Cinepolis - Kommentare

Alle Kommentare von Cinepolis

  • 11
    • 3

      "Auschwitz" versucht viel, und geht letztlich an seiner eigenen voyeuristischen Ader zugrunde. Mit einer subtilen Auseinandersetzung mit dem Thema hätte aus diesem Film eine interessante Geschichts-Doku werden können. Stattdessen macht Herr Dr. Boll einen effekthascherischen Torture-Porn daraus, reduziert auf die teils drastische Gewaltdarstellung. Zudem erweckt die Befragung der Jugendlichen zu Anfang des Filmes ein falsches Bild der heutigen Generation. Dies entspricht nicht dem tatsächlichen Bildungsstand der jungen Deutschen, sonder höchstens einen kleinen Anteil eben dieser.
      Positiv hingegen fällt mir die Kulisse des Filmes auf, die auch zur teils dichten Atmosphäre des Filmes beiträgt. Außerdem muss ich ehrlich sagen, dass die Schauspieler, dafür, dass es Amateure sind, eine annehmbare Performance abliefern.

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      • 5 .5

        In MemoriAm

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        • 7 .5

          Interessante Prämisse, doch leider nirgendwo auffindbar. :(

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          • 8
            über Duell

            Spielbergs Bester.

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            • Jetzt bin ich aber gespannt. Hast du von "Das weiße Rentier" die französische DVD?

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              • 6 .5

                In den gängigen Horrorfilm-Foren hochgelobt, bin ich doch etwas enttäuscht von dem Film. Der Film vermag nur anhand seinen Spielereien der Meta-Ebenen und den für einen Horrorfilm sehr engagierten Schauspielern zu leben, und vernachlässigt dabei sowohl das Drehbuch, als auch den Charakteraufbau, auch wenn dieser bei Horrorfilmen nebensächlich ist. Zudem ist der Film im Film "The Mommy" derart schwach, dass die ersten zwanzig Minuten des Filmes beinahe eine Tortur darstellen. Doch dank der kurzen Laufzeit keimt zumindest keine Langeweile beim Sehen auf.

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                • Ich beneide jeden, der an einem Tag vier Filme sehen kann. Nach zwei Filmen ist bei mir schon Schluss.

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                  • 6

                    Da ich mich seit jüngster Zeit mehr auf das afrikanische Kino konzentrieren wollte, kam es mir wie gelegen, als mir eine DVD-Ausgabe von Judy Kibinge's politisch untermauertes Schicksalsdrama "Something Necessary" in die Hände fiel. Bisher hat mich kein afrikanischer Film, den ich sah, enttäuscht. "Something Necessary" setzt diesen Trend erfolgreich fort.

                    Der Film dreht sich zentral um Anne und Joseph, Bewohner Kenias, welche beide auf ihre Weise mit den Umständen nach der Präsidentschaftswahl 2008 umgehen und ihre eigenen Probleme und Sorgen, welche die Unruhen mit sich brigen, bezwingen. Während Anne nach einem Angriff auf ihre Farm ihr Leben nun ohne ihren Ehemann, einen einflussreichen Farmer, bezwingen muss, versucht Joseph, Mittäter beim Überfall auf Annes Farm, eigene Wege zu gehen, unabhängig von Gewalt und Kriminalität. Doch Druck von Außen setzt dem Leben Beider schwer zu.

                    Die Hauptdarsteller Walter Lagat (Joseph) und Susan Wanjiru (Anne) schaffen es Dank einer authenthischen Darstellung ihrer Figuren, einen bleibenden Eindruck bei dem Zuschauer zu hinterlassen. So schaffen sie es ihren jeweiligen Charakter, deren Eindrücke, Gefühle so nah wie möglich an die Mentalität eines gespaltenen, jedoch stolzen Staates anzugleichen, was nicht zuletzt am guten Drehbuch, geschrieben von Rhesa Mungai, liegt. Diese schauspielerische Fähigkeit wird leider aufgrund der sehr knappen Laufzeit von gerade einmal 82 Minuten nicht vollends ausgenutzt. So können sich die Schauspieler nicht gänzlich entfalten, was der Charaktertiefe der Figuren zu schaden kommt. Dadurch entsteht biem Zuschauer eine Gleichgültigkeit betreffend dem Schicksal der Charaktere, was sehr schade ist, da genügend Potenzial vorhanden war.

