Perfect Sense

Perfect Sense (2011), DE/DK/GB/SE Laufzeit 92 Minuten, FSK 12, Drama, Science Fiction-Film, Kinostart 08.12.2011


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von David Mackenzie, mit Ewan McGregor und Eva Green

In Perfect Sense verlieren Ewan McGregor und Eva Green nacheinander alle ihrer Sinne.

In Zeiten globaler Epidemien und Panikausbrüche ist sich jeder selbst der Nächste. Was hat der Mensch diesen Gewalten entgegenzusetzen? In Perfect Sense ist es Liebe. Die Epidemieforscherin Susan (Eva Green) behandelt in Glasgow einen Patienten, der an plötzlichen Gefühlsausbrüchen leidet und schließlich aus unerklärlichen Gründen seinen Geruchssinn verliert. Bald tauchen hunderte solcher Fälle in Großbritannien auf. Die Menschen erleben unkontrollierbare Emotionen und büßen kurz darauf einen Sinn nach dem anderen ein. Innerhalb von 24 Stunden hat sich die seltsame Krankheit in ganz Europa ausgebreitet. In diesem Chaos begegnet Susan Michael (Ewan McGregor), einem Restaurantkoch. Beide haben im Leben gelernt, dass Gefühle meist mit Verletzungen und Enttäuschungen verbunden sind. Und dennoch geben sie ihrer Liebe eine Chance. Doch das Paar hat nicht nur mit alten Wunden zu kämpfen. Auch die epidemiebedingten Gefühlsausbrüche belasten die Beziehung und als die beiden sich, kurz vor dem Verlust des Hörsinns, aus den Augen verlieren, bleibt ihnen nicht viel Zeit. Sie müssen sich wiederfinden, bevor sie erblinden.

Hintergrund & Infos zu Perfect Sense
Ausgehend von seiner Heimat Schottland, zeigt der Regisseur David Mackenzie in seinem vom Science Fiction-Film Alphaville – Lemmy Caution gegen Alpha 60 inspirierten Drama Perfect Sense die weltweite Ausbreitung einer anderen Art von Epidemie. Dabei stellt er den ungewöhnlichen Versuch der Menschen dar, sich an die Ausnahmesituation anzupassen und mit der Krankheit zu leben. Für Perfect Sense (dessen Arbeitstitel The Last Word lautete) holte David Mackenzie seinen Landsmann Ewan McGregor mit an Bord, den er bereits 2003 für seinen Film Young Adam als Hauptdarsteller gewinnen konnte. Ihm zur Seite steht Eva Green, bekannt als außergewöhnliches Bondgirl von Daniel Craig aus James Bond 007 – Casino Royale. Zudem erfüllte sich mit Perfect Sense ein Kindheitstraum für Ewan Mc Gregor, der erstmals mit seinem Onkel Denis Lawson zusammenspielen durfte. Mit Ewen Bremner zählt ein weiterer guter Bekannter McGregors zum Cast, neben dem er schon in Trainspotting – Neue Helden und Black Hawk Down vor der Kamera stand. (JL)

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Kommentare (114) — Film: Perfect Sense


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ThomasCine

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Bewertung9.0Herausragend

Was für ein Film!
Alles schwindet, alles verschwindet. Ein Sinn geht, doch das Leben geht weiter. Ein weiterer Sinn geht und das Leben geht trotzdem weiter. Auf wunderbare Weise schärft "Perfect Sense" unsere eigenen Sinne neu. Grandios wird mir hier der Verlust eines Sinnes transportiert und tatsächlich erfühlbar gemacht. Mehr und mehr stellt sich während des Schauens ein großes Gefühl der Dankbarkeit ein. Einst selbstverständliche Handlungen werden mir magisch und plötzlich wertvoller denn je. Ist es nicht großartig am Leben zu sein? Zu riechen! Zu Schmecken! Zu Fühlen! Zu Hören! Zu Sehen! Ich möchte auf die Straße gehen und jeden Menschen beglückwünschen. Eine Filmmusik, die durch jede Faser des Körpers geht und mich vollkommen einnimmt. Die mich erhebt und mir sagt, dass alles in Ordnung ist. Mich genau dort trifft wo das Leben beginnt.
Und dann die unendliche, nie fassbare Emotion. Liebe. Getragen von zwei packenden Schauspielern findet "Perfect Sense" eine Verbindung zweier Menschen. Denn wenn alle Sinne reißen bleibt nur die Verbindung. Eine Verbindung die Hoffnung spendet. Wärme gibt. Die ohne Geruch oder Geschmack auskommt. Die Verbindung, die nichtmal das Gehör braucht und in letzter Konsequenz auch nicht mehr das Augenlicht. Eine Verbindung, die in der Dunkelheit schon immer da war und immer da sein wird.
"Perfect Sense" ist die Art von Film, die nicht nur gesehen wird. Es ist die Art von Film auf die der gesamte Körper reagiert. Jede Zelle richtet sich einzeln auf und erfährt ihn in seiner gesamten Breite. In seiner gesamten emotionalen Wahrheit. In seinem Schock. Seinem Verlust. Seiner Wut. Seiner Traurigkeit. Seiner Hoffnung. Seines Humors. Seiner Verbindung. Seiner Liebe. Seiner Liebe. Seiner Liebe.

