Picknick am Valentinstag

Picnic at Hanging Rock (1975), AU
Laufzeit 115 Minuten, FSK 12, Thriller, Drama, Kinostart 24.07.1977

7.4 Kritiker
17 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.1 Community
296 Bewertungen
13 Kommentare
Picknick am Valentinstag - Bild 6590734
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von Peter Weir, mit Rachel Roberts und Vivean Gray

Australien, 14. Februar 1900: Begleitet von zwei Lehrerinnen brechen die Mädchen des privaten Appleyard College zum Hanging Rock auf. Sie wollen auf der vulkanischen Felsformation ein Picknick veranstalten. Auch der britische Colonell Fitzhubert hat sich mit seiner Frau, seinem Neffen Michael und dem Bediensteten Albert auf dem Felsmassiv niedergelassen. Die glühende Hitze am Lagerplatz macht die Rastenden schläfrig. Am Ende des Tages sind drei Schülerinnen und die Lehrerin Miss McCraw verschwunden. Die groß angelegte Suchaktion bleibt erfolglos. Schließlich wird doch eines der Mädchen gefunden, doch sie kann sich an nichts erinnern. Mysteriöse Vorfälle häufen sich und immer mehr besorgte Eltern melden ihre Mädchen ab. Dem Appleyard College droht der Untergang.

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Kritiken (3) — Film: Picknick am Valentinstag

Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de

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9.0Herausragend

„Picknick am Valentinstag“ gibt zahlreiche Rätsel auf. Ein mächtiger und reichhaltiger Film, der viel Stoff für Diskussionen und Interpretationen bietet und der voller Magie steckt.

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Ines Walk: Filmpublizistin seit 1998

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6.5Ganz gut

Am Ende war ich etwas perplex, weil ich doch mehr erwartet hatte. Irgendwie ein komischer Film, der immer groß ansätzt, etwas zu erzählen, es dann aber doch bleiben lässt. Insofern war ich als Zuschauerin ziemlich enttäuscht.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.5Ganz gut

Für die einen eine rätselhafte Offenbarung, für andere der längste Bildschirmschoner der Welt. Einmal sollte man Peter Weirs Rätselfilm auf jeden Fall gesehen haben. Aber das reicht dann auch.

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Kommentare (10) — Film: Picknick am Valentinstag

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Vincent_Vega

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Bewertung9.0Herausragend

Australien. Im Jahre 1900, am Valentinstag, unternimmt eine Gruppe Internats-Schülerinnen samt zweier Lehrerinnen einen Ausflug zum Hanging Rock. An diesem Tag verschwinden drei der Mädchen sowie eine Lehrerin spurlos und unter mysteriösen Umständen. Was folgt ist eine groß angelegte Suche nach den Vermissten und der Versuch aller Beteiligten mit diesem Schicksahlsschlag umzugehen. Dabei kommt die immer wiederkehrende Frage zum Vorschein: Was geschah an diesem Tag?
Dass diese Frage die Protagonisten zermürbt, wird der Zuschauer ebenso am eigenen Leib erfahren, wird er doch geschickt mit hineingerissen, indem er mehrere Rätsel und Lösungsansätze dargeboten bekommt. Ob diese schlussendlich jedoch zu einer Lösung führen, bleibt jedem selbst überlassen.
Eine unheimliche, alptraumhafte Stimmung zieht sich durch den gesamten Film. Auch wenn sie in den lichtdurchfluteten Bildern nie zu sehen ist, nie greifbar zu sein scheint, ist sie die ganze Zeit über spürbar und hält auch danach noch um einige Zeit an. Und das ist es, was den Film so interessant macht; der unterschwellige Horror, der sich immer mehr im Kopf ausbreitet, ohne etwas Schlimmes gesehen zu haben. Die unheimlich bedrohliche und traumartige Musik weiß das ganze zusätzlich zu unterstützen.
Im über 6 Millionen Jahre alten Fels scheinen auf einmal böse Fratzen erkennbar zu sein, Protagonisten bekommen eine ganz hässliche Visage, wenn man sie verdächtigt, etwas mit dem Verschwinden zu tun zu haben, das Gesprochene wird zum Aufhänger für etwaige Versuche eine Lösung herbeizuführen - und doch hilft einem der Kopf nicht weiter. Was einem bleibt ist das Gefühlte, das Unaussprechliche, das (Alp)traumhafte. Das Surreale.

