Shame

Shame (2011), GB Laufzeit 101 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 01.03.2012

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Kritiker
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von Steve McQueen, mit Michael Fassbender und Carey Mulligan

In Steve McQueens preisgekröntem Drama Shame muss ein von Sexsucht geplagter Michael Fassbender mit dem Besuch seiner Schwestwer Carey Mulligan fertig werden.

Hypersexualität, im Volksmund auch Sexsucht genannt, löst bei Betroffenen vor allem ein Gefühl aus: Scham. Shame empfindet auch Brandon (Michael Fassbender), dessen Leben von seiner unstillbaren Lust an Sex beherrscht wird. Der smarte New Yorker Geschäftsmann in den Dreißigern erobert mit seinem charmanten Auftreten mühelos die Frauen und wird als erfolgreicher Werbefachmann von seinen Kollegen geschätzt. Doch hinter der eleganten Fassade wird Brandon von seinem Verlangen nach sexueller Befriedigung bestimmt, die er trotz ausufernder Eskapaden nie empfindet. Dieser Sog von Verlangen und Frustration wird plötzlich unterbrochen, als Brandon unerwarteten Besuch von seiner Schwester (Carey Mulligan) bekommt. Die psychisch labile Sissy sucht in ihrem Bruder familiäre Unterstützung. Doch Brandon, unfähig, Nähe und Intimität zuzulassen, ist mit der Situation völlig überfordert. Als sich Sissy mit seinem Chef einlässt, droht Brandon die Kontrolle über sein Doppelleben zu verlieren.

Hintergrund & Infos zu Shame

Regisseur Steve McQueen schuf mit dem Drama Hunger, das den Hungerstreik von IRA-Häftlingen im England der Achtziger Jahre behandelt, ein beeindruckendes Regiedebut. Der Film mit Michael Fassbender in der Hauptrolle gewann den Preis für den Besten Debutfilm in Cannes und wurde für zahlreiche weitere nominiert.

Nach ihrer ersten Zusammenarbeit bei Hunger gab es für Steve McQueen nur eine Wahl bei der Vergabe der Hauptrolle für Shame: Michael Fassbender. Der X-Men Star gilt dem Regisseur als Ausnahmetalent – und Steve McQueen sah sich in seiner Wertschätzung für den Schauspieler mit deutschen Wurzeln bei den Filmfestspielen von Venedig bestätigt, als Michael Fassbender für seine Leistung in Shame als bester Darsteller ausgezeichnet wurde. Beide Filme zielen auf eine außergewöhnlich starke Körperlichkeit ihres Hauptdarstellers ab und kreisen, auf unterschiedliche Weise um die Themen von Handlungsfreiheit und Selbstbestimmung. (JL)

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Cast & Crew


Kritiken (30) — Film: Shame

_Garfield: Blogbusters

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6.0Ganz gut

McQueen bleibt ein schwieriges Thema. Seine Filme tragen trotz ihrer verbalen und visuellen Reduktion den Anspruch von wahrhaftiger Größe in sich. Ein Anspruch, an dem McQueen wieder einmal scheitert. Trotz der angestrengten Inszenierung, die dem Geschehen fortwährend eine gesonderte Relevanz unterstellt, bleibt vieles banal und überraschend realitätsfremd. Es fällt schwer zu glauben, dass diese Welt, von der uns McQueen in steriler Perfektion berichtet, tatsächlich existiert und es fällt schwer zu glauben, dass „Shame“ ein wirklich großer Film ist. Zu sehr ist man damit beschäftigt dramaturgische Konventionen in erzählerische Exzentrik zu hüllen. Fassbender ist gut, aber nie herausragend, das musikalische Haupt-Thema, obwohl zweifelsohne zum Besten diesen Jahres gehörend, wirkt immer etwas deplatziert und mehr noch als im vorangegangenen „Hunger“ haben McQueen's Figuren nichts zu sagen. Worte bleiben leer, Posen affektiert. Und doch geht von „Shame“ ein unfassbarer Reiz aus.

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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1.0Ärgerlich

Ach Gottchen, das bisschen Geficke und dann gleich die ganz große Krise. Am Ende natürlich noch mal richtig dicke. Michael Fassbender hat immerhin was zu zeigen, Mulligans Name ist auch Programm. Für Freunde greller Männerballaden und die Falschheit der Emotionen. Oder GQ-Abonnenten, die heimlich auf "Drive"-Stills von Ryan Gosling kommen. Alle anderen schauen Cronenberg.

