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Perfect Sense

Perfect Sense (2011), DE/DK/GB/SE Laufzeit 92 Minuten, FSK 12, Drama, Science Fiction-Film, Kinostart 08.12.2011


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7.6
Kritiker
20 Bewertungen
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7.4
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1601 Bewertungen
122 Kommentare
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von David Mackenzie, mit Ewan McGregor und Eva Green

In Perfect Sense verlieren Ewan McGregor und Eva Green nacheinander alle ihrer Sinne.

In Zeiten globaler Epidemien und Panikausbrüche ist sich jeder selbst der Nächste. Was hat der Mensch diesen Gewalten entgegenzusetzen? In Perfect Sense ist es Liebe. Die Epidemieforscherin Susan (Eva Green) behandelt in Glasgow einen Patienten, der an plötzlichen Gefühlsausbrüchen leidet und schließlich aus unerklärlichen Gründen seinen Geruchssinn verliert. Bald tauchen hunderte solcher Fälle in Großbritannien auf. Die Menschen erleben unkontrollierbare Emotionen und büßen kurz darauf einen Sinn nach dem anderen ein. Innerhalb von 24 Stunden hat sich die seltsame Krankheit in ganz Europa ausgebreitet. In diesem Chaos begegnet Susan Michael (Ewan McGregor), einem Restaurantkoch. Beide haben im Leben gelernt, dass Gefühle meist mit Verletzungen und Enttäuschungen verbunden sind. Und dennoch geben sie ihrer Liebe eine Chance. Doch das Paar hat nicht nur mit alten Wunden zu kämpfen. Auch die epidemiebedingten Gefühlsausbrüche belasten die Beziehung und als die beiden sich, kurz vor dem Verlust des Hörsinns, aus den Augen verlieren, bleibt ihnen nicht viel Zeit. Sie müssen sich wiederfinden, bevor sie erblinden.

Hintergrund & Infos zu Perfect Sense
Ausgehend von seiner Heimat Schottland, zeigt der Regisseur David Mackenzie in seinem vom Science Fiction-Film Alphaville – Lemmy Caution gegen Alpha 60 inspirierten Drama Perfect Sense die weltweite Ausbreitung einer anderen Art von Epidemie. Dabei stellt er den ungewöhnlichen Versuch der Menschen dar, sich an die Ausnahmesituation anzupassen und mit der Krankheit zu leben. Für Perfect Sense (dessen Arbeitstitel The Last Word lautete) holte David Mackenzie seinen Landsmann Ewan McGregor mit an Bord, den er bereits 2003 für seinen Film Young Adam als Hauptdarsteller gewinnen konnte. Ihm zur Seite steht Eva Green, bekannt als außergewöhnliches Bondgirl von Daniel Craig aus James Bond 007 – Casino Royale. Zudem erfüllte sich mit Perfect Sense ein Kindheitstraum für Ewan Mc Gregor, der erstmals mit seinem Onkel Denis Lawson zusammenspielen durfte. Mit Ewen Bremner zählt ein weiterer guter Bekannter McGregors zum Cast, neben dem er schon in Trainspotting – Neue Helden und Black Hawk Down vor der Kamera stand. (JL)

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Mehr Bilder (14) und Videos (11) zu Perfect Sense


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Perfect Sense
Genre
Drama, Liebesfilm, Science Fiction-Film, Utopie & Dystopie
Zeit
Gegenwart
Ort
Erde, Glasgow
Handlung
Aggressivität, Arzt, Beziehung, Dystopie, Epidemie, Erforschung, Forscher, Gebrochenes Herz, Geschmacksverlust, Globalisierung, Koch, Kochen, Kochtopf, Liebe, Liebe gegen alle Widerstände, Liebespaar, Sinn, Streit, Trennung, Verlust des Augenlichts, Vertrauen, Virus, Wahrnehmung, Zerstörung, Zufällige Begegnung
Stimmung
Berührend, Romantisch, Traurig
Verleiher
Senator/Central
Produktionsfirma
Film i Väst, Sigma Films, Subotica Entertainment Ltd., Zentropa Entertainments

Kritiken (13) — Film: Perfect Sense

JackoXL: Die Drei Muscheln

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9.0Herausragend

David Mackenzie ist mit "Perfect Sense" ein außergewöhnlicher und zutiefst beeindruckender Film gelungen.

