Psycho

Psycho (1998), US
Laufzeit 109 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Kinostart 07.01.1999

4.2 Kritiker
19 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.5 Community
1288 Bewertungen
33 Kommentare
Psycho - Bild 6019832
  • DVD
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Gus van Sant, mit Vince Vaughn und Anne Heche

In diesem Remake des Klassikers von Alfred Hitchcock hat sich, im Vergleich mit dem Original, an der Handlung so gut wie nichts geändert. Was neu ist: der Film ist in Farbe, und die Schauspieler sind Andere. Logisch eigentlich, immerhin wurde das Original im Jahr 1960 gedreht, und die Schauspieler von damals würden, sofern sie noch am Leben sind, wohl kaum noch in ihre Rollen passen …

  • 37795279001_1042687536001_7298-thumb-square
  • Psycho - Bild 7299
  • Psycho - Bild 7300
  • Psycho - Bild 7301
  • Psycho - Bild 7302

Mehr Bilder und Videos zu Psycho


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Psycho

Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Gus van Sants umstrittener Feldversuch: Mitten hinein in das sich gerade an Ironie und Metaebenen abarbeitende Genrekino der End-90er nun also die Duplikation des Slasher-Urgesteins aus dem Hause Hitchcock. Dass PSYCHO '98 sich in der allgemeinen Rezeption nie vom großen Vorbild lösen konnte, und am daraus resultierenden Vergleich schlussendlich zerbrechen musste, mag vorhersehbar gewesen sein, und doch sollte man van Sant für seine persönliche Verbeugung vor dem brillanten Engländer dankbar sein: Umgeben von den großen und kleinen Paraphrasen des Hitchcock-Œuvres, von den modernen Versuchen, einer sich in ewigen Verweisketten und ambitionslosen Zitatspielen auf die jeweiligen Originale beziehenden Remake-Industrie, ist sein Ansatz der kompromisslosen Nachstellung des bekannten Stoffes nicht nur ein überraschend ehrliches Leinwand-Novum, sondern atmet in seiner gesamten Detailversessenheit schon fast wieder etwas von Hitchs Pedanterie.

Schlussendlich -auch dies sollte gerechterweise bei allem allgemeinen Argwohn nicht vergessen werden- funktioniert van Sants PSYCHO aber eben nicht nur als filmische Versuchsanordnung, sondern für sich alleine betrachtet tatsächlich auch als veritabler Thriller, der dem Original weitaus weniger Schaden zufügt, als es in den bislang drei Sequels des Bates-Franchise sowieso schon geschehen ist. Ein gemeinhin falsch verstandener, und sowohl in seiner Intention als auch Konsequenz auch durchaus faszinierender Film, der bewusst nahe legt: Manchmal geht es einfach nicht mehr besser.

19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

patcharisma

Antwort löschen

Die Provokation sitzt aber... ;-)


SamRamJam

Antwort löschen

Œuvre, da ist es wieder nach langer Abstinenz^^



Kommentare (32) — Film: Psycho

Kommentar schreiben
Sortierung

agynessa

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Der Typ der seine eigene Mutter spielt hat ein schönes Ding an der Klatsche. