Zum 50. Todestag von Walt Disney

Die schönsten Weihnachtsfilme aus dem Hause Disney

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Am 15. Dezember 1966 verstarb Walt Disney. Sein Einfluss auf die Filmwelt ist auch heute, 50 Jahre nach seinem Tod, ungebrochen. In den vergangenen Jahren erschienen mit The Jungle Book (2016), Cinderella (2015) und Maleficent (2014) Realfilm-Umsetzungen bekannter Werke aus dem Schaffen des Produzenten, die sich zum Teil mehr, zum Teil weniger an ihren filmischen Vorlagen orientierten und die es ohne den unbedingten Erfindungsreichtum Disneys nicht auf moderne Leinwände mit ihrer IMAX- und 3D-Technik geschafft hätten.

Der Schöpfer der bekanntesten Filmmaus der Welt (gemeinsam mit Ub Iwerks) verzaubert noch fünf Dekaden nach seinem Ableben Freunde des Kinos weltweit. Die Pionierarbeit des Träumers mit unzweifelhaftem Gespür fürs Geschäft wusste sich im Laufe der Jahrzehnte stets anzupassen. So hat sein Konzern als fester Bestandteil Hollywoods heute großen Anteil am kommerziell erfolgreichsten Filmfranchise der Welt, dem Marvel Cinematic Universe (MCU).

Aber auch in den kulturellen Eigenheiten unseres Daseins fand Disney seinen Platz. Das Weihnachtsfest gilt vielen, trotz stressigem (und überflüssigem) Konsumwahn, noch immer als eine besondere Zeit, die ein eigenes Genre begründete. Für die kalten, wenn auch noch großflächig schneefreien Tage haben wir einige der sehenswertesten Weihnachtsfilme Disneys für euch herausgesucht.

Nightmare Before Christmas

Genauer gesagt: Tim Burton's The Nightmare Before Christmas. Nach einer Originalgeschichte des für seine skurrilen Ideen bekannten Regisseurs erschien 1993 eines der populärsten Stop-Motion-Werke, in denen Burton (Die Insel der besonderen Kinder), wenn auch "nur" als Vorlagengeber und Produzent, seiner Vision zum liebevollen Ausdruck verhalf. Aus Sorge vor einem allzu düsteren Ton veröffentlichte Disney den Film von Regisseur Henry Selick über seinen hauseigenen Vertreiber Touchstone Pictures. Immerhin tanzen und singen sich hier der Nadelstreifenanzug tragende Untote Jack Skellington samt kuriosem Gestaltenensemble, darunter das aus Ungeziefer zusammengesetzte Gespenst Oogie Boogie, durch die düstere Halloween Town, welche im Kontrast zur weihnachtlich bunten Welt Christmas Towns steht, in die es unseren knöchernen Helden verschlägt.

Disneys Eine Weihnachtsgeschichte

Als "berauschende visuelle Erfahrung" empfand Roger Ebert den animierten 3D-Fantasyfilm aus dem Jahre 2009. Regisseur Robert Zemeckis (Allied) scharte eine Riege namhafter Darsteller für seine Umsetzung des Klassikers aus der Feder Charles Dickens' um sich: So mimte das durch Motion-Capturing erzeugte Ebenbild Jim Carreys (Dumm und Dümmehr) den hartherzigen Geizhals Ebenezer Scrooge, während dieser durch den Besuch dreier Geister, die Aspekte seiner bitterkalten Seele reflektieren, einen Sinneswandel erfährt. Das Weihnachtsfest als kathartischer Selbstfindungstrip. Obendrein gibt es die Stimmen von Gary Oldman (Lawless), Robin Wright (House of Cards) und Colin Firth (Kingsman: The Secret Service).

Mickys Weihnachtserzählung

Charles Dickens zum Zweiten: Welche Disney-Figur ließe sich offensichtlicher in die Rolle des Ebenezer Scrooge pressen als Dagobert Duck? Die von Alan Young (Die Zeitmaschine) gesprochene Version der raffgierigen Meckerente erschien sogar namentlich prädestiniert für den Part des Weihnachtsklassikers: Im Orignal heißt sie Scrooge McDuck. Der gerade einmal 25-minütige Zeichentrick-Kurzfilm von 1983 wird als buntes Potpourri aus verschiedenen Disney-Charakteren serviert, darunter Donald Duck als Neffe Scrooges, während Grille Jiminy Cricket aus Pinocchio, Riese Willie aus Micky und die Bohnenstange und Kater Karlo die drei Weihnachtsgeister mimen. So gar nicht "Goofy" erscheint das gleichnamige, üblicherweise sonst als Tollpatsch auftretende Disney-Original, das Scrooge die Ankunft des Gespenstertrios ankündigt.