Eine Idee, die genau so gut als Grundlage für einen reißerischen Sci-Fi, Katastrohen- oder Horrorfilm hätte dienen können (was durchaus auch gut funktionieren könnte), verpackt er in ein hochemotionales, intelligentes, melancholisches und - irgendwie ironisch - sinnliches Erlebnis. Von einer wunderschönen und traurigen Grundstimmung durchzogen, schildert er ein nachdenklich stimmendes Szenario über den Verlust der menschlichen Sinne. Das ist erschreckend und kann in gewissen Momenten schauriger sein als jeder Horrorfilm. Das große Kunststück von Mackenzies' Film ist es, trotzdem eine gewisse Wärme auszustrahlen. Wie die Menschen, die sich nach den immer größer werdenden Wellen der Panik immer wieder mit der Situation arangieren, nicht bereit sind, sich ihrem Schicksal zu ergeben und ihr Leben den immer schwierigeren Bedingungen anpassen, dass gibt Hoffnung, auf eine berührende Art und Weise.

Gerade daran hätte der Film scheitern können. Wenn Filme einen emotional bewegen (wollen), ist es immer ein schmaler Grat. Zu viele Filme sind irgendwann gekippt, haben etwas über's Ziel hinausgeschossen, so das sie unangenehm aufstießen. Kitsch oder übertriebene und unangemessene Sentimentalität sind in so einem Fall Selbstmord.

"Perfect Sense" trifft genau den Nerv und lässt ihn nicht mehr los. Chapeau, David Mackenzie, ganz großer Film, der auf eine sehr direkte Art kitzelt, ohne dadurch zu nerven. In der Katatrophe werden Emotionen wach, die so wahr, schön und traurig sind.

15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

SoulReaver

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Na, ich wussts doch. :)


JackoXL

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Hellseher. :)


SoulReaver: CinemaForever, D3M

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8.0Ausgezeichnet

[...] David Mackenzie inszenierte mit 'Perfect Sense' einen Film, wie wir ihn so noch nie erleben durften. Wir erfahren was Verluste und das Zusammensein bedeutet. Wir schwimmen in Trauer, zerbrechen an Aggressionen und verlieren uns in der endlosen Leidenschaft. Ein Paar, das sich nicht binden kann, findet einen Einklang und vergisst sich gemeinsam in der ausweglosen Stille. Voller Melancholie und umklammernden pessimistischen Tönen, zieht uns 'Perfect Sense' in sein eigenes, unbekanntes, aber doch so kraftvolles Loch. [...]

Kritik im Original 23 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten

Le Samourai

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SO ist das! :)


SoulReaver

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:)


SiameseAlex: SiameseMovies

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7.5Sehenswert

[...] »Perfect Sense« kriegt diesbezüglich neben den außerordentlichen Leistungen von Ewan McGregor im Zusammenspiel mit Eva Green letztlich die Kurve: Nicht nur hinsichtlich der Pefektion ist nämlich das Medium selbst Teil der Reflexion, indem es Taubheit und vor allem sehr intensiv Geschmacklosigkeit in Form von maßlosem Hunger zur Schau stellt. Eben dort liegen die starken Momente, die das Zentrum umrahmen und den Film so sehenswert machen, bevor man schließlich, man ahnt es, als mitfühlender Zuschauer auf das Ende zusteuert, das anders nicht hätte gewählt werden dürfen. [...]

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Cristina Moles Kaupp: fluter Cristina Moles Kaupp: fluter

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8.0Ausgezeichnet

Liebe in Zeiten der Seuche bleibt möglich und wird dadurch umso intensiver und kostbarer, so Mackenzies melancholische und bewegende Botschaft. Sie kleidet sich in präzise beobachtende und dennoch einfache Bilder, die keinen Wert auf Voyeurismus legen.

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Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln

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8.0Ausgezeichnet

Ein apokalyptischer Thriller, der - trotz düsterer Science-Fiction-Verkleidung - ein perfekter Weihnachtsfilm ist, ein schlüssig erzähltes Kleinod, dass die narrativen und gestalterischen Möglichkeiten des Kinos geschickt und fantasievoll nutzt.

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H.-U. Pönack: Deutschlandradio H.-U. Pönack: Deutschlandradio

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8.5Ausgezeichnet

Perfect Sense ist ein wirkungsreicher Schocker zum hervorragenden gedanklichen Mitnehmen.

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zmpfl

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Neulich in der Videothek:

"Kann ich ihnen vielleicht helfen. Was für eine Art Film suchen sie denn?"

"Mh, ich weiß auch nicht so genau, aber hätten sie vielleicht so einen wirkungsreichen Schocker zum hervorragenden gedanklichen Mitnehmen für mich?"

;-)


CHF

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Ja, natürlich, ich kotze Ihnen gerne mein Frühstück in die Tüte. Zahlen Sie bar, oder mit Karte?


Herbert Spaich: SWR Herbert Spaich: SWR

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8.5Ausgezeichnet

Wenn man so will hat David Mackenzie mit Perfect Sense ganz tief im Innern eine Weihnachtsgeschichte gedreht: zwar fällt die Menschheit der Dunkelheit anheim, aber der „Glanz von Innen“ bei jedem Einzelnen lässt ihn trotzdem weiter leben! Wenn das keine „Frohe Botschaft” ist!

