Der Geschmack von Rost und Knochen

De rouille et d'os / Rust and Bone (2012), BE/FR Laufzeit 127 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 10.01.2013

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7.9
Kritiker
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7.6
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72 Kommentare
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von Jacques Audiard, mit Marion Cotillard und Matthias Schoenaerts

In Der Geschmack von Rost und Knochen findet Marion Cotillard nach einem schweren Unfall neuen Lebensmut im schroffen Muskelpaket Matthias Schoenaerts.

Im Mittelpunkt von Der Geschmack von Rost und Knochen steht die Französin Stéphanie (Marion Cotillard), die als Dompteurin von Meeressäugern in einem Erlebnispark arbeitet. Eines Tages wird sie durch Unachtsamkeit von einem Orka getroffen und schwer verletzt. Ihre Beine müssen amputiert werden. Ein schwerer Schlag für die lebenslustige, junge Frau. Die völlig neue Lebenssituation stellt für sie eine schier unerträgliche Herausforderung dar. Als sie den ungehobelten Türsteher Alain (Matthias Schoenaerts) kennenlernt, hilft ihr unerwarteterweise gerade seine schroffe und mitleidslose Art neuen Lebensmut zu schöpfen. Als sie sich näher kommen, wird jedoch klar, dass auch Alain mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen hat.

Hintergrund & Infos zu Der Geschmack von Rost und Knochen
Jacques Audiard führte bei Der Geschmack von Rost und Knochen Regie und entwickelte gemeinsam mit Thomas Bidegain das Drehbuch. Als Vorlage diente den beiden die Kurzgeschichtensammlung des Autors Craig Davidson. Zuvor arbeiteten Audiard und Bidegain bereits gemeinsam an dem Gefängnisdrama Ein Prophet, in dem Tahar Rahim (Black Gold) und Niels Arestrup (Gefährten) zu sehen waren. (AP)

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Cast & Crew


Kritiken (34) — Film: Der Geschmack von Rost und Knochen

SoulReaver: CinemaForever

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8.5Ausgezeichnet

[...] »Der Geschmack von Rost und Knochen« lebt voll und ganz von seinen Charakteren, die natürlich brillant von Marion Cotillard und Matthias Schoenaerts verkörpert wurden, und entfacht dadurch die Emotionalität, die selbst kleinen Augenblicken eine impulsive Wucht der ganz besonderen Sorte verleiht. Da sind gesellschaftskritische Subtexte von Lohnabhängigkeit nur noch nebensächliche Nuancen. Hier geht es um Menschen, um Gefühle, um gestrandete Seelen, die zum erneuten Wellenritt ansetzen. [...]

Kritik im Original 24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 6 Antworten

Hooded Justice

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Dürfte ich den auf meine "Kinojahr 2013" Liste machen, weil der im Januar erst in Deutschland lief, obwohl der überall schon 2012 rauskam?


SoulReaver

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Klar. Alles was 2013 im Kino kam, oder nur auf DVD erschienen ist. Mach ich ja auch so. :)


Andreas Borcholte: Spiegel Online Andreas Borcholte: Spiegel Online

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9.0Herausragend

"Der Geschmack von Rost und Knochen" erzählt auf schroffe, sehr berührende Weise, wie eine versehrte Waltrainerin und ein verhärteter Kampfsportler einander begegnen. Einer der besten Liebesfilme seit langem.

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Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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9.5Herausragend

Schleier für Schleier wird gelupft, damit wir uns am Ende dem Kern der Hauptfigur nähern können. Audiard ist ein Meister. Er muss nicht ausformulieren und weiß welche Einstellungen sitzen. Eine großartige Reise die schlussendlich gänzlich ohne Kitsch und Schmalz auskommt - um dann mitten ins Herz zu treffen.

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Janus Winter

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Auf deutsch geschaut oder OmU?


Mr.Vengeance

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Mittlerweile sowohl als auch. Die Synchronisation ist aber meiner Meinung nach okay in diesem Fall.


Kubrick_obscura: CinemaForever

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8.5Ausgezeichnet

Blut und Muskeln, Haut und Schweiß, fettiges Haar und Narben, "Der Geschmack von Rost und Knochen" ist ein Film der Texturen und oftmals sehr oberflächlich, da es ihm reicht zu beobachten und Situationen eskalieren zu lassen. Er ist auch oberflächlich, weil er sich videoclipartigen Montagen hingibt und sie mit Pop-Musik füllt, die direkt den Lebenswelten der Figuren entlehnt ist. Kino ist und bleibt oberflächlich, aber Jaques Audiards harte und aufwühlende Inszenierung befriedigt sich nicht am eigenen Bild. Sie weist nach innen. Unfassbar, wie es ihm gelingt einem künstlichen Erbauungskitschsong wie Kate Perrys "Firework" Poesie und Schönheit abzuringen. Die risikohafte Liebesgeschichte, die leicht in einem Meer aus Klischees ertrinken hätte können, erzählt Audiard äußerst geradlining und unvorhersehbar, eben weil wir die Figuren den ganzen Film über erst kennen lernen. Wir nähern uns ihnen so wie sich einander nähern. Liebe ist halt ein Prozess, der erst zum Schluss an die Oberfläche tritt und die Oberfläche ist das Ziel aller Audiard-Filme. Selten ist Kino so kraftvoll und schön, sentimental und gewalttätig zugleich.

