Die Eroberung von Konstantinopel
Fetih 1453 (2012), TR Laufzeit 167 Minuten, FSK 16, Drama, Historienfilm, Kinostart 24.05.2012
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67 Bewertungen
14 Kommentare
Keine
von Faruk Aksoy, mit Devrim Evin und Ibrahim Celikkol
Die Eroberung von Konstantinopel im Jahr 1453 durch den Sultan des Osmanischen Reiches wird in diesem Historienepos aus der Sicht der osmanischen Eroberer gezeigt.
Wir schreiben das Jahr 1451: Nach dem Tode seines Vaters besteigt der zu diesem Zeitpunkt 18-jährige Fatih Mehmed II. den Thron und ist von nun an Sultan des Osmanischen Reiches. Nur zwei Jahre später wird er für einen einschneidenden Umsturz sorgen, der die Weltgeschichte verändern sollte: Die Eroberung von Konstantinopel (heute unter dem Namen Istanbul bekannt). Von Beginn an verfolgt der junge Sultan nur ein Ziel – die Eroberung der letzten großen byzantinischen Enklave, die der Ausweitung des Osmanischen Reiches im Wege steht. Während Mehmed II. dem byzantinischen Kaiser und seinen Verbündeten durch angebliche Kooperation Friedfertigkeit vortäuscht, treibt er strategisch und schnell die Kriegsmaschinerie voran. Die Armee wird auf mehrere zehntausend Mann aufgestockt, Kanonen von ungeheurer Feuerkraft werden entwickelt, Kriegsschiffe werden gebaut und eine Festung errichtet, um Konstantinopel von der Versorgung über den Seeweg abzuschneiden. Als im Jahre 1453 das Osterfest auf den Straßen Konstantinopels in vollem Gange ist, hält das gigantische osmanische Heer Einzug vor den Mauern der Stadt, die der bevorstehenden Belagerung noch einige Zeit trotzen sollten.
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Cast & Crew
- Genre
- Drama, Historienfilm, Kriegsfilm
- Zeit
- 15. Jahrhundert
- Ort
- Istanbul, Türkei
- Handlung
- Angriff, Arena, Blut, Christentum, Eroberung, Krieg, Moslem, Papst, Pfeil und Bogen, Prophet, Reiten, Reiter, Sultan, Türke
- Stimmung
- Ernst
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Kritiken (2) — Film: Die Eroberung von Konstantinopel
Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel
Kommentar löschenDer monumentale Historienschinken [...] füttert die weltweit in der Diaspora lebenden Türken mit einem problematischen Selbstbewusstsein, das zwischen Patriotismus und Religiosität nicht mehr unterscheidet.
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Bernd Buder: film-dienst Bernd Buder: film-dienst
Kommentar löschenFetih 1453 enthält keine Friedensbotschaft, sondern ist ein Kriegsfilm, der Pathos, Heldentum und männliche Abenteuerlust des Fantasy-Genres zur Heiligen-Krieg-Dramaturgie verdichtet.
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Kommentare (11) — Film: Die Eroberung von Konstantinopel
Graf Krolock Sun, 24 Mar 2013 17:20:16 -0000
Kommentar löschenWäre er um einiges länger hätte man eine Serie draus machen können. Das hätte gepasst. Aber um ein Historien-Epos zu sein, hätte es etwas mehr sein müssen.
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daniel.helmer.7 Mon, 10 Dec 2012 16:34:18 -0000
Kommentar löschenMieser Film, dient in seiner "Objektivität" wohl anderen Zwecken.
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stalker Wed, 03 Oct 2012 06:40:59 -0000
Kommentar löschenSpritz wie manndoof ist das mufflig, langweilig und unerträglich und da setze ich mit stolzester Brust die Hassmarke, ohne auch nur etwas von der Eroberung mitbekommen zu haben, weil bis die kam, also, ich hab nun wirklich nichts gegen Homosexualität, aber etwas mehr Frau hätte diesem verfilmten Mythos nicht geschadet.
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Denizx29 Thu, 27 Sep 2012 18:28:35 -0000
Kommentar löschenDie ganzen Diskussionen hier über die Motive, die den Sultan damals bei der Erstürmung Konstantinopels bewegten, sowie die von ihm verwendeten Instrumente, und ob diese richtig im Film richtig dargestellt wurden, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Gerade die Geschichte des osmanischen Reiches eignet sich relativ schlecht, sie in einer Art und Weise darzustellen, dass Orient und Oxident in gleichem Maße die Darstellung als der Realität nah ansehen könnten - Selbstbild und Fremdbild weichen hier z.T. sehr stark voneinander ab.
Hier geht es m.E. in erster Linie darum, wie gut / spannend / unterhaltsam / glaubwürdig / in sich konsistent die Darstellung der Materie insgesamt gelungen ist...
Wie dem auch sei - zum Film nun:
Da ich sehr gerne Historienfilme sehe habe ich mich gefreut, dass nun endlich auch ein bisher bspw. von Hollywood völlig ignorierter Zeitabschnitt als Gegenstand für einen Kinofilm herangezogen wird. Da es eine türkische Produktion werden sollte, war zu erwarten, dass hier mehr das Selbstbild abgebildet wird; da es kein Dokumentarfilm werden sollte, war zu erwarten, dass einiges hinzugedichtet werden musste, um das Ganze über eine bestimmte Dauer mit einer bestimmten Dramaturgie realisieren zu können.
1. Der Film war trotz aller Schwächen insgesamt unterhaltsam, die meisten Figuren waren auch sympathisch - sowohl auf der einen als auch auf der anderen Seite.
2. Von der schauspielerischen Leistung war ich zum Teil enttäuscht. An vielen Stellen kam die Darstellung nicht glaubhaft rüber, man konnte eindeutige handwerkliche Fehler ausmachen. Zum Teil wirkte manches unfreiwillig komisch. Eher GZSZ-Niveau denn Hollywood-Blockbuster. Auch die deutsche Synchronisation war m.E. eher schlecht; vielleicht wirkt alles in der türkischen Version ein wenig "runder"...
3. Zuviel Pathos wurde versucht, rüberzubringen, was z.T. stark überzeichnet wirkte.
4. Erzählerisch war das ganze auch sehr dürftig. Die Story war zu plump - insbesondere die Figur "Ulubatli" Hasan wurde als Universalproblemlöser eingesetzt, was die Glaubwürdigkeit des Films extremst nach unten zog. Insgesamt wirkte das Ganze eher wie ein Fantasy-Film mit einem Zielpublikum im Altersbereich von 12 bis 16 Jahren... Der Realismus - völlig losgelöst von der "richtigen" Darstellung der historischen Ereignisse und der wirklichen Intentionen der damaligen Figuren - kam viel zu kurz, da immer zur richtigen Zeit ein Universalproblemlöser an der richtigen Stelle war.
Erzählerisch und handwerklich war das ganze weit von Hollywood entfernt....
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Shyamalan Fri, 14 Sep 2012 00:16:04 -0000
Kommentar löschenRegisseur Faruk Aksoy, der schon vor allem mit Recep Ivedik Filmen einen Namen gemacht hat, hat sich diesmal etwas ehrgeiziges vorgenommen. In fast drei Jahren hat er 17 Millionen $ ausgegeben und etwa 10.000 Statisten standen ihm zur Verfügung. Das hat sich ausgezahlt: in der Türkei konnten innerhalb von vier Tagen über 1.400.000 Zuschauer die Eroberung von Istanbul (damalige Name Konstantinopel) erleben.
Der aufwendige Film ist solide inszeniert. Obwohl die CGI Effekte billig wirken und somit nicht ganz überzeugen können, machen die Schauspieler ihren Job ganz gut.