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Tobias Martin: BR Tobias Martin: BR

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8.5Ausgezeichnet

Perfect Sense ist ein überaus realistischer Liebes- und Endzeitfilm: Beängstigend, tief traurig und gleichzeitig voller Hoffnung und zerbrechlicher Schönheit. Ein cineastischer Leckerbissen.

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Alexandra Wach: film-dienst.de Alexandra Wach: film-dienst.de

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8.0Ausgezeichnet

Auch wenn David Mackenzie seine letztlich optimistische Dystopie gelegentlich mit allzu penetranter Geigenrührseligkeit überfrachtet, hallt die Stille der letzten Abschiedsbilder lange nach.

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Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de

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8.5Ausgezeichnet

Inmitten dieser nahapokalyptischen Stimmung fiele es erwartungsgemäß leicht, dieses melancholische Sci-Fi-Drama zur Endzeit-Liebeschschnulze zu verkitschen; es ist aber der große Verdienst von Eva Green (Casino Royale) und Ewan McGregor (Illuminati), die sowohl in den romantischen Augenblicken als auch in denen extremer Emotionen überaus glaubwürdig agieren, sodass sich der Fokus nicht zu stark dorthin verlagert.

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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6.0Ganz gut

Weltweit verlieren alle Menschen nach und nach ihre Sinne, vom Geruchsverlust bis zur Blindheit vergeht nur wenig Zeit. David Mackenzie erzählt keine vorapokalyptische Geschichte und seine Bilder konzentrieren sich auch nicht auf die letzten Tage der Zivilisation. Stattdessen kreist sein Plot um ein Paar, das sich inmitten der unerklärlichen Epidemie kennen und lieben lernt. Was ihnen schließlich bleibt, wenn alle Sinneswahrnehmungen für immer verloren scheinen, ist der Titel gebende "Perfect Sense" – die Liebe. [...] Von einigen unnötigen Abschweifungen in der intimen Erzählsituation sowie mitunter allzu unsubtilen Mitteln abgesehen, ist Mackenzies erste Science-Fiction-Arbeit ein teils wunderschöner, teils enorm deprimierender Film. [...]

Kritik im Original 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

F.-M. Helmke: Filmszene.de F.-M. Helmke: Filmszene.de

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5.0Geht so

Ein Film, der ganz unbedingt ganz fundamentale Dinge vermitteln will, aber genau deswegen am Ende nur gekünstelt und gewollt bedeutungsschwanger wirkt.

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alexklotz: Freier Journalist (Hard Sen...

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8.0Ausgezeichnet

Obwohl der Film ein durchaus diffiziles Menschenbild transportiert – die Welt, von der wir hier stellvertretend hauptsächlich Glasgow zu sehen bekommen, versinkt im Verlauf der Handlung durchaus im Chaos, aber nicht alle Menschen nehmen an Plünderungen und Gewalt teil, es gibt auch welche, die den anderen helfen – bleibt er trotz nur wenigen Action- und Katastrophenszenen auch konsequent spannend. In erster Linie ist das aber ein wirklich trauriger und bewegender Film, der die Sentimentalitäts-Schraube glücklicherweise nur manchmal bei der Musik ein wenig zu weit dreht.

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Kommentare (108) — Film: Perfect Sense


Sortierung

brigerbaerger

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wird der Mensch durch das stetige verlieren seiner Sinne zum Zombie oder zum einfühlsamen Liebenden? "Perfect Sense" tendiert hier klar zu Letzterem, obwohl er in einigen Szenen durchaus den Zombie-Verlauf hätte nehmen können. Eine wirklich tolle Idee sehr emotional umgesetzt. Nach jedem Verlust eines Sinnes, reagiert der Mensch darauf. Ob im Film wirklich jeweils die richtige Reaktion angewendet wurde führte jedenfalls bei uns zu interessanten Diskussionen. Für mich immer ein Zeichen, dass der Film beim Zuschauer Spuren hinterlässt und das finde ich grundsätzlich gut. Einziges Manko: Die beiden Hauptprotagonisten konnten mich über die Laufzeit nie so richtig in ihren Bann ziehen, ausser - und man möge mir diesen machomässigen "Ausrutscher" verzeihen - die nackten Brüste von Eva Green...

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horro

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der Ausrutscher sei dir verziehen ... und der Film sofort vorgemerkt ;)


denratten

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Bewertung6.0Ganz gut

Die Grundidee des Films ist toll, und an der Umsetzung kann ich auch nicht meckern. Warum bloß konnte mich Perfect Sense nicht so richtig fesseln?
Wahrscheinlich weil mir die Hauptdarsteller ziemlich egal waren....

