Solaris
Solyaris (1972), RU Laufzeit 165 Minuten, FSK 12, Science Fiction-Film, Drama, Kinostart 20.09.1974
25 Bewertungen
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1221 Bewertungen
21 Kommentare
Keine ?
von Andrei Tarkovsky, mit Natalya Bondarchuk und Donatas Banionis
Der Psychologe Kris Kelvin wird zum Planeten Solaris geschickt, um mysteriöse Ereignisse auf der dortigen Forschungsstation aufzuklären. Der Planet spiegelt als kollektives Bewusstsein, gleich einem unendlichen Ozean, die Erinnerungen, Ängste und Wünsche der Kosmonauten wider und materialisiert ihre Gedanken. Kelvin trifft bei seiner Ankunft auf die übrig gebliebenen zwei Mitglieder der ursprünglich 85-köpfigen Besatzung. Die anderen starben aus unerklärlichen Gründen oder brachten sich um. Kelvin selbst begegnet kurz nach seiner Ankunft seiner Frau, die Jahre zuvor Selbstmord begangen hatte und für deren Tod er sich schuldig fühlt. Das Forschungsvorhaben wird für die Besatzung des Raumschiffs zur metaphysischen Reise in die Innenwelt ihrer eigenen Kultur und an die Grenzen des menschlichen Seins. Nach dem gleichnamigen berühmten Roman von Stanislaw Lem, erzählt der russische Regisseur Andrej Tarkowskij eine philosophische Fabel, die um Ideen wie Liebe, Tod und Auferstehung kreist. Ein brillant inszenierter, vielschichtiger Film, der den traditionellen Fortschrittsglauben der Wissenschaften in Frage stellt. Nach Kubricks “2001- A Space Odyssey” gilt Tarkowskijs “Solaris” als einer der international anerkanntesten Science-Fiction Verfilmungen der Filmgeschichte. “Solaris” erhielt 1972 den Spezialpreis der Jury auf dem Filmfestival in Cannes. 2002 drehte Oscar-Preisträger Steven Soderbergh ein Hollywood-Remake des Klassikers mit George Clooney in der Hauptrolle.
Cast & Crew
-
Andrei Tarkovsky
-
Natalya Bondarchuk
-
Donatas Banionis
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kris Kelvin
-
Jüri Järvet
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dr. Snauth
-
Vladislav Dvorzhetsky
-
Nikolai Grinko
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kelvins Vater
-
Anatoli Solonitsyn
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dr. Sartorius
Regie
Schauspieler
-
Tamara Ogorodnikova
-
Fridrikh Gorenshtein
-
Andrei Tarkovsky
- Genre
- Retro SF, Psychodrama, Hard SF
- Zeit
- 1970er Jahre, Zukunft, Zukunft und Vergangenheit
- Ort
- Erde, Ozean, Planet, Universum
- Handlung
- Angst, Astronaut, Außerirdische Technologie, Bewusstsein, Bibliothek, Blut, Brief, Buch, Depression, Eifersucht, Einsamkeit, Exobiologie, Fremde Lebensform, Gedächtnis, Halluzination, Heimat, Hoffnung, Klassiker, Kommunikation, Kultfilm, Kuss, Mann-Frau-Beziehung, Moral, Mutter-Sohn-Beziehung, Ozean, Pistole, Psychologe, Raumanzug, Raumstation, Realität, Realitätsverlust, Regen, Roman, Schmerz, Schock, Schuld, Schuldgefühl, Spiegel, Sprache und Kommunikation, Suizid, Unterbewusstsein, Verdrängte Vergangenheit, Verlust einer geliebten Person, Weinen, Wissenschaftler
- Stimmung
- Berührend, Eigenwillig, Verstörend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Solaris
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Kritiken (1) — Film: Solaris
Björn Lahrmann: Das Manifest
Kommentar löschenSOLARIS zählt zu jener heute eher nischenartig betriebenen Spielart der Science Fiction, wo fremde Welten nicht Austragungsort intergalaktischer Kriege, sondern Kontaktflächen mit dem eigenen Unterbewussten sind. Die Ruhe und Langsamkeit, mit der Tarkowski seinen metaphysischen Trip inszeniert, ist mit kunstgewerblicher Bleischwere, seine Spiritualität mit Kopflastigkeit nicht zu verwechseln. Wonach er strebt, ist ein kontemplativer Schwebezustand, der den gesamten Bildraum, jeden Schnitt, jede Bewegung, jedes Objekt, unspezifisch zwar, aber nachhaltig mit dem Leid seiner Protagonisten auflädt.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
as-aka-der-streuner 2011/04/27 03:38:59
Antwort löschensehr schöne kritik, die in mir die lust das original zu sehen noch mehr verstärkt hat ^^
Kommentare (20) — Film: Solaris
Kommentar schreibenBlonder 2012/01/27 12:15:40
Kommentar löschenIn fast hypnotischen Bildern wird die Geschichte von Kris Kelvin erzählt, der auf einer Raumstation mysteriöse Ereignisse untersuchen soll. Aber plötzlich steht seine Frau, die vor zehn Jahren starb, vor ihm. Denn ein Ozean ist der Spiegel des Bewußtseins der Menschen auf der Station.