                    Die technische Aufmachung des Filmes wirkt sehr professionell. Der Ton und die Schnitte sind sauber und auch kameratechnisch konnte ich keine Mängel feststellen. Die Aufmachung des Filmes ist eher düster, auf satte Farben wird überwiegen verzichtet, um eine der Handlung entsprechenden Atmosphäre zu erzeugen. Nur der Soundtrack wirkt entgegen dazu zu freudvoll, beinahe naiv, als dass sie der ernsten Handlung gerecht wird, was jedoch im Gesamtbild von keiner großen Bedeutung ist, zumal das Geschehen ohnehin selten mit Musik unterlegt wird.

                    Auf die Unruhen nach den Präsidentschaftswahlen wird überraschenderweise nur kurz eingegangen, sowohl am Anfang, wie auch am Ende des Filmes. Diese Rahmenhandlung dient eher als Mittel zum Zweck, um die Message des Filmes, welche bereits beim Betrachten des Covers klar wird, dem Zuschauer nahezubringen. Kibinge's Film funktioniert sowohl als Plädoyer an die Vergebung, als auch als Kritik an den unbewussten Umgang mit Gewalt vielerlei Menschen, was zwar keine neuen, aber zeitlose Aussagen sind.

                    Für geschichtlich Interessierte, welche einen tieferen Eingang auf die Erlebnisse in Kenia 2008 erwarten, ist dieser Film nicht zu empfehlen. Personen, die ein gefühlsorientiertes Drama mit politischem Kontext sehen wollen, sei dieser Film eher ans Herz gelegt.

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                    • 13/15
                      Ich schaue einige Horrorfilme, bin jedoch mehr an Dramen interessiert.

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                      • Wollten die Macher mit der gelben Hautfarbe der Figuren nicht erreichen, dass der Zuschauer beim durchzappen der Fernsehkanäle die Sendung sofort erkennt?
                        Zumindest meine ich, dies einmal gelesen zu haben.

                          • Wir scheinen ein gemeinsames Interesse zum osteuropäischen Kino zu pflegen. Ich liebe die Melancholie der Slawen.

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                            • 10

                              Maria Falconetti liefert in diesem Film die meiner Meinung nach wohl beste schauspielerische Leistung aller Zeiten.

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                              • Weiter als 15 Minuten bin ich nicht gekommen. Die sehr wenigen realen Aufnahmen sind sehr eintönig und sogar langweilig und die restlichen Szenen sind schlecht gestellt und sehr einfach als gefälscht zu entlarven.
                                Die restlichen Teile dieser Reihe spare ich mir.

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                                • 2

                                  Michael Carrs überzogene Darstellung der Figur "Dr. Gröss" macht diesen "Film" schon beinahe wieder unterhaltsam. Abgesehen davon gehört dieser zu einem der langweiligsten Filmen, die ich je gesehen habe. 90 Minuten Aufnahmen von sterbenden/leidenden Menschen und Tieren zu sehen, kann auf Dauer sehr ermüdend sein. Zumal man das meiste eh nicht ernst genommen werden kann.

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                                  • Ich persönlich kann schwache Bewertungen bei solchartigen Filmen wenig nachvollziehen. Wer sich diesen und andere Filme ansieht, wird wissen was einen erwartet, und sich deswegen nicht wegen voyuristischen Aufnahmen verstorbener bzw. sterbender Menschen und Tiere beklagen. Mich interessieren solche Filme nicht, weshalb ich diese auch niemals ansehen und daher auch nicht bewerten werde. Ist fast dasselbe wie bei Asylum-Filmen. Personen, die diesen Produktionen eh nichts abgewinnen können schauen sich solche Filme an nur um sie mit mickrigen Bewertungen abzustrafen.

                                    Ps: Mit diesem Text möchte ich dennoch niemandem zu nahe treten.

