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Der Geschmack von Rost und Knochen

De rouille et d'os / Rust and Bone (2012), BE/FR Laufzeit 127 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 10.01.2013


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7.8
Kritiker
45 Bewertungen
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7.5
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1595 Bewertungen
116 Kommentare
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von Jacques Audiard, mit Marion Cotillard und Matthias Schoenaerts

In Der Geschmack von Rost und Knochen findet Marion Cotillard nach einem schweren Unfall neuen Lebensmut im schroffen Muskelpaket Matthias Schoenaerts.

Im Mittelpunkt von Der Geschmack von Rost und Knochen steht die Französin Stéphanie (Marion Cotillard), die als Dompteurin von Meeressäugern in einem Erlebnispark arbeitet. Eines Tages wird sie durch Unachtsamkeit von einem Orka getroffen und schwer verletzt. Ihre Beine müssen amputiert werden. Ein schwerer Schlag für die lebenslustige, junge Frau. Die völlig neue Lebenssituation stellt für sie eine schier unerträgliche Herausforderung dar. Als sie den ungehobelten Türsteher Alain (Matthias Schoenaerts) kennenlernt, hilft ihr unerwarteterweise gerade seine schroffe und mitleidslose Art neuen Lebensmut zu schöpfen. Als sie sich näher kommen, wird jedoch klar, dass auch Alain mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen hat.

Hintergrund & Infos zu Der Geschmack von Rost und Knochen
Jacques Audiard führte bei Der Geschmack von Rost und Knochen Regie und entwickelte gemeinsam mit Thomas Bidegain das Drehbuch. Als Vorlage diente den beiden die Kurzgeschichtensammlung des Autors Craig Davidson. Zuvor arbeiteten Audiard und Bidegain bereits gemeinsam an dem Gefängnisdrama Ein Prophet, in dem Tahar Rahim (Black Gold) und Niels Arestrup (Gefährten) zu sehen waren. (AP)

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  • Der Geschmack von Rost und Knochen
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  • Rust and Bone
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Mehr Bilder (23) und Videos (2) zu Der Geschmack von Rost und Knochen


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Der Geschmack von Rost und Knochen
Genre
Melodram, Drama
Zeit
2010er Jahre
Ort
Südfrankreich
Handlung
Aggressivität, Amputation, Angriff durch Tier, Aquarium, Armut, Bare Knuckle-Boxen, Beschützer, Bruder-Schwester Beziehung, Depression, Ertrinken, Gegensätzliche Liebe, Killerwal, Körperlich Behinderter, Liebe gegen alle Widerstände, Macho, Manieren, Meer, Mitleid, Muskeln, Nacktbaden, Prothese, Rollstuhl, Schlechter Vater, Schwimmen, Selbstmitleid, Sohn, Strand, Tiere, Trainer, Unfall, Vater, Vater-Sohn-Beziehung, Verletzung, Verlieben, Wal, Wasser, Wut und Hass
Stimmung
Berührend, Hart, Traurig
Zielgruppe
Frauenfilm, Pärchenfilm
Verleiher
Wild Bunch/Central Film
Produktionsfirma
Canal+, Casa Kafka Pictures Movie Tax Shelter Empowered by Dexia, Ciné+, France 2 Cinéma, France Télévisions, Les Films du Fleuve, Lumière, Page 114, Radio Télévision Belge Francophone, Région Provence-Alpes-Côte d'Azur, VOO, Vlaams Audiovisueel Fonds, Why Not Productions

Kritiken (37) — Film: Der Geschmack von Rost und Knochen

stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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8.5Ausgezeichnet

Ausdrucksstarkes Gefühlsdrama, ausgetragen auf den Schultern der beiden herausragenden Hauptdarstellern.

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Flibbo: Wie ist der Film?

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6.0Ganz gut

[...] Sozialkritische Andeutungen ertrinken in Melodram und einer kühlen, fragmentarischen Liebesgeschichte über auf unterschiedliche Weise kaputte Menschen. Es bleibt ein wenig aussagekräftiger, gekonnt bebilderter Film mit unsichtbaren und damit perfekten visuellen Effekten, die uns von der Behinderung der Protagonistin überzeugen. Schwierig. In seiner schrulligen Art mit viel Spielraum für eigene Gedanken wirkt „Der Geschmack von Rost und Knochen“ für die einen ungeheuer intensiv, für die anderen lahm.

