Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat
Valkyrie, US 2008
- Genre
- Historienfilm, Drama
- Inhalt
Die Planung und Ausführung des Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 gehört zu den packendsten Episoden des deutschen Widerstandes. Nachdem Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg erkennt, dass die politischen Entscheidungen der… — Mehr
Die Planung und Ausführung des Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 gehört zu den packendsten Episoden des deutschen Widerstandes. Nachdem Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg erkennt, dass die politischen Entscheidungen der nationalsozialistischen Regierung Deutschland unvermeidlich ins Verderben stürzen, schließt er sich der Widerstandsbewegung an. Unter seiner Beteiligung entsteht ein brillanter Plan: Operation Walküre - Die Aufstellung einer Schattenregierung, die Hitler nach dessen Tod legitim ersetzen soll. Doch das Schicksal und die Umstände bringen Stauffenberg in eine riskante Lage. Er muss nicht nur den Putsch leiten, um die Kontrolle über die Regierung zu erlangen: Er selbst muss Hitler töten.
- Cast
- Tom Cruise, Kenneth Branagh, Bill Nighy, Tom Wilkinson, Carice van Houten, Thomas Kretschmann, Terence Stamp — Mehr
- Regisseure
- Bryan Singer
- Autor
- Christopher McQuarrie
- Laufzeit
- 121 Minuten
- Zeit
- 1944, Zweiter Weltkrieg
- Ort
- Afrika, Berlin, Tunesien, Wolfsschanze
- Handlung
- Adolf Hitler, Aktenkoffer, Anführer, Attentat, Attentäter, Augenklappe, Bombe, Bunker, Derecho y ética, Diktatur, Drittes Reich, Exekution, Familie, Faschismus, General, Gerichtsverhandlung, Grundsatz, Hauptquartier, Hermann Göring, Joseph Goebbels, Katastrophe, Militär, Misserfolg, Moral, Mordkomplott, NSDAP, Nationalsozialismus, Nazi, Pflicht, Pflichterfüllung, Schicksal, Soldat, Sprengstoff, Staatsstreich, Telegramm, Totalitäres Regime, Verantwortung, Verletzung, Verschwörung, Versuchter Mord, Waffen-SS, Wehrmacht, Widerstandsbewegung, Widerstandskämpfer
- Stimmung
- Spannend
Über diesen Film
Handlung
Der im Afrika-Feldzug schwer verwundete Oberst Claus Graf Schenk von Stauffenberg (Tom Cruise) steht loyal zu Heimat, Volk und Vaterland. Doch als Europa und die halbe Welt in Flammen stehen und er um die Massenmorde und Verbrech… — Mehr
Handlung
Der im Afrika-Feldzug schwer verwundete Oberst Claus Graf Schenk von Stauffenberg (Tom Cruise) steht loyal zu Heimat, Volk und Vaterland. Doch als Europa und die halbe Welt in Flammen stehen und er um die Massenmorde und Verbrechen Hitlers weiß, ist auch von Stauffenberg sicher, dass dieser Krieg, nicht nur nicht zu gewinnen ist, sondern sein ganzes Volk ins Verderben führen wird.
Kontakte zum Widerstand
1943 schließt Stauffenberg sich einer Widerstandsgruppe an: Offiziere, Diplomaten, Aristokraten und Christen, vereint durch einen Ehren- und Wertekodex aus militärischem Gehorsam, tiefem Glauben und Visionen nationaler Größe. Darunter auch Generalmajor Henning von Tresckow Kenneth Branagh mit dem er zuerst das Attentat plant. Mit der Strategie, Hitlers eigene Notfallplanung – die so genannte „Operation Walküre“ – zu nutzen, planen diese Verschwörer Hitler zu beseitigen, sein Regime zu stürzen und die Schlüsselressorts der Reichsführung mit ihren Männern zu besetzen.
