Metropolis oder diversen Filmen Charlie Chaplins verstecken.
Sergei Eisenstein kann man durchaus als einen Meister seines Fachs bezeichnen. Gerade der Schnitt funktioniert außerordentlich gut, wenn manchmal auch etwas wild. Gerda im ersten der fünf Abschnitte, der Insgesamt der schlechteste bleibt, wird dies deutlich. Man macht aber einen Fehler, wenn man sich vom ersten Teil abschrecken lässt, denn seine zweite große Stärke ist es sicherlich mit klaren, aussagekräftigen Bildern recht starke Emotionen zu wecken, was sich gerade im berüchtigten vierten der fünf Teile - der "Treppenszene" - zeigt.

Noch eine kurze Bemerkung zum Inhaltlichen.
Wer sich historisch und politisch etwas auskennt, übersieht nicht eine gewisse Ironie im Film, verurteilt Eisenstein hier Methoden, die man gerne mit sozialistischen Diktaturen assoziert, für die er im Grunde später selber tätig war.
Politik und Ideologie sind und bleiben nunmal delikate Gebiete.

Popcornkingo und Hollywood-Unterhaltung sollte man natürlich nicht erwarten, auch wenn der Film für mich sicherlich emotional viel ansprechender ist, als das meiste, was man da vorgesetzt bekommt.

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Trimalchio

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Bewertung9.0Herausragend

Von der von "Icestorm" veröffentlichten DDR-Fassung kann man nur abraten. Grausiger Ton, heftig beschnitten, verändertes Originalformat und teilweise sogar kommentiert.
Eine Schande, was man mit einem Film anstellen kann.

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ElMagico

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Bewertung9.0Herausragend

Diskussionswürdig ist "Panzerkreuzer Potemkin" allemal, wobei er auch immer eine universelle Botschaft ausstrahlt und er glücklicherweise eindeutiger in die Vergangenheit zeigt und nicht in die Zukunft. "Panzerkreuzer Potemkin" wohnt ein politisches Ideal inne und für dieses tritt er auch ein. Dies ist aber nicht gleichzusetzen mit irgendeinem Regime oder Weltbild, welches in den folgendenden Jahren sicherlich nicht nur Gutes tat. Im Kern will dieser Film jedoch ein positive Wende, auch wenn die angewandten Mittel schon hier nicht sonderlich friedlich waren. Der Kampf des Volkes gegen ihre Unterdrücker und Despoten. Kein Manifest des Kommunismus, auch wenn er für diesen Propaganda betreibt.
Sicherlich relativiere ich den Inhalt dieses Films auch etwas, um einfach uneingeschränkt dessen Brillanz hervorheben zu können. Denn auch wenn alles was man über "Panzerkreuzer Potemkin" liest etwas übertrieben klingt, muss ich es nun doch bestätigen: Dies scheint die Mutter aller Filme zu sein. Es gibt sicherlich einige Filme aus dieser Zeit und gar der davor, die dieses und jenes sehr toll umsetzten, Neuerungen einführten, Fortschritte errangen. Aber: Lässt man ausser Acht, dass dies ein Stummfilm ist, wüsste ich nichts, wirklich nichts, was man Heute an diesem Film besser oder anders machen könnte! Und dieser Film geht langsam auf die 100 Jahre zu! "Panzerkreuzer Potemkin" ist durchchoreografiert wie ein Ballet und so wuchtig wie eine Oper. Er hat immer ein Auge für die Größe einer Szene und Schnittechnisch ist ein einfach perfekt. Nach kurzer Eingewöhnung ist "Panzerkreuzer Potemkin" einfach nur beeindruckend. Aufgeteilt in 5 Akte, ist dieser Film eine Demonstration der Filmkunst.
Da schwingt schon sehr viel Euphorie noch nach, was aber einen guten Grund hat. Ist der Film in sich schon völlig ausserordentlich brillant, so sticht der 4. Akt dennoch noch einmal Meilenweit aus dieser Gesamtheit heraus. Dieser 4. akt ist einfach nicht von dieser Welt, es ist ein Stück Film zum darniederknien. Und immer wieder schiesst einem in den Kopf: Das wurde vor fast 90 Jahren gemacht! Und gegen dieses Inszenierung kommen 99,9% aller modernen Filme nicht an, ja noch nicht mal in die Nähe. Anschauen! Worte werden dem nicht gerecht!
Leider gibt es den Film in allerlei vermurksten Versionen. Die Deutschen schnitten dran rum (nahmen auch das Prinzip der 5 Akte völlig heraus), die Russen fanden das Original nicht mehr und beschnitten die ja eh schon beschnittene deutsche Version immer wieder usw. usf. Dementprechend sind auch die DVD-Veröffentlichungen meist ziemlich unbefriedigend. Die "Berliner Fassung", ein Rekonstruktion des Films, welche dem Original wohl am nähesten kommt und hiermit jedem mehr als nur ans Herz gelegt ist, gibt es aber bei der Bundeszentral für politische Bildung...und das sogar für recht wenig Geld.