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JackoXL: Die Drei Muscheln

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8.0Ausgezeichnet

Ein Film, der nicht nur sich und seine Figuren, sondern ganz besonders den Zuschauer ernst nimmt. Unaufgeregt bringt uns Jaques Audiard die Protagonisten näher, lässt uns selbst ein Bild von ihnen machen und drückte sie uns nicht nach 5 Minuten als vorgestanzte Schablonen auf. Er beherzigt das, was für Filme diese Art elementar wichtig ist und an dem leider viele scheitern: Es findet keine emotionale Manipulation statt. Niemals stellt sich das Gefühl ein, jetzt so oder so fühlen zu MÜSSEN, weil es der Regisseur so haben will. Audiard überlässt es uns selbst, wie wir die Szenen und die Charaktere beurteilen, vertraut auf die Empathie des Zuschauers, was manche Filmemacher dem Publikum scheinbar absprechen oder Angst davor haben, ihr Film würde sonst nicht funktionieren und kalt lassen. Im Gegenteil, dadurch gelingt es "Der Geschmack von Rost und Knochen" erst, sich den Figuren nahe zu fühlen, auch und gerade, da sich nicht vor Ambivalenz gescheut wird. Speziell die Figur von Alain ist weder schwarz noch weiß, mal aufbrausend, schroff und rücksichtslos, dann wieder auf seine Art sogar enorm liebe- und verständnisvoll. Das wirkt authentisch, ehrlich, nicht wertend, sondern schlicht beobachtend. Das Werten wird uns überlassen.

Das alles so erstklassig funktioniert, liegt natürlich nicht zuletzt an den grandiosen Darstellern. Matthias Schoenaerts liefert nach seinem starken Auftritt in "Bullhead" wieder eine Glanzleistung. Einer der wenigen Darsteller, der nicht nur auf sein bulliges Erscheinungsbild, mit dem er eigentlich prädestiniert für Actionfilme scheint, zu reduzieren ist, sondern schwierige Charaktere darstellen kann. Und dann natürlich Marion Cotillard, umwerfend. Abgerundet wird das Gesamtbild durch die wunderschöne Kameraarbeit und ein erstaunlichs Gefühl dafür, wie selbst eher nervige Popsongs eine Szene optimal unterstützen können, wie die akustische Körperverletzung Fireworks von Schreihals Katy Perry.

Ein erwachsener Film für ein erwachsenes Publikum...aber auch für mich. ;)

27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

JackoXL

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Ab und zu dürfen wir auch Filme für Erwachsene gucken...also die Jugendfreien. :D


Deathpool

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Na endlich, dachte schon ich darf das nie^^


SoulReaver: CinemaForever, D3M

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8.0Ausgezeichnet

[...] »Der Geschmack von Rost und Knochen« lebt voll und ganz von seinen Charakteren, die natürlich brillant von Marion Cotillard und Matthias Schoenaerts verkörpert wurden, und entfacht dadurch die Emotionalität, die selbst kleinen Augenblicken eine impulsive Wucht der ganz besonderen Sorte verleiht. Da sind gesellschaftskritische Subtexte von Lohnabhängigkeit nur noch nebensächliche Nuancen. Hier geht es um Menschen, um Gefühle, um gestrandete Seelen, die zum erneuten Wellenritt ansetzen. [...]

Kritik im Original 22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

Dani95

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<3!


SoulReaver

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<3


Andreas Borcholte: Spiegel Online Andreas Borcholte: Spiegel Online

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9.0Herausragend

"Der Geschmack von Rost und Knochen" erzählt auf schroffe, sehr berührende Weise, wie eine versehrte Waltrainerin und ein verhärteter Kampfsportler einander begegnen. Einer der besten Liebesfilme seit langem.

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Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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9.5Herausragend

Schleier für Schleier wird gelupft, damit wir uns am Ende dem Kern der Hauptfigur nähern können. Audiard ist ein Meister. Er muss nicht ausformulieren und weiß welche Einstellungen sitzen. Eine großartige Reise die schlussendlich gänzlich ohne Kitsch und Schmalz auskommt - um dann mitten ins Herz zu treffen.

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Janus Winter

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Auf deutsch geschaut oder OmU?


Mr.Vengeance

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Mittlerweile sowohl als auch. Die Synchronisation ist aber meiner Meinung nach okay in diesem Fall.


Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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8.5Ausgezeichnet

Blut und Muskeln, Haut und Schweiß, fettiges Haar und Narben, "Der Geschmack von Rost und Knochen" ist ein Film der Texturen und oftmals sehr oberflächlich, da es ihm reicht zu beobachten und Situationen eskalieren zu lassen. Er ist auch oberflächlich, weil er sich videoclipartigen Montagen hingibt und sie mit Pop-Musik füllt, die direkt den Lebenswelten der Figuren entlehnt ist. Kino ist und bleibt oberflächlich, aber Jaques Audiards harte und aufwühlende Inszenierung befriedigt sich nicht am eigenen Bild. Sie weist nach innen. Unfassbar, wie es ihm gelingt einem künstlichen Erbauungskitschsong wie Kate Perrys "Firework" Poesie und Schönheit abzuringen. Die risikohafte Liebesgeschichte, die leicht in einem Meer aus Klischees ertrinken hätte können, erzählt Audiard äußerst geradlining und unvorhersehbar, eben weil wir die Figuren den ganzen Film über erst kennen lernen. Wir nähern uns ihnen so wie sich einander nähern. Liebe ist halt ein Prozess, der erst zum Schluss an die Oberfläche tritt und die Oberfläche ist das Ziel aller Audiard-Filme. Selten ist Kino so kraftvoll und schön, sentimental und gewalttätig zugleich.

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alviesinger: bummelkino

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5.5Geht so

Die erste Enttäuschung des neuen Kinojahres! Suggerierte der zweifelsohne geniale Trailer noch ein dramatisches Bombast-Drama, versinkt die international fragwürdigerweise abgefeierte rührselige Romanze in voller Länge alsbald in schlichter Nüchternheit. Regisseur und Autor Jaques Audiard hat mit „Der wilde Schlag meines Herzens“ und „Der Prophet“ bisher Großartiges geleistet. Doch sein aktuelles Werk mit einer arg konstruierten Geschichte fällt hinten ab. Audiard verzichtet diesmal auf triefende Emotionen und inszeniert schnörkel- wie auch weitgehend gefühllos. Damit tut er seiner Schmalspurgeschichte über einen körperlichen Krüppel und einen Gefühlskrüppel beileibe keinen Gefallen. Beim Zuschauer kommt zu keiner Zeit Mitgefühl noch Interesse an den Figuren auf. Die Leiden der Liebenden wirken aufgesetzt – auch das routinierte Spiel von Marion Cotillard und des recht properen Matthias Schoenaerts richten da wenig aus. Audiards linearische Verliererballade ist nicht der erwartete cineastische Schlag in die Magengrube á la „Schmetterling und Taucherglocke“, sondern bietet blöderweise nur zwei Stunden lang mittelmäßiges Gefühlskino voll aufgeblasener Dramatik.

Kritik im Original 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

lieber_tee

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Da habe ich gerade den Eindruck das du viele Äpfel und Birnen mit Gemüse zusammen packst..:).


Tekl

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Die Vergleiche bezogen sich alleine auf den Sprachgebrauch und sollten keine Verbindung zum Inhalt oder zum Rezensenten herstellen.


Marguerite Seidel

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8.0Ausgezeichnet

Jacques Audiard reißt das Korsett des Sozialdramas mit den Mitteln der Ästhetik auf und verschmilzt in Der Geschmack von Rost und Knochen Abbild und Sinnbild zu einer sehenswerten höheren Realität.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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9.0Herausragend

Zwischen den Extrempolen Côte d’Azur und verschneiten Ardennen, zwischen großen Namen und intensivstem Autoren-Drama packt Der Geschmack von Rost und Knochen in fast jeder Szene. Stärker noch, er haut um, schockt, bewegt, erschüttert.

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Christoph Huber: Die Presse Christoph Huber: Die Presse

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5.5Geht so

Die Schauspieler machen ihre Sache gut, auch die digitale Retusche, die für Cotillards glaubhafte Beinlosigkeit sorgt. Audiard jedoch lässt einen nie vergessen, dass es seine Show ist. [...] Audiard [packt] noch Überwältigungsmusik von Katy Perry bis Bruce Springsteen drauf: Der Herzschlag des Films ist Videoclip-Sentimentalität.

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Stefan Benz: Echo - Online Stefan Benz: Echo - Online

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8.5Ausgezeichnet

So ausgedacht diese Geschichte ist, so wenig versucht die Regie von Der Geschmack von Rost und Knochen etwas zu erklären, entfesselt lieber die Figuren in ihrem eindrucksvollen Spiel.

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Anke Leweke: taz, Deutschland Radio Anke Leweke: taz, Deutschland Radio

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8.5Ausgezeichnet

Der Geschmack von Rost und Knochen ist ein schöner Liebesfilm. Und es sind die Körper, die den Figuren voraus sind, die weit besser ihre Sehnsüchte, ihre Bedürfnisse zu kennen scheinen.

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Michael Pekler: Der Standard Michael Pekler: Der Standard

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8.0Ausgezeichnet

[...] bereits in den ersten Momenten von Der Geschmack von Rost und Knochen wird ersichtlich, dass Audiard in keiner Weise am melodramatischen Potenzial seiner Erzählung - einer Kompilation zweier Kurzgeschichten des Autors Craig Davidson - interessiert ist, sondern an den Auswirkungen körperlicher Versehrtheit.

