My Private Idaho - Das Ende der Unschuld

My Own Private Idaho (1991), US
Laufzeit 102 Minuten, FSK 16, Road Movie, Drama, Kinostart 28.11.1991

6.9 Kritiker
10 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.2 Community
616 Bewertungen
10 Kommentare
My Private Idaho - Das Ende der Unschuld - Bild 20103
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von Gus van Sant, mit Keanu Reeves und James Russo

River Phoenix und Keanu Reeves spielen in My Private Idaho zwei Stricher, die auf ihrem ausgesprochen kurvigen Lebensweg Freunde werden und das Abenteuer suchen. Phoenix ist Mike, ein Strichjunge mit krankhaftem Schlafdrang, der in idyllischen Kindheitserinnerungen schwelgt und unbedingt seine Mutter wiederfinden will. Reeves ist der reiche Ausreißer Scott, der einen ganz persönlichen “Kreuzzug” führt, um den Sinn des Lebens zu erforschen – letztlich wartet er auf den Tag, an dem er das Vermögen seines Vaters erbt. Gemeinsam irren sie durch eine bizarre Welt freigiebiger Fremder und befremdlicher Abenteuer. Auf ihrer Odyssee lernen sie einander besser verstehen und finden ihren Platz in der Welt – denn das Leben lehrt sie Erfahrungen, die man nur unterwegs machen kann.

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Cast & Crew


Kommentare (10) — Film: My Private Idaho - Das Ende der Unschuld

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Mr.Film

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Bewertung6.5Ganz gut

̲ ̲̲E̲̲i̲̲n̲̲e̲̲ ̲̲k̲̲l̲̲e̲̲i̲̲n̲̲e̲̲ ̲̲E̲̲x̲̲k̲̲u̲̲r̲̲s̲̲i̲̲o̲̲n̲̲ ̲̲d̲̲u̲̲r̲̲c̲̲h̲̲ ̲̲d̲̲i̲̲e̲̲ ̲̲F̲̲i̲̲l̲̲m̲̲o̲̲g̲̲r̲̲a̲̲p̲̲h̲̲i̲̲e̲̲ ̲̲d̲̲e̲̲s̲̲ ̲̲R̲̲i̲̲v̲̲e̲̲r̲̲ ̲̲P̲̲h̲̲o̲̲e̲̲n̲̲i̲̲x̲̲ ̲̲#̲̲5̲

"My Private Idaho" ist ein Film der genauso gut hätte werden können wie "Mysterious Skin". Jaja, dieses böse Wort "hätte". Denn was im zweitgenannten vorhanden ist, und was eben genau in solch einer Art Film vorhanden sein muss, ist das Stilmittel Drama. Die meisten von euch können sich denken was ich damit andeuten will, genau das fehlt hier. Die Charaktere werden von starken Persönlichkeiten verkörpert, deswegen merkt man auch das wenigstens diese etwas Drama reinbringen wollen, doch die Machart des Filmes lässt es einfach nicht zu das sie sich vollkommen in diese Richtung entfalten können. Man erkennt auch oft humoreske Züge, ab und zu ist Komik hier auch total angebracht, aber nicht so oft wie gezeigt wird, damit rutscht man dann ins lächerliche.
Etwas Melancholie schimmert auch durch, hört man leise im Hintergrund als Unterton wenn man so will, das rettet "My Private Idaho" enorm. Was den Film noch mehr rettet sind die Protagonisten, bestehend aus Keanu Reeves und River Phoenix, beide sind Straßenstricher, beide verfolgen einen Traum. Die Leistungen der beiden sind einfach 'wow', alleine wegen den sollte man mal reinschauen, sie formen die Atmosphäre desöfteren zu einem beklemmenden Ball der Erdrückung, dabei nehmen Reeves und Phoenix sich nicht viel, auch wenn natürlich meine Sympathien aus mir sprechen wenn ich sage "Scheiße, dafür hätte er sogar einen Oscar verdient!". Unverdient wäre es jedenfalls nicht gewesen.

15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

J!GS4W

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Hab den genauso bewertet. Etwas sehr zäh ist er schon, ja.


Mr.Film

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Vollkommen zu recht, vor allem ist die Synchro sowas von beleidigend.


Prechtl

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Bewertung5.0Geht so

Ich hätte gedacht, dass ein Film mit Keanu Reeves und River Phoenix nur gut sein könnte. Aber ich wurde eines besseren belehrt. Mir kam es so vor, als ob der Film überhaupt keinem roten Faden folgen würde, sondern dass der Film aus einer Aufeinanderfolge von zusammengewürfelten Szenen besteht.

