Der Geschmack von Rost und Knochen

De rouille et d'os / Rust and Bone (2012), BE/FR Laufzeit 127 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 10.01.2013


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7.7
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von Jacques Audiard, mit Marion Cotillard und Matthias Schoenaerts

In Der Geschmack von Rost und Knochen findet Marion Cotillard nach einem schweren Unfall neuen Lebensmut im schroffen Muskelpaket Matthias Schoenaerts.

Handlung von Der Geschmack von Rost und Knochen
Im Mittelpunkt von Der Geschmack von Rost und Knochen steht die Französin Stéphanie (Marion Cotillard), die als Dompteurin von Meeressäugern in einem Erlebnispark arbeitet. Eines Tages wird sie durch Unachtsamkeit von einem Orka getroffen und schwer verletzt. Ihre Beine müssen amputiert werden. Ein schwerer Schlag für die lebenslustige, junge Frau. Die völlig neue Lebenssituation stellt für sie eine schier unerträgliche Herausforderung dar. Als sie den ungehobelten Türsteher Alain (Matthias Schoenaerts) kennenlernt, hilft ihr unerwarteterweise gerade seine schroffe und mitleidslose Art neuen Lebensmut zu schöpfen. Als sie sich näher kommen, wird jedoch klar, dass auch Alain mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen hat.

Hintergrund & Infos zu Der Geschmack von Rost und Knochen
Jacques Audiard führte bei Der Geschmack von Rost und Knochen Regie und entwickelte gemeinsam mit Thomas Bidegain das Drehbuch. Als Vorlage diente den beiden die Kurzgeschichtensammlung des Autors Craig Davidson. Zuvor arbeiteten Audiard und Bidegain bereits gemeinsam an dem Gefängnisdrama Ein Prophet, in dem Tahar Rahim (Black Gold) und Niels Arestrup (Gefährten) zu sehen waren. (AP)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Der Geschmack von Rost und Knochen
Genre
Melodram, Drama
Zeit
2010er Jahre
Ort
Südfrankreich
Handlung
Aggressivität, Amputation, Angriff durch Tier, Aquarium, Armut, Bare Knuckle-Boxen, Beschützer, Bruder-Schwester Beziehung, Depression, Ertrinken, Gegensätzliche Liebe, Killerwal, Körperlich Behinderter, Liebe gegen alle Widerstände, Macho, Manieren, Meer, Mitleid, Muskeln, Nacktbaden, Prothese, Rollstuhl, Schlechter Vater, Schwimmen, Selbstmitleid, Sohn, Strand, Tiere, Trainer, Unfall, Vater, Vater-Sohn-Beziehung, Verletzung, Verlieben, Wal, Wasser, Wut und Hass
Stimmung
Berührend, Hart, Traurig
Zielgruppe
Frauenfilm, Pärchenfilm
Verleiher
Wild Bunch/Central Film
Produktionsfirma
Canal+, Casa Kafka Pictures Movie Tax Shelter Empowered by Dexia, Ciné+, France 2 Cinéma, France Télévisions, Les Films du Fleuve, Lumière, Page 114, Radio Télévision Belge Francophone, Région Provence-Alpes-Côte d'Azur, VOO, Vlaams Audiovisueel Fonds, Why Not Productions

Kommentare (86) — Film: Der Geschmack von Rost und Knochen


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DVDqueen

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Bewertung7.0Sehenswert

Eigentlich fand ich den Film während des Sehens furchtbar deprimierend. Da passiert schon der totale Scheiß und dann kommt es schlimmer, und dann noch schlimmer usw. Wenn man sich mal richtig schön runterziehen will, dann guckt man den. ABER irgendwie blieb er mir ewig im Gedächtnis. Die Schauspieler überzeugen total. Die wirken authentisch und unverbraucht. Die Story hat man nicht schon hunderttausendmal woanders gesehen und auch die Umsetzung/ Erzählweise ist interessant. Im Nachhinein war ich froh, dass ich den Film gesehen habe und würde ihn auch weiterempfehlen. Er trifft aber mit Sicherheit nicht den Mainstreamgeschmack.

