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Ein Plädoyer für das Ende des Films

the gaffer (Jenny Jecke), Veröffentlicht am 24.09.2012, 09:31

Kaum ein großer Film wird heute ohne Aussicht auf eine Fortsetzung gedreht. Das Ende gerät jedoch immer öfter ins Hintertreffen. Dabei hat es seine Vorteile, sich von Figuren zu verabschieden, selbst wenn es dank der Sequelitis nur eine Illusion ist.

Nach dem Ende ist vor dem Ende - Marvel's Avengers Nach dem Ende ist vor dem Ende - Marvel's Avengers © Disney

Es kann traurig ausfallen oder lustig. Manchmal sind alle tot, bisweilen wird geheiratet und ein Sonnenuntergang kommt auch oft vor. Das Ende kann einen Film in einem völlig anderen Licht erscheinen lassen oder ihn um ein paar Punkte in der Wertung zurückwerfen. Es bietet Anlass zur Diskussion, den Startschuss für das fluchtartige Verlassen des Kinosaals oder geleitet uns sanft in die Dunkelheit des Abspanns. Das Ende ist, mit anderen Worten, ein unbestreitbar wichtiger Teil eines Films, wobei sich die Wissenschaft bis heute nicht im Klaren ist, wer als Sieger vom Platz geht: Ende oder Anfang? Wie dem auch sei, wir müssen das Ende im Blockbuster-Kino spätestens nach diesem Sommer als bedrohte Art einstufen.

Immer kommen sie wieder
Die jüngsten Übeltäter heißen Marvel’s The Avengers, Prometheus – Dunkle Zeichen und Das Bourne Vermächtnis. Sogar The Dark Knight Rises trägt Symptome einer akuten Bedrohung des Endes. Schon diese kleine Auswahl zeigt, wo die Wurzel des tragischen Aussterbens zu finden sind, das vor unser aller Augen liegt. Eine vieldokumentierte Sucht nach der Franchise, auch unter der Bezeichnung Sequelitis firmierend, breitet sich bekanntlich in den Führungsetagen der Hollywood-Studios aus. Doch Fortsetzungen sind nichts neues. Warum sollte das Ende also gerade jetzt unter Artenschutz gestellt werden?

Im Gegensatz zu den längst vergangenen Zeiten, als die Entscheidung und Ideensuche zum Sequel erst fiel, als die montäglichen Box Office-Berichte eine Spontanparty an der Kaffeemaschine auslösten, werden Blockbuster heute viel stärker auf ein Franchise-Potenzial getrimmt. Deswegen drängt ein Film wie John Carter – Zwischen zwei Welten geradezu darauf, nur der Beginn eines größeren Abenteuers zu sein. Nach Prüfung der Einspielergebnisse wirkt das allerdings wie eine ins Leere greifende Geste. Und überhaupt: Wofür haben wir bezahlt, wenn wir nur den Prolog serviert bekommen?

Die Bedrohung des Filmendes äußert sich besonders stark bei Werken, die keine Fortsetzung erfahren. Viel subtiler wirken sich die Erreger der Sequelitis aus, wenn Franchise-Eintrag auf Franchise-Eintrag folgt. Natürlich soll in vielen Fällen die Illusion einer kontinuierlichen Erzählung gewährleistet werden. Das haben serielle Strukturen so an sich. Das Stichwort lautet allerdings Illusion, denn nur in den seltensten Fällen erweist sich das Untergraben des Endes als sinnvoll oder nötig.

Alles hat ein Ende, nur der Film hat zwei
Es gibt verschiedene Arten von Nicht-Enden, die ans hintere Stück eines Films geklatscht werden und noch mehr Gründe, sie auszuwählen. Gefürchtet werden die mysteriösen Arthouse-Enden, in denen Regisseure Lebensmittel in die Luft sprengen, ein imaginäres Tennisspiel zeigen oder sieben Minuten lang leere Straßen einfangen. Okay, für all dies zeichnete Michelangelo Antonioni verantwortlich, aber der Mann hatte es einfach drauf, wenn es darum ging seine Zuschauer durch Enden, die eigentlich Nicht-Enden sind, aber trotzdem dem Film ein Ende bereiten, zu verwirren. Seid ihr noch dabei? Gut. Arthouse- bzw. Kunstfilm-Enden wirken in unseren Augen manches Mal unvollständig, plötzlich oder verkopft. In der Regel liegt die Schuld bei uns, weil wir das dargebotene schlicht nicht kapieren, oder beim Macher, weil er zu viele Antonioni-Werke in der Filmhochschule gesehen hat.

