Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat
Valkyrie (2008), US Laufzeit 121 Minuten, FSK 12, Historienfilm, Drama, Kinostart 22.01.2009
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139 Kommentare
Keine
von Bryan Singer, mit Tom Cruise und Kenneth Branagh
Die Planung und Ausführung des Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 gehört zu den packendsten Episoden des deutschen Widerstandes. Nachdem Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg (Tom Cruise) erkennt, dass die politischen Entscheidungen der nationalsozialistischen Regierung Deutschland unvermeidlich ins Verderben stürzen, schließt er sich der Widerstandsbewegung an. Unter seiner Beteiligung entsteht ein brillanter Plan: Operation Walküre – die Aufstellung einer Schattenregierung, die Hitler (David Bamber) nach dessen Tod legitim ersetzen soll. Doch das Schicksal und die Umstände bringen Stauffenberg in eine riskante Lage. Er muss nicht nur den Putsch leiten, um die Kontrolle über die Regierung zu erlangen: Er selbst muss Hitler töten.
Hintergrund & Infos zu Operation Walküre
Mehrere Attentatsversuche sind fehlgeschlagen als Stauffenberg am 20. Juli 1944 zur Wolfschanze – Hitlers Hauptquartier in Ostpreußen fährt, um Hitler mit einer Bombe zu töten. Die Besprechung ist um eine halbe Stunde vorverlegt. Er muss sich beeilen und kann nur einen der beiden chemischen Zünder aktivieren, deponiert die Aktentasche neben Hitler unter dem Konferenztisch und verlässt den Raum. Im allgemeinen Durcheinander gelingt es
Stauffenberg die Wolfsschanze Richtung Berlin zu verlassen. Er ist überzeugt, den Diktator getötet zu haben. Doch die Operation Walküre scheitert. Am 21. Juli 1944 werden Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg und seine Helfer vom Widerstand im Hof des Bendler-Blocks in Berlin standrechtlich erschossen.
Mehr Bilder (12) und Videos (3) zu Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat
Cast & Crew
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Bryan Singer
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Tom Cruise
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Claus Schenk Graf von Stauffenberg
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Kenneth Branagh
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Henning von Tresckow
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Bill Nighy
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Tom Wilkinson
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Carice van Houten
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Thomas Kretschmann
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Otto Ernst Remer
Regie
Schauspieler
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Terence Stamp
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ludwig Beck
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Eddie Izzard
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Erich Fellgiebel
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Christian Berkel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mertz von Quirnheim
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Andy Gatjen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) SS Offizier
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David Schofield
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Erwin von Witzleben
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Jamie Parker
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Werner von Haeften
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David Bamber
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Adolf Hitler
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Kevin McNally
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Tom Hollander
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Matthias Schweighöfer
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) SS-Soldat im Erschießungskommando
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Halina Reijn
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Fraulein Van Oven
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Harvey Friedman
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dr. Joseph Goebbels
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Florian Panzner
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Danny Webb
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Captain Haans
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Chris Larkin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sergeant Helm
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Matthew Burton
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Adolf Heusinger
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Philipp von Schulthess
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tresckows Aide
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Wotan Wilke Möhring
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sergeant Kolbe
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Christian Oliver
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sergeant-Major Adam
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Julian Morris
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lieutenant
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Helmut Stauss
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dr. Roland Freisler
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Tim Williams
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Timo Huber
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Franz von Stauffenberg
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Annika Becker
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Valerie von Stauffenberg
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Marie Becker
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Valerie von Stauffenberg
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Katharine Mehrling
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sängerin
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Achim Buch
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Manfred-Anton Algrang
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Albert Speer
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Matthias Freihof
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Reichsführer Heinrich Himmler
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Gerhard Haase-Hindenberg
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Hermann Göring
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Christopher McQuarrie
- Genre
- Historienfilm, Drama
- Zeit
- 1944, Zweiter Weltkrieg
- Ort
- Afrika, Berlin, Tunesien, Wolfsschanze
- Handlung
- Adolf Hitler, Akte, Aktenkoffer, Anführer, Attentat, Attentäter, Auge, Augenklappe, Befehlskette, Bombe, Bombenattentat, Bombenexplosion, Bunker, Diktatur, Drittes Reich, Erschießungskommando, Exekution, Familie, Faschismus, Führerbunker, General, Gerichtsverhandlung, Grundsatz, Hauptquartier, Heinrich Himmler, Hermann Göring, Hochverrat, Joseph Goebbels, Katastrophe, Kriegsverletzung, Kriegsversehrter, Loyalität, Militär, Misserfolg, Moral, Moralisches Dilemma, Mordkomplott, NSDAP, Nationalsozialismus, Nazi, Notfallplan, Pflicht, Pflichterfüllung, Recht und Ethik, Scheitern, Schicksal, Soldat, Sprengsatz, Sprengstoff, Staatsstreich, Telegramm, Tod durch Erschießen, Totalitäres Regime, Verantwortung, Verletzung, Verlust des Augenlichts, Verschwörung, Versuchter Mord, Waffen-SS, Wald, Wehrmacht, Widerstandsbewegung, Widerstandskämpfer, Zeitbombe
- Stimmung
- Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat
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Kritiken (25) — Film: Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat
Andreas Stadler: http://darkagent.blog.de
Kommentar löschenDer Zuschauer, vor allem der amerikanische, liebt strahlende Helden. In diesem Fall schien es nicht so zu sein was wahrscheinlich daran liegt der das Protagonist ein Deutscher in Wehrmachtsuniform ist. Dass dieser dann von einem Amerikaner gespielt wird birgt eine gewisse Ironie in sich und sorgt für gemischte Gefühle. Vermutlich hat auch die Tatsache, dass jeder der in Geschichte aufgepasst hat das Ende kennt - und bekanntlich hat der Film ja kein Happy End - nicht zum finanziellen Erfolg beigetragen.
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Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschenKlinisch kaltes Möchtegern-Perfektionskino, das in seinem überbudgetierten Ausstattungswahn zwar zu unterhalten - oder besser: nicht zu langweilen - vermag, dabei jedoch stets als leere Hülle und entkernte Fassade in Erinnerung bleibt.
VALKYRIE drückt sich konsequent um das ambivalente Potenzial seiner Geschichte und Figur herum; die Möglichkeit, einen Prolog für ein kommendes "what if"-Szenario, samt der darin enthaltenen Kontroverse zu definieren, lässt Bryan Singer ungenutzt verstreichen, vielleicht hat er sie auch garnicht erst erkannt.