Devrim Evin als Sultan Mehmed spielt sehr überzeugend. Aber Ibrahim Celikkol als Ulubatli Hasan liefert besseren Leistung ab und stiehlt allen der Show. Der Finalkampf zwischen ihm und Cengiz Coskun als Ritter Guistiniani ist sehr gut inszeniert und spannend.
Die Musik von Benjamin Wallfisch passt zu jedem Szene optimal und ist zudem sehr ausdrucksvoll.
Auch Erkan Özekan als Cutter und Hasan Gergin und Mirsad Herovic als Kameramänner leisten sehr gute Arbeit. An die Kostüme, Ausstattungen und Casting sind auch nichts Wichtiges zu bemängeln.
Der Film bietet aber, wie fast bei allen historien Filmen auch, leider einige historische Fehler, wie z. B. :
-das Ereignis, an dem drei Schiffe, die die Belagerung durchdringen und in die Konstantinopel hineinfahren, fand am 20. April statt. Aber in dem Film wird diese am 15. Mai gezeigt.
-Aksemseddin, der Lehrer von Sultan Mehmed, war eigentlich von Anfang an das Eroberung dabei. Aber in dem Film erscheint er kurz vor der Schluss.
-vor der Eroberung findet im Film ein Gespräch zwischen Sultan Mehmed und der byzantinischen Kaiser statt. Doch dies belegt leider kein Geschichtsbuch...usw.
Wenn man darüber und noch einigen anderen Schwächen des Films hinwegsieht, der wird sich in dem fast 160 Minuten gut amüsieren.
Alles in einem, ein gut inszenierter, spannender und kurzweiliger Film, der sein Geld Wert ist!
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Bella Bee Thu, 07 Jun 2012 07:45:24 -0000
Kommentar löschenIch fand den Film unter den Umständen, dass Faruk Aksoy nur 17 Millionen zur Verfügung hatte, dafür aber knapp 10.000 Statisten akquirieren konnte, ziemlich gut. Auch die Story war grundsätzlich gut angelegt, auch wenn die stark patriachische Darstellung (was ja normal für die damalige Zeit war) und die Darstellung aus der Sicht der Muslime vielen Westzuschauern noch sehr befremdlich vorkommen wird. Einzige Schwierigkeit, die ich mit der Produktion des Films hatte, dass der Film wunderbar in Erdogangs vormordene Vorstellungen von einer islamisch-erzkonservativen Türkei passt. Finanziell unterstützt wurde der Film nämlich auch von der AKP. Schade, dass Faruk Aksoy sich hat politisch instrumentalisieren lassen, statt einfach sein Ding durchzuziehen. Aber jeder muss das selbst beurteilen. Ich gebe 6 Punkte, weil es endlich ein türkischer Film ist und dafür noch einer, den es noch nie zuvor gab.
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Bella Bee Fri, 08 Jun 2012 12:38:37 -0000
Antwort löschenWürdest du nichts hinein interpretieren, wenn ein deutscher Film von der CSU oder FDP mitfinanziert wird?
KingKaya Thu, 07 Jun 2012 03:13:29 -0000
Kommentar löschenwenn man einen film kritisiert sollte man auch die richtigen aspekte benutzen dabei geht es nicht wer eigentlich gut oder böse ist oder ob es historisch richtig ist oder falsch sondern um die hauptsächliche qualität des films wir könnten uns tag und nacht darüber streiten ob es damals falsch war was die osmanen getan haben oder die byzantiner ich mein wenn ihr harry potter kritisieren würdet, würdet ihr auch nicht sagen was lord voldemort getan hat war echt überflüssig und garnicht nett der hat das ja nur getan weil er so ein selbsverliebter penner ist und hin und her mit den ganzen komentaren hier beschreibt niemand den film sonder es geht wie immer nur darum welches volk schlechter ist ich bin selber türke aber ich hab den film nicht geguckt weil ich mit dem film stolz auf mein land sein wollte oder weil ich ein beweis wollte das die osmanen konstantinople erobert haben sondern weil ist ein guter film sein könnte und wenn ich jetzt was gutes an dem film hab und was schlechtes sind es bestimmt nicht die osmanen und die byzantiner sondern einfach nur die hauptkriterien eines films und ich find darum sollte es hier auch gehen um die kriterien des filmes und nicht die der historischen warheit (lüge) je nach dem wie es jemand empfindet. man sollte einfach nur die eigene meinung zum film sagen und kein vortrag darüber halten das es ja so barbarisch war was damals passiert ist.
