Nichts als Gespenster

Nichts als Gespenster (2007), DE
Laufzeit 119 Minuten, FSK 0, Komödie, Drama, Kinostart 29.11.2007

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6.5 Kritiker
12 Bewertungen
Skala 0 bis 10
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von Martin Gypkens, mit Maria Simon und Chiara Schoras

In fünf Episoden ihres Lieblingsthemas der unglücklichen Liebe und der allgemeinen Verlorenheit der Generation X schickt die gefeierte Bestseller-Autorin Judith Hermann ihre Figuren in die Welt hinaus. Venedig, Jamaika, die deutsche Provinz, die Wüste Nevadas oder Island – immer wird die gewohnte Umgebung hinter sich gelassen; die Figuren sind alle auf Reisen in unterschiedliche Länder und aus unterschiedlichen Motiven – doch alle müssen sie erkennen: sich selbst kann man nie entkommen, wohin man auch geht.

HandlungNichts als Gespenster schildert fünf voneinander losgelöste Episoden, welche abwechselnd erzählt werden. Alle erzählen von jungen Deutschen auf Reisen, von Orientierungslosigkeit und vom schwierigen Umgang mit der Liebe.

Ellen und Felix (USA)Ellen (Maria Simon) und Felix (August Diehl) reisen mit dem Auto durch die USA und versuchen die Weite und Einzigartigkeit der amerikanischen Wüstenlandschaft zu genießen. Gestört wird die Urlaubsreise immer wieder von kleinen Auseinandersetzungen, welche offenbaren, dass sich beide von einander entfremdet haben und kleine Missverständnisse ausreichen, um sich gehörig zu zoffen. In einem kleinen Ort in der Wüste begegnen sie einer Geisterjägerin, welche ein verlassenes Hotel von spukenden Gespenstern befreien soll, und einem Einheimischen. Die Gespräche mit den beiden Amerikanern lassen sie ihr Verhältnis neu überdenken.

Caro und Ruth (Deutschland)Caro (Karin Plachetka) aus Berlin besucht ihre beste Freundin Ruth (Chiara Schoras), welche ein Engagement als Schauspielerin an einem Provinztheater hat. In der Theaterkantine stellt Ruth Caro ihren neuen Schwarm vor, den exzentrischen Schauspieler Raoul (Stipe Erceg). Dieser macht jedoch nicht Ruth, sondern Caro Avancen. Zurück in Berlin erhält Caro eine Einladung von Raoul, Zugticket inklusive. Kurzentschlossen fährt sie ihn besuchen, verbringt eine Nacht mit ihm und reist wieder ab. Wenig später erhält sie einen…

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Kritiken (6) — Film: Nichts als Gespenster

Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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5.0Geht so

Deutsche suchen im Ausland innere Reinigung: Schon Doris Dörrie scheiterte in "Bin ich schön" (1998) an der Selbstfindung im pittoresken Spanien, nun beißt sich Martin Gypkens, der mit "Wir" ein bemerkenswertes Debüt übers Erwachsenwerden gedreht hat, in aller Welt die Zähne aus. Die literarische Vorlage von Judith Hermann erweist sich als schwer verfilmbar, denn vieles in ihren Erzählungen spielt sich im Innern der grüblerisch-deutschen Figuren ab. In Prosaform mag das angehen, im Film aber werden daraus meist irrlichternde Blicke, ratlose Gesichter oder Fernseh-Dialoge, in denen die Figuren erklären, was sie laut Drehbuch gerade fühlen sollen.

Kritik im Original 13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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7.0Sehenswert

„Nichts als Gespenster“ ist ein ruhiger Ensemblefilm, ein bisschen verträumt, bisweilen etwas bizarr und manchmal bissig.
(BR Online)

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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7.5Sehenswert

Martin Gypkens, dessen Spielfilmdebüt "Wir" auf zahlreichen Festivals gefeiert wurde, hat den als unverfilmbar geltenden Erzählband von Judith Hermann für die Leinwand adaptiert und dafür ein hervorragendes Schauspieler-Ensemble gewonnen. Jessica Schwarz ("Der Rote Kakadu"), Maria Simon (Good Bye, Lenin!"), August Diehl ("Die Fälscher"), Fritzi Haberlandt ("Liegen lernen"), Stipe Erceg ("Die fetten Jahre sind vorbei"), Brigitte Hobmeier ("Winterreise", "Wir"), Wotan Wilke Möhring ("Das Experiment"), Sólveig Arnarsdóttir ("September"), Karina Plachetka ("Die Spielwütigen", "Wir"), Janek Rieke ("Herr Lehmann"), Chiara Schoras ("Vaya con Dios"), und Ina Weisse ("Sams in Gefahr"). Die Langsamkeit, mit sich der Film durch alle Geschichten bewegt, muss vom Zuschauer akzeptiert werden, dann wird er in die Versatzstücke magisch hineingesogen. Ein komplexes und reizvolles Stück Kino...

