Another Year
Another Year (2010), GB Laufzeit 129 Minuten, FSK 0, Drama, Komödie, Kinostart 27.01.2011
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529 Bewertungen
47 Kommentare
Keine
von Mike Leigh, mit Jim Broadbent und Lesley Manville
Um die Liebeswirren des Zweiten Frühlings geht es in Another Year von Mike Leigh. Mary (Lesley Manville) ist eine Frau in den Vierzigern, die nach einer verkorksten ersten Ehe endlich den Mann fürs Leben sucht. In der Zwischenzeit ist sie ständig zu Besuch bei Gerri (Ruth Sheen) und Tom (Jim Broadbent), die seit Jahrzehnten glücklich miteinander verheiratet sind. Tom versucht Mary mit seinem alten Jugendfreund Ken (Peter Wight) zu verkuppeln, aber Mary hat fatalerweise ein Auge auf Gerris und Toms Sohn Joe (Oliver Maltman) geworfen. Als dieser eines Tages mit einer Freundin auftaucht, reagiert Mary sehr ungehalten, was die Freundschaft zu Gerri und Tom stark strapaziert.
Zwei Jahre nach Happy-Go-Lucky bringt Mike Leigh mit Another Year eher eine betuliche Dramödie ins Kino. Another Year feierte seine Premiere bei den Filmfestspielen in Cannes 2010.
Hauptdarsteller Jim Broadbent hat einen Hang für verschrobene Gestalten literarischen Ursprungs. So spielte er den Lehrer Professor Horace Slughorn in Harry Potter und der Halbblutprinz, Fenoglio in Tintenherz und einen weiteren Professor in Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia. (EM)
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Cast & Crew
- Genre
- Drama, Komödie
- Ort
- England
- Handlung
- Alte Freunde, Altersunterschied, Beziehungschaos, Beziehungsprobleme, Depression, Ehemann-Ehefrau-Beziehung, Ehepaar, Freundin, Freundschaft, Gast, Hilfe, Kollege, Mann-Frau-Beziehung, Sekretärin
- Stimmung
- Berührend, Romantisch, Witzig
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Links zum Film Another Year
- Another Year: critic.de
- Another Year: film-zeit.de





















Kritiken (15) — Film: Another Year
Filmering: Filmering.at
Kommentar löschenMike Leigh ist mit Another Year ein ganz besonderer, magischer Film gelungen, der auf bittersüße Weise vom Leben und den Menschen erzählt. Ausgestattet mit fabelhaften Schauspielern und einer geerdeten, berührenden Geschichte gelingt es Mike Leigh einen gesunden Mittelwege zwischen Pessimismus und Optimismus zu finden. Another Year ist ein kraftvoller, einfacher Film über die Familie, Freunde und das Leben selbst. Sehr sehenswert.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenGerri (Ruth Sheen) und Tom (Jim Broadbent) sind seit Jahrzehnten ein harmonisches Paar. Auch im fortgeschrittenen Alter von Anfang sechzig hat sich ihre Ehe nicht abgelebt, sind sie noch glücklich miteinander und stolz auf ihren erwachsenen, ebenso in sich ruhenden Sohn Joe (Oliver Maltman). Privilegierte in einer vielfach unglücklichen Welt.
„Another Year“ ist aber nur auf den ersten Blick ein harmloser Wohlfühlfilm. Vielmehr zeichnet Regisseur Mike Leigh mit subtiler Tragikomik nach, wie schwierig es ist, trotz bestem Vorsatz Menschen, bei denen alles nicht so grade läuft, ein bisschen vom eigenen inneren Frieden abzugeben.
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P. Wellinski: Filmszene.de P. Wellinski: Filmszene.de
Kommentar löschenDie Jahreszeiten, die Leigh in wunderbar sehnsuchtsvolle Bilder packt, sind die wahren Rhythmusgeber dieser Geschichte. Erbarmungslos sind sie die Boten der vergehenden Zeit. Und dennoch ist dies ein helles und leichtfüßiges Werk. Ein intelligenter Film, der Hoffnung macht. Ein Film, der vom Alter und vom Altern erzählt ohne in Kitsch und Klischees zu verfallen. Das ist selten im Kino. Dafür muss man Leigh danken. Am besten mit einem Kinobesuch.
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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter
Kommentar löschen"Another Year" folgt sehr klassisch dem Lauf der Jahreszeiten [...] und verknüpft sie mit dem Lauf des Lebens, bei Mike Leigh eine notwendig tragikomische Sache. Sein Realismus besteht darin, die Wertung dem Zuschauer zu überlassen. [...] Braucht das Musterpaar die anderen, um sich besser zu fühlen? Und warum sind praktisch alle glücklichen Menschen im Film Psychologen? Mike Leigh ist selber einer, allerdings von der Sorte, die keine Ratschläge gibt, sondern den Leuten einfach nur zuschaut. [...] Auch wenn das manchmal weh tut, ist die Therapie bei Dr. Leigh noch immer ein großes Vergnügen. Im schlimmsten Fall lernt man sogar etwas über sich selbst.