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                                      • Ich liebe derartige Listen. Gerade in unscheinbaren, exotischen Ländern wie Venezuela oder dem Iran gibt es viele filmische Perlen zu entdecken.
                                        Eine Empfehlungen aus Indonesien: Headshot. Ist zwar ähnlich wie "The Raid", könnte dir aber eventuell besser gefallen als eben dieser. Wenn nicht kannst du mich in Verantwortung ziehen.
                                        Zu Pakistan kenne ich auch noch einen (Horror)Film: Hell's Ground.
                                        Noch ein paar andere Länder, die hier noch nicht aufgetaucht sind:
                                        Nepal: "Numafung"
                                        Senegal: "Senegal, Africa: Through my Eyes"
                                        Sri Lanka (auch wenn es in der Liste vorkam): "Spiel der Träume"
                                        Madagaskar: "(R)Evolution - Es geht um unser Überleben"

                                        Ps: Hast du "City of Jade" auf einem Festival gesehen? Der Film würde mich sehr interessieren, doch leider finde ich keine Möglichkeit dazu.

                                        Freundliche Grüße

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                                        • 7 .5

                                          Argentinien - Ein Netz aus Korruption

                                          Lange Zeit habe ich "In ihren Augen" vor mir hergeschoben, da ich wusste, dass diese ungewöhnliche Mischung aus Liebes- und Kriminalfilm kein Film sein wird, der sich nebenher schauen lässt. Dank meines Osterurlaubes habe ich nun endlich die Zeit gefunden, mir dieses Beinahe-Meisterwerk zu Gemüte zu führen.

                                          Der Gerichtsbeamte Esposito beschließt einen Roman über einen Mordfall zu schreiben, welchen ihn bis heute nicht losgelassen hat. Im Juni des Jahres 1974 wurde eine junge Frau namens Liliana Colotto von einem Unbekannten brutal vergewaltigt und ermordet. Aus diesem Grund trifft sich Esposito, 25 Jahre später, mit der Richterin und Harvard-Absolventin Irene Hastings, seiner ehemaligen großen Liebe, mit welcher er seiner Zeit an dem Fall gearbeitet hatte.

                                          Im Laufe des Filmes folgt der Zuschauer den beiden Beamten Esposito und Sandoval, großartig gespielt von RICARDO DARÌN und GUILLERMO FRANCELLA, welche an sich nicht wirklich interessante, aber dafür lebensnahe, und damit sympathische Charaktere darstellen. Zudem sorgt die Chemie zwischen diesen Figuren überraschenderweise für einige Lacher, was die sons eher melodramatische, wenn nicht sogar leich depressive Atmosphäre auflockert. Besonders Francella, hier ein Saufbold, bringt einiges an Humor in den Film. Auch die restlichen Darsteller spielen auf hohem Niveau, auch wenn manch einer an wenigen Stellen leicht am Overacting kratzt.
                                          Ebenfalls positiv zu erwähnen sind die geharnischten Dialoge. Nicht übertrieben philosophisch, aber auch nicht einfältig und stupide.
                                          Zudem ist der Soundtrack, gespielt und komponiert von FEDERICO JUSID und EMILIO KAUDERER, flapsig gesagt, Balsam für die Ohren.
                                          Kameratechnisch kann dieser Film kaum von einer Hollywood-Produktion unterschieden, was nicht zuletzt daran liegen mag, dass 20th Century Fox fleißig mitfinanziert hat.
                                          Jedoch finde ich, dass die Tatsache, dass der Handlungsverlauf nicht geradelinig ist, eher störend für den Film. Zwar habe ich kein Problem mit Filmen, die den üblichen Sehgewohnheiten des Publikums widersprechen und bei denen mehrmaliges Anschauen notwendig ist, doch in diesem Falle war der häufige und unvorhergesehene Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit eher frustrierend als nett anzusehen, da es den Erzählfluss, für mich zumindest, eher gestört hat. Zusätzlich wird die Handlung, so gut sie sein mag, an manchen, zum Glück wenigen, Stellen ein bisschen trocken erzählt, was für mich jedoch weitgehenst zu verschmerzen ist.