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razzo

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Bewertung9.0Herausragend

Im Kino gewesen. Geweint.

(Franz Kafka)

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Lydia Huxley

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Geht auch gar nicht anders :)


filmverliebt

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein wirklich schönes und emotionales Plädoyer für das Leben und die Liebe.

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FireDragonC

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die Apocalypse mal anders erleben. Der Weltuntergang ist ein ständiger Begleiter in Filmen, ob es nun Zombies sind, Kriege oder Micheal Bay. "Perfect Sense" geht an das Thema anders ran, viel Intimer, sinnlicher, emotionaler und deswegen auch ungleich schockierender.
Was ist der Mensch ohne seine Sinnesorgane? Ohne welche Sinne könnten wir noch Leben? Das sind Fragen die der Film für mich aufwirft.
Der Film geht aber noch weiter, er zeigt den Menschen in reinform, er zeigt ihn als Schmalen Grad zwischen Wahnsinn, das animalische was in ihm wohnt (all das was vor den Sinnesverlusten vorkommt) und zeigt im selben Augenblick was die Menschheit auszeichnet. Er zeigt nicht nur das der Mensch ein Gewöhnungstier ist, sondern auch das er clever, einige zumindest, aggiert um seine Schäche und/oder Nachtteil zum Vorteil zu machen. Da ist ein Koch der Geruchs- und Geschmackssinn verliert und deswegen verzweifelt, aber die Idee bekommt, die Augen und Ohren beim essen in den Vordergrund zu stellen oder die Musiker die nix hören, aber fühlen können und deswegen ihre Musik auf Bass auslegen.
Wo die einen Menschen verzweifeln, ausklinken und aufgeben, sehen andere eine neue Chance.
Schauspielerisch sind Ewan McGregor und Eva Green auf sehr Hohen Niveau. Sie können die verschiedenen Stadien des verlustes sehr gut rüberbringen und sind nicht die typischen Liebesgeschichten Charaktere wie man sie sonst immer sieht. Sie haben auch Leichen im Keller, sind fragile und haben Ecken und Kanten.

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vega_vincent

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Bewertung7.0Sehenswert

Bevor es gleich (angemessen) ernst wird: Mich hat ja schon erstaunt, dass die Kamera in diesem Film insgesamt länger auf nackte Brüste gerichtet wurde als in «Lesbian Vampire Killers». Hätten aber schönere sein können … ;-)

Zum Film selbst: Die Idee gefällt mir sehr gut. Die Menschen erleben aus unerklärlichen Gründen (weltweit!) Gefühlsausbrüche und verlieren dann einen ihrer fünf Sinne. Zuerst werden sie von Trauer überwältigt. In der Folge verlieren sie ihren Geruchssinn. So geht es weiter und Sinn für Sinn schwindet die Hoffnung, aus dieser Misere herauszukommen, dahin. Gerade in dieser Zeit finden sich zwei Menschen, die an gar nichts mehr glaubten – schon gar nicht an die Liebe. Mit sich finden sie Hoffnung und Lebensfreude. Während also alles den Bach runter geht, geht es bei ihnen beiden aufwärts. Der Zuschauer weiss nicht, ob er sich über ihr Glück und mit ihnen freuen oder darüber betrübt sein soll, dass eh keine Hoffnung besteht. Das Ende, das ich hier nicht verraten will, ist stimmig und hat mir sehr gut gefallen. Die Schauspieler haben mich auch überzeugt und das ganze Feeling (Kamera, Färbung, Einstellungen blabliblablo) fand ich stimmig. Definitiv ein Liebesfilm, den mann sich ansehen kann – um danach bei der Frau/Freundin wieder einen Männerfilm einfordern zu können. ;-)

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fuerchtegott

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Gibt's Telefonrollenspiele?^^


vega_vincent

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Ich sag dir: Das ist mal ein guter Liebesfilm. Ergo: GANZ SICHER KEINE TELEFONROLLENSPIELE!!!


Lydia Huxley

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Bewertung9.0Herausragend

Tiefe Trauer, überwältigende Angst, zügellose Gelüste, blinder Hass... und erst kurz bevor wir glauben, alles zu verlieren, spüren wir das tiefe Gefühl von Glück in uns!

