Rattennest

Kiss Me Deadly (1955), US Laufzeit 105 Minuten, FSK 18, Drama, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 06.07.1956


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9.2
Kritiker
6 Bewertungen
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7.4
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154 Bewertungen
9 Kommentare
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von Robert Aldrich, mit Ralph Meeker und Albert Dekker

Im Noir-Krimi Rattennest ermittelt Detektiv Mike Hammer gegen ein Mordkomplott. Dabei stößt er auf eine Bedrohung, die selbst ihm das Blut in den Adern gefrieren lässt.

Hinterhältige Gangster schlagen Mike Hammer bewusstlos und ermorden die geheimnisvolle Frau, der er zu Hilfe kommen wollte. Der hartgesottene Detektiv entscheidet sich für die Strategie, die er am besten beherrscht: erst zuschlagen, dann fragen. Bei der Aufklärung des Verbrechens hinterlässt Hammer eine Spur der Gewalt in der Unterwelt der Stadt. Schließlich stößt er auf einen mysteriösen schwarzen Behälter, dessen tödlicher Inhalt nicht nur den Mord erklärt, sondern auch ein geradezu apokalyptisches Finale herbeiführt!

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Rattennest
Genre
Drama, Kriminalfilm, Thriller, Detektivfilm, Film Noir
Handlung
Entführung, Ermittlung, Folter, Gangster, Kernwaffe, Klassiker, Roman, Trampen, Wissenschaftler
Zielgruppe
Über 18 (Gewalt)
Tag
Klassiker, Literaturverfilmung
Verleiher
United Artists
Produktionsfirma
Parklane Pictures Inc.

Kommentare (8) — Film: Rattennest


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lieber_tee

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

1001 Filme, die Sie sehen sollten, bevor das Leben vorbei ist.
»SoulReaver und lieber_tee in den Untiefen des ganz normalen Genrewahnsinns«
#14
N…wie Film Noir.
Die als „Schwarze Serie“ bezeichneten US-amerikanischen Kriminalfilme der 40er und 50er Jahren setzten sich aus zynisch-pessimistischer Sicht mit „Themen wie Absurdität des menschlichen Daseins, der Einsamkeit und Hilflosigkeit des Individuums, der Willkür des Schicksals und der Endlichkeit des Lebens“ (Oliver Nöding) auseinander, in einer von starken Hell-Dunkel-Kontrasten dominierten Bildgestaltung.

Robert Aldrichs „Rattennest“ ist pulpige Trivialität, die auf amerikanische Filmkunst der 50er trifft. Hardboiled-Detective-Regeln werden bedient, unterlaufen einer brutalen Radikalisierung und explodieren im apokalyptischen Finale.
Der krass-überhebliche Macho-Archetyp Mike Hammer rudert zunehmend hilflos durch seine in Horrorbilder getauchte Ermittlungsarbeit. Sein sadistisches Grinsen entgleist, all die kulturgeschichtlichen, biblischen, mythischen Verweise und zeittypischen Angst-Metaphern kann er nicht entschlüsseln. Ständig in Bewegung aber keinen Plan. Nicht nur die Anfang-Credits laufen verkehrt herum, er verliert die Kontrolle über das paranoide, labyrinthhafte Geschehen. Umgarnt von hilflosen, starken und manipulativen Frauengestalten versucht er mit sexueller Suggestion seinen Mann zu stehen. Taumelt durch verstörende Perspektiven, in langen Takes und zu kreischender Tonspur, um am Ende in einer armseligen Anti-Helden-Pose zu erstarren, denn die kritische Masse der Medusa lässt selbst den hartgekochtesten Mann in den Armen einer Frau wie ein begossener Pudel aussehen.
Der Abgesang des Film Noirs.

[http://www.moviepilot.de/liste/soulreaver-und-lieber_tee-in-den-untiefen-des-ganz-normalen-genrewahnsinns-soulreaver]

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frink

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Va-Va-Voom! Ich bin noch total geplättet. Habe ich da gerade den perfekten Film (Noir) gesehen?

Diese unglaubliche Spannung...
Diese tollen Schauspieler...
Diese grandiose wendungsreiche Story...
Diese wunderschönen Bilder...
Und dieses wahnsinnige apokalyptische Ende...
...denkt doch mal jemand an dieses wahnsinnige Ende!

Ich bin nun auch dem Wahnsinn nahe, voller Glücksgefühle an einem eher bescheidenen Tag solch einen tollen Film gesehen zu haben. Wow, wow und nochmals wow.

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frink

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@lieber_tee: ich sehe deine Bewertung gar nicht.


lieber_tee

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Bewerte und schreibe nur zu Filmen die ich aktuell gesehen habe, seit ich bei MP bin. Werde den mir mal wieder anschauen. Mindestens 8 Punkte sind sicher.


VisitorQ

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Oh. Was für ein wunderbarer Film. Ich bin vollkommen von den Socken. <3 <3 <3

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Le Samourai

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Na das vollständige! :)


Filmsuechtiger

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Ich mag das unvollständige, zweifelhaftere und apokalyptischere Finale lieber.


