Fire
Fire (1996), CA/IN Laufzeit 103 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 21.08.1997
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von Deepa Mehta, mit Shabana Azmi und Nandita Das
Radha lebt seit 16 Jahren in einer arrangierten Ehe ohne Liebe, die den Ehen von Millionen anderer indischer Frauen gleicht – bis zu dem Tag, an dem ihre junge Schwägerin Sita in die Familie eintritt. Sita stellt die überkommenen Traditionen in Frage und zwischen den beiden vernachlässigten Frauen entwickelt sich eine zärtliche Liebe, die stärker ist als alle Konventionen. Fire erzählt in betörend schönen Bildern voller Poesie von schwelenden Sehnsüchten, aufflammenden Gefühlen, tradierten Geschlechterrollen und den Fesseln von Kultur und Konvention. Anhand einer Großfamilie entfaltet sich der Konflikt zwischen Tradition und Moderne, Individuum und Gesellschaft, östlicher und westlicher Kultur, Wunsch und Wirklichkeit und den daraus erwachsenen Problemen einer sich im Wandel befindlichen indischen Gesellschaft.
Handlung
Sita kommt aus einer traditionellen indischen Familie. Sie heiratet Jatim in einer arrangierten Ehe – ohne ihren Ehemann zu kennen – und kommt so in das Haus von Jatims Familie. Weit entfernt von zu Hause lebt sie fortan unter Fremden und arbeitet in dem Imbiß, den Jatims Familie betreibt. Jatim selbst hat eine Geliebte und verdient sein Geld mit einem schmuddeligen Video-Verleih.
Jatims Familie besteht aus seiner alten bettlägerigen Mutter Beedee, seinem älteren Bruder Ashok, dessen Frau Rada und dem Diener Mundu. Während die hilflose Beedee eine Last für die Frauen im Haushalt ist, begegnet Ashok der jungen Frau mit Ignoranz. Lediglich Rada kümmert sich um Sita und gibt ihr menschliche Wärme. Die beiden Frauen freunden sich an. Sita bringt mit ihrer Lebenslust und ihrem mitunter noch kindlichen Gemüt Freude in Radas Leben. Die beiden leisten sich eine leise Kritik an der strengen patriarchalen Gesellschaft und harmlose Vergnügungen. Sita bemüht sich, sich in die fremde Familie und die Rolle, die man ihr zugedacht hat, einzupassen, ohne dabei ihre Selbstachtung zu verlieren.
Es dauert…
Radha lebt seit 16 Jahren in einer arrangierten Ehe ohne Liebe, die den Ehen von Millionen anderer indischer Frauen gleicht – bis zu dem Tag, an dem ihre junge Schwägerin Sita in die Familie eintritt. Sita stellt die überkommenen Traditionen in Frage und zwischen den beiden vernachlässigten Frauen entwickelt sich eine zärtliche Liebe, die stärker ist als alle Konventionen. Fire erzählt in betörend schönen Bildern voller Poesie von schwelenden Sehnsüchten, aufflammenden Gefühlen, tradierten Geschlechterrollen und den Fesseln von Kultur und Konvention. Anhand einer Großfamilie entfaltet sich der Konflikt zwischen Tradition und Moderne, Individuum und Gesellschaft, östlicher und westlicher Kultur, Wunsch und Wirklichkeit und den daraus erwachsenen Problemen einer sich im Wandel befindlichen indischen Gesellschaft.
Handlung
Sita kommt aus einer traditionellen indischen Familie. Sie heiratet Jatim in einer arrangierten Ehe – ohne ihren Ehemann zu kennen – und kommt so in das Haus von Jatims Familie. Weit entfernt von zu Hause lebt sie fortan unter Fremden und arbeitet in dem Imbiß, den Jatims Familie betreibt. Jatim selbst hat eine Geliebte und verdient sein Geld mit einem schmuddeligen Video-Verleih.
Jatims Familie besteht aus seiner alten bettlägerigen Mutter Beedee, seinem älteren Bruder Ashok, dessen Frau Rada und dem Diener Mundu. Während die hilflose Beedee eine Last für die Frauen im Haushalt ist, begegnet Ashok der jungen Frau mit Ignoranz. Lediglich Rada kümmert sich um Sita und gibt ihr menschliche Wärme. Die beiden Frauen freunden sich an. Sita bringt mit ihrer Lebenslust und ihrem mitunter noch kindlichen Gemüt Freude in Radas Leben. Die beiden leisten sich eine leise Kritik an der strengen patriarchalen Gesellschaft und harmlose Vergnügungen. Sita bemüht sich, sich in die fremde Familie und die Rolle, die man ihr zugedacht hat, einzupassen, ohne dabei ihre Selbstachtung zu verlieren.