"Perfect Sense" ist eine Geschichte über eine ungewöhnliche Liebe in einer Zeit von ungewöhnlichen Ereignissen.
Über die Welt bricht eine Epidemie herein, von der keiner weiß, was sie ist oder woher sie kommt. Sie raubt den Menschen nach und nach ihre Sinne, begleitet von heftigen Gefühlsausbrüchen. Kurz zuvor begegnen sich Michael und Susan. Zwei Menschen, die sich nicht viel aus Begegnungen machen, aber in dieser ausweglosen Situation zueinander finden und im größten Chaos ihre Liebe füreinander entdecken. Wo die Annehmlichkeiten des normalen Alltags ihnen langsam entgleiten, finden beide einen Weg weiter zu machen, genießen die Dinge, die ihnen bleiben und entdecken neue Möglichkeiten, damit das Leben lebenswert bleibt. Alles um zu vergessen, was sie vermissen könnten - der Geruch der Luft kurz bevor es schneit oder des Waldes nachdem es geregnet hat, der Geschmack des Essens und der süßen Küsse, das Geräusch des Windes oder einer liebevollen Stimme, den Blick in den Nachthimmel...
Der Mensch kann mit dem Verlust von ein oder auch zwei Sinnen leben, kann sich anpassen und die schönen Erinnerungen daran verdrängen, um weiter machen zu können. Aber was bleibt ihm, wenn es ihm versagt ist, seine Umwelt wahrzunehmen und seinen Emotionen Ausdruck zu verleihen?
Was wir hier sehen, ist, was aus unserer bloßen Existenz ein Leben macht,
das was uns zu Menschen macht.

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razzo

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Ach Lydi, natürlich seh ich dich. Du siehst wunderbar aus, wie du da so am Fenster lehnst. Ich mag unsere kleinen Insider-Anspielungen. Zettel sind die neuen Worte :)


Lydia Huxley

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Hihi, ja, ist immer lustig, wenn man seine Insider hat^^ In der heutigen technisierten Welt sind zettelige Botschaften eine schöne Abwechslung! :)


Acry

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Bewertung6.5Ganz gut

Der etwas andere Epidemie-Film: Hier geht es nicht um kreischende, verzweifelte Menschenmassen und eine Gruppe von selbstlosen Helden, die dann doch noch die Menschheit rettet. Hier geht es um das Essentielle, die Grundbedürfnisse des einzelnen Menschen: Die Angst allein zu sein, der Überlebenswille und das verzweifelte Klammern an Routinen und Gewohnheiten; der Versuch, trotz aller Umstände immer irgendwo einen Lebenssinn zu finden und sei er noch so klein.
David Mackenzie inszeniert den Film intelligent und "sinnlich" in Bezug auf das Hören und Sehen. Das Schmecken und Riechen lässt sich in diesem Medium erwartungsgemäß nicht anständig übertragen und so konnte ich mich erst gegen Ende mit den Protagonisten identifizieren.
Eva Green mag zwar gut aussehen, allerdings hat sie immer diesen arroganten Blick und ein relativ emotionsimmunes Gesicht. Dementsprechend sah man ihr lange nicht den Verlust der jeweiligen Sinne oder sonstige emotionale Regungen an, die nicht irgendwie gekünstelt wirkten.
Letztendlich konnte mich der Film trotz seiner interessanten Thematik nicht komplett überzeugen, zum einen wegen der anfänglichen Längen (und das, obwohl die Epidemie eigentlich sehr schnell ausbricht), zum anderen aber auch, weil mich der Film zwischenmenschlich nicht wirklich berührt hat. Vielleicht leide ich ja auch schon an Sinnes- bzw. Gefühlsschwund :>
Wirklich unnötig waren auch die kurzen Afrika-Sequenzen. Ich wusste nicht, dass der Film eine bestimmte Schwarzen-Quote erfüllen muss... Das erinnerte zu stark an die üblichen Katastrophenfilme, in denen auf diese Weise auch dem Dümmsten aufgezeigt wird, dass sich das Virus nun auch schon bis nach Afrika ausgebreitet hat.
Naja, mit gemischten Gefühlen vergebe ich mal eine 6.5.

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JimiHendrix

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öhm doch, schon irgendwie ;O


Acry

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in diesem film hier auf jeden fall nicht :P überzeug dich selbst, wenn du mir nicht glaubst^^


Rika

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Schon lange nicht mehr so etwas Schönes gesehen. Wunderbar.

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ginof

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Bewertung9.0Herausragend

Und noch ein sehr guter Beispiel für spannungsvolle Verflechtung von Drama und Science-Fiction, wobei hier Science-Fiction-Ebene schon gößere Rolle spielt als in "Another Earth" bzw. "Melancholia".
Ein Plot, der trotz langsam zu erkennender Idee überrascht!
In allen Perspektiven, ein Kunstwerk, das auf keinen Fall der Gleichgültigkeit bzw. der Langeweile sich zum Wort melden lässt.
Eine meine Tochter (27, Künstlerin) weinte 15 Minuten lang. Zweite (30, Chemiekerin) hat den Plot stundenlang analisiert und mich in der Nacht geweckt und erleichtert gesagt: " Papa, sowas kann doch nicht fuktionieren, das kann nicht passieren ... "
:)

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based_god

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Bewertung4.0Uninteressant

Was bitte war das?!?