So bleiben letztendlich auch Zweifel daran bestehen, ob Cruise am Mittelmaß seiner Fähigkeiten, oder an Script und Inszenierung (Stichwort:"Attentat als formalen Heist") scheitert, die ihm zwar einen leidlich um Historizität bemühten biographischen Werdegang zuschanzen, jeglichen emotionalen Zugang oder auch nur die persönlichen Unsicherheiten aber äußerst marginal auf die Form einiger an gängigen Szenenklischees…
/p>Kritik im Original 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 10 Antworten
Hitmanski 2011/01/07 13:48:09
Antwort löschenNöö, den find' ich in dem Kontext noch nicht einmal wirklich einschlägig: Knopp hat sich ja einem anderen Format verschrieben, da fallen seine Simplifizierungen, die er als Wissenschaftlichkeit verkauft, noch viel stärker ins Gewicht, als bei einem Film, der sich eine solchen Lesart konsequent verschließt. Über Knopp kann man ja letztendlich sogar diskutieren, ob er den richtigen Tenor trifft, oder nicht (ich bin auch gar kein Rundum-Knopp-Basher; manche Figuren werden ja ganz brauchbar herausgearbeitet, da kommt sein Konzept des Vereinfachens sogar richtig zu Geltung; bei anderen versagt es dafür halt komplett), VALKYRIE lässt das doch garnicht zu, Singer verschanzt sich doch schon gerade zu manisch-panisch hinter seiner Unterhaltungskino-Fassade - und in diesem laxen Umgang mit Historie liegt letztendlich auch die einzige Kontroverse seines Films.
Filmsuechtiger 2011/01/07 14:05:57
Antwort löschenAlanger made my day :)
Mr Vincent Vega 2011/01/07 17:23:49
Antwort löschenDer Film ist schlecht, ganz einfach. Das Beste daran ist, dass ich mitspiele. :D
Hitmanski 2011/01/07 17:30:34
Antwort löschenDer erste Schritt zu einer großen Karriere ;)
Warst du denn einer von den guten, oder von den bösen Deutschen?
Mr Vincent Vega 2011/01/07 17:36:16
Antwort löschenNeutral würde ich sagen: Krank und ans Bett gefesselt, darauf wartend, dass Onkel Tom mit Augenklappe kommt und eine Medaille auf meine Brust legt.
Mr Vincent Vega 2011/01/07 17:50:22
Antwort löschenNein, aber meine fünf Minuten Ruhm. Cruise saß auf meinem Bett und hat mit Singer diskutiert. Dabei ging mir einer ab. Hatte aber auch Bauchschmerzen vom Lachen-verkneifen-müssen.
Hitmanski 2011/01/07 18:41:37
Antwort löschenDu hättest die Gunst der Stunde nutzen, und sie davon überzeugen sollen, ihr Schaffenswerk einfach abzubrechen - was wahrscheinlic nicht geklappt hätte; aber immerhin könntest du neben deiner Medaille dann auch noch eine stauffenberg'sche Parallele dein Eigen nennen.
Mr Vincent Vega 2011/01/07 19:19:31
Antwort löschenHaha, stimmt. Aber ich war damals schon 'ne ziemliche Hure, für Geld habe ich alles gemacht. Mittlerweile aber habe ich meine Hollywoodkarriere an den Nagel gehangen.
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der cineast 2011/03/30 23:51:58
Antwort löschenHabe ich was verpasst?^^
Narrisch 2011/08/03 04:51:37
Antwort löschen@ Mr Vincent Vega - du erinnerst mich an den diesen unbekannten regisseur den ich auf einem kurzfilmfestival kennenlernen durfte, der aufeinmal der meinung war sich über die wenig schmeichelhaften marotten seines prominenten hauptdarstellers lustig machen zu müssen. diese regisseur hat seit dem keinen film mehr gemacht und wird glaub ich auch keinen mehr machen, vielleicht einen porno aber das ist besser als nichts.
Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenSinger und McQuarrie gelingt es, aus einer sattsam bekannten historischen Begebenheit einen zügigen, teils erstaunlich spannenden Thriller zu machen, der seine Geschichte völlig frei von Sentimentalitäten erzählt. Neben einigen sehr gelungenen Regieeinfällen Singers und der unaufdringlichen, stimmungsvollen Musik John Ottmans ist es insbesondere die Besetzung, die überzeugt: Ein zunächst gewöhnungsbedürftiger Cruise bildet das eiserne Zentrum eines exzellent besetzten Ensembles britischer Mimen erster Güte. Definitiv empfohlen.
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Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschenEin Film über das berühmteste Hitler-Attentat …aus Amerika? Mit Tom Cruise? „Nicht noch ein Nazi-Film!“ kommt einem da früh in den Sinn, vielleicht auch als Vorschlag für einen alternativen Filmtitel. Aber „Operation Walküre“ zeigt sich über nahezu alle Vorurteile erhaben und ist ein packender Kinofilm wie er im Buche steht. [...]
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juniorwoodchuck 2009/07/30 18:15:29
Antwort löschenDieser Rezension kann ich weitestgehend zustimmen. Der Film bietet schnörkellose Thriller-Unterhaltung. Stauffenberg wird dabei zum Hollywood-Helden par excellence, die mittlerweile auch im Thriller-Genre üblich gewordene kritische Auseinandersetzung mit der Rolle der Hauptfigur findet allerdings nicht statt.
@Flibbo: Was mich noch interessieren würde: Woran bemisst du "authentische Glanzleistungen" im Film "Der Untergang"?
Flibbo 2009/07/30 19:03:13
Antwort löschenDamit meine ich nur, dass die deutsche Geschichte, die in "Der Untergang" erzählt wird, auch deutsch aussieht, nicht irgendwie hollywoodmäßig hochstilisiert und befremdlich. Eben weil es eine deutsche Produktion ist.
Kaltduscher: MoviezKult.de
Kommentar löschenOperation Walküre hat in seiner Intention auf ganzer Linie versagt. Anstatt zu zeigen, dass nicht alle Deutschen Nationalsozialisten waren, glorifiziert der Film Teile des Heeres um Claus Schenk Graf von Stauffenberg, die wagemutig und ohne eigennützige Hintergedanken Hitler zu Fall bringen wollten, während das normale Volk, repräsentiert durch die Sekretärinnen im Vorzimmer, bitterlich um den angeblichen Tod des Führers weint. Aber man nimmt dies dem Film gar nicht übel, denn er hat ganz andere Qualitäten zu bieten.[...]
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Flibbo 2009/07/18 03:41:26
Antwort löschenNaja... woher weißt du was die eigentliche Intention des Films war?
Ja, sie wollten Hitler "ohne eigennützige Hintergedanken" zu Fall bringen. Und damit kommt es an, dass nicht alle Deutschen Nazis waren. Ich finde die Sekretärinnen im Vorzimmer repäsentieren lediglich... Frauen und die Seite der "führer-treuen" Mehrheit. Und das normale Volk wurde praktisch ausgespart, um sich auf das wesentliche zu konzentrieren.