Die Muppets Weihnachtsgeschichte

Ein letztes Mal Charles Dickens, versprochen. Die Paarung aus den urkomischen Puppenwesen der Muppets und Michael Caine (Interstellar) in der Rolle des Scrooge gehört zu den originellsten Variationen der Weihnachtsgeschichte, was nicht zuletzt an der Mischung der liebevollen, handgemachten Umsetzung und den Slapstick-Einlagen der von Jim Henson erdachten Figuren liegt. Wo sonst können wir Blaumann Gonzo in der Erzählerrolle Dickens lauschen (und sehen), Frosch Kermit als armen Angestellen Michael Caines bemitleiden oder - in einer Adaption eines über 170 Jahre alten Schmökers - Ratte Rizzos Weisheiten folgen, wie: "Iss niemals singendes Essen"?

Winnie Puuh - Honigsüße Weihnachtszeit

Wir haben es immer geahnt: Hinter der knuddeligen Fassade Winnie Puuhs steckt ein wahrer Honigjunkie. Nachdem der bedächtige Rabbit nach einem gelungenen Weihnachtsfest droht, den Hundertmorgenwald zu verlassen, da sich niemand änderte, verspricht nicht nur Winnie, mit der süßen Sucht zu brechen. Naturpessimist Esel I-Aah gelobt ob seiner düsteren Weltsicht Besserung, Dauerhüpfer Tigger will nicht mehr springen und Angstschweinchen Ferkel endlich seine chronische Nervosität durch Mut ersetzen. Wenn auch 2002 für ein sogenanntes "kindliches Publikum" erschienen, lassen doch auch wir "Großen" uns gerne das ein ums andere Mal Honig ums (Schlecker-)Maul schmieren. Vor allem von einem gelben, runden Bären mit tiefschwarzen Knopfaugen und ausgeprägter Zuckerabhängigkeit. Oder?

Disney und die kurzfilmische Weihnacht

Disney-Vater Walt war als Regisseur selbst überwiegend an einer Reihe animierter Kurzfilme beteiligt. Wenngleich der Konzern diese Tradition in der filmischen Neuzeit stark reduzierte, finden sich in den cineastischen Archiven dennoch einige, zum Teil nur wenige Minuten kurze Werke im Zeichen weihnachtlicher Stimmung. Die Sammlung A Walt Disney Christmas (1982) beherbergt gleich sechs Kurzfilme aus dem Zeitraum zwischen 1932 und 1952, darunter Pluto's Christmas Tree, in dem sich Micky Maus samt treuem Hundebegleiter Pluto etwa auf die Suche nach dem titelgebenden Weihnachtsbaum macht und gleich selbst ein Holzobjekt seiner Wahl fällt. Nicht wissend, dass sich die vor allem aus der späteren Zeichentrickserie bekannten Nager Chip und Chap in diesem aufhalten.

Enthalten sind überdies Erzählungen u. a. um eine Schneeballschlacht zwischen Donald und seinen Neffen Tick, Trick und Track (Donald's Snow Fight) sowie eine episodische Geschichte um einen zugefrorenen See, auf dem die Schicksale Mickys, Donalds und Goofys aufeinandertreffen (On Ice).

Wer an Weihnachten auf Mauseohren und schnatternde Entenschnäbel verzichten will, findet hier schließlich Geschichten ohne bekannte Disney-Gesichter, darunter den Weihnachtsmann höchstpersönlich, dessen helfende Elfen die Spielzeuge für die Kinder anfertigen, während sich Santa selbst durch den Berg an Briefen "guter" und "böser" Mädchen wie Jungen wühlt (Santa's Workshop). Die Animationskünstler von Pixar, seit 2006 Teil von Disney, veröffentlichten mit Toy Story - Mögen die Spiele beginnen zudem einen Ableger basierend auf ihrer beliebten Reihe um sprechende Spielzeuge.

Was sind eure liebsten Disney-Filme zu und um Weihnachten?

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