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ShayaNova

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wie over protective manche doch werden, wenn jemand ihren lieblingsfilm nicht mag. alles wird gut :)


Jek-Hyde

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Hm...Cronenberg hätte sicher was geiles draus gemacht? Hm...? Vielleicht so was wie Crash? Hm...?


Flibbo: Wie ist der Film?

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6.5Ganz gut

[...] Als Quasi-Charakterstudie verfolgt „Shame“ einen, der sich Pseudokontrolle schafft, im Grunde nur vor sich selbst wegläuft und seine Scham – da haben wir den Filmtitel – mit noch mehr von seinem Laster überdeckt. Sexsucht angenehm nüchtern, ernsthaft und unkommentiert betrachtet. Auf einer höheren Ebene geht es auch um die vergebliche Suche nach Halt, was durch die Figur der völlig anders tickenden Schwester noch viel stärker zum Ausdruck kommt. Es bleibt allerdings alles sehr schemenhaft. Am Ende sind die Figuren nur Schablonen, die es selbst auszumalen gilt. Auf der einen Seite hat der Film dadurch das Potential, sehr stark nachzuhallen und sich in den Köpfen zu verästeln. Andererseits wird man schlicht im Nebel allein gelassen. [...]

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SoulReaver: CinemaForever

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8.5Ausgezeichnet

[...] Wir alle haben unsere Geheimnisse. Einige auch ihre dunklen und schrecklichen, die nie jemand erfahren sollte. Tief im Inneren vergraben und geschützt vor der Öffentlichkeit und selbst vor den liebsten Menschen. Vielleicht aus Angst. Vielleicht um sich selbst zu schützen. Oder aus Scham. Um den eigenen Ruf zu schützen, den man sich jahrelang aufgebaut hat. Doch irgendwann, ob früher oder später, kommt die Wahrheit immer ans Licht. Vielleicht erkennt man sie als Außenstehender erst wenn man die nötigen Stückchen zusammengesetzt hat oder es poltert gnadenlos auf einen ein. In 'Shame' sehen wir einen Menschen der sein Doppelleben immer kontrollieren will, seinem Verlangen allerdings hoffnungslos ausgeliefert ist.[...]

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dangro: Critic.de dangro: Critic.de

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8.5Ausgezeichnet

stark! der look, natürlich das schauspiel, die kühle intensität, die der thematik das pathologische nimmt. unerwartet spannend. einige der besten szenen, die ich seit langem gesehen habe, was dialogische inszenierung ("erstes date") und montage (u-bahn-sequenzen) angeht. carey mulligan fiel meiner meinung nach etwas ab.

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Dietmar Kesten: Filmmag.de

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7.0Sehenswert

[...] die Bilder bleiben unvergessen. Sie prägen sich ein. Als Beweis für ein klein wenig Hoffnung im Leben eines Sexbesessenen, streut McQueen eine Episode mit Brandons Schwester in den Film ein. Sie hat Herz und ist voll von Emotionen. Wenn sie in einer Bar ein phänomenal gut gelungenes „New York, New York “ singt, dann bleiben für einen Augenblick alle Herzen auf. Und schon sitzt Brandon wieder in der U-Bahn und macht die nächste Frau an. [...]

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CINEMAN.ch

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8.0Ausgezeichnet

"Shame" mag nicht ganz die emotionale Wucht entwickeln wie Steve McQueens Regiedebüt, das Gefängnisdrama "Hunger". Doch auch mit seinem zweiten Spielfilm beeindruckt der britische Künstler. Das liegt zum einen an der konsequenten Kälte, die nicht nur durch seine New York-Bilder, sondern vor allem durch das Leben seines an Sexsucht leidenden Protagonisten weht. Zum anderen aber ist es abermals Hauptdarsteller Michael Fassbender, der den Film zum Ereignis macht und an manche Grenze geht.

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goodspeed: ANIch / UFA / KultHt.de / O...