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SmooliEntertainment

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich bin ohne Vorwissen an diesen Film gegangen. Ich hab ein Werk erwartet, das an Charme und Gefühl die gängigen Produktionen überholt und nicht so sehr dem Hollywood-Kitsch verfallen ist. Dementsprechend (positiv) überrascht war ich, als Stephanie (die wunderschöne Marion Cotillard) ihre Unterschenkel verlor. Nicht falsch verstehen: Positiv überrascht war ich wegen der neuen Richtung, die der Film damit einschlug. In Handlung und Gefühl.
Ihr Beruf führte zu einer gewaltsamen Beeinträchtigung ihres Lebens. Sie lernt Ali kennen. Ein Mann und Vater, der sein Kind als Bürde ansieht und es auch so behandelt. ("Heul nicht!")
Ein Mann, der sein Geld mit Jobs verdient, die zwangsläufig mit Gewalt verbunden sind. Sei es als Türsteher oder Boxer in nicht ganz so legalen Wettkämpfen. Ein Mann, der die "Mir-doch-scheißegal"-Mentalität verkörpert.

Marion Cotillard ist eine Königin. Auch in diesem Film schafft sie es, mich auf ihre Seite zu ziehen. Daraus resultierte allerdings das Problem, dass für mich die Passagen, in denen sie nicht zu sehen war, immer länger wurden. Zudem konnten sie mich nicht richtig ergreifen.
Die erste Filmstunde plätscherte für mich so dahin. Szene nach Szene.
Starke Gefühle wollten dabei nicht so richtig aufkommen. Der Regisseur macht mit der sehr personenbezogenen Kamera deutlich, dass es in diesem Film um die Protagonisten geht und um nichts anderes. Darum, wie die seelisch und später auch körperlich kaputten Menschen zurück ins Leben finden.
An sich gefällt mir das, jedoch fand ich die Machart hier und da ein wenig ruckelig. Dadurch wurde ich immer wieder aus dem Film geholt und fand mich auf dem Sofa wieder.
Die zweite Stunde des Filmes ist da viel stärker. Zudem dramatischer. Insgesamt kam mir der Film nicht zu lang vor. Ich kann mir sogar vorstellen, dass mir ein paar weitere Minuten mit den Figuren ungemein weitergeholfen hätten, damit ich mich letztendlich auch mir Ali identifizieren könnte. So hatte ich nur die ganze Zeit Mitleid mit seinem Sohn. Da der jedoch im Mittelteil relativ viel abwesend ist, wusste ich nicht recht, was ich mit den Szenen mit dem Vater anfangen sollte...

Der große Film, der nicht nur eine nette, sondern auch eine herausragende Abwechslung ist, ist DER GESCHMACK VON ROST UND KNOCHEN für mich also leider nicht. Marion Cotillard weiß zwar zu überzeugen (und das auch von Anfang bis Ende), aber der Film versäumt in der ersten Zeit, mich als Zuschauer auch für Ali zu begeistern.
Dass der Film jedoch wirklich nicht kitschig ist, ist ihm hoch anzurechnen. So bleibt er ein überdurchschnittlicher Film, bei dem aber auf jeden Fall mehr drin gewesen wäre.

