Breaking the Waves

Breaking the Waves (1996), DK/FR/NL/NO/SE Laufzeit 159 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 03.10.1996

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7.4
Kritiker
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7.5
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38 Kommentare
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von Lars von Trier, mit Emily Watson und Stellan Skarsgård

In Lars von Triers Drama Breaking the Waves wird die tiefreligiöse Emily Watson für ihren geliebten Ehemann Stellan Skarsgård zur Sünderin und zieht sich den Hass der Provinzgemeinde auf sich.

Die unerfahrene, tiefreligiöse Bess (Emily Watson) heiratet trotz Skepsis ihrer schottischen Gemeinde den Ortsfremden Jan (Stellan Skarsgård). Das junge Paar erlebt einen kurzen Moment des Glück und der sexuellen Erfüllung, bevor Jan zur Arbeit auf die Bohrinsel zurückfliegt. Bess verzehrt sich nach ihm, doch Jan kehrt früher zurück als erwartet – halsabwärts gelähmt. Aufopferungsvoll kümmert sich Bess um ihn, aber Jan will kein Mitleid. Er animiert seine Frau, mit anderen Männern zu schlafen und ihm davon zu erzählen. Im Glauben, Jan damit zu retten, läuft Bess in ihr Verderben.

Hintergrund & Infos zu Breaking The Waves
Der Film Breaking The Waves ist der erste Teil Lars von Triers’ “Heart of Gold Trilogy”. Es folgten die Filme Idioten (1998) und Dancer in the Dark (2000). Alle drei Filme zeichnen sich dadurch aus, dass sie jeweils von einer jungen Frau handeln, die so sehr an das Gute im Menschen und die Gerechtigkeit der Welt glaubt, dass sie alles erduldet und daran letztlich selbst zerbricht.

Vollständige Handlung
Bess und JanDie impulsive und empfindsame Bess McNeill ist in einer kleinen nordschottischen Gemeinde aufgewachsen. Es ist eine streng religiöse Welt, die vom patriarchalen Gedanken bestimmt wird, und in der Frauen nicht einmal zu Beerdigungen auf dem Friedhof zugelassen sind. Bess leidet sehr unter den radikalen und strengen gesellschaftlichen Normen, und weil sie durch ihre unangepasste Art den Verhaltensmustern in der Gemeinde nicht…


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Cast & Crew


Kritiken (3) — Film: Breaking the Waves

SoulReaver: CinemaForever

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8.0Ausgezeichnet

[...] Breaking the Waves“ hat ohne Wenn und Aber natürlich einen orthodoxen Kern. Die Behauptung von Gottes Anwesenheit ist immer gegenwärtig, bis zu dem Punkt, an dem Bess realisiert, dass ihre Mühen vergeblich sind. Sie kann Jan nicht helfen, egal wie vielen Männern sie auf Wunsch von ihrem Ehemann noch hingeben wird. Sie betet erneut, verzweifelt, verängstigt, desillusioniert. Und Gott? Gott schweigt. Er antwortet ihr nicht mehr in ihren Gebeten und Bess sieht sich vollständig allein gelassen. Die religiöse Hinterfragung, die Lars von Trier hier nun betätigt, ist Proklamation und pessimistische Offenbarung der Naivität und Verlogenheit zugleich. Wer sich noch in stupiden Behauptungen wälzen will, dass von Trier hier eine unverkennbare Feindseligkeit gegenüber Frauen an den Tag legt, der hat nicht im geringsten die Auffassungsgabe mitgebracht, die von Nöten ist, um zu verstehen, dass von Trier NIE die Frauen selbst in ein schlechtes Licht stellt, sie zerbrechen schlussendlich an ihrem Umfeld. [...]

Kritik im Original 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 21 Antworten

lieber_tee

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Breaking the Waves hat mich mitgerissen in eine emotionales Bad der Gefühle, mit Ebbe und Flut. :)


lieber_tee

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...und ich mag Lars von Trier, sehr!


Flibbo: Wie ist der Film?

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8.0Ausgezeichnet

[...] Satte zweieinhalb Stunden hält sich die elegant unelegant geschnittene Geschichte von Bess und ihrem Jan auf einer Spannungslinie und weiß mehrfach zu bewegen. Allen voran überzeugt Hauptdarstellerin Emily Watson in – man glaubt es kaum – ihrer ersten Filmrolle überhaupt mit einer wahrlich faszinierenden Darbietung, die prompt für den Oscar nominiert wurde. Das letzte Kapitel behält sich dann diverse kleine Handlungsentwicklungen vor, die das restliche Erzählte so dermaßen konterkarieren, dass man es schon wieder als richtig mutig bezeichnen muss und das gewünschte Nachdenken über den Film erst richtig in Gang gesetzt wird. „Breaking the Waves“ ist ein starkes Drama über Liebe, Intoleranz und Haltlosigkeit. Geradlinig genug, um das Herz zu berühren, und komplex genug, um den Kopf gleichermaßen zu füttern.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Timo K.: Blockbuster Entertainment

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[...] Schwermütiges, polarisierendes sowie überragend gespieltes Kaleidoskop unerträglichen Seelenschmerzes im Gewand eines doppelbödigen Dramas, das kritische Religionstöne anschlägt und nebenbei die philosophische Suche nach dem Sinn der Liebe mitsamt all ihren zwischenmenschlichen Perversitäten in herzzerreißenden Bildern von großer Intensität illustriert. Frage: Was würde tatsächlich passieren, nehme einer die Geschichte von Jesus Christus zu ernst? Lars von Trier jedenfalls, der wirft dem ahnungslosen Zuschauer einmal mehr ein vertracktes Monstrum hin; soll er doch selber sehen, was er darin zu finden vermag.

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Kommentare (34) — Film: Breaking the Waves


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AcademyAwardFan

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Film war ein wenig zu langatmig und die Handlung konnte mich auch irgendwie nicht mitreißen. Es gibt viele traurige Szenen, aber besonders gefiehl mir, die Schauspielerische Leistung von Emily Watson.

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EvertonHirsch

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Bewertung2.5Ärgerlich

Die Bewertung "ärgerlich" trifft es für mich ziemlich genau.

Einziger Lichtblick war für mich die Darstellung und Kritik an der Kirche, deswegen noch ein paar Punkte. Aber alles andere geht für mich gar nicht.

SPOILER enthalten: Erst muss ich mir den ganzen Film lang eine total dumme Protagonistin ansehen (dumm im Sinne, wie sie handelt, ohne eigenen Willen und eigenes Hinterfragen) und dann wird sie am Ende auch noch dafür belohnt. Sie wird von allen verstoßen, sogar von der Kirche und dem dahergehenden (halben) Gott. Für mich wurde aber nie klargestellt, dass sie sich davon frei macht und "ihren Gott" gefunden hat, quasi endlich einmal dazulernt. Sie spricht immer noch mit dem Gott aus der Kirche, der ihn durch das Handeln aller anderen verstoßen hat. Mit diesem geht sie dann auch den Pakt ein, indem Jan gerettet wird und sie ihr Leben dafür lässt. Sie hat ihr Ziel damit erreicht (Jan von seiner Lähmung befreit), was mir irgendwie als Belohnung vorgekommen ist für soviel Naivität, Schwäche zum Nein-Sagen und Glaube an diesen halben Gott der Kirche. Für mich stellt das auch keine Opfergabe aus Nächstenliebe dar, da sie sich dafür erst einmal hätte befreien müssen von ihrer Engstirnigkeit und ihren sozialen Zwängen, um so als ihr eigener Herr "wiedergeboren" zu werden. Für mich war die Beth, die im Finale nochmals zu dem großen Boot herausfährt, die gleiche Person, die sie den ganzen Film über war und diese hat es nicht verdient, dass eine weitere dumme und blinde Aktion derart vergütet wird.

Als ich dann Jan auf Krücken habe gehen sehen, war der Film für mich natürlich endgültig vorbei.

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102milo

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Bewertung2.0Ärgerlich

Weiß echt nicht was ihr an dem Film findet...

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Hooded Justice

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Bewertung9.0Herausragend

Und dann kam der Unfall und nun muss plötzlich Bess die Verantwortung übernehmen. Sie, die schwache, sympathische Seele, die eigentlich den Schutz braucht, muss plötzlich durchdacht und verantwortungsvoll handeln. Als sage man einem Kind, es soll ausziehen und ab sofort alleine für sich sorgen. Ist es nicht in etwas das, was wir alle schon irgendwann einmal gefühlt haben? Wir werden ins kalte Wasser geworfen und man sieht uns gnadenlos zu, wie wir hilflos umhertreiben und schließlich scheitern müssen – wir können die Wellen eben nicht brechen. Dann endet alles im Chaos und Verderben. Wir können nicht alles, wir alle sind in irgendeiner Weise schwach, genau wie Bess. Jene anderen sind Jan, die uns fordern. Selbst wenn er es nicht böse meint.
Ganz nebenbei finde ich den bitteren Abgesang auf Gott und den Glauben faszinierend. Bess betet, dass Jan endlich zurück kommt und sie liebt. Gott erhört sie und schickt ihn ihr in Form eines Unfalls zurück – nach dem Leitmotiv „Gott baut nur Mist“, er kann auch nicht mehr als wir. Jedes Mal, wenn Bess betet, findet sie keinerlei Erlösung oder Befreiung, wie es eigentlich sein sollte, sondern bekommt noch mehr Druck und Drang. Lars von Trier beschreibt hier ein Bild von Gott, das eigentlich nur zur Entschuldigung, zur Selbstbestrafung oder Flucht vor Verantwortung dient. Der Glaube ist weder sonderlich „schlecht“, noch ist er „gut“, sondern eigentlich nur noch ein Mittel zum Zweck – wie Bess es einmal sagt: „Mein Talent ist mein Glauben.“ Ebenfalls im Epilog ist die Kirche nur noch ein Platz der Oberflächlichkeit und Gehässigkeit.
Frauenfeindlichkeit aufgrund des Bildes des naiven Mädchens darf man unbestritten ablehnen, denn Lars von Trier erregt hier Mitgefühl für die leidende, elende Bess. Er verurteilt sie nicht für ihre Einfältigkeit und die „Sünden“, die sie begeht. Wir begreifen und verstehen sie. Wir lieben sie. Ganz im Gegensatz zur Gesellschaft, die sie nur noch auf die Oberfläche reduziert. Sogar ihre Mutter schämt sich, als Bess weinend vor ihrer Tür steht, sie Bess aber nicht ins Haus lässt. Hieraus lässt sich eine Bedeutung des Films erahnen: Wenn es ernst wird, halten sich alle, die anfangs noch auf Moral und „du musst stark sein“ machten, schlicht heraus. Denn mit Unmoral wollen sie nichts zu tun haben. Dass sie dabei selbst zu einer solchen werden, scheint ihnen egal, was sie sogar naiver und dümmer macht als unsere liebenswerte Protagonistin. Denn sie hinterfragen nicht einmal. Sie werten nur. Und das ist falsch.
Doch ich denke, ‚Breaking the Waves‘ müssen wir nicht im analytischen Licht erstarren lassen. Denn wenn es um Lars von Trier geht, geht es auch immer um eins: Um Gefühle, um Stimmungen und Innerlichkeit, die er hier auf wirklich sensible und dennoch unfassbar herzzerreißende Art vermittelt. Er wühlt auf und bringt wie offensichtlich zum gefühlsverwirrten Nachdenken. ‚Breaking the Waves‘ mag einer der größten Filme über Liebe und ihre Grenzen sein, weil er so viel hinterfragt, worauf wir keine eindeutigen Antworten finden werden. Ob das, was zwischen Bess und Jan passiert, gut oder böse ist, spielt keine Rolle, denn es ist Liebe, wie sie jeder der beiden auf seine Art und Weise empfindet. Und wenn wir mal in uns gehen, ist Liebe nicht immer irgendwie naiv?

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Hooded Justice

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... Wofür wir Lars lieben. PS: Nachträglich zum Geburstag. ;)


Jenny von T

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Danke! Und freut mich, dass du nochmal satte 1,5 Punkte für den Film draufgepackt hast. :-)


DerDude_

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Bewertung9.0Herausragend

"Ich kann dich atmen hören. Hörst du mich auch atmen ?"

Lange habe ich keinen Blick mehr auf die Filmografie von Lars von Trier geworfen. Nach langer Zeit habe ich es endlich wieder getan und dann erhalte ich dieses Geschenk.
"Breaking the Waves" erzählt die Liebesgeschichte zwischen Bess und Jan, zwei gnadenlos guten Menschen denen gnadenlos schlechtes widerfährt. Nicht weil die Welt schlecht ist, nicht weil die Menschen um sie herum schlecht sind, sondern einfach weil...weil es einfach passiert.
Von Trier jagt die Hauptrolle Bess sowie den Zuschauer in ein Wechselbad der Gefühle. Mal unglaublich anrührend, mal fesselnd, mal verdammt bitter, mal sogar etwas anstrengent aber nie Kalt oder Gefühlslos.
Der Dogma Stil raubt dem Zuschauer die Distanz und befördert ihn noch mehr in die Gefühlswelt der Prontagonistin. Man wird förmlich in den Film gezogen und durchleidet allerlei Emotionen und kann sich einfach nicht dagegen wehren. Auch jetzt noch spühre ich die enorme Kraft dieses Filmes.
Bess McNeill ist als Hauptrolle eine unglaublich interessante Figur. Ihre erschreckende Naivität und ihr wahnhafter Glaube an das Gute lassen sie sowohl enorm nahe als auch enorm befremdlich wirken. Das liegt zum einen an der bezaubernden Emily Watson. Was sie in ihrem Schauspieldebut vollbringt ist fantastisch. Oft wirkt sie fast komplett losgelöst und in ihrer eigenen Welt und zudem kauft man ihr jede der zahlreichen Emotionen die ihre Rolle durchmacht zu jeder Zeit ab. Außerdem ist die Darbietung von ihr und dem ebenfalls großartigen Stellan Skarsgard enorm eindringlich und sehr mutig.
Sicherlich können fast 160 Minuten lang sein aber dieser Film hat mich wie eine Welle mit sich gerissen und an einem Felsen zerschlagen. Ein Film, trotz seiner endlos traurigen Haltung, der Hoffnung. Weil er uns an das endlos gute im Menschen errinert.
Potentieller 10 Punkte Film !

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franticfury

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Hab ich erst vorgestern gesehen und kann sowohl Kommentar als auch Wertung zu 100% unterschreiben :)


horro

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ein ganz wunderbarer Film und sehr würdig von dir kommentiert :)


MrDepad

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mit "Breaking the Waves" hat Lars von Trier ein trauriges, depressives Drama geschaffen, welches nach dem Abspann aber trotzdem irgendwie auch positive Gefühle bei mir hinterlassen hat.
LvT nimmt sich viel Zeit, um seine Geschichte ruhig angehen zu lassen und seinen Figuren ausreichend Profil zu verleihen. Stellan Skarsgard spielt hier wie immer eine starke Rolle, wobei seine Rolle im späteren Verlauf etwas in den Hintergrund rückt. Die wichtigste Figur ist hier Bess McNeill, die von Emily Watson gespielt wird, die gleichzeitig ihr Schauspieldebut abliefert. Ihre Leistung ist das Herzstück des Films, sie spielt die Rolle der Bess so intensiv, dass man einerseits mit ihr mitfühlt und Mitleid für sie hat, auf der anderen Seite hat sie auch beängstigende Seiten an sich, eine typische LvT-Frauenfigur eben. Man ist ebenfalls gewohnt, dass LvT seine Schauspielerinnen in seinen Filmen durch die Hölle schickt und so nimmt auch dieser Film nach einer gewissen Zeit seinen Weg in das Bittere, schwer erträgliche Terrain, in das sich LvT so häufig begibt. Verschiedene Motive wie unerschütterliche Liebe, Konflikt zwischen Glaube und Liebe und Konflikt zwischen Glaube werden hier aufs Extreme dargestellt und der Film zieht einen automatisch immer weiter mit runter.
Als krassen Gegensatz zu den normalen Szenen, die beinahe gänzlich ohne musikalische Untermalung auskommen, hat LvT wunderschöne Kapiteleinblendungen in den Film eingebaut, welche das nächste Kapitel mit einer Art bewegtem Gemälde und immer einem tollen Song einleiten. Was mich letztendlich ein wenig gestört hat, war dass die dramaturgischen Mittel ein wenig zu altbekannt waren, keine Aktion hat mich wirklich erschüttert oder emotional derart mitgerissen, dass mein Mund beinahe offen stand und sowas hat LvT schon bei mir geschafft, diesmal war das nicht so. Der Film läuft daher die ganze Zeit auf einem sehr hohen dramaturgischen Level ab, ohne wirkliche Spannungsspitzen oder Höhepunkte zu setzen. Lediglich das Ende hat mich dann wirklich nochmal umgehauen, die letzte Einstellung hat sogar eine Gänsehaut bei mir ausgelöst, so schön und gleichzeitig grausam lässt LvT sein Werk enden.