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ursusmajor Tue, 27 Mar 2012 00:13:01 -0000
Kommentar löschenAuweia...559 Jahre nach dem unrühmlichen Fall Constantinopels, muß diese damals 1123 Jahre alte Metropole des Imperium Romanum, dann griechisch dominiert Basileia ton Rhomaion, solch geschmackloses, plakatives Machwerk ertragen. Pfui deibel, welch Schande!
Die Vorschau und die Beschreibung reichen aus, um diesen Streifen zu meiden. Eine Geschichte über Sultan Mehmet, der alles aus persönlichen Ehrgeiz und Ruhmessucht daran setzt, diese Stadt zu erobern. Das ganze unreflektiert, albern heroisch, plakativ insziniert, historisch verzerrend. Der Armee des Sultans hatte Constantinopel nicht viel entgegenzusetzen. Natürlich versuchten Die Rhomäer alles, den entgültigen Todesstoß abzuwenden. Natürlich wird Stimmung gegen die Türken gemacht- 2100 Jahre Geschichte des IMP ROMANUM wird das Messer an die Kehle gelegt! Hier waren nicht die Rhomäer, die längst Vasallen waren, die Bösen, es ist der Türke. Da geht man auch zum Papst trotz Schisma. Und dann dies Märtyrergefasel-es ist mir komplett unverständlich. Da will einer aus puren persönlichen Ehrgeiz eine Stadt erobern und zieht unverblümt und unreflektiert die religiöse Karte. Und kein Gedanke kommt auf, dass da etwas nicht zusammenpasst. Es ist lustigerdings andererseits bezeichnend, mit welchem Aufwand die Türken vor Constantinopel erschienen, und mit wie wenig Mann die Stadt der Belagerung standhielt und letztlich durch eine kleine versteckte Pforte fiel.
Es offenbart uns dennoch eines: Dem Türken scheint bei diesem Machwerk patriotisch Brust zu schwellen, doch scheint ihm zu dämmern, dass so gut wie alles, mit dem er für sein Land wirbt, nicht auf seinem Mist gewachsen ist. Er hat erobert und sich im Prunk gesonnt. Geschaffen hat er nicht viel, zerstört um so mehr. Darauf kann er nicht stolz sein und tief im Innern weiß er das wohl, kaschierts aber mit reichlich fadenscheinigen, stupiden Patriotismus. Wie sagte einst der alte Fritz, nachdem er erkannte das seine Ruhmeslust den Menschen nur Leid brachte?:
Wer dafür sorgt, das dort, wo jetzt ein Halm wächst, zwei Halme wachsen, der ist größer als der größte Feldherr. "
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CyrustheVirus Thu, 29 Mar 2012 21:29:47 -0000
Antwort löschenSoll das jetzt die Begründung für deine Bewertung des Films sein oder möchtest du einfach mal dein Pfeffer im Bezug zum unglücklichen Ende des Byzantinischen Reiches geben?!?
ursusmajor Fri, 30 Mar 2012 20:01:58 -0000
Antwort löschenBeides. War schon schlimm genug damals; 378, 410, 455, 476, 634, 1071, 1204 und 1453! Und der Streifen: zu viel Pathos und Nationalismus.