Das Attentat
Mehrere Attentatsversuche sind fehlgeschlagen als Stauffenberg am 20. Juli 1944 zur Wolfschanze- Hitlers Hauptquartier in Ostpreußen – fährt, um Hitler (David Bamber) mit einer Bombe zu töten. Seit Wochen trägt er die mit Sprengstoff präparierte Aktentasche bei sich. Die Besprechung ist um eine halbe Stunde vorverlegt. Er muss sich beeilen und kann nur einen der beiden chemischen Zünder aktivieren, deponiert die Aktentasche neben Hitler unter dem Konferenztisch und verlässt den Raum. Im allgemeinen Durcheinander gelingt es Stauffenberg die Wolfsschanze Richtung Berlin zu verlassen. Er ist überzeugt, den Diktator getötet zu haben.
Die Operation Walküre scheitert
In Berlin ist die Operation Walküre angelaufen. Doch dann kommen die ersten Meldungen, Hitler habe das Attentat überlebt. Der geplante Staatsstreich wird schließlich niedergeschlagen. Am 21. Juli 1944, wenige Minuten nach Mitternacht werden Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg und seine Helfer vom Widerstand im Hof des Bendler-Blocks in Berlin standrechtlich erschossen.
Weiterführende Informationen
- Wissenswertes
Weitere Informationen im Internet
- Film-Homepage vom deutschen Verleih
- Presseschau zum Film auf film-zeit.de
- Überblick über Reaktionen der englischsprachigen Presse auf rottentomatoes.com
- Linksammlung zum Film auf filmz.de
- Wikipedia-Artikel zu Claus Schenk Graf von Stauffenberg
- Filmkritik auf KultHit.de
Quelle
Presseheft United Artists
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Ganz gut 6.1
Der Film Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat wurde von 38 Kritikern bewertet.
Flibbo: [neue Website coming soon]
Ein Film über das berühmteste Hitler-Attentat …aus Amerika? Mit Tom Cruise? „Nicht noch ein Nazi-Film!“ kommt einem da früh in den Sinn, vielleicht auch als Vorschlag für einen alternativen Filmtitel. Aber „Operation Walküre“ zeigt sich über nahezu alle Vorurteile erhaben und ist ein packender Kinofilm wie er im Buche steht.
Das Hauptthema ist ein äußerst interessanter Punkt der deutschen (Kriegs-) Geschichte. Eigentlich verwunderlich, dass es nicht schon viel früher als richtig groß angelegtes Projekt in die Kinos kam und stattdessen die Judenverfolgung bis zum Abwinken ausgeschlachtet wurde. Nach authentischen Glanzleistungen wie „Der Untergang“ aus deutschen Landen ist es natürlich verständlich, wenn man der Tatsache, dass der Amerikaner Bryan Singer („X-Men“, „Superman Returns“) das Projekt übernahm, skeptisch begegnet. Der riesige Vorteil dabei ist aber, dass der Stoff eine so packende und bewegende Dramatisierung erfuhr, wie es nur di… — Mehr
Ein Film über das berühmteste Hitler-Attentat …aus Amerika? Mit Tom Cruise? „Nicht noch ein Nazi-Film!“ kommt einem da früh in den Sinn, vielleicht auch als Vorschlag für einen alternativen Filmtitel. Aber „Operation Walküre“ zeigt sich über nahezu alle Vorurteile erhaben und ist ein packender Kinofilm wie er im Buche steht.
Das Hauptthema ist ein äußerst interessanter Punkt der deutschen (Kriegs-) Geschichte. Eigentlich verwunderlich, dass es nicht schon viel früher als richtig groß angelegtes Projekt in die Kinos kam und stattdessen die Judenverfolgung bis zum Abwinken ausgeschlachtet wurde. Nach authentischen Glanzleistungen wie „Der Untergang“ aus deutschen Landen ist es natürlich verständlich, wenn man der Tatsache, dass der Amerikaner Bryan Singer („X-Men“, „Superman Returns“) das Projekt übernahm, skeptisch begegnet. Der riesige Vorteil dabei ist aber, dass der Stoff eine so packende und bewegende Dramatisierung erfuhr, wie es nur die Traumfabrik aus Übersee schaffen kann. „Operation Walküre“ bietet wirklich spannende Momente und veranschaulicht die Tragödie der Geschichte auf eine Weise, die den Zuschauer nicht unberührt lässt.
