Einer flog über das Kuckucksnest

One Flew Over the Cuckoo's Nest (1975), US Laufzeit 133 Minuten, FSK 18, Drama, Komödie, Kinostart 18.03.1976


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8.3
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von Milos Forman, mit Jack Nicholson und Louise Fletcher

Um dem Knast zu entkommen, lässt sich der Kleinkriminelle Jack Nicholson lieber in eine Anstalt einweisen und kümmert sich um die dort herrschenden Regeln.

Ein Irrenhaus ist allemal besser als der Knast – findet der hartgesottene Draufgänger McMurphy (Jack Nicholson): Vor Gericht gibt er sich als unzurechnungsfähig aus und läßt sich in eine staatliche Nervenheilanstalt einweisen. Doch was ihn dort erwartet, hätte er sich niemals träumen lassen: Eine boshafte Stationsschwester führt ein brutales, menschenverachtendes Regiment und die hilflosen Patienten vegetieren in Angst und Verzweiflung vor sich hin. Wer sich nicht anpaßt, wird ohne Gnade mit Elektroschocks gefügig gemacht. Doch McMurphy ist aus anderem Holz geschnitzt: Er nimmt die Herausforderung an und erklärt dem grausamen System den offenen Krieg.

Hintergrund & Infos zu Einer flog übers Kuckucksnest
Das Drama Einer flog übers Kuckucksnest ist ein Genreklassiker des Tschechischen Regisseurs Milos Forman und gilt als einer der wichtigsten Filme des New Hollywood. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ken Kesey und dem darauf beruhenden Theaterstücks von Dale Wasserman.

Der Erfolg des Filmes zeigte sich bereits bei den Academy Awards. Nach Es geschah in einer Nacht von Frank Capra war Einer flog übers Kuckucksnest erst der zweite Film in der Geschichte der Oscars, der die Trophäe in allen fünf Hauptkategorien, den sogenannten Big Five, gewinnen konnte: Bester Film, Beste Regie (Milos Forman), Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Hauptdarsteller (Jack Nicholson) und Beste Hauptdarstellerin (Louise Fletcher)

In den Siebzigern hat sich das Verständnis und die Bewertung des Status Quo geändert. Beim Casting äußerte sich das im Ablehnen der Rolle der „bösen“ Schwester Ratched durch fünf Schauspielerinnen, darunter Anne Bancroft und Angela Lansbury. Es ist vorstellbar, dass der Film einige Jahre vorher keine fünf Academy Awards gewonnen hätte. In diesem Sinne steht Einer flog über das Kuckucksnest für den Geist einer neuen Generation von Filmschaffenden. (ST)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Einer flog über das Kuckucksnest
Genre
Gerechtigkeitsdrama, Tragikomödie, Drama
Zeit
1960er Jahre
Ort
Vereinigte Staaten von Amerika
Handlung
Antiheld, Aufstand, Ausflug, Autorität, Außenseiter, Blut, Bosheit, Elektroschock, Falsche Beschuldigung, Flucht, Freier Wille, Freiheit, Freiheitsentzug, Gefangener, Gefangenschaft, Gefängnisausbruch, Geistige Kontrolle, Grund- und Menschenrechte, Gruppendynamik, Hilflosigkeit, Indianer, Individuum, Irrenanstalt, Kontrolle, Krankenschwester, Krimineller, Kultfilm, Medikamentenmissbrauch, Menschenwürde, Mitgefühl, Oscargewinner, Patient, Psychiatrie, Rebell, Repression, Rollstuhl, Sadismus, Sadist, Schwimmbad, Selbstzerstörung, Sterben und Tod, Suizid, US-Amerikaner, Unterdrückung, Wahnsinn, Wut und Hass, Würde, Zwang, Zweikampf
Stimmung
Berührend, Eigenwillig, Hart, Traurig
Tag
AFI Top 100, Kultfilm, New Hollywood, Oscargewinner
Verleiher
United Artists
Produktionsfirma
Fantasy Films, N.V. Zvaluw

Kommentare (216) — Film: Einer flog über das Kuckucksnest


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The.Tin.Woodman

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Bewertung9.5Herausragend

Schlichtweg ergreifendes Meisterwerk mit einem schmalen Grat zwischen Komödie und Tragik!

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Codebreaker

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Bewertung10.0Herausragend

So, das ist nun mein 300. Kommentar. Grund genug um diesen Kommentar einem besonderen Film zu widmen. Keiner zu einem Lieblingsfilm (zumindest ist es NOCH keiner), aber zu einem Film den ich in den vergangen Tagen zum ersten Mal sah und der mich direkt umgehauen hat. Ansonsten würde jetzt Kommentar 300 vielleicht zu einem weniger beeindruckenderem Film erfolgen. Wie dem auch sei, jetzt soll es um EINER FLOG ÜBER DAS KUCKUCKSNEST gehen.

Es ist wie es oft bei derartigen Geschichten ist, eine kleinere Gruppe von Menschen wird unterdrückt. Unterdrückt von einer Person oder mehreren Menschen. Die Gruppe traut sich nicht gegen die Unterdrückung vorzugehen, es geht sogar soweit, dass diese Gruppe den Glauben an sich selbst verliert. Alles scheint hoffnungslos, alles scheint verloren. Doch dann. Dann kommt einer, der es tatsächlich wagt gegen die Unterdrückung vorzugehen, der der Gruppe diese fehlende Hoffnung, den Glauben an sich selbst, zurückzugeben. Einer, der verrückt genug ist etwas zu bewirken.

Hier sehen wir dieses Szenario in einer Irrenanstalt. Viele der Insassen sind scheinbar verrückt. Schwester Mildred Ratched hat sie alle schon dazu abgerichtet, dass diese sich nicht einmal trauen, offen zu zeigen, dass sie gern ein Baseballspiel sehen wollen. Schließlich kommt dieser McMurphy hinzu, der eigentlich gar nicht verrückt ist, hier also überhaupt nicht reingehört und schafft es den Insassen zu zeigen, dass diese ebenso wenig verrückt sind wie er. Sie haben es genauso verdient zu leben. Zu Leben, nicht, in irgendeiner Irrenanstalt fest zu sitzen und sich jeden Tag aufs Neue über die verschiedenen Probleme der Patienten auszustauschen, zu LEBEN!

Obwohl - ist dieser McMurphy wirklich NICHT verrückt? Vielleicht ist gerade der der Verrückteste. Er, der von außen kommt und sich sofort gegen das Regime von Schwester Ratched erhebt. Er, der versucht all diese Menschen um ihn herum zu ermutigen. Er, der ihnen zeigt, wie schön das Leben doch sein kann. Er, der verrückt genug ist all das zu versuchen, der dabei aber eine Art hat, die gar nicht auf den großen Helden schließen lässt. Er war im Gefängnis, er ist stets auf der Suche nach einer neuen Frau für eine Nacht und im Prinzip ist die ganze Situation auch nur ein Ablenkungsversuch für einen gekonnten Ausbruch. Er ist definitiv nicht die klassische Heldenfigur und dennoch ist gerade dieser Charakter so beeindruckend. Ein Freigeist, ein Revolutionär, ein wahrhaftig guter Mensch, der sich für alle Patienten einsetzt, der alle Patienten dazu ermutigt über die eigene Situation nachzudenken. Der ihnen zeigt wie schön das Leben doch sein kann. Und wenn es sich lediglich dabei belässt, ein imaginäres Baseballspiel selbst zu kommentieren.

Ich habe mich lange Zeit auf diesen Film hier gefreut, einfach, weil ich schon oft gehört habe, dass das wohl ein sehr guter sein soll. Und nun konnte ich mich davon selbst überzeugen. Im Grunde genommen ist die Geschichte, die hier erzählt wird, eine Bekannte, keine Neue. Aber das ist keinesfalls schlimm, denn die Verpackung ist einfach ganz große Klasse. McMurphy ist eine geniale Figur. Er ermutigt die Menschen, hilf ihnen dabei zu Leben und wehrt sich gegen das System. Dazu bringt er Leben, Freude, Hoffnung, LICHT an einen so eigentlich tristen, traurigen, dunklen Ort wie ein "Irrenanstalt", er allein sorgt schon dafür, dass dieser Film etwas ganz besonderes ist.

Hinzukommen dann natürlich die schauspielerischen Leistungen. Jack Nicholson ist einfach grandios! Das beweist er jedesmal aufs Neue. Diese Leidenschaft, diese Lebensfreude, dieser ständige Enthusiasmus etwas zu unternehmen, das merkt man alles zu jederzeit an. So überzeugend, so echt. Und dennoch kauft man ihm aber auch den Draufgänger ab, nach dem es am Anfang des Filmes aussieht. Jack hat schon so viele großartige Leistungen in seiner Karriere gezeigt, das hier, ist definitiv eine davon.
Und dann gibt es da natürlich auch noch Louise Fletcher, die eine so eiskalte, berechnende, böse Frau spielt, die die Unterdrückung ausübt, von der eben alles in erster Linie ausgeht. Auch sie ist überzeugend, erschreckend überzeugend.
Und eigentlich sind auch alle Nebendarsteller besonders, überzeugend und glaubhaft. Wie Irre eben so sein sollen.

Und zudem hat man hier mehrere Szenen, die einfach eine gewisse Magie ausstrahlen. Wo sich das was man da sieht einfach so wunderbar anfühlt. Wo mal kurz vergessen wird, dass das eigentlich "Verrückte" sind. Menschen die viele Probleme haben. Bspw. die Szene auf dem Boot, beim Angeln. Da vergisst man mal alles drum herum und genießt einfach nur den Moment, einfach nur das Leben.

EINER FLOG ÜBER DAS KUCKUCKSNEST ist oft mal ziemlich witzig, oft mal sehr schön, aber (v.a. gegen Ende) ziemlich traurig und tragisch. Er hat es geschafft mich, den Zuschauer, auf diese verschiedenen Ebenen zu erreichen, er hat mich in seinen Bann gezogen und erst beim Abspann wieder losgelassen. Er hat mich, schlicht und ergreifend, einfach umgehauen und dafür liebe ich Filme, dass sie eben genau das schaffen. Ich bin fest davon überzeugt, dass ich diesen Film nach der Zweitsichtung wohl mit dem Herzen versehen werde. Vielleicht denke ich dann auch noch etwas anders über ihn, weil mir vielleicht das ein oder andere mehr auffällt/durch den Kopf geht, bisher ist das aber ein unglaublicher Film, der etwas bei mir geschafft hat, was nicht viele Filme schaffen und dafür bekommt er auch, direkt bei der Erstsichtung, die Höchstwertung.

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Codebreaker

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Vielen Dank auch dir! :)

Ja, kann ich mir vorstellen. Sowas finde ich immer ziemlich cool, da es eben zeigt WIE gut man so eine Rolle rüber gebracht hat.


BenAffenleck

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Ist auf jeden Fall ein Extrembeispiel...


TheEighthHorcrux

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Bewertung10.0Herausragend

Ein Meisterwerk von einem Film, das die Bevormundung durch die Gesellschaft inszeniert.
Brillianter Jack Nicholson, wundervolle Musik und ein dramatisches Ende, das mich zum Heulen gebracht hat.

