Die Insel der 30 Tode

L'Île aux trente cercueils (1979), FR
Laufzeit 289 Minuten, FSK 12, Thriller, Drama, Abenteuerfilm

- Kritiker
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2 Kommentare
Die Insel der 30 Tode - Bild 1318438
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von Marcel Cravenne, mit Claude Jade und Jean-Paul Zehnacker

Die unheimliche Geschichte der jungen Véronique d’Hergemont (Claude Jade), die auf der Suche nach der eigenen Vergangenheit im Jahre 1917 einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur kommt. Auf einer Insel in der Bretagne erfüllen sich grausige Prophezeiungen: Véronique muss mit ansehen, wie ihr totgeglaubter Sohn seinen Großvater ermordet, drei alte Frauen gekreuzigt und flüchtende Inselbewohner erschossen werden. Véronique stellt sich den unheimlichen Mächten.

HandlungDer Film spielt im Jahr 1917. Im Militärhospital von Besançon erhält Krankenschwester Véronique (Claude Jade) Besuch von einem Offizier, der ihr erklärt, dass der von Wölfen angefressene Leichnam ihres Gatten Alexis Vorski (Jean-Paul Zehnacker) gefunden wurde. Vorski habe nach Auskunft des Offiziers für die Deutschen spioniert. Véronique hatte sich vierzehn Jahre vor Vorski versteckt. In einem Kino entdeckt sie auf der Leinwand an einem Straßenwärterhäuschen ihre Initialen V d’ H. Von Neugier gepackt, reist Véronique an den Drehort in der Bretagne.

In Rückblenden erschließt sich die Vergangenheit Véroniques: Ihr Vater Antoine d’Hergemont (Georges Marchal ) war Professor an der Sorbonne. Véronique, umschwärmt von Philippe Maroux (Yves Beneyton), dem Assistenten ihres Vaters, ist fasziniert vom Grafen Alexis Vorski und beginnt eine Affaire mit ihm. Als herauskommt, dass dieser ein Hochstapler ist, trennt sich Véronique. Doch Vorski entführt Véronique, die bereits schwanger ist. Sie heiratet Vorski und wird vom Vater verstoßen. Ein Jahr später entführt Véroniques Vater den kleinen François. Aus einem Zeitungsartikel erfährt Véronique, dass Großvater und Enkel bei einem Schiffsunglück ums Leben gekommen sind. Véronique flüchtet vor Vorski.

Am Drehort angekommen, findet Véronique in der Hütte einen Toten, dem die rechte Hand amputiert wurde. Neben dem Toten ein Zettel mit der Prophezeiung: “Dreißig Särge für dreißig Opfer;…

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Kommentare (2) — Film: Die Insel der 30 Tode

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alanger

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

den hab ich in wohlig, grusliger erinnerung (da gabs noch diese tollen mehrteiler) auch wenn ich die auflösung etwas enttäuschend 'strahlend' fand. sehr schön das es den auf dvd gibt. gleich mal bestellt.

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Darbon

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Bewertung9.0Herausragend

In Würde gealterter TV-Klassiker mit aberwitzig irrer Gruselstory: Es scheint keinen Ausweg zu geben aus den sich unaufhaltsam erfüllenden Weissagungen. Eine Verquickung von scheinbar mystischen mit kriminellen Elementen.

Nach einem etwas epischen Auftakt, der die tragischen Verstrickungen der Heldin in ihrer eigenen Vergangenheit schildert, folgt Véronique d'Hergemont (Claude Jade) rätselhaften Inschriften - ihren Initialen "V.d'H." - auf eine Insel, deren Bewohner dem Untergang geweiht sind. Sie gerät an abergläubische Bretonen und findet sich nach dem schicksalergebenen Ende dreier "Hexen" allein mit einem kleinen Hund auf der verluchten Insel. Mit ihm durchstreift sie die betörende bretonische Landschaft mit ihren Dolmen - und gigantischen Blumen. Ist Véronique wirklich allein? Denn die dem Wahnsinn verfallene Honorine schreit ihr "Du bist die Mutter des Ungeheurs" entgegen, bevor sie sich von den Klippen stürzt. Immerhin ist auch der jugendliche Mörder ihres Vaters noch auf der Insel. So ist Véronique vom Wiedersehen mit ihrem bis dahin totgeglaubten Filius nicht sonderlich begeistert: "Ob du nun mein Sohn bist oder nicht. Wenn du nicht sofort verschwindest, knall ich dich ab wie einen tollen Hund." Und es kommt noch dicker...

Den rasch das Zeitliche segnenden Partnern der grandios aristokratisch-unterkühlt spielenden Truffaut-Heldin Claude Jade lässt die Geschichte wenig Raum, doch deren Auftritte sind allemal furchteinflößend, vor allem die einem Bratapfel ähnelnde Dominique Marcas, die irre "Vier Frauen am Kreuz. Sie ist die vierte Frau am Kreuz!" jubelt oder die Frau in Weiß, deren böses Omen in unterirdischen Gängen widerhallt: "V.d'H. Oh, wie habe ich diese drei Buchstaben gehasst. Das Kreuz, es wartet auf dich, Véronique d'Hergemont!"

Trotz einiger Längen ein nostalgisches Abenteuer mit wohlig gruseliger Atmosphäre, dem man sich nicht entziehen kann - bis zur recht irdischen Aufklärung der diabolischen Maschinerie. Fürs private DVD-Archiv empfehlenswert.

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