Eine Welt von Sinnen:
Nach und nach verlieren die Menschen ihre Sinne. Es beginnt mit dem Geruchssinn, geht weiter zum Geschmackssinn und so weiter. Warum das so ist wird nicht erklärt, was eigentlich auch gut so ist. Immer verbunden mit dem Verlust eines Sinnes sind starke Gefühlsschübe. Und so spult der Film mehrere Male das selbe Muster ab: Symptome treten auf, die Menschen geraten in Panik und schliesslich lernen sie damit zu leben. Jedes Mal dabei sind die zwei Hauptdarsteller: Ewan McGregor (für einmal leider ziemlich blass) als Koch und Eva Green als Forscherin. Sie drohen sich Mal für Mal zu verlieren doch genauso wie der Rest der Menschheit lernen sie damit zu leben. Sie wenden sich voneinander ab, finden wieder zueinander (was heisst: Sie haben Sex. Sehr kreativ!) und drohen sich für immer zu verlieren. Denn die Situation wird immer prekärer.

Eine inkonsequente Inszenierung:
War es anfangs schwer das Gefühl von Verlust von Geruch- und Geschmackssinn für den Zuschauer greifbar zu machen, hatte der Regisseur bei Seh- und Hör-Sinn vermeintlich leichtes Spiel. Und trotzdem konnte er nicht auf Bilder bzw. dramatische Musik oder die sehr nervige Off-Stimme verzichten. Eine grosse Chance wurde meines Erachtens hier vergeben. Aber mit diesem Experiment wäre der Film wahrscheinlich selbst für selbst ernannte Indie-Film-Fans zu unzugänglich geworden.

Ein leider mutloses Ende: [Spoiler!]
Mir hat der Film nicht wirklich gefallen. Eigentlich begann es ziemlich gut und es war beinahe geeignet den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Dem Verlust des Seh-Sinns ging nämlich das weltweite Gefühl von grosser Freude voraus – Eine grandiose Idee! Aber die Story der Hauptcharaktere war leider denkbar plump. In letzter Sekunde und geführt fallen sie sich doch noch in die Arme. Mister und Misses Arschloch also (zu nervigem Drama-Score) also glücklich vereint. An alle anderen Menschen: Fuck you! Wart ihr gerade zu weit von der einen Person die ihr liebt (im Verständnis von "Perfect Sense": eine Person mit der ihr Sex habt) oder noch schlimmer: habt ihr keine solche Person um euch noch ein letztes Mal "von Liebe zu ernähren" habt ihr Pech gehabt. Das Leben mag euch einfach nicht. Die Glücksgefühle bleiben euch verwehrt. Oder geht halt einen Baum umarmen.

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Roldur

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Bewertung9.0Herausragend

Puh, wie soll ich dem Film mit einem unter vielen Kommentare überhaupt gerecht werden? Ich habe es erfasst, ich kann es nicht. Ich kann nur diese Zeilen hier schreiben und hoffen, dass einige diesen Film sehen und ebenso berührt sein können, wie ich gerade.
Die Menschheit wird von einer Epidemie dahingerafft, die alle Sinne langsam vernichtet, unterstrichen von unkontrollierten Wellen überbordender Emotion. Währenddessen lernen sich Michael und Susan kennen und so wird während dieser Extremsituation also eine Liebesgeschichte erzählt. In ungewöhnlich schönen Aufnahmen zeigt uns Regisseur David Mackenzie also eine zunächst recht normal beginnende Liebesgeschichte, die durch die Umstände nach und nach immer weiter auf das Wesentliche reduziert wird.
Der Verlust von allem, was unsere Wahrnehmung ausmacht, kann man sich das überhaupt vorstellen? Nie mehr riechen, nie mehr schmecken, nie mehr sehen? Bleibt dann überhaupt noch etwas wofür es sich zu Leben lohnt? Diese Frage musste ich mir während der sehr intensiven Darstellung des Schreckensszenarios im Film, mehrfach stellen und mehrfach hat sie mich traurig gemacht.
Um den Film wirklich genießen zu können, muss man sich von dem Gedanken möglichst kantig zu sein lossagen und den Weg frei machen für die Gefühlsebene, genau die Sinne, die in der Welt von "Perfect Sense" verloren gehen. Hin- und wieder ist das zwar leicht unsubtil und manche mögen wohl weder Off-Stimmen, noch große Emotionen. Aber was am Ende bleibt, ist meine Wahrnehmung und ich habe mit allen, für einen Film zuständigen, Sinnen, eine großartige Liebesgeschichte wahrgenommen. Die Geschichte hat mich beklemmt, traurig gemacht, glücklich gemacht und einfach alles geschafft, was ein Liebesfilm schaffen sollte, nur, dass wohl jeder eine andere Sicht hat, was das Thema angeht.
Eine tieftraurige und zugleich wunderschöne Geschichte in beeindruckenden Bildern, mit gleich zwei Darstellern aus "Trainspotting", was will ich mehr? "Perfect Sense" ist von mir aus eine absolute Empfehlung.

