Away We Go - Auf nach Irgendwo

Away We Go (2009), GB/US Laufzeit 98 Minuten, FSK 12, Drama, Road Movie, Komödie, Kinostart 15.10.2009


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7.4
Kritiker
28 Bewertungen
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7.2
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2208 Bewertungen
86 Kommentare
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von Sam Mendes, mit John Krasinski und Maya Rudolph

Burt (John Krasinski) und Verona erwarten ein Baby. Als Burts Eltern ihnen verkünden, dass sie nach Belgien umziehen werden, fühlt sich das Paar entwurzelt und begibt sich auf eine Reise quer durch die USA, um den Platz zu finden, an dem sie leben möchten. Dabei treffen sie alte Freunde und Verwandte – und erhalten jede Menge Eindrücke über Liebe, Elternschaft und Glücklichsein.

Regisseur Sam Mendes ist in Hollywood kein Unbekannter: 2000 gewann er den Oscar für seine herausragende Leistung bei American Beauty.

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Kommentare (84) — Film: Away We Go - Auf nach Irgendwo


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Don Vito

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Bewertung5.0Geht so

Eigentlich ein ganz schöner Film, ist der Funke bei mir nicht übergesprungen. Liegt wahrscheinlich an der Figur des Burt, den ich mit seiner nerdigen Matte und Bart überhaupt nicht sympathisch fand. Ganz zu schweigen von seiner riiiiesigen Nase, die einen Großteil meiner Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Dabei hatte der Film Witz und Charme. Schade.

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MrMcJones

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Bewertung9.0Herausragend

Für mich einer der besten Road-Movies - wenn man ihm überhaupt diesen Überzug geben will.
Das Gefühl, die Charaktere schon ewig zu kennen und sich auch in ihnen wiederzufinden, ist perfekt inszeniert, durchgezogen und durchlebt die volle Bandbreite:
Lautes Lachen und nahendes Tränenmeer!

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Superbraun

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Bewertung7.5Sehenswert

Was für ein süßer Film. Anders kann ich es nicht sagen :) die zwei Hauptdarsteller harmonisieren perfekt und wirken einfach nur sympathisch. Es gibt was zum lachen, weinen, mit freuen.... man kann sich einfach in die Situation hineinversetzten.
Mein Fazit: ein Happy-Laune-Film, der zeigen kann wie schön das leben ist wenn man die Kleinigkeiten zu etwas Großem macht!