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8.0Ausgezeichnet

Steve McQueens "Shame" lässt tief blicken. So hüllenlos sich Fassbender hier präsentiert (die Untertreibung des Tages) so nackt entblättert McQueen die Psyche seiner beiden Geschwister-Protagonisten. Ein emotional isolierter, künstlich erschaffener Halbautist und seine Borderline-Schwester als Produkt ihrer Kindheit. Sie sehnen sich nach Wärme, Normalität. Zufriedenheit. Mit langen Einstellungen fordert der Film seinen Schauspielern und dem Publikum einiges ab. Sexsucht, Bindungsängste, Borderline, Missbrauch. Die Themen greifen tief und doch werden sie nur geflüstert. Kein Film für Escapisten, Romantiker oder befriedigungsheischende Stalker. Im Vergleich zu "Shame" wirkt das wahre Leben wie ein Liebesfilm mit Zuckerguss. "These little town blues, are melting away, I'll make a brand new start of it. In old New York" Sinatras Klassiker, wundervoll interpretiert von Carey Mulligan, entlockt dem Film seine wahren Abgründe.

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SchnabelPower: filmosophie.com

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9.5Herausragend

Steve McQueen widmet sich einem Thema, das uns im Film nicht oft begegnet: der Sexsucht. Seine Herangehensweise zeichnet sich dadurch aus, dass er auf eine Ursachensuche und somit eine melodramatische Sozialstudie verzichtet. Auch Lösungsansätze und Alternativen spielen in seiner Geschichte hier keine Rolle. Vielmehr handelt es sich bei Shame um eine emotional Momentaufnahme des Lebens eines Mannes, dessen einzige Triebkraft die Abreaktion seines Sexualtriebs darstellt.

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Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln

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9.0Herausragend

Shame steigt hinab in die wollüstigen, schweißgetränkten Keller der Seele, wo der grandiosen Michael Fassbender in der Hauptrolle an die Grenzen des Erträglichen gehen muss.

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alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ... alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ...

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9.5Herausragend

Nackt und bloß stehen sie da. In Gestalt von Carey Mulligan und Michael Fassbender, die nicht einfach bloß herausragend spielen, sondern die sich öffnen, ausströmen und verschenken. Es ist ein Geschenk, das größten Respekt gebietet: das Angebot, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen.

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Anke Leweke: taz, Deutschland Radio Anke Leweke: taz, Deutschland Radio

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8.5Ausgezeichnet

Shame zeigt auf beunruhigende Weise, wie sich ein Mensch in seiner Sexualität verbarrikadieren kann.

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Matthias Leitner: on3 Matthias Leitner: on3

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9.0Herausragend

Allein Michael Fassbender dabei zusehen zu können, wie er den psychisch kollabierenden Brandon auf der Leinwand lebt, ist ein Ereignis.

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F. Kleiner: Film-Dienst.de F. Kleiner: Film-Dienst.de

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8.5Ausgezeichnet

McQueen erzählt in Shame nicht nur eine Geschichte, er findet bewegte Bilder, die existenzielle Zustände wie Schmerz, Einsamkeit, Sehnsucht, Verzweiflung bezwingende filmische Gestalt annehmen lassen.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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7.5Sehenswert

Shame ist ein gut gespieltes Sexsuchtdrama.

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Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel

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9.0Herausragend

Was für ein toller Film, dieser „Shame“. Im Wechsel zwischen konzentrierter Augenblicksfokussierung und Rasanz, im scharfen Sinn für das Wesentliche, der Reduktion bedeutet, visuell oder in Wörtern.

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LuGr: MovieMaze / multimania u.a.

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8.0Ausgezeichnet

Eine präzise inszenierte Charakterstudie, welche auch abseits einiger hypnotischer Szenen aufgrund ihrer beklemmenden Eindringlichkeit lange Zeit nachwirkt und im Gedächtnis haften bleibt.

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BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...

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9.5Herausragend

McQueen, der nach seinem ergreifenden Debüt erneut mit Fassbender arbeitet, verfügt über einen beachtlichen Mut als Filmemacher.
Es gibt im heutigen Geschäft wohl nur noch sehr wenige Künstler, die – abseits von billig aufgebauschten Exploitation-Streifen – ihr Publikum ohne Kompromisse mit unangenehmen, aber auch wichtigen Themen konfrontieren.
[...]
„Shame“ ist ein extrem schwerer Brocken von einem Film. Man kann dessen Last beim Ansehen förmlich auf den Schultern spüren.
Ich werde ihn noch ein weiteres Mal schauen.

So sieht essentielles, bewegendes Kino aus.

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Sigmund

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So ist es. Bravo!