_Smooli

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DrunkenCherry

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wow, der Film lässt einen etwas sprachlos zurück.
Ich hatte keine großen Erwartungen an den Streifen, da ich mitlerweile gelernt habe, dass der Geschmack des Mainstreams nicht unbedingt mit meinem überein stimmt. Filme bei denen die meisten meinen, man bräuchte dutzende an Taschentüchern für die Tränen, lassen mich oftmals kalt. Und auch hier habe ich keine feuchten Augen bekommen, aber mir gefiel die Beziehung der zwei Protagonisten. Endlich mal kein schmalziges Liebesdrama, sondern eine ehrliche Freundschaft, die schließlich zur Liebe wird. Ali und Stephanie sind nicht auf der Sonnenseite des Lebens- und haben trotzdem die Kraft, einander Halt zu geben, füreinander da zu sein. Für mich eine durchaus gelungene und vorallem realisitische Annäherung einer Beziehung.
Die schroffe Art, welche Ali gegenüber Stephanie hat, hat mir imponiert. Er schont sie trotz ihres Schicksalsschlags keine Sekunde und wirft sie somit wieder zurück ins Leben.
Dass aus Freundschaft ihrerseits Liebe wird, erkennt der Zuschauer ziemlich schnell, doch Ali braucht (wie es in der Männerwelt meistens der Fall ist) ein bißchen länger.

Was mich ein wenig gestört hat war die schauspielerische Leistung der Stephaniedarstellerin. Oder die Zusammenarbeit mit dem Regisseur. Denn vorallem aus der Szene, in der Stephanie feststellt, dass ihre Beine fehlen, hätte man weitaus mehr rausholen können als ein bißchen klägliches Geflenne. Wo waren die Wut und der Schock?
Dass die Rolle des Ali keinen Tiefgang hatte, kann ich übrigens nicht bestätigen. Er ist halt ein gebranntes Kind, das keine Verantwortung für irgendjemanden übernehmen will und somit auch keine Gefühle zulassen kann.
Für mich ist der Film definitiv eine Bereicherung der Filmwelt.

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BenAffenleck

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Bewertung4.0Uninteressant

DER GESCHMACK VON ROST UND KNOCHEN ist mit Sicherheit bitter. So wie das Leben unberechenbar ist, und das Schicksal oft eine Pille ist, die man zu schlucken hat. Oder man erstickt daran.

Die Gebrochene und der ungehobelte Klotz werden fantastisch von der wunderschönen und sehr talentierten Marion Cotillard und dem schroff aufspielenden Matthias Schoenaerts dargestellt. Für mich zwei völlig unverbrauchte Gesichter. Sehr erfrischend.

Ganz groß war die Kameraarbeit sowie die Farben und Lichtübersteuerungen (gegen die Sonne gefilmt) der Bilder. Zusammen mit dem wunderbaren Soundtrack ist das schon Magie fürs Auge. Hätte mich die Geschichte dann auch noch etwas mehr mitgenommen, wäre das hier ganz großes französisches Kino gewesen. Die magischen Augenblicke waren allerdings zu rar, als das ich hier von einem Meisterwerk sprechen kann. Zu wenig Gefühl für zu viel Drama.

Fazit: Vielleicht ein Opfer der hohen Erwartungen (welch grandioser Trailer), ansonsten ein ruhiges Drama, mit schönen Bildern und einem noch besseren Soundtrack.

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BenAffenleck

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Als die dann am See waren, MUSSTE das kommen!


vanilla

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Hammerszene Miagi hin oder her;-)