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Deekin

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Bewertung5.0Geht so

Ich komme mit Roadmovies scheinbar einfach nicht zurecht, insbesondere solchen, die so strukturiert sind wie "Away we go". Die Idee hinter dem Film klingt ja sehr süß: Ein Pärchen in einer Lebenskrise macht einen Trip durch die Staaten und besucht alte Bekannte. Mir war jedoch nicht bewusst, dass Burt (John Krasinski) und Verona (Maya Rudolph) ein Kind bekommen und dass sie im Verlauf der Handlung Personen treffen, welche alle ihre eigenen Sorgen und Ängste rund um das Elternsein haben. Das macht die Reise eben nicht zu etwas willkürlichem, sondern wir gewinnen zusammen mit dem sympathischen Gespann immer neue Einsichten in die Facetten rund um den "Traum Familie". Das ganze wird auch in eine bittersüße Stimmung getaucht, die sich zwischen Burts sanftem, gewitzten Wesen und Veronas persönlichem Familienschicksal bewegt. Alle Episoden entwickeln ihre eigene kleine Stimmung und warten teilweise mit vielschichtigen, interessanten Charaktermomenten auf.
Was mich dabei stört, ist die Roadmovie-typische Episodenstruktur: Burt und Verona reisen von Ort zu Ort wie zwei Schwämme. Bei jedem Halt und Familien- oder Freundesbesuch unterhalten sie sich ein wenig, saugen die Impressionen auf und reisen weiter. Erst in der kurzen Miami-Episode reden sie tatsächlich einmal in einem liebenswerten Gespräch darüber, wie sie über ihre Gefühle als werdende Eltern denken und machen sich im Anschluss die putzigsten und skurrilsten Versprechen. Erst hier wird ein Reifeprozess bemerkbar, der im Film schon hätte weitaus früher beginnen können. Somit sind es halt mehr oder weniger unabhängige Episoden, die mal witzig, mal gefühlvoll sind. So schaute ich dem Film milde interessiert zu, wie er stets in seine nächste Station schlingert, mich dabei wundernd, was für Personen sie denn diesmal treffen. Bei der Begegnung mit LN (Maggie Gyllenhaal), einer wohlhabenden Hippie-Dame - einschließlich Exegesen über esoterische Pseudo-Erziehungswissenschaft - kam sogar kurzzeitig eine sehr humorvolle Spannung aufgrund des Zusammenstoß zweier sehr unterschiedlicher Lebensstile auf. Der finale Krach zwischen Burt und LN gehört mit zu den tollsten Momenten des Films. Doch dann ging es auch schon wieder weiter nach Montreal, wo wir Weisheiten über die Wertschätzung des Lebens von der Stange erhalten.
Und vielleicht ist das ein weiterer Grund, warum diese "Indie"-gefeierte Einfachheit des Lebens, mit seiner Klarheit und seinen unkomplizierten Antworten, einfach nicht mit mir resonnierte. Während am Ende des Besuchs bei LN all dieser Esoterikwahn von neureichen Eltern explizit als "Bullshit" abgestempelt wird, zelebriert der Film die scheinbare Normalität und Einfachheit eines fast schon unglaubwürdig harmonischen Paares. An einer Stelle bemerkt Verona - fast schon ironisch in bezug auf den Film- dass sie und Burt vielleicht ein bisschen mehr streiten sollten, um den Herzschlag ihres Kindes anzutreiben (glaube ich). Ganz ehrlich, sie hätten das auch so tun sollen, ganz einfach um den Zuschauer ein bisschen mehr in ihr Beziehungsleben zu involvieren und selbiges plastischer, kantiger erscheinen zu lassen. Versteht mich nicht falsch, die beiden sind super sympathisch und insbesondere Maya Rudolph liefert eine der wärmsten und sympathischsten darstellerischen Leistungen, welche ich in letzter Zeit gesehen habe. Nur schmeckt diese ganze Harmonie, gepaart mit der Indie-typischen Folkmusik, irgendwie auch nach einer verblendeten Sicht auf das Leben.
So habe ich "Away we go" vor allem als gepflegte Langeweile erfahren, mit zwei sympathischen Hauptfiguren, die durch die Pampa reisen, einigen skurillen, witzigen und stimmungsvollen Momenten und ein paar eher abgegriffenen, wenig überzeugenden Binsenweisheiten zwischendurch. Das Ende ist superschön fotografiert und eine emotional sehr aufgeladene, reichhaltige Szene, doch verhilft sie dem Rest des Streifens leider nicht, mehr als nur nett zu sein.

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PommesPapst

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Bewertung7.0Sehenswert

Schöner, kleiner Road-Movie mit gutem Humor. Nicht mehr, nicht weniger.

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Medardus

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Ja, das stimmt. Unterschreib ich so.


robertpires27

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Bewertung6.0Ganz gut

Es war mal wieder ein Roadmovie...
Dennoch muss ich sagen, dass mich das Drehbuch schon überzeugt hat !
Humor ist über weite Strecken genau mein Geschmack,aber leider nicht immer gut platziert und richtig dosiert. Beeindruckender Cast und die Hauptdarsteller harmonieren sehr gut.
Trotzdem war der Film zu lang und man wäre, mit einer Reisestation weniger, besser gefahren.
Auch habe ich immer diesen faden Beigeschmack, dass einfach mal wieder auf der Erfolgswelle der Indiefilme mitgeschwommen wurde anstatt mal wirklich "indie" zu sein und etwas neues zu wagen...z.B. könnte man einmal bei diesen Filmen auf die Hipstersubkultur verzichten.

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mainaeinz

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Bewertung2.0Ärgerlich

Möchte alternativ, schrullig und geistreich sein, ist aber belanglos, langweilig und dämlich. Quasi ein "Indie-Film" für Dumpfbacken.

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Jane_Doe

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Bewertung6.0Ganz gut

Hat mich nicht abgeholt, wie Nena das immer so schön sagt. Mag auch daran liegen, dass ich Road Movies nicht mag. Ja die beiden sind ganz süß, und auch die anderen Charaktere auch irgendwie lustig. Aber mir ist das alles zu konstruiert. Sinnsuche, nur weil man ja jetzt schwanger ist, langweilig.