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jacker

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Dass LiebES-Filme auch LiebLINGS-Filme werden, da muss schon einiges passieren. Wer weiß, wenn ich den nochmal sehe wandert die Bewertung vielleicht auch noch hoch ;)


bonjovi84

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du hast eine sehr schöne Kritik geschrieben. zwar hatte mich der film nicht ganz so heftig erfasst und mitgenommen, dennoch empfand ich den film als interessante Mischung aus weltuntergangsfilm, Liebesfilm und philosophisches Drama bei allmälichem "sinnesentzug".


pixie123

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Bewertung5.5Geht so

Es hätte ein so guter Film werden können! Denn das zu Grunde liegende Thema dürfte erstmal jeden erschaudern lassen: Allein die Vorstellung, seine Sinne zu verlieren, ist der blanke Horror. Auch dass von dieser Gefahr die gesamte Menschheit betroffen ist, hat mir gut gefallen. Die Umsetzung aber, insbesondere die Erzählweise, hat aus meiner Sicht viel kaputt gemacht: Ständig säuselt eine pathetische Stimme aus dem Off irgendwelche Erkenntnisse in Richtung „der Mensch ist selber Schuld“, die Musik sorgt für reichlich Melodramatik, und statt mal zu zeigen, wie die Wissenschaft oder die Politik auf das Phänomen reagiert, bekommen wir immer nur irgendwelche Bettszenen mit Eva Green und Ewan McGregor zu sehen (die mich übrigens beide nicht besonders überzeugt haben), dass es mir irgendwann zum Halse raushing.
Fazit: Statt eines gut gewürzten Menüs, bekommen wir mit „Perfect Sense“ leider nur Mehl und Fett – oder, wie es Soulja sehr treffend vor mir formuliert hat: Pathos und Kitsch. Da hat mir „Die Stadt der Blinden“ besser gefallen – und denen fehlte nur ein einziger Sinn!

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mondauge

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Bewertung9.0Herausragend

Was wird mit unserem menschlichen Dasein, wenn ein Sinn nach dem anderen einfach verschwindet?

Für mich ist diese Frage, was mit unserem menschlichen Dasein passiert, wenn alle Sinne verlorenen gehen, auch nach Betrachtung von "Perfect Sense", immer noch nicht leicht zu beantworten. Doch bisher habe ich mich mit dem Thema "Sinn" nur sehr wenig auseinandergesetzt, was dieser Film nun ändern konnte.

Man kann es als Liebesgeschichte betrachten, aber im Hintergrund lauern philosophische Fragestellungen. Was der "Perfect Sense" sein könnte, möchte ich nun versuchen herauszufinden.

+++Spoiler-Alert+++

Wenn Menschen den Defekt eines Sinnesorgans erfahren, dann wird dies oft durch ein anderes Sinnesorgan wieder kompensiert. Doch sind die menschlichen Sinne auf fünf Sinnesorgane beschränkt, weshalb man bei Verlust von vier Sinnen erhebliche Probleme bekommt in einer physischen Welt zu überleben. Was passiert also wenn alle physischen Sinne verloren gehen?

In der Deutschen Sprache mag ein Wortspiel möglich sein, wodurch man behaupten kann, dass es einen Zusammenhang zwischen Sense und Meaning of Life gibt, denn im Deutschen ist beides der "Sinn".