Kokorec Sun, 08 Apr 2012 14:15:14 -0000
Antwort löschen@ursusmajor dein Schmerz über den Fall Konstantinopels durch die Moslems muss Gross sein damit du so einen gehässigen Beitrag schreiben kannst ;))
dein Beitrag könnte in die Geschichte eingehen mit dem Titel : der Hass gegen die Moslems :))
ursusmajor Sun, 08 Apr 2012 21:12:56 -0000
Antwort löschenAch Kokorec, das ich nicht lache, obwohl,ich tu es ja! Hass gegen die Moslems...hahaha..als ob mich Religion und Hass einen Deut interessieren würde. 1204 hat der christliche Kreuzfahrer Konstantinopel in den Abgrund gestoßen, der Türke hat nur den Deckel zugemacht. Schon Nietzsche sagte "Religion ist Opium fürs Volk"; beim Kant hat Religion auch nicht viel verloren. Und Hass...wen soll ich hassen? Für solche Gefühle hab ich nichts übrig. Ich empfehle die Lektüre Marc Aurels oder Epikurs.
Außerdem empfehle ich das Nachschlagen zu den Jahreszahlen 378, 410, 455, 476, 634, 1071, 1204 und 1453.
Und zum Verständnis: Ich kann einem reißerisch, religiös verbrämten und nationalistisch interpretierten Machwerk zu einem leidvollen Ende eines großartigen Staatsgebildes, welches von lange vor Hannibal, über Caesar bis Constantin I-XI existierte, wirklich null und nichtig etwas abgewinnen.
CyrustheVirus Thu, 19 Apr 2012 17:13:22 -0000
Antwort löschenGeschichte ist dynamisch - vor allem die Geschichte von Byzanz - den Fall einer Stadt nachzutrauern zeugt nur von Unkenntnis über historische Tasachen und Hintergrundwissen.
Griechen, Perser, Römer, Byzantiner, Osmanen.. die Stadt hat niemals einem Volk gehört. Es war immer ein Schmelztiegel der Kulturen, bedingt auch durch die unglückliche Lage am Bosporus.
ursusmajor Fri, 20 Apr 2012 12:47:01 -0000
Antwort löschenHohoho..rein zufällig hab ich zu meinem Steckenpferdchen allerlei bereits gelesenen Literatura und darüber hinaus.
Die Stadt Konstantinopel hat nur zwei Staatsgebilden gehört. Den Römern/Rhomäern und den Osmanen. Perser waren nie in Konstantinopel. Römer und Byzantiner ist staatstechnisch das gleiche und ab dem 7Jhd. linguistisch griechisch dominiert. Die alles zusammenhaltende Klammer war stets der Kaiser oder der Sultan. Kristallisationspunkt war bei beiden Konstantinopel. Erstere haben es auf älteren Mauern neu gegründet und schnell zum Zentrum des Ostens erhoben, die anderen haben es erobert und als ihre Hauptstadt bis Atatürk genutzt.
Die Lage ist nicht unglücklich sondern genial. Ost oder West, Nord oder Süd, Wasser und Land. Alles ist wunderbar angeschlossen.
CyrustheVirus Sat, 21 Apr 2012 17:53:48 -0000
Antwort löschenWie ich mich recht ersinne ist Konstantinopel letztlich nur die Erweiterung der kleingriechischen Stadt Byzantion die im 6 Jhd. v. Chr. gegründet und im Zuge der Expansion des Achämenidenreiches von den Persern erobert worden ist.
Erst mit Deklarierung als Hauptstadt durch Konstantin d. Großen erhielt Konstantinopel seine eigentliche Funktion als Hauptstadt und Zentrum des späteren Oströmischen Reiches.
Im Bezug zum Handel kann ich dir zustimmen, dass Konstantinopel eine hervorragende Lage besaß.