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Soulja

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Bewertung6.5Ganz gut

Perfect Sense aka Three Monkeys aka Fett, Mehl und Liebe.
Mich hat der Film leider auf halber Strecke verloren. Sehr geniale Anarcho-Ansätze, die mehr und mehr von Pathos und Kitsch zerstört werden. Schade.

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Copacabanasun

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Bewertung10.0Herausragend

Ein Film der das Wort Drama und Science-Fiction wirklich verdient.
.
.
Fazit: Perfect Sense...

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Hartigan85

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Ein toller Film!


Copacabanasun

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Jap Harti <3


benjamin.zahnd

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Bewertung10.0Herausragend

Ein Film bei dem ich Gänsehaut hatte! Ich fand in sehr eindrücklich. Der Soundtrack und die Darsteller sind klasse.

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annaberlin

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Bewertung7.0Sehenswert

Perfect Sense scheitert immer da, wo der Regisseur zu wenig Material hatte und dann einen pathetischen Erzähler einsetzen musste. Insgesamt wohlwollende 7 Punkte, aber richtig überzeugen konnte mich der Film nie, höchstens noch der Cast. Eva Green mochte ich ausser im Bond bislang überall.

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CHF

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Bewertung4.0Uninteressant

Viel Kunst und zu wenig Werk. Die Idee ist eigentlich sehr interessant, leider kann die Umsetzung mit der Intention nicht Schritt halten. Für ein Drama sind die Charaktere zu belanglos. Den Verlust der Sinne kann man ihnen ansehen, aber so richtig mitfühlen will man nicht. Einzig der Score überträgt, was eigentlich die Bilder hätten verrichten sollen - dieser ist wirklich unglaublich gut.

Als langweilig kann man es dennoch nicht bezeichnen, immerhin bleibt eine Grundspannung erhalten, ein Hoffnungsträger, der die versprochene 8.5er Vorhersage bis zum Ende vergeblich sucht.

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longus69

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Bewertung9.0Herausragend

Nach jeweiliger emotionaler Eskalation der schrittweise Verlust der "Sieben Sinne"... Der vermeintliche Verlust der Menschlichkeit aufgefangen durch das letzte verbleibende Gefühl welches die Menschen ignoranterweise nur für ihre Spezies reservieren... Eine romantische Apokalypse... (... und pragmatisch gesehn vielleicht die Sicherung des Fortbestands der Erde ;-) )

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whitywhite

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Bewertung7.5Sehenswert

Perfect Sense...Ein leiser und intensiver Film über Fett, Mehl und Liebe.
Ein in der Form noch nicht dagewesener "Endzeitfilm" in dem nicht das letzte sondern ein weiteres Kapitel der Menschheit gezeigt wird.
Hier geht es nicht um die Apokalypse. Keine Atombomben, Zombies oder dergleichen. Es geht darum, dass die Menschen weltweit ihre Sinne verlieren. Geruch, Geschmack, Gehör und zuletzt das Augenlicht.
Das Warum und Wie kann sich im Film keiner erklären. Ein außer Kontrolle geratener Virus oder ein Terroranschlag? Vielleicht ist es auch eine Säuberungsaktion der Natur. Vielleicht ist es die Laune der Natur. Vielleicht lautet das Zauberwort auch Evolution, da unsere Sinne aufgrund unseres Fortschritts nicht mehr überlebenswichtig für uns sind (na gut das war jetzt etwas weit hergeholt). Man weiß es nicht. Der Fantasie kann man dies bezüglich freien Lauf lassen.
Aber worum es hier geht, dass ist der Mensch, seine Emotionen und den Umgang damit. Aber auch Notwendigkeiten, Luxus, Gewohnheiten/Illusionen und Liebe sollen wohl die Stichwörter sein. Verschont bleibt man von moralischen Belehrungen.
Aber es ist auch ein "Liebesfilm" und man bekommt hier auch zu sehen wie wichtig Liebe für den Menschen ist. Mir drängt sich allerdings vor allem eine Frage auf: Hätten sich die Beiden auch ohne diesem Schicksalsschlag für die Menschheit gefunden? Wahrscheinlich. Aber hätte deren Liebe, ohne diesem Schicksalsschlag, ebenfalls eine Chance gehabt? Nämlich dann wenn alle Sinne auch weiterhin funktioniert hätten. Hätten Sie auch dann einen solchen Drang verspürt sich wieder zu finden? Oder wäre es, wenn überhaupt, nur bei einem one night stand geblieben?
So nützlich unsere Sinne sind, haben sie uns allen schon das eine und das andere mal einen Streich gespielt. Außerdem, versuchen wir nicht alle täglich mit den Sinnen anderer zu spielen? Egal ob morgens bei der Kleiderwahl, ob das Erzählen von Erlebnissen vom letzten Wochenende oder Urlaub, ob das verkaufen des eigenen Gebrauchtwagens oder eben zum Beispiel beim Verführen. Tja...unsere Sinne sind äußerst nützlich. No na net. Aber ohne einen entsprechenden Filter für unsere Sinne, können wir sehr leicht zu "falschen" Entscheidungen verführt werden.