Corsovilla: SchönerDenken
Kommentar löschen"Operation Walküre" ist eine durchaus spannende Neuauflage eines durchaus bekannten Themas. Singer transportiert die "Helden" des 20 Julis ins 21. Jahrhundert und stellt sie einer Öffentlichkeit vor für die Hitler längst Geschichte geworden ist. Der in diesem Zusammenhang erhobene Vorwurf der "Populärkultur" verfehlt sein Ziel, verkennt die Vielschichtigkeit des Films und die Notwendigkeit Geschichte zu erzählen ... (Christopher für SchönerDenken)
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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage
Kommentar löschen[...] Natürlich ist das kein Guido Knopp Doku-Drama, und in seiner Hollywood-Sprache auch weit entfernt von penibel um Authentizität bemühten deutschen Geschichtsverfilmungen. Bryan Singer neigt erwartungsgemäß nicht zu Subtilität und Differenzierung, sondern teilt mit der groben Kelle aus, es wird recht schamlos trivialisiert und emotionalisiert, zugespitzt und dramatisiert. Und das ist auch ok so, schließlich geht es hier nur in zweiter Linie um Aufklärung und historische Aufarbeitung, in erster Linie aber um Unterhaltung.[...]
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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschen[...]Schlussendlich muss jedoch konstatiert werden, dass sich „Operation Walküre“ jeglicher Brisanz verweigert. Keine der im ersten Teil gestellten Fragen bezüglich der Motive, Ziele und des beteiligten Personenkreises, allen voran Stauffenberg, werden in diesem Film von Singer ernsthaft und tiefgründig thematisiert. Nein, es kann an dieser Stelle wirklich nicht darum gehen, einen kritisierenden Überblick über die der Dramaturgie geschuldeten Anpassungen an Ablauf und Konstellation und Zeichnung der Figuren zu evozieren, doch „Operation Walküre“ ist in seiner Summe aus den genannten Gründen nicht mehr als ein gut gemachter Thriller, der sich jeglicher provozierenden (und damit interessanten) tiefschürfenden Ambitionen konsequent verweigert[...]
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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschen[...] Und damit ist es ja auch nicht getan, sich vielleicht zu begnügen mit einem vielleicht guten Thriller. Denn das verschenkte Potential wird dadurch auch nicht wiederhergestellt: Wen interessiert schon Geschichtsverfälschung (außer Guido Knopp), wenn der Film gar nichts zur Fälschung anbietet – seine Figuren haben keine Eigenschaften, keine Motivationen, keine Ziele. Es gibt schlicht keinen politischen Kontext in dieser Geschichte, man weiß nicht einmal, warum da jetzt soundso viele Männer an einem soundso geheimen Plan tüfteln, und was die Erfüllung desselbigen für eine Bedeutung haben würde. Mal ein wenig anzudeuten, wer dieser Stauffenberg eigentlich ist, dieser ideologische Nazi-Beförderer, der fest entschlossen den Führer zu stürzen bereit ist – das hätte schon mal eine gute Vorraussetzung für einen … ähm … soliden Thriller ergeben können.
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Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de
Kommentar löschenOperation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat / Valkyrie taugt als Einführung in den deutschen Widerstand – allerdings nur auf vergleichsweise niedrigem, immerhin aber recht unterhaltsamen Niveau. Denn was der Film vollkommen außer Acht lässt, ist das mittlerweile vielschichtige Bild, dass der Kreis um Henning von Tresckow und Claus Schenk Graf von Stauffenberg bietet.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenDer größte Vorteil dieses Films ist: Man hat viel Schlimmeres befürchtet. Und an all dem gemessen ist "Valkyrie" eine positive Überraschung: Denn, ja, der Film ist weitaus weniger peinlich, als man erwarten musste. Er ist das trotz Tom Cruise in der Stauffenberg-Rolle. Daher die erleichterten Reaktionen aus den USA und in ersten deutschen Kritiken. Ist "Valkyrie" deswegen ein guter Film? Nein. Nicht wirklich.
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Matthias Dell: Der Freitag Matthias Dell: Der Freitag
Kommentar löschenWas den Film schwächt, ist Tom Cruise. Zum einen ist sein Stauffenberg nicht ambivalent, wie Superhelden es üblicherweise sind, und das obwohl die historische Rahmen dazu Anlass geboten hätte: In Operation Walküre scheint es aber, als wollten die Widerständler friedlich die Kapitulation von 1945 vorwegnehmen. Zum anderen macht Cruise aus Stauffenberg eine Tom-Cruise-Figur: einen nachgeborenen Emporkömmling, dessen Heldentum in Karriere besteht und der es den zaudernden Vätern (vor allem Bill Nighys General Olbricht) tatendurstig zeigen muss.
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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film
Kommentar löschenDass "Operation Walküre" funktioniert, hat also seinen Preis. Zwar bedient der Film auf den ersten Blick in seiner dramaturgischen Mechanisierung, auch in der Wahl des als Inbegriff des Oberflächlichen etablierten Tom Cruise, die neonationalistischen Diskurse der Schirrmachers und Donnersmarcks nicht. Auf den zweiten Blick freilich ist gerade das Engziehen des Rahmens eine fatale Geste, weil sie genau die Ausblendbarkeit alles anderen impliziert. Und mit dieser Ausblendbarkeit im selben Zug eine nur scheinbar ganz sachliche Projektionsfläche eröffnet und offen hält, in der dann der eine sein Meisterwerk, der andere den besten Thriller seit Jahren, der dritte viele historiografische Fehlstellen und der nächste dann eben doch die Umschrift des Bildes von Deutschland in der Welt sehen kann.
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Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...
Kommentar löschenTom Cruise (»Tage des Donners«) hat einen neuen Film gedreht. Er heißt »Operation Walküre« und erzählt die Geschichte der Männer des 20. Juli, die ein Attentat auf Adolf Hitler durchführten, damit aber leider scheiterten. Über dieses Thema gibt es Filme wie Sand am Meer. Allerdings bisher ohne Tom Cruise. Dass Hollywoods prominentester B-Film-Darsteller einen so wichtigen Mann spielt, hat natürlich alle überrascht. Und so waren die Zeitungen voll mit Geschichten rund um die Filmproduktion. Denn damit alles echt wirkt, wurde auch an Originalschauplätzen in Deutschland gedreht. Zum Beispiel dem Bundesfinanzministerium. Das steht nämlich original in Berlin! Und diente früher als was gleich: NS-Reichsluftfahrtministerium? Die Berliner können sich glücklich schätzen, in so viel wichtiger Geschichte zu wohnen. Worauf man jetzt achten muss.
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenLetztendlich ist „Operation Walküre“ ein recht belangloses Filmchen, dass auf keinen Fall NS-Geschichtsschreibung verändert oder überhaupt betreibt. Viel Lärm um nichts wäre auch ein passender Titel gewesen…
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J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...