Viele Fragen, aber wenig Antworten und viel Raum zur eigenen Interpretation. Genau das zeichnet diesen philosophisch-spannenden Film aus, weil jeder der ihn schaut, andere Erkenntnisse gewinnnen wird. Zudem wird wahrscheinlich jede weitere Sichtung dieses Meisterwerkes neue Erkenntnise zutage fördern.
Also bald auf ein neues.
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aberaber 2012/01/07 12:21:56
Kommentar löschenEine vernünftige Bewertung des Films (wie eigentlich aller Filme Tarkovskys) ist fast unmöglich. Je nach dem in welcher Stimmung man sich den Film ansieht, ist er entweder ein dreistündiges komatöses Machwerk oder ein absolutes Meisterwerk. Früher konnte ich mir Tarkovskys immer überlangen Meisterwerke mit Begeisterung anschauen, aber ich fürchte, ich habe im Laufe der Jahre etwas meine Ausdauer für solche Filme verloren.
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Oberlaender 2011/12/29 14:08:57
Kommentar löschenAlso echt. Nur weil es sich um einen Klassiker handelt, muss er nicht in einem derartigen Ausmaß langweilen!!! Wenn ich auf einem Flug nach Amerika säße, würde ich den Film vielleicht zu Ende aushalten, aber 45 Minuten Langeweile in einer Normalsituation haben mir gereicht.
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VisitorQ 2011/11/22 22:13:18
Kommentar löschenVor Jahren gesehen und für grandios befunden. Dieses Jahr lief er zusammen mit 2001 in einem double feature auf einer der größten und schönsten Leinwände Hamburgs. Angesehen und vor Freude beinahe ein wenig geweint. Das war Kino.
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DerDude_ 2011/09/22 06:52:06
Kommentar löschen"Der Mensch braucht den Mensch"
Ich denke das bekannt ist , das das Genre SciFi das größtmögliche Potential besitzt. So dient es zur Konfrontation mit außerirdischen Lebensformen ("Alien") , gigantische Raumschlachten ("Krieg der Sterne") oder zu Erschaffung dystopischer Zukunftsvisionen ("Blade Runner"). Aber genau wie Stanley Kubrick mit "2001: Odyssee im Weltraum" benutzt es Andrel Tarkowski zur verwiklichung des Unendlichen und zeigt Begegnungen , jenseits aller SciFi Filme.
Tarkowski setzt sdeinen Zuschauer gleich von Anfang an , perfekt mit Hauptfigur Chris Kelvin gleich : wie auch der Psychologe kann sich der Zuschauer bestimmte Sequenzen oder den Wechsel von Farbe zu Schwarz/Weiß nicht erklären.
Der Ozean bleibt ein großes Rätsel das es zu entschlüsseln gilt. Wasser bedeutet Leben. Wer in das Wasser schaut , entdeckt sein eigenes Spiegelbild. Auf Solaris materialisiert der Ozean die Vorstellung des Menschen.
Letzendlich sollte man das Interpretieren aber auch mal sein lassen und sich auf den Film konzentrieren.
Fazit: "Solaris" ist , genau wie "2001" eine Weltraumoper.Ein stilles Meer aus Gedankengängen und Reflektion. Tiefgründig und hoch melanchonisch...
Sehr beeindruckend.
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David "Noodles" Aaronson 2011/09/22 08:06:48
Antwort löschenOhne Interpretation macht das ganze doch nur halb soviel Spass :).
Marti DiBergi 2011/06/15 10:54:06
Kommentar löschenTarkovsky betritt ungewohntes Terrain, zumindest was das Setting angeht. Auf der Raumstation, die über dem Ozeanplanet "Solaris" schwebt, muss der russische Meister auf seine geliebten Naturaufnahmen (weitestgehend) verzichten.
Bis man dort angekommen ist vergehen jedoch 40 Minuten, in denen sich Tarkovsky ordentlich austoben darf. Thematisch jedoch ist das Material jedoch genau auf der Wellenlänge des Regisseurs, und so werden die Konflikte, der Schmerz, die Hilflosigkeit für den Zuschauer spürbar gemacht. Der Mensch kann fremde Planeten bereisen, scheiter jedoch an hausgemachten Problemen. Als Fan von Lems Büchern hätte ich mich über mehr Fokus auf den Planeten selber gefreut, als Fan von Tarkovskys Filmen bin ich mit der Inszenierung höchst zufrieden.
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Puni 2011/05/17 14:57:20
Kommentar löschenLangsam, ruhig, künsterlisch, dazu tief philosophisch mit einem tollen Ende, kann ich diesen Film nur jedem ans Herz legen, der Filme wie 2001 mag und sich nicht am langsamen Erzähltempo eines Jesse James stört. Sollte man, wenn man damit klar kommt, unbedingt mal gesehen haben. Zutiefst faszinierender Film von Tarkovsky.
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momopipi 2011/05/17 17:19:00
Antwort löschenkönnte mir in den finger beißen, wenn ich entscheiden müsste, ob die alte version von tarkovsky oder die recht neue aus dem jahr 2002 mit george clooney besser ist. die community ist sich einig, die ältere kommt besser an.
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tischo 2011/08/04 11:47:46
Antwort löschenMir ist absolut unbegreiflich, wie man sich diese Frage stellen kann. Meiner Meinung nach, kann man beide Filme kaum miteinander vergleichen. Der Tarkovsky-Film verfolgt einen ein Leben lang. Das Remake ist völlig belanglos.
MovieMonster 2011/09/12 21:43:02
Antwort löschenIch glaube, ich hab nur das Remake gesehen und fand den äußerst langweilig. Das hat mich jetzt aber neugierig gemacht, ich werd mir das Original mal vormerken.
jimmey11 2011/03/28 02:02:30
Kommentar löschen"When man is happy, the meaning of life and other eternal themes rarely interest him. These questions should be asked at the end of one's life.
But we don't know when life will end. That's why we're in such a hurry.
The happiest people are those who are not interested in these cursed questions.
To ask is always the desire to know. Yet the preservation of simple human truths requires mystery. The mysteries of happiness, death and love.
Maybe you're right, but try not to think about all that now.
To think about it is to know the day of one's death. Not knowing that day makes us practically immortal."
Mein zweiter Tarkovsky nach Stalker, wieder sprachlos nach dem ersten Ansehen. Die Bildsprache, die Athmosphäre, die Wucht der endlosen Kameraeinstellungen. Alles bleibt unerreicht.
Das Dasein des Menschens, seine Sehnsüchte und das ewige Suchen in der Ferne. Wie er mit Wissen und Verstand gestraft und gesegnet ist und warum das Zwischenmenschliche so eine unglaublich wichtige Rolle spielt.
Nach der letzten Einstellungen war es dann endgültig um mich geschehen.
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momopipi 2011/02/13 17:53:30
Kommentar löschenNachdem ich zuerst begeistert die 2002er Version von Solaris gesehen habe, habe ich ca. 1 Jahr später nun die 72er Version von Tarkowski gesehen. Letztendlich nehmen sich beide Versionen so gut wie nichts. Soderbergh macht aus Solaris ein recht oberflächliches, visuelles/akustisches Meisterwerk, während Tarkowski eher auf der dramatischen Schiene unterwegs ist. Außerdem ist die 72er Fassung deutlich länger und somit empfindlicher für langweilige Momente, doch das ca. 40min dauernde Intro (welches bei Soderbergh wegfällt) war eher positiv zu bewerten.