Anoirja

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich erinnere mich noch gut daran, dass ein Freund von mir "Kiss Me Deadly" mehrmals positiv erwähnt hat und ich das einfach ignoriert habe, da sein Filmgeschmack für gewöhnlich stark von meinem divergiert. Ein bisschen hatte ich mich allerdings schon gewundert, da er nun mal nicht unbedingt eine Vorliebe für den Film noir hat. Kürzlich bin ich wieder über den Titel gestolpert und daher wollte ich diese Lücke jetzt doch endlich mal schließen. Schon der Anfang ist erfrischend anders und der "Held" ist zwar auch hier ein Privatdetektiv, aber obendrein ein unsympathischer, zynischer und brutaler Machoarsch - ein echter Antiheld eben. Auf der Suche nach den Mördern einer auf der Flucht befundenen Frau, die er nachts am Straßenrand aufgegabelt und deren Folterung und Ermordung er anschließend vage mitbekommen hat, kommt besagter Detektiv einem wahrlich heißen Geheimnis auf die Spur - und dieses Geheimnis hat mich schon überrascht. Unvermittelt springt der Film augenscheinlich in Science Fiction/Mystery-Gefilde über - anders kann ich mir den glühenden Koffer, auf den in "Repo Man" und "Pulp Fiction" bekanntlich Bezug genommen wurde, zumindest erst nicht erklären. Die Büchse der Pandora, das Haupt der Medusa? Letzten Endes ist des Rätsels Lösung dann doch nicht so weit hergeholt und der Koffer strahlt aus dem nächstliegendsten Grund - /LEICHTER SPOILER/ die 50er Jahre brachten ja einige von atomarer Furcht geprägte Filme hervor. /SPOILER ENDE/ Für mich auf jeden Fall eine kleine Überraschung, ein Film noir der anderen Art - spannend, mysteriös und düster wie kaum ein anderer Film dieser Stilrichtung, wozu auch die interessante Kameraführung beiträgt.

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Anoirja

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@ crab: Das ist genauso ein Zufall gewesen wie bei uns kürzlich "Kill List". Diese Zufälle häufen sich offenbar. :o

Hach, "Hush... Hush, Sweet Charlotte" ist auch mein Aldrich-Favorit - und da sind wir uns mit den 9 Punkten ja schon wieder einig. :D


Le Samourai

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Jep, kaum zu glauben :)


Marti DiBergi

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Bewertung7.5Sehenswert

Fieser Film-Noir mit Macho-Protagonisten und viel atmosphaere. Vor allem in der zweiten haelfte kommt das Gefuehl auf, einen David Lynch Film zu gucken. Die seltamen Charaktere und entrueckte Atmosphaere erninnern stark an "Lost Highway@.

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The_Comedian

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Bewertung7.5Sehenswert

´Rattennest´ funktioniert als düsterer Film-Noir prächtig, wenn man die Zeit berücksichtigt in welcher er gedreht wurde. Sicherlich passen gewisse Denk,- und Handlungsweisen nicht mehr in die heutige Zeit, am differenziertesten fällt das gesellschaftliche Bild von Mann und Frau auf. Wünschenswert wäre also eine heutige Mickey Spillane-Verfilmung, angebracht umgesetzt vielleicht im ´Sin City-Korsett`, meinetwegen auch mit den Nutten aus Oldtown...

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dermarkstein

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Bewertung4.5Uninteressant

Wir haben viel gelacht, gestern abend. Allerdings eher "über" als "wegen" den Film. Amüsant trifft es ganz gut …

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Nevenka

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Bewertung6.0Ganz gut

Dieser Film Noir ist nicht ernst zu nehmen! Mitte der Fünfziger gedreht, werden die berühmten Vertreter seines Genre parodiert. Mike Hammer, ein Sportwagen fahrender Privatdetektiv, kommt auch mal damit durch, einen Mann die Treppe hinuntergestoßen und damit vermutlich getötet zu haben. Er kennt alle Sprengstoff-Kniffe der Gegner und kann einen geübten Schläger mit einem Geheimgriff für Stunden außer Gefecht setzen und einen zweiten in Angst und Schrecken versetzen. Ein Wahrheitsserum bringt ihn nur zum unzusammenhängenden Murmeln und in einer nichtssagenden Gedichtszeile, findet Hammer einen wichtigen Hinweis. Die Figur seiner Sekretärin, in gewohnter Manier intrumentalisiert, den Helden zu charakterisieren und an manchen Stellen seine Motivation zum Handeln zu verstärken, ist hier nicht mehr angedeutet, sondern offensichtlich sein Gelegenheitsbetthäschen. Zwischen den Damen auf der Seite des Rätsels (alle blond) und auf der Seite des Protagonisten (dunkelhaarig) wird eindeutig unterschieden, innerhalb ihrer Gruppe sind sie jedoch austauschbar. Die Auflösung bringt diese allgemeine Übertreibung dann zum abwegigen Höhepunkt. So betrachtet ein amüsanter Film.

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