Anders sieht das beim herkömmlichen Blockbuster aus. Der folgt normalerweise einfachen Dramaturgien. Der Held geht auf eine Reise, lernt unterwegs ein Mädchen kennen und besiegt den Bösewicht. Bis dahin passiert oft viel mehr, vielleicht kommen sogar Dinosaurier vor. Diese einfachen Strukturen aber sind es, die unser Vergnügen garantieren. Wir fiebern mit, um im Happy End belohnt zu werden. Wir leiden, um die absehbare Tragödie in ihrem vollem Ausmaß zu beweinen. Die letzten Minuten dienen gewissermaßen als Ventil, damit wir unseren aufgestauten Emotionen freien Lauf lassen können. Was auch immer gegen Titanic, Stirb langsam oder Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt ins Feld geführt werden kann, an einem mangelt es ihnen nicht: dem Ende. Wenn John McClane mit seiner zurückgewonnenen Frau zu den Klängen von Let it Snow in einer Limousine davon fährt, hat sich der vorangegangene Überlebenskampf erst wirklich gelohnt. In diesem Moment zählt selbst nach der x-ten Wiederholung nicht, ob Johns Eheprobleme für jede Fortsetzung recycelt werden. Er ist perfekt.

Nicht-Enden zerstören die Perfektion eines Abschieds. Dabei reicht die Bandbreite von Cliffhangern (Der Herr der Ringe, die späten Harry Potter-Filme) über das sogenannte Schluckaufende (Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs) bis hin zu kleinen Einsprengseln im Abspann, wie es bei Iron Man und den nachfolgenden Marvel-Filmen der Fall ist. Im schlimmsten Fall wirken diese Clips so, als würde Jack nochmal aus dem Eiswasser auftauchen, um seiner Rose eine Einkaufsliste zu zu stecken. Wurden diese filmischen Anhänge vor ein paar Jahren erst nach dem Abspann preisgegeben, drängeln sie sich heute viel früher ins Bild, so etwa in Prometheus und Avengers, aber auch in Fast & Furious Five und vielen mehr. Mag es bei letzterem nicht so stark ins Gewicht fallen, wird in Prometheus das sowieso auf Sequel abzielende Ende durch den unnötigen Fan-Service ergänzt. Das Herausreißen aus dem eigentlichen Ende verkommt zur Methode.

Bis zur Unendlichkeit!
Die bisherige Höchstleistung im Bereich der Nicht-Enden nimmt meiner Ansicht nach Das Bourne Vermächtnis für sich in Anspruch. Der vor wenigen Wochen in unseren Kinos gestartete Agentenstreifen tut nicht einmal so, als würde eine anstatzweise abgeschlossene Geschichte erzählt, sondern trägt geradezu stolz das Etikett des Prologs vor sich her. Trotz einer Länge von zwei Stunden entsagt uns der Film eine befriedigende Auflösung, da Aaron Cross’ (Jeremy Renner) Situation sich über den Großteil der Spielzeit nicht ändert. Anstatt wenigstens in die Führungsetagen der Organisation vorzudringen, die ihn jagt, darf er ein paar hench men ausschalten und das wars dann. Aaron Cross’ erster Einsatz ist nicht einmal ein Abenteuer, allenfalls ein schwerfälliger Übergangsfilm, der einzig zur Funktionalisierung innerhalb seines Franchise gedreht wurde.

Egal ob Fortsetzungen gedreht werden oder nicht, das Ende eines Films besitzt zumindest in klassischen Erzählungen eine therapeutische Wirkung. Wir begeben uns mit auf die Reise in der Aussicht, nach 90 oder mehr Minuten wieder an einen Punkt der Ruhe zu gelangen, unseren Helden auf Wiedersehen zu sagen, den schwierigen Prozess der Trennung einzuleiten. Manchmal sind sie tot, manchmal verheiratet, manchmal über sich hinausgewachsen. In jedem Fall kann der Film dank des Endes für sich allein stehen, ohne notwendigerweise auf Sequels angewiesen zu sein. Die grassierende Fäulnis in den Hollywood-Enden macht jene Katharsis zu nichte und verwandelt einen finanziellen Flop im Handumdrehen in einen filmisch abgebrochenen Rumpf.


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über Ein Plädoyer für das Ende des Films


Mein Senf

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Schade, dass du keine Horrorfilme magst, denn dadurch entgeht dir eines der besten Filmenden des aktuellen Kinojahres. Bei einem Q&A im Rahmen einer frühen Testvorführung fragte ein genregestählter Fan den Regisseur Drew Goddard offensichtlich reflexhaft: „And…..will there be a sequel?“ Woraufhin Goddard nur entgeistert antwortete: „Haven’t you seen the ending of my movie???“

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jacker

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Wirklich schlimm finde ich es wenn Filme die ein absolutes, definitives und eigentlich unumstößliches Ende haben (was die Story unmißverständlich abschließt) dem Sequel-Wahn erliegen und auf absurdesten Zusammenhänegn fußende Sequels aus den Fingern gesaugt werden!

Ich habe mich an anderer Stelle hier schon darüber geärgert und kann es auch immer wieder tun, bestes Beispiel ist "Crank"! Unglaublich, der Film hätte für sich eigenständig ein geniales, überdrehtes Meisterwerk sein können, das Sequel zieht leider alles was Teil 1 ausmacht ins lächerliche!