Ich habe aber bei beiden Versionen diese ordentliche Portion Magie wahrgenommen. Der gute alte Stanislaw Lem (sein Buch diente als Storyvorlage) war letztendlich mit beiden Filmen nicht zufrieden :/
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BigDi 2010/11/02 21:51:52
Kommentar löschenMit beiden Füßen auf dem Boden stehend
blicken wir, mit Ehrfurcht erfüllt,
gen Himmel. Schauen in die Unendlichkeit,
in Welten, die wir zu erfassen niemals fähig sind.
Das wissen wir. Zumindestens
Sagen wir das, wenn man uns fragt,
ganz bescheiden und
mit beiden Füßen auf dem Boden.
Das währt nicht lange - bald schon
erheben sich unsere Füße
erheben sich unsere Blicke und
unsere Gedanken verlassen unsere Welt,
auf der Suche nach neuen
in denen wir nach etwas suchen, was
uns womöglich gar nicht bewusst ist.
Brechen auf in jahrelange Reisen, denn Zeit,
Zeit ist nichts, verglichen mit den Rufen
den lockenden Rufen der Ferne.
Die - womöglich! - nur das Rauschen
des Bluts in unseren Ohren.
Und am Ende unserer Reise, wenn wir
vom Boden losgelöst, von unseren
Wurzeln getrennt, Angesicht zu Angesicht
mit etwas Unverständlichem, Ungreifbaren
stehen, oder vielmehr: Schweben.
Wenn wir das längst Vergangene hinter uns gelassen,
verschwiegen,
verdrängt
oder einfach nur vergessen haben,
dann merken wir plötzlich, dass wir
in unserer Begeisterung die ganze Zeit
im Kreis gelaufen sind.
So finden wir
dort, wo wir Glück vielleicht, vielleicht auch nur Erfahrung
vermutet haben,
nur uns're eigene Gedankenwelt.
und spüren jene Wurzeln, die
wir glaubten, abgesägt zu haben.
So treffen wir
in unserer Suche nach fremden Wesen
nur unser eigenes Gewissen
Und merken erst, dass jenes
der einzige Fremde ist, bei dem es
sich wirklich lohnt, ihn näher kennenzulernen.
Nein, Menschen brauchen wahrlich keine neuen Welten,
das, was sie brauchen, ist ein Spiegel,
von dem die Augen abzuwenden
- unmöglich.
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fabel 2010/11/02 22:10:20
Antwort löschenja ist denn heute schon Weihnachten ?
Erst KlapTrap heute Mittag und jetzt du. Wunderbare Ausführung.
Könnte ich immer wieder lesen. Einfach fabelhaft. ;)
BigDi 2010/11/02 22:16:04
Antwort löschenNatürlich ist Weihnachten, einige Päckchen wurden heute ja auch schon verschickt...
Danke-danke, aber an Klap komme ich auch damit gewiss nicht heran. :D Ehrlich gesagt bin ich im "alte-Kommentare-überarbeiten"-Rausch und dachte mir, ich bin doch lange nicht mehr kreativ gewesen. ^^
Tyler__Durden 2010/09/29 21:00:15
Kommentar löschenNach den ersten 15-20 Minuten war es um mich geschehen. Die Atmosphäre hat mich unbarmherzig mit sanften Händen in den Film gezogen. Und dabei natürlich auch in den Strudel der Menschlichen Schwächen und Sehnsüchte den Tarkowski in "Solaris" uns mit seiner stets mystisch einzigartigen Bildersprache vorzeigt. Jede Einstellung wird ausgekostet bis zum Limit und erzählt uns mehr als die Charaktere mit ihren Worten dies hat aber den Nachteil das man als Zuschauer der den Zugang nicht gefunden hat (was vollkommen legitim ist) ein Film zu sehen bekommt der die Energie einer an einer Valium Überdosis sterbende Schildkröte hat. Alle anderen dürfen sich auf zweieinhalb Tarkowski pur in der Blutbahn freuen.
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JimiHendrix 2010/09/29 22:20:31
Antwort löschengenial. vorgemerkt.