Luitgard Koch: programmkino.de Luitgard Koch: programmkino.de

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9.0Herausragend

Ein Abgesang auf die moderne Gesellschaft, der an Bertoluccis Kult-Klassiker „Der letzte Tango“ erinnert. Auch seine Figuren, wurden zu deformierten, schmerzerfüllten Kreaturen, auf der Suche nach Freiheit und Identität.

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Peter Travers: Rolling Stone Peter Travers: Rolling Stone

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7.5Sehenswert

Regisseur Steve McQueen ist ein geborener Provokateur. Es gibt keinen leichten Weg, sich als Zuschauer die Eindrücke von Shame einfach wieder von der Seele zu waschen. Dieser Film geht unter die Haut.

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Alle Kritiken (30)


Kommentare (169) — Film: Shame


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IronyOfFate

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Bewertung2.0Ärgerlich

Vielleicht war ich an dem Tag einfach auch nicht in der Stimmung für ein bisschen Anspruch, aber mir schien es zu langatmig zu werden, so dass ich nach einer Stunde ausschaltete..

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gunslinger

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Bewertung7.5Sehenswert

Vorweg: es gibt nicht viele Filme dieser Art die mich wirklich fesseln können, da ja fast jede mögliche Lebenssituation und menschliche Abart bereits 100 mal verilmt und durchgekaut wurde.

Aber Shame hat es geschafft.
Zu allererst muss ich den Leuten die der Meinung sind, der Film will nur rumgevögel zeigen, widersprechen. Das der Mann Sexsüchtig ist, ist lediglich eine mögliche Art (sicherlich die die sich am besten verkauft) um sein sonst tristes und eher freudloses Leben auszugleichen.

Der Film zeigt ein Geschwisterpaar dessen Gegensätze enorm sind und nach meinen persönlichen Erfahrungen keines Wegs unrealistisch.

Sie ist die kleine Schwester, die keinen geraden Weg in ihrem Leben findet und versucht sich selbst zu finden. Dabei sucht und braucht sie unbedingt die Hilfe ihres Bruders.
Er jedoch hat eben das was ihr fehlt. Er arbeitet in einem guten Job, ist selbstständig und scheint sein Leben gut zu händeln. Jeder hätte gern was der andere hat. Sie möchte ein geregeltes Leben und er möchte ihr soziales und unbeschwertes Leben. Jedoch ist er zu introvertiert und hält seine Schwester nicht für würdig genug um sich von ihr helfen zu lassen und sie beißt mit ihren Hilfeschreien bei ihm lediglich auf Granit.
Das könnte man natürlich noch stundenlang analysieren... muss man aber nicht ;)

Für mich ist dieser Konflikt der Hauptaspekt in diesem Film und ob er nun sexsüchtig ist oder ob er Spielsüchtig wäre ist nun wirklich egal.

Definitiv erinnert der Film stark an American Psycho, nur dass Michael Fassbender die Rolle eben besser verkörpert (er hätte auch Christian Bale übertroffen) und natürlich die Brutalität fehlt.

Fazit: Aus einem eher unscheinbarem Plot wurde ein sozial genialer Film gemacht, der nicht nur optimal besetzt ist sondern auch sehr gut die Gedanken und Gefühle der Protagonisten vermittelt. Ich bin rundum zufrieden (auch wenn ich ihre Gesangseinlage nicht ganz so gut fand wie die Kritiker ;) ) und kann den Film wirklich weiterempfehlen.

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FilmeGuide

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Nach "Hunger" kommt nun "Shame", beide Filme von Regiesseur Steve Mc Queen und in beiden Filmen, spielt Micheal Fassbender einen verstörten Charakter. Warum hat er keinen Oscar für diese grandiose Darbietung bekommen.? Der Film ist anders als die ganzen Mainstream Filme, die ich so kenne. Selten tue ich mir solche Filme an, aber warum.? Irgendwie bereue ich dies und glaube deswegen auch, andere Meisterwerke in dieser Form verpasst zu haben. Mit Carey Mulligan, konnte ich mich nie richtig anfreunden. Sie war mir immer zu Sympatisch, zu nett und zierlich, aber "wuoha", was hatte sie nur für eine Rolle in diesem Film. Einfach anders, einfach locker, einfach ehrlich und nun sind wir Freunde geworden :)

Es gab die Dramatischen Szenen, die Szenen die ohne Schnitt gedreht worden sind und das fällt einem auf, wie Klasse alle Charaktere ihre Rollen spielen. Dann auch die Szenen, in der man als Zuschauer Mitleid bekommt und am Ende versteht, dass es eine Sucht ist, eine Krankheit, die nicht einfach zu Kontrollieren ist.