Aber das ist am Thema vorbei, der Film hat immerhin ein Ende :D
Muss den Worten der Autorin absolut beipflichten, ich habe immer öfter das Gefühl, dass zur Sequel-Begünstigung nicht mal mehr der Versuch gemacht wird abgeschlossene Geschichten auch wirklich abzuschließen (wie es eben bei McLaine der Fall ist) und das ist schade, denn die 'Crowdpleasing'-Funktion von Blockbuster-Enden ist einfach nicht zu leugnen. Immer häufiger bleibt man unbefriedigt zurück, wenn ich einen Film sehe möchte ich aber gerne ein kompletten Film und nicht die ersten 2h einer Tri-, Quadro-, Penta-, oder Hexalogie sehen!

Also: toller Artikel und ziemlich gut auf den Punkt!

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Cellmorbasg

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Das Ende der Herr der Ringe Trilogie orientiert sich natürlich wie der Rest auch am Buch. Dabei wurde so einiges weggelassen, doch die Essenz des langen Ausklingens ist geblieben. Es ist sowohl für die Bücher als auch für die Filme ein deutlich besseres Ende als Bsp. jenes der Harry-Potter-Reihe. Voldemort tot, aus die Maus. Der Herr der Ringe führt seine Geschichte dagegen zu einem wirklichen Abschluss an dessen Ende keine Fragen offen bleiben. Das lange Ende ist auch Mittel zum Zweck um über eine banales Happy End hinauszukommen. Das Ende ist emotional aufwühlender als der ganze Rest und bringt die große Tragik hervor die diese Geschichte beinhaltet, im Schlachtgetümmel jedoch - insbesondere im Film - kaum wahrgenommen werden konnte. Es ist das beste Ende was ich mir für eine solch große Geschichte vorstellen kann. Es ist die verdiente Coda für den Leser, Zuschauer und die Geschichte. Und jetzt werd ich wohl gleich nochmal in den Anhängen lesen und jene Enden nachlesen die dem ungeduldigen Filmpublikum entgangen sind ;-p

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senistro.zoodiac

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Perfekt geschrieben, und es gibt genau wieder was ich immer dachte.
Meine persönlichen "highlight" sind Fluch der Karibik 4 und die Resident Evil Reihe.
Zumindest in RE5 passiert eigentlich garnichts...

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Joeyjoejoe17

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Super!

Ich habe nichts gegen offene Enden, solange sie nicht penetrant nach Fortsetzung schreien.

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In_Ex_Fan

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So empfand ich das beispielsweise bei The Avengers.
Es war zwar relativ offen aber es könnte genau so gut ein definitives Ende gewesen sein. Alles wird gut, doch die Andeutung eines "was wäre wenn" find ich ok.


Rukus

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Ein großes Danke aus der "Das musste mal gesagt werden"-Ecke!

So richtig unbefriedigend finde ich dieses Phänomen bei offenkundigen Mehrteilern, also vornehmlich Verfilmungen von Literaturreihen. Der goldene Kompass ist so ein Fall. Da wird zwar von einer Fortführung der "Dark Materials" fabuliert, aber das oft wird das zur reinen Glaubensfrage.

Allgemein fänd ich es ja mal eine kreative Leistung, einen in sich abgeschlossenen Film zu basteln, der als Einzelwerk funktioniert, und ohne Cliffhanger bzw. Teaser/Andeutungen, wie man sie ja gerne in Horrorfilmen anwendet, auskommt und trotzdem problemlos logisch fortgeführt werden kann. Es erfordert halt einfach eine gewisse Kreativität, eine Fortsetzung eines Einzelwerks zu schreiben. Dumm nur, dass Kreativität insbesondere in Hollywood eher eine aussterbende Fähigkeit darstellt.

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Iamthesword

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Ich merk's schon, ich muss mehr Antonionifilme schauen....

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Saztec

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Kann mir mal jemand erklären, was ein "Schluckaufende" (wie hier das vom Rückkehr des Königs) sein soll?

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Iamthesword

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Na ja, wenn man lange Spannung aufbaut und diese dann rasend schnell abbaut und den Film zu seinem Ende peitscht (vom Schicksalsberg zu den Grauen Anfurten in (nicht gestoppten) 15 min - auf dem Hinweg hat das länger gedauert...).
Beim Herrn der Ringe ist es deshalb so auffällig, weil a) er für den Hinweg 2 1/2 Filme und für den Rückweg quasi keine Zeit braucht und b) einen wichtigen Teil der Story (Saruman im Auenland) einfach ausspart.


Big Mike

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Meiner Meinung nach übertreibt ihr. Es gibt immer noch jedes Jahr genug gute Filme mit einem richtigen Ende, sie sind auf jeden Fall in der Überzahlt.

Und es gibt doch einen Unterschied zwischen Filmreihen a la HdR (Was von Anfang an als 3 Teile geplant war)

Und Franchise muss man wirklich in gut oder schlecht trennen, finde ich.

Was natürlich Geschmackssache ist, aber ich persönlich habe noch keinen schlechten Marvel Film gesehen, auch wenn Thor und Cpt. America nicht gerade mein Fall sind.

Solange sie sich mühe geben und Filme produzieren die gut sind wird sich jeder Nerd freuen. (Popcorn Kino vom feinsten)

Und wenn man den Müll. der als Franchise veröffentlicht wird nicht guckt. Stehen die Changen für ein Fortsetzung auch schlecht!