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Der "Sinn" als Wort der deutschen Sprache referiert im Englischen sogar auf 6 alternative Bedeutungen:

Sinn m 1. PHYSIOL sense: fig sechster Sinn sixth sense; ugs seine fünf Sinne beisammen haben have ones wits about one
2. Pl (Verstand) mind, (Bewusstsein) consciousness: sie war wie von Sinnen she was quite beside herself (vor with); bist du von Sinnen? are you out of your mind?
3. (Kopf) mind: etwas im Sinn haben have s.th. in mind, intend (to do) s.th.; damit habe ich nichts im Sinn I dont want any of that; jemandem in den Sinn kommen occur to s.o.
4. (für) (Gefühl) sense (of), appreciation (of), (Neigung) taste (for), (Interesse) interest (in): Sinn für Musik an ear for music; Sinn für das Schöne an eye for beauty; Sinn für Humor a sense of humo(u)r; das war ganz in meinem Sinn(e) that was just what I would have done
5. (Bedeutung) sense, meaning, (Grundgedanke) (basic) idea: im weiteren (engeren) Sinn(e) in a wider (narrower) sense; im wahrsten Sinn(e) des Wortes literally; in gewissem Sinn in a sense; in diesem Sinn in this sense, Äußerung: to this effect; im Sinne des Gesetzes as defined by the law; der Sinn des Lebens the meaning of life; das ergibt (ugs macht) keinen Sinn that makes no sense; dem Sinn nach sinngemäß II
6. (Zweck) sense, purpose: Sinn und Zweck (aim and) object; das hat keinen Sinn its no use, its pointless; das ist der Sinn der Sache! thats the idea!

© Langenscheidt KG, Berlin und München, Sat_Wolf, Bayern
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In Perfect Sense verlieren die Menschen sukzessive die Funktion ihrer Sinnesorgane. Auf diesem Weg wird gezeigt, was durchaus bekannt ist, dass Menschen auf Grund solcher Verluste nicht zurückstecken. Schließlich haben wir Menschen uns über den Evolutionsprozess als sehr anpassungsfreudig gezeigt. Das macht in der höchsten Not noch Hoffnung und stiftet Sinn. So ist die Folge auch, dass die meisten Menschen trotzdem wieder glücklich weiterleben und einen "neuen Sinn" im Leben sehen. Sie kompensieren Sinne mit Hilfe der verbliebenen Sinnesorgane. Doch das ist nicht alles, denn zu dieser Leistung gehört auch eine Motivation, ich nenne es hier Überlebenssinn. Der Überlebenswille bahnt sich einen Weg, indem er die Welt uminterpretiert, was einer Sinnstiftung durch das Individuum gleichkommt. An vielen Stellen des Filmes steht die Sinnstiftung im Vordergrund und es werden viele Beispiele gezeigt, wie man trotzdem weiter leben könnte.

Im Deutschen kann man einen Bedeutungszusammenhang zwischen Sense und Meaning of Life herstellten, wobei Sinn (1) physischen und Sinn (2) psychischen Charakter hat. So möchte ich die Hypothese aufstellen, dass der Verlust eines Sinnesorgans mit physischen wie mit psychischen Mitteln bewerkstelligt wird und dass dies in "Perfect Sense" wohl einer der Grundaspekte ist. Betrachtet man überdies das menschliche Gehirn aus Sicht einiger Neurologen, dürfte man nicht davon sprechen, dass etwas was dem Menschen eigenen ist nicht physischer Natur wäre, es sei denn man glaubt an die Seele, was wiederum einer Sinnstiftung gleichkäme. Die Seele ist jene Art der Sinnstiftung, die uns unter anderem von dem Gedanken bewahren will, dass wir nur Seelenautomaten bzw. Biomaschinen sind.