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brucelee76

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Hallo zusammen,

definitiv und ohne Zweifel ist Einer Flog übers Kuckucksnest, einer der BESTEN und ZEITLOSESTEN Filme überhaupt! Danke Milos für dieses Erlebnis. Er ist ein Plädoyer, für die natürliche Freiheit und Würde eines Menschen, als Individuum im Kollektiv. Und gegen jedes System das denkt, Menschen unterdrücken zu müssen.

Jack hier beweist du eindrucksvoll weshalb du zu den ganz ganz großen Schauspieler gehörst. Und Louise Flechter als frigide und diabolische Krankenschwester Ratched, spielt so beängstigend böse, so das man auf den Boden schauen muss wenn man sie sieht, so wie die verrückten im Film.
Für mich beschreibt der Häuptling die Lage am besten. Er stellt sich dumm und stumm, so wird er wenigsten vom perversen und kranken System in Ruhe gelassen. Leider erkennt dies Jack mit seiner aufbrausenden und humanen Art zuerst gar nicht, als er sich in die Hölle/Irrenhaus einweisen lässt. Er, der das Leben liebt und mit seinen neuen Freunde etwas Bier, Ausflüge und Frauen teilen möchte, wird systematisch mit ein paar Elektroschocks staatskonform passend gemacht. Bis er kein Gehirn mehr hat. Aber seine Freiheit durch den Häuptling am Schluss wieder erlangt. Ein wahrer Freund dieser Häuptling.

Wie im richtigen Leben, wer am längeren Hebel sitzt, der bestimmt die Regeln. Entweder man macht mit oder kann sich gleich umbringen.
Und wozu Phantasie gut ist, zeigt uns McMurphy, als er ein Baseballspiel vor ausgeschaltetem Fernseher, so hingebungsvoll und mitreißend kommentiert. Hut ab!

Ich denke der Erfolg dieses unglaublichen Meisterwerkes ist, das Menschen die Ihren Sinn für Gerechtigkeit und Humanität/Nächstenliebe nicht verloren haben, einfach mit McMurphy und den anderen verrückten mitfühlen/mitleiden. Wenn sie systematisch von einigen perversen psychopatischen Obrigkeiten, zu geistigen Krüppel degradiert werden!

Mein Fazit: Ein Erlebnis so fesselnd wie eine Zwangsjacke! Er lässt einen nicht mehr los, auch nicht in Tausend Jahren!

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Samweis_Gamdschie

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Lieber HDR Fan als 08/15 Actionfilm-Fan.
Aber was erwartet denn man von jemanden, der in Milla Jovovich Talent erkennt. Immer wieder amüsant mit dir zu schreiben.


mannypenny

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Ich geb ihm nur keine 10 weil ich bei der ganzen LIEBLINGSFILM inflation nicht mitmachen will.
Aber verdient hätte er es schon. TOP 20 aller Zeiten.


ElmStreet84

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Bewertung10.0Herausragend

Mit "Einer Flog über das Kuckucksnest" schuf Miloš Forman zusammen mit seinen wirklich überragenden Schauspielkollegen, allen voran natürlich dem hervorragenden Jack Nicholson, den ich einfach über alles liebe, ein Psycho-Drama, das für Mitte der 70er Jahre kaum hätte besser sein können. Unser Grinsekätzchen Jack Nicholson in einer seiner besten Hauptrollen, die er je im Kinosaal auf einer Leinwand hingelegt hat. Auch wenn das meine Erstsichtung, dieses Klassikers war, kann ich hier nicht anders und eine volle 10 geben. Es ist einfach ein so autentisch gespielter Film, dass man nicht anders kann, als seine Augen volle 2 Stunden in den Bildschirm zu brennen, damit man keine einzige Sekunde verpasst. s ist unglaublich, welch schauspielerisches Talent Jack Nicholson besitzt, und dass er es hier einsetzen darf, macht den Film nur noch mehr zu etwas besonderem. Nicholson und der durchgeknallte und eigentlich "unschuldige" Klaps-Bruder passen einfach zusammen wie Blitz und Donner bei einem auskommendem Gewitter in einer warmen Sommerzeit. Aber auch jeder andere hier ist mehr als passend und füllt den Film erst zu seinen 100 Prozent aus, der er ist. Danny DeVito hätte ich hier beinahe garnicht erkannt, bis ich bei Wikipedia las, das er den kleinen Mr. Martini verkörpert, Christopher "Doc" Lloyd zu erkennen, viel mir dagegen eher nicht so sonderlich schwer, weil er einfach ein Gesicht hat, dass es wirklich nur einmal auf der Welt gibt! :)

Umso erstaunlicher war mir dass neben Nicholson hier so viele bekannte Gesichter auftauchen, u.A. ja auch Michael Berryman, der mir bereits schon aus "The Hills Have Eyes" ein wenig vertraut war. Umso schöner ist zu sehen, dass das Kuckucksnest hier für viele soziemlich wortwörtlich zu nehmen ist, so war es doch für Berryman, Danny DeVito, Chris Lloyd und Brad Dourif das erste richtige Sprungbrett in eine größere Schauspielerische Karriere. Aber es war ein Sprungbrett, durch dass sie wirklich alle ihr Schauspielerisches Können so richtig zur Geltung und zur Schau stellen konnten. Gerade natürlich Nicholson, der zwar schon damals vergleichsweise sehr erfahren war, aber umso authentischer und natürlicher spielte, wie er es kaum bessser konnte. Aber auch Lloyd, dessen bösen und hasserfüllten Blick ich LIEBE, wenn er den Aufseher ganz finster ansieht, sieht einach köstlich aus! :D Und natürlich auch Brad Dourif und Danny DeVito die hier wirklich zeigen, was sie drauf haben.