Allgemein zum Ende eines Filmes. Es gibt so viele Filme, die einfach ein beschießenes Ende haben.

Wie heißt in der eigentlich letzten Folge einer meiner Lieblingsserien: Der Anfang ist leicht jeder Idiot kann sich hinsetzen und anfangen zu schreiben, aber das Ende ist das schwerste, da man nicht alle glücklich machen kann.

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Dridge

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Der Text ist spitze, vor allem gefällt mir, dass du auch Beispiel nennst. So zum Beispiel den aktuellen Bourne Film - ich habe ihn zwar noch nicht gesehen, weiß aber genau was du meinst. Jeder kennt wohl solche Filme, die zwar lange irgendeine große Macht einführen, diese wird am Ende aber gar nicht besiegt. Besser gelöst finde ich da Filme wie etwa Matrix, wo zwar Neo nicht gleich die komplette Matrix vernichtet (das wäre ja auch blöd), aber sein Teilziel erreicht.

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eastergaard

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Grundsätzlich stimme ich dem Artikel zu. Die unendlichen Filme sind ein Symptom einer Krankheit deren Ursachen in fehlendem Mut und Kreativität liegen. Produkte sind immer beliebigere und mittelmäßige Filme.
Man sollte aber zwischen Reihen mit einheitlich erzählter Story über mehrere Teile (z.B. HdR, Bourne-Triologie) und Franchises mit immer neuen Storyabschnitten (Avengers, Resident Evil usw.) unterscheiden.
Als Beispiel für gute Enden möchte ich hier Inception anführen, Nolan hat mit diesem überragenden Ende den Film praktisch unfortsetzbar gemacht.
Zum König der Nichtenden würde ich aber "Resident Evil" ernennen, weil er seit 5 Teilen die gleiche Story zeigt und jeder Film trotzdem noch Vorbereitung für einen größeren Aufmacher ist.
Abschließend möchte ich Peter jackson noch verteidigen, denn die Schluckaufenden sind wohl dem umstand geschuldet dass man den Film, weil die Spannung fehlt, möglichst schnell zu Ende bringen muss, aber noch ne ganze Menge an Stoff verarbeiten muss. Da musste Jackson einigemale abkürzen, weil die Story im Film nicht so funktioniert wie im Buch.

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teakeeper

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In einer Zeit, in der es vielen (besonders jüngeren) Menschen an sozialer Kompetenz mangelt und sie deshalb ein recht dürftiges Sozialleben haben, bieten Filme, Serien, Bücher und Comics die nötige Ergänzung, die den Zuschauer nicht bemerken lässt, wie einsam er eigentlich ist.
Ihnen das Franchise wegzunehmen wäre in etwa so, als ob man sie ihrer Freunde berauben würde.

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lieber_tee

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Also Tea's Aussage zeugt auch nicht gerade von "sozialer Kompetenz" sondern von altbackener Überheblichkeit.


teakeeper

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Es ist auch keine Entschuldigung dafür, dass es viele Sequels gibt, ich sage nur, dass wir (mit 18 Jahren bin ich immerhin selbst nicht aus dem jugendlichen Alter raus, außerdem kenne ich das Phänomen aus eigener Erfahrung) uns nicht von Geschichten trennen können und Mehrteiler in gewisser Weise begrüßen. Ich will nicht, dass es endet. Ich wollte nicht das Harry Potter endet, ich hasse es, wenn ich mit der Herr der Ringe durch bin und das liegt einfach daran, dass diese Geschichten eine Art zu Hause sind. Ich weiß nicht wie es früher war, das interessiert mich auch nicht. Ich sehe gerade nur, dass viele in meinem Alter (u.a. ich selbst) süchtig nach fremden Welten geworden sind. Ich will mich nicht mit der Realität beschäftigen, ich will die Fantasie leben, ein Ende zwingt mich aber dazu.
Es geht hier auch nicht um irgendwelche Vorwürfe (ist mir sowieso schleierhaft, wie man das in den Kommentar reinlesen kann), es ist nur eine Mögliche Erklärung dafür, warum es villt. Leute gibt die sagen "Wozu brauche ich denn ein Ende?"


alex023

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Vollkommen richtig. Das Ende ist mit das wichtigste an einem Film. Ich kann mich an so viele, sehr schöne, Enden eines Films erinnern. Die stammen aber aus älteren, nicht aktuellen Filmen - oder aus Independent-Streifen, die sowieso für sich stehen und keine Fortsetzung haben.