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Katja Nicodemus: NDR Katja Nicodemus: NDR

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8.0Ausgezeichnet

Der Geschmack von Rost und Knochen ist ein Film, der seine beiden Helden abheben lässt und von der Schwerkraft ihrer Körper befreit.

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Kerstin Decker: Der Tagesspiegel Kerstin Decker: Der Tagesspiegel

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7.5Sehenswert

Jacques Audiards entdeckt die Zweisamkeit. Sein starker Beziehungsfilm Der Geschmack von Rost und Knochen' ist wie ein Faustschlag Poesie.

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Daniel Sander: Spiegel Online Daniel Sander: Spiegel Online

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8.0Ausgezeichnet

Marion Cotillard [...] braucht eigentlich keinen [Oscar] mehr - doch was sie in Der Geschmack von Rost und Knochen leistet, ist einfach zu gut, als dass es die Academy nicht wenigstens mit einer Nominierung würdigen wird. Es ist, als ob man durch ihre Augen hindurch direkt ins Innerste schauen könnte.

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Magali-Ann Thomas: BR Magali-Ann Thomas: BR

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9.5Herausragend

Der Geschmack von Rost und Knochen ist ein meisterhaft inszeniertes Melodram von Regisseur Jacques Audiard, der zwei Außenseiter der Gesellschaft in eine Liebesgeschichte manövriert, die ihresgleichen sucht. [...] Souveränes Kino, wortkarg und bildreich.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

José Garcia: Textezumfilm

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7.0Sehenswert

Das nach Craig Davidsons Kurzgeschichte „Rust And Bone“ von Jacques Audiard und Thomas Bidegain verfasste Drehbuch lässt insbesondere zwei Menschen aufeinander treffen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Auf der einen Seite die zerbrechliche, unterkühlt-rätselhaft erscheinende Stéphanie, auf der anderen der auf Körperlichkeit setzende, in seiner Offenheit fast einfältig wirkende und zu keiner Bindung fähige Ali. Bezeichnend sind in diesem Zusammenhang die Szenen, in denen er seinen kleinen Sohn immer wieder vergisst oder einfach bei seiner Schwester abgibt. Langsam nähern sich die beiden an, und damit entwickelt sich ihr Charakter: Tritt Stéphanie aus ihrer Isolation heraus, so empfindet Ali nach und nach erstmals für eine Frau etwas mehr als körperliche Anziehung. Dass diese Entwicklung glaubwürdig wirkt, verdankt „Der Geschmack von Rost und Knochen“ neben der Schauspielerführung von Jacques Audiard insbesondere der Darstellung durch Marion Cotillard und Matthias Schoenaerts. Der französischen Schauspielerin gelingt es, nicht nur die Behinderung, sondern auch die komplexen Gefühle ihrer Figur völlig authentisch darzustellen. Eine besondere Anerkennung gebührt im Übrigen auch den Spezial Effekten-Machern, denen die computerunterstützte „Amputation“ so hervorragend glückt, dass dem Zuschauer in keinem Augenblick dieser Trick auffällt. Aber auch dem belgischen Schauspieler Matthias Schoenaerts gelingt eine hervorragende Darstellung einer Entwicklung, die der Zuschauer kaum für möglich gehalten hätte.

Das Wechselbad der Gefühle setzt Kameramann Stéphane Fontaine in kontrastreiche Bilder um: Obwohl helle Farben der bezaubernden Côte d’Azur- Landschaft dominieren, deren Heiterkeit mit dem tragischen Schicksal Stéphanies und mit Alis tristem Alltag gar nicht zusammenpassen will, werden sie immer wieder mit in kaltes Neonlicht getauchten Einstellungen kontrastiert. Allerdings stehen diese kontrastreichen Bilder häufig im Dienst einer teilweise kruden Gewaltdarstellung. Darüber hinaus stören die wiederholten Sexszenen und der teilweise sprunghafte Schnitt den Rhythmus des Filmes. Trotz dieser Schwächen und eines gegen Ende arg konstruierten Drehbuchs, das sich zwischen Melodram und Liebesgeschichte nicht ganz entscheiden kann, überzeugt „Der Geschmack von Rost und Knochen“ letztlich in der Darstellung menschlicher Zerbrechlichkeit. Bei allem Leid, das Stéphanie und Ali im Laufe der Handlung erfahren, aber auch bei den vielen Fehlern, die sie machen, schaffen sie es jedoch, daraus zu lernen und sich zu entwickeln. Die Kraft dazu beziehen sie aus dem Kampf vor allem gegen die eigenen negativen Seiten, insbesondere aber aus der Liebe zueinander.