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MaxN91

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Breaking The Waves " ist unwarscheinlich schwarz , deprimierend , aufwühlend und kühl . Es gibt warscheinlich noch 20 andere Adjektive, die diesen Film perfekt beschreiben könnten ; dies hängt von der individuellen Verarbeitung des Zuschauers ab. Lars von Trier nimmt sich dem Thema einer Frau an , die an den Konventionen ihrer stursinnigen Gesellschaft zu grunde geht . Emily Watson spielt sicherlich unglaublich überzeugend , v.a unter dem Gesichtspunkt dass sie zum Zeitpunkt des Castings völlig unbekannt war , doch es ist unglaublich anstregend ihre Figur zu beobachten und sich in sie hineinzuversetzten . Hier liegt für mich auch der größte Kritikpunkt an diesem Werk - In den sehr langen 152 Minuten gab es für mich viel zu viele Längen und Reibungspunkte , bei denen es mir schwer viel die Konzentration aufrechtzuhalten . Die Geschichte per se ist unglaublich trocken erzählt , sowie depressiv gehalten und lässt einen förmlich mitleiden - wer sich darauf einlassen kann ohne die Konzentration zu verlieren bzw die Identifikationsebene leichter meistert als ich , dürfte mit dem Film deutlich mehr anfangen können als ich es letztendlich tat . Die Kritik von Triers und die indirekte Aufforderung seinerseits sich mit ihr auseinanderzusetzen sind dagegen wunderbar gelungen , ebenso wie die Überleitungen der einzelnen Kapitel mit wunderbarer Musik , welche sonst kaum eine Rolle in Breaking The Waves spielt. LvT bleibt den gesamten Film über unglaublich konsequent und liefert ein bitterböses Ende, welches es nur selten in einer ähnlichen Intensität zu sehen gibt ; Er kann es sich allerdings nicht verkneifen den Zuschauer auch hier vor eine symbolische Probe zu stellen . Breaking The Waves ist sicherlich ein toller Film , mit handwerklich starken Aufnahmen , tollen Schauspielern , sowie einer geradlinigen Erzählung mit der einzigartigen "von Trier Stimmung" , welcher es jedoch nicht schafft mich vollends mitzureißen und zu überzeugen .

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Mac_C_Tiro

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Bewertung6.5Ganz gut

Groteskes Melodram das trotz einer intensiv agierenden Protagonistin und einem wundervollen Natursetting nicht über den Durchschnitt hinaus kommt. Von Trier begegnet seinen Frauen zu einseitig, zwar mit Wucht und Sinn fürs Detail aber immer nur im Bezug einer Sichtweise.

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Toblerone

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wenn dieser Film bei einem nicht einschlägt, muss da irgendwas falsch sein mit "Gefühlen" etc. Dieser Film ist das schmerzhafteste, bedrückendste, deprimierendste und ehrlichste, worauf man sich einlassen kann und doch herrscht hier doch Hoffnung und man wird mit einer wunderbaren letzten Einstellung beglückt, was aber die Tränen vor Wut und Trauer nicht aufhalten wird.

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Simon Moon

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Schön das es noch Menschen gibt die von filmischen Bitterstoffen beeindruckt werden. Harter Stoff, kongelial umgesetzt. Ein Klassiker.


Toblerone

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Jep.


Markbln

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Bewertung9.0Herausragend

1996 - als Herr Trier noch großes, neues Kino machte.
Intensiv bis zum kitschig-überhöhten Ende.

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krömmel

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Bewertung5.5Geht so

Weder eine überragende Emily Watson (nebst anderen starken Akteuren) noch die gewollt gemächlich gehaltene Arthaus-Optik mit der üblichen Dosis an independentpublikumskonformem Handkamera-Gewackel können die Schwächen dieses Films tragen.

Die Geschichte um Bess, ihren Ehemann und den Dunstkreis aus konservativ- dogmatischer Dorfgemeinde fängt vielversprechend und fesselnd an - um am Ende doch nur wieder durch übliche und stereotype Erzählmuster zu waten:
Ein psychisch labiles und naives Frauchen (im Film wird ob der ständigen Wein- und Schreikrämpfe der Ausdruck "Hysterie" verwendet) findet endlich Sinn und Ausdruck ihrer ständigen Gebete zu Gott in ihrem Ehemann. Nachdem dieser durch einen Unfall ans Bett gefesselt ist und begreift, wie schwach und unselbständig Bess ohne ihn ist, soll sie ihm nur einen Wunsch erfüllen, um ihn am Leben zu halten:
Mit anderen Männern schlafen, um ihm hinterher davon zu erzählen. Denn dann sei es so "als ob wir beide uns liebten".
Bess, in ihrer kindlich-aufopfernden Art, widerstrebt jeglichen Zweifeln und tut alles, um ihren Ehemann am Leben zu erhalten.