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Birgit Heidsiek: dpa Birgit Heidsiek: dpa

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4.5Uninteressant

In "Nichts als Gespenster" entfaltet Gypkens in schönen, atmosphärischen Kinobildern verschiedene Beziehungsgeflechte, die nur durch ihre emotionale Spannung miteinander verbunden sind. Die einzelnen Geschichten bleiben dabei jedoch zu flach und vordergründig, um den Zuschauer wirklich zu berühren.

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patrickh: unclesallys*s, Style & the ... patrickh: unclesallys*s, Style & the ...

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8.5Ausgezeichnet

Wow, was für eine Besetzung. August Diehl, Jessica Schwarz, Maria Simon, Wotan Wilke Möhring, Stipe Erceg in einem Film – und dazu noch anbetungswürdige Theaterprinzessinnen wie Fritzi Haberlandt, Brigitte Hobmeier und Karina Plachetka. Schlecht kann ein Film mit solchen Schauspielern nicht sein, und tatsächlich kann „Nichts als Gespenster“ darstellerisch absolut beeindrucken. Inhaltlich liefern die nicht mit einander verknüpften Geschichten übers Reisen, die Einsamkeit und die Sehnsucht nach Nähe allerdings kaum mehr als Stimmungsskizzen, was auch daran liegen könnte, dass diese Judith Hermann-Verfilmung mit ihrem Prenzlberg-Bohème-Chic ein paar Jahre zu spät dran ist. Wer gerne der Crème de la Crème des jungen deutschen Films bei der Arbeit zusieht, kommt aber eben trotzdem elegant auf seine Kosten.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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4.5Uninteressant

Wirklich gute Schauspieler an wirklich interessanten Drehorten, die wirklich nichts interessantes machen. Zu behaupten der Film sei elegisch, lässt ihn schon fast zu interessant erscheinen. Wie man es hinbekommt, in Island, Amerika und Jamaika zu drehen und ohne ein einziges Kinotaugliches Bild heimzukommen ist mir ein Rätsel. Die Kameraarbeit sieht derartig bieder und langweilig aus, das dagegen manches "kleine Fernsehspiel" wie großes Hollywood wirkt. Befindlichkeiten und banales Emotionsgeschwurbel, die Spannungskurve bleibt über die gesamte Laufzeit auf einem Level, eine wesentliche Entwicklung findet nicht statt, die Figuren sind Skizzen, die nur durch ihre Probleme nicht aber durch echte Persönlichkeit charakterisiert werden. Ich ertappte mich dabei, mich mehr für einen Film zu interessieren, den eine der Figuren im TV sah, als für die eigentliche Handlung.

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Kommentare (16) — Film: Nichts als Gespenster

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frau_jemine

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Bewertung7.5Sehenswert

langsam, leise, schön.

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Hauptdarsteller

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

«Nichts als Gespenster» ist alles andere als ein schlechter Film. Gypkens hat die inhaltlich nicht miteinander verknüpften Geschichten sehr geschickt verwoben und dabei Hermanns wunderbar authentische Dialoge und präzise Beobachtungen hervorragend auf die Leinwand übertragen. Die Bilder von Kamerafrau Eva Fleig sind von geradezu eleganter Schönheit, doch das wichtigste Argument für diesen Film ist sein einzigartiges Ensemble. Mit August Diehl, Fritzi Haberlandt, Maria Simon, Wotan Wilke Möhring, Jessica Schwarz und Stipe Erceg ist die Crème de la Crème des jungen deutschen Films versammelt und liefert beeindruckende Arbeit ab.

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gewitterblau

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

sehr schöner ruhiger film,mit sehr guter besetzung!

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Kate Portman

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Das Buch ist sehr sehr gut. Aber der Film ist leider nicht perfekt geworden...

Das lustige ist, dass der in Brasilien ganz oft im Fernsehen lief.

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Meradan

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Bewertung0.0Hassfilm

*gähn* typisch deutsch!

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Schlegel

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Bewertung5.0Geht so

In den Details sind die Figuren nicht stimmig, mit der Zeit läppert sich das. Am Ende wirkt alles viel oberflächlicher, als es hätte sein müssen. Wenigstens August Diehl ist seit diesem Film mein Held.