BigDi 2010/09/29 22:37:12
Antwort löschenUnd dieses Ende, diese letzte Einstellung, so unendlich genial! Tarkowskijs Bester nach "Stalker", glaube ich.
stalker 2010/09/30 15:34:58
Antwort löschenYepp, nach "Stalker" der beste Tarkowski, allerdings mag ich doch lieber Soderberghs Variante.
Tyler__Durden 2010/09/30 16:19:45
Antwort löschenDann muss ich den wohl auch mal sehen.
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BigDi 2010/09/30 18:16:27
Antwort löschenDas Remake habe ich bisher ignoriert, aber irgendwann ist das auch noch dran. Allzu hoch sind meine Erwartungen dabei nicht, aber wer weiß...
JimiHendrix 2010/09/30 21:19:05
Antwort löschenclooney ist ne schlaftablette, bin eingepennt...
Discostu 2010/08/16 01:23:53
Kommentar löschenLeider hat es Tarkowski es mit diesem Film nicht geschafft, mich so sehr zu fesseln, wie mit Stalker. Da ich das Buch bereits gelesen hatte, war mir die Geschichte bekannt und der Film konnte ihr nur wenig hinzufügen. Die neu erdachte Einleitung ist zwar notwendig, um die fehlenden Erklärungen des Buches zu ersetzen, ist aber unnötig langatmig und teilweise auch verwirrend, weil familiäre Konflikte angedeutet werden, die für die restliche Handlung keinerlei Bewandtnis haben. Während mir das langsame Erzähltempo in Stalker gefiel, wird es hier teilweise zum Ärgernis, wenn minutenlang eine völlig irrelevante Autofahrt gezeigt wird, anstatt endlich die Ankunft an der Raumstation zu erzählen. Leider war das Budget wohl nicht ausreichend, um mit den beeindruckenden Special Effects des einige Jahre vorher veröffentlichten "2001 - Odyssey im Weltraum" mitzuhalten, womit genau der Teil des Buches der für ein filmisches Medium wie geschaffen ist, die Darstellung der faszinierenden Geschehnisse auf der Planetenoberfläche, hier optisch leider nicht beeindrucken kann. Auch die Szene mit kurzer Schwerelosigkeit hätte besser weggelassen werden sollen, da sie keineswegs realistisch aussieht (Körper schweben, aber Haare hängen). Den philosophischen Kern der Geschichte, die Grenzen der menschlichen Erkenntnis, die Infragestellung des SciFi-Klischees, dass außerirdisches Leben unserem ähnlich sein muss und die Frage, was einen Menschen ausmacht, bleiben aber zum Glück erhalten, weshalb der Film der Vorlage schon in gewisser Weise gerecht wird. Während "Stalker" eine gelungene Ergänzung zur Kurzgeschichte "Picknick am Wegesrand" ist (und man am besten beides kennen sollte), würde ich im Fall von Solaris aber eher die Romanvorlage als den Film empfehlen.
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8martin 2009/12/12 22:50:40
Kommentar löschenNatürlich kriegt man den Vergleich zum Original von Tarkowkij nicht aus dem Kopf. Zwischen beiden Fassungen liegen genau dreißig Jahre. Das Remake setzt natürlich auf den ganzen technischen Schnickschnack und die Hauptdarsteller Clooney/McElhone. Aber das abstrakte Thema bleibt das gleiche. Die Erstfassung überzeugt in ihrer kruden Schlichtheit und technischen Rückständigkeit trotzdem, denn sie verdeutlicht das menschliche Problem etwas anschaulicher. Man muss sich nur die Mühe machen, die schier endlose Ausdehnung der Einstellungen mitzugehen. Wenn man dann noch den intellektuellen Anspruch nachvollziehen kann - quasi losgelöst von Zeit und Raum -erlebt man eine echte Space Odyssey.
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Brennegan 2009/11/23 00:10:45
Kommentar löschenAuch wenn er dem Inhalt des Buches ganz gut gerecht werden kann, bemerkt man Schwächen und versteht Lem, dass er den Film nicht mochte. Er ist teilweise unnötig lang und kann von den Bildern her bei Weitem nicht mit der Version von 2002 mithalten. Trotzdem ist es der Inhalt, der hier den Ausschlag gibt.