Fazit: Alles in Allem ein sehr gelungenes Drehbuch das hervorragend umgesetzt wurde und vor allem mit einer neuen Idee sowie überzeugenden Charakteren und idealer Besetzung punkten kann.

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BjoernS

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Es wird langsam sehr dringend, dass ich diesem Film, den ich hier immerhin als Lieblingsfilm gekennzeichnet habe, einen dementsprechenden Kommentar widme.

Gäbe es für jedes Mal, wenn ich diesen Film in Gesprächsrunden und Filmdiskussionen anpreise, eine Prämie, könnte ich mir schon längst Ewan McGregor und Eva Green mieten, damit diese in meinem Wohnzimmer die schönsten Szenen aus "Perfect Sense" nachspielen. Ich werde wohl niemals müde werden, dieses Werk zu empfehlen und alle Unwissenden dazu bringen zu wollen, sich auf ein so eindringliches Filmerlebnis einzulassen.

Die ganze Art des Filmes, die Erzählweise, die Schnitte, die Bombastik der Bilder lässt mich jedes Mal, wenn ich "Perfect Sense" sehe, vor Wonne erschauern. Bei jeder Sichtung, egal ob bei der ersten, der zweiten oder der zwanzigsten, bekomme ich eine Gänsehaut, die meinen gesamten Körper einnimmt. Es ist einfach wahnsinnig, wie sehr mich dieses, ja, ich sage es wirklich, Meisterwerk mitnimmt und ich jedes Mal aufs Neue restlos begeistert bin.

Allein die ersten Minuten, bevor man überhaupt die beiden Hauptdarsteller kennlernt, fesseln bereits. Die Bilder aus aller Welt sind simpel und genau das ist es, was an ihnen fasziniert. Der Film beginnt auf eine Art, die einfach viel zu selten zu sehen ist.

Die Sequenzen, welche die einzelnen Verluste der Sinne beschreiben, mit ihren ekstatischen Zuständen, in welche die Menschen verfallen, sind das schönste und gleichzeitig verstörendste in diesem Werk.

Das gesamte Schauspielensemble, sowohl die beiden Hauptcharaktere als auch diverse Nebenfiguren, ist ausnahmslos fabelhaft, besonders in den eben beschriebenen Verlustsequenzen. Ewan McGregor, der nicht zuletzt aufgrund dieses Films zu meinen Lieblingsschauspielern gehört, macht ebenso wie Eva Green einen perfekten Job. Bei den Nebenrollen ist vor allem Ewen Bremner hervorzuheben, den ich hier das erste Mal sah und der mir von seiner ersten Szene an zutiefst sympathisch war.

Gekrönt wird das Ganze nur von der allerletzten Szene: Die beidenden Liebenden gehen auf einander zu, schon aller ihrer Sinne beraubt. Sie sehen sich ein letztes Mal und ehe sie sich richtig umarmen können, wird der Bildschirm schwarz, nur die Stimme aus dem Off ist noch zu hören.

Beim ersten Mal kamen mir die Tränen und auch jetzt noch, nachdem ich "Perfect Sense" so oft sah, beschleicht mich ein beklemmendes Gefühl. Ich bin froh, noch alles riechen, schmecken, hören, sehen zu können.

"Nun ist es dunkel.
Aber sie spüren den Atem des Anderen
und sie wissen alles, was sie wissen müssen.
Sie küssen sich
und sie spüren die Tränen des Anderen auf den Wangen.
Wenn es noch jemanden gäbe,
der sie sehen könnte,
würden sie aussehen wie ganz normale Liebende.
Die einander das Gesicht liebkosen,
eng beieinander liegend,
die Welt um sich herum vergessend.

Denn so geht das Leben weiter.
Einfach so."

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