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VisitorQ

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Bewertung7.0Sehenswert

Sehr sympathisches, süßes und lustiges Road movie, das sich einfach schön gucken lässt. Einige male musste ich wirklich lauthals auflachen und mir die Szene gleich noch einmal ansehen. Auch schön, dass sie zwischen den beiden Hauptcharakteren kein aufgesetztes und 08/15 mäßiges Drama im Mittelteil des Filmes eingebaut haben, wie es viele andere Vertreter dieser Art machen. Ja, ich schwärme ein wenig. Ansehen.

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Anais525

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Bewertung3.0Schwach

Nicht nur der Müdigkeit wegen bin ich vor Ende des Films eingeschlafen... Auch die Gags waren einfach nicht lustig.

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AgentGuhl86

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein absolut gelungenes kleines Filmchen. Der Regisseur und auch der Drehbuchautor haben in jeder Szene ihr Talent für Figurenkonstellationen bewiesen. Die Reise mit dem schwangeren Pärchen auf der Suche nach einem Zuhause ist kurzweilig und einfach rührend schön. Die Welt braucht mehr dieser Filme...ein lebensbejahendes Hurra!

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alex023

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

„It's all those good things you have in you. The love, the wisdom, the generosity, the selflessness, the patience.“

Sam Mendes stand bei mir immer total auf der Kippe in letzter Zeit. Einerseits hatte er mich mit „American Beauty“ total überzeugt und einen wahrlich sensationellen Streifen abgeliefert. Andererseits gab es dann da „Revolutionary Road“, der mich doch sehr enttäuscht und gelangweilt hat. Das mögen manche vielleicht anders sehen, aber so war es nun mal. Nun bin ich endlich dazu gekommen, mir den schon lange vorgemerkten AWAY WE GO anzusehen. Und was soll ich sagen? Erst einmal: danke, Sam Mendes. Für diesen überaus großartigen und tollen Film. Bei nüchterner Betrachtung kann man sich eigentlich niemals erklären, wie manche Filme eine solch hohe Bewertung erreichen können. Denn sie erzählen doch nur eine Geschichte, die nicht besonders ist und schlichtweg auch vorhersehbar. Man weiß dank der episodenhaften Erzählung, dass die beiden Protagonisten erst am Ende der Reise und somit am Ende des Films ihr Zuhause finden. Aber das ist egal angesichts des Feelings, welches der Film vermittelt. Ein typisches Beispiel von einem der von mir so geschätzten Feel-Good-Movies. Das Drehbuch zeichnet fast durch die Bank schräge Charaktere, was dem ganzen eine besondere Art von Humor verleiht. Die Stimmung wird dadurch aber nicht beeinträchtigt, es gibt zwar einzelne lustige Stellen, aber der Humor ist zumeist dezent, wie ich es sonst nur aus den Filmen von Jason Reitman kenne. Ich lache dann trotzdem mal laut mit, auch wenn der Witz noch so trocken ist. Doch die Atmosphäre des Films wird dadurch nicht belastet, eher noch bestärkt. Diese Ruhe, die solche Independent-Produktionen meist auszeichnet, gepaart mit der genialen Kameraführung durch Mendes fantastische Regie, machen das ganze zu einem außergewöhnlichen Erlebnis. Außerdem muss ich zugeben, mich ein bisschen (ein bisschen sehr) in den Soundtrack von Alexi Murdoch verliebt zu haben. Das merke ich, während ich hier zum zwanzigsten Mal hintereinander den Song „All My Days“ höre. Der durchweg überraschend gute Cast wusste selbstredend auch zu überzeugen, eine sehr gute Auswahl. Die Dramaturgie war meiner Ansicht nach perfekt. Am Ende reichten ein paar Blicke, die Bilder des Meeres und der Gänsehaut-verbreitende Sound von Alexi Murdochs Stimme, um eine unglaubliche Stimmung zu erzeugen und ein absolute perfektes Ende zu schaffen. Wie ein Traum, der nicht enden soll. Doch dann bin ich aus diesem Traum erwacht.

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Amadis

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein ganz besonderer Roadmovie mit dem wir es hier zu tun haben. Ein etwas kauziges Pärchen mach sich auf die Suche nach dem idealen Ort um eine Familie zu gründen. Witzig dabei, dass sie sich zu Beginn immer an anderen Personen orientieren weil sie sich selber für "Looser" halten. Mit jeder Filmminute wird jedoch klar, dass sie in Wirklichkeit eigentlich die einzig "normalen" Menschen sind in dieser Geschichte... Ein schauspielerisch wunderbar umgesetzter Film mit zu Herzen gehender Geschichte, die aber nie kitschig wird. Ich habe mich ausgezeichnet unterhalten gefühlt.