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Michael Ranze: film-dienst, Spiegel Michael Ranze: film-dienst, Spiegel

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9.0Herausragend

Matthias Schoenaert, [...] überzeugt mit einer unkontrollierten Energie, die sich zerstörerisch Bahn bricht und die Zerbrechlichkeit und herbe Schönheit Marion Cotillards kontrastiert. Audiard findet aber auch immer Bilder, die man so noch nicht gesehen hat, die überraschen und bewegen.

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Alle Kritiken (37)


Kommentare (79) — Film: Der Geschmack von Rost und Knochen


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Kill_Diether

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Bewertung9.5Herausragend

Scheinbare Gleichgüligkeit trifft gefallene Prinzessin. Zwei ambivalente Figuren haben eines gemeinsam: sie sind Verlierer. Beide anders, aus verschiedenen Gründen. Genau das lässt die hoch emotionale Geschichte nicht beliebig werden. Denn der Regisseur zeigt uns echte menschliche Reaktionen. Und wie in der Realität müssen diese Reaktionen nicht akzeptiert werden. Für den, der die üblichen Hollywood-Muster für Emotionen erwartet, könnte das Einlassen auf Extreme schwierig werden.

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JoergStajner96

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Tolle Geschichte um eine Liebe, die keine ist.
Gute Schauspieler

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Kill_Diether

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Wieso ist das keine Liebe? Meinst du damit porentief reine romantische selbstlose Emotionen? So völlig frei vom sozialen und persönichem Umfeld?


Freak89

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehenswertes Drama, welches die schlechten Seiten des Menschen aufzeigt. Hier wird deutlich wie schwer es eine Person hat nach einem Schicksalsschlag zurück in die Spur zu finden und nicht verschlossen für sich zu leben. Authentische Dialoge, ungeschönte Darstellung und eine herausragende Marion Cotillard geben diesem Film ein Gesicht. Punktabzug für den unsympathischen Hauptdarsteller sowie die doch recht sinnlose Prügelaction.

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anakyn

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich fand den Film okay, wenn auch ein wenig verwirrend. Er wirkt auf mich wie viele kleine Storypuzzleteile, die irgendwie nie richtig zu einem großen Ganzen werden. Viele Dinge finden statt und laufen dann einfach so aus (die Sache mit den Kameras z.B.).

Ali ist auch so unsympathisch! Ist er am Schluss ein besserer Mensch weil er Steph getroffen hat? Ist er ein besserer Vater? Ist sein Leben besser? Oder ging es die ganze Zeit nur um Stephanie?

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KAbitz

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Bewertung7.5Sehenswert

Intensives, schonungsloses und stylisches Liebesdrama über zwei Menschen, die die Liebe erst wieder finden müssen. Marion Cottliard wie immer grandios.

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angelmoonsoul

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Bewertung7.5Sehenswert

Wahnsinnig toller Film mit einer atemberaubenden Marion Cottilard und einem guten Matthias Schoenaerts!

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jorg.hoffmann.9849

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Bewertung7.5Sehenswert

Ali und sein Sohn Sam sind obdachlos, bis sie in die kleine Garage von Alis Schwester ziehen können. Das ist nicht viel, aber genug! Bei einer Kneipenschlägerei lernt der junge Vater dann plötzlich die schöne Stéphanie kennen, mit der er danach viel Zeit verbringt. Und obwohl die beiden Charaktere unterschiedlicher nicht sein könnten, verlieben sie sich ineinander. Aber eines Tages wird Stéphanie Opfer eines schrecklichen Unfalls und alles ändert sich.

Der Geschmack von Rost und Knochen ist wie ein Schlag in die Magengrube. So handelt der Film von sozialer Kälte, harter Realität und Schicksalsschläge. Dabei beweist einmal mehr Oscar Preisträgerin Marion Cotillard, was in Ihr steckt. Sie spielt das zerbrechlich brilliant, als sie Opfer eines schweren Unfalls wird und schweißt sich mit Ali zusammen, der ziellos zwischen Boxkämpfen und Gelegenheitsjobs hin und her trudelt. Das der Film letztendlich nicht vollends katastrophal endet, macht zumindest Hoffnung, daß es für beide noch eine Chance gibt. Für das schwer verdauliche aber großartige gespielte Drama vergebe ich 7,5/10.