"What we see and what we seem are but a dream, a dream within a dream. "

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Hendrik

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Bewertung7.0Sehenswert

Am Valentinstag des Jahres 1900 verschwinden in Australien während eines Picknicks 3 Schülerinnen und eine Lehrerin spurlos. Als ich als Kind über eine Inhaltsangabe dieses Films stolperte die so ähnlich gelautet haben muß, hat sie mich irgendwie ungemein fasziniert. Wie es das Schicksal allerdings wollte habe ich den Film allerdings erst jetzt das erste Mal vollständig gesehen - vielleicht besser so, denn als Kind hätte ich mich wahrscheinlich hin und wieder den gelangweilt und diverse Dinge im Subtext nicht würdigen können. Das die Geschichte keine klare Auflösung bietet wusste ich, das sie nicht auf wahren Ereignissen beruht allerdings nicht*. Das man diesen falschen Eindruck haben könnte schien mir allerdings Absicht der Macher zu sein. Peter Weirs Werk ist ein viktorianischer Mädcheninternatsfilm mit der Aura des Unerklärlichen und einem Hauch Wahnsinn, das habe ich in etwa erwartet und auch bekommen, seltsamerweise bin ich doch ein kleines bißchen enttäuscht gewesen.

* Das wäre dann aber Stoff für ein GALILEO SPEZIAL gewesen: "Mysteriös! Und was haben die australischen Ureinwohner damit zu tun?"

16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Hendrik

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Ach, was oben steht ist es im Großen und Ganzen schon, irgendwann bin ich hier mal über einen Kommentar wieder auf den Film gestoßen und habe ihn mir vorgemerkt, aber so exotisch finde ich ihn gar nicht, da gab es bei mir schon ganz andere Kaliber.


alanger

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so gings mir auch, ich hab etwas mehr erwartet als ich dann bekommen habe.


VisitorQ

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein Werk, das beweist, dass ein Film nichts aber auch rein gar nichts außer Atmosphäre braucht um gut zu sein.

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TheNumber

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Bewertung4.0Uninteressant

hab den im englischunterricht geguckt... völlig komisch, extrem langweilig und irgendwie verrückt...

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Filmkenner77

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Bewertung6.5Ganz gut

Dieser Film hat eine gewisse Aura. Mythisch, rätselhaft, beklemmend.

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Hankjaws

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Unheimlich mystischer Film, der es schafft, ohne grosse Aktionen und sehr gemächlich erzählt, eine latet bedrohliche Atmosphäre aufrecht zu erhalten. Die Panflötenmusik trägt ihres perfekt dazu bei. Das Ende bleibt offen und führte zu regen Spekualtionen.

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spanky

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Diese Geschichte hat mich mit all ihrer Unterschwelligkeit nur so hineingesogen in ihre unbekannten Mysterien. Selten so ein intensives Filmerlebnis gehabt.

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

spanky

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Nun, aber nicht für nen Mitschnitt der Tonspur (siehe Beschreibung). Soweit ich weiß, wurde der wegen Lizenzproblemen nie veröffentlicht.


Sonse

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Ups, so genau hatte ich nicht hingekuckt. Sorry. Nee, so einen Mitschnitt kannst du dir wahrlich auch selbst machen.


Prestigeww

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Bewertung9.0Herausragend

Dieser Film wirkt wie David Lychs Variante von E.T.A Hoffmanns Die Bergwerke zu Falun im Stil von Lady Chatterly. Er handelt von einer Reihe Mädchen, die in um 1900 einem sehr strengen gesellschaftlichen Umfeld aufwachsen (Korsette sind ein zentrales Symbol). Bei einem Ausflug zum mystischen Hanging Rock in Australien "verlieren" sich dich Mädchen buchstäblich an die Natur und verschwinden spurlos im Zauberberg. Alles wird angedeutet, nichts ausgesprochen. Der Film ist ein enges Netz aus unverständlichen aber emotional erfassbaren Symbolen. Die bedrohliche Musik, starke Bilder und das brilliante Schauspiel ziehen den Zuschauer in einen weichgezeichneten Alptraum von beängstigender Schönheit.

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sikkmeidack

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich denke, zum Stil und zum Inhalt braucht man nicht mehr viel sagen. Diejenigen, die ihn als Kind oder Jugendlicher zum ersten Mal sahen, hatten damit ihren ersten filmischen Alptraum.
Mich hat er ob seiner subtil arrangierten und nur fein wirkenden düsteren Spannung und Stimmung trotz Sonnenschein jedenfalls gehörig verängstigt. Es passiert eigentlich so gut wie gar nichts, außer Irrungen, Wirrungen und ein bisschen Wahnsinn…- aber das in einem solch unheilvollen und unaufgelösten Kontext, dass es einen einfach nur zu Tode gruselt. Heutige, sehr junge Menschen werden vielleicht den Zugang nicht finden, doch damals war der Film traumatisch-gut.

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freakfried

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

für die angegebene prognose(10) hat es leider nicht gereicht, aber trotz allem ist das ein sehr sehr guter film. mit viel ruhe wird eine ungewöhnliche spannung erzeugt, die den film nie wirklich langweilig werden lässt.

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