Aus militärischer Sicht jedoch war es schwierig das umgebende Land (Thrakien und Kleinasien) auf beiden Seiten gleichzeitig gegen annahende Feinde zu verteidigen. Denn auch die Bulgar und die Kreuzzügler aus dem Westen haben dazu beigetragen dass es den Byzantinern letzlich unmöglich war dem osmanischen Expansionsdrang Einhalt zu gebieten.
ursusmajor Tue, 24 Apr 2012 18:21:26 -0000
Antwort löschen@Cyrusthe Virus:Wohl an! Obwohl die Lage durchaus top war. Von drei Seiten vom Meer umschlossen, dazu einiges an Mauerwerk zur Landseite. Viele habens versucht, wenige haben es geschafft K. einzunehmen.
@The Turk:
Werter Herr, ihr vergesset da ein gewichtgen Punkt bei den Filmen, die Ihr hier aufzählet!
Bei allen ist der Held auch gleichzeitig tragische Gestalt!
Troja: Schön von Herrn Petersen herausgestellt: Der unsterbliche Ruhm hat seinen Preis. Es gibt ihn nur um den Einsatz des Lebens. Was nützen all die Heldentaten, wenn man zu kosten sie nicht instande ist, und das Leben wird geben müssen? will man glüclich und endlich leben oder sterben und unsterblich sein? Und: Die Kontrahenten sind ebenbürtig.
Alexander: begnadeter Feldherr, dem Ruhm verfallen, viele Leben auf dem Gewissen, aber jung verblichen.
Braveheart: Sehr verzerrter und modernisierter Freiheitskämpfer. Auch er segnet vor Schluß das Zeitliche.
King Arthur: Der meuchelnde Sachse ward wahrlich kein feiner, ohnehin werden die Sitten in der Spätantike merklich rauher.
Arthur auch hier ein Freiheitskämpfer, der erkennen muß, dass die Zentrale in Ravenna hilflos ist und er alleine mit dem nicht romanisierten Kelten steht.
Von historischer Authentizität verlor ich kein Wort. Wenn er wie "Königreich der Himmel" inszeniert wäre-auch der Trailer-dann hätt ich anders gestimmt und geschrieben.
Nationalistische u.o. übereifrig patriotische Streifen sind nun mal nicht für meinen Gustus. Die Kritik des Tagesspiegels und des Filmdienst kann ich nur fettest unterstreichen.
Zu Deinem letzten Satz: Man schaue sich Urlaubswerbung an. Mit welchen Bauwerken wird geworben? Mit präosmanischen. Dies und anders uswusf...
Alle 10 Antworten zeigen
denratten Tue, 11 Sep 2012 07:22:29 -0000
Antwort löschen@ursusmajor: Wer ist denn der Türke, den Du in deinem Kommentar mehrmals erwähnst? Und warum ist dieser eine Türke so wichtig?
ursusmajor Thu, 13 Sep 2012 23:53:34 -0000
Antwort löschenAlso ich habe den Film jetzt gesehen. Und meine Aussagen oben haben sich voll und ganz bestätigt.
Ein plakatives Machwerk.
Der Film ist über weite Strecken, besonders die Belagerung recht langweilig.
Hier der tolle Sultan, der tugendhafte, heldenhafte stolze Besitzer Rumeliens (der Ländereien, die vormals zu Ostrom, den Rhomäern gehörten) Mehmet II. Er hat sogar Architektur studiert. Und seine und seiner Leute Dialoge sind meist sorgsam konstruiert.
Dort Konstantin XI, der verschlagene, sündigende, hinterhältige Kaiser der "römischen Nation". Der mit der Stadt, die ihm blieb, dem ganzen Osmanischen Imperium ja ach so gefährlich ist, obwohls doch mittlerweile zu einem Stachel im Fleische nicht mehr reicht, denn die Osmanen sitzen schon längst auf dem Balkan. Die Dialoge der Rhomäer und der restl. Gegner der Osmanen sind eher einfältig gehalten und mit viel Häme getränkt.
Interessant die religiöse Komponente.