ProfessorAbronsius

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Bewertung9.5Herausragend

DER GESCHMACK VON ROST UND KNOCHEN ist eine Geschichte über zwei Menschen, die sich gegenseitig helfen und Trost spenden. Ohne, dass das Ganze groß zwischen den beiden thematisiert würde.
Sie sind einfach nur füreinander da. Kommunizieren mitleidlos, direkt, radikal. Ohne sich etwas vorzuheucheln.
Zwei Menschen, die sich gegenseitig gut tun, nachdem ihre Wege sich unvermittelt -rein zufällig- gekreuzt haben.
Zwei in ihrem tiefsten Inneren einsame Seelen, die zueinander gehören, es aber selbst nicht sehen können, da sie sich selbst noch nicht kennen.
Sich selbst erst durch den Anderen kennen lernen.
Eine tief bewegende und manchmal auch sehr traurige Geschichte, voll von Schicksalsschlägen, die aber niemals manipulativ oder auf den reinen Effekt ausgerichtet ist.
Der Zuschauer soll sich sein eigenes Bild von den Hauptfiguren machen. Jeder hat seine guten und schlechten Seiten.
Das wirkt ehrlich und trägt sehr zum gewohnt authentischen, manchmal fast schon dokumentarisch wirkenden Erzählstil Audiards bei.
Nach EIN PROPHET waren meine persönlichen Erwartungen an das Nachfolgewerk des Franzosen ziemlich hoch und ich muss sagen, dass sie gänzlich übertroffen wurden.
Marion Cotillard und Mathias Schoenaerts spielen sich regelrecht die Seele aus dem Leib, wobei insbesondere die psychische Kraft der weiblichen und die physische Power der männlichen Hauptfigur hervorsticht.
Ein Film, wie ein Schlag in die Magengrube, dessen Ende einen irgendwie sprachlos, erschöpft und doch voll Hoffnung zurücklässt.
Ein Film, der bittere Wahrheiten ausspricht und doch Trost spendet.
Ein bittersüßes, geradezu gewaltiges und (zumindest in meinem Fall) auch überwältigendes Stück Kino.
Ein Film, der pulsiert vor Kraft und Gefühl.
Ein Meisterwerk aus Frankreich, das tief bewegt, wenn man es denn zulässt.

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BenAffenleck

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Habe deinen Kommi nicht gelesen, denn ich möchte mir die baldige Sichtung durch nicht mal den kleinsten Hinweis versauen lassen ;-)


ProfessorAbronsius

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Ist hier auch unbedingt empfehlenswert. Dann trifft er einen mit voller Wucht. :)


lieber_tee

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

„Wer am Ende noch steht, hat gewonnen!“
Das Leben besteht aus Schicksalsschlägen. Schläge die wehtun, die einen zerbrechen können, wenn man nicht wieder aufsteht.
Alain fickt so wie er lebt. Animalisch, hat das Feingefühl einer Unterschichts-Dampfwalze, ein dressiertes Tier mit brutaler Primitivität und tumben Charme. Ständig stopft er Proteine in seinen Kampfkörper rein, der sein einziges Hab und Gut ist, mit dem arbeitet er, den zerstört er.
Stéphanies Körper ist schon zerstört, nicht mehr vollständig. Sie ist behindert, braucht eine Prothese um sich zu bewegen, um Leben zu wollen.
Alain ist Stéphanies kraft-spendende Stütze, Stéphanie ist Alains emotionale Krücke. Beide bedingen sich, ihre Liebe ist perfekt, weil sie den anderen un-perfekt lassen.
Jacques Audiard ruppiges Drama hat Eier in der Hose, es rammelt sich durch alle Unwägbarkeiten. Mag sein das die nach Groschenroman riechende Love-Story kitschig oder klischeehaft wirkt, manch Symbolik den Zuschauer in seiner Überdeutlichkeit erschlägt, egal, denn die Figuren sind mit ihrer entwaffnenden Natürlichkeit präzise in der Realität verankert, wirken glaubwürdig und werden ohne widerwärtige Bertoffenheitsschiene ernst genommen, berühren. Das ist nicht sentimental sondern emotional, verankert in kraftvoller Bildsprache und glaubwürdigem Schauspiel.
Was für ein lebensbejahender Film!

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SoulReaver

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THE BROKEN CIRCLE ist ein Witz gegen RUST & BONE.


BreakingDad

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Ich liebe The Broken Circle. Überhaupt nicht verkopft. Toll gefilmt, toll gespielt, toll geschrieben, tolle Musik und alles harmoniert perfekt miteinander.
@SoulReaver: Ich fand TBC auf emotionaler Ebene viel wuchtiger als Rust & Bone. Jedenfalls in diesem Moment. Wie man ja weiß, ist so was auch stimmungsabhängig. Mag sein, dass er mich bei der 2.Sichtung noch mehr berührt.


