Away We Go - Auf nach Irgendwo

Away We Go , GB, US 2009

Community:

7.4

Sehenswert

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Kritiker: 7.8

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Genre
Road Movie, Liebesfilm
Zielgruppen
Pärchenfilm
Inhalt

Burt und Verona erwarten ein Baby. Als Burts Eltern ihnen verkünden, dass sie nach Belgien umziehen werden, fühlt sich das Paar entwurzelt und begibt sich auf eine Reise quer durch die USA, um den Platz zu finden, an dem sie leben möchten. Dabei treffen sie alte Freunde und Verwandte - und erhalten jede Menge Eindrücke über Liebe, Elternschaft und Glücklichsein.

Cast
John Krasinski, Maya Rudolph, Carmen Ejogo, Catherine O'Hara, Jeff Daniels, Allison Janney, Jim Gaffigan Mehr
Regisseure
Sam Mendes
Autoren
Dave Eggers, Vendela Vida
Laufzeit
98 Minuten

Über diesen Film

Regisseur Sam Mendes ist in Hollywood kein Unbekannter: 2000 gewann er den Oscar für seine herausragende Leistung bei American Beauty.

Handlung

Burt Farlander (Jake Gyllenhaal) und Verona De Tessant (Maya Rudolph) sind beide … Mehr

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Kritiker — Sehenswert 7.8

Der Film Away We Go - Auf nach Irgendwo wurde von 17 Kritikern bewertet.

Khitos: Kälte Reich

8.0Ausgezeichnet

Away We Go zelebriert die naive Liebe, die zwischen einem einfachen Mann und einer Frau existieren kann. Auf der Reise ins Nirgendwo begleitet man ein Paar, das im ersten Augenblick nicht wirklich harmoniert, charakterlich, aber auch optisch. Im Zuge des Films wird man aber erkennen müssen, dass der erste Eindruck sehr falsch war, sehr, sehr falsch. John Krasinski und Maya Rudolph sind ein wunderbares Paar, der Eine, ein naiver Kauz, der an die unsterbliche Liebe glaubt und die andere, die auf dem Boden bleibt, rational ist und an Morgen denkt, an das kommende Baby. Es wird einiges geweint, aber das meiste aufgrund des Humors. Die Hippie-Sequenz mit Maggie Gyllenhaal ist mir etwas zu überdreht gewesen, aber der Rest funktioniert auf eine einfühlsame, ehrliche, liebenswerte Art und Weise.

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fko: filmsprung.ch

9.0Herausragend

«Away We Go» ist eine teilweise irrwitzige, dann wieder sehr berührende Tragikomödie, die herzhaft lachen lässt.

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Corsovilla: SchönerDenken

9.5Herausragend

In der Wahl seiner Eltern kann man nicht vorsichtig genug sein, das wusste schon Paul Watzlawick. Es ist eine ganz einfache, kleine Geschichte. Eine Frau (schwanger), ein Mann (niedlich) und eine Reise durch Nordamerika, eine Reise zu verschiedenen Familien. “American Beauty”-Regisseur Sam Mendes macht aus dieser Geschichte einen wunderbaren ruhigen, klugen, warmherzigen und sehr witzigen Film. Wunderbare Dialoge, wunderbare Bilder, wunderbar passende Musik und zwei wunderbare Darsteller: John Krasinski und Maya Rudolph als etwas chaotisches Paar aus der liberalen Ecke Amerikas, das an sich selbst zweifelt und auf der Suche nach einer neuen Heimat noch viel mehr findet. Familienangelegenheiten verlangen vor allem: starke Nerven. Und in diesem Film auch starke Lachmuskeln. Reingehen! [mehr im Podcast]

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Alle Kritiken (15)


Kommentare — Sehenswert 7.4

Der Film Away We Go - Auf nach Irgendwo wurde von 321 Mitgliedern bewertet.

nurleben

Bewertung10.0Lieblingsfilm

Zugegeben, ich hatte mittendrin so meine Zweifel, ob mir der Film letztendlich gefallen wird, aber die sind ganz schnell weggeflutscht :).

Endlich mal ein vollherziges echtes warmes intensives romantisches Happy End, das mich dauergrinsend und beglückt, den Abspann mitsummend entlässt :) :) :).

Für herzhafte Lacher war auch reichlich gesorgt, ich sag nur Kinderwagen, LOOOOOOOL! Bullshit-Bashing vom Feinsten :D:D:D

Anna, Kris und insbesondere Amalthea haben eigentlich schon alles gesagt.

Ignoriert das Gemoser von Filmspotting (wegen deren vernichtender Kritik ich den Film so lange aus dem Weg gegangen bin) und Co. und freut euch auf einen angenehmen Filmabend, den ihr gewärmt verlassen werdet :).

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten

nurleben

Dein Kommentar hat mir auch äußerst gut gefallen, ich hab oben halt nur die Top 3 aufgelistet ;). Deine kommt gleich danach :D :).


Amalthea

Oh Mann, ich krieg ja rote Ohren ;-)


Sonse

Bewertung7.0Sehenswert

Gleichungen dieser Art verkürzen zu meist, doch widerstehen kann man ihnen nur schwer: Away We Go = Flirting with Disaster + Broken Flowers. Ein lustiger und melancholischer Road-Trip mit Baby, bei dem die Hauptfiguren alten Bekannten und skurrilen Gestalten begegnen.