Kommentar löschenDas Regisseur Bryan Singer tolle Superheldenfilme machen kann hat er mit X-MEN und SUPERMAN RETURNS eindrücklich bewiesen. Wer aber wie ich bei OPERATION WALKÜRE auf den durchgeknallten Scientologen Tom Cruise als superheldigen Hitlerattentäter in MISSION-IMPOSSIBLE-Manier gehofft hat wird bitter enttäuscht. Der Film hat kaum Trashpotential, ist gut besetzt, nüchtern und unaufgeregt inszeniert, und eignet sich wunderbar für schnöde Schulaufführungen mit anschließender Diskussion. Eine seriöse Schlaftablette über die sich nicht mal das deutsche Feuilleton aufregen wird.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenMission Total Impossible in der Baldrian-Version. Walküre wirkt wie die Spielszenen einer Guido Knopp-Doku auf Spielfilm-Länge gedehnt. Politische Auseinandersetzung mit der historischen Figur Staufenberg? Fehlanzeige. Der Film präsentiert eine erschreckend eindimensionale und flache Weltsicht. Wer Hitler töten will ist gut, egal aus welchen Motiven. Cruise wird mit stoischer Minimalmimik zur Ikone ohne Persönlichkeit stilisiert. Seine Beweggründe die die Eingangsequenz zusammenfasst haben nicht mehr Tiefgang als ein "Hitler ist doof!"-Statement, der Rest des Films bietet eine mühsam auf Spannung gedrillte, inhaltlich aber ungeheuer banale Variante eines Thrillers nach altbekannter Heist-Manier - nur das keine Spannung aufkommt, weil jede Wendung altbekannt ist. Die Dialoge laden in ihrem gestelzten Pathos eher zum Lachen ein und könnten so auch in irgendeiner WII-Klamotte der 60er Jahre vorkommen. Beste Szene: Bei der ersten Konfrontation Hitler/Staufenberg wird Hitler wie weiland Blofeld als Schäferhund streichelnde Karikatur seiner selbst eingeführt. Das passt zu einem Film, der so absolut gar keinen Anspruch hat und mit viel Aufwand ein überflüssiges Nichts präsentiert, dessen fragwürdige Heldenverklärung nicht erst im Nachhinein sauer aufstösst. Schade um die vielen guten Schauspieler. Kenneth Brannagh macht es richtig und liefert im Grunde wenig mehr als ein Extended Cameo ab - für das er hoffentlich so gut bezahlt wurde, das er sich demnächst wieder um gute Projekte kümmern kann.
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Narrisch 2011/08/03 04:58:00
Antwort löschenfragwürdige Heldenverklärung nicht erst im Nachhinein sauer aufstösst
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschen«Valkyrie» ist ein sorgfältig inszeniertes Drama, das ein historisches Ereignis mit ein wenig zuviel Thriller-Elementen, aber dennoch durchwegs faszinierend nachstellt.
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Flibbo 2009/07/18 03:32:27
Antwort löschen...und woher weißt du das?
TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenEin neutraler Blick auf "Operation Walküre" fällt dem deutschen Betrachter schwer. Schließlich hat man das Attentat vom 20. Juli schon zig Mal durchgenommen, sei es in der Schule oder in etwaigen Dokumentation und ZDF-Fernsehspielen. Am eindringlichsten bekannt sein dürfte die deutsche Produktion mit Sebastian Koch als Stauffenberg vor einigen Jahren. Dem Deutschen entlocken somit Szenen wie Stauffenbergs Gedankenblitz beim Hören von Wagners Musik während eines Luftangriffs ein leichtes Lächeln. Für internationale Zuschauer könnte die Szene wiederum ein plausibles Mosaik in einem komplexen Puzzle sein. In seinen Details lässt sich die Planung zur Operation Walküre nicht in einem zweistündigen Film abhandeln. Bedenkt man somit das, was Singers Film sein möchte und betrachtet das, was Singers Film letztlich geworden ist, können die Macher halbwegs zufrieden sein.
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sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenGuter Film mit einem schwachen Tom Cruise. Insgesamt bedeutend besser als vermutet bzw.befürchtet.
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Kommentare (114) — Film: Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat
Kommentar schreibenChewbacca 2012/04/16 19:30:08
Kommentar löschenVöllig nüchtern betrachtet, bringt Bryan Singer dramatische Spannung auf die Leinwand und hat mit Tom Cruise einen guten Darsteller für die Rolle von Oberst Claus von Stauffenberg gefunden. Dass die ganze Geschichte natürlich aufgebauscht wurde und verschiedene Tatsachen historisch unkorrekt sind, ist fast selbstverständlich. So erhalten z. B. völlig unspektakuläre Szenen durch musikalische Untermalung und zugegeben interessante Kamerafahrten eine enorme Dramatik, werden aber durch die überzeugende Besetzung auch noch zusätzlich gestärkt und lassen den Film im Großen und Ganzen sehr authentisch wirken.
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Homer Simpson 2012/02/26 11:21:31
Kommentar löschenEin guter, dramatisch aufgebauter, Film.
Sehenswert (0-4 Pkt.): 3
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CrazyWizard 2012/01/26 19:08:07
Kommentar löschenEinen Spielfilm über eine historische Begebenheit zu produzieren ist ziemlich schwierig, denn man muss stets darauf achten, den Roten Faden nicht zu verlieren und die Story nachvollziehbar zu lassen und unverständliche Zeitsprünge zu vermeiden. Doch dies ist bei "Operation Walküre" nicht passiert.
Klar, die Geschichte ist spannend, sämtliche Geschehnisse werden gut in 121 Minuten Film konvertiert, ohne dass es Lücken gibt. Die Inszenierung ist ebenfalls gut gelungen, die Kamera hebt sich allerdings kaum vom Standard ab und die Vertonung, seien es Musik oder Effekte, kommt auch zu kurz, in diesen Punkten wäre erheblich mehr zu machen gewesen! Die Schauspielleistung ist tadellos, Graf Stauffenberg wird von Tom Cruise sehr gut gemimt, dies ist nicht von der Hand zu weisen, trotzdessen, dass es im Voraus zu Konflikten bezüglich Cruises Scientology-Tätigkeiten kam.
Wer sich also für die fehlgeschlagene Revolution im Dritten Reich interessiert und sich auf einen Historienfilm einlässt, der primär informiert, statt zu unterhalten, kann sich gerne "Das Stauffenberg Attentat" ansehen und sich über die Hintergründe des klar durchdachten Umschwunges in Nazi-Deutschland Wissen aneignen.
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zurich14 2011/12/24 00:24:45
Kommentar löschenObwohl ich die Handlung aus einem anderen Spielfilm kannte, fand ich die Inszenierung meist sehr spannend. Es wird einem bewusst, wie viel die Menschheit von diesem oder jenem Zufall abhängig ist. Viele Situationen im Film führen zur altbekannten Frage "Was wäre, wenn?". Tom Cruise spielte okay, d.h. er ist kein Charakterdarsteller, aber trotzdem machte er hier seinen Job nicht sooo schlecht. Die anderen bekannten Grössen wie Branagh oder besonders Nighy gefielen einmal mehr.