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alviesinger: bummelkino

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5.5Geht so

Die erste Enttäuschung des neuen Kinojahres! Suggerierte der zweifelsohne geniale Trailer noch ein dramatisches Bombast-Drama, versinkt die international fragwürdigerweise abgefeierte rührselige Romanze in voller Länge alsbald in schlichter Nüchternheit. Regisseur und Autor Jaques Audiard hat mit „Der wilde Schlag meines Herzens“ und „Der Prophet“ bisher Großartiges geleistet. Doch sein aktuelles Werk mit einer arg konstruierten Geschichte fällt hinten ab. Audiard verzichtet diesmal auf triefende Emotionen und inszeniert schnörkel- wie auch weitgehend gefühllos. Damit tut er seiner Schmalspurgeschichte über einen körperlichen Krüppel und einen Gefühlskrüppel beileibe keinen Gefallen. Beim Zuschauer kommt zu keiner Zeit Mitgefühl noch Interesse an den Figuren auf. Die Leiden der Liebenden wirken aufgesetzt – auch das routinierte Spiel von Marion Cotillard und des recht properen Matthias Schoenaerts richten da wenig aus. Audiards linearische Verliererballade ist nicht der erwartete cineastische Schlag in die Magengrube á la „Schmetterling und Taucherglocke“, sondern bietet blöderweise nur zwei Stunden lang mittelmäßiges Gefühlskino voll aufgeblasener Dramatik.

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

lieber_tee

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Da habe ich gerade den Eindruck das du viele Äpfel und Birnen mit Gemüse zusammen packst..:).


Tekl

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Die Vergleiche bezogen sich alleine auf den Sprachgebrauch und sollten keine Verbindung zum Inhalt oder zum Rezensenten herstellen.


Marguerite Seidel

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8.0Ausgezeichnet

Jacques Audiard reißt das Korsett des Sozialdramas mit den Mitteln der Ästhetik auf und verschmilzt in Der Geschmack von Rost und Knochen Abbild und Sinnbild zu einer sehenswerten höheren Realität.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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9.0Herausragend

Zwischen den Extrempolen Côte d’Azur und verschneiten Ardennen, zwischen großen Namen und intensivstem Autoren-Drama packt Der Geschmack von Rost und Knochen in fast jeder Szene. Stärker noch, er haut um, schockt, bewegt, erschüttert.

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Christoph Huber: Die Presse Christoph Huber: Die Presse

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5.5Geht so

Die Schauspieler machen ihre Sache gut, auch die digitale Retusche, die für Cotillards glaubhafte Beinlosigkeit sorgt. Audiard jedoch lässt einen nie vergessen, dass es seine Show ist. [...] Audiard [packt] noch Überwältigungsmusik von Katy Perry bis Bruce Springsteen drauf: Der Herzschlag des Films ist Videoclip-Sentimentalität.

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Stefan Benz: Echo - Online Stefan Benz: Echo - Online

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8.5Ausgezeichnet

So ausgedacht diese Geschichte ist, so wenig versucht die Regie von Der Geschmack von Rost und Knochen etwas zu erklären, entfesselt lieber die Figuren in ihrem eindrucksvollen Spiel.

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Anke Leweke: taz, Deutschland Radio Anke Leweke: taz, Deutschland Radio

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8.5Ausgezeichnet

Der Geschmack von Rost und Knochen ist ein schöner Liebesfilm. Und es sind die Körper, die den Figuren voraus sind, die weit besser ihre Sehnsüchte, ihre Bedürfnisse zu kennen scheinen.

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Michael Pekler: Der Standard Michael Pekler: Der Standard

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8.0Ausgezeichnet

[...] bereits in den ersten Momenten von Der Geschmack von Rost und Knochen wird ersichtlich, dass Audiard in keiner Weise am melodramatischen Potenzial seiner Erzählung - einer Kompilation zweier Kurzgeschichten des Autors Craig Davidson - interessiert ist, sondern an den Auswirkungen körperlicher Versehrtheit.

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Katja Nicodemus: NDR Katja Nicodemus: NDR

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8.0Ausgezeichnet

Der Geschmack von Rost und Knochen ist ein Film, der seine beiden Helden abheben lässt und von der Schwerkraft ihrer Körper befreit.

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Kerstin Decker: Der Tagesspiegel Kerstin Decker: Der Tagesspiegel

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7.5Sehenswert

Jacques Audiards entdeckt die Zweisamkeit. Sein starker Beziehungsfilm Der Geschmack von Rost und Knochen' ist wie ein Faustschlag Poesie.

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Daniel Sander: Spiegel Online Daniel Sander: Spiegel Online

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8.0Ausgezeichnet

Marion Cotillard [...] braucht eigentlich keinen [Oscar] mehr - doch was sie in Der Geschmack von Rost und Knochen leistet, ist einfach zu gut, als dass es die Academy nicht wenigstens mit einer Nominierung würdigen wird. Es ist, als ob man durch ihre Augen hindurch direkt ins Innerste schauen könnte.