Mendes gönnt man nach seinen kalten Zynismusfesten und Beziehungsschlachtfeldern mal einen leichteren, entspannteren, warmherzigeren Film. Allein schon für diese Veränderung möchte man "Away We Go" mögen. Dafür hier mal ein sich liebendes Paar in einer funktionierenden Beziehung zu sehen, dem Drehbuch, dem ich einen gewissen Humor und Charme nicht absprechen kann, und allen voran den beiden Hauptdarstellern sei dank, ist der Film sehenswert. Krasinski gibt ohne größere Anstrengung den liebenswerten Chaoten, doch vor allem Maya Rudolph ist wunderbar und verleiht allem eine "ruhige Erdung", sobald sie im Bild ist.

Man mag die beiden so gern, dass man bereit ist über die zahlreichen Probleme hinwegzusehen. Fast. Es ist einfach bedauerlich, dass Nichts auf der Leinwand der Wärme der beiden Hauptfiguren gleichkommt, nichts zusammen passen will. Ihre Motivation ist verständlich, ihre einzelnen Entscheidungen, durch die sie zum vorhersehbaren Ende gelangen, sind es nicht. Die Besonderheit der beiden wird durch die Karikaturen, denen sie auf ihrer Suche nach "Home Sweet Home" begegnen, nur herausgestellt, von einem Ausgleich kann nicht die Rede sein. Das widerspricht auch direkt Veronas Frage zu Anfang, die den Stein quasi ins Rollen bringt: "Burt, are we fuck-ups?" Nö, seid ihr nicht. So'n Quatsch. Keinen Moment macht die Reise der beiden Sinn, wenn man mit ansieht wie sie Menschen besuchen, die sie angeblich sehr gut kennen, mit denen sie befreundet sind oder waren. Denn diese haben mit Verona und Burt außer erfolgter Fortpflanzung bzw. Kindern im Haus, nichts gemein. Wenn sie diese Menschen kennen, warum haben sie sie überhaupt besucht? Allison Janneys Familie ist ein reich gedeckter Tisch in Sachen Dysfunktionalität und sie schießt unter ihnen den Vogel ab. Ernsthaft, was will Verona da? Ebenso hat sich Burts alte Freundin, in deren Rolle sich Maggie Gyllenhaal austobt, sicher nicht von einem Moment zum anderen in eine durchgeknallte New Age-Seepferdchen-Erdmutter verwandelt (Bis hierhin hat man übrigens alles Wesentliche bereits im Trailer gesehen). Die bizarrsten Personen besuchen die beiden zuerst und man fragt sich: Habt ihr keine anderen Freunde? Die weiteren Bekannten sind weniger schrill, aber kaum realer. Was war das mit dieser Adoptionsfamilie? Ein misslungener Jolie/Pitt-Gag? Beide lernen wie und wo sie nicht leben wollen und kommen zu dem Schluss sich nicht mit dem Kind gegenseitig im Stich zu lassen. Wow. Welch' bahnbrechende Erkenntnis! Und *wenn das jemand hier wirklich so sieht: Spoiler!* sie wissen die ganze Zeit über von den mehr oder weniger zur Verfügung stehenden Häusern ihrer Eltern und denken erst als letzte Möglichkeit daran, wie schön zumindest das eine doch wäre... WTF!? Spätestens zu dem Zeitpunkt will man die penetrante und viel zu häufig, auch in stillen Momenten, zum Einsatz kommende musikalische Untermalung von Alexi Murdoch nicht mehr hören: Please, shut up, just for ten seconds... pretty pleeeease!

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 6 Antworten

alanger

Sonse, das klingt schlimm, aber doch 7 punkte für einen nach folter tönenden film?


nurleben

Sonse, genieß den Film einfach, das ist keine Sozialstudie und sicher nicht hyperrealistisch gemeint :P ;).
Wer sagt denn, dass Figuren in Geschichten nicht überzeichnet sein dürfen :P?
Sie auch: http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/MST3KMantra :D


keddschabb

Bewertung6.5Ganz gut

Vielleicht wird das bei Dave Eggers immer so sein - da gibt's eine gute Idee und ein paar sympathische Figuren, aber leider werden sie zur Belanglosigkeit hin abgewickelt. Dabei sind die Hauptfiguren mit ihren teilweise angetackerten Jacken so liebenswert wie stylish und die Episode mit Jim Gaffigan, Allison Janney und ihren verkorksten Kindern beim Hunderennen in Phoenix ist ganzganzganz großartig, wie auch die mit Maggie Gyllenhall als radikal-weltfremde Elfenbeinturmbewohnerin von der UW-Madison, die mir eigene Kindheitstraumata aufarbeiten half.
Aber bittschön: Wenn man Alexi Murdochs Lagerfeuergeklampfe nicht ausstehen kann, wenn man nicht versteht, weshalb diese doch eigentlich ganz netten Menschen einen hochwertigen MacLaren-Stroller für 300$ auf der Veranda von durchgeknallten Menschen, die ihn garantiert vernichten werden, stehen lassen, anstatt ihn für ein paar Dollar extra mit auf den Flug nach Toronto nehmen (...oder nicht? Immerhin werden sie doch selbst bald ein Kind bekommen!), wenn man sich schließlich fragt, was dieser Film jetzt anderes war als eine besonders hippe Interpretation des Spießbürgeridioms "Norden, Süden, Osten, Westen - daheim ist's doch am Besten", dann kann man am Ende schon relativ frustriert aus dem Kino kommen.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 6 Antworten

Kris

Aber deswegen muss man den teuren Buggy ja nicht verkommen lassen. Für das Geld hätte man vielleicht Plastikfolie für die Fenster kaufen können. So Filmemacher, die denken einfach nicht praktisch.


keddschabb

Genau! Oder das reiche Ehepaar Ladidawinslet-Mendes kauft sich an jedem Reiseziel einen neuen Kinderwagen. Diese Hollywoodtypen, die ham's ja!


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