MetalFan92

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Bewertung6.0Ganz gut

An sich ein schöner Film. Das, was mir im Verlauf des Films gefehlt hat, kam Leider erst gegen Ende des Films, Gefühl. Teilweise kamen mir einige Szenen kalt und nicht überzeugend genug über.

Ansonsten wurde die Rolle von Marion Cotillard super besetzt und auch dem entsprechend gut gespielt.
!Achtung Spoiler!
Trotzdem gab es sehr schöne inszinierte Szenen wie zb. mit dem Orca und Marion Cotillard vor dem Becken.

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HomerSimpson09

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Bewertung7.5Sehenswert

Bereits der meisterhafte Trailer weckte hohe Erwartungen an dieses Werk, welche aber als absolut erfüllt angesehen werden können, denn der „Der Geschmack von Rost und Knochen“ ist ganz einfach eine grandios bebilderte Verfilmung einer unkonventionellen Liebesgeschichte mit großartiger Marion Cottilard und wunderbarem Soundtrack.

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Slevin_Kelevra23

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Bewertung7.5Sehenswert

Nachdem ich eher zufällig auf diesen atemberaubenden Trailer gestoßen bin konnte ich nicht lange warten, um mir dieses hochgelobte Liebesdrama aus der Videothek auszuleihen und was soll ich sagen...
Der Film hat es definitiv in sich. Er berührt den Zuschauer auf eine ganz besondere Art und Weise, was vor allem an der fantastisch aufspielenden Marion Cotillard festzustellen ist.
Der Geschmack von Rost und Knochen erzählt eine Geschichte, wie sie niemand erleben möchte und doch, kann das Schicksal eines jeden von uns von einer auf die andere Sekunde umschlagen. Mit diesem Bewusstsein im Hinterkopf zaubert Regisseur Jacques Audiard ein emotionales, sowie ergreifendes Drama auf die Leinwand, welches in seiner Intensitivität nur von wenigen übertroffen werden kann.
Leider wird dem Drama sein einener Trailer ein wenig zum Verhängnis, da ich persönlich mit einem Film um die 9 Punkte gerechnet habe, was jedoch den Film auf keinen Fall herabwerten soll.
Nach "Ziemlich beste Freunde" kann man anerkennend sagen, dass es die Franzosen in den letzten Jahren perfekt verstanden haben, ergreifende Dramen zu produzieren. Und diese Aussage kommt von jemanden, der häufig wenig übrig hat für Produktionen aus diesem Flecken Erde.

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vanilla

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Schöner Kommi, stimm dir da voll zu.
Trailer best, Film sehr gut, kommt aber an Trailer nicht ran.
Der neue Trailer zu X-Men ist auch sehr gut, hoffentlich verspricht er nicht zu viel;-)


Kill_Diether

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Bewertung9.5Herausragend

Scheinbare Gleichgüligkeit trifft gefallene Prinzessin. Zwei ambivalente Figuren haben eines gemeinsam: sie sind Verlierer. Beide anders, aus verschiedenen Gründen. Genau das lässt die hoch emotionale Geschichte nicht beliebig werden. Denn der Regisseur zeigt uns echte menschliche Reaktionen. Und wie in der Realität müssen diese Reaktionen nicht akzeptiert werden. Für den, der die üblichen Hollywood-Muster für Emotionen erwartet, könnte das Einlassen auf Extreme schwierig werden.

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JoergStajner96

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Tolle Geschichte um eine Liebe, die keine ist.
Gute Schauspieler

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Kill_Diether

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Wieso ist das keine Liebe? Meinst du damit porentief reine romantische selbstlose Emotionen? So völlig frei vom sozialen und persönichem Umfeld?


Freak89

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehenswertes Drama, welches die schlechten Seiten des Menschen aufzeigt. Hier wird deutlich wie schwer es eine Person hat nach einem Schicksalsschlag zurück in die Spur zu finden und nicht verschlossen für sich zu leben. Authentische Dialoge, ungeschönte Darstellung und eine herausragende Marion Cotillard geben diesem Film ein Gesicht. Punktabzug für den unsympathischen Hauptdarsteller sowie die doch recht sinnlose Prügelaction.