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Sebo84

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Schön geschrieben, aber dennoch finde ich gerade diese Cliffhanger, offenen Enden, die auf ein Sequel hindeuten oder kleinen Hinweise auf mögliches in der Zukunft schöner als ein reines Ende.
Natürlich ist es schade, dass es wirklich so gut wie keinen Film mehr gibt, der einfach über eine gewisse Zeit eine Story zu erzählen und am Ende einen würdigen Abschluss zu haben. So etwas wie "Nur noch 60 Sekunden" gibt es leider nicht mehr, auch wenn der ja auch ein Remake war.
Das Neueste was ich beim Regal-Watching im Elektronik-Fachmarkt meines Vertrauens gesehen habe, war "Marley & ich 2", "Wieder Mord im weißen Haus" und Filme wie den zweiten Teil von GhostRider braucht wirklich niemand.
Es gibt einen speziellen Grund, warum die Studios Remakes, Reboots, Sequels, Prequels usw. machen und genau das hat auch Auswirkungen auf die jeweiligen Enden...

Die Menschen lieben Serien, vielleicht mag es daran liegen, dass der heutige Mensch immer weniger Zeit hat, vielleicht sinken auch teilweise die Ansprüche... Aber er will auf jeden Fall am liebsten im Voraus wissen, worauf er sich einlässt und wenn es auch nur die nächsten 90 Minuten seiner kostbaren Freizeit sind...
Es vereinfacht natürlich auch die Arbeit sämtlicher Protagonisten, ob jetz Werbung, Schauspieler, Regisseure, Autoren usw...

Die bemängelten Enden halten einfach nur die Frequenz hoch. Die Qual die man bei den Cliffhanger-Staffel-Finalen bekannter amerikanischer Serien fabriziert steigern über die Dauer zwischen den einzelnen Staffeln, die Lust zu wissen, was passieren wird. Somit generieren sich die Studios die Nachfrage.

Ist quasi das gleiche Rezept wie einen 50€-Gutschein für den nächsten Urlaub für den Reisenden dazuzupacken...

Aber alleine, wenn ich hier in die News, Vormerkungen etc. schaue, wollen die Fans genau das. Früher blieben nicht Viele für den Abspann im Kino sitzen, heute regt man sich über die paar Leute auf, die Aufstehen und dann natürlich genau vor einem stehen bleiben, wenn sie merken, dass da noch was kommt.
Ich persönlich freue mich bei jedem Film des Avenger-Franchises über die kleinen Schnipsel, auch wenn ich gerade bei Avengers etwas enttäuscht war.
Das beste Beispiel ist Fast&Furious 5, mal abgesehen davon, dass der Film echt Klasse war, wollte man eh noch mehr aus diesem "Universum" sehen und der Abspann inkl. kleinem Hinweis auf Teil 6, löste ein richtiges Raunen im Kino aus und sorgte dafür, dass das Lächeln bei vielen, die das Kino verließen noch breiter war.

Das klassische Ende, hat (teilweise leider) etwas ausgedient, aber irgendwann kommt auch wieder ein wechsel im Filmgeschäft. Die Kundschaft ist wählerisch und irgendwann gibt es wieder etwas anderes zum ärgern und freuen.
Es sind noch längst nicht alle Geschichten erzählt...

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pentafuchs

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es gibt nichts besseres als ein richtiges, entgültiges Ende

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mikkean

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So sehr ich manche dieser Filme wie "The Avengers" liebe, in Hollywood läuft seit geraumer Zeit was schief. Da werden wir Genre-Liebhaber, Geeks und Freaks erhöht und mit Happenings belohnt - andererseits ist es doch nun nicht mehr als eine unheilvolle Verbindung. Diese Krake lutscht Macher und Zuschauer gleichermaßen aus. Es werden Unsummen von Geld in Kampagnen gepumpt und für immer größere technische Errungenschaften aus dem Fenster geworfen, und am Ende trampelt das Ungetüm Traumfabrik doch nur auf der Stelle herum. Weil bei all dem Geplane und den Markt-Analysen keine Passion mehr im Spiel ist. Wir Freunde des Films, der Literatur und jeder anderen Kunstform halten lediglich als Zielgruppen-Objekt her, das angeblich Trends aufweist und sich nach immer gleichen Strukturen und Motiven verzehrt. Daher also diese Versteifung auf schmachtende Vampir-Romanzen, jugendliche Fantasy-Helden-Seriale und die mittlerweile obligatorischen Comic-Adaptionen. Was leider völlig untergeht ist die Begeisterung. Ich behaupte ja nicht, dass ein "Green Lantern" oder ein "Battleship" ohne eben jene Begeisterung realisiert wurde. Das sollte doch die Grund-Voraussetzung für jeden Film darstellen. Leider aber, ist Film inzwischen nur eine Ware, die beliebig oft ausgequetscht werden soll. Die Cashcow halt, was leider sehr schade ist. Da finde ich es natürlich auch traurig, dass der Ausblick aufs nächste Abenteuer genau so dazugehören muss wie das Popcorn. Andererseits, in einigen Fällen ist das aber auch ein netter Wink. Warum sollte ein Held oder eine Heldin nur auf ein Abenteuer reduziert werden? Ich erwarte ja von Spider-Man nicht, dass er seine Angebetete und die Stadt rettet und anschließend sein Kostüm einmottet und zu den anonymen Wandkrabblern geht. Nein, ich stimme zu. Nicht-Enden sind ein Gräuel, aber manchmal (ohne Prozentsatz und Krümelkackerei) erscheinen sie mir als das geringere Übel. Denn nicht jede Fortsetzung kommt gleich um die Ecke, manche lassen sich Zeit. (Oder entstehen doch nie.) In anderen Fällen, wie dem Horror-Genre, gehören sie mittlerweile schon längst zum Grundmuster. Den berühmten letzten Schock, das plötzliche Aufleben des vermeintlich toten Monsters - kommt seit den 1980er Jahren kaum noch überraschend.
Worauf ich eigentlich hinaus will? Dass es eine Schande ist, einen gut abgerundeten Stoff gleich zum Franchise aufzublasen. Dass Hollywood eine böse seelenlose Maschinerie ist, die leider keine wahre Achtung mehr vor ihren Produkten und den Konsumenten ist. Dass angeklebte Ausblicke auf das Sequel nerven, aber auch nicht immer scheiße sind. Auch wenn das angeführte Argument schon sicherlich die ein oder andere Höchstwertung meinerseits bereits einige Male nach unten gedrückt hat.