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schwedenretter 2011/11/30 18:57:43
Kommentar löschenDa wird geredet und geredet.... und doch irgendwie spannend, vielfach besser als diese deutsche Produktion. Tom Cruise ist nicht überragend, spielt aber engagiert. Der Rest des Ensembles ist absolute Spitzenklasse. Herausragend sind Tom Wilkinson und Kenneth Branagh.
Selbst kleine Rollen sind mit Tom Hollander, Werner Daehn und Terrance Stamp hervorragend besetzt.
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DrPhil 2011/11/26 17:39:20
Kommentar löschenDer Film von Bryan Singer überrascht auf ganzer Linie. Ehrlich gesagt habe ich einen historisch ungenauen Spielfilm, mit einem Tom Cruise, der versucht keine peinlichen Szenen auszulassen, erwartet. Aber weit gefehlt. Es werden viele Ereignisse detailfreudig wiedergegen, und zwar so gut, dass viele deutsche Filme, mit demselben Plot, richtig alt aussehen, obwohl nicht gerade viele Hollywood-Mittel genutzt werden, wie zum Beispiel sehr aufwendige Special Effects. Es wurden sogar zahlreiche deutsche Schauspieler angesetzt, nur leider mit eher kleinen Rollen.
Die große Aufmerksamkeit hat selbstverständig Claus Schenk Graf von Stauffenberg, gespielt durch Tom Cruise, bekommen. Seine Darbietung war zurückhaltend und doch sehr engagiert. Man könnte meinen er wäre jener Attentäter.
Operation Walküre ist ein überraschend gut gelungener Film, über einen der wenigen deutschen Helden des Zweiten Weltkriegs, der kurz vor seiner Hinrichtung diese letzten Worte sagte: „Es lebe das heilige Deutschland“.
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smartyx 2011/11/16 23:12:57
Kommentar löschenDa das Ende des Themas bei allen, die zumindest etwas in Geschichte aufgepasst haben keine Überraschung sein sollte, muss man das nicht groß erläutern. Auch nicht den Kern der Handlung. Aufgrund der Tatsache, dass das Ende bereits feststeht geht ein großer Teil der Spannung verloren, was bei einem Film tödlich ist. Man arbeitet sich hier nur von Szene zu Szene und konzentriert sich auf die Entwicklung, deren Ende feststeht. Aber unter diesen Aspekt ist der Film insoweit gelungen, als das die Charaktere authentisch dargestellt werden und die Umsetzung der Story handwerklich solide erledigt wurde. Punkt aus, mehr nicht.
Fazit: Mittelmaß
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hoffman587 2011/11/04 17:36:56
Kommentar löschenValkyrie
Hollywood und filmische Geschichtsstunden, das ist ja bekanntlich immer so eine Sache, nicht immer historisch korrekt, wird hier und da einfach mal was dazu gebaut oder zusätzlich eingefügt, dass das Gesamtbild irgendwie stimmen mag, aber das mit Geschichte oder der Wahrheit bzw. Realität oder wie auch immer, ich hoffe man wird an dieser Stelle wissen was ich meine, nur recht wenig zu tun hat, sodass sie eigentlich die zweite Geige spielen. Wie verhält es sich nun also mit "Operation Walküre" von Bryan Singer aus dem Jahre 2008, anders? Nö, so eigentlich nicht, dient wie vielleicht hintergründig erwähnt, nur irgendwie als "Unterhaltungsfilm" oder "Rekonstruktion", aber das macht er äußerst geschickt.
Denn zuerst einmal zur Story, jaja historisch kann man da gut, backe backe Kuchen spielen, wo hat sich der Fehler versteckt, historisch ist das Ding nicht sehr wertvoll, aber dafür ist die Story sonst recht interessant gemacht wurden und naja wenigstens stimmt der Grundgehalt der Handlung, immerhin und künstlerische Freiheit ist ja erlaubt, irgendwie: Wir schreiben das Jahr 1944: Oberst Graf von Stauffenberg schließt sich einer Gruppe aus Widerstandskämpfern, die aus Politikern und Militärs besteht, an. Die haben einen heiklen Plan: Sie bzw. Stauffenberg wollen den "Führer" töten.
Dazu gebe es noch als kleinen Leckerbissen eine hervorragende Ensemble an internationalen Stars, angeführt von Tom Cruise als Stauffenberg. Was?! Das werden sich wahrscheinlich einige damals gefragt haben als diesen Namen auf der Besetzungsliste gelesen haben, somit löste der Tommy erstmal wieder Kontroverse aus, letztendlich, um es kurz zu halten, der man überzeugt in der Rolle. Auch wenn sich meine geheimen Lieblinge in Nebenrollen versteckten, so wie zum Beispiel Kenneth Branagh, der mal wieder exzellent spielt, jedoch viel zu wenig Screentime abbekommen hat, schade ich wollte mehr Branagh. Bekam aber Cruise und noch Bill Nighy als General Friedrich Olbricht, der wiederum beweist wieder einmal seine Wandlungsfähigkeit und übernimmt seine Rolle souverän. Weiterhin tummeln sich auf der Liste auch noch Tom Wilkinson, immer eine kleine Freunde für mich, hier als Friedrich Fromm; Christian Berkel als Mertz von Quirnheim, den ich hier wohl als Idealbesetzung für die Rolle hervorheben möchte und wie gesagt die Castliste ist lang, da hat man keine Kosten gescheut, ob nun Tom Cruise oder Terence Stamp oder eben auch Thomas Kretschmann. Die ist schon was sehr feines.
Die Regie von Singer sogar durchaus recht gelungen, das muss ich positiv überrascht zugeben, auch ein weiterer positiver Aspekt, außerdem muss ich bei meiner ganzen Skepsis gegenüber dem Werk zugeben, dass Singer seinen Film doch extrem spannend und fesselnd erzählt. Ich war über die volle Laufzeit gepackt von dem Stoff. Eine interessante, wenn auch historisch etwas falsche Rekonstruktion der Ereignisse.
Die Kamera möchte ich zudem noch als exzellent bezeichnen, da das Ganze wirklich toll gefilmt, sehr sauber und ja auch sehr präzise, wenn ich so überlege kam mir das so irgendwie sogar ein Stück weit dokumentarisch vor und das mochte ich irgendwie.
Das wäre alles kein Problem, mal den historischen Teil ausgenommen, denn Singer nahm sein Werk wirklich ernst und versuchte sein Bestes. Das Problem liegt aber dann meiner Meinung nach eher beim Drehbuch und bei den Charakteren, denn was mir wirklich fehlte war Tiefgang...der trat meiner Meinung nach nur in sparsamen Massen bis selten bis vielleicht überhaupt nicht auf, jedenfalls nicht so wie ich es mir gewünscht hätte. Und auch die Hintergründe der Protagonisten bleiben doch am Ende im Schatten, womit man sich hier eindeutig mehr hätte befassen sollen. Und naja sonst herrscht bei ihnen auch große künstlerische Freiheit. Naja wenigstens wurden die Dialoge relativ gut geschrieben.