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eisbaerdios

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film hatte irgendwie viel süßes, auch wenn er manchmal ein wenig langweilt, was an dem episodischen Prinzip liegt. Man ahnt von Anfang an, dass erst die letzte Station die Richtige sein wird.
Manchmal war es mir auch wenig zu viel komisches Gebrabbel, wenn du Figuren irgendeine bewegende, metaphorische Geschichte aus ihrer Vergangenheit erzählen, man selbst aber keinen Bezug dazu bekommt und es eben doch aufgesetzt wirkt.

Aber dies sind eher kleine Makel. Ich finde der Film hat viele geniale Ansätze und sehr lustige Szenen.
Vielleicht hätte dem Film ein wenig mehr Geschwindigkeit besser getan, um nochmal auf die Vorhersehbarkeit des Filmes anzuspielen.

Positiv muss man ihm noch anmerken, dass er oft ganz nah am Kitsch ist und es immer schafft, diesen dann doch zu vermeiden...fast immer, was der größte Negativpunkt für mich ist und dem Film ein paar Punkte gekostet hat.
Es ist die letzte Sequenz "zu Hause". Diese ist so wahnsinnig aufgesetzt, so wahnsinnig schwülstig und genau in dieser der wichtigsten Sequenz regnet es mit Kitsch und niemand ist da um es zu brechen. Das ist Schade und ein zu weiches Ende, auch wenn es ein wohl-fühl-Film ist oder wie die Leute immer solche Filme bezeichnen.

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cpt. chaos

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Bewertung6.0Ganz gut

Einige wirklich herrlich schräge Charaktere erwarten einen während dieses etwas anderen Road-Trips, welcher zur Bestimmung des zukünftigen Wohnorts und zugleich Freundeskreises des werdenden und etwas unbeholfen daherkommenden Elternpaares dienen soll.
Eigentlich in erster Linie witzig, aber doch immer wieder mit einem ernsten Unterton ausgestattet und zwischenzeitig sogar ein wenig melancholisch, finden die beiden schließlich zu sich selbst.
Das Ganze wird mit einem locker-flockigen Soundtrack untermalt, der stets die gute Laune zurückbringt, auch wenn es in der Szene zuvor eher etwas depressiv zuging.

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anakyn

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Bewertung5.5Geht so

ich hätte mehr erwartet. glaube man muss in einer ähnlichen situation sein wie die filmcharaktere, oder dies zumindest nachvollziehen können, um dem film etwas abgewinnen zu können.

so fand ich den film jetzt weder spannend noch berührend noch interessant. nett zum einmal anschauen, aber mehr nicht.

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lizzisfilm

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Bewertung6.5Ganz gut

eine eigentlich ganz nette geschichte verpackt mit der schönen idee, eine reise anzutreten... wird leider nach und nach heruntergewirtschaftet mit einem klischee-charakter nach dem anderen. ausgeflippte schrille mammie, mürrischer amerika-hasser, eine esoterik-nixe die alles und jeden in ihrem leben erotisiert... nur um ein paar beispiele zu nennen. von daher: irgendwie enttäuschend der film.

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Kreaexo

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Eine Reise eines Paares nach einem geeigneten Wohnort entpuppt sich viel mehr als eine Reise nach sich selbst. Die doch simple Geschichte steckt voller Herz und Gefühlen, die einen einfach berühren [müssen]. Neben den charismatischen Schauspielern ist noch der Soundtrack in den Vordergrund zu stellen - Gänsehautfeeling vom Allerfeinsten. Es ist aber keine unangenehme Gänsehaut, resultierend aus Angst, sondern das komplette Gegenteil; Gänsehaut vor Freude, vor Gefühl, wegen Emotionen.
Die Dialoge sind ein wenig abgedreht, was dem Film aber zu gute kommt. Da sie voller Witz und Charme stecken, einerseits witzig, andererseits aber ab und an auch leicht melancholisch sind und sie somit beitragen, diesen Film zu etwas ganz Besonderen werden zu lassen.
Sam Mendes beweist hier mal wieder, dass er ein begnadeter Regisseur, mit Gespür fürs Detail, ist. Der es vermag den Zuschauer durch seine Filme zu begeistern.
Das Ende kommt genau zum richtigen Zeitpunkt und ist mindestens genauso stark wie das Geschehen zuvor.

'Away we go' - ein schöner Film für zwischendurch, wenn man Aufheiterung benötigt oder man sich einfach einen bewegenden Film anschauen möchte.