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Magali-Ann Thomas: BR Magali-Ann Thomas: BR

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9.5Herausragend

Der Geschmack von Rost und Knochen ist ein meisterhaft inszeniertes Melodram von Regisseur Jacques Audiard, der zwei Außenseiter der Gesellschaft in eine Liebesgeschichte manövriert, die ihresgleichen sucht. [...] Souveränes Kino, wortkarg und bildreich.

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José Garcia: Textezumfilm

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7.0Sehenswert

Das nach Craig Davidsons Kurzgeschichte „Rust And Bone“ von Jacques Audiard und Thomas Bidegain verfasste Drehbuch lässt insbesondere zwei Menschen aufeinander treffen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Auf der einen Seite die zerbrechliche, unterkühlt-rätselhaft erscheinende Stéphanie, auf der anderen der auf Körperlichkeit setzende, in seiner Offenheit fast einfältig wirkende und zu keiner Bindung fähige Ali. Bezeichnend sind in diesem Zusammenhang die Szenen, in denen er seinen kleinen Sohn immer wieder vergisst oder einfach bei seiner Schwester abgibt. Langsam nähern sich die beiden an, und damit entwickelt sich ihr Charakter: Tritt Stéphanie aus ihrer Isolation heraus, so empfindet Ali nach und nach erstmals für eine Frau etwas mehr als körperliche Anziehung. Dass diese Entwicklung glaubwürdig wirkt, verdankt „Der Geschmack von Rost und Knochen“ neben der Schauspielerführung von Jacques Audiard insbesondere der Darstellung durch Marion Cotillard und Matthias Schoenaerts…

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Michael Ranze: film-dienst Michael Ranze: film-dienst

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9.0Herausragend

Matthias Schoenaert, [...] überzeugt mit einer unkontrollierten Energie, die sich zerstörerisch Bahn bricht und die Zerbrechlichkeit und herbe Schönheit Marion Cotillards kontrastiert. Audiard findet aber auch immer Bilder, die man so noch nicht gesehen hat, die überraschen und bewegen.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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8.0Ausgezeichnet

Der Geschmack von Rost und Knochen hinterlässt sowohl künstlerisch als auch gefühlsmäßig einen starken Eindruck.

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Dorothee Tackmann

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8.5Ausgezeichnet

Jacques Audiard, [...], erzählt mit Der Geschmack von Rost und Knochen eine sehr emotionale, mutige und moderne Liebesgeschichte, die in ihrer Poesie und Wildheit fasziniert.

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Diemuth Schmidt: Radio Köln Diemuth Schmidt: Radio Köln

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8.0Ausgezeichnet

Der Geschmack von Rost und Knochen webt die unterschiedlichsten Genres zu einem stimmigen Ganzen und entdeckt neben der wie immer herausragenden Marion Cotillard einen Mann, wie ihn Hollywood sucht.

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Alle Kritiken (34)


Kommentare (37) — Film: Der Geschmack von Rost und Knochen


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stalker

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Bewertung6.5Ganz gut

Langweilig! Und voll die nervige Musik. Gewiss die Bilder, diese Kamera, die von mir aus mit allen Filmpreisen der Welt geehrt werden sollte, da gibt es zwei, drei Momente, die sind so ergreifend schön und da will ich mehr, doch ist das zu wenig und der durchaus tiefe Blick auf zwei Menschen, das ist zu wenig und was soll mir das sagen? Schöne Frauen bleiben auch ohne Beine schöne Frauen? Alleinerziehende Väter von Beruf Schläger haben es auch nicht leicht? Zu Ostern ins Delphinarium? Ich hasse Spaß mit Tieren.

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ungesagt

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Die gleichen Fragen habe ich mir auch gestellt.


loveissuicide

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Bewertung6.5Ganz gut

Dramen müssen sich bei mir stets mit den großen Werken aus Dänemark messen, da liegt die Latte ziemlich hoch. Die Franzosen sind normalerweise eh auch recht gut darin, auf hohem Niveau auf die Tränendrüse zu drücken, deswegen hatte ich recht große Erwartungen in diesen Film, und die größten Teils sehr guten Bewertungen hier trugen ihres dazu bei. Nun, so ganz konnten meine Erwartungen nicht erfüllt werden. Meiner Meinung nach ist die Geschichte viel zu sehr nach Schema F aufgebaut. Dass Menschen nach einem Schicksalsschlag zuerst betrübt sind, dann sich aber dennoch am Riemen reissen und wieder zurück ins Leben kommen, ist nicht neu. Nichts anderes zeigt der Film. Was für mich ein weiterer Negativpunkt ist: die männliche Hauptrolle. Schauspielerisch ist das eh ganz gut, aber leider ist mir die Figur des Ali viel zu wenig sympathisch. Eine männliche Version von "Dumm fickt gut". Viel mehr aber auch nicht. Sicher steckt da ein wenig mehr unter der Oberfläche (das kommt dann am Ende heraus), aber der Typ ist mir ein wenig zu einfach gestrickt.
Auf der anderen Seite Stephanie: großartige Leistung! Da gibt's nix dran auszusetzen.
Das Ende fand ich dann aber auch ein wenig zu positiv. Das passt nicht wirklich zum Rest vom Film. Unterm Strich ist "Der Geschmack von Rost und Knochen" aber eh ganz okay, aber eher geeignet für Leute, die auf Dramen stehen, die nicht ganz so zermürbend sind. Für mich war's ein wenig zu lau.

