Micropolis
La Citadelle assiégée (2006), FR Laufzeit 92 Minuten, FSK 6, Dokumentarfilm, Kinostart 21.02.2008
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von Philippe Calderon,
Was sich nach Hollywood-Fiktion anhört, ist in Wahrheit eine packende, unglaublich aufwändig gedrehte Naturdokumentation. Ein Dokumentarfilm, der neue, bisher unerreichte Maßstäbe setzt. Im Herzen der Afrikanischen Savanne, im Südosten von Burkina Faso, geschützt von ihrem mehrere Meter hohen Turmbau, gehen die Termiten ihrer unermüdlichen Arbeit nach, als urplötzlich das Leben des ganzen Termitenvolkes auf dem Spiel steht. Eine Serie von Katastrophen bricht herein: ein tropischer Regensturms flutet die Kammern und Gänge des filigran verzweigten Bauwerks, – und nur eine kurze Wegstrecke entfernt versammelt sich ein Heer Furcht einflößender, Fleisch fressender Ameisen und bereitet sich auf den Angriff vor. Ein erbarmungsloser Kampf nimmt seinen Lauf. Atemberaubende Bilder führen in die ausgeklügelte Megalopolis der Termiten und ziehen den Zuschauer in den Bann der beeindruckenden kollektiven Intelligenz dieser Überlebenskünstler.
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Cast & Crew
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Philippe Calderon
Regie
Schauspieler
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Philippe Calderon
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Jérôme Dauffy
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Guillaume Vincent
- Genre
- Dokumentarfilm

















Kommentare (2) — Film: Micropolis
Kommentar schreibenMimuschka 2012/01/22 19:07:55
Kommentar löschenDie dokufiction "micropolis" bietet einen faszinierenden einblick in die funktionsweise eines termitenstaats sowie einiger ameisenarten. für insektenfans wie mich also ein must-see. man sollte sich allerdings im klaren sein dass zum zwecke der erzählerischen vereinfachung und verdeutlichung diverse tricks benutzt wurden: die innenaufnahmen sind natürlich nicht in dem bau den man von außen sieht gedreht, sondern teilweise im labor nachgestellt. prinzipiell ist das natürlich egal, da es ja genauso auch aussieht. lehrreich ist es allemal.
der story-anteil hat mich allerdings ab und an gestört, bzw. genervt. da der normale termiten-alltag anscheinend zu langweilig war, wurden bestimmte ereignisse vom produktionsteam künstlich herbeigeführt und dann natürlich entsprechend dramatisch inszeniert. das wirkt in der gezeigten fülle während der kurzen zeit extrem übertrieben (erst schlägt einumstürzender baum ein loch in den bau, dann kommt es zu starken regen und die gänge überfluten, etc pp). dann wird zum zwecke der spannungserhaltung, damit die nicht-naturwissenschaftlerInnen nicht einschlafen und den film weiterempfehlen, von anfang an eine "böse macht" in form der treiberameisen als bedohung aufgebauscht, deren angekündigten "krieg" der dann gegen ende über den bau hereinbricht, man natürlich entgegenfiebert. wobei diese immer näher rückende gefahr schon ziemlich toll gefilmt wird und ein paar horrorartige szenen und ekelszenen enthält die den film evtl auch für freunde z.b. der alien-filme oder body-horror sehenswert machen. wie die horde über eine schlange herfällt hat bei mir jedenfall für etwas verstörung gesorgt. ein tod den ich niemand wünschen würde, haha. und auch der pulsierende riesenleib der termitenkönigin ist ansprechend widerlich ;-)
während der viel zeit in anspruch nehmenden konfrontation mit diversen gefahren, kam es bei mir allerdings zum gegenteiligen effekt, nämlich dass ich mich eher etwas langweilte, da mir die künstlichkeit der "dramatik" bewusst war und ansonsten der informationsgehalt dieser szenen gegen null tendierte. auch führte das unterlegen der ameisenkampfszenen mit schwert-geklimper eher zum stirnrunzeln.
FAZIT: für insektenfreunde aufgrund der sehr coolen aufnahmen recht empfehlenswert, aber irgendwie nichts halbes und nichts ganzes, für eine doku zu informationsarm, für einen spielfilm zu vorhersehbar. falls man wirklich was über insekten lernen will sollte man eher zu david attenboroughs "life in the undergrowth" greifen, sucht man nach starken atmosphärischen insektenbildern ohne nerv-story ist man z.b. mit "microcosmos" besser bedient.
insgesamt würde ich mir wünschen dass der seit einiger zeit vorherrschende trend, tierfilme mit aufgesetzter "story" und dramatik zu präsentieren bald wieder aufhört.
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sikkmeidack 2012/01/22 19:21:42
Antwort löschenWurde anthropomorphisiert?
Mimuschka 2012/01/22 19:24:05
Antwort löschenzum glück nur unmerklich, z.b. wenn unterstellt wird dass sich panik breitmacht, oder ähnliches. insgesamt blieben die akteure aber angenehm insektenhaft.
Dead_Eye_Dodo 2011/03/29 06:55:07
Kommentar löschenSehr interessant, auch wenn es stellenweise schon sehr gestellt aussieht. DeNiros Synchrostimme passt sehr gut zu dieser spannend gedrehten Insektendoku.
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SamRamJam 2011/03/30 00:08:01
Antwort löschenDas mit dem Gestelltaussehen stimmt schon. Es ist aber eben auch ein Hybrid zwischen Spielfilm und Doku. In den Extras geht das Filmteam auch darauf ein dass die Geschichte frei erfunden ist und bisher auch niemand beobachtet hat dass die Sorte Ameisen (weiß jetzt nicht welche Art das war) auf die Termiten losgeht.
Mimuschka 2012/01/22 19:08:27
Antwort löschendas waren treiberameisen ;-)