Der Mond und andere Liebhaber

Der Mond und andere Liebhaber (2008), DE
Laufzeit 103 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 24.07.2008

5.2 Kritiker
6 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.9 Community
72 Bewertungen
10 Kommentare
Der Mond und andere Liebhaber - Bild 798875
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von Bernd Böhlich, mit Fritzi Haberlandt und Birol Ünel

Hanna will alles – und verliert doch nur: Arbeit, Tochter, ihre große Liebe… und einen Arm. Wir begleiten sie drei Jahre in ihrer kleinen Stadt. Doch es zieht sie immer wieder an die See. Dort fühlt sie sich sicher und hat die große Liebe gefunden – denkt Hanna. Hier will sie auch sterben und muss doch weiter leben. Immer wieder ein Anfang. Und immer wieder Hoffnung.

Handlung

Die Kosmetikfabrik, in der Hanna (Thalbach) und ihre jüngere, spröde Freundin Dani (Fritzi Haberlandt) arbeiten, schließt. Während Dani sich nicht damit abfinden will, ist es Hanna, die ihre Freundin an die Hand nimmt. Das Leben muss ja weiter gehen. Momente ehe die Sprengmeister ihr Werk verrichten, verlassen die beiden das Gebäude – mit einige Kisten „Silverlady“, Hannas Lieblingsparfum, unter dem Arm, die offenkundig dort vergessen wurden. Ein kleiner Silberstreif am Horizont.

Doch es soll nicht bei dem einen Rückschlag für die beiden bleiben. Sie quälen sich durch ihr Berufs- und Privatleben. Als Hanna endlich Glück hat und eine Urlaubsreise gewinnt, die sie gemeinsam mit ihrer Tochter … antritt, schlägt auch dort das Pech zu. Das erste mal seit Jahren regnet es dort unentwegt. Immerhin hat Tochter … Spaß mit einem Verehrer und auch Hanna lässt sich auf ein amoröses, aber enttäuschendes Abenteuer ein.

Zurück zu Hause kehrt … nach einem Streit mit Hanna nicht nach Hause zurück. Sie wollte ihrer Tochter nicht das Auto leihen, woraufhin … bei einem Unfall im Wagen eines Freundes tödlich verunglückt. Von Vorwürfen zerfressen scheint Hanna am Ende, bis bei einem Markt auf den rohen Ramschverkäufers Gansar (Birol Ünel) trifft. Sie verliebt sich Hals über Kopf, doch ihr Held ist nicht so strahlend, wie es auf den ersten Blick scheint.

Weiterführende Informationen

Wissenswertes
Der Soundtrack zum Film stammt von der Ost-Deutschen Band Silly, bei der der Schauspielerin Anna Loos singt.

Weitere Informationen im Internet

Kritiken zum Film:

Der Mond und andere Liebhaber von Matthias Dell bei Freitag.de
Glücklich sein von Denis Demmerle bei Stadtkind.de

Ein Interview mit Fritzi Haberlandt zum Film bei Stadtkind.de

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Kritiken (2) — Film: Der Mond und andere Liebhaber

G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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8.5Ausgezeichnet

Wenn dieser Film eine englische Produktion gewesen wäre oder eine aus Hollywood, würde man jetzt schon einen Namen in die Oscar-Statuen gravieren: Katherina Thalbach. Man wusste, sie ist gut, großartig in all den vielen starken Rollen der letzten Jahrzehnte. Aber mit „Der Mond und andere Liebhaber“ bekommt diese großartige Person die Gelegenheit, mit allen Facetten ihres Könnens diesen Film fast zu sprengen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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4.5Uninteressant

So ziellos, wie Hanna durch ihr Leben getrieben wird, so größtenteils unmotiviert wird in dieser Tragikomödie ein Schicksalsschlag an den nächsten gereiht. Dabei hat man hat stets den Eindruck, dies alles habe Regisseur und Drehbuchautor Böhlich in fieser Absicht geschehen lassen, um die Leidensfähigkeit seiner Protagonistin immer wieder auf den Prüfstand zu stellen und auszuloten. Die durchschreitet dann auch tapfer den ihr auferlegten, schicksalsschweren Hindernisparcours, auf dem wir ihr zu Anfang noch gerne und bereitwillig folgen, bald aber genau wie Hanna anfangen zu verzweifeln und damit die Lust am Film verlieren.