Zusatz: Wal- oder Delphinshows sind pure Tierquälerei. Ich freu mich immer ein wenig, wenn bei sowas mal der Mensch das Opfer ist.

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Bandrix

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Marion Cotillard ist eine Leinwandgöttin. Punkt.
Mehr muss man eigentlich gar nicht schreiben um ihre konstant hervorragenden Leistungen, es sei denn sie wird von Regisseuren verheizt („Dark Knight Rises“), hervorzuheben.
So kommt es auch nicht überraschend, dass sie auch in ihrem neuesten Werk „Der Geschmack von Rost und Knochen“ vollends überzeugt.
Überhaupt sind es die hervorragenden Darsteller, die diesen Film immer wieder auf Kurs halten. Die Geschichte rund um Stephanie und Alain sprüht nämlich nicht gerade vor Originalität.
Zwei grundverschiedene Charaktere nähern sich an. Jeder hat seine eigenen Probleme. Stephanie kann nach einem schrecklichen Unfall ihren Beruf nicht mehr ausüben und Alain ist mehr oder minder ein sozialer Extremfall. Durch das Kennenlernen der Beiden beginnt sich aber deren Leben wieder einzurenken. Die Eine gewinnt wieder an Lebenslust, während der Andere endlich erkennt, was wirklich wichtig im Leben ist.
Diese Dramatik wird teilweise ziemlich plump umgesetzt, wirklich raffiniert wird es selten. Allerdings versteht es Regisseur Jacques Audiard eine glaubhafte Atmosphäre zu erzeugen, wodurch manch ein Stolperstein nicht weiter ins Gewicht fällt. Die Kamera ist immer nah an den Figuren, erzeugt so eine gewisse Nähe zu Ihnen. Generell ist „Der Geschmack von Rost und Knochen“ herausragend gefilmt. Das Zusammenspiel zwischen Cotillard und Matthias Schoenaerts ist glaubwürdig, die Chemie stimmt. Überhaupt entwickelt der Film eine passende Dynamik, sobald diese Zwei in einer Szene zusammen sind. Das überraschend zeigfreudige Spiel der Beiden leistet ihr Übriges dazu um diese Beziehung tatsächlich ernst zu nehmen und dem Zuschauer das Gefühl zu geben wirklich in den intimsten Momenten der Beiden zugegen zu sein.
Gegen Ende übertreibt es Audiard mit den schicksalhaften Wendungen dann doch etwas, bekommt jedoch glücklicherweise im richtigen Moment noch die Kurve um den Film nicht im langweiligen Melodram enden zu lassen.
„Der Geschmack von Rost und Knochen“ ist sicherlich in weiten Teilen vorhersehbar, jedoch ist das kaum ein Grund den Film links liegen zu lassen. Dank der talentierten Darsteller und den wunderschön fotografierten Bilder entwickelt sich „Der Geschmack von Rost und Knochen“ konstant zu einem packenden Stück Drama, das mehr als sehenswert ist.

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movie.max

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Im Vorspann offenbart uns Audiard bereits, in welchen Konflikten sich Cotillard und Schoenaerts verlaufen sollen. Und das alles nur, um sich dort gegenseitig wieder heraus zu ziehen.
Nur durch seine Naivität und Direktheit vermag der Haudrauf Ali der niedergeschlagenen Stephanie zu helfen. Ihre Behinderung, bekämpft durch den von der Gesellschaft ausgestoßenen - kennen wir das nicht von einem ebenfalls relativ neuen Franz-Film? Ganz anders! Wir stecken drin. In Stephanie. In Ali. Spüren jeden Schmerz, jeden Stich. Spüren jeden Schlag im Faustkampf, jeden Stoß beim Sex.
'Rust and Bone' ist ein außergewöhnlicher Film - ein außergewöhnlich guter. Audiard zaubert nicht, sondern er erzählt. Fortwährend treibt er seine Geschichte voran, bemüht sich nicht, sie mit filmischen Clous zu bestücken. Stattdessen erzählt er die Interdependenz zweier Seelen - wie sie fallen, sich gegenseitig hochziehen. Seine Akteure sind wuchtig - wahre Kämpfer.
Wasser, Beine, Körper.
Schläge, Stöße, Kämpfe.
Sex, Trauer, Ehrlichkeit.
Liebe?
Wie würde Quizkind Donnie Smith sagen? "I have so much love to give"
Ali und Stephanie haben nicht so viel Liebe zu geben - und doch rafft es sie dahin.