So wird also die erste Filmhälfte, die das "weibisch Hysterische" der Protagonistin bis hin zur Schmerzgrenze portraitiert, in der zweiten Hälfte durch das Martyrium der selbiger abgelöst: Leidenschaft und Aufopferung, die in Destruktion, Voyeurismus und Masochismus endet.

Dieser Film möchte möglicherweise gern als Psycho- oder gar Sozialdrama eingeordnet werden, schaut aber nie wirklich in das Innerste seiner Figuren.
Es wird sich damit begnügt, dies durch pseudo-tiefgründige dramaturgische Mittel (das Ende war nicht nur vorhersehbar, sondern dermaßen symbolisch aufgeladen und voll von geschwollenem Pathos, dass es beinah absurd wirkte im Gegensatz zum restlichen Film) und optische Nettigkeiten (Trübe Farben, klamme atmophärische Bilder und Dauerregen) wett zu machen.

Zum Glück ist dies ein Film mit dem Etikett "Lars von Trier", denn dadurch ist dieser absolut dämliche und abgefrühstückte Plot nahezu unantastbar.

Was von Trier hier versucht, aber nicht geschafft hat, wurde immerhin einige Jahre später durch "Dancer in the dark" realisiert und das sogar mit Bravour.

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Kamell

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Vielen Dank für diese Analyse, die mir aus der Seele spricht und einen Kommentar erspart. Mir kam ob des Frauenbildes, das hier zelebriert wird, obwohl ich mir den Film mit positiver Erwartungshaltung angesehen habe, echt die Galle hoch. Die Verherrlichung der christlichen Selbstaufgabe einer Frau im Glockengeläut am Ende ist nicht auszuhalten, die Symbolik ist platt. Ich lehne Lars von Trier nicht generell (auch nicht wegen seines Frauenbildes) ab und stimme auch dem Urteil zu 'Dancer in the dark' zu. Aber die Verherrlichung der Opferrolle hier ist hassenswert.


fkfilmkritik

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Film wie eine Keule, die tiefer und tiefer in Magengrube des Zuschauer gedrückt wird. Lars Von Trier lässt diese während Hochzeit zu Anfang polieren um den Schlag auch gebürstet und konsequent in die treffende Position zu zielen. Zwischenzeitlich scheint diese zwischen den entspannt wirkenden Kapitel-Übergängen noch mal anzuhalten, bis sie dann wieder in voller härte einschlägt. "Breaking the Waves" habe ich die volle Zeit mit einer geduckten Haltung beobachtet. Es verging kein einziger Moment mehr, in der ich zurückgelehnt Platz nehmen konnte. Jede Minute wurde ich ganz zappelig. Drehte mich weg, schaute weg, sah nach unten. Der Film brachte mich immer wieder zum aufstöhnen, nervte mich zwischenzeitlich mit dieser naiven und wahnsinnig-wirkenden Figur und riss mich aber dabei so mit und ich litt mit Emily Watson letztendlich, wie mit wenigen Charakteren, die ich kannte. Mir tat es dermaßen weh ihr zuzugucken, wie sie versuchte nur das beste zu tun und sich dabei selbst immer mehr in eigene Gefahr brachte. Wie sie jede noch so undenkbare Hilfe direkt annahm nur um etwas gutes zutun und damit aber doch alles noch schlimmer machte. Ein erschreckend-schöner Liebesfilm. Ein grausame Aufeinandertreffen zwischen dem festen Willen und der verklemmt-religiösen Gemeinschaft. Ein so schmerzhaftes, impulsives, realistisches und polarisierendes Werk, was so beeindruckt, nervt, brennt, dass man sich danach vornimmt ihn NIE WIEDER zuschauen und doch genau weiß, dass man in ein paar Wochen doch wieder Lust spürt sich Scheiße zu fühlen. Ein Werk, was den einen vollkommen verärgern, ankotzen, beeindrucken, faszinieren, bedrücken und wahnsinnig machen, aber schonmal nicht komplett kalt lassen kann. Ein Lars Von Trier halt. Meisterhaft!

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*frenzy_punk<3

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Bewertung5.5Geht so

"Breaking the Waves", beklemmendes und nahe gehendes Drama, bei dem der Zuschauer doch mit einigen Längen kämpfen muss.

