In Memoriam

Filmschaffende, die uns 2013 verlassen haben

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Ein weiteres Kinojahr geht zu Ende. Ein Jahr mit Filmen, auf die wir uns schon länger gefreut haben oder die uns ganz spontan ins Kino lockten; Filme, die uns überrascht oder verärgert haben, die uns lange im Gedächtnis bleiben werden oder die wir bereits wieder vergessen haben. Doch einige der Filmschaffenden, die in diesem Jahr oder auch in vergangenen Jahren dafür gesorgt haben, dass wir gelacht oder geweint haben, uns fürchteten oder einfach glücklich das Kino verließen, haben uns in diesem Jahr verlassen. An die verstorbenen Menschen aus der Filmwelt erinnern wir mit diesem Text.

Bereits am 15. Januar starb im Alter von 80 Jahren der Regisseur und Drehbuchautor Nagisa Ôshima. 1978 hatte er für seinen Film Im Reich der Leidenschaft in Cannes die Goldene Palme als bester Regisseur erhalten. Über 200 Filme, die von Gewalt und Sex geprägt waren, drehte Jesús Franco in seinem Leben. Die Legende des B-Movies, die uns eher als Jess Franco bekannt war, starb am 2. April mit 82 Jahren. Roger Ebert wird uns zwar eher durch seine Filmkritiken in Erinnerung bleiben, unter verschiedenen Pseudonymen schrieb er jedoch auch Drehbücher, z.B. gemeinsam mit seinem Freund Russ Meyer das Skript zu Im tiefen Tal der Superhexen. Der Kritiker starb am 4. April. Ohne Ray Harryhausen hätten viele Filme auf eindrucksvolle Effekte verzichten müssen. So zeichnete er zum Beispiel für die Spezialeffekte von Jason und die Argonauten und Sindbads gefährliche Abenteuer verantwortlich. Ray Harryhausen starb am 7. Mai im Alter von 92 Jahren. Am 9. Juni verstarb 91-jährig die Leinwandgöttin Esther Williams. 1952 und 1956 wurde sie mit einem Golden Globe ausgezeichnet, 1960 erhielt Esther Williams einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

Mit nur 51 Jahren verließ uns am 19. Juni überraschend der Schauspieler James Gandolfini. Als Tony Soprano in Die Sopranos wurde er weltberühmt, aktuell können wir ihn noch einmal in Genug gesagt auf der Leinwand sehen. Ebenfalls viel zu früh verließ uns im Alter von 31 Jahren der durch die Musical-Serie Glee bekannt gewordene Schauspieler Cory Monteith. Am 13. Juli wurde der Schauspieler tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden. Ebenso tragisch war der Tod von Paul Walker am 30. November. Der Schauspieler, den wir im nächsten Jahr in Fast & Furious 7 sehen wollten, starb mit nur 40 Jahren bei einem Autounfall. Zwei Monate vorher, am 12. September, war Otto Sander gestorben. Der Schauspieler gewann 2008 eine Berlinale Kamera und wird uns unter anderem mit Der Himmel über Berlin in Erinnerung bleiben.

Mit 81 Jahren verstarb am 14. Dezember Peter O’Toole. Im Alter von 30 Jahren spielte der Darsteller mit den strahlendblauen Augen die Hauptrolle in Lawrence von Arabien, eine Rolle, die ihn nicht nur weltberühmt machte, sondern die uns auch noch lange nach seinem Tod in Erinnerung bleibt. Einen Tag später, am 15. Dezember, starb Joan Fontaine. Berühmt wurde die Schauspielerin durch ihre Rolle in Rebecca, einen Oscar erhielt sie 1942 für die Verkörperung der Lina in Verdacht. Erst gestern, am 29. Dezember, starb der polnische Komponist Wojciech Kilar. Er komponierte die Musik für mehr als 130 Filme, darunter Bram Stoker’s Dracula. Für die Musik zu Der Pianist erhielt der mit 81 Jahren verstorbene Wojciech Kilar den französischen Filmpreis César.

Nicht alle Künstler, die in diesem Jahr verstorben sind, konnten hier erwähnt werden, dennoch gilt unsere Erinnerung allen Filmschaffenden. Wir verdanken ihnen viele schöne Filmstunden.

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