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Claudia Nitsche: Radio Köln Claudia Nitsche: Radio Köln
Kommentar löschenIn den dreckigen, grauen Bildern der Londoner Vorstadt findet sich eine Menge Subtext, um sich Gedanken über das Dasein, dessen Sinn und mögliche Ziele zu machen. Mike Leigh braucht keine so drastischen Bilder mehr wie er sie beispielsweise 1993 in "Nackt" schuf. [...] Diesmal kehrt er einmal mehr mit brillanten Darstellern, die wie aus dem Leben gegriffen sind, zurück in seine Welt des Unglamourösen, ersetzt Optimismus durch Ruhe und Abgeklärtheit. Erstaunlich, dass er mit der Darstellung von ein bisschen stillem Glück etwas Neues schafft.
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Jens Hinrichsen: Film-Dienst.de Jens Hinrichsen: Film-Dienst.de
Kommentar löschenEinmal mehr hat Mike Leigh, der große Realist des Kinos, sein Ensemble auf das Abenteuer mitgenommen, die Handlung Szene für Szene erst beim Drehen zu entwickeln. Herausgekommen ist mit Another Year ein Film, so echt, dass man sich zu Tom und Gerri an den Gartentisch setzen möchte.
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Peter Travers: Rolling Stone Peter Travers: Rolling Stone
Kommentar löschenMike Leigh's Filme gehören alle zur gleichen Sorte. Sie sind schlaue Geschenke voll von Beobachtung, Humor und zerschlagener Menschlichkeit. Another Year ist einer der besten von ihnen. […] Alle Darsteller sind himmlisch, aber Lesley Manville strahlt am hellsten.
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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times
Kommentar löschenAnother Year zeigte mir Charaktere, die ich lieben kann, die mir Sorgen bereiten, mit denen ich mich identifizieren kann, die mich fassungslos machen. Ich sehe eine Menge Filme, in denen Charaktere keine Persönlichkeit haben, sondern nur Attribute. Ich mag zwar James Bond, aber ich frage euch: In welcher Art und Weise ist er wirklich menschlich? Jeder einzelne Charakter in Another Year ist menschlich, manche von ihnen sogar ein wenig zu sehr.
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Thilo Wydra : br-online Thilo Wydra : br-online
Kommentar löschen"Another Year" ist, ganz unpathetisch gesprochen, ein wunderbarer und zutiefst humanistischer Film.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenUnspektakulärer kann ein Film kaum sein. Weil jedoch die Figuren Tiefe erhalten und zudem von vorzüglichen Charakterdarstellern mit beiläufiger Mimik und großartig natürlichen Dialogen verkörpert werden, straft Mike Leigh das Vorurteil Lügen, dass ein alltägliches Sujet den Zuschauer nicht zu fesseln vermag.In blasses Licht getaucht, werden die typisch britisch erdigen Farben in der Winterepisode fast zu Schwarzweiß-Bildern. Die klassische Inszenierung nimmt hin und wieder einen kammerspielartigen Charakter an, der das Schauspieldrama verstärkt, wobei die Kamera von Dick Pope jede kleinste Geste, jeden beiläufigen Blick zurückhaltend einfängt. Diese Leichtigkeit in der Inszenierung erlaubt es Mike Leigh, teilweise beklemmende Themen wie Einsamkeit und Verlust mit einem optimistischen Blick anzusprechen. Durch den Kontrast mit dem schweren Stand ihrer Freunde und Verwandten tritt das kleine Glück von Tom und Gerri umso deutlicher zu Tage – ein Glück, das aus den kleinen Freuden des Alltags in der Familie und in der Arbeit, vor allem aber in der Zuwendung zu den Anderen besteht: Tom und Gerri erfahren Glück, indem sie das Leben anderer Menschen ein wenig glücklicher zu machen versuchen. Gegenüber den gängigen Filmen über dysfunktionale Familien mit kleineren oder größeren Verhaltensstörungen tut ein Film wie „Another Year“ gut, der eine intakte Familie, Menschen, die sich jahrzehntelang die Treue gehalten haben, in den Mittelpunkt stellt.
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Julian Bauer: Schnitt
Kommentar löschenDas Innehalten ist die große Kommentarebene, die Mike Leigh grandios beherrscht. Dabei spielt eine Art Realitätsstrategie Leighs eine bedeutende Rolle. Sie hat weniger damit zu tun, was er zeigt, sondern wie lange er es zeigt. Wo andere Regisseure schon längst weggeschnitten hätten, ist Leigh ausdauernder oder geduldiger. So als könnte sich in der jeweiligen Figur ein Moment des unbeobachteten Fühlens einstellen.