Naja, in erster Linie ist "Kuckucksnest" wohl als Weckruf von schon halb eingeschlafenen Seelen gemeint, der ihnen zeigen soll, dass sie ihr Lebenswerk nicht in einer Heilanstalt vollbringen müssen und sollen und es sich lohnt, sich gegen die kontrollirenden Handlungen der Aufseher/innen zu wehren. Jedoch ist er auf der anderen Seite, wie sich später herausstellt, auch ein unglaubliches Drama, als Jack Nicholson das erste mal Opfer der Handlungen des Psychatriepersonals wird und Stromschläge aufs Gehirn bekommt und unter emensen Schmärzen die Behandlungen der Schwestern ertragen muss. Aber am schlimmsten kommt es dann wohl in den letzten paar Minuten, was mich wirklich umgehauen hat. Nämlich als der sonst so mental und körperlich robuste und starke McMurphy (Nicholson) von zwei Helfern zurück in sein Bett gebracht wird, während einerder Begleiter die Worte flüstert "Jetzt kann er uns nicht mehr entwischen... nicht nach dieser Operation!" und man Nicholson quasi als wehrloses Warck im Bett liegen sieht. Aber was hier wirklich das Drama ist, wird einem erst klarm als der Häuptling zu ihm ans Bett geht und die wahre Grausamkeit dieser Anstalt enthüllt und am eigenen Leib erfahren muss. McMurphy gezeichnet mit nuroch der Hälfte seiner Haare auf dem Kopf und versehen mit einer risigen, langen Narbe, die ihre Spur quer über siene Stirn und seine Schädeldecke zieht und man jetzt zum ersten mal begreift, welche Operation er wohl hinter sich haben muss. Nur jetzt liegt er da, ohne Zuckungen, wie ein Baby das schläft, wie eine Leiche die nie wieder auferstehen wird. Doch dann wird einem klar, welch dicke Freundschaft McMurphy zum eigentlich taub-stummen Häuptling aufgebaut hat, als dieser erkennt, was jetzt in dieser ituation am besten und vorallem am besten für McMurphy zu tun ist, und ihn wie einst versprochen mit hinaus nimmt aus dieser Hölle; auch wenn er wohl der einzige sein wird, der das Tageslicht bei seinem Fluchtversuch warnehmen wird und die frische Luft mit jedem neuen Atemzug genießen darf. Und damit nimmt "Kuckucksnest" sein trauriges und fröhliches Ende zugleich und man erlebt das Ende einer Reise in eine andere Welt, die noch besser wirklich nicht hätte in Erscheinung treten können, mit solchen Schauspielern, und solch einer Leistung, die hier an den Tag gelegt wird. Einfach grandios, und damit hat dieser Ausbruchs-Streifen sich mein Full House in allen Belangen verdient.

Und noch was anderes. Wenn ich eine Neuinterpretation eines Hollywood-Films machen sollte, wäre es wohl dieser hier, weil hier so viele Dinge fehlen. Ich hätte mir als Nicholson bspw. den Arm von Schwester Ratched oder auch dem Direktor höschstperönlich, der ja auch an der ganzen Prozendur mit den Stromschlägen beteiligt war, gechnappt, hätte ihn mit in den Raum genommen, in der Nicholson kurz zuvor vor lauter Schmerz schrie und hätte ihm die Beisbremsel geschobe selbst ins Maun, kurz bevor ich iSchreihm die selben Schläge verpasst und seinen en zufrieden gelauscht hätte. Dasselbe gilt natürlich auch für das Erwürgen von Schwester Ratched, das leider von einem anderen Aufseher unterbrochen wurde, auch wenn es hier wahrscheinlich nicht mehr wirklich lange gedauert hätte. (Ich frag mich, ob die das, wenn man mal genau auf ihre Augen und ihren Gesichtsausdruck achtet, gemacht haben, wie Quentin Tarantino in Inglourious Basterds!?, weil es wirklich ziemlich echt aussah!)

Naja, aber viele Sachen mehr hätte ich an diesem genialen Trip nicht zu verbessern, weil es einach ein unvergleichlicher, grandioser Film ist, den ich jetzt schon nach der Erstsichtung über alles Liebe! Klasse Leistung von allen Beteiligten, auch wenn ich mich während des Films echt gefragt hab, was wohl dieses Schoßhündchen von Schwester Ratched für ihren 1-Zeilen-Liner an Gage bekommen hat! :D ;)

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Holzwerner

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Bewertung7.0Sehenswert

Derartige Umerziehungslager und wieder zur Verfügbarmachung lohnsklavenhafter Anpassungs und Arbeitsstationen sind in der Realität oftmals grausamer und zynischer. Aber dennoch wirklich nett gefilmt, hübsch, charismatisch,..."witzig" und fantasievoll. Derartige Freundeskreise sind sicherlich "ehrlicher" und "menschlicher" als ihre mechanisch und auf den stumpfen, geistigen Kapitalwert ausgerichteten Normalgehirne der "gesunden" Zombies im "Reallife" (hustl)....Auch der gute Jack wieder sympathisch. Hier durfte er endlich mal wieder "glänzen".

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Martin.Eyxtra

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Gehoert eindeutig zu meinen Lieblingsfilmen, wegen
1. Jack Nicholson
2. mitreissende Handlung
3. guter Humor

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alokin

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Bewertung9.0Herausragend

Dieser Film gehört zu denen, den man in seiner Sammlung an Filmen haben muss.