Was mir schlussendlich noch zu sagen bleibt ist, dass "Operation Walküre" zwar historisch nennen wir es mal "nicht ideal" ist bzw. unkorrekt ist (hab ich hoffe ich oft genug erwähnt) und das mir doch die wirkliche "tiefe" Auseinandersetzung mit dem Thema fehlte, doch muss ich zugeben, dass mich der Film packte und die ausgezeichnete Besetzung ist natürlich auch nicht zu verachten, ich meine wir reden hier über einen Hollywoodfilm und dafür ist das Werk anders gesagt: sehenswert.
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FilmFreeza 2011/11/04 20:13:28
Antwort löschenVorgemerkt ;)
hoffman587 2011/11/04 22:01:12
Antwort löschenFreut mich zu hören, bin auf deine Meinung gespannt:)
Neokraid 2011/11/05 03:42:25
Antwort löschenDie Darstellung an sich ist gut, aber die Motive sind sowas von falsch dargestellt!!!
hoffman587 2011/11/05 08:51:31
Antwort löschenWelche Motive?;D
Neokraid 2011/11/05 12:21:38
Antwort löschenNa die Motive der Charaktere um zu handeln :) Die stimmen nämlich hinten und vorne nicht :D
Filmkenner77 2011/11/05 12:41:38
Antwort löschenSchön. Aber nenne doch bitte einmal zwei oder drei der groben historischen Ungenauigkeiten. So richtig ist mir nämlich keine in Erinnerung.
hoffman587 2011/11/05 12:53:09
Antwort löschen@Neokraid: Hintergrümde die gabs, war schwer zu entdecken^^
@filmkenner: Ich bitte mich zu entschuldigen und hoffe es reicht einn einfacher Link, da ich gerade etwas faul bin, aber hierr schön niedergeschrieben, teilweise: http://www.abendblatt.de/kultur-live/article146166/Historiker-Steinbach-Die-unsaeglichen-Fehler-im-Film-Operation-Walkuere.html
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Neokraid 2011/11/05 13:05:14
Antwort löschen@hoff -_____- Nein ich meinte die Einstellung der Leute ist falsch dargestellt. Die wollten nämlich niemals etwas neues schaffen, wie Demokratie o.Ä. Das waren fast alles alt-eingesessene Monarchisten :D Und die wollten wieder zur Weimarer Zeit oder noch früher zurück!
hoffman587 2011/11/05 13:08:56
Antwort löschenVielleicht ja künstlerische Freiheit, aber ist auch schon lange her seit ich mich mal intensiv mit dem Thema befasst habe^^
fabel 2011/11/03 00:45:14
Kommentar löschenEs dauert verdammt lange, bis der Stein ins Rollen kommt. Doch dann geht das Unternehmen "Tötet Hitler" in die heiße Phase, und "Operation Walküre" nimmt an Fahrt auf, was hier nicht positiv zu verstehen ist. Man fragt sich nämlich so langsam, wer oder was den Machern so derbes Feuer unterm Hintern gemacht hat, denn der Film verschimmelt immer mehr zu einer dahin gerotzten, rastlosen Aneinanderreihung einzelner Szenen. Ohne W-Fragen, ohne Antworten, ohne Hintergründe. Äußerst flach, unbedeutend und dem Thema unwürdig - und Tom Cruise als Stauffenberg ist nicht einmal das schlimmste. Wer hätte das vorher für möglich gehalten?
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patcharisma 2011/11/03 01:47:31
Antwort löschenBin genau Deiner Meinung! Das Ganze wurde völlig "feeling-less" vom Reissbrett abgespuhlt...
fabel 2011/11/03 09:09:48
Antwort löschenJep, das Thema hätte viel, viel mehr Potenzial geboten.;-)
Oskar Gleit 2011/11/02 15:33:51
Kommentar löschenSo, die Geschichte ist bekannt. Jedoch bemerkenswerter Weise war die Schauspielleistung von Tom Cruise wirklich gut. Die Bewegung, die Mimik und teilweise die Härte des Oberst Stauffenberg hat er wirklich gut gespielt. Im Vorfeld dieses Films war Tom Cruise ja zum x-ten Mal wegen seiner Scientology- Tätigkeit erneut dumm aufgefallen. Auch die Debatte um den Bendler Block in Berlin hatte ja einigen Staub aufgewirbelt. Auch der übrige internationale Cast hat toll agiert und ich war doch überrascht wie viele Hochkaräter mitgespielt haben.
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a1m1 2011/11/02 15:28:35
Kommentar löschenCruise hatte keine Rolle, in der man seine Künste erkennt, troßallem, nur wegen Ihm noch 3 Punkte.
Es fehlte Spannung und ein Finale.
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Oskar Gleit 2011/11/02 15:34:42
Antwort löschenDas Finale, war doch als er an der Wand stand und erschossen worden ist
a1m1 2011/11/02 15:37:04
Antwort löschenIch sehe es nicht als Finale, sondern als Ende der Geschichte.
Wie findest du das Finale/Ende?
cpt. chaos 2011/11/02 10:07:44
Kommentar löschenGeschichte kann ja so spannend sein, aber Geschichte erzählen, sodass sie spürbar wird, das ist eben auch eine besondere Kunst, denn dazu muss man in der Lage sein, dem Geschehenen wieder Leben einzuhauchen.
Sicherlich ist „Operation Walküre“, die ein Stück deutsche Geschichte sehenswert aufbereitet, beachtlich in Szene gesetzt, aber dennoch ist bezeichnenderweise die nach der TV-Ausstrahlung folgende Doku zum selbigen Thema, nicht minder interessant als die teure Hollywood-Produktion, die, so muss man anerkennenswerterweise einräumen, sich relativ nah an Fakten orientiert.
Ohne fiese Effekthascherei betreiben zu müssen, hätte man das Thema dennoch packender verfilmen können, aber so bleibt zumindest unterm Strich eine Geschichtsstunde, die überdeutlich zeigt, dass es nur eine geringfügige Verkettung unglücklicher Umstände bedarf, um den Lauf der Geschichte entscheidend zu beeinflussen.
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vanilla 2011/11/02 09:15:45
Kommentar löschenman kann über Tom Cruise sagen was man will, aber seine schauspielerischen Leistungen sind immer sehr sehr gut. Genau wie in diesem Film. Klasse Film mit überzeugenden Schauspielern, das was man bei so einem emotionalen und geschichtlichen Ereignis für einen gelungenen Filmabend auch braucht.
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Selcarnor 2011/11/02 08:16:07
Kommentar löschenDeutsche Geschichte aus Hollywood. Nun gut, so schlecht ist das Ergebnis nicht und streckenweise sogar großartig, aber vollkommen überzeugend war der Film trotzdem nicht.