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alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenEnglische Bürger um die 60 – manche sind glücklich verheiratet und gärtnern in ihrer Freizeit, andere sind depressiv, schlaflos und chronisch unzufrieden. Für Mike Leigh, den Soziologen unter den Filmschaffenden, ist es die ideale Vorlage für seinen nächsten ethnographischen Ausflug in die Welt der Normalos. Diese wird von aufkommender Angst vor Einsamkeit im Alter und dysfunktionalen Beziehungen geprägt. Im Cannes-Beitrag 2010 „Another Year“ gelingt Leigh ein bedrückender Blick hinter die Fassade der gutbürgerlichen Gesellschaft. Die Botschaft ist deutlich: Das Leben und das Alter sind kein Zuckerschlecken. Leigh verkauft sich einmal mehr als Erzähler, der mit beiden Beinen auf dem Boden der nackten Tatsachen steht, quasi mitten im Leben. Eine ehrliche Haut. Das Problem ist aber, dass sich Leighs über zwei Stunden lange manchmal fiese Sozialkomödie aufgrund der uninteressanten Geschichte wie ein bereits jeglichen Geschmack verlorener, farbloser Kaugummi zieht. Trotzdem dürfte der Streifen, der von den tollen Darstellern zehrt, einen gewissen Wiedererkennungswert beim Zielpublikum erzielen. Das hysterisch überdrehte Lachen wird so mancher Menopause-Dame im Saal ihres Stamm-Arthouse-Kinos im Hals stecken bleiben.
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patcharisma Mon, 30 Apr 2012 21:19:35 -0000
Antwort löschenEin Dreck ist der Film... xD
Roland Meier : Outnow.ch Roland Meier : Outnow.ch
Kommentar löschenAnother Year ist Kleine-Leute-Kino mit Herz, dargestellt von einem Ensemble, das sich und den Regisseur bestens kennt und einander vertraut. Ein paar der Witze sind vielleicht etwas zu britisch geraten, aber im Grossen und Ganzen erkennt man die eine oder andere Szene aus dem eigenen Leben wieder. Wenig passiert, und trotzdem geht Another Year recht schnell vorbei. Wie das Leben so spielt halt.
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Lars-Olav Beier: Der Spiegel Lars-Olav Beier: Der Spiegel
Kommentar löschenLeigh lässt den Zuschauer tiefste Verzweiflung so eindringlich spüren, dass es schmerzt, und doch strahlt sein Film eine menschliche Wärme aus, von der man noch lange zehrt, nachdem man das Kino verlassen hat.
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Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel
Kommentar löschenMike Leigh schildert in „Another Year“ [...] genial anstrengungslos den Alltag einer Reihe alltäglicher Leute [...]. Ein bisschen erinnert „Another Year“ in seiner souveränen Beiläufigkeit an die Art, wie Eric Rohmer unzählige Male von ganz jungen Menschen erzählt hat. Nur dass es hier alte Leute sind, die jeden Tag am Lebenswebstuhl weiterweben.
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Kommentare (31) — Film: Another Year
VisitorQ Wed, 06 Mar 2013 19:16:00 -0000
Kommentar löschenWas für ein tolles Drama über Liebe, Leben und Einsamkeit. Reiht sich knapp hinter Lügen und Geheimnisse als mein liebster Mike Leigh Film ein.
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eisbaerdios Thu, 14 Feb 2013 00:17:37 -0000
Kommentar löschenHätte gerne mehr Punkte gegeben, aber ich konnte Mary zum Tode nicht ausstehen. Leider war sie ein wenig Dreh und Angelpunkt des Ganzen.
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VisitorQ Wed, 06 Mar 2013 19:20:04 -0000
Antwort löschenIch kann Dich absolut verstehen. Mary war sehr, sehr anstrengend und anfangs mochte ich sie auch nicht wirklich aber dann habe ich irgendwie gedacht "wow, die hat echt massive Probleme" und ihr Charakter ist so unfassbar genial einsam. Fand ich irgendwie... schön. :D
Cellmorbasg Fri, 11 Jan 2013 16:20:26 -0000
Kommentar löschenDialoge und Schauspielleistungen vom feinsten. Dazu ein Stück Leben mit seinen schönen und widrigen Seiten, von der Suche nach Zufriedenheit und Glück. "Life's not always kind." Umso störender das sonst nicht zu ihr passende schroffe Verhalten Gerris gegenüber Mary über einen längeren Zeitraum. Doch vermutlich muss das sogar so sein. Erst wenn der letzte Hafen keinen Ankerplatz mehr bietet, ist man gezwungen und frei loszusegeln.
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MikeC. Mon, 17 Sep 2012 20:57:39 -0000
Kommentar löschenEs ist offensichtlich, warum "Another Year" ein Liebling der Kritiker ist.
Ein Film, meilenweit entfernt vom Mainstream, mit einer gutmütigen, aber auch melancholischen Stimmung und tollen schauspielerischen Leistungen.
Man kann durchaus nachvollziehen, warum der Film gut ist. Oder viel mehr: Warum er gut sein sollte.
Für mich persönlich war die Geschichte, die sich quasi ausschließlich aus unangenehmen Alltagssituationen ergibt, viel zu langweilig. Es fiel mir sehr schwer, genug Motivation aufzubringen, um am Ball zu bleiben.