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SamRamJam

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Ich glaube was Gaffer meinte war nicht unbedingt dass es generell einen zweiten Teil gibt. Spider-Man finde ich ist ein schönes Beispiel: Im ersten sieht man am Ende wie er wieder um die Häuser zieht, der Film und seine Geschichte ist an sich ist aber abgeschlossen. Es gibt keinen Hinweis darauf was als nächstes kommt, wer der nächste Gegner ist usw. Der Böse ist Tod, die Frau gerettet (auch wenn er dann nicht mit ihr zusammen sein will) und Ende! Hätte es hiervon nie eine Fortsetzung gegeben, dann wäre es vom reinen Abschluss der Geschichte nicht weiter schlimm.
Bei SP2 hingegen sieht man am Ende noch wie Harry den Gleiter seines Vaters entdeckt. Das lässt den Film eben offen wirken und hinterlässt so ein bisschen das Gefühl den Film nicht ganz zu Ende gesehen zu haben da ja noch was kommt in der Geschichte. Hätten sie den hier nie fortgesetzt, dann wäre es schon irgendwie seltsam wenn man sich den anguckt.


mikkean

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Ja, da hast du vollkommen recht. Bei den "Spider-Man"-Filmen - und ich zähle auch den neuesten dazu, ist es in der Regel sehr gut gelungen. Ich wollte auch nicht den Artikel bashen, das lag mir überhaupt sehr fern. Er hat mich eher dazu inspiriert, mal wieder einen Blick auf die kommenden Attraktionen zu legen. Oder in die unschöne Diskussion abzutauchen, welcher "Big Budget"-Film heutzutage als Einzelwerk darstehen darf oder soll. Ich meine ja, dass längerfristig gesehen, das Verhalten von Hollywood keine Sieger kennen wird. Als Zuschauer muss man ja jetzt schon auf die Knie fallen und Gott danken, weil ein Film an sich richtig gut ist und vielleicht doch nicht in zwei Jahren ein neues Franchise begründen muss. Da nenne ich mal spontan "Avatar" als Beispiel. Ob Fan oder nicht, James Cameron soll sich ruhig alle Zeit nehmen (was er sowieso) macht. Es wird einem Sequel schon nicht schaden, obwohl der jetzige erfolgreichste Film aller Zeiten ganz klar für sich bestand hat. Bei Comic-Verfilmungen bietet es für mich ganz klar an, Handlungsstränge offen zu halten. Was mir ganz klar Kopfschmerzen bereitet, ist dieser verkrampfte finanzielle Aspekt: Vor ein paar Jahren war ein Film ein Ereignis. Heute wird in den ersten 48 Stunden über den Erfolg oder Nichterfolg gerichtet, es wird quasi schon am Tag des Starts von Studioseite nach dem "unausweichlichen" Sequel gerufen. Oder meinetwegen dem Reboot/Remake, dass dann in fünf Jahren vom Stapel läuft. Auch wenn ich pissed klang, ich habe niemand beleidigen wollen. Erst recht nicht gaffer, denn der Artikel war ein schönes Plädoyer. Es fällt mir wohl einfach zunehmend schwerer, die geistige Sackgasse Hollywood zu mögen.


TrendSocke

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Ob ein Ende offen ist oder absolut abgeschlossen... ich glaube darauf kommts (mir) garnicht an. Wichtig ist, dass es gut ist: Dem Film in Qualität und Dramaturgie würdig, durchdacht und stilvoll.