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strangelet

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Bewertung7.5Sehenswert

Wenn man sowas wie "Rost und Knochen" bringen will, muss man halt auch über das entsprechende künstlerische Format verfügen. Und entsprechende Schauspieler haben. Marion Cotillard und (vor allem) Matthias Schoenaerts meistern diese Aufgabe problemlos, und Jaques Audiard zeigt - gute französische Regieschule - viel Fingerspitzengefühl beim Einsatz seiner Mittel, also funktioniert das hier alles ganz gut, obwohl es ja genaugenommen auch nur so ein Tränendrüsendrama ist, wie sie sich jeder Ärzteromanschreiberling dutzendweise aus den Fingern saugen kann.

Aber Gott bewahre uns nun vor den Kaspern, die sich in Deutschland für Filmkünstler halten, und die jetzt mindestens ein Jahr lang auch nur noch Schuhe und Schatten und Gegenlicht fotografieren werden für ihren ohnehin adäquat schwermütigen, schicksalsträchtigen Scheiß...

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Mary Pickford

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wunderschön fotografierter Film über zwei Menschen, die sich in einer schwierigen Situation einander annähern.
Diese Liebesgeschichte wird größtenteils frei von Kitsch und Klischees dargestellt, was eine willkommene Abwechslung ist im Romantik-Einheitsbrei.
Manchmal ist es schwer mitanzusehen, was da auf der Leinwand passiert, z.B. die ganze Situation von Stéphanie, vor allem zu Anfang, und die ganze Art von Ali mit seinem Sohn und seiner Familie umzugehen. Aber das macht den Film auch so lebensnah.
Der Wandel der Charaktere ist natürlich vorherzusehen, aber so schön mit anzusehen (z.B. Stéphanie, die das erste Mal nach ihrem Unfall im Meer schwimmt), dass man das gerne verzeiht.
Ein dicker Extrapunkt geht an Marion Cotillard, die wirklich über jeden Zweifel erhaben ist.
Volle Punktzahl gib es lediglich nicht, weil der Film mir teilweise doch etwas lang vorkam. Zudem fiel es mir schwer, den Charakter des Ali zu akzeptieren. Ich hätte den Fokus liber mehr auf Stéphanie gehabt.

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Gretchen_Ross

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vorgemerkt

Der Film sagt mir thematisch eigentlich gar nicht zu, aber dieser Trailer ist so wunderschön :o Hab nur Angst, dass der Trailer zu viele Hoffnungen macht und der Film doch gar nicht soo der Hit ist.

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Gretchen_Ross

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Danke für den Tipp, bin jetzt ein bisschen motivierter ;)


Gespenst006

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sehr gerne :)


Babztriol

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Bewertung6.0Ganz gut

Manchmal gibt es solche Filme, von denen man nur Gutes gehört hat: Besetzung, Handlung und Kritiken sprechen dafür, dass man im Kino wirklich beeindruckt werden könnte. Manchmal erfüllen sich dann die entsprechend hohen Erwartungen, und manchmal werden sie sogar noch übertroffen. Und manchmal läuft es so wie bei "Der Geschmack von Rost und Knochen". Der Film fängt damit an, dass er nicht in die Gänge kommen will. Zu Anfang bekommen wir zwei Charaktere vorgestellt, die grundlegend sicher hätten interessant sein können in ihrer angeblichen Gegensätzlichkeit. Ali ist so ein Schlägertyp. Und Stephanie ist eine Frau. Um uns das zu vermitteln, braucht der Film bereits ein knappes Viertel seiner Gesamtzeit. Und dann haben wir den Beginn dieser merkwürdigen Freundschaft zwischen den beiden. Oft wurde bemerkt, dass das Verhalten so wenig nachvollziehbar, aber gerade deshalb so nah an allem ist. Aber mal im Ernst: Ist das wahre Leben imme rnachvollziehbar? Trifft man immer die logischen Entscheidungen? Hängt man sich nicht regelmäßig an Leute, die objektiv einfach scheiße sind? Und genau hier ist für mich das Problem... Ali ist verantwortungslos und Stephanie ist eine Frau. Charakterisierung beendet. Ganz normale Leute, die mit ihren Schicksalen halt irgendwie umzugehen wissen. Dass man da jetzt unbedingt einen Film drüber machen muss, sehe ich halt nicht ganz ein. Klar gab es so einzelne nette Momente, aber der Film schöpft sein Potential nicht aus. Viel wird angedeutet, nichts wird ausgearbeitet. Es wirkt so, als wäre irgendeine erste Betaversion des Drehbuches verfilmt worden und nicht eine durchdachte Geschichte. Gegen die Darsteller lässt sich nichts sagen. Immerhin.

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Windom Earle

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Audiard = Gott

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Gespenst006

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Ich würde sogar sagen: Audiard > Gott :D


FredFuchs

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"dakommtdie10" ;)


Wumz

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Der Geschmack von Rost und Knochen" hat mich sofort gepackt und nicht mehr losgelassen. Jaques Audiard versteht es seine Charaktere so einzufangen, dass ich mich ihnen verbunden fühle und danach lechze mehr von ihnen zu bekommen. Positiv unterstützt wird er dabei von seinen hervorragenden Schauspielern, in diesem Fall Marion Cotillard und Matthias Schoenaerts. Der Titel des Films spricht für sich, ein Film wie der Geschmack von Rost und Knochen, nicht bekömmlich, aber erschütternd und ich mag diesen Geschmack. Nicht unerwähnt sollte Jaques Audiards Talent für den Einsatz von Musik bleiben, denn so schafft er es dieses Gefühl, was er ohnehin schon durch seine schroffe Kameratechnik herstellt, noch weiter zu verstärken. Ein toller Film, rau und doch so lieblich.