1. Optik
Also von den Bildern her kann >Operation Walküre< allein schon eine perfekte Stimmung verbreiten. Die eher ruhige Kamera ist meistens sehr gut aufgestellt und es gibt immer wieder kleine Trickts wie das Rauszoomen in der Kirche, bis man das >Dach< sieht. Hier waren wirklich keine Amateure am Werk.
2. Musik
Der durchaus ruhige aber dennoch sehr harte Soundtrack mit großen Trommel- und Geigeeinsatz schafft es sowohl antreibend, hoffnungslos und depremierend zu klingen. Die Scores klingen nicht selten wirklich sehr schön und werden auch mit dezentem Gesang untermalt.
3. Inhalt
Handwerklich ist der Film durchaus gelungen und die Geschichte wird auch spannend und rasant rübergebracht. Langweilig ist >Operation Walküre< wirklich nicht.
Leider ist gerade das schnelle Vorankommen der Handlung das Problem. Der Film ist einfach zu kurz. Man hätte durchaus mehr auf einige Details eingehen können und manche der Schnitte kamen etwas plötzlich.
Vollkommen historisch korrekt geht es auch nicht zu (war oft ein wenig zu dramatisch) und es gibt natürlich eine Prise Hollywood-Kitsch oben drauf.
Aber immerhin wird hier nicht so stark mit dem Klischee vom >bösen Deutschen< um sich geworfen und auch Hitler wurde nicht durch Überinzsenierung ins Lächerliche gezogen und man hat sich durchaus bemüht etwas Authentizität zu gewährleisten.
Auch das Ende hat geschafft, obwohl man wusste wie die ganze Sache ausgehen würde, eine gewisse düstere und traurige Atmosphäre aufzubauen.
Man kann auch darüber streiten ob >Tom Cruise< wirklich die beste Wahl für Stauffenberg war, aber so schlecht stellt sich der Kerl in seiner Rolle nun wirklich nicht an.
4. Fazit
Spannungstechnisch sehr dicht mit einer guten Kamera und Soundtrack, allerdings mit kleinen Lücken in der Handlung und insgesamt kam nicht all zu viel beim Schauen des Films rüber.
Ist durchaus nett gemeint und es schadet sicher nicht mal reinzugucken, aber großtartig oder gar sehr gut ist >Operation Walküre< nicht.
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Miami Twice 2011/11/02 03:02:01
Kommentar löschenIch bin wirklich kein Fan von Tom Cruise - bei diesem Film fand ich ihn gar nicht so schlecht. Man weiss schon in den ersten Minuten wie die Sache enden wird und trotzdem bleibt man dran weil man sehen will wie es dazu kommt.
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caietan 2011/11/01 23:46:43
Kommentar löschenEin Film, dessen Handlung und dessen Ende jeder vorher kennt, hat es schwer. Das Drehbuch steht mehr oder weniger fest, denn die Geschichte hat es geschrieben. Umso mehr kommt es in so einem Fall auf die Schauspieler an, genauer: auf den Hauptdarsteller, denn neben Claus Graf von Stauffenberg sind alle anderen Randfiguren.
Aber Tom Cruise hat mich in dieser Rolle nicht überzeugt. Er gibt sich wohl Mühe, wirkt aber gen ganzen Film hindurch irgendwie zu "professionell", kann das schwer beschreiben, hätte fast geschrieben: "Er wirkt zu undeutsch" - und ich hoffe, ihr versteht, was ich damit meine!
Von einem guten Film zu diesem Thema - erwarte ich, dass er mich packt, mich berührt. Und das hat die anschließende Dokumentation geschafft, in der Zeitzeugen zu Wort kamen, z.B. ein Untergebener von Stauffenberg, der die Hinrichtung seines Chefs schildert und dem nach mehr als einem halben Jahrhundert dabei noch die Tränen kommen. Oder das Gedicht, das Nina von Stauffenberg im KZ an ihren toten Mann richtet:
http://www.youtube.com/watch?v=qw89pUFMgNw
Vielleicht ist die Dokumentation das adäquatere Genre, um einem die Geschehnisse des 20. Juli 1944 nahezubringen ...
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Filmfanatiker 2011/11/01 22:41:16
Kommentar löschenIch bin absolut kein Cruise-Fan. Dieses durchgestylte amerikanische "Filmspektakel" wirkte auf mich zu sehr gestellt, lieblos und zu wenig auf die Person Stauffenberg eingehend.
Trotzdem hat der Film einen gewissen Bonus, da ich die Story interessant finde. Hätte man bloß besser umsetzen können.
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Karowdame 2011/10/14 07:29:00
Kommentar löschen1.0 Punkt nur für die fabelhafte Katharine Mehrling, die in einer kurzen Sequenz einen Auftritt hat! Eine Stimme zum Dahinschmelzen - der Rest war grottenschlecht!
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Tachitalili 2011/09/30 14:22:02
Kommentar löschenNun, wie schafft man es, eine Geschichte gut zu verfilmen, deren wichtige Details und vor allem das Ende bereits bekannt sind? Cameron macht es mit Zusatz-Lovestory und großartigen Special-Effects. Aber was macht man, wenn man sich eher auf die geschichtlichen Fakten konzentrieren will? Und an dieser Stelle hat Bryan Singer es allen gezeigt!
Eine bekannte Attentat- Geschichte hat mich damit überrascht, eher ein Putsch-Versuch als ein Attentatversuch gewesen zu sein. Es werden interessante Details gezeigt, die sich an die geschichtlichen Fakten halten.
Eine gewisse Sensibilität hat die Regie hier gezeigt, indem sie der Versuchung widerstanden hat und die damaligen Verbrechen der Deutschen dem Zuschauer nicht explizit und detailreich mit abgemergelten Leichen usw ständig vor die Nase hält.
Sie konzentriert sich fast ausschließlich auf den Graf von Stauffenberg und den Plan.
Mit großartigem Sound schafft es der Regisseur, unheimliche Spannung aufzubringen.
Das sind seine "Special Effects" in diesem Film. (Kommen natürlich nicht zur Geltung, wenn man den Film durch die Laptop-Lautsprecher jagt)
Atmospärisch ist der Film top, zeigt eine Tristess des Daseins einer kriegsgebeutelten Nation, vergisst aber auch nicht stellenweise den Zuschauer einen Blick auf eine gewisse Surrealität und Märchenhaftigkeit der abgeschirmten Lebensweise der oberen Schichten werfen zu lassen.
Kamera und Schnitt werden intelligent eingesetzt.
Ich denke auch, dass die Regie hier sich einiger sanfter Horrorelemente bedient hat. (Wie sich Hitler bewegt, das öfter gezeigte Glasauge usw)
Der Cast spielt überzeugend, allesamt.
Abschließend etwas zu Scientology. Ja, es ist böse. Aber es sind keine Satanisten.