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Ollum666

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Mutter aller Filme. Punkt.

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filmfreak180

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Einer flog über das Kuckucksnest" ist wohl einer der besten Filme, die ich je gesehen habe! Der Film gilt nicht umsonst für viele Kritiker als absoluter Klassiker und räumte seiner Zeit sicherlich zu Recht fünf Oscars ab. Doch was macht "Einer flog über das Kuckucksnest" eigentlich zu einem absoluten Meisterwerk der Filmgeschichte?

Ich denke der größte Faktor für meine Faszination gegenüber diesem Glanzstück der Filmgeschichte ist wohl die schauspielerische Leistung von Jack Nicholson. Seine Performance ist schlichtweg atemberaubend! Ohne ihn in der Hauptrolle wäre der Film wohl nur halb so gut gewesen oder besser gesagt, gar nicht vorstellbar. Jack Nicholsons Charakter R.P. McMurphy wirkt trotz seiner nicht ganz moralischen Vergangenheit in jedem Moment des Films absolut sympathisch und charismatisch. In einigen Szenen wird der Schauspieler physisch und psychisch an seine Grenzen getrieben, die Jack Nicholson allerdings so authentisch und realitätsnah verkörpert, dass man kaum glauben mag, dass dies nur eine schauspielerische Performance sein soll.

Darüber hinaus ist der Film in seinem Genre wohl einer der besten Vertreter. Ich wurde selten so stark von einer Tragikomödie gefesselt! Dabei würde ich den Film schon fast als eine Komödie bezeichnen. Der Regisseur Miloš Forman hat zahlreiche lustige und komödiantische Szenen kreiert, sodass ich teilweise am Boden lag vor Lachen. Diese komödiantischen Situationen zünden jedoch auch bei wiederholter Sichtung, denn selbst nach der mittlerweile 5. Sichtung bekam ich teilweise noch enorme Lachanfälle. „Einer flog über das Kuckucksnest“ ist allerdings nie so humoristisch, dass der Film ins Lächerliche abdriftet oder dadurch gar seine Botschaft aus den Augen verliert. Der Film übt unterschwellig sehr starke Gesellschaftskritik aus, was auch durch das dramatische Ende nochmals verdeutlicht wird…

Aber worum geht es eigentlich in "Einer flog über das Kuckucksnest"? Die Handlung ist schnell erzählt: Um den Knast zu entgehen gibt sich der Draufgänger und Kleinganove R.P. McMurphy (Jack Nicholson) als unzurechnungsfähig aus und lässt sich in eine staatliche Nervenheilanstalt einweisen. Doch was ihn dort erwartet, hätte er sich niemals träumen lassen: Die emotionslose Stationsschwester Ratched (Louise Fletcher) führt ein brutales, menschenverachtendes System und die hilflosen Insassen vegetieren in Angst und Verzweiflung vor sich hin. R.P. McMurphy nimmt die Herausforderung an, und lehnt sich gegen das System der Klinik auf...

„Einer flog über das Kuckucksnest“ ist ein Film, bei dem der gnadenlose Kampf um die Freiheit im Vordergrund steht. Der Film übt eine starke Kritik an die Unterdrückung der Menschen, verdeutlicht durch das vorherrschende System einer psychiatrischen Klinik. Man könnte den Film somit in erster Linie als eine Art soziale Auseinandersetzung zwischen Individualität und Zwang bezeichnen. Die Patienten der Klinik werden von der Stationsschwester Ratched stets gnadenlos unterdrückt, sodass die Insassen dort nie in der Lage sein werden, sich eine eigene Meinung zu bilden oder Selbstbewusstsein aufzubauen. Krankenschwester Ratched gilt für die Allgemeinheit als Ausdruck der „Normalität“. Sie verkörpert das Lustlose im Leben und gilt als Macht der Vernunft. Ratched hat einen exakten Plan, der prinzipiell nicht hinterfragt werden darf. Diese Zielvorstellung beherrscht den kompletten Tagesablauf und die „Heilung“ der Patienten. Ein Platz für die individuellen Bedürfnisse der Insassen gibt es nicht; spezielle Wünsche werden nicht berücksichtigt…

Erst mit dem Eintreffen von R.P. McMurphy ändert sich die Sichtweise der Patienten. McMurphy stellt die Grundregeln der Irrenanstalt gehörig auf den Kopf und er zeigt den Menschen dort, worauf es im Leben ankommt: Agilität, Phantasie, Lebenslust. Der Definition, was als „normal“ gilt und was nicht, ist McMurphy gänzlich abgeneigt. Er führt den Insassen vor Augen, was das Leben zu bieten hat. Außerdem macht McMurphy deutlich, dass jeder Mensch Fehler macht. Alle Leute haben ihre ungewöhnlichen Angewohnheiten und Macken. Doch nur weil einige Angewohnheiten der Patienten zu speziell und „unnormal“ sind, kann man diese Menschen nicht als verrückt bezeichnen und schon gar nicht als Menschen zweiter Klasse behandeln.