So zeigt man in "Perfect Sense", dass die alte christliche Sinnstiftung der Apokalypse wieder populär werden würde, etwa dadurch, dass danach alle Gerechten ihre Sinne wieder zurückerhalten sollten und das ewige Leben dazu. Aber das haben Katastrophenfilme immer im Gepäck. So versuchen einige Menschen moralisch besser zu sein. Sinn stiftet auch Trost. Doch auch kreative neue sinnstiftende Ideen werden als Beispiel gezeigt, die ebenfalls Trost spenden oder von der Not ablenken könnten und die eine humanistische Gesinnung zum Ausdruck bringen. Über all diese Möglichkeiten der Sinnstiftung will ich kein Urteil fällen, denn sie ist individuell und die Folgen der eigenen Wahl kennt niemand, da die Fiktion nach 92 Minuten den Einblick in das gegebene Universum beendet.

Genau am Ende des Films, wenn noch der Tastsinn übrig bleibt, entsteht ein Kanon an Fragen. Wenn Menschen nun vier Sinne verlieren, wäre das noch kompensierbar? Wie könnte man sich das vorstellen? Wäre schließlich die Kompensation mit dem dem Verlust des letzten physischen Sinnes vollkommen unmöglich? Was bleibt?

Für mich ist eine Antwortmöglichkeit auf die Frage "was bleibt", dass es das "Bewusstsein" sein muss, doch existiert das Bewusstsein überhaupt noch, wenn man nichts mehr wahrnehmen kann?

An dieser Stelle liefert "Perfect Sense" selbst eine Antwort auf diese Frage, denn Susan spricht immer wieder von Erinnerungen, sobald sie einen Sinn verliert. Schließlich führt das zu der Annahme, dass sobald die Wahrnehmung schwindet, die Erinnerungen einsetzen. Somit wäre die "Erinnerung" selbst ein Sinn, es ist das sinnliche Gedächtnis, es ermöglicht dem Bewusstsein ein Sinnerlebnis vorzugauckeln. Es ist authentisch sagen Neurologen. Auch Michael bemerkt dies als er zur Susan sagt, dass er gerne vorher noch an ihr gerochen hätte bevor der Geruchssinn aussetzte und so klammert sich auch Michael an sein Gedächtnis.

Wenn das Gedächtnis also Sinneswahrnehmungen erzeugen kann muss es selbst ein Sinnesorgan sein und dann ist die Fantasie das Kompensationselement dafür, womit die Fantasie selbst wieder ein Sinnesorgan ist.

Nun wird auch deutlich, dass es schwierig war dieser Geschichte im Englischen einen treffenden Namen zu geben, wie er im Deutschen möglich gewesen wäre mit "Sinn". Man hätte ihn im Englischen "Sense & Meaning" bzw. sogar "Sense of Meaning" nennen können, denn was ist nun der "Perfect Sense"?

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josi.funke

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Bewertung7.5Sehenswert

Mensch, der Film hat mich nachdenklich gestimmt. Ich habe in meinen eigenen Empfingungen gegraben.
Welcher ist denn für mich der wichtigste Sinn?

Wie würde genau diese Szene jetzt riechen?

Der Verlust welcher Erinnerung, die jetzt nicht mehr durch einen Geruch, einen Geschmack oder ein Lied wachgerufen werden kann würde am meisten schmerzen?

Spätestens jetzt bin ich auch wirklich dankbar über das, was mir NICHT fehlt.

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Winci

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Bewertung9.5Herausragend

und plötzlich einfach Stille... die Autos waren draußen plötzlich laut... ich muss sagen ich bin für jeden meiner Sinne ziemlich dankbar... nur gut das der Tastsinn dann nich auch noch ausgefallen is... o_O

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moviereporter

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Bewertung5.5Geht so

Die Idee an sich ist wirklich sehr faszienierend. Leider kann die Regie die Emotionen nicht wirklich übertragen, trotz guter Drasteller und schöner Musik. Wahrscheinlich weil ich mich stellenweise dann an einen etwas 'günstigeren' ARD- Film erinnert gefühlt habe....

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shazad.khokhar

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Bewertung6.5Ganz gut

Eine wirklich tolle Storyline, die mich von Anfang an sehr gefesselt hat.
Man möge wirklich mal denken, was ein Mensch macht, wenn ihm nach und nach die Sinne verloren gehen...einfach nur erschreckend daran zu denken, wie man es ohne Geschmack, ohne Geruch, ohne Gehör und natürlich ohne Augenlicht aushalten könnte.
Aber trotzaldessen vermittelt der Film eine tolle Botschaft und zwar die, das die Liebe einen letzten Endes wirklich übrigbleibt.