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Apollyon

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Wie lange habe ich mich gegen Serien gesträubt, weil ich nichts mehr hasse, als wie der Esel eine Mohrrübe vor die Nase gehalten zu bekommen, ohne mir sicher sein zu können, dass ich irgendwann rankomme. Irgendwann habe ich wegen der vielbesungenen Qualität der neueren Serien trotzdem damit angefangen und es nur teilweise bereut(;D). Leider hat, wie du schon geschrieben hast, Geldgier diese Erscheinung nun ins Medium Film gedrängt; dahin, wo sie eigentlich nicht hingehört, wenn man den Film als in sich geschlossenes Drama betrachtet. Allerdings setzt das auch die Akzeptanz des Publikums voraus, die natürlich durch Serien gewachsen ist. Wenn man diese Entwicklung nicht gut findet, kann man mit den Füßen abstimmen(oder Texte schreiben ;D).
Was mich persönlich besonders stört ist, dass der Abspann den Beginn der geistigen Verarbeitung des Films einleitet. Wir können das Gesehene als Ganzes betrachten, egal ob das Ende "offen" war oder nicht. Wenn wir aber nur einen Cliffhanger vorgesetzt bekommen, kreisen die Gedanken nicht um das, was gerade war, sondern um das, was folgt. Gleiches gilt für bewusst offen gelassene Fragen wie bei Prometheus. Die Reflexion wird von der Spekulation abgelöst; der Zuschauer wird durch das Versprechen auf ein richtiges Ende hingehalten; denn das ist es, was ihn letztendlich dazu verleitet, weiterzuschauen. Ich finde, das ist eine Entmündigung des Rezipienten, weil er immer darauf angewiesen ist, was ihm in Zukunft vorgesetzt wird, denn solange weitere Filme/Folgen noch ausstehen, fehlen noch Informationen.

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SamRamJam

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Wundervoll geschrieben. Darüber habe ich noch nie nachgedacht, aber jetzt kriege ich den Gedanken sicher eine Woche lang nichts aus dem Kopf und prüfe alle meine Lieblingsfilme auf ihre Endlichkeit. Verdammt :D

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RobinliebtFilme

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Das angesprochene Problem ist ja leider nicht nur in der Filmwelt der Fall, siehe Call of Duty oder die Resident Evil-Spiele.
Was mich interessieren würde, wer war zuerst da, die Henne oder das Ei? Sprich, gab es die Franchisewut erst bei den Videospielen oder bei den Filmen... Meiner Meinung nach bei den Spielen, die dann sozusagen zum schlechten Einfluss wurden :S

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Lorion42

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Von Herakles hab es auch immer noch eine neue Geschichte und noch eine Fortsetzung und noch eine...


Sebo84

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Immer sind die bösen Videospiele an Allem Schuld ;-)


dAShEIKO

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Ja, ja und nochmal ja. Gaffers Jenny hat mal wieder scheinbar harmlose Sätze zu einer ins Wespennest stechenden Lanze zusammengefügt. Wenn nur die Är..ahm Hinterteile in den Schweinsledersesseln in Hollywood sich auch so an diesem Text beöhlen würden.

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Beeblebrox

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Wunderbar: "Bis dahin passiert oft viel mehr, vielleicht kommen sogar Dinosaurier vor." :D

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A.V.

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Als Dinofan kann ich sagen: Das passiert leider noch viel zu selten...


OceanSoul

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Ich versteh des mit dem Schluckaufende nich so ganz. Was genau soll des denn sein und woran sieht man des bei HdR 3?

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L-viz

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So kann man es vergleichen. Es ist eben eine würdige Verabschiedung der Figuren, mit denen man so lange Zeit verbracht hat.


Moncineo

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Jedem das Seine. Ich hab die Bücher ebenfalls nicht gelesen und mir waren die Enden auch too much. Normalerweise bleibe ich bei einem Film bis zum Ende des Abspanns im Kino sitzen um alles auf mich wirken zu lassen. Aber hier war ich das erste Mal kurz davor, genervt aus dem Kino zu rennen. Die Krönung war auch für mich das perfekte Ende. Mehr musste für mein Empfinden nicht mehr erzählt werden. Liebesfilme enden meist auch am Altar. Und ich habe noch nie bei einem großen epischen Filmklassiker (ob nun ein- oder mehrteilig) jemanden hinterher sagen hören: "Die hätten ruhig noch zeigen können, was die Helden in den Monaten nach dem Abenteuer noch so alles gemacht haben. Man hatte ja gar keine Gelegenheit, sich von denen zu verabschieden."
Wie gesagt, ich gönne jedem HdR-Buchfan sein verfilmtes Himmelreich, aber für mich hat dieser zuckersüße Kitsch-Epilog im Medium Film der Geschichte eher geschadet.


sweet_angel6892

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Ein wirklich wunderbarer Text, der das Problem einmal anspricht! Ich finde auch, dass das Ende eines Filmes sehr wichtig ist, weil es das Gefühl für die bisherigen Geschehnisse noch einmal entscheidend beeinflusst. Mich würde es nicht stören, wenn ab und an ein offenes Ende mit einer Andeutung auf die Fortsetzung gedreht wird, wenn die Fortsetzung wirklich sicher ist und man wenigstens ansatzweise ein Ende vorgesetzt bekommt. Aber es ist wirklich immer sehr, sehr schade, wenn Filme gleich mit ihrem abgehackten Ende auf eine Fortsetzung zielen und dann ein Flop werden. Die Gruppe, die diese Verfilmung mochte, wird immer enttäuscht von dem Film bzw. Ende sein, weil er unvollständig ist. Auf eine Fortsetzung, in der man zu dem gewünschten Ende kommen könnte, braucht man nicht zu hoffen, weil es sich finanziell nicht lohnen würde und somit muss man sich mit einem zerstückelten, unfertigen Film zufrieden geben, bei dem man sich am Ende immer mehr ärgert, weil etwas fehlt. :( immer sehr schade und es gibt leider viel zu viele Beispiele solcher Filme -.-

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Raccoon

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Hach ja, die gefühlten zwölf Enden von Der Herr der Ringe bringen mich (wohl unfreiwillig) immer wieder zum Schmunzeln. Da konnte/wollte sich einer von seiner Trilogie wohl nicht so schnell verabschieden...

