Everything Will be Fine

Alting bliver godt igen (2010),
Laufzeit 94 Minuten, Thriller, Drama

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Everything Will be Fine
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von Christoffer Boe, mit Jens Albinus und Igor Radosavljevic

Drehbuchautor und Regisseur Jacob Falk möchte mit seiner Gattin Helena ein Kind zu adoptieren. Ein Unfall mit einem jungen Mann verändert jedoch das Leben von Jacob grundlegend, denn der Angefahrene bittet den Filmschaffenden, eine Tasche an sich zu nehmen. Jacob willigt ein, lässt den jungen Mann jedoch zurück.


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dbeutner

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Bewertung7.0Sehenswert

Christoffer Boe's jüngstes Werk. Äußerlich ein wenig weniger experimentell als seine älteren Filme, geht es doch wieder um Fragen von Fiktion und Wirklichkeit. Als Hintergrund dient dabei eine Art Verschwörungsthriller, der aber - vielleicht die größte Schwäche des Films - nicht wirklich "ausgeschlachtet" wird; denn es geht um Kriegsverbrechen durch dänische Soldaten, also ein durchaus heikles politisches Thema. Wo "Reconstruction" als Liebesfilm noch unendlich gut funktioniert, und dort das Thema auf einen experimentellen Untergrund gestellt wird, scheitert "Alting bliver godt igen". Das Thrillerthema wird zum Beiwerk, und die eigentliche Frage ist mehr, inwiefern der Protagonist (solide, aber nicht überragend: Jens Albinus) sich seine Wirklichkeit erschafft - gerade das "technische Drumherum" von Reconstruction.

Ist in seinem Erstlingswerk die Frage, wie es zu den einzelnen Szenen kommt (also interpretatorische Ansätze zum (nicht)linearen Verlauf etc.), noch rel. unwichtig, weil eben das "eigentliche" Thema der Liebesfilm ist, fragt man sich in seinem jüngsten Film viel drängender, wie die dargestellte Szenerie funktionieren soll; dabei hilft es sicherlich, Boes weitere Filme zu kennen:

"Auch nach Filmende lässt sich noch über diverse Fragen nachsinnen. Beispielsweise über diejenige, was die Drehbuchautoren veranlasst hat, Hauptfigur Jacob Falk ausgerechnet das Regisseur-Metier ausüben zu lassen, denn für die Filmhandlung ist dies nicht relevant, er könnte genauso gut ein Banker sein." (http://outnow.ch/Movies/2010/AltingBliverGodtIgen/Reviews/kino/) - eben genau das könnte er natürlich nicht, ebenso wie August in Reconstruction Schriftsteller sein musste. Man muss sich einer Interpretation schon etwas versperren bzw. sehr auf die Äußerlichkeiten achten, um ernsthaft zu schreiben, dass der Beruf Jacobs für die Filmhandlung nicht relevant sei...

Kurzum: Man bekommt "in etwa" das, was man von Boe erwarten kann, aber hier scheitert er an ein wenig am selbstverliebten Rumgespiele mit den Möglichkeiten. Wäre man böse, könnte man auch sagen: Lynch-Wannabe. Ich sage aber "nur", ein (leider leider, gerade da der Inhalt so viel Potential gehabt hätte) unterdurchschnittlicher Boe.

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Paul Autenrieth

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den muss ich UNBEDINGT sehen


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