Ohne Frage ist es ein Film, den ich jeden wärmstens empfehlen würde :-)

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kidhan

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Bewertung9.0Herausragend

Seit Monaten hat mich kein Film mehr so begeistert, berührt und auch erschreckt wie Perfect sense. Die zugrundeliegende Idee ist faszinierend und gleichzeitig so furchtbar, das die Mischung aus Romanze und Science Fictionepedemie Film vor dem eigenen, geistigen Auge immer wieder zur Horrorvorstellung wird, wenn man sich die Auswirkungen einer solchen, fiktiven Krankheit auf sein eigenes, reales Leben vorstellt. Die hohe Intensität des Films und der Darstellungen von Mcgregor und Green zwingt einen immer wieder zu der Erkenntnis, wie grausam und unerträglich so etwas wäre. Gleichzeitig ist Perfect Sense aber auch sehr romantisch, bewegend und irgendwie schön. Und diese Mischung aus innerlich erzeugtem Horror und intensiver Liebesgeschichte macht den Film zu etwas sehr Besonderem und Sehenswerten.

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brigerbaerger

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wird der Mensch durch das stetige verlieren seiner Sinne zum Zombie oder zum einfühlsamen Liebenden? "Perfect Sense" tendiert hier klar zu Letzterem, obwohl er in einigen Szenen durchaus den Zombie-Verlauf hätte nehmen können. Eine wirklich tolle Idee sehr emotional umgesetzt. Nach jedem Verlust eines Sinnes, reagiert der Mensch darauf. Ob im Film wirklich jeweils die richtige Reaktion angewendet wurde führte jedenfalls bei uns zu interessanten Diskussionen. Für mich immer ein Zeichen, dass der Film beim Zuschauer Spuren hinterlässt und das finde ich grundsätzlich gut. Einziges Manko: Die beiden Hauptprotagonisten konnten mich über die Laufzeit nie so richtig in ihren Bann ziehen, ausser - und man möge mir diesen machomässigen "Ausrutscher" verzeihen - die nackten Brüste von Eva Green...

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horro

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der Ausrutscher sei dir verziehen ... und der Film sofort vorgemerkt ;)


denratten

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Bewertung6.0Ganz gut

Die Grundidee des Films ist toll, und an der Umsetzung kann ich auch nicht meckern. Warum bloß konnte mich Perfect Sense nicht so richtig fesseln?
Wahrscheinlich weil mir die Hauptdarsteller ziemlich egal waren....

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razzo

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Bewertung9.0Herausragend

Im Kino gewesen. Geweint.

(Franz Kafka)

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Lydia Huxley

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Geht auch gar nicht anders :)


filmverliebt

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein wirklich schönes und emotionales Plädoyer für das Leben und die Liebe.

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FireDragonC

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die Apocalypse mal anders erleben. Der Weltuntergang ist ein ständiger Begleiter in Filmen, ob es nun Zombies sind, Kriege oder Micheal Bay. "Perfect Sense" geht an das Thema anders ran, viel Intimer, sinnlicher, emotionaler und deswegen auch ungleich schockierender.
Was ist der Mensch ohne seine Sinnesorgane? Ohne welche Sinne könnten wir noch Leben? Das sind Fragen die der Film für mich aufwirft.
Der Film geht aber noch weiter, er zeigt den Menschen in reinform, er zeigt ihn als Schmalen Grad zwischen Wahnsinn, das animalische was in ihm wohnt (all das was vor den Sinnesverlusten vorkommt) und zeigt im selben Augenblick was die Menschheit auszeichnet. Er zeigt nicht nur das der Mensch ein Gewöhnungstier ist, sondern auch das er clever, einige zumindest, aggiert um seine Schäche und/oder Nachtteil zum Vorteil zu machen. Da ist ein Koch der Geruchs- und Geschmackssinn verliert und deswegen verzweifelt, aber die Idee bekommt, die Augen und Ohren beim essen in den Vordergrund zu stellen oder die Musiker die nix hören, aber fühlen können und deswegen ihre Musik auf Bass auslegen.
Wo die einen Menschen verzweifeln, ausklinken und aufgeben, sehen andere eine neue Chance.
Schauspielerisch sind Ewan McGregor und Eva Green auf sehr Hohen Niveau. Sie können die verschiedenen Stadien des verlustes sehr gut rüberbringen und sind nicht die typischen Liebesgeschichten Charaktere wie man sie sonst immer sieht. Sie haben auch Leichen im Keller, sind fragile und haben Ecken und Kanten.