„Einer flog über das Kuckucksnest“ ist somit ein sehr nachdenklicher, amüsanter und faszinierender Streifen. Die schauspielerischen Leistungen von Jack Nicholson und Louise Fletcher sind schlichtweg atemberaubend! Die einzelnen Szenen des Films bestechen durch grandiose Dialoge und sind perfekt durch konzipiert! Ein Film, den man sich immer wieder angucken kann, ohne dass er an Qualität verliert! Ein tolles Statement über das Leben und die Freiheit…

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Ioosh698

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Einer flog über das Kuckucksnest"
Ich erinnere mich noch genau an meine erste "Begegnung" mit Milos Formans "Einer flog über das Kuckucksnest", auch wenn diese schon zugegeben einige Jahre zurückliegt. Damals, ich war vielleicht gerade mal 10 Jahre alt, durchstöberte ich, weil ich meine Neugier mal wieder nicht zurückhalten konnte, unseren DVD-Schrank, damals natürlich nur auf die ach so tollen Bilder auf eben jenen DVD's bedacht. Dann kam es, das ich eine DVD mit einem schwarzweißen Cover sah, auf der sich ein etwas verdutzt dreinblickender Mann mit Mütze, und die Aufschrift "Einer flog über das Kuckucksnest" befand. Ich dachte mir nichts weiter dabei und schob den Film still und heimlich in den DVD-Player, zappte nur so vor mich hin und fande das was ich sah erschreckend langweilig und öde. Aber das nur als kleine Einführung...
Heute, Jahre später, reifer, mit anderer Sicht auf die Filmwelt, sah ich mir "Einer flog über das Kuckucksnest" gestern zum ersten mal komplett an und kann nur sagen, das der Film zurecht ein absolut großartiger und zeitloser Klassiker ist, mit einer wichtigen Botschaft und einer gepflegten Portion Sozialkritik, die wohl auch immer aktuell sein wird.
McMurphy ist ein Rebell, ein turbulenter sowie charismatischer Kerl, der wegen einer erotischen Beziehung zu einer minderjährigen eine Gefängnisstrafe verbüßen muss, die er nur widerwillig absitzen will. Deswegen gibt sich der listige McMurphy vor dem Gericht als unzurechnungsfähig aus, und lässt sich prompt in eine Nervenheilanstalt einweisen, dort wird es auf jeden Fall besser als im Knast sein denkt er sich.
Doch als McMurphy in der besagten Heilanstalt eintrifft, erlebt er sein blaues Wunder... In dieser Psychiatrie werden die zahlreichen Insassen, manche sind allein aus freiem Willen dort, von der kaltherzigen Schwester Ratched unterdrückt. Wer sich ihrem Willen, ihrem feststehenden System, das sich scheinbar durch nicht's und niemand aus den Fugen bringen bzw. sich lockern lässt, widersetzt, wird mit höhnenden Blicken und Elektroschocks bestraft. Ein strenges Regime, dessen sich scheinbar niemand widersetzen kann, zumindest bis ER auftaucht, McMurphy. Dieser will die Situation nicht einfach hinnehmen, will die Regeln der Heilanstalt auflockern, den Patienten die Freude wiederbringen, sie im allgemeinen betrachtet einfach beschützen, denn wenn jemand etwas ändern will, dann McMurphy! Er freundet sich nach und nach mit den Patienten an, die keine gemeingefährlichen Verbrecher oder Monster, sondern einfach nur anders, auf eine eher unbedrohliche Art und Weise anders sind, wird immer mehr Teil ihrer Gesellschaft, flieht mit ihnen für ein paar Stunden aus der Psychiatrie um einfach mal wieder richtig Freude am Leben zu demonstrieren, und beginnt langsam aber sicher einen Krieg gegen die unbarmherzige Schwester Ratched und deren hartes System...
Der Film macht vieles richtig, eigentlich fast alles. Was ich Forman hoch anrechne ist, das er sich die nötige Zeit nimmt um alle Charaktere, von McMurphy, Schwester Ratched, Martini oder dem Häuptling, allesamt sehr interessant und vor allem ausdrucksstark zu beleuchten, einzuleiten und den ganzen Film über auf einer unglaublich hohen Ebene spannend aufrechtzuerhalten. Man fühlt sich dann nämlich nach und nach selbst wie ein, im übertriebenen Sinne gesagt, Mitglied der Heilanstalt oder ein Begleiter McMurphys, der die Erlebnisse, alle Höhen und Tiefen dort hautnah miterlebt. Man schließt all die Charaktere in's Herz, und das obwohl sie anders sind, nicht die üblichen Menschen. Ein Faktor, weswegen ich den Film sehr schätze.
Abgerundet wird dies alles natürlich durch die herausragenden Schauspieler! Jack Nicholson spielt hier wohl DIE Rolle seines Lebens, DIE Rolle seiner gesamten Karriere, für die er absolut VERDIENT den Oscar erhielt. Er verkörpert den turbulenten, charismatischen, zielstrebigen, ja etwas verrückten und teils verspielten McMurphy sowas von glaubhaft und intensiv, das ich wirklich sagen muss das ich Jack Nicholson BISHER noch nie besser gesehen habe! Wer aber mindestens auf dem gleichen Niveau wie Nicholson spielt, ist Louise Fletcher! Diese Dame war mir vorher kein Begriff, umso überraschter war ich von ihrer Darstellung in "Einer flog über das Kuckucksnest"... Diese ruhige, kalte, harte und unterdrückende Art, mit der sie die Oberschwester spielt, so exzessiv und dicht, ist wahrlich überragend und ebenfalls zurecht der verdiente Oscargewinn! Großes Lob! Der restliche Cast ist natürlich auch toll, jeder bringt die Charakterzüge seiner jeweiligen Figur super rüber, vor allem bei Denny DeVito musste ich manchmal schmunzeln:)
Auch die Kameraarbeit, der stimmige Soundtrack und die Botschaften des Streifens sind super. JEDER Mensch, egal ob er eben der durchschnittstyp oder eben doch etwas anders ist, JEDER hat ein Recht darauf so zu sein wie er ist, mit all seinen Macken und den guten Eigenschaften! Man darf NIEMALS, auch wenn man sich nicht dagegen wehren kann, aufgeben, sondern immer weiterkämpfen. Diese und natürlich viele weitere Aussagen bringt Milos Forman sehr gut zur Geltung.