                                          Trotz alledem kann ich für diesen spannenden und hochpolitischen Kriminalstreifen jedem, der sich auf ruhiges und dialoglastiges Kino einlassen kann, eine Empfehlung aussprechen, da Spannung bei diesem Film nicht durch Action erzeugt wird.

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                                          • 3

                                            Was gibt uns Emmerichs erfolgreicher Invasionsfilm von 1996?
                                            Eine gute Handlung? - Nein.
                                            Charaktere mit Tiefgang? - Nein.
                                            Einen guten Soundtrack? - Nein.
                                            Ein gutes Drehbuch? - Wie zu erwarten nicht.

                                            Was bleibt, ist ein unnötig patriotischer Science-Fiction-Blockbuster, gespickt mit eindimensionalen Figuren, einer öden Handlung samt vorhersehbaren Handlungsverlauf und einen wie gewohnt schwach spielenden Will Smith als Steve Hiller, damit noch einmal mehr unterstrichen wird, dass die USA aus dem Zeitalter des Rassismus draußen sind. Man merkt deutlich, dass Emmerich versucht hat, sich bei den Amis beliebt zu machen, sodass ihm ein fester Platz in Hollywood gewährt sei. Da reißen auch die netten Trickmontagen nichts mehr heraus.
                                            Schade, dabei hat der "Deutsche Michael Bay" so gut angefangen.

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                                            • Die deutsche DVD ist heute auf Medimops nochmal aufgetaucht. War leider zu spät gewesen :/

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                                              • Guter Artikel, gerne mehr solche Rankings. Meine Liste sieht etwa so aus:
                                                1. Die Rache der Sith
                                                2. Die Rückkehr der Jedi-Ritter
                                                3. Eine neue Hoffnung
                                                4. Das Imperium schlägt zurück
                                                5. Karawane der Tapferen
                                                6. Die dunkle Bedrohung
                                                7. Angriff der Klonkrieger
                                                Die neusten Filme habe ich noch nicht gesehen, da sie mich nicht wirklich interessieren.
                                                "The Clone Wars" ist auch gut, aber eine Serie.

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                                                • 6 .5

                                                  Die wohlverdiente Offenbarung nach den zwei schwachen Vorgängern. Viele starke Momente (z.B. die Opern-Szene) und ist um einiges düsterer als von Star Wars gewohnt. Außerdem erhält General Grievous, mein Lieblingsantagonist, seinen einmaligen Auftritt, weshalb sein Charakter leider nicht vollends ausgenutzt wird. Zum Glück hat "Star Wars - The Clone Wars" diese Figur ausgebaut. Der große Anteil an CGI-Effekten stört mich an dieser Stelle nicht, da diese hochwertig sind und dabei helfen, sich in das Star Wars-Universum entführen zu lassen.

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                                                  • 6
                                                    über Shades

                                                    "Shades" ist ein sehr realitätsnaher Found Footage-Film, der ausnahmsweise mal nicht von Geistern, Dämonen etc. handelt. Die Handlung ist gut aufgebaut und beinhaltet sogar den einen oder anderen Twist am Ende, der dem Zuschauer einen wohligen Kloß im Hals hinterlässt. Die Schauspieler machen ihren Job ganz passabel und lassen uns mit den Figuren, deren Verhalten sogar überwiegen glaubhaft ist, mitfiebern, was ein großer Pluspunkt für den Film ist. Die Abwesenheit von Musik trägt ebenfalls dazu bei, dass der Zuschauer sozusagen "mittendrin" im Geschehen ist.
                                                    Leider wirkt der Film an manchen Stellen etwas übereilt, ist aber dafür nie wirklich in die Länge gezogen, lässt sich jedoch genug Zeit in die Geschichte einzusteigen. Leider fiel es mir schwer, gegen Ende manche Figuren auseinanderzuhalten, was jedoch für den Verlauf der Handlung nicht wirklich problematisch war. Schließlich wäre noch die wunderbare Location zu erwähnen. Der Geist von Los Angeles wurde in Venice, wo karge Wüstenlandschaft und hochtechnisierte Touristenmetropole Hand in Hand gehen, wunderbar eingefangen.
                                                    Insgesamt ein sehenswerter Found Footage-Film, der sich über dem Durchschnitt befindet.

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