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vega_vincent

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Bewertung7.0Sehenswert

Bevor es gleich (angemessen) ernst wird: Mich hat ja schon erstaunt, dass die Kamera in diesem Film insgesamt länger auf nackte Brüste gerichtet wurde als in «Lesbian Vampire Killers». Hätten aber schönere sein können … ;-)

Zum Film selbst: Die Idee gefällt mir sehr gut. Die Menschen erleben aus unerklärlichen Gründen (weltweit!) Gefühlsausbrüche und verlieren dann einen ihrer fünf Sinne. Zuerst werden sie von Trauer überwältigt. In der Folge verlieren sie ihren Geruchssinn. So geht es weiter und Sinn für Sinn schwindet die Hoffnung, aus dieser Misere herauszukommen, dahin. Gerade in dieser Zeit finden sich zwei Menschen, die an gar nichts mehr glaubten – schon gar nicht an die Liebe. Mit sich finden sie Hoffnung und Lebensfreude. Während also alles den Bach runter geht, geht es bei ihnen beiden aufwärts. Der Zuschauer weiss nicht, ob er sich über ihr Glück und mit ihnen freuen oder darüber betrübt sein soll, dass eh keine Hoffnung besteht. Das Ende, das ich hier nicht verraten will, ist stimmig und hat mir sehr gut gefallen. Die Schauspieler haben mich auch überzeugt und das ganze Feeling (Kamera, Färbung, Einstellungen blabliblablo) fand ich stimmig. Definitiv ein Liebesfilm, den mann sich ansehen kann – um danach bei der Frau/Freundin wieder einen Männerfilm einfordern zu können. ;-)

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fuerchtegott

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Gibt's Telefonrollenspiele?^^


vega_vincent

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Ich sag dir: Das ist mal ein guter Liebesfilm. Ergo: GANZ SICHER KEINE TELEFONROLLENSPIELE!!!


Lydia Huxley

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Bewertung9.0Herausragend

Tiefe Trauer, überwältigende Angst, zügellose Gelüste, blinder Hass... und erst kurz bevor wir glauben, alles zu verlieren, spüren wir das tiefe Gefühl von Glück in uns!

"Perfect Sense" ist eine Geschichte über eine ungewöhnliche Liebe in einer Zeit von ungewöhnlichen Ereignissen.
Über die Welt bricht eine Epidemie herein, von der keiner weiß, was sie ist oder woher sie kommt. Sie raubt den Menschen nach und nach ihre Sinne, begleitet von heftigen Gefühlsausbrüchen. Kurz zuvor begegnen sich Michael und Susan. Zwei Menschen, die sich nicht viel aus Begegnungen machen, aber in dieser ausweglosen Situation zueinander finden und im größten Chaos ihre Liebe füreinander entdecken. Wo die Annehmlichkeiten des normalen Alltags ihnen langsam entgleiten, finden beide einen Weg weiter zu machen, genießen die Dinge, die ihnen bleiben und entdecken neue Möglichkeiten, damit das Leben lebenswert bleibt. Alles um zu vergessen, was sie vermissen könnten - der Geruch der Luft kurz bevor es schneit oder des Waldes nachdem es geregnet hat, der Geschmack des Essens und der süßen Küsse, das Geräusch des Windes oder einer liebevollen Stimme, den Blick in den Nachthimmel...
Der Mensch kann mit dem Verlust von ein oder auch zwei Sinnen leben, kann sich anpassen und die schönen Erinnerungen daran verdrängen, um weiter machen zu können. Aber was bleibt ihm, wenn es ihm versagt ist, seine Umwelt wahrzunehmen und seinen Emotionen Ausdruck zu verleihen?
Was wir hier sehen, ist, was aus unserer bloßen Existenz ein Leben macht,
das was uns zu Menschen macht.