Mein Kopf schreit 8.5, mein Bauch knurrt 4.5.
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Amadis Mon, 27 Aug 2012 19:36:54 -0000
Kommentar löschenEine wunderbare kleine Filmperle. Ich mag Filme in denen einem nicht alles vorgekaut und auf dem Silbertablett serviert wird.
Der Streifen besticht aber nicht zur durch ein exzellentes Drehbuch sondern auch durch wirklich gute Dialoge - Wobei das nicht gesagte mindestens ebenso gewichtig ist, wie das Ausgesprochene.
Was einen dann endgültig umhaut, ist die schauspielerische Leistung, die ich schlicht als genial bezeichnen würde.
Wahrlich kein leichter Film für zwischendurch, sondern einer, der den Zuschauer fordert und der sich auch nach dem Ende im Kopf weiterdreht.
Fazit: genialer Streifen für Liebhaber des gepflegten Dialogfilmes - Für Hollywood-Junkies jedoch vollständig ungeeignet...
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Weltenkind Mon, 27 Aug 2012 20:12:20 -0000
Antwort löschenDann nimm Dir doch bitte noch andere Filme von Mike Leigh vor, die Stärken die Du bei ANOTHER YEAR festgestellt hast, wirst Du in anderen Filmen von ihm noch deutlich besser erkennen.
Amadis Mon, 27 Aug 2012 20:37:18 -0000
Antwort löschenDas werde ich auf jeden Fall machen!
Markbln Sun, 29 Apr 2012 13:24:34 -0000
Kommentar löschenEine Journalistenfreundin hat mal zu mir gesagt: "Man merkt bei bestimmten Filmen während der Pressevorführung ganz genau, wie eine kollektive Meinung ensteht. Nach der Vorstellung kannst du allein in den Gesichter lesen, ob der Film verrissen oder bejubelt wird"
Das hat mir gefallen und ist offensichtlich genauso gewesen bei Mike Leighs letztem Film.
Der Film ist grauenhafte Langweile, die Story völlig uninteressant und lediglich ok gespielt. Der Jubel der Presse ist absolut überzogen. "Another year" - ein typischer Kritikerdarling.
Das kann Leigh viel besser, siehe "Lügen & Geheimnisse".
PS: Ich hoffe, Gerri-Darstellerin Ruth Green geht für ihr Honorar mal zu einem Kieferorthopäden. Ist wirklich nicht schön, der zuzugucken.
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patcharisma Sun, 29 Apr 2012 20:11:48 -0000
Antwort löschenxD
danjac Thu, 02 Feb 2012 00:25:20 -0000
Kommentar löschenein Auszug aus dem Leben mit all seinen Höhen uns Tiefen ohne überzeichnet zu sein.
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Sozionaut Sun, 06 Nov 2011 09:02:15 -0000
Kommentar löschenWie oft sehen wir durch die Einsamkeit und Schmerzen des anderen hindurch. Ein Film wie ein stummer Schrei!
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patcharisma Sat, 05 Nov 2011 20:13:51 -0000
Kommentar löschenWas man dem angepasst-konformen Indie-Film "Another Year" wenigstens zugestehen muss, ist seine grosse (Langweil-)Authentizität - denn so wie hier geht es wohl in tausenden britischen Familien zu und her (ich erlebte das damals selbst oft genug bei meinem langen Aufenthalt in Edinburgh): Wer ein schönes Haus hat, bei dem fahren immer wieder nervige Gäste ein und so wird mit belanglosen Nettigkeiten endlos und ohne Tiefe in bester blasierter Insel-Tradition gelabbert und die tödlichen Abende mit einigen verhaltenen Spässchen (zum Beispiel gegen Homosexuelle) "aufgefrischt". Erst wenn mal genug Alk im Blut ist, kommt es (falls man Glück hat) dann und wann mal zu einer erlösenden Peinlichkeit eines (neurotischen) Besuchers. Dann wenn die alle (endlich mal) gegangen sind, nimmt die gegenseitige Heuchelei ihr Ende und es darf (etwas) geschnödet werden. Zu Beginn sieht man hier als böses Omen die schreckliche Imelda Staunton (die einem schon unauslöschlich als ober-moralinsaure Abtreibungs-Tante "Vera Drake" Alpträume bereitet hat), die eine psychosomatische Unterschichts-Patientin in der ambulanten Behandlung spielt. Ihre Geschichte wird aus drehbuchtechnischer Laschheit nicht vertieft - und statt dass der armen Frau gleich ein Dauerrezept gegen ihre unergründlichen Schlafstörungen gegeben wird, verdonnert die hochschwangere Whoopi Goldberg-Ärztin sie zu vergeblichen Psycho-Gesprächen. Anstatt nun diesen Faden aufzunehmen, zoomt Regisseur Mike Leigh lieber grad direkt zum Spiesser-Paar "Tom und Gerri" (witzig, witzig, das Wortspiel!), also zu den Alltags-Geschehnissen der staatlichen Amateur-Psychologin von Imelda. Die zwei Long-Term-Verheirateten tun, was langweilige Leute so tun: Sie lesen im Bett, beackern einen Schrebergarten, spielen an sonnigen Tagen unbeholfen Golf oder Crickett, trinken kontrolliert Wein, geben sich formal grossherzig - und haben eben immer viel Besuch in der guten Stube. Ausser den paar wenigen Ausfällen von einigen altersfrustrierten Alleinstehenden, passiert in den geschlagenen 2 Stunden dieses langatmigen und erkenntnislosen Alltags-Drämödchens wirklich rein gar nichts: Die endlosen und ausufernden Dialoge führen nirgendwo hin, etwelche Dramatik wird gleich im Keim erstickt und der (Tragik-)Humor ist nix weiter als ein laues Lüftchen. Grau und eintönig wie der englische Himmel schleppt man sich hier als Zuschauer von (Improvisations-)Szene zu Szene. Und wie hochpoetisch, das alles in vier (unatmosphärische) Jahreszeiten zu verpacken! Dass auch ja kein Übermut entsteht, dafür sorgt die eingestreute Drög-Kammermusik, die die Seriosität des Ganzen immer schön unterstreicht. Ja, "Another Year" ist für mich so richtiges Kino von alten Menschen für alte Menschen, das als Fazit (für nicht grad Parallel-Schicksals-Beteiligte, wie Frisch-Witwer oder Co-Alkis) weder gross schmerzt und schon gar nicht rührt.
Nur die Moral des Mike Leigh bleibt einem irgendwann im Hals stecken: Glücklich-Sein im Alter geht eigentlich nur für solche, die im Hafen der (monogamen) Ehe gelandet sind. Ja, und das vermeintliche Baby-Glück bei den jüngeren Gesellschafts-Angepassten (die erst noch aus politisch korrekten Gründen so richtig integrierte Black People sind), ist noch ganz viel erhabener! Und sogenannte (voller Stigmata gekennzeichneten) "Losers" bleiben bei Mike eh auf ewig Losers. Mir wird gleich schlecht...
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Markbln Mon, 30 Apr 2012 09:07:53 -0000
Antwort löschenDas ist wirklich eine köstlicher Kommentar, besonders der erste Teil der Beschreibung englischer Wirklichkeiten. Ich kenne das genauso bei meinen englischen Freunden. Bingo!
Alle 3 Antworten zeigen
patcharisma Mon, 30 Apr 2012 21:14:55 -0000
Antwort löschenMerci, lieber Markbin! ;-)
Markbln Tue, 01 May 2012 08:10:26 -0000
Antwort löschenDas ist ein "L" in meinem nick, lieber Patcharisma ;-)
slangbanger! Thu, 27 Oct 2011 10:14:28 -0000
Kommentar löschenBei Mike Leigh's ANOTHER YEAR spielt die Gemütsverfassung des Zuschauers wahrscheinlich eine bedeutende Rolle. Ein unglaublich authentisches Werk, dass sich tiefgründig mit dem Thema Glück und dessen Gegenstück befasst. Die Authentizität ist den grandiosen Darstellern, allen voran Lesley Manville, zu verdanken. Doch wer sich auf ANOTHER YEAR einlassen will, der sei gewarnt: Es wird geredet. Es wird viel geredet.
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spanky Tue, 04 Oct 2011 09:59:36 -0000
Kommentar löschenSowohl Charaktere als auch die teils ermüdenden Dialoge sind professionell bis aufs Itüpfelchen ausgearbeitet und bilden eine über ein Jahr gestreckte atmosphärisch ultradichte Episode im Leben einiger Großstädter, deren Schicksale sich im Umfeld von Tom und Gerri (sic!) kreuzen. Die Manville als abgehalfterte Mary ist auf der einen Seite so gut in dieser Rolle, aber eben auch genau so nervig. Leider muss ihre Rolle wohl so sein, aber die weinerlichen Jammertiraden ließen meinen Finger dann doch mehr über dem Ausschalter schweben.
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Benni-THE-KING Sun, 10 Jul 2011 17:28:36 -0000
Kommentar löschenlustig und doch so traurig.
Grandiose Schauspieler die man fast alle irgendwoher kennt, die einem aber noch nie so aufgefallen sind.
Wirklich ein guter Film.
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zaphodis Sat, 25 Jun 2011 11:20:19 -0000
Kommentar löschenPhänomenale Schauspieler mit ausnehmend sehr guten Leistungen bei einem sehr ruhigen und aufdringlichen Drehbuch, das vom Leben selbst geschrieben zu sein scheint. Ohne Spannungsmomente erzählt der Film vom Älterwerden mit all seinen Facetten.
