Django - Die Nacht der langen Messer

Ciakmull - L'uomo della vendetta (1970), IT
Laufzeit 95 Minuten, Western

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von Enzo Barboni, mit Leonard Mann und Woody Strode

“Django – Die Nacht der langen Messer” ist ein italienischer Italowestern aus dem Jahre 1970. Nach einem Banküberfall wird Django von seinem Bruder niedergeschlagen. Als er wieder aufwacht, hat er sein Gedächtnis verloren. Nach seiner Verhaftung wird er von Freunden befreit und taucht bei den Rucos unter. Diese wollen sich aber seinen Gedächtnisverlust zu Nutze machen; er soll seinen Vater töten..


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dAJaro

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Wow, ganz schön gewagter deutschter Titel.

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filmschauer

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Bewertung6.0Ganz gut

Enzo Barboni, ein von mir sehr geschätzter Kameramann im Italowestern-Genre, hatte 1970 einen ziemlichen Schnitt in seiner Karriere gewagt, indem er seine ursprüngliche Passion ablegte und sich von da an sich auf dem Regiestuhl bequem machte. Symbolisch verpasste er sich mit E. B. Clucher (welch blöder Name) auch noch ein entsprechendes Pseudonym. "Django - Die Nacht der langen Messer", der nur in Deutschland mal wieder 'djangodisiert' wurde, war somit sein erstes eigenes Projekt, welches noch eher ernste Absichten verfolgte, bevor die ungleich heiteren und auch populäreren Filme mit Bud Spencer und Terence Hill folgen sollten. Trotz aller Umstände konnte man sich bei einem sicher sein: Der Film würde gut fotografiert sein. Für Italofans sind die Bilder von Landschaften, Gebäuden und unterschiedlichsten Kameraeinstellungsideen ein Augenschmaus, die zudem ordentlich von Riz Ortolani musikalisch begleitet werden. Obwohl die Geschichte über den Gedächtnisverlust beim Hauptdarsteller (Leonard Mann), welche in einer größeren Familientragödie endet, grundsätzlich eine härtere Gangart fährt, bleiben einige kurze Momente der feinen Ironie. Es gibt selbstverständlich sattelfestere Italowesternplots, dennoch weiß diese mit ihren Verwicklungen durchaus zu unterhalten, was auch an der spielfreudigen Besetzung liegt. Mit Woody Strode, Peter Martell oder George Eastman bekommt man zudem bekanntere Genregesichter zu sehen, wobei ersterer die undankbarste Rolle übernehmen musste. Die kultigen Spencer/Hill-Filme in Ehren, aber Barbonis keineswegs schlechter Debütfilm hätte sicherlich etwas mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt. So ist er ein wenig in Vergessenheit geraten. Leider.

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