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Dox

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Bitte lassen wir doch die "Der Herr der Ringe" Trilogie für sich stehen. Diese hat mit den schönsten Fluss innerhalb einer Filmreihe überhaupt. Die Hobbit Geschichten sind etwas anderes.


Tautou

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"(...), vielleicht kommen sogar Dinosaurier vor." ;-)

Folgendes ragt zurzeit über dem Artikel:

< AKTUELL: Der Hobbit Trailer · Lindsay Lohan · Resident Evil 5 · Madagascar 3 >
Nach weiteren Argumenten braucht man nicht zu suchen. Lindsay Lohan ist die Einzige, die am Ende ist.

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OceanSoul

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super! :D


bestseimon

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Stimme dir vollkommen zu! Ich glaube sogar, dass das Ende noch viel wichtiger ist als der Anfang, denn es bleibt am ehesten im Gedächtnis haften. Bei mir jedenfalls, deshalb kann ein gutes Ende einen schlechten Film noch einmal retten. Traurig und schade, dass in letzter Zeit das Ende so vernachlässigt wird und dadurch teilweise so ein Murks entsteht. Da geht es nicht mehr darum, dem Film einen krönenden und runden Abschluss zu verleihen, sondern nur noch um das Kommerzielle und dem Publikum eine Fortsetzung etc. schmackhaft zu machen. Leider wird sich daran in nächster Zeit wohl nicht viel ändern.

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Bandrix

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Oh ja, wie recht du hast. Besonders bei "Das Bourne Vermächtnis" ist es ganz schlimm. Da wird über 2 Stunden ein Nichts an Story präsentiert nur um dann in einem weiteren Nichts zu enden. Selten kam mir ein Film unfertiger und nicht abgeschlossen vor...

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alex023

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Du hast ja so sehr recht.


The Director

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The dark knight rises hatte kein offenes ende. da waren seine beiden vorgänger bei weitem offener nach hinten hin. im gegenteil, die EINE szene in rises war ein Teil des endgültigen Abschlusses dieser triogie. ohne sie wär das happy end nicht halb so schön gewesen. alles gut so und eine fortsetzung wäre völlig unangebracht. man könnte zwar aber zu welchem film könnte man nicht? unter einem open end versteh ich was anderes.

open ends als solche empfinde ich sowieso als frechheit. wenn ich für einen film bezahle, erwarte ich, dass er mich vom anfang bis zum ende durch eine geschichte führt, also in sich abgeschlossen ist. alles andere ist bullshit. ausnahmen sind natürlich serien und adaptionen von stoffen, die offensichtlich mehr als einen film bedürfen bzw. vorher als erster teil einer x-logie angekündigt werden (Herr der Ringe, Harry Potter, Hobbit, Twilight, Tribute von Panem etc.) Dagegen sind die Enden von Filmen wie Fluch der Karibik 2 und (wohl auch) dem bourne vermächtnis zu verurteilen. wenn das ende eines film lediglich eine fortsetzung dezent ankündigt (Bsp. alle Marvel Filme, Batman Begins und viele mehr) ist das schon ok. nur ist der franchise wahn an sich schon ein bisschen nervig.

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Weltenkind

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SPOILER
Hä? Das Ende von TDKR ist doch offener als offen. Gibt doch extra den Weg für einen weiteren Film frei.


The Director

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eher hat das ende die triliogie vervollständigt und somit zu einem guten abschluss geführt


JackoXL

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Würdest 10 Likes bekommen, wenn möglich. Ganz starker Text, sprichst mir aus der Seele. Danke. :)

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Moncineo

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Ein toller Artikel. Wie gern würde ich jetzt über dieses Thema philosophieren und weitere positive wie negative Beispiele aus der Filmgeschichte anführen. Doch leider fehlt mir gerade dazu die Zeit.
Deshalb kommentiere ich nur mit einem kurzen "Agree" und freue mich auf zahlreiche nachfolgende Kommentare.

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LynchFan1706

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Ach, war das schön, als in den frühen Filmen die Musik aufbrandete und das obligatorische "The End" auf der Leinwand zu sehen war. Man tauchte -mit einem tiefen befriedigten Seufzen- aus der Welt der Geschichte in der Wirklichkeit wieder auf und fühlte sich kuschelig wohl. Heute ist dieses Gefühl für mich tatsächlich seltener geworden. Toller Artikel!

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horro

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Sehr schön, du triffst es auf den Punkt ... irgendwelche Rezepte zur Hand, was man dagegen unternehmen könnte? ;)

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