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oschi

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Nachdem ich deinen Kommentar gelesen habe bin ich panisch zu meinem DVD-Schrank gelaufen, um zu gucken welche Fassung ich eigentlich besitze. Zum Glück ist es die Berliner Fassung, die ich jetzt beizeiten mal gucken will, vor allem nach deinem Kommentar.


ElMagico

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Freu dich...weil er toll ist...und weil du die beste Version ist :) Hoff du kannst ihn genaus genießen!


PrettyPenny

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Bewertung10.0Herausragend

Sowjetischer Propagandafilm hin oder her. Es ist und bleibt ein wahres Meisterwerk.

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nerdkiller

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Willkommen zur neuen Rubrik "nerdkiller schaut sowjetische Propagandafilme"!

Ausgabe 1: "Panzerkreuzer Potemkin"

"Panzerkreuzer Potemkin" ist ein russischer Stummfilm aus dem Jahre 1925 von Sergei Eisenstein, der sich lose auf die Ereignisse der Russischen Revolution von 1905 bezieht. Ob sich das alles genau so zugetragen hat bezweifle ich aufgrund der Tatsache, dass es sich hier um einen Propagandafilm handelt, einfach mal. Russische Geschichte zählt auch - wie so vieles - nicht zu meinen Fachbereichen; und viel wichtiger ist an diesem Film das Visuelle.

Aber trotzdem möchte ich auf die Handlung und ihre propagandistischen Stilmittel eingehen:
Der Film spielt - wie bereits erwähnt - im Jahre 1905, die Besatzung des Schlachtschiffes "Potemkin" leidet unter dem harten Bedingungen, die ihr ihr Kapitän aufbrummt. Eines Tages eskaliert es schließlich völlig, da man ihnen mittlerweile auch verdorbenes Fleisch zum essen gibt. Die Matrosen weigern sich nun dies zu essen. Daraufhin droht der Kapitän, jeden zu erschiesen, der die "Mahlzeit" verweigert. Nun kommt es zur Meuterei und die Matrosen übernehmen das Schiff. Während der Meuterei wird der Anführer der Matrosen getötet und seine Leiche in die Stadt Odessa, wo die "Potemkin" anliegt gebracht. Die Bevölkerung erfährt von dem Aufstand an Bord der "Potemkin" und es kommt zu einem Aufstand der Bevölkerung, auf den die Truppen des russischen Zaren mit Gewalt reagieren. Ein Blutbad spielt sich im Hafen ab und die Besatzung der "Potemkin" weiß nicht, ob sie helfen soll, da ein Geschwader der zaristischen Marine bereits zu ihnen unterwegs ist, und dem sie sich langfristig stellen müssen...

Man erkennt eindeutig den Zweck dieses Films. Er soll die Massen mit einer simplen Geschichte für den Kommunismus begeistern. Er verwendet auch ganz typische kommunistische Floskeln. Dies merkt man vor allem daran, wie die Figuren gezeichnet sind, es geht eigentlich nur um die Matrosen, die Offiziere, die Arbeiter, die Reichen, usw... Alles ist nach Klassen sortiert, die entweder gut (Matrosen, Arbeiter) oder böse (Offiziere, Reiche) sind. Der Film will, dass sich der Zuschauer mit den Revolutionären identifiziert und eine Abneigung gegen die Offizier und Truppen des Zaren entwickelt. Einzig und allein der Anführer des Aufstands, Wakulintschuk, trägt einen Namen. Er stirbt einen Märtyrertod und seine Leiche wird aufgebahrt, er soll damit, ähnlich wie Lenin, zu einem kommunistischen Helden stilisiert werden. Dies spiegelt eindeutig den Personenkult, den es in den kommunistischen Ländern gab wieder.

Trotz allem muss ich sagen, dass das damals vielleicht noch manipulieren konnte, doch ich bin wegen des 70 Minuten langen Films nicht zum eingefleischten Kommunisten geworden. ich denke, die Propaganda wirkt heute nur noch auf Leute, die schon davor selbst Sozialisten oder Kommunisten sind.