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razzo

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Ach Lydi, natürlich seh ich dich. Du siehst wunderbar aus, wie du da so am Fenster lehnst. Ich mag unsere kleinen Insider-Anspielungen. Zettel sind die neuen Worte :)


Lydia Huxley

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Hihi, ja, ist immer lustig, wenn man seine Insider hat^^ In der heutigen technisierten Welt sind zettelige Botschaften eine schöne Abwechslung! :)


Acry

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Bewertung6.5Ganz gut

Der etwas andere Epidemie-Film: Hier geht es nicht um kreischende, verzweifelte Menschenmassen und eine Gruppe von selbstlosen Helden, die dann doch noch die Menschheit rettet. Hier geht es um das Essentielle, die Grundbedürfnisse des einzelnen Menschen: Die Angst allein zu sein, der Überlebenswille und das verzweifelte Klammern an Routinen und Gewohnheiten; der Versuch, trotz aller Umstände immer irgendwo einen Lebenssinn zu finden und sei er noch so klein.
David Mackenzie inszeniert den Film intelligent und "sinnlich" in Bezug auf das Hören und Sehen. Das Schmecken und Riechen lässt sich in diesem Medium erwartungsgemäß nicht anständig übertragen und so konnte ich mich erst gegen Ende mit den Protagonisten identifizieren.
Eva Green mag zwar gut aussehen, allerdings hat sie immer diesen arroganten Blick und ein relativ emotionsimmunes Gesicht. Dementsprechend sah man ihr lange nicht den Verlust der jeweiligen Sinne oder sonstige emotionale Regungen an, die nicht irgendwie gekünstelt wirkten.
Letztendlich konnte mich der Film trotz seiner interessanten Thematik nicht komplett überzeugen, zum einen wegen der anfänglichen Längen (und das, obwohl die Epidemie eigentlich sehr schnell ausbricht), zum anderen aber auch, weil mich der Film zwischenmenschlich nicht wirklich berührt hat. Vielleicht leide ich ja auch schon an Sinnes- bzw. Gefühlsschwund :>
Wirklich unnötig waren auch die kurzen Afrika-Sequenzen. Ich wusste nicht, dass der Film eine bestimmte Schwarzen-Quote erfüllen muss... Das erinnerte zu stark an die üblichen Katastrophenfilme, in denen auf diese Weise auch dem Dümmsten aufgezeigt wird, dass sich das Virus nun auch schon bis nach Afrika ausgebreitet hat.
Naja, mit gemischten Gefühlen vergebe ich mal eine 6.5.

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JimiHendrix

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öhm doch, schon irgendwie ;O


Acry

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in diesem film hier auf jeden fall nicht :P überzeug dich selbst, wenn du mir nicht glaubst^^


Rika

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Schon lange nicht mehr so etwas Schönes gesehen. Wunderbar.

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ginof

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Bewertung9.0Herausragend

Und noch ein sehr guter Beispiel für spannungsvolle Verflechtung von Drama und Science-Fiction, wobei hier Science-Fiction-Ebene schon gößere Rolle spielt als in "Another Earth" bzw. "Melancholia".
Ein Plot, der trotz langsam zu erkennender Idee überrascht!
In allen Perspektiven, ein Kunstwerk, das auf keinen Fall der Gleichgültigkeit bzw. der Langeweile sich zum Wort melden lässt.
Eine meine Tochter (27, Künstlerin) weinte 15 Minuten lang. Zweite (30, Chemiekerin) hat den Plot stundenlang analisiert und mich in der Nacht geweckt und erleichtert gesagt: " Papa, sowas kann doch nicht fuktionieren, das kann nicht passieren ... "
:)

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based_god

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Bewertung4.0Uninteressant

Was bitte war das?!?

Eine Welt von Sinnen:
Nach und nach verlieren die Menschen ihre Sinne. Es beginnt mit dem Geruchssinn, geht weiter zum Geschmackssinn und so weiter. Warum das so ist wird nicht erklärt, was eigentlich auch gut so ist. Immer verbunden mit dem Verlust eines Sinnes sind starke Gefühlsschübe. Und so spult der Film mehrere Male das selbe Muster ab: Symptome treten auf, die Menschen geraten in Panik und schliesslich lernen sie damit zu leben. Jedes Mal dabei sind die zwei Hauptdarsteller: Ewan McGregor (für einmal leider ziemlich blass) als Koch und Eva Green als Forscherin. Sie drohen sich Mal für Mal zu verlieren doch genauso wie der Rest der Menschheit lernen sie damit zu leben. Sie wenden sich voneinander ab, finden wieder zueinander (was heisst: Sie haben Sex. Sehr kreativ!) und drohen sich für immer zu verlieren. Denn die Situation wird immer prekärer.