Fazit: Für mich ist "Einer flog über das Kuckucksnest" nicht DAS Meistwerk schlechthin, nicht DER Überfilm, weil er mich in manchen Momenten eben doch nicht ganz hatte, mich nicht voll und ganz mitgerissen hat.
Aber trotzdem, und das kann nun wirklich keiner abstreiten, ist "Einer flog über das Kuckucksnest" ein verdammt starker Film, ein WICHTIGER Film, einer, mit einem der tragischsten, traurigsten, bedrückendsten und ungerechtesten Enden aller Zeiten, bei dem ich schon schlucken musste. Ein Film den man einfach kennen sollte!

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Ioosh698

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@sachsenkrieger
Solche Zufälle finde ich immer witzig :D Und viel Spaß bei deiner Sichtung :)!


BenAffenleck

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Ein absolutes Must-See! Muss ich auch mal wieder ran...


Samweis_Gamdschie

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Bewertung10.0Herausragend

Jack Nicholsons stärkste Rolle in seiner Karriere. Hut ab, selten etwas besseres gesehen. Zum Film braucht man kaum noch etwas sagen, sollte jeder unbedingt gesehen haben.
Er gehört auf jeden Fall zu den wichtigsten/besten Filme aller Zeiten.

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brucelee76

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Der ist geniaaaaaaaaal und suuuuuuuper, kurz und treffend dein Kommi, Klasse :) ... Für mich zählt er definitiv zu den besten Filmen ever :) ...


Samweis_Gamdschie

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Auf jeden Fall, in meinen Top 20 ist er definitiv. Schade, dass solche Filme heutzutage nicht mehr gedreht werden.....


replicant-10

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Dieser wunderbare Anti-Psychatrie- Film
von Milos Forman mit Will Sampson und
dem genialen Jack Nicholson gehört für
mich obwohl er ein recht deprimierendes
Ende hat, zu den ehrlichsten Filmen aller Zeiten !!!

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inceptionfan

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Einer flog über das Kuckucksnest" ist für mich persönlich jetzt nicht das ganz große Meisterwerk, aber definitiv ein absolut großartiger Film! Jack Nicholson spielt hier hervorragend, aber auch die Nebenrollen sind alle ziemlich gut besetzt. Hier sticht natürlich vor allem Louise Fletcher hervor. Die Handlung ist dabei zwar nicht direkt von Anfang an fesselnd, ist aber durchaus interessant und tiefgründig und hat eine sehr wichtige und ernste Thematik. Der Film legt vor allem viel Wert auf die Figurenzeichnung und nimmt sich anfangs auch viel Zeit, um diese einzuführen. Dabei bietet der Film eine sehr gute Mischung aus lustigen Momenten, aber auch besonders gegen Ende hin dann die nötige Dramatik und schafft es auch in vielen Szenen, einen zu berühren. Das Ende ist meiner Meinung nach ebenfalls großartig gelungen und bleibt einem auch in Erinnerung.
Fazit: "Einer flog über das Kuckucksnest" ist (wie bereits erwähnt) jetzt nicht einer meiner absoluten Lieblingsfilme und für mich persönlich hat es auch gereicht, wenn ich ihn einmal gesehen habe, aber das Ansehen lohnt sich definitiv (er ist ja auch ein echter Klassiker geworden), denn der Film ist einfach extrem stark gespielt (die Oscars sind auch definitiv gerechtfertigt) und bietet die perfekte Mischung aus lustigen Momenten und wirklich dramatischen Szenen mit einer tollen Botschaft.

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Deathpool

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

http://www.youtube.com/watch?v=hl5zOoHZ7TE

Warum "Einer flog über das Kuckucksnest" die Gedanken frei lässt und so viele Themen aufgreift.

Dieser Film ist in Würde gealtert ohne an Ehrlichkeit einzubüßen.

Der Tod macht vielen Menschen Angst denn niemand will an ihn denken.
Sich auseinandersetzen mit dem Gefühl das man jederzeit abtreten kann.
Verständlich denn wir leben.
Oftmals gibt es aber einen Fehler,wir denken nur an uns.
Da kann die Party noch so schön sein, das erlebte noch so wertvoll.
Wir können stolz reden wie genial unser Wochenende war.
Wir fragen Personen nach ihrem Empfinden oder versuchen unter ihre Oberfläche zu dringen.
Letzlich tun wir das aber meist nur für uns.
Das wahre Gefühl, diese Verbundenheit, zu einem anderen kann nur reifen wenn man es zulässt.
Freundschaft? fragen sich einige.
Kann wahre Freundschaft eben dieses Gefühl zulassen?
Schließlich brauchen wir Kontakte selbst wenn wir alleine sind.
Sei es nur eine Stimme oder ein soziales Gefüge das den Rahmen zusammenhält.

Umso erschreckender das die Jugend ihre Facebook Qualität so abartig scheiße in die Welt trägt.

Da werden gelernte Pflegekräfte zu abartigen Monstern weil die Patientin in Zimmer 5 mal wieder ihre Hosen voll hat.
Auf einer Station mit dem Fachgebiet Onkologie!
Zerfressen vom Hass auf das Gesundheitssystem das sie nährt und mit dem Arsch schon im Urlaub.
Wie gleichgültig scheiße muss man sein?