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Kommentare (8) — Film: Der Mond und andere Liebhaber

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mellisee

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Bewertung4.0Uninteressant

"Wo bitte, bleibt die Langsamkeit mit der Geschichten erzählt werden?"- leider wurde in diesem Film viel zu viel hinein gepackt, so erlebt Hanna (Katharina Thalbach) Schicksalsschläge am laufenden Band. Dadurch lässt der Film einen als Zuschauer kaum verschnaufen und mal einen Moment inne halten. Mitgefühl mit der Lebensgeschichte der Hanna habe ich bei mir daher vergebens gesucht.

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marcowski

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Bewertung2.0Ärgerlich

Stolpert - trotz toller Katharina Thalbach - planlos von einer beklemmenden Peinlichkeit zur nächsten.

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Anperls

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Bewertung4.0Uninteressant

Wirkt ungefähr so, als habe man ein geplant fünfteiliges Drama aus Kostengründen auf einen einzelnen Film zusammenstreichen müssen. Übrig geblieben ist dann vor allem eine lose Reihe von Schreckensszenen.

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Motsche

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Bewertung6.5Ganz gut

Okay, aber an einigen Stellen sehr merkwürdig und auch unmotiviert umgesetztes Drehbuch, mit gewöhnlicher Kamera und einigen guten Schauspielmomenten!

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annaberlin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Katharina Thalbach macht diesen Film zu einem großartigen, sehenswerten Drama um einen vom Schicksal schwer gebeutelten Menschen. Die herausragende Leistung Thalbachs täuscht dabei über einige dramaturgische Schwächen hinweg. Absolut empfehlenswert.

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alter.native

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Bewertung7.5Sehenswert

Nachdem ich mir den Film dann doch zum zweiten Mal angesehen habe, muss ich mich mit meiner Bewertung etwas korrigieren.Er ist zwar nicht immer schlüssig und der Schicksalschläge sind es dann vielleicht auch zu viele. Selbst wenn also manche Wendung doch zu stark überzeichnet wirkt, grandios gespielt von Katherina Thalbach ist er allemal.

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tom-01

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Zwar hinkt der Film etwas, da es manchmal wirklich etwas zu viel Drama ist, was die Hauptdarstellerin durchleiden muss, aber Katharina Thalbach beweist mal wieder ihr enormes Talent und meldet sich mit dieser Leistung für den Deutschen Filmpreis 2008 an!

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Henne

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der Film wurde hier im Rahmen des Filmkunstfestes gezeigt, läuft aber erst regulär ab 24.07.08 in den Kinos. Der Regisseur hat bereits jetzt für diesen Film den "Cinestar" erhalten. Das aber nur so nebenbei.
Ein sehr sehenswerter und symphatischer Film mit garantiertem Grübelfaktor für mehrere Tage und für Silly-Fans ein absolutes Muss. Die komplette Film-Musik ist von Hassbecker/Barton (also Silly) geschrieben und geht genau so unter die Haut wie der Film selbst. "So 'ne kleine Frau" von Silly war die Inspiration für den Regisseur Bernd Böhlich, was er und die ganze Film-Crew nicht besser hätte umsetzen können. Katharina Thalbach, die "die kleine Frau" mimt, ist an schauspielerischer Größe unschlagbar. Sie spielt absolut überzeugend eine von Sehnsüchten getriebene Frau, die ständig für sie wichtige Dinge verliert und trotzdem unter diesem Verlust immer wieder gewinnt, da ihr Lebensmut nicht klein zu kriegen ist. Eine "ganz normale" Frau eben. Der Film ist irre komisch und wahnsinnig traurig, eine Achterbahn für die Gefühle, er lebt von ständigen Zweifeln und Hunger auf Leben, endlosem Mut und der Frage, welche Entscheidungen im Leben die richtigen sind: die des Herzens und die des Verstands. Letzteres liest sich vielleicht ein wenig kitschig, das ist der Film aber keineswegs. Er ist sehr real und bodenständig und aus dem Leben gegriffen. Viele "kleine" Frauen werden sich in ihm wiederfinden. Eine kleine Frau in einem großen Film!!!!

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