Trotzdem, wer das Werk richtig genießen will, sollte zum Buch greifen.
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KlapTrap 2009/10/29 16:47:09
Kommentar löschenIch gehöre ja ausgewiesen zu den Kunstbanausen die Soderberghs menschelnde SOLARIS-Variante über Erinnerung, Liebe und Erkentnis noch eine ganze Ecke besser finden, als die Tarkovsky-Version.
Zwar weiß ich die formale Architektur und das metaphysische Fundament der russichsen Ausgabe wirklich zu würdigen, und der hypnotisierende Einsatz von Stilleben die mich schon in STALKER ein ums andere Mal haben geistig wegtreten lassen tun ihr übriges, aber gleich dem Protagonisten Calvin komme ich nicht um den Schluß herum, das all unser oftmals unterkühltes, menschliches Genie sich ein ums andere Mal der Naturgewalt der Gefühle beugen muss.
Und so verbleibt mir von SOLARIS vor allem die augenzwinkernde, bebilderte Erkentnis, das wir Menschen schon wirklich witzige Wesen sind.
Da können wir Essen in der Mikrowelle zubereiten, über tausende Kilometer in Echtzeit kommunizieren, und die Weiten des Alls bereisen........und stolpern doch immer wieder über unsere eigenen Schnürsenkel.
Wahre Göttlichkeit sieht wohl anders aus !
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Tyler 2009/10/30 17:10:46
Antwort löschenIch freu mich so das du auch einer dieser Banausen bist, da fühl ich mich gleich weniger allein^^
alanger 2009/10/30 20:50:40
Antwort löschenbanause!
KlapTrap 2009/10/30 21:24:10
Antwort löschenAch, Kultur ist doch sowieso nur was für Menschen mit denen man KEINE Pferde stehlen kann.
Oder möchte !
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alanger 2009/10/30 22:12:07
Antwort löschenmh, klingt einwenig nach dem "when I hear the word culture, I reach for my gun" oder "Wenn ich Kultur höre ... entsichere ich meinen Browning!"
von hanns johst.
KlapTrap 2009/10/30 22:32:33
Antwort löschenIch hoffe ich gelte jetzt nicht schon wieder als Banause, wenn ich nun zugeben muss, den Namen vorher noch nie gehört zu haben.
Google war mal wieder mein Freund - und : Wieder was gelernt !
kesselborn 2009/07/08 10:19:05
Kommentar löschenist wirklich sehr anstrendend aber durchaus sehenswert
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purzelrakete 2009/11/18 11:37:30
Antwort löschender film steht seit jahren auf meiner must-see liste. ich liebe langsame filme.
jannis 2009/11/18 13:34:29
Antwort löschenja dann mach ich das auch
magX 2009/05/11 22:57:24
Kommentar löschenDer Film ist näher am Sci-Fi Genre als Stalker und doch sehr weit entfernt von heutigen Filmen und einigen Klassiker. Das Gefühl der Film sei zu lang wird durch den Anfang erzeugt. Auf dem Schiff gibt es keine Action. Der Film bezieht seine Spannung aus der schwierigen Beziehung des Hauptcharakters zu der Frau, die eigentlich eine Illusion ist. Einer der tiefgründigsten Sci-Fi Filme, der sich von langen Anfang bis zum hervorragenden Ende steigert.
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maslobojew 2008/09/20 00:30:58
Kommentar löschenWas in dem Film passiert ist schwer zu verstehen, kaum zu integrieren, aber stellt eine Möglichkeit dar, das was wir in unserer bescheidenen Existenz nicht wahrnehmen, sichtbar zu machen. Deshalb lässt er mich wohl nicht los. Handwerklich natürlich auch sehr gut gemacht und so heißt es für mich: immer wieder ein nächstes Mal.
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neumann2000 2008/02/16 13:42:14
Kommentar löschenEin interessantes Thema. Sicher kein schlechter Film, der sein Publikum finden wird, aber für mich zu langatmig.
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Xantor 2007/07/15 17:19:58
Kommentar löschenSolche Filme werden heute nicht mehr gedreht, aber Tarkovsky ist sowieso einmalig, wobei das Remake auch sehr gut ist
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