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zaphodis Sat, 25 Jun 2011 15:06:14 -0000
Antwort löschenGemeint war "unaufdringlichen Drehbuch" - sorry für den Tippfehler
Tuvok Sun, 15 May 2011 11:37:45 -0000
Kommentar löschenEnglische Filme gefallen mir, der Film der eigentlich ne Komödie sein sollte, ist eigentlich in Wirklichkeit in Drama. Hier spielt eine gute Schauspielerin mit, Also ist der Film gut denke ich. Lesley Manville die 1956 in Brighton geboren wurde, mehr als 65 Filme am Konto hat, und hier in dem Film der in 4 Kapitel unterteilt ist, eine verrückte nette schrullige süße, einfache, tollpatschige, torschlußpanikhabende, komische Mary spielt.
Vielleicht kennen einige sie von der Serie „Cranford“ die so typisch wie die alten BBC Serien halt sind, so ne Literaturverfilmung, ne echt gute Sache, doch hier ist sie ein anderer Mensch im Film. TOM und GERRI ist in dem Film ein Ehepaar und eigentlich die, was den Film anführen, Also die Hauptdarsteller. Ich weiß zwar nicht wieso in England Frauen Gerri heißen aber hier heißen Hunde so.
Sie sagt übrigens immer Tscherry, ja halt ausgesprochen, das klingt ja im 1. Moment wie Jerry, ohne TOM dem Kater halt. Also TOM, ja genau, die 2 Typen sind um die 60. Sie ist so was wie ne Psychologin, und hat einen Sohn namens JOE der 30 Jahre ist.
Und da wird es eigentlich recht witzig im Film, MARY hat damals mit 20 geheiratet aber den falschen, dann den richtigen mit 30, der sie verlassen hat und nun ist sie alleine und trifft auf JOE. Sie spielt irgendwie die tollpatschige alleingelassene vom Leben benachteiligte Frau, die auch gerne Mal einen über den Durst trinkt und sich so sehr nach Liebe und Aufmerksamkeit sehnt aber trotzdem nicht bereit ist alles zu tun was ein Mann von Ihr verlangt.
Ich Glaube in London Leben die oder so, ja keine Ahnung, Joe ist jedenfalls Rechtsanwalt, ja ein netter Kerl, der hat Mal mit Mary als sie klein waren in einem Baumhaus gespielt oder so, keine Ahnung aber da war so ne Szenen mit einem Häuschen oder Holzhütte, oder so was ähnlichen, genau weiß ich das nicht mehr, denn oft sind englische Filme anspruchsvoll und ich muss mich da so viel konzentrieren und das geht schwer wenn man gerade Pistazien aufmacht, und dauernd auf die Schale beißt, Also muss man genau dazwischen in die Schale beißen und dann die Nuss rausholen.
Also TOM und GERRI Leben in einem Schrebergarten und sind einfach so nette Leute, man kommt zu Ihnen und lässt sich trösten, natürlich nicht alle, weil der Film ist mehr einer der sich um Mary dreht und um die 2, dann sind die 2 dauernd oft in so einem süßen einfachen Clinch der nie ausartet, ja 2 glückliche Leute die lange verheiratet sind, und ein bisschen weiser sind als viele andere Ehepaare.
Man merkt richtig dass die Leute hier im Film Spaß am Dreh hatten und das nicht nur wegen dem Geld machten, was nicht heißt dass der Film so super ist, nein das heißt es nicht, sage ich gleich im Voraus, aber ich mag den Film irgendwie, ja MARY ist ja 53 Jahre alt oder so, keine Ahnung, 56 ist sie ja in echt, Vielleicht ist sie auch 56 Jahre im Film, keine Ahnung, jedenfalls ist sie sehr einsam. Und sie hat ein Ziel, einen Mann zu finden und der ist natürlich der Joe, sonst wäre es ja kein Film.
Nur ist hier nicht ersichtlich, ob sie ihn kriegt oder nicht. Ja irgendwie ist dass bei den englischen Filmen gut gemacht, man weiß oft nicht, kriegt der eine die andere oder nicht. Was auch ein Problem ist von Mary, sie ist alkoholsüchtig irgendwie, sie hat irgendwie immer eine Flasche in der Nähe, weil bei vielen Szenen die nett gestaltet sind im Film, nein wirklich, so richtig Sonntag Nachmittag Verregnet romantisch, ja da ist sie oft leicht angesoffen aber nicht arg, nicht brutal, nicht irgendwie ausfallend oder ordinär, nein irgendwie reagiert sie immer so richtig nett, und so richtig einsam.
Und ich muss sagen sie spielt die Rolle gut, sie hat Spaß an der Rolle und sie ist im Film eine die dauernd zu Gerri kommt und eine die mit Ihrer Arbeit Probleme hat, und irgendwann wird das aber nervig, Also wenn da eine dauernd zu dir kommt, Also so einfach ist das nicht, da müsste man ja ein Asyl für alleinstehende Frau eröffnen, so eine Art Hundeasyl.
Dann gibt es noch im Film den KEN, der ist auch so um die 50, hat 120 Kg, ist alleine, frisst zu viel, ist auch ein Süchtiger wie Mary, und fühlt sich zu Ihr hingezogen da sie auch einsam ist wie er und auch süchtig nach irgendwas und er ist der Freund von Joe und irgendwie meint Joe und TOM dass der Ken gut zur Mary passt, ja dass klappt aber nicht weil Mary ihn nicht will.