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anakyn

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich fand den Film okay, wenn auch ein wenig verwirrend. Er wirkt auf mich wie viele kleine Storypuzzleteile, die irgendwie nie richtig zu einem großen Ganzen werden. Viele Dinge finden statt und laufen dann einfach so aus (die Sache mit den Kameras z.B.).

Ali ist auch so unsympathisch! Ist er am Schluss ein besserer Mensch weil er Steph getroffen hat? Ist er ein besserer Vater? Ist sein Leben besser? Oder ging es die ganze Zeit nur um Stephanie?

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KAbitz

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Bewertung7.5Sehenswert

Intensives, schonungsloses und stylisches Liebesdrama über zwei Menschen, die die Liebe erst wieder finden müssen. Marion Cottliard wie immer grandios.

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angelmoonsoul

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Bewertung7.5Sehenswert

Wahnsinnig toller Film mit einer atemberaubenden Marion Cottilard und einem guten Matthias Schoenaerts!

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jorg.hoffmann.9849

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Bewertung7.5Sehenswert

Ali und sein Sohn Sam sind obdachlos, bis sie in die kleine Garage von Alis Schwester ziehen können. Das ist nicht viel, aber genug! Bei einer Kneipenschlägerei lernt der junge Vater dann plötzlich die schöne Stéphanie kennen, mit der er danach viel Zeit verbringt. Und obwohl die beiden Charaktere unterschiedlicher nicht sein könnten, verlieben sie sich ineinander. Aber eines Tages wird Stéphanie Opfer eines schrecklichen Unfalls und alles ändert sich.

Der Geschmack von Rost und Knochen ist wie ein Schlag in die Magengrube. So handelt der Film von sozialer Kälte, harter Realität und Schicksalsschläge. Dabei beweist einmal mehr Oscar Preisträgerin Marion Cotillard, was in Ihr steckt. Sie spielt das zerbrechlich brilliant, als sie Opfer eines schweren Unfalls wird und schweißt sich mit Ali zusammen, der ziellos zwischen Boxkämpfen und Gelegenheitsjobs hin und her trudelt. Das der Film letztendlich nicht vollends katastrophal endet, macht zumindest Hoffnung, daß es für beide noch eine Chance gibt. Für das schwer verdauliche aber großartige gespielte Drama vergebe ich 7,5/10.

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vanilla

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zunächst muss ich sagen, dass der Trailer zum Film, einer der Besten ist, den ich je gesehen habe. Diese Bilder, untermalt von der Musik der Band M83, sind einfach magisch und ziehen einen sofort in ihren Bann.
Man hat regelrecht das Verlangen diesen Film zu sehen und so müssen gute Trailer sein.