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sikkmeidack

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Melodramatische "Stoik". Man könnte weinen, tut es aber nicht. Schwerwiegend emotionale Verdrillungen, Ausverkauf der Seele, seltsam-alptraumgleiche Retros und Einblicke in eine Krankheit, die einem kaum begegnet. (ich benutze Narkolepsie bei blind-dates nach Vorwarnung an das date und, wenn´s nicht so läuft – spätestens beim Speichelausfluss ist dann Feierabend.) Eine Freundschaft mit einer unfinished sympathy, die zwischen Liebe, Fürsorge und Treue in sehr abseitigen Bereichen erzählt und damit eine Atmo generiert, die wenig allgemeingültige Wertigkeiten abruft.

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annaberlin

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Bewertung10.0Herausragend

Ich liebe diesen Film. My Own Private Idaho war mein erster Gus van Sant, er bleibt auf ewig der beste. Ich werde ihn mir immer wieder in meinem Leben anschauen und ihn immer weiter lieben, für seine traurige Düsterkeit und seine unverschuldete Verewigung eines Jugendstars, der zu schnell verglühte. My Own Private Idaho bedeutete damals für mich den Einstieg in das unkommerzielle US-Indie-Kino und ist heute nach wie vor der Dreh- und Angelpunkt dessen. Ein Meisterwerk, das seinesgleichen sucht.

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Sigrun

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Bewertung9.0Herausragend

Im Grunde, am Ende und überhaupt: Mein liebster Film der beginnenden 90er Jahre des 20. Jahrhunderts (= im Endeffekt aber der kongenialste 90er-Film - neben TOTAL RECALL): So "camp", so langsam und so dermaßen zeitbezogen war kein Film davor und (evtl.) danach. Man kann das heute vielleicht nicht mehr nachvollziehen, aber der Film hat seinerzeit (und für mich) sehr viel geleistet. Btw.: Der erste Film, bei dem ich die dargestellte Dysfunktion "Narkolepsie" im Lexikon nachschauen musste.

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J!GS4W

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Bewertung6.5Ganz gut

Gus Van Sants Erklärung für den Einstieg in das im Film präsentierte Milieu, ist die allseits beliebte Verlinkung auf die Probleme innerhalb der Familie. "My own private Idaho" ist kein schlechter Film, jedoch wirkt er etwas farblos und trägt an manchen Stellen etwas dick auf. River Phoenix und Keanu Reeves steuern ihren Teil zu der ruhigen und fast zu wenig beklemmenden Atmosphäre hinzu, schaffen es aber nicht wirklich denkwürdige Momente zu schaffen. Alles in allem ist der Film zwar nett anzusehen und liefert auch einige Hinweise auf das Leben der "Straßenstricher", hat aber einen etwas faden Beigeschmack a la Ich-erzähle-und-erzähle-ohne-dass-etwas-passiert.

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phoenix409

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Bewertung4.0Uninteressant

River Phoenix weiß zu überzeugen, der Film nicht.
Wie so oft konzipiert Gus Van Sant seine Geschichte völlig am Zuschauer vorbei, zeichnet seine Charaktere in Fragmenten und beweist Mut zur Lücke, was die Plotstränge angeht. Handwerklich gibt es überhaupt nichts zu meckern und auch die Darsteller machen ihren Job, aber trotzdem werd ich das Gefühl nicht los, Van Sant hätte versucht einem Drama aus dem Weg zu gehen, indem er die Dramatisierung weglässt. Was ein großer Queer-Film hätte werden können, ist leider ein verunsichertes Werk, indem Darsteller durch fremde Szenerien laufen, nach Gusto im urbanen Untergrund herumlungern, für Geld mit Männern schlafen, dann und wann mal nach den eigentlichen Eltern suchen und ein junger River Phoenix, der alle paar Minuten in Narkolepsie zusammenbricht. Ich glaub ich weiß warum er so müde war.

6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mawazh

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein exzellenter Film, der den Zuschauer mit auf einen Trip nimmt. Erwähnenswert ist die sehr gute Leistung von River Phoenix, der leider viel zu früh verstorben ist.

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PrettyPenny

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Exzellenter Film mit melancholischem Unterton.

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Iwan Goratschin

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Bewertung5.5Geht so

Der Film hat gewiss Qualitäten - nur nicht für meinen Filmgeschmack.
Im Kino wäre ich fast vor langer Weile eingeschlafen.
Dann habe ich den Film doch verfolgt bis der Vorhang fiel - aber eigentlich nur wg. der genialen Abspannmusik.

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