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vanilla

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zunächst muss ich sagen, dass der Trailer zum Film, einer der Besten ist, den ich je gesehen habe. Diese Bilder, untermalt von der Musik der Band M83, sind einfach magisch und ziehen einen sofort in ihren Bann.
Man hat regelrecht das Verlangen diesen Film zu sehen und so müssen gute Trailer sein.

Durch sehr gute Prognosen und Bewertungen, habe ich mit dem Hammer schlechthin gerechnet und vielleicht war das auch der Fehler, den ich gemacht habe.
Denn der Film ist wahrlich super, jedoch nicht ganz das was ich erwartet habe.
Die Schauspieler, Marion Cotillard, die sinnliche, schöne Frau, die auch noch unglaublich gut schauspielern kann und Matthias Schoenaerts, der sympathische Newcomer, sind gigantisch und brauchen sich hinter keinem auf der Welt zu verstecken.
Was mich am meisten gestört hat, ist dass es zu wenig HERZ gab.
Ich musste nicht weinen, oder mit den Tränen kämpfen.
Es gab fast keine magischen Momente, wie es der ganze Trailer zelebrierte.
Es entsteht auch irgendwie keine spezielle Bindung, oder Sympathie zu den Charakteren, deshalb fiel es mir auch schwer gänzlich mit den beiden mitzufühlen.
Vielleicht der Moment am gefrorenen See zum Ende hin, da hat mein Herz ein wenig gepocht.
Ansonsten gab es beinahe nur animalisches zu sehen.
Bettbeziehungen zu genüge.
Körperliche Bedürfnisse müssen gestillt sein, dann geht es einem immer gut.
Wer´s glaubt wird selig.
Die Probleme, die man so im Leben hat, sind manchmal erdrückend und lassen einem keine Luft zum Atmen.
Der eine hat mehr davon und der andere weniger. Der eine hat eine schwerere Last zu tragen, jedoch haben es beide schwer auf eine unterschiedliche Art und Weise.
Der eine zerbricht an dieser Last, der andere wird nur noch stärker.
Doch die Hoffnung auf Besserung und das Prinzip "Geteiltes Leid = Halbes Leid" werden in diesem Film stark präsentiert und geben auch dem Zuschauer, mit seinen Problemen und Leidenswegen, etwas davon zurück und genau das zeichnet diesen Film für mich aus.
Man schöpft neuen Mut und neue Kraft, die man zum Leben braucht, vor allem nach schweren Schicksalsschlägen.
Der Sondtrack ist der HIT. Bon Iver sind klasse und machen hervorragende Musik zum Dahinschmelzen.
Wenn der Film doch nur mehr Herz gehabt hätte, dann hätte es vielleicht sogar einer meiner Lieblingsfilme werden können. Potential war da und wurde für meinen Geschmack etwas in die falsche Richtung gelenkt.
Aber was soll´s? Den meisten gefällt er doch, oder???

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Drehmumdiebolzen

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M83, da war doch was...? Haben die nicht den "Oblivion" Score gemacht?


vanilla

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correcto mundo;-))
Die haben echt was drauf......


Realizator

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich kann keinen Film als gut bezeichnen, wenn in diesem die negativsten Aspekte der Menschen als Vorbild gezeigt werden. Nein danke!

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Main90

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welche "negativsten Aspekte des Menschen" werden hier als Vorbild gezeigt? hab ich einen anderen Film gesehen?


BobHanson

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Bewertung6.0Ganz gut

Prinzipiell kein schlechter Film und keine schlechte Idee. Allerdings fand ich die Figur des Ali einfach zu oberflächlich. Er verhält sich den größten Teil des Films als A...loch gegenüber seinen Mitmenschen, selbst gegenüber seinem eigenen Sohn, sodaß dem Charakter hier etwas mehr emotionale Tiefe gut getan hätte. Die schauspielerische Leistung fand ich auch eher durchschnittlich. Für mich kam dann das Ende sehr gekünstelt und zu gewollt rüber.

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furkan.oezbek

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Das fand ich genau so. Ali ist nicht gerade ein guter Typ. Das war auch irgendwie mein Problem...


Main90

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also weil er ein ar....loch ist fehlt ihm an tiefe? das erschließt sich mir nicht. ich hab zwar die meiste Zeit nicht mit Alain mitgefühlt weil er mir sehr stumpf wirkte und seinen Sohn und Mitmenschen rücksichtslos behandelt. Ich fand ihn auch eher unsympatisch. Aber genau solch einen Menschen trifft Marion nach ihrem Unfall. Und genau dieser Typ Mensch scheint hier ein Merkmal zu haben, welches ihn von den meisten Menschen unterscheidet. Er macht ihren Unfall nicht komplizierter als er sowiso schon ist. Er macht quasi das beste aus ihrer Situation. Auch wenn es vielleicht nicht bewusst passiert.