Durch sehr gute Prognosen und Bewertungen, habe ich mit dem Hammer schlechthin gerechnet und vielleicht war das auch der Fehler, den ich gemacht habe.
Denn der Film ist wahrlich super, jedoch nicht ganz das was ich erwartet habe.
Die Schauspieler, Marion Cotillard, die sinnliche, schöne Frau, die auch noch unglaublich gut schauspielern kann und Matthias Schoenaerts, der sympathische Newcomer, sind gigantisch und brauchen sich hinter keinem auf der Welt zu verstecken.
Was mich am meisten gestört hat, ist dass es zu wenig HERZ gab.
Ich musste nicht weinen, oder mit den Tränen kämpfen.
Es gab fast keine magischen Momente, wie es der ganze Trailer zelebrierte.
Es entsteht auch irgendwie keine spezielle Bindung, oder Sympathie zu den Charakteren, deshalb fiel es mir auch schwer gänzlich mit den beiden mitzufühlen.
Vielleicht der Moment am gefrorenen See zum Ende hin, da hat mein Herz ein wenig gepocht.
Ansonsten gab es beinahe nur animalisches zu sehen.
Bettbeziehungen zu genüge.
Körperliche Bedürfnisse müssen gestillt sein, dann geht es einem immer gut.
Wer´s glaubt wird selig.
Die Probleme, die man so im Leben hat, sind manchmal erdrückend und lassen einem keine Luft zum Atmen.
Der eine hat mehr davon und der andere weniger. Der eine hat eine schwerere Last zu tragen, jedoch haben es beide schwer auf eine unterschiedliche Art und Weise.
Der eine zerbricht an dieser Last, der andere wird nur noch stärker.
Doch die Hoffnung auf Besserung und das Prinzip "Geteiltes Leid = Halbes Leid" werden in diesem Film stark präsentiert und geben auch dem Zuschauer, mit seinen Problemen und Leidenswegen, etwas davon zurück und genau das zeichnet diesen Film für mich aus.
Man schöpft neuen Mut und neue Kraft, die man zum Leben braucht, vor allem nach schweren Schicksalsschlägen.
Der Sondtrack ist der HIT. Bon Iver sind klasse und machen hervorragende Musik zum Dahinschmelzen.
Wenn der Film doch nur mehr Herz gehabt hätte, dann hätte es vielleicht sogar einer meiner Lieblingsfilme werden können. Potential war da und wurde für meinen Geschmack etwas in die falsche Richtung gelenkt.
Aber was soll´s? Den meisten gefällt er doch, oder???

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Slevin_Kelevra23

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Der Trailer ist echt einer der besten die ich je gesehen habe, stimmt dir da voll zu!


vanilla

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unglaublich intensiv und soooo gefühlvoll;-)


Realizator

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich kann keinen Film als gut bezeichnen, wenn in diesem die negativsten Aspekte der Menschen als Vorbild gezeigt werden. Nein danke!

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Main90

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welche "negativsten Aspekte des Menschen" werden hier als Vorbild gezeigt? hab ich einen anderen Film gesehen?


BobHanson

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Bewertung6.0Ganz gut

Prinzipiell kein schlechter Film und keine schlechte Idee. Allerdings fand ich die Figur des Ali einfach zu oberflächlich. Er verhält sich den größten Teil des Films als A...loch gegenüber seinen Mitmenschen, selbst gegenüber seinem eigenen Sohn, sodaß dem Charakter hier etwas mehr emotionale Tiefe gut getan hätte. Die schauspielerische Leistung fand ich auch eher durchschnittlich. Für mich kam dann das Ende sehr gekünstelt und zu gewollt rüber.

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furkan.oezbek

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Das fand ich genau so. Ali ist nicht gerade ein guter Typ. Das war auch irgendwie mein Problem...


Main90

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also weil er ein ar....loch ist fehlt ihm an tiefe? das erschließt sich mir nicht. ich hab zwar die meiste Zeit nicht mit Alain mitgefühlt weil er mir sehr stumpf wirkte und seinen Sohn und Mitmenschen rücksichtslos behandelt. Ich fand ihn auch eher unsympatisch. Aber genau solch einen Menschen trifft Marion nach ihrem Unfall. Und genau dieser Typ Mensch scheint hier ein Merkmal zu haben, welches ihn von den meisten Menschen unterscheidet. Er macht ihren Unfall nicht komplizierter als er sowiso schon ist. Er macht quasi das beste aus ihrer Situation. Auch wenn es vielleicht nicht bewusst passiert.

Ich persönlich finde es sehr schön wie man hier eine Figur, die man normalerweise nicht für eine Hauptrolle nehmen würde, erzählen lässt. Meiner Meinung nach eine überdurchschnittlich authentische Figur. Ich konnte mich nicht persönlich in sie hineinfühlen aber auf mich wirkte sie realer als manch andere tiefgründige Figur.


rucksta

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Emotional. Hart. Ehrlich. Traurig und aufmunternd.
Ein klasse Drama (für Sie und Ihn).

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