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Chris12zero

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Bewertung9.0Herausragend

"... selbst wenn du so dick wärst, dass ich deine Vagina nicht mehr finden würde, würde ich dich immer noch lieben, mehr als je zuvor ..." ^^

"Auf nach Irgendwo" .... eine bemerkenswerte Reise zweier Liebenden, zunächst ohne wirkliches Ziel, aber mit einem Plan, der sich aus inniger Verbundenheit, Zusammenhalt, aus Vertrauen, dem reinem Glück und der Kraft der Liebe in einem wunderschönen Road-Trip voll skurriler Situationen und Figuren, aber auch irgendwie voll aus dem Leben selbst, entwickelt !!
Regisseur Sam Mendes ("American Beauty"/ "Road to Perdition") schaffte es wieder mal auf faszinierende Weise, diesem sympathischen und vor allem erfrischend anders wirkenden Independent-Streifen dank seiner beiden großartig aufspielenden Hauptdarsteller Maya Rudolph und John Krasinski (... der mich persönlich vom Aussehen her, ohne Vollbart of course, stark an "Snow Patrol"- Lead-Sänger Gary Lightbody erinnert^^) mit sehr viel Tiefengrund aber auch dank geschliffener Dialoge, enorm viel Leben einzuhauchen !!
Mit sehr viel unterschwelligem Witz, dank grandioser (Neben-) Darsteller wie beispielsweise Maggie Gyllenhaal oder einem Jeff Daniels, kann "Away We Go" enorm viele Schmunzler entlocken !! Aber auch dank unaufgeregter, berührender Erzählweise punktet die Reise nach Irgendwo, die aufgrund eines gewissen Geschmackswechsels eines weiblichen Körperteils schon in den ersten Minuten dem Film seinen deutlichen Stempel aufdrückt !!
Soundtrackmusikalisch bleibt es sicherlich Geschmacksache, aber ich empfand die ruhige Indie-Folk-Untermalung vom schottischen Singer/Songwriter Alexi Murdoch als unglaublich passend, wie die bekannte Faust auf's Auge !!
Wem also mal wieder völlig kitschlose, sondern tiefgründige Tragikomik/Dramödie, gepaart mit sehr viel Dialog/Situations-Witz, welcher sich in einem wunderschönen Film-Genuss entwickelt, gefällt und dies in diesen herbstlichen Tagen in Betracht ziehen mag, sollte hier gerne mal zwei Augen riskieren !!

Fazit: Wunderschöne, berührende Indie-Perle, die erfrischend anders mit Witz das Herzerl streichelt !!

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Punsha

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Bewertung6.0Ganz gut

Home, Sweet Home!
In "Away We Go" erspart uns Mendes erstmalig das schonungslose Bild einer zerütteten Ehe, wie das bei "American Beauty" und "Revolutionary Road" der Fall war. Nein, er zeigt uns das realistische Abbild einer gut funktionierenden Ehe, wie es sich wohl jedes Paar selbst wünscht, ohne dabei übermäßig dem Kitsch zu verfallen. Bei ihrer Reise quer durch die Staaten auf der Suche nach einer neuen Umgebung und weiteren familiären Bindung für das Kind, was Verona in sich trägt, müssen die beiden mit einer Enttäuschung nach der anderen fertig werden.
Denn sie begegnen ihren teilweise völlig abgedrehten Verwandten, deren Figuren genau so skurril wie völlig überzeichnet sind, was die Komik vermehrt zwischen lächerlich und äußerst witzig schwanken lässt. Es sind aber eben diese beiden Protagonisten, die uns durch ihre Sympathie stets mit einem guten Gefühl begleiten. Man ist sich sicher, dass Burt und Verona trotz ihrer negativen Erfahrungen ihren Weg gehen werden, so als ob sie beide mit weicher, weißer Watte umhüllt sind. Hinzu kommt die perfekte Musikwahl, die einem schon fast das Gefühl gibt, in einem Feel-Good Movie zu stecken.
Letztendlich wird man auch freudig zurück gelassen, aufgeklärt über den Wert der Familie und mit der Erkenntnis, altbekannte Dingen mehr Respekt und Wertschätzung zu verleihen.
Ein Road Movie, wie es eigentlich sein sollte: Abenteuerlich, stimmungsvoll und reich an Weisheiten.

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Punsha

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Jap, danke! Auch dafür, dass du mich wieder an den Film erinnert hast. ;)



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