Deshalb kann ich an dieser Stelle auch so manch eine Empörung nicht nachvollziehen, mit der hier der Film manchmal komplett verrissen wird. Jedoch hat mich auch die Einsetzung des Tom Cruise gestört, u.A. weil sein Gesicht einfach zu bekannt ist und mit zu viel Mission Impossible assoziert wird. Aber ich kann dennoch sein Schauspiel würdigen, auch wenn es für meinen Geschmack stellenweise einfach etwas zu kühl war.
Fazit: sehr sehenswert.
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Hoang-Thach-Vu 2011/09/28 22:14:44
Kommentar löschenDie erste Frage, die sich beim Stauffenberg Attentat sofort stellt ist, warum das Attentat scheiterte. Es lag nicht an Fromm, der sich am Ende doch widersetzte an der Operation teilzunehmen. Auch nicht an der Tatsache, dass der Fahrer von Stauffenberg sah, wie die Ersatzbombe und die anderen Utensilien weggeworfen wurden. Auch nicht daran, dass die Bombe nicht stark genug war und auch nicht, dass sie zu weit weg von Hitler stand. Die Antwort auf diese Frage ist folgende: Es war ein schöner Tag. Nur deswegen wurde die Besprechung in einen anderen Bunker verlegt. Das scheitern des Attentats lässt sich letztendlich auf diese einzelne kleine Tatsache zurückführen.
Es stellt sich bei dieser simplen Tatsache weiterhin die Frage, ob es so etwas wie Schicksal gibt. Jemand hat einmal gesagt, dass Hitler niemals durch ein Attentat getötet werden dürfe. Und ich vertrete die Meinung, dass diese Person absolut recht hatte. Denn wäre Hitler durch diese Bombe gestorben, dann wäre es nicht der Tod eines Tyrannen, sondern der eines Märtyrers gewesen. Die anschließende Regierung wäre alleine auf Lügen und einem Putsch aufgebaut, was vor allem in Anbetracht der unermässlichen Anzahl an Hitler-Anhängern verheerende Konsequenzen nach sich gezogen hätte (eventuell ein Sturz der Regierung, Rebellion... man weiß es nicht). Das absolute Scheitern Hitlers durch den verlorenen Weltkrieg war darum auch von ungemeiner Bedeutung, da erst so der Wahnsinn hinter Hitlers Glauben durch das Leiden der Menschen wirklich unumstößlich werden konnte. Erst damit konnte sich die Angst vor einem zweiten Nazideutschland so sehr in die Köpfe späterer Generationen verankern.
Unabhängig von der Kontroverse, dass ein berühmter Scientologe einen als Kriegshelden dargestellten Mann spielt, dass das Stauffenberg Attentat hier lediglich als Story für "einen coolen cash-in Thriller" diente und dass der Film vermutlich nicht ganz authentisch ist, so sollte man sich von diesem Film dennoch an die Vergangenheit erinnert fühlen, mitsamt aller Konsequenzen und eventuellen Konsequenzen verschiedenster Handlungen. Denn die Vergangenheit ist das, aus dem das Heute besteht.
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Tachitalili 2011/09/28 23:09:28
Antwort löschenSchöne Kritik. Auch wenn ich dir nicht immer zustimme.
Was die Sache "2tes Hitlerdeutschland" angeht: Das ist für mich schwer erfassbar, wie wahrscheinlich es wäre. Zu viele wenns. :-)
Auch wenn die Sache mit dem "schönen Tag" sehr poetisch anmutet und etwas interessantes hat, denke ich nicht an eine Vorherbestimmung, Schicksal oder Weiteres sondern ich stelle mir die Frage, warum a)nicht im Vorhinein mit einem schönen Tag gerechnet wurde b)nicht auf Verlegung reagiert wurde usw.
Ich halte den Film für sehr gut, aber irgendwie enttarnt er auch manche Planschwächen (oder ich habe ihn nicht verstanden ) und
insofern rückt er Stauffenberg in ein weniger grelles Licht, in dem ich ihn gerne hätte... Das stört mich ein wenig...:-)
Hoang-Thach-Vu 2011/09/28 23:47:34
Antwort löschenOh, ich weiß selbst nicht, ob man es als Schicksal oder whatnot bezeichnen darf. Es ist lediglich eine Frage, die ich mir gestellt habe. Aber Fakt ist, dass man sich schon fragt, was wohl passiert wäre, wenn das Attentat geglückt wäre und vor allem, ob es der "bessere Tod" von Hitler gewesen wäre.
Hjah, ob es jemals ein zweites Hitlerdeutschland in irgendeiner Weise geben wird, kann man natürlich nicht sagen. Erinnert mich auch an die Diskussion die beim Film bzw. dem Buch "Die Welle" entsteht. Ein Lehrer aus einer anderen Schule hat durch einen völlig anderen Versuch bewiesen, wie kontrollierbar der Mensch in gewisser Hinsicht doch sein kann, solange man selbst als Authoritätsperson gesehen wird. Sehr interessant alles D:
Was deine beiden Punkte angeht, muss ich mich korrigieren. Die Besprechung wurde, laut Wikipedia bzw. deren Quellen, nicht verlegt, sondern fand im selben Raum statt wie seit Wochen vorher auch schon. Da es jedoch an dem Tag so heiß war, wurden alle Fenster weit aufgemacht, sodass die Wucht der Explosion zum Großteil entweichen konnte. Auch interessant ist, dass zur Zeit der Explosion Hitler weit über dem harten Eichentisch gebeugt stand (um die Karte genauer betrachten zu können), sodass der Tisch ihn weitestgehend schützen konnte. Alle Personen im Raum erlitten u.a. schwere Verletzungen und einige sind sogar an ihren Verletzungen gestorben. Obwohl Hitler fast direkt neben der Bombe stand, wurde er als einziger nur leicht verletzt. Auch, dass die Besprechung tatsächlich eine halbe Stunde vorverlegt wurde, ist völlig verrückt. Das führte ja am Ende dazu, dass nur eine Bombe benutzt werden konnte...! Ansonsten wäre das Attentat vermutlich geglückt.
Wie gesagt, ich will hier jetzt nicht alles als "Vorhersehung" oder dergleichen abstempeln, aber es ist irgendwo absurd, was nicht alles schief gelaufen ist an ausgerechnet dem Tag.
Hoang-Thach-Vu 2011/09/28 23:52:49
Antwort löschen@Greetling
Dazu kann ich nichts mehr hinzufügen.
>MARVEL< 2011/09/29 03:06:16
Antwort löschenVaterland... ein verdammt gutes Buch!
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Hoang-Thach-Vu 2011/09/29 10:25:51
Antwort löschenUgh... und ich habs noch nicht gelesen D: Wird mal langsam an der Zeit...!
Hoang-Thach-Vu 2011/09/29 14:47:45
Antwort löschenAuf eure Empfehlung hin habe ich mir gleich mal das Buch bestellt (genauso wie "Superheroes and Philosophy"... auch wenn das nichts mit "Fatherland" zu tun hat). Bin sehr gespannt auf die Lektüre und freue mich richtig darauf =)