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quin

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wahnsinn, wie unterschiedlich und doch gleich diese Geschichten zueinander sind. Wem der Film gefaellt, kann ich auch das Buch empfehlen.

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derblonde

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Bewertung4.0Uninteressant

Schöne Landschaften können diese Einschlafhilfe bei weitem nicht retten. Das ganze ist einfach uninteressant und öde. Viele bekannte Gesichter entschädigen ein wenig für die ca. 115 min. Nach dem Angucken schnell vergessen!!

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annaberlin

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Bewertung5.5Geht so

Gescheiterter Versuch, Kurzgeschichten zu verfilmen. Außer der Island-Episode mit Wotan Wilke Möhring hat mich der Film gelangweilt, auch wenn die Übergänge zwischen den Geschichten durchaus interessant gestaltet waren. Richtig ätzend fand ich die Episode mit Jessica Schwarz auf Jamaica und die mit August Diehl in den USA.

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dbeutner

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Bewertung5.0Geht so

Belanglos, mit teilweise einigermaßen guten, aber auch einer Menge eher schlechten SchauspielerInnen. Die Story (Stories) sind weitgehend aussagefrei und auch ohne bedeutende Entwicklung. Kann die hier geäußerte Begeisterung nicht am Ansatz nachvollziehen.

Und wenn hier mehrfach vom besten deutschen Film der letzten Jahre gesprochen wird - ganze Klassen an Innovation und schauspielerischem Talent trennen diesen Film etwa von "Shoppen".

Ich würde eher sagen: Ödes deutsches Kino, dass sich etwas verzweifelt um Emotionalität bemüht. Überflüssig.

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alter.native

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Bewertung7.5Sehenswert

Die guten Schauspieler machen die Amerika- und die Venedigepisode zu einenm besonderen Sehvergnügen. Durch die spannende und unkonventionelle Schnitttechnik werden dadurch auch die inhaltlich "dünneren" Episoden, wie Jamaica und Senftenberg mitgezogen. Bei Island waren mir die Figuren einfach zu wenig gezeichnet, zu unklar die Ursachen der vielsagenden Blicke. Von einem der Vorredner fiel schon mal der Begriff STIMMUNGSSKIZZEN - das trifft's sehr gut!

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father911

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Bewertung9.5Herausragend

Ebenso wie Patty-Picket würd ich es formulieren: der beste DEUTSCHE seit 2 Jahren. Viele glaubwürdige Charaktäre, schöne Bilder und geniale Schnitt-Technik, die die sehr unterschiedlichen Geschichten und Orte miteinander verschmelzen lässt. Ein Kino-Erlebnis, das ich lange im Kopf behalten werde.

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Patty-Picket

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Bewertung9.0Herausragend

Der beste deutsche Film der letzten, sagen wir zwei, Jahre. Tolle Kamera die nicht auf Reisekatalogromantik setzt, großartige Schauspieler (noch am schwächsten: Jessica Schwarz), nachfühlbare, schmerzhafte Konstellationen mit genügend Bewegung um neugierig zu bleiben und genügend Innehalten um Wirkung am eigenem Leib zu erfahren...

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ovgucker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wundervoll gespielte Episoden, in denen die Gefühle wie Gespenster durch den Raum schweben.

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keepon

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Bewertung7.5Sehenswert

Teilweise wunderschöne Bilder. Grundtenor: Liebe aussichtslos. Herrliche Gestalten vor allem in der ur-amerikanischen Kneipe. Wiedersehen mit der Schauspielschülerin Karina Plachetka von "Die Spielwütigen". Schön zu sehen, wie sie ihren Weg macht. Eher blass in diesem Film: die Rolle der Jessica Schwarz. Sehr gefühlvoll auch die Szenen in Island. In Venedig: Eltern, die einem alles verderben können. In Jamaica: Langeweile mit Drängeln auf Exotik. In Senftenberg: die gute Karina mit dem düsteren Stipe im Bett.

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Herr Marcus

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Aus der beliebten Reihe "..das Buch war aber besser...". Ich mochten die Stimmungen, die Judith Hermmann im Buch erzeugt. Viele findet man wieder. Einige nicht. Aber wie Gypkens die Geschichten ineinander verwebt und sich auch an die Sprachlosigkeit , die Stille heran traut ist nicht anderes als GELUNGEN. Kein Meisterwerk aber ein kleiner Schatz. Wenn man mich fragt, streite ich aber alles ab.

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