Doch genug davon, es wird Zeit auf den Wert dieses Werkes einzugehen:
"Panzerkreuzer Potemkin" ist ein Meisterwerk, wie es die Kinogeschichte selten gesehen hat. Es ist wirklich unglaublich, wie Eisenberg hier siebzig Jahre vor Filmen wie "Titanic" den Alltag auf einem Schiff wiedergibt. Jede Szene strahlt nur so vor Ausdruckskraft und überwältigt den Zuschauer. Und das bei einem Stummfilm! Ein wahrer Genuss aus Bildern und Musik. Aber auch der blutige Aufstand im Hafen von Odessa schockiert und beeindruckt noch heute. Alleine schon die legendäre Szene mit dem Kinderwagen, die Brian De Palma übrigens in seinem Mafiafilm "The Untouchables" würdigt, bringt den Zuschauer dazu, dass ihm der Atem stockt. Sicher, heute kann man das auch - und vielleicht auch besser - machen, doch wenn man bedenkt, dass das Medium Film zum Zeitpunkt der Entstehung von "Panzerkreuzer Potemkin" grade mal 30 Jahre alt war, kann man nicht anders, als vor diesem Werk den Hut zu ziehen und ihn als absoluten Meilenstein anzusehen.

Fazit: Ja, es ist Propaganda, und es ist auch verständlich, wenn man den Kommunismus ablehnt, doch dieser Film ist Kulturgut und jeder sollte ihn mindestens einmal gesehen haben. Alleine schon dafür, um das Medium Film und seine Geschichte besser zu verstehen.

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hollygolightly1

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Toller Kommentar! Die Treppenszene ist grandios!


nerdkiller

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Danke! Und ja, zeitlos grandiose Szene.


Brentano

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Bewertung9.0Herausragend

Eine beindruckendes Meisterwerk, das auch der deutschen November Revolution von 1918 angemessen ist und ist.
Ob russische oder deutsche Matrosen, Themen und Handlungshintergründe: Not Hunger, Ausgeliefertsein unter feudale Strukturen (Obristen und "Adelige" ohne jegliche Skrupel egoistisch und brutal, ...) führten hier wie dort zu einer Revolution und zum dem entsprechenden Aufstand.

In Russland wurde damit mehr bewegt als bei uns, in einem Land in dem der treue, doof deutsche, unterwürfige Untertanengeist und Un-Glaube eher weht, wirkt und die Angst vor jeglicher Geschäfts-schädigender Revolte mehr erschreckt als anderswo.

Und wer kann dem russischen Volk, den Bauern und Matrosen vorwerfen, überhaupt revoltiert zu haben, auch wenn diese Revolution inzwischen als gescheitert an zu sehen ist?
Sie haben es zumindest gewagt zu leben und ein Risiko auf sich zu nehmen, schön und Bildgewaltig dokumentiert, hier.

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Brentano

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Und auch die, welche sich ein bisschen sachkundiger und nicht mit einer Tüte Popcorn im Mund zu Filmen äussern können, als "geistige" Nahrung, abe r "Teuschland" ist verödet, das sieht man/frau/mensch/Kind/er/sie/es ja an seine Zombie-haften "STARS" ebenso, hu hu hu


Brentano

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naja, sehen Sie, auch ich lass manchmal mit mir "reden", der andere Kommentar von Ihnen war aber sogar noch eine Spur "lustiger", ehrlich, tja ... hoffe sie haben den hier thematiserten Film (Panzerkreuzer P.) überhaupt schon mal gesehen, ..?


phoenix409

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Bewertung7.0Sehenswert

Klar, da gibt es Momente auf dem Schiffsdeck ("Zum Turm! Zum Turm!") und auf den Treppenstufen von Odessa, die sich in die Filmgeschichte eingebrannt haben. Szenen, die die Zeit überdauert haben und das auch weiter tun werden. Abseits der unbestreitbaren filmhistorischen Bedeutung bleibt aber nicht mehr allzu viel übrig. Die Propaganda bleibt auch der Entstehungszeit geschuldet, darüber kann man hinweg sehen, aber was der Eisenstein-Klassiker einfach hat, sind Längen. Und das trotz einer Laufzeit von kaum mehr als einer Stunde. Stilistisch war und ist das immer noch ganz groß. Mit etwas mehr Erzählstoff wäre er aber noch viel größer.