Irgendwann hat Joe eine Freundin KATIE, übrigens TOM wird ja gespielt von Jim Broadbent der im Halbblutprinz Harry Potter mit spielt, ja dass ist ein Wiedersehen, dachte ja schon he den kenn ich, die ganze Zeit denke ich, he der Mann mit dem Bart, aber meine Alte hat ein Gutes Gesichtsgedächtnis und meinte der hat doch mit Harry Potter gespielt und am Ende fiel es mir ein, ja beim Abspann bei den Namen.
Also MARY ist dann irgendwie eifersüchtig auf KATIE eh klar, sie will JOE Also macht sie KATIE bei GERRY schlecht. Und GERRI ist natürlich sauer auf MARY, Also da gibt es keine Möglichkeit mehr das zu kitten, nicht einfach sage ich.
Dann hat TOM ja noch einen Bruder, RONNIE heißt der, dessen Frau stirbt, und der Bruder RONNIE ist leider nicht zum Begräbnis zurecht gekommen ja das gibt Ärger und TOM und GERRI sind natürlich beim Bruder RONNIE, TOM ist sehr bestürzt aber nicht so sehr, RONNIE auch aber irgendwie wundert mich dass, das manche Menschen die wem gerne haben so schnell wieder am Damm sind, während andere zu triefst betrübt Monatelange leide.
TOM will dass RONNIE nach London zu Ihnen kommt und bei Ihnen einzieht. 3 Monate ist es jetzt her dass MARY nicht gekommen ist und nun lernt sie RONNIE kennen.
Und irgendwie wünscht man sich das hoffentlich ein Happy End kommt, aber das ist halt nicht immer einfach im Leben und auch wenn ich den Film nicht absolut super finde, ich mochte ihn, er gefiel mir, er hat Spaß gemacht irgendwie, er hat meine Holde zum Weinen gebracht und mich zum Sie trösten. Und ich habe 1 Kg Pistazien verfuttert, die mussten eh weg.
Der Film ist teils etwas zynisch geworden und das hat glaube ich einen guten Grund gehabt, was der Regisseur Mike Leigh damit sagen wollte ist mir eigentlich egal, es ist ein Film zum sich unterhalten, aber nur etwas, weil er einfach traurig und deprimiert ist, ja ich schaue mir solche Filme nicht so gerne an, außer sie sind neu, weil ja Deprimiert ist eh das ganze Scheiß Leben.
Bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2010 hat der Film eine Oscarnominierung gewonnen für sein Drehbuch, Lesley als Mary wurde mit dem National Board of Review, ja so ein unwichtiger Englischer Preis, ein kleiner halt aber immerhin und er war sehr beliebt.
Was mir im Film gut gefallen hat ist dass TOM und Gerri so sanft sind, so einfach sind, so nett sind und sich so gut ergänzen das fand ich echt gut. Nun in der Film kann man sich eigentlich schon wohlfühlen aber er ist meiner Meinung nach dafür zu traurig, irgendwie endet alles realistisch und macht keinen Spaß und obwohl der Film einen Sinn hat, kann ich ihn auch empfehlen aber er hat mir nicht so sehr gefallen.
Es ist eher ein Kunstfilm, oder ein Film für Leute die auf anspruchsvolle Filme stehen, das auf alle Fälle, und er ist eigentlich nie ausfällig oder überlustig, vieles ist nur angedeutet, und das ist auch gut so, der Augenmerk des Filmes liegt auf den Gefühlsbetonten Ebenen zwischenmenschlicher Eigenheiten und dass ist auch etwas das Engländer gut können.
Ich habe mich zwar nicht so super unterhalten er war irgendwie langweilig, aber wenn man schon einen Film geschenkt bekommt ja dann sieht man ihn sich an.
68 von 100 Punkten.
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patcharisma Sat, 05 Nov 2011 20:30:05 -0000
Antwort löschenxDD
Dachsman Mon, 18 Apr 2011 23:39:16 -0000
Kommentar löschen"Another Year" als Film übers Alter werden zu bezeichnen würde, auch auf Grund des Titels, zwar nahe liegen, aber auch viel zu kurz greifen. Vorallem zeigt der Film wie schwer es ist zu helfen. Wie leicht man falsche Hoffnungen schürt. Wie viel Schaden man anrichten kann. Das es Geduld, Rücksichtsnahme und Verständnis erfordert.
Irgendwo zwischen tragischem Pessimismus und heiter-leichtem Optimismus, zwischen tief Menschlichem und deutlich Klischeehaften, zeigt uns Leigh ein Jahr, ein Leben in purem Glück, einige mit vielen Schicksalsschlägen.
Und die Darsteller und der Soundtrack sind auch gut.