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Ichundso

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Bewertung7.0Sehenswert

Ganz ähnlich wie es kein Vergnügen ist, den Filmtitel am Ticketschalter zu sagen, so ist der dazugehörige Film "Der Geschmack von Rost und Knochen" auch wahrlich kein Vergnügen. Er hat seine bewegenden Momente, er hat tolle Wale (viel zu kurz leider, ich wollte mehr Wale) und eine fantastische Leistung von Marion Cotillard. Zwischendurch ist er fast ein bisschen Horrorfilm und dann eine Art Extrem-Arthouse-Version von Ziemlich beste Freunde. Nur ein guter Film ist er, bei allem guten Willen der Welt, nur in Ansätzen.
Jacques Audiard ist ein sehr visueller Regisseur und er pflegt seinen eigenen Stil und in dem filmt er jede einzelne Szene, von Faustkämpfen über Sexszenen bis zu normalen Dialogen und die (hin und wieder wohl absichtlich) grauenhafte Kamera stört da durchaus ein wenig. Ist es heutzutage Kunst, Menschen out of Focus zu filmen?

Aber all das ist nicht das, was mich wirklich daran stört. Was mich wirklich stört, ist folgendes: In diesem Film steckte ein guter Film. Der Film über den Charakter von Marion Cotillard. Den bekommen wir aber nicht. Stattdessen bekommen wir einen Film über einen Idioten mit Sohn, der die Sachen tut, die einen Idioten auszeichnen und der bis zum Schluss ein Idiot bleibt, nur ist er dann Idiot mit Sohn und Marion Cotillard als Freundin. Warum? Wen interessiert das schon...

Wenn ein Charakter so unglaublich negativ aufgeladen ist wie der von Matthias Schoenaerts, MUSS es (und hier sollte es eigentlich keine zwei Meinungen geben) einen Handlungsbogen geben, der etwas mit ihm anstellt. Ob etwas Gutes oder etwas Schlechtes, wie auch immer, es muss Konsequenzen in der Handlung geben. Die gibt es nicht. (SPOILER AB HIER). Er ist vom Anfang des Films (nach etwa 20 Minuten wurde mir klar, dass der Regisseur von mir verlangte, mich mit ihm zu identifizieren, ich war milde schockiert) bis zum Ende des Films ein verantwortungsloses Arschloch ("Hey, lasse ich mal meinen Sohn allein auf dem Eis rumturnen, warum auch nicht?"). Von mir aus kann er das gerne sein. Aber dann ein SOLCHES Ende dranzuklatschen, in dem er einfach mal eben Stéfanie anruft und die ist natürlich nach sechs Monaten einfach zur Stelle ist, um ihr Leben mit ihm zu verbringen oder was auch immer, was sollte das? Was ist mit ihrer Geschichte? Warum soll ich einem Typen dabei zusehen, wie er pausenlos versagt, nie über sich nachdenkt und am Ende dann kurz heult und zufrieden mit sich ist, wenn ich Marion Cotillard dabei zusehen kann, wie sie mit ihrem Leben und mit ihrer Situation klarkommt?

Alle Szenen, die mich in DGvRuK irgendwie berührt haben, waren Szenen mit ihr. Alle Szenen, die wirklich funktioniert haben, waren Szenen mit ihr. Sie waren komisch, traurig, immer gefühlvoll und zum Teil auch wirklich schockierend. Und ihre Seite der Geschichte wird nicht einmal zu Ende erzählt, sondern einfach mittendrin fallengelassen und Stéphanie wird zu einer Nebenfigur einer an sich todlangweiligen Geschichte degradiert. Es gehört mehr zu einem Ende einer Geschichte als ein "Ich liebe dich" und fröhliche Musik.

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Jenny von T

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Ja, ich denke auch, dass der Film in diese Kategorie fällt. Das Drehbuch ist für sich betrachtet alles andere als überwältigend und ich möchte gar nicht daran denken, was dabei herausgekommen wäre, hätte hier jemand anderes Hand angelegt. Natürlich spricht das ungemein für Audiard, aber ich für meinen Teil kann vor allem das misslungene Ende nun einmal nicht so einfach schlucken. Mitreißend und emotional fand ich den Film dennoch über weite Strecken.


Ichundso

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Ich fürchte, ich muss mich mittlerweile von meinem Kommentar distanzieren. Seit gestern Abend lässt mich der Film nicht los. Ich bin seit ich aus dem Kino gekommen bin, schon um 2 Punkte nach oben gegangen und vielleicht geht es noch weiter. Ich verwirre mich selbst ziemlich.