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Jek-Hyde

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eigentlich 7,9/10, aber wir wollen nicht pingelig sein.
Shame ist meiner Ansicht nach ein sehr interessanter Film geworden. Die meisten hätte entweder das Thema vollständig ins Lächerliche gezogen, oder mit den Finger gewedelt. Hier wird allerdings ganz anders verfahren. Shame ist ein kühler Film, trotz der vielen Sexszenen. Er zeigt dass es nicht mehr um Spaß geht, sondern um Sucht. Die Hauptfigur irrt durch ein Labyrinth, den Andern so nah und doch fern von allen Sonnen.
SPEULER: Besonders gut zu erkenne, als er sich lieber bei Nutten herumtreibt, während seine Schwester sich die Adern aufschneidet. Viele hätten dem Film auch ein Happy End verpasst, oder ein Bad End, aber hier endet es einfach.SPEULERENDE
Gerade Filme, die sich auf hohem Niveau und intelligent mit schweren Themen auseinandersetzen, können wir irgendwie immer gebrauchen. Es ist Quasi nur ein Ausschnitt, von einem großen Kreis, der sich immerzu dreht und dreht. Wie es bei Süchten nun mal so ist...

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Boogers666

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Bewertung7.0Sehenswert

McQueen gelingt von der ersten Sekunde an uns in die Gefühlswelt eines Sexsüchtigen abtauchen zu lassen. Der Ekel und der Abscheu vor sich selbst und die Folgen die solch eine Sucht mit sich zieht wird dabei eher weniger beleuchtet. Die Gefühlswelt steht im Vordergrund. Trotz aller doch offensichtlich zu Tage beförderten Gefühle bleibt eine Distanzierung zur Materie, und trotz allem Mitempfindens bleibt der Film trist und gefühlslos was im keinem Fall ein Negativkriterium sein soll. Der Film schafft es einen trotz teils mangelnder Tiefe wunderbar in eine andere Welt zu befördern. Die Handlung ist nebensächlich, was viele anscheinend nicht verstehen wollen. Einzig und allein die Gefühle, die Emotionsausbrüche, die Tränen, der Selbsthass stehen im Vordergrund. Und das was uns der Film am Ende zeigt und mit welchem Gefühl er uns zurück lässt ist die pure unverfälschte Menschlichkeit, wer dafür zu verklemment oder zu verschlossen ist tut mir leid.

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jawe77

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Bewertung0.0Hassfilm

Für mich leider nur ekelhaft.
Ps: ... bin aus diesem Grund minutenweise weitergesprungen und habe nur brockenweise die Dialoge gehört, welche mir jedoch reichten....

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Frank Dux

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Bewertung5.5Geht so

Der Film ist überbewertet . Dieser Meinung , die manche hier haben, der schließe ich mich an. Dennoch, der Hauptdarsteller macht seine Sache echt großartig. Trotzdem hat der Film mich etwas gefesselt, da ich jemanden kenne, der von ähnlicher Problematik betroffen ist. Die Story kommt sehr trist rüber. Zu sehr.

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VIGILANTE84

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Bewertung0.0Hassfilm

Ein pornografiesüchtiger introvertierter einsamling der nicht fähig für empathie ist und dem jegliches gespür für romantik fehlt bumst und masturbiert sich durch einen gähnend langen und extrem langweiligen tristen film der in kühlen bildern eingefangen wurde und bei welchem carey mulligans gesangseinlage ''new york new york'' von diesen kritikern mit lob überhäuft wird......
ich hätte auf meinen instinkt vertrauen sollen und diese deprimierende arthouse valium tablette da liegen lassen sollen wo sie war
scheiss wichtigtuer-kino....FU :)