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patcharisma Sat, 05 Nov 2011 22:31:02 -0000
Antwort löschenAlso, ich fand diesen Film unglaublich trostlos... Never mind! ;-)
brigerbaerger Sun, 17 Apr 2011 15:11:43 -0000
Kommentar löschenAnother Year ist mal pessimistisch und sehr oft optimistisch...ein sehr ruhiger, humorvoller und auch trauriger Film. Eben wie das Leben. Schön fand ich die Analogie mit den 4 Jahreszeiten: man muss im Winter oder früh im Frühling bei Sauwetter etwas säen, dies dann den Sommer hindurch pflegen, um es dann im Herbst (des Lebens) ernten zu können. Das ältere Ehepaar im Film hat das gemacht und kann nun mit 60 diese (leckeren, süssen) "Früchte" ernten, im Gegensatz zu einigen Personen in ihrem Umfeld, die das Säen im Frühjahr verpasst haben und nun im Herbst mit leeren "Körben" dastehen...
Den Abzug gabs für die doch öfters mal sehr stark überzeichneten Charaktere - war für mich etwas zu viel des Guten...
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leblos Wed, 06 Apr 2011 19:23:25 -0000
Kommentar löschenHm, sicher sehr gut gespielt und bestimmt gut gemeint, aber mir wurde das ganze Gerede irgendwann zu langatmig. Schade, denn eigentlich mag ich dialoglastige Filme.
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vuvuzela Tue, 22 Mar 2011 00:32:45 -0000
Kommentar löschenwie einfach es doch ist glücklich zu sein wenn man einen Partner und eine Familie hat. dagegen wirken die Singles gnadenlos labil und einsame. Ich hätte nicht gedacht das mich der Alltag von einem 60 Jährigen Ehepaar so fesseln kann, auch wenn das Ende mich ein wenig enttäuscht hat.
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PhilUK Tue, 15 Mar 2011 17:01:17 -0000
Kommentar löschenEin schöner, bittersüßer, sanfter aber bewegender Film. Super Besetzung (booyah Imelda Staunton), gute Regie und die obligatorische Brian Clough Erwähnung.
Die Kernfamilie ist aber so fürchterlich glücklich und selbstzufrieden dass ich mich fast übergeben hab, eine Lage nur verschlimmert mit der Eintritt der ekligen, Crystal Palace liebende Schwiegertochter. Wenn ich was nicht leiden kann, es ist Nordengländer die nach London umziehen und werden fröhliche, Tory-wählende, Arrabiata kochende, getrocknete Tomaten fressende, nicht rauchende Mimosen. Ekelhaft.
Den stinkende Haufen von Schweinehunden wird aber gerettet von ihrer Familie und Freunden Mary, Ken und Ronnie. Die sind verzweifelt, unglücklich und verängstigt, genau wie Menschen eigentlich sind. Ich versteh warum sie niedisch sind, auf dem Komfort in dem Tom & Gerri leben, aber genau diese Sehnsucht macht sie zu menschlichen und berührende Figuren. Mit diesen gegensätzlichen Figuren bringt Leigh die Kluft zwischen London und alles außer London in Frage. Für mich, ist London halt London, und England ist England, die sind zwei unterschiedliche Sachen.
Das Drehbuch ist ein Meisterwerk von "Aye, go on then"s and "Nah, y'alright"s, aber das Tüpfelchen auf dem i ist ein Satz von Reggie, gefragt ob er The Beatles gut fand: "Yeah, they were alright".
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8martin Thu, 03 Mar 2011 09:30:44 -0000
Kommentar löschenMike Leigh hat den Film in die vier Jahresezeiten unterteilt. Die ersten drei sind recht amüsant und auch von der Atmosphäre her bilden sie eine Einheit. Nur hinter der Fassade schimmert immer mal wieder der menschliche Abgrund durch. Erst im Winter geht’s ans Sterben. Hier vertieft der Film all das, was vorher nur angedeutet wurde. Im Zentrum steht ein älteres Ehepaar (überzeugend Ruth Sheen und Jim Broadbent), die auch noch Tom und Gerri heißen. Sie sind nicht nur der ruhende sonders auch der Gegenpol zu all den kaputten Freunden und Verwandten um sie herum. Das sind ältere, einsame Singles, die wohl wegen ihren hochgesteckten Erwartungen, der eigenen Unfähgikeit und fehlender sozialer Kompetenz so ein Leben führen. Letztendlich ist es auch eine Auseinandersetzung mit dem Alter. Tom und Gerri gestalten es als einzige bewusst liebevoll. Sie sind sich ihrer Endlichkeit bewusst. Es gibt noch Platz für den Sohn, seine Freundin, Toms Bruder. Sie sind auch für andere da, deren Probleme können sie aber nicht lösen. Stilsicher rahmt Leigh das Gesellschaftbild ein mit einer depressiven Frau (stark Imelda Staunton) und einem fast autistischen alten Zombie. Meistens ernst, im Grunde ernüchternd und zutiefst beeindruckend.
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patcharisma Sun, 06 Nov 2011 02:29:20 -0000
Antwort löschenMartin hat gesprochen!