Tekl

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Bewertung9.0Herausragend

Diesen Film kann ich kaum objektiv bewerten. Ich bin einfach nur geflasht. Ich wollte eigentlich ins Theater, war aber eine Woche zu früh und auf dem Heimweg machte ich einen Umweg, der mich am Kino vorbei führte. Spontan ging ich in den Film, der als nächstes lief und das war dieser hier. Ich wusste rein gar nichts von dem Film, hatte nicht mal einen Trailer gesehen oder jemanden davon erzählen gehört.

So gefesselt hat mich schon länger kein Film mehr. Den Machern ist es irgendwie gelungen mich emotional so mitzureißen, dass ich mich nicht eine Sekunde mit filmischen Details wie Kameraführung, Kulisse oder der Musik beschäftigt habe. Okay, bei einer Szene fiel mir die Abwesenheit von Musik positiv auf und im Nachhinein fand ich die Umsetzung der Szene mit dem Einsturz in den See bemerkenswert. Nichtmal das Gequassel der Nachbarn hat mich rausreißen können.

Ich kann einige Kritikpunkte wie die rasche Rehabilitation nachvollziehen, doch da sehe ich eher eine erzählerische Schwäche, denn die Zeitspannen waren nicht ganz so offensichtlich. Ich fand's eigentlich erfrischend, dass man nicht so detailliert ihr Leiden hat darstellen wollen, sondern sich eher mit dem Aufschwung befasst hat. Mir fehlte es an nichts, um dennoch mitfühlen zu können.

Wenn ich den Trailer mir jetzt anschaue bin ich froh, ihn nicht gesehen zu haben, der verrät einfach zu viel.

Für mich ein toller Kinoauftakt im Jahr 2013.

Ich kann jedem nur empfehlen mal total unbedarft ins Kino zu gehen und einfach einen Film auszusuchen, von dem man nix weiß. Dazu ist es hilfreich sich länger nicht diesbezüglich zu informieren.

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Janus Winter

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vorgemerkt

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AwesomeTotoro

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Ich hab ihn im Kino in deutscher Fassung gesehn :)


Janus Winter

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Schön. Danke!


VEINvein

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Bewertung9.5Herausragend

Was ich sehr ungewöhnlich, daher aber mutig finde ist, dass der Hauptcharakter eine so widersprüchlicher Charakter ist - das ist an sich nichts ungewöhnliches, doch nirgends hat sich das bisher so stark und extrem gezeigt wie bei ihm. In einer Szene lernt man in lieben, in der nächsten muss man ihn schon wieder hassen. Bei ihm schwang in mir immer ein sehr negatives Gefühl mit, ich wusste nie wirklich, woran ich bei ihm bin. Dennoch blieb blieb immer die Hoffnung auf was gutes. Und dieses widersprüchliche Gefühl hat sich so stark bis zum Ende hin durchgezogen. Wirklich faszinierend...
Ansonsten natürlich großartig gespielt, vor allem von Marion Cotillard - ich bin so glücklich, dass sie Schauspielerin geworden ist.:D

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8martin

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Bewertung5.0Geht so

Nach dem Film hat man den Titel im Kopf und besagten Geschmack im Mund. Dabei ist es eigentlich doch eine ungewöhnliche Story von der beinamputierten Orca-Trainerin Stéphanie und dem Freistil-Kämpfer Ali. Sie (großartig Marion Cotillard) wurde physisch kaputt gemacht, er (Matthias–das Tier-Schoenaerts) lässt seinen Körper freiwillig demolieren. Es gibt durchaus einige ergreifende Szenen, und eine Weile wird die Story auch vom Gegensatz der beiden Hauptfiguren (über die Matratze hinaus!) getragen. Hier ist es der Gesichtsausdruck der Cotillard, der zwischen Verwunderung und sexuellem Begehren hin und herschwankt. Zeitweise glaubt sie sich im falschen Film. Und als Stéphanie mit ihren Prothesen die Wetteinsätze einsammelt, kommt sogar etwas Komik auf. Das persönliche Umfeld mit Sohn und Schwester sowie sein Nebenerwerb zerfleddern die Handlung etwas. Am Ende geht dann doch alles ziemlich glatt. Den Unfall des kleinen Sohnes ahnt man, und die Läuterung Alis zum weinenden Gefühlsmenschen musste ja wohl kommen, gerät aber etwas knapp und nicht überzeugend. Da öffnet sich dann leise die Schublade mit der Aufschrift ‘Schmonzette‘. Und so hinterlässt der Ausblick mit dem FFE-Effekt nach alledem den besagten, schwer zu erklärenden Nachgeschmack.

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bugsb

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Bewertung4.0Uninteressant

Die 4 Punkte gehen an die Schauspieler, sowohl die Hauptdarsteller als die Nebenrollen (seine Schwester) spielen hervorragend. Aber was für ein drehbuch. Schrecklich unglaubwürdige Verbindung zwischen den Beiden und es gibt so viel komische Wendungen in die Geschichte. ****ACHTUNG SPOILER: Warum ruft sie nach 6 Monate gerade ihm an, obwohl sie, wie sich später rausstellt so nette Kollegen hat? Und warum kommt die Frage 'Was bin ich dann für dich' erst nach so Lange Zeit? Und geht die Beziehung (wie Tiere, gut ausgedruckt) trotzdem so weiter. Und warum kann sie, obwohl Frauen bei den Kämpfe nicht erlaubt sind, doch seine managerin werden. Und dann die wahnsinnig dramatische und plötzliche Wende. Die Tattoos auf den Beinen....SPOILER ENDE**** Das war mir alles zu zufällig, grob, ausgedacht. Und zwischendurch hat der Film echt seine Länge. Nicht mein Falll, aber da bin ich wohl in die Minderheit.