Es dauert aber nicht lange, bis die Konflikte ganz offen zu Tage treten. Sita kommt nicht mit der Lieblosigkeit ihres Ehemannes zurecht. Sie schenkt Rada ihre ganze Aufmerksamkeit und Zuneigung. Sie sucht Radas Nähe, wo sie nur kann. Sie ahnt nicht, was das in Rada auslöst. Rada und ihr Mann Ashok tauschen schon seit vielen Jahren keinerlei Zärtlichkeiten miteinander aus. Die Ursache dafür ist Radas Unfruchtbarkeit. Ashok nahm seine erzwungene Kinderlosigkeit zum Anlass, sich einem religiösen Führer (Swami) anzuschließen und predigt seither Keuschheit. Rada ist infolgedessen nicht einmal mehr an leichte Berührungen gewöhnt. Sitas herzliche Gesten lösen bei ihr erdrutschartige Gefühle aus.
Aus den anfänglichen freundschaftlichen Gesten der beiden Frauen werden schnell liebevolle Umarmungen und zärtliche Küsse und unmerklich überschreiten die beiden die Grenze zwischen Frauenfreundschaft und Frauenliebe. Sie geben sich einer flammenden Leidenschaft hin, die in starkem Kontrast zur Ordnung der Familie steht. Dabei sind beide glücklich, einander entdecken zu können und den Gefühlen auf den Grund zu gehen, die ihre Ehemänner in ihnen nicht auslösen können oder wollen.
Es kommt aber, wie es kommen muss: Durch einen Hinweis des armseligen Dieners Mundu ertappt Ashok die beiden. Er fordert von seiner Frau, dass sie ihr Handeln bereuen soll. Doch Rada erkennt, dass ihr Mann für Tradition und Pflicht steht, während Sita für das Leben und die Freude steht. Sie entscheidet sich dafür, mit Sita die Familie zu verlassen. Als ihr Sari beim Kochen Feuer fängt, hilft ihr Ashok nicht, sondern schaut stattdessen tatenlos zu. Rada durchlebt die Feuerprobe der indischen Religion, aus der nur hervorgeht, wer reinen Herzens ist. Rada kann das Feuer löschen und entkommt zu Sita, die bereits auf sie wartet.
Weiterführende Informationen
Mehr Filme, in denen eine Arrangierte Ehe vorkommt
Weitere Informationen im InternetQuellen
Cast & Crew
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Deepa Mehta
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Shabana Azmi
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Nandita Das
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Kulbhushan Kharbanda
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Javed Jaffrey
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Ranjit Chowdhry
Regie
Schauspieler
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Deepa Mehta
- Genre
- Liebesfilm
- Ort
- Indien
- Handlung
- Arrangierte Ehe, Ehefrau-Ehemann-Beziehung, Lesbe
- Mitmachen
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Kommentare (2) — Film: Fire
Kommentar schreibenannaberlin 2008/04/28 22:50:50
Kommentar löschenDeepa Mehta hat mit ihrer Fire, Eater, Earth-Trilogie drei Filme gedreht, die Filmgeschichte schreiben werden. Denn Mehta ist eine Frau, die sich nicht dem Bollywoodkino verschrieben hat, sondern höchst eigenwillig sozialkritische Themen in den Vordergrund stellt. Jeder ihrer drei Filme wurde von Unmengen von Protesten begleitet - letzlich hat jeder auf seine Art eine Debatte losgetreten, die längst nicht mehr nur von Fundamentalisten geführt wird. Wer das moderne Indien verstehen will, sollte sich die Trilogie anschauen.
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lucie 2008/01/16 15:17:30
Kommentar löschenEin sehr mutiger Film, in traumhaft schönen Bildern erzählt Konfliktsituation, die es in der indischen Geselschaft angeblich nicht gibt, weil es nicht sein darf. Daraus ergeben sich Situationen die aus unserer Sicht einfach nur unvorstellbar sind. Unbedingt ansehen, falls sich noch die Gelegenheit ergibt!
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