Zudem hat man trotz der 120 Minuten Laufzeit nicht das Gefühl, dass der Film zu weit ausholt. (Viele andere im Dritten Reich angesiedelte Filme gehen ohnehin weit über zwei Stunden.) Da auch Experten bestätigen, dass der Film gut recherchiert ist und die Macher großen Wert auf historische Korrektheit legten, kann man sich auf ein straffes, unterhaltsames und obendrein informatives, nützliches Kinoerlebnis freuen. Sonnenschein Tom Cruise ist da, entgegen aller Vorurteile, auch kein Hindernis, sofern man dem Scientologen nicht schon von vornerein völlig ablehnend gegenübersteht. Der Hollywood-Star unter den zahlreichen britischen Darstellern drängt sich einem nicht auf und bringt dem Zuschauer den deutschen Helden angemessen näher. Erfreulich sind natürlich auch die Auftritte einiger deutscher Kollegen, allen voran Hollywood-Import Thomas Kretschmann.
Mit „Operation Walküre“ wurde ein faszinierendes Kapitel des NS-Regimes in seiner ganzen Faszination auf Film gebannt. Der Film lohnt sich wirklich und ist eine stattliche Leistung, da er einen, neben dem rein informativen Aspekt, wirklich in seinen Bann zieht. Und das, obwohl wir doch alle längst wissen, dass das große Vorhaben scheiterte.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
juniorwoodchuck 2009/07/30 18:15:29
Dieser Rezension kann ich weitestgehend zustimmen. Der Film bietet schnörkellose Thriller-Unterhaltung. Stauffenberg wird dabei zum Hollywood-Helden par excellence, die mittlerweile auch im Thriller-Genre üblich gewordene kritische Auseinandersetzung mit der Rolle der Hauptfigur findet allerdings nicht statt.
@Flibbo: Was mich noch interessieren würde: Woran bemisst du "authentische Glanzleistungen" im Film "Der Untergang"?
Flibbo 2009/07/30 19:03:13
Damit meine ich nur, dass die deutsche Geschichte, die in "Der Untergang" erzählt wird, auch deutsch aussieht, nicht irgendwie hollywoodmäßig hochstilisiert und befremdlich. Eben weil es eine deutsche Produktion ist.
Operation Walküre hat in seiner Intention auf ganzer Linie versagt. Anstatt zu zeigen, dass nicht alle Deutschen Nationalsozialisten waren, glorifiziert der Film Teile des Heeres um Claus Schenk Graf von Stauffenberg, die wagemutig und ohne eigennützige Hintergedanken Hitler zu Fall bringen wollten, während das normale Volk, repräsentiert durch die Sekretärinnen im Vorzimmer, bitterlich um den angeblichen Tod des Führers weint. Aber man nimmt dies dem Film gar nicht übel, denn er hat ganz andere Qualitäten zu bieten.[...]
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Flibbo 2009/07/18 03:41:26
Naja... woher weißt du was die eigentliche Intention des Films war?
Ja, sie wollten Hitler "ohne eigennützige Hintergedanken" zu Fall bringen. Und damit kommt es an, dass nicht alle Deutschen Nazis waren. Ich finde die Sekretärinnen im Vorzimmer repäsentieren lediglich... Frauen und die Seite der "führer-treuen" Mehrheit. Und das normale Volk wurde praktisch ausgespart, um sich auf das wesentliche zu konzentrieren.
Kommentare — Ganz gut 6.2
Der Film Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat wurde von 2400 Mitgliedern bewertet.
guggenheim 2010/03/21 22:25:08
Wer einen akkuraten Historienfilm erwartet, der hat sowieso etwas nicht verstanden. Der Film begreift sich als Politthriller und dementsprechend wird manches im Sinne des Spannungsaufbaus geschichtlich weniger genau genommen - aber bei weitem nicht so stark, wie gemutmaßt wurde!