Da prügeln sich Schwestern und Pfleger liebkosende Worte in die Fresse um bei der nächsten Zigarette nicht am Herzinfarkt zu verrecken.
Obwohl sie genau wissen das sie den anderen nicht ausstehen können.
Ärzte versinken in falschen Diagnosen und Papierkram.
Pflegekräfte in eben diesen Bullshit.
Das Papier scheint oftmals wichtiger als der Mensch selber.
Die Dokumentation will ich gar nicht schlecht reden aber sie ist leider viel zu oft Mittel zum Zweck.
Ganz zu schweigen von der Medikamentengabe.
Krankheiten die viel zu selten sind um ordentlich behandelt werden zu können.
Antibiotikum das reichhaltig fließt aber in der Preisklasse erstickt.
Es gibt Mittel die sind viel weiter als andere werden aber nicht eingesetzt weil zu teuer.
Der Kreislauf Geld, den der Mensch selbst jeden Tag aufs neue erschafft.
Operationen die gar nicht nötig sind oder dem Alter nicht angemessen.
Gelobt sei der Mensch der in Würde altert und noch selbst entscheiden kann.

Denn der Tod mag grausam sein aber oftmals ist er die Erlösung.
Wer will schon ans Bett gefesselt, seinen Stuhlgang nicht kontrollieren können, und künstlich ernährt sein?

"Einer flog über das Kuckucksnest" gibt hier sogar einen direkten Verweis auf Missbrauch.

Was mir aber immer wieder ins Gedächtnis treibt sind diese Menschen die trotz schwerer Krankheit so unerschütterlich stark sind.
Da denk ich immer an diese belanglosen Probleme, diese sinnlosen Diskussionen,dieser Hass auf sich selbst.
Eben solche Fratzen denen man schon früh morgens die Kaffeetasse ins Gesicht drücken will.
Die ihre Probleme an andere tragen die es so viel schwerer haben.
Oder schwer ist der falsche Begriff, nein eher Menschen die das Leben erst so richtig schätzen lernen.
Die Energie an den Tag legen ohne aufzugeben obwohl sie von den Behandlungen regelrecht zerdrückt werden.
Da zeigt sich doch das wahre Gut auch wenn es fast unfassbar nahe liegt.
Natürlich kann man hier nicht so oberflächlich agieren.
Denn es gibt auch Menschen die einfach am System zerbrechen oder Dinge erfahren denen sie nicht gewachsen sind.
Nur leider sind oftmals die so durchschaubar die eben so tun als seien sie das Opfer.

Wahre Nächstenliebe muss keine Freundschaft sein.
Wahre Nächstenliebe ist ein Gefühl das man kurz teilen kann und akzeptiert.

"Einer flog über das Kuckucksnest" ist zeitlos denn er ist eine kleine Rebellion.
Die andere Seite der Krankheit und die Frage dannach wer wirklich krank ist.
Das System das wir selbst aktiv erschaffen.

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Deathpool

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@Film: Vielen Dank mei Dude ;)
@kobbi: Auch dir danke.
Deine Hausarbeit würde ich gerne mal lesen.
Ja un die freien Gedanken sind eben äußerst wertvoll ;)


kobbi88

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Wennste willst, dann kann ich sie dir zugänglich machen... Geht aber eben vor allem um die Umsetzung der Experimente in den Filmen (und Büchern) im Vergleich zu echten CIA-Menschenversuchen^^ Nicht so sehr um die Filme an sich (die ich mir seitdem übrigens nicht wirklich mehr anschauen mag :( Hab da zu oft hin und her gezappt, gestoppt, alles immer wieder angeschaut usw...)


Horrorkitty

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Bewertung9.0Herausragend

kultfilm! muss man sehen=)

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Unclescrooge

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Bewertung9.0Herausragend

Sehr geil! Must-See!!

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Filmfan30

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wie man macht einen wirklich guten sozialkritischen Film, der ebenso unterhalten wie zum Nachdenken anregen soll, positive Energie ausstrahlt und an einem trostlosen Ort spielt? Wie zeigt man einen Film über eine Psychiatrie, ohne auf ein einziges Klischee zurückzugreifen, und tastet sich mit Feingefühl an psychische Krankheiten heran? Hier das Rezept:

Man nehme ein System, das Menschen klein macht, anstatt ihnen zu helfen. Eine Krankenschwester, die perfekt in dieses System passt weil nichts ihrer niederen Natur mehr entgegenkommt, als wenn sie jemanden unglücklich machen kann. Und einen grandiosen Jack Nicholson als erfolglosen Rebell, der versucht etwas Freude und Leben in depressive Gemüter zu bringen.

Rühre kräftig durch und serviere ihn in einem Kuckucksnest: Wohl bekomm's!

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BenAffenleck

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Hammer Film. Schon einige Male gesehen...die alte, die die Krankenschwester spielt, wurde damals sogar auf der Straße des Öfteren beschimpft. Das nenne ich mal: zurecht nen Oscar erhalten!


Filmfan30

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Schwester Raget war schon extrem gut geschauspielert. Aber deshalb beschimpft werden? Muss echt nicht sein!


Mr.Queeqeq

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Es gibt nicht viel zu Einer flog über das Kuckucksnest zu sagen außer....

- Jack Nicholson spielt absolut genial.

- der Indianer, bin zu faul um den Schauspielernamen zu recherchieren, ist die Überraschung des gesamten Films.

- Der Film ist wohl einer der stärksten Filme über Freiheit, Missbrauch von Macht, und der Scharlatanerie der Psychiatrie.

Fazit: Tragikomödie, die nicht besonders witzig ist, aber eine interessante Geschichte erzählt, die einen nachdenken lässt wer die Geisteskranken sind und wer nicht. Bockstarker Kult, den jeder mal angeschaut haben sollte.

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Terrorwoelfin

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Jack Nicholson in einer seiner meisterhaftesten Rollen.

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