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LeMarin

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Bewertung6.0Ganz gut

Meiner Meinung nach stark überbewertet: Dieser Film hat keine Handlung. Keine Frage, Michael Fassbender macht seine Sache als Sexsüchtiger großartig; so manche Szene mit ihm wirkt richtig beklemmend. Aber: dieser Film schildert nur eine bestimmte Situation und erzählt keine Geschichte. Der Protagonist ist ein einsamer Getriebener am Anfang, und am Ende ist er es immer noch. Gleiches gilt für die Nebenfiguren: Das merkwürdige Verhältnis, dass er zu seiner Schwester (Carey Mulligan in ihrer üblichen "Ich schmachte einen tollen Mann mit meinen großen Augen an"-Rolle) pflegt, wird nie aufgeklärt, ebenso wie das Verhältnis zu seinem Boss und Aufreis-Kumpel. Alle Bilder sind extrem durchgestlyt, unterkühl, und wirken daher künstlich. Mir fiel es sehr schwer, mich irgendwie mit dem Film, seiner Handlung und seinen Figuren zu identifizieren. Mag auch daran liegen, dass jeder einzelne Protagonist in "Shame" ein egozentrisches Arschloch ist.
Fazit: Überstyltes Schicki-Micki-Kino mit tollen Darstellern, aber ohne Seele.

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mikkean

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

New York City, nächtliches Sammelbecken des Glitzers, der schönen Schaufenster-Fassaden. Schicken Party People, Tanzfreudigen und Menschen auf Streifzügen, wie Brandon Sullivan einer ist. Brandon ist im Grunde genommen ein Serial Fucker, er macht sich über alles her, was Brüste hat und so rumläuft. Aber Brandon ist kein Psychopath und Vergewaltiger, dennoch würde seine Kerbenliste jeden Serien-Mörder erblassen lassen. Tagsüber versucht Brandon, mit seinem Aussehen und eloquentem Auftreten, seine Triebe während der Arbeit zu verschleiern. In jeder unbeobachteten Minute aber pumpt es gewaltig in ihm. Es braucht es, er will es. Ob er nun eine Frau aufreißt, sie bezahlt, ob Pornofilme oder Livechat. Brandon lässt nichts anbrennen. Aber mit dem Sex kompensiert er weniger die Last seines gelackten Yuppie-Lebens mit schmuckem Appartement und gut dotiertem Job. Brandon Sullivan ist eines jener Irrlichter der Großstadt, das auf andere stößt, in sie eindringt, sich ihnen aber nie öffnen kann. "Shame" ist kein Film über unzüchtige Konfrontation, sondern über Distanz. Regisseur Steve McQueen zeigt uns hier einen Mann, der es mit Leichtigkeit schafft, Kunden zu überzeugen, Frauen für schmutzigen Spass zu gewinnen - der aber niemanden besonders nah sein kann. Denn Nähe ist unerträglich, Nähe ist schwierig, genau wie Vertrauen. Deshalb ignoriert Brandon das Flehen seiner Schwester, bis sie in sein Leben platzt. Aber auch die Geschwister sind sich untereinander fremd. Sissy, so ihr Name, ist instabil, hilfsbedürftig. Womit Brandon nicht dienen kann. Echte, tiefergehende Gefühle scheinen ein unüberwindbares Hindernis in "Shame", und wer sie zuletzt, macht sich verletzbar. Das wird Brandon schmerzhaft klar, als er sich auf etwas echtes einlassen möchte, und keinen mehr hochkriegt. Als seine Schwester sich ausgerechnet mit dem Falschen einlässt und ihre Agonie gefährlich auslebt. In "Shame" geht es nicht unbedingt um einen Selbstfindungstrip, der mit Rasierklingen, Glasscherben und Sperma-Flecken gepflastert ist. Michael Fassbender gibt in seiner bemerkenswerten Performance einen Mann mit Zielort Selbstzerstörung. Am Ende befindet sich Brandon auf einer Rampage, die nur noch das Bumsen mit irgendeiner Person oder Personen kennt. Doch so hart er es treibt, so wenig zielt er auf Lust ab. Als würde jeder Orgasmus etwas mehr von ihm aufsaugen. Einfach das Loch füllen, das ihn immerzu anstarrt. "Shame" ist kein perfekter Film, kein Allrounder, den alle lieben werden. Er ist spröde, knapp dramaturgisch gestrickt und doch verraten die Gesten und Taten mehr, als erbarmungslos langgezogene Dialoge oder krampfhaft stilisierte Gesten es könnten. McQueen entwirft weniger einen dramatischen Film, als ein Stück Kunst. Eine Skulptur, eine Montage, auf die wir fasziniert blicken können. Vielleicht, weil Brandon und sein Kosmos so etwas ähnliches wie eine schmutzige Parodie auf die schöne Schein-Welt bemühter Daily Soaps mit ihren unfassbaren Alltagssorgen darstellt. Vielleicht aber auch, weil Brandon etwas verkörpert, das wir alle irgendwann schon einmal nachvollziehen konnten oder es immer noch tun. Weil "Shame" zeigt, wie hart das alles sein kann, obwohl die Oberfläche so schön funkelt. Überhaupt, bewundernswert ist die Haltung des Films, keinen Ausweg, kein Mantra aufzuzeigen. Keine Wandlung zum besseren. "Shame" verweigert sich der Prüderie ebenso wie der aufgesetzten Psychoanalyse. Wichtig ist das Empfinden, das uns bleibt, wenn wir zuschauen, ob Brandon nun auf seinen Streifzügen irgendwann ausgelaugt umkippt oder ob er davon wegkommt. Mit der Schande ist es wie mit dem Leben, es kommt darauf an, was jeder daraus macht oder dafür hält.