Entstanden ist ein spannendes Werk, dass durch Atmosphäre und einen guten Aufbau glänzt. Tom Cruise wächst mit der Dauer des Films in seine Rolle: zu Anfang wirkt er irgendwie unpassend besetzt, mit der Zeit jedoch wird er aber immer mehr zu Schenk Graf von Stauffenberg. Auch der restliche Cast, sei es nun Bill Nighy als General Olbricht oder Tom Wilkinson als Generaloberst Fromm, spielt ausgezeichnet.
Fazit: Wenn man keine Geschichtsstunde erwartet und Cruise losgelöst von seiner Sektenzugehörigkeit sehen kann, dann bekommt man hier einen ausgezeichneten Thriller geliefert.
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Krähe 2010/03/10 16:01:01
Ich hoffe der eine oder andere Amerikaner hat sich diesen Film auch einmal angeschaut! Naja, wahrscheinlich schon außer die im Süden und im mittleren Westen ;-)
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doctorgonzo 2010/03/05 16:48:13
"In Deutschland lebte eine Opposition, die zum Edelsten und Größten gehört, was in der politischen Geschichte der Völker je hervorgebracht wurde. Die Männer kämpften ohne eine Hilfe von innen oder von außen, einzig getrieben von der Unruhe ihres Gewissens ... Ihre Taten und Opfer sind das Fundament eines neuen Aufbaus." - Winston Churchill über die Widerstandkämpfer um Claus Schenk Graf von Stauffenberg.... Dass der bekannteste dieser Männer hier nun dargestellt werden darf von einem Mann, der als PR-Zugpferd für eine Organisation (völlig wertungsfrei, darf sich jeder selbst ein Bild darüber machen) wie Scientology steht, ist etwas, das mein geschichtliches Gewissen ebenso belastet wie beleidigt und mich menschlich in allerhöchster Intensität ankotzt. Hinzu kommt, dass Cruise unabhängig von seinen persönlichen Schwächen auch kein toller Schauspieler ist. Im Gegenteil. Trotzdem muss ich, losgelöst von diesen Tatsachen, gestehen, dass dieser Film nicht misslungen ist: Die Anspannung der Verschwörer, die subjektive Komponente der einzelnen Figuren wird überzeugend rübergebracht und auch bildlich ist das Ganze durchaus genießbar. Logisch ist, dass die Geschichte nichts Neues ist (wer über den 20.07.1944 bis dahin nichts wußte, möge bitte seinen Pass verbrennen und nach Lummerland oder Texas ziehen), trotzdem wird sie gut erzählt. Eine Hollywood-Produktion, die sich erfreulicherweise nicht im eigenen Bombast der Belanglosigkeiten verliert.
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Loser des Kinojahres 2009 - Tom Cruise, Will Smith & Co.
2009/12/29 09:01:00
Sie haben im Kinojahr 2009 nichts auf die Reihe bekommen, kein Film von ihnen lief im Kino oder wenn, dann ist er gefloppt. Die großen Stars in Hollywood befinden sich in der Krise: Wir zeigen Euch unsere Loser des Jahres.
Operation: Walküre auf BluRay abgreifen
2009/07/20 12:00:00
Das hätte Hitler wohl auch gerne gehabt: Seine Fratze in einem Tom Cruise-Film. Und dann auch noch auf BluRay. Da sieht das Dritte Reich dagegen aus wie eine zweite Geige.
Singer und McQuarrie gelingt es, aus einer sattsam bekannten historischen Begebenheit einen zügigen, teils erstaunlich spannenden Thriller zu machen, der seine Geschichte völlig frei von Sentimentalitäten erzählt. Neben einigen sehr gelungenen Regieeinfällen Singers und der unaufdringlichen, stimmungsvollen Musik John Ottmans ist es insbesondere die Besetzung, die überzeugt: Ein zunächst gewöhnungsbedürftiger Cruise bildet das eiserne Zentrum eines exzellent besetzten Ensembles britischer Mimen erster Güte. Definitiv empfohlen.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
alanger 2010/03/19 09:18:31
klasse!