Lars von Trier schafft es nur gering, den Zuschauer durchgehend zu fesseln. Die Längen sind hier ein enormes Problem. Vieles zieht sich zu lang und doch sind manche Übergänge zu kurz um wahrlich erfasst zu werden.
Trier schuf hier ein tragisches Meisterwerk, das sich aber leider nicht ganz entfalten kann. Die langen Momente nehmen dem Zuschauer die Intensität, da er dadurch zu schnell abschweift. Auch kommen Dialoge viel zu kurz. Trier hat sich mehr auf Bilder und stillschweigen konzentriert.

Natürlich kann "Breaking the Waves" aber mit anderen Dingen wieder Punkte rein holen, denn der Cast ist zum Beispiel nicht zu verachten. Besonders Emily Watson (The Water Horse: Legend of the Deep), deren Schauspiel den Film trägt, sticht aus der Menge hervor. Brillant möchte man sagen, so intensiv spielt sie die Rolle der Bess, die in ihrem Kummer ertrinkt und hofft, mit ihrer Liebe wieder alles schön werden zu lassen.
Von Anfang an verliebt sich der Zuschauer in die Protagonistin und ist ebenso bestürzt, als diese in ihr Unglück rennt.

"Breaking the Waves" erzählt die Geschichte zweier Liebender auf so intensive Weise, wie man es noch nie zuvor gesehen hatte. Unbegreiflich schmerzhaft und unerträglich und doch wieder so Herz erwärmend, dass es zu Tränen rührt.
Für mich persönlich ist die Bitte des Ehemannes ziemlich unverständlich, so kann ich nicht nachvollziehen, worauf er hinaus will.
Ein wenig wahnsinnig für meinen Geschmack und verwirrend zu gleich. Doch möchte ich verstehen und ihm zustimmen, doch ich kann nicht.

Die fantastische Musik geht nicht nur durch Mark und Bein, sondern hebt zwischen den Kapiteln auch etwas die Laune. Abwechslungsreich schickt uns Trier durch seine Geschichte, indem er die tragischen Momente mit passend tragischer Musik unterlegt um dann im nächsten Moment, wenn das Kapitel umschlägt, einen etwas fröhlicheren Song anzuspielen, um den Zuschauer komplett vorm Absturz zu bewahren.
Unpassend in mancher Hinsicht, andererseits auch ziemlich originell.

Die nicht vorhersehbare Handlung lässt Überraschungen zu entfernt sich somit von einem Otto-Normal-Liebesdrama.

"Breaking the Waves", ein Film, der nicht gezielt auf die Tränendrüse des Zuschauers drückt und doch tief bewegt. Dennoch nehmen die enormen und zähen Längen dem Zuschauer die Intensität.

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jimmey11

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

In seiner inszenatorischen Dichte ist 'Breaking The Waves' eines der beste Werke, dass ich in den letzten Jahren bewundern durfte. Wie Lars von Trier die Geschichte von der ersten zur letzten Sekunde präzise und einnehmend inszeniert rührt mich zu Tränen und lässt Erinnerungen an die großen Meisterwerke der Filmgeschichte denken. Dass ist groß formuliert, doch wir haben es hier nunmal mit etwas außergewöhnlichem zu tun. Unbeschreiblich echt, unbeschreiblich klar mit einem Blick für wundervolle Bilder und große Erzählkunst. Das ist Kino wie ich es mir wünsche. Und es bleibt dem nichts mehr hinzuzufügen.

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VisitorQ

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Bewertung9.0Herausragend

Breaking the waves erzählt eine der erschütterndsten und tragischsten Liebesgeschichten des Kinos. Emily Watson und Katrin Cartlidge (viel zu früh verstorben... schnüff) spielen sich ihre Seele aus dem Leib und verleihen diesem Filme eine magische, unglaubliche Kraft. Der Film brennt sich einen wirklich ins Gedächtnis. Ob das jetzt gut ist oder nicht sollte jeder für sich entscheiden. :-)

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crab1973

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Zum letzten Satz: Nicht nur gut, wirklich herausragend. Ich will den Film trotzdem nie wieder sehen.


VisitorQ

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haha, ich kann dich gut verstehen. Der Film ist wirklich unfassbar intensiv.