Ich persönlich finde es sehr schön wie man hier eine Figur, die man normalerweise nicht für eine Hauptrolle nehmen würde, erzählen lässt. Meiner Meinung nach eine überdurchschnittlich authentische Figur. Ich konnte mich nicht persönlich in sie hineinfühlen aber auf mich wirkte sie realer als manch andere tiefgründige Figur.


rucksta

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Emotional. Hart. Ehrlich. Traurig und aufmunternd.
Ein klasse Drama (für Sie und Ihn).

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furkan.oezbek

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Bewertung9.0Herausragend

Ein sehr mitreisender Film.Sehr sehr schöne Optik und faszinierend verfilmt.Die Schauspieler machen ihre Arbeit sehr gut und an sich ist der Film sehr gut.Nur passen wie ich finde einige Szenen nicht zum Film...

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Val Vega

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Bewertung6.0Ganz gut

Leider; leider! Die nächste Enttäuschung im Kinojahr 2013, das mir mittlerweile immer mehr auf den Sack geht! Doch dabei hatte ich doch beschlossen mich nur noch auf jene Produktionen zu stürzen; die meines Erachtens in meine Jahres Top 10 einziehen könnten. „Der Geschmack von Rost und Knochen“ hätte nämlich auch so gut werden können. Und wahrlich, der Film ist um so mit hoher Wahrscheinlichkeit besser, als die von mir abgegebene Bewertung.

Im Grunde passt einfach alles Zusammen. Marion Cotillard spielt klasse, genauso wie der bis dato unbekannte Matthias Schoenaerts. Die beiden geben ein schön ungleiches aber sich emotional so nahestehendes Paar ab, die beide auf ihre Weise nicht mehr wissen, wie sie mit dem Leben umgehen sollen. Das Drehbuch ist schön ausgeglichen. Es definiert alle Charaktere schön und die Regie gibt sich viel Mühe und die Kamera, ja die Kamera ist perfekt und großartig!

Aber irgendwas hat mir dennoch nicht gepasst am Film. Er ließ mich so kalt… Und ich finde somit hat der Film in der für ein Drama wohl wichtigsten Disziplin versagt…Wie Schade! Denn der Film hätte mir doch so gefallen können. Alles ließ mich unberührt. Naja es gab zwar eine magische Szene, aber mehr nicht.
Ich kann kaum sagen, warum mir der Film nicht so gut gefiel, wie ich gehofft hätte. Vielleicht ist einfach nicht mein Tag. Vielleicht haben andere Filme mit ähnlicher Thematik, die Messlatte zu hochgelegt… Schade.

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OpusEst

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Das französische Silver Linings. Wunderbar!

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OpusEst

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Ja realer ist er, da stimme ich dir zu, auch weil nicht im Hollywoodstil auf Hochglanz poliert. Ob er auch besser ist, für mich schwer zu sagen. Sind beides großartige Filme. Was bei Silver Linings noch dazu kommt ist eine stärkere Einbeziehung des Milieus, was den Film wirlich besonders macht. Wenn ich da an die unglaubliche Darbietung von Robert DeNiro denkte oder die allgemeine Darstellung der familiären Verhältnisse, dann muss ich einfach sagen, dass Silver Linings in gewisser Weise komplexer ist.
Vielleicht sind es dann gerade diese Konflikte, die Silver Linings weniger realer erscheinen lassen.


Bremser.Original

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Ich selbst finde Silver Linings, im Gegensatz zur Masse, nicht sehr gelungen. Der Film schafft für mich nicht den Spagat zwischen Drama und witziger, leichter Darstellung, sondern verfällt für mich sogar in den Klamauk ohne es zu wollen. Die Schilderung von zu Hause oder die Szenen während des Joggings werden dem Anspruch des Films nicht gerecht. Das Beste in SL ist für mich das Schauspiel, nur kann dies dem unentschlossenen Drehbuch auch nicht mehr den Kick geben. Das französische Drama hingegen verzichtet auf klamaukartige, unpassende Einlagen und ist in manchen Szenen sogar schonungslos offen. Hier „spürt" man auch die Darsteller direkter und kann viel tiefer in die Gefühlswelt eindringen und ist somit automatisch mehr mit den Umständen konfrontiert. Ich weiß, dass ich mit meiner Ansicht in der Minderheit bin, aber Silver Linings ist für mich einer der meist überschätzten Filme des entsprechenden Kinojahres.