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JimiHendrix

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oh man, diesen klassiker muss ich auch endlich mal angehen


felixi

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Bewertung9.5Herausragend

So ein Film der Spitzenklasse sieht man leider Heute nicht mehr.Ich könnte heulen.

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filmfan90

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

In seinem Stummfilmklassiker „Panzerkreuzer Potemkin“ stellt Regisseur Sergei Eisenstein, in sehr freiem Umgang mit den historischen Tatsachen, die Revolte der Besatzung eines Kriegsschiffes gegen die grausamen Offiziere im Hafen von Odessa dar.
Nachdem die Kommandanten des Schlachtschiffes „Potemkin“ von der Besatzung verlangt haben, verdorbenes Fleisch zu essen, setzen sich diese zur Wehr und initiieren einen Aufstand. Die Einwohner Odessas unterstützen die Soldaten und versammeln sich zu Feier der erfolgreichen Meuterei an der Hafentreppe. Der Zar sendet jedoch Truppen, die den Aufstand zerschlagen sollen, in die ukrainische Stadt…
Es ist grundlegend falsch, „Panzerkreuzer Potemkin“ lediglich auf seinen filmhistorischen Wert zu reduzieren, vielmehr war es Eisenstein zu seiner Zeit möglich, mit anderen Mitteln eine andere Wirkung zu erzielen: wegen des Mangels an ausgereiften technischen Möglichkeiten wurde dem Regisseur ein hohes Maß an Kreativität und Improvisationstalent abverlangt- dass Eisenstein über diese Eigenschaften verfügte, stellt er in seinem Film eindrucksvoll unter Beweis. Nahezu eine jede Aufnahme ist von einer selten gesehenen Ausdruckskraft und Dynamik, zumal der Film durch seine Dramaturgie, die sich streng nach den Grundsätzen der klassischen Tragödie richtet, überzeugt und mitreißt.
Betrachtet man die Thematik, die propagandistisch anmutet, befreit von dem politischen Entstehungskontext, so kann man Eisensteins Film außerdem als zeitlose Parabel auf den Widerstand des erniedrigten Volkes gegen eine despotische Obrigkeit verstehen.
„Panzerkreuzer Potemkin“ ist ein zeitloses Meisterwerk des Stummfilms, das dem Zuschauer auf Grund der faszinierenden Bildmontagen und seiner Expressivität noch lange im Gedächtnis bleiben wird, jedoch an der allzu undifferenzierten, verfälschenden Darstellung der tatsächlichen historischen Begebenheiten zu Propaganda- Zwecken krankt.

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Blonder

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Bewertung7.5Sehenswert

Klar, dass der Film nicht frei von Propaganda ist, man sollte ihn nur als Film betrachten und das Politische außen vor lassen.
Herausgekommen ist ein beeindruckender Film, den man wegen seiner krassen Bildersprache nicht so schnell vergißt. Die wohl bekannteste Szene ist die auf der Treppe, als der Kinderwagen während des Massakers hinunter rollt. Genau diese Szene übernahm Brian De Palma Jahre später für seinen Film "Die Unbestechlichen" mit Kevin Costner.
Ein Film der bis heute keinen Staub angesetzt hat und sich durch eine gute Kameraarbeit, einem guten Schnitt von vielen Filmen der damaligen Zeit abhebt.

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maslobojew

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Hab den Film mal pflichtbewusst in einem improvisierten Kinosaal gesehen, fand ihn sehr interessant, besonders die Gesichter mit ihren skurillen Ausdrücken haben sich mir eingeprägt.

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AgentGuhl86

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Bewertung7.0Sehenswert

Oft hört man ja, dass dieses Exemplar das beste seiner Art sei. Na ja, da kann man auch übertreiben. Historisch gesehen ist es ein großes Werk, dass die ersten Aufstände gegen das Zarentum zeigen. Hauptrollen gibt es nicht, da jede Szene eine Massenszene ist. Dabei besonders wertvoll: die Treppe von Odessa. Die gehört zweifellos zu eine der besten Szenen der Filmgeschichte!
Ansonsten war das Ende ziemlich abrupt, aber wenn ich dran denke, dass Eisenstein selbst bei der Premiere noch fleißig an den letzten Szenen geschnitten hat, ist das zu vergeben^^.

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doctorgonzo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Eisenstein schlechthin.. Absolutes Meisterwerk des kommunistischen Kino, nicht frei von Propaganda, aber ein beeindruckender Film...Interessant auch, was die "Pet Shop Boys" damit gemacht haben.

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