Sigmund

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Bewertung9.5Herausragend

Heiß geliebt und leidenschaftlich gehasst: Emily Watsons schmerzhaft naive Rolle der Bess trägt den Film und scheidet die Geister, weil sie in ihrer absoluten Abkehr von Vernunft, Konformität und vor allem Selbstschutz fast schon wirkt wie eine Behinderte.
Wegen ihrer Opferbereitschaft hat man Lars von Trier zudem ein reaktionäres Frauenbild vorgeworfen, was auf mich offen gesagt immer ziemlich verkopft wirkte – aber als Mann hat man ja leicht reden. Zumal ich ihr Opfer nie als Schwäche gesehen habe sondern als Stärke, als Bekenntnis, als Ode an die Willenskraft, als Ausdruck unverbrüchlicher Liebe, als Sühneversuch von erhabener Würde, als erfrischende Alternative zur Selbstbesoffenheit, als Statement gegen die grassierende Hintertürchen-Mentalität, als unbeirrbaren Glauben an wenigstens irgendwas... und ganz generell als Kompromissverweigerung, von der man sich Geschlechter-übergreifend ab und zu mal ein Scheibchen abschneiden könnte.
Auch wenn es im wirklichen Leben – gottseidank/leider – selten so poetisch-überhöht zugeht wie in BREAKING THE WAVES.

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Jenny von T

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Die weiblichen Hauptpersonen in von Triers Filmen sind so viel menschlicher als die meisten derer, die ihm Frauenfeindlichkeit vorwerfen. Ganz im Gegenteil ist es doch stets das sozial-gesellschaftliche Umfeld, an dem die Charaktere zugrunde gehen.
Und selbst, wenn es anders wäre, ist es doch etwas plump, alle Aspekte eines Films 1:1 auf seinen Macher zu übertragen.


Sigmund

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Ist auch meine Meinung.


Jenny von T

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wenn ich mich innerlich tot und gleichzeitig lebendig wie selten fühle, kann das nur eins heißen: Ich habe mal wieder einen Von Trier-Film gesehen.
Moment, verweile doch, du bist so grausam!

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veseria

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Fast wie DANCER IN THE DARK. Aber nicht ganz so traurig und nicht so "abstrakt"...

Ein guter von Trier.

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BigDi

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der subjektive, persönliche, ehrliche Glaube schlägt den dogmatisierten, in Konventionen und sinnlosen Verboten versunkenen Kirchenglauben und dass es tatsächlich so ist, das teilt einem der Himmel persönlich mit, in einer famosen letzten Einstellung, wunderschön und unvergesslich. Aber da wir hier in einem Werk des großen Lars von Trier sind, ist selbst diese Erfüllung irgendwie ein Schlag in die Fresse. Doppelbödige "Von Huren und Heiligen"-Mär, mit einer manipulativ intensiven Leistung von Emily Watson, einem auf grandiose Weise nicht-passen-wollenden Soundtrack, im Grunde wahrscheinlich wieder eine polemische Dauerverarsche, aber dem seltsamen Dänen kaufe ich alles ab und zahle noch extra drauf, nur um zu sehen, wie seine Filme abheben, ohne jemals vom Boden loszukommen. Ach, was rede ich da, einfach nur großartig, anschauen und glücklich sein - und wer das nicht kann, hat den Lars nicht ganz erfasst, schätze ich. Oder ich sehe das alles ganz falsch, was eigentlich nur logisch wäre - egal, klasse Film, Punkt, fertig, aus.

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eXonic

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Für ein paar Cents mehr bekommst du die Europa-Box auch gleich über den Marketplace.
Die Geister-Box hab ich mir auch noch gleich bei rebuy geholt. :D Auf die war ich schon lange scharf.


Shorty06

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Meisterwerk! Verdient meiner Meinung nach die 10


eXonic

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Bewertung9.5Herausragend

Breaking the Waves ist Kino voller Emotionen. So groß wie die Liebe zu Bess ist, so viel Hass entwickelt man zu fast allen anderen Teilhabenden. 150 Minuten, versehrt mit schauspielerischen Glanzleistung, einer Parabel zur Passionsgeschichte und grenzenloser Liebe, werden wie im Flug in einem der traurigsten, zugleich aber auch schönsten Filmenden überhaupt abgeschlossen.

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BigDi

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Wenn ich doch nur Zeit fände, mir die TV-Aufnahme endlich anzusehen. :-/


eXonic

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Nimm dir wirklich viel Zeit dafür. Mich hat der Film ziemlich aufgewühlt. Keine leichte Kost, die man mal zwischendurch anschauen kann.



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