Christlicherseits wird gern über die Muselmanen gelästert, bis kurz vor Schluß, wo es Ihnen an den Kragen geht.
Muselmanischerseits gibt man sich zuerst elegant tolerant. Aber dann gehts schon los mit Dschihad etc. Und wenn zum Schluß in Großaufnahme "Allaaaaaaahhh akbaaaa" mit gezückten Säbel gegrölt wird, die Kamera die Klinge nach oben fährt und am Mond an neben der Klinge kleben bleibt, dann finde ich das sehr bedenklich.
Interessant auch, dass Hr. M. nicht gezeigt wird, als er seine Prophezeiung abgibt, dass Konstantinopel einst muselmanischen Heerscharen anfallen wird. Lächerlich, wie diese unglaubliche Prophezeiung in die Runde getragen wird, als sei das eine Offenbarungen ersten Ranges. Da fast man sich schon nach 2min an den Kopf.
Naja, schließlich hat sie sich ja auch nur erfüllt, nachdem einige großangelgte Versuche um die Mitter des 8.Jhd. scheiterten und die ganze Aktion erst klappte, nachdem Ostrom quasi nur noch aus Konstantinopel bestand. Und selbst hatten die Osmanen Glück und die anderen Pech.
Übrigens:
Ein weströmisches Heer gibts es 1453 seit 1000 Jahren nicht mehr.
Kreuzzüge wurden oströmischerseits nie geführt, dass war denen suspekt.
Göksel Algan Mon, 27 Feb 2012 20:02:17 -0000
Kommentar löschenSorry, da ist ein Film mal der die osmanische Ära ein wenig näher bringen soll, sie auch neutralen Zuschauern vielleicht vorführen soll, es am Ende jedoch nicht so sehr hinkriegt. Auch die Eroberung ist nicht grad sehr viel besser gelungen. Man kämpft zwar gut, man hat es auch gut hinbekommen die Szenen actionreich darzustellen. Jedoch fehlt dem Film eindeutig die nötige Klasse um sich gegen Filme der höheren Ebene zu beweisen. Ich habe natürlich auch viel erwartet, auch einiges zurückbekommen. Denn die schauspielerischen Leistungen z.b sind schon vielversprechend. Allein der Sultan Mehmet (die Rolle) wird 1A gespielt. Auch sonst sind die Akteure sehr gut wie ich finde. Trotzdem wird dieser Film nicht auf meine Favoriten-Liste kommen, dazu fehlt es ihm am Ende viel zu viel.
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Kokorec Sun, 26 Feb 2012 19:09:09 -0000
Kommentar löschenNächstes Wochenende werde ich mit meiner Deutschen Frau und meinen Geschwistern diesen Film Anschauen gehen .... ich erwarte kein Hoolywood spektakel .. darf ich auch nicht als Nüchterner beobachter... ich bin Stolz das die Türkische Film Industrie sich endlich ans Herz gefasst hat indem sie sagen "wir sind mit dabei"... um die Eroberung von 1453 wirklich 1:1 zu widerzugeben müsste man Heutzutage ein Budget von mindestens 200-300 Millionen Dollar statt 17 und viele Hoolywood Stars haben .. allein die Schiffe über Land zu ziehen würde jeden Hoolywood Klassiker in den Schatten stellen...
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Kokorec Sun, 26 Feb 2012 19:11:42 -0000
Antwort löschenallein der Trailer und wille diesen Film zu Drehen ist für mich ein Muss... Ich Liebe ihn jetzt schon dafür
eskimon Tue, 17 Jan 2012 23:36:28 -0000
Kommentar löschenDer Regisseur sagt mir nichts, aber seine anderen Werke scheinen nicht unbedingt größtes Kino zu sein. Die Historischen Gegebenheiten sind auf jeden Fall sehr interessant und als Stoff für einen Film geeignet, ich hoffe nur das wird nicht so eine patriotische Bozkurt-Story...
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