Eine inkonsequente Inszenierung:
War es anfangs schwer das Gefühl von Verlust von Geruch- und Geschmackssinn für den Zuschauer greifbar zu machen, hatte der Regisseur bei Seh- und Hör-Sinn vermeintlich leichtes Spiel. Und trotzdem konnte er nicht auf Bilder bzw. dramatische Musik oder die sehr nervige Off-Stimme verzichten. Eine grosse Chance wurde meines Erachtens hier vergeben. Aber mit diesem Experiment wäre der Film wahrscheinlich selbst für selbst ernannte Indie-Film-Fans zu unzugänglich geworden.

Ein leider mutloses Ende: [Spoiler!]
Mir hat der Film nicht wirklich gefallen. Eigentlich begann es ziemlich gut und es war beinahe geeignet den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Dem Verlust des Seh-Sinns ging nämlich das weltweite Gefühl von grosser Freude voraus – Eine grandiose Idee! Aber die Story der Hauptcharaktere war leider denkbar plump. In letzter Sekunde und geführt fallen sie sich doch noch in die Arme. Mister und Misses Arschloch also (zu nervigem Drama-Score) also glücklich vereint. An alle anderen Menschen: Fuck you! Wart ihr gerade zu weit von der einen Person die ihr liebt (im Verständnis von "Perfect Sense": eine Person mit der ihr Sex habt) oder noch schlimmer: habt ihr keine solche Person um euch noch ein letztes Mal "von Liebe zu ernähren" habt ihr Pech gehabt. Das Leben mag euch einfach nicht. Die Glücksgefühle bleiben euch verwehrt. Oder geht halt einen Baum umarmen.

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Roldur

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Bewertung9.0Herausragend

Puh, wie soll ich dem Film mit einem unter vielen Kommentare überhaupt gerecht werden? Ich habe es erfasst, ich kann es nicht. Ich kann nur diese Zeilen hier schreiben und hoffen, dass einige diesen Film sehen und ebenso berührt sein können, wie ich gerade.
Die Menschheit wird von einer Epidemie dahingerafft, die alle Sinne langsam vernichtet, unterstrichen von unkontrollierten Wellen überbordender Emotion. Währenddessen lernen sich Michael und Susan kennen und so wird während dieser Extremsituation also eine Liebesgeschichte erzählt. In ungewöhnlich schönen Aufnahmen zeigt uns Regisseur David Mackenzie also eine zunächst recht normal beginnende Liebesgeschichte, die durch die Umstände nach und nach immer weiter auf das Wesentliche reduziert wird.
Der Verlust von allem, was unsere Wahrnehmung ausmacht, kann man sich das überhaupt vorstellen? Nie mehr riechen, nie mehr schmecken, nie mehr sehen? Bleibt dann überhaupt noch etwas wofür es sich zu Leben lohnt? Diese Frage musste ich mir während der sehr intensiven Darstellung des Schreckensszenarios im Film, mehrfach stellen und mehrfach hat sie mich traurig gemacht.
Um den Film wirklich genießen zu können, muss man sich von dem Gedanken möglichst kantig zu sein lossagen und den Weg frei machen für die Gefühlsebene, genau die Sinne, die in der Welt von "Perfect Sense" verloren gehen. Hin- und wieder ist das zwar leicht unsubtil und manche mögen wohl weder Off-Stimmen, noch große Emotionen. Aber was am Ende bleibt, ist meine Wahrnehmung und ich habe mit allen, für einen Film zuständigen, Sinnen, eine großartige Liebesgeschichte wahrgenommen. Die Geschichte hat mich beklemmt, traurig gemacht, glücklich gemacht und einfach alles geschafft, was ein Liebesfilm schaffen sollte, nur, dass wohl jeder eine andere Sicht hat, was das Thema angeht.
Eine tieftraurige und zugleich wunderschöne Geschichte in beeindruckenden Bildern, mit gleich zwei Darstellern aus "Trainspotting", was will ich mehr? "Perfect Sense" ist von mir aus eine absolute Empfehlung.

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