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CommanderFarr

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Sehr ich sehr ähnlich. Das Drehbuch fand ich auch sehr schlecht. Zum einen hat mich gleich zu Anfang gestört, wie schnell sie ins Leben zurückfindet, das ging wirklich viel zu einfach und ihre Entwicklung war überhaupt nicht nachvollziehbar für mich. Auch die Annäherung der beiden, irgendwie zu glatt und unproblematisch angesichts ihres Schicksalsschlages. Anderes wirkte herbeikonstruiert und überflüssig. Z.B das mit der Schwester und der Überwachung, was am Schluss rauskommt und wie sie davon erfährt... oder die Tattooszene. Hä? Ich hatte das Gefühl der Film konnte sich nicht entscheiden worauf er das Augenmerk legt, Im Endeffekt blieb dann alles etwas flach und verwaschen. Ohne seelischen Tiefgang.
Das fiel mir auch bei der Kameraarbeit auf, da waren machmal einfach unpassende Bilder gewählt, die so abstakt und verwaschen waren, dass sie jegliches Mitfühlen verhindert haben. Ich wurde an diversen Stellen immer wieder rausgeschleudert aus der Geschichte. Z.B. die Fahrten auf dem Roller am Meer oder dem Laster am Ende, wo die Abdeckung weht. Warum hat man diese Einstellungen gewählt? So nichtssagend und gekünstelt und man versteht erstmal gar nicht wer fährt wohin und ist eben emotional raus. Das war oft einfach nicht gut gemacht von der Regie. Fahrig, unentschlossen.
Schmonztettig triffts leider...viel verschenktes Potenzial. Und was ich eben auch nicht mag, wenn man aus einem Film rauskommt und so gar keine offenen Fragen bleiben, außer wie haben sie das technisch so gut mit den Beinen gemacht? Das war wirklich beeindruckend! Und zu lang war er auch definitiv.


Wombat

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Bewertung7.5Sehenswert

Schöner Film, der unter die Haut geht. Irgendwie fehlte mir in manchen Szenen die ganz große Emotionalität. Vielleicht waren aber meine Erwartungen nach dem tollen Trailer und dem sehr gelungenen Soundtrack auch zu hoch.

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RISEandSHINE

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wieso ist der nicht für den Auslands-Oscar nominiert? Versteh ich nicht.

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Trimalchio

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Weil Hollywood =! Kunst.


Gespenst006

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Ich fand ihn auch wesentlich besser als Ziemlich beste Freunde. Tiefgründiger jedenfalls.


MrDepad

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Nachdem ich leider erst jetzt gemerkt hab, dass es in meiner Nähe ein kleines Programmkino gibt, kam ich gestern in den Genuss, mir "Der Geschmack von Rost und Knochen" anzuschauen.
Regisseur Jacques Audiard erzählt in seinem Drama die Geschichte von zwei Personen, die beide unter schwersten Bedingungen zueinander finden. Audiard versteht es perfekt, den Zuschauer ganz nah an die Figuren zu bringen und obwohl Hauptfigur Ali anfangs wie ein Unsympath daher kommt, entwickelt man schnell einen Draht zu seiner Figur. Marion Cotillard ist brillant wie eigentlich immer und man fühlt schnell mit ihrer vom Schicksal gezeichneten Figur mit.
Audiard zeigt uns Menschen, die einfach hundertprozentig natürlich wirken und mit Problemen zu kämpfen haben, die jeden von uns treffen könnten. Dabei ist der Film anfangs eine präzise Charakterstudie, bei der die Figuren sehr detailliert gezeichnet werden. Später entwickelt der Film eine wundervolle, kitschfreie Liebesgeschichte, die immer wieder mit kleinen, emotionalen Stichen punktet und auf jeden Fall berührt.
Audiard hat zudem ein tolles Gespür für Bilder und bietet immer wieder wundervolle Bildkompositionen, die stets mit passender Musik unterlegt sind.
"Der Geschmack von Rost und Knochen" ist ein kraftvolles und rührendes Drama, getragen von einer bodenständigen Inszenierung und fantastischen Schauspielleistungen. Ein wenig mehr emotionale Höhepunkte hätten mir noch besser gefallen, aber gerade die Natürlichkeit ohne konstruierte, übertriebene Melancholie macht den Film aus. Jeder, der authentische Dramen mag, sollte ruhig mal einen Blick riskieren, es lohnt sich.

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AwesomeTotoro

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Bewertung9.0Herausragend

Der wirklich beste Film dieser Art, den ich seid Jahren geseh'n hab. Wenn ihr euch nicht sicher seit, ob ihr ihn gucken wollt: Es lohnt sich auf jeden Fall, denn er ist durchweg unterhaltent, klasse gespielt und perfekt musikalisch untermalt.

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