Schafbloekt

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Bewertung9.0Herausragend

Insgesamt für mich ein sehr runder, gefühlvoller Film mit guten Darstellern und 3 Free Willys.
-2 für ein paar Kleinigkeiten, zu oft Gesehenes und so
+1 für Bon Iver (die mag ich)

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Hartigan85

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

„Der Geschmack von Rost und Knochen“ ist ein eindringliches und hervorragend gespieltes französisches Drama von Jacques Audiard.
In den Hauptrollen sind die wunderbare Marion Cottilard und Newcomer Matthias Schoenaerts zu sehen, beide liefern absolute Glanzleistungen ab. Erzählt wird eine Liebesgeschichte zweier komplett unterschiedlicher Menschen, die es nicht einfach im Leben haben. Sie durch einen tragischen Unfall, er eher durch eigenes Verschulden. Langsam nähert sich das ungleiche Paar einander an und merkt, dass sie sich gegenseitig brauchen....
Der emotionale Film bietet viele wundervolle Momente (SPOILER: Die Szene als Marion Cottilard wortlos vor dem Becken mit dem Orca steht und ihn dirigiert ist ganz groß und magisch! SPOILER ENDE) und konnte mich restlos begeistern, nicht zuletzt dank der tollen Leistungen der beiden Hauptprotagonisten. Das Drama ist handwerklich perfekt inszeniert, vor allem auch die Effekte können überzeugen, die fehlenden Beine wirken absolut echt. Der Soundtrack ist ebenfalls klasse gewählt und enthält einige tolle Songs.
„Der Geschmack von Rost und Knochen“ ist ein beeindruckendes, intensives, brillant inszeniert und besetztes, tragisches, wunderschönes und authentisches Drama.

http://www.youtube.com/watch?v=8aU4sWj2H5M

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Lydia Huxley

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Na, Stefan, wenn du das sagst, dann glaube ich das auch! ^_^


Hartigan85

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@jacker: Danke für den Tipp, dann werde ich mir das Bonus-Feature auch mal ansehen. :) Ja, gab einige großartige Momente. Ich denke auch an die Szene als er beim Kampf eigentlich schon geschlagen ist, dann sieht wie sich die Autotür öffnet, sie mit den Prothesen auf ihn zukommt und er so nochmal neuen Mut fasst und gewinnt.
@vanilla: Ja, du darfst dich freuen. :)
@Balti: Ich wäre auch dafür, dass solche Effekte mehr honoriert werden und nicht immer die größte Materialschlacht wie z.B. Transformers usw.
@CHF: Vielen Dank! :)
@lydia: Was CHF sagt. :-)


Cayopei

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich kann nur hoffen, dass Chris Nolan sich den Film angesehen hat und sich nun zumindest ein wenig schämt, weil er die hervorragende Marion Cotillard bisher nur als fleischgewordene Stehlampe eingesetzt hat...

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oliver.dambeck

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Ich denke, dass Cotillards Durchbruch durch das Piaf Biopic kam, in dem sie ihre Wandlungsfaehigkeit gut zeigen konnte.


Cayopei

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Ja, klar. Da kann ich Dir nur zustimmen. Mir ging es in meinem Kommentar auch eher um ihre Einsätze in amerikanischen Filmen, die ja eher "phoned in" wirken.


svensen

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Bewertung2.0Ärgerlich

Nee das war nix....ich dachte nach den Bewertungen hier muss das ein echt guter Film sein...absolut gar nix, ich weiß schon warum ich bei nem französischen Film skeptisch war, ZURECHT! Unsympathische Hauptdarsteller, absolut hässlige Sets, der Mist mit den Kampfszenen...bitte was war das?! Das passte überhaupt nicht! Wem es gefällt das ganze ok....aber ich fand diesen Film 0 berührend - 0 Spannung - 0 Charakter! Warum ich 2 gebe? Ich hab ihn immerhin bis zum Ende geschaut, bei ner 0er Wertung hätte ich eher ausgemacht, wären mir die 2 EUR Gebühr nicht zu schade gewesen!

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Lorion42

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Bewertung7.5Sehenswert

Es ist faszinierend, wie klar diese Geschichte erzählt wird ohne dabei Stellung zu beziehen. Es werden viele Themen angesprochen, aber durch eine gewisse Distanz wird nirgends eine Wertung gesprochen. Das macht den Film besonders, lässt mich aber auch mit einem großen Fragezeichen zurück. Leute die großes Drama ohne Moralkeule mögen, werden den Film lieben.

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benjamin.zahnd

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Bewertung9.0Herausragend

Nachdem den dazugehörigen trailer sah, wusste ich das ich den sehen muss. Es ist ein sehr guter film, marion cotillard finde ich toll! Es hat einige sehr schöne szenen dabei...

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