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Benner

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Bewertung6.5Ganz gut

Für Reisi und Andy, los, seid böse. Beleidigt mich! Ich weiß ihr wollt es.

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SoulReaver

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Benner hat sich "Der Totmacher" vorgemerkt. Da gibt es aber keinen Fassb(e)(i)nder.


J!GS4W

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Twilightprincess, hast du Lust mal auf ein Date zu geh'n?


headmusic

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Was für eine Performance von Michael Fassbender! Er spielt so eiskalt und doch emotional. Stark!

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grouchomarx

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein sehr intensiver toll fotografierter film mit klasse darstellern und mutigen (weil beklemmenden) sexszenen,
nur leider muß ich einem rezensenten der süddeutschen zeitung zustimmen, der meinte daß die botschaft des films "sex ohne liebe ist halt nichts" am ende etwas zu banal ist, und tolle schauspieler und eine tolle ästhetik alleine noch keinen avantgardefilm ausmachen, als der der film verkauft wird

der film "choke" (eine verfilmung nach chuck palahniuk) geht mit dem gleichen thema (sexsucht) wesentlich humorvoller um und ist letztendlich auch der komplexere film geworden

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BattlemasterIZ

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Bewertung9.0Herausragend

>That was fucking great<>Michael Fassbender<

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SpiceWeasel

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Bewertung9.0Herausragend

♥ Michael unFassbender spielt sich die Seele wund für uns.
Carry Mulligan singt "New York New York" so stark und gefühlvoll das jedes Wort zum unausweichlichen, unheilvollen Schicksal der beiden Hauptdarsteller werden muss.

Ein Großstadtdrama über geschundene Seelen, ein gestörtes Verhältnis zur eigenen Sexualität und verdrängte Vergangenheiten die uns Steve McQueen in kühlen Bildern hier präsentiert.

Großartig!

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pischti

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Fassbender hat hoffentlich noch eine lange und wunderbare Karriere vor sich. Ich stimme Dir absolut zu, dass er hier großartig agiert hat! Mulligans "New York New York" hatte mich zwar nicht so gepackt wie Dich, aber auch sie fande ich schauspielerisch klasse.


patcharisma

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Hilfe!


pischti

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Bewertung6.0Ganz gut

Regisseur Steve McQueen, nicht zu verwechseln mit DEM Steve McQueen, sagte einmal über Michael Fassbender " Ich habe viele Schauspieler gesehen und die spielen einfach. Mit Michael ist das anders. Er spielt nicht, er fühlt". Nachdem ich "Shame" sah und anschließend noch etwas zum Film selbst im Internet suchte und dabei auf oben genanntes Zitat stieß, begann ich innerlich sehr stark zu nicken, denn, Fassbender fühlt im Superlativ. Selten sieht man Schauspieler in solchen Rollen denen sie sich komplett hingeben. Ich würde sogar weitergehen und behaupten, Fassbender fühlt nicht nur seine Figur, er lebt sie, und dies mit vollkommener Authentizität. Seine Mimik, seine Gestik, seine Emotionen, die innere Zerrissenheit, alles wirkt so echt. Um den Inhalt von "Shame" in einem Satz zu beschreiben möchte ich erneut McQueen zitieren, der es auf den Punkt bringt, denn "Shame betrachtet eine Person, die all die westlichen Freiheiten besitzt und durch ihre offensichtliche sexuelle Freizügigkeit ihr eigenes Gefängnis erschafft.“, so McQueen.
Neben Fassbender brilliert auch Carey Mulligan, bekannt unter anderem aus "Drive", die seine Schwester, ebenso psychisch sehr labil, unglaublich überzeugend verkörpert. Die Optik von "Shame" ist recht trist und somit passend zum Inhalt des Filmes, viele Blau- und Grautöne fallen auf. Eine Interpretation der beiden Farbtöne, mit blau als Hoffnung, oder grau als Traurigkeit und das Zusammenspiel beider, führt jetzt aber wahrscheinlich zu weit.
Mir fällt es sehr schwer den Film zu bewerten, zum einen beinhaltet "Shame" ein Schauspiel in Perfektion, eine klasse Darstellung der gesamten Thematik und viel Fingerspitzengefühl des Regisseurs McQueen, trotzdem gab es für mich Stellen, die mich kurzzeitig aus dem Strudel der Depression wieder herausgezerrt haben, einfach weil es mir manchmal, wenn auch selten, etwas langweillig wurde.
Dennoch, eine Empfehlung meinerseits kann ich ohne Frage aussprechen, allein schon wegen Fassbender, auch wenn es gesamtbetrachtend nicht alles was für mich war.

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icefire2206

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Ich hätte es nicht besser ausdrücken können. Mir ist aufgefallen, dass ich andere Dramen mit schlimmeren Schicksalen gesehen aber diese Filme trotzdem als angenehmer zum Ansehen empfunden habe.


pischti

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Danke icefire :) "Shame" zieht einen wirklich in einen Depristrudel auch wenn man sich von der Figur, die Fassbender darstellt, stark unterscheidet, was dann das Ansehen nicht unbedingt komfortabel macht ^^


Oezkan

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Bewertung9.5Herausragend

Shame ist sicher nicht der beste Film, aber mit Abstand der intensivste den ich jemals in meinem Leben gesehen habe. Mein Gott... Nach diesen zirka 100 Minuten war ich sowas von niedergeschlagen, so als wäre ich selbst Brandon(Michael Fassbender) gewesen.

Nach diesem Meisterwerk sollte man am besten erst Mal schöne Musik hören und einen Schluck Wasser trinken, um wieder in die Realität zurück zu kommen und die Probleme des Protagonisten nicht weiter in die Seele katapultieren zu lassen.

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Oezkan

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Ich habe mir den Film vorhin zum zweiten Mal angesehen und meine Begeisterung ist gestiegen. Deshalb gebe ich nun doch 9,5 statt 9 Punkte. Was eine Inszenierung♥


KonTaicho

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Bewertung7.5Sehenswert

"Shame" behandelt ein heikles Thema. Ein Tabuthema.

Er liefert dabei keine Antworten, sondern Dokumentiert die Problematik und stellt Fragen.
Er haut uns zwei Mal in die Fresse und sagt uns nicht, warum.
Er ist ein stiller, unergründlicher See, auf dem der Zuschauer in einer kleinen Jolle treibt, die wie aus dem Nichts von meterhohen Wellen umgeworfen wird.
Und am Ufer steht Michael Fassbender, mit starrer Miene, und schaut uns emotionslos dabei zu, wie wir untergehen.

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chrsthl

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Bewertung2.5Ärgerlich

Ich konnte dem Film leider nicht abgewinnen und wurde irgendwie nur gelangweilt, es kam keine Spannung auf und mitgerissen hat mich der Film irgendwie auch nicht ... Schade. Ein Film der Sorte "Klassiker" die bei mir nicht gezogen hat.

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TonyStark

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Bewertung7.0Sehenswert

So, gestern in den Briefkasten geflattert und um 22 Uhr noch schnell geschaut. Zum Glück bin ich nicht enttäuscht worden. Michael Fassbender spielt die kranke Seele sehr gut und auch Carey Mulligan geht voll in Ordnung. Der eingängige Score gepaart mit der kühlen Bildästhetik erzielt fast hypnotische Wirkung. Die einzigen Kritikpunkte für mich sind die Laufzeit von gut 100min., eine Straffung von ca. 10min. hätten dem Film gut getan, stellenweise habe ich mich doch etwas gequält und der allzu vorhershbare Selbstmordversuch der Schwester. Ansonsten wie gesagt: kleines, aber feines Drama mit toller schauspielerischer Leistung. Von mir gibt es eine Empfehlung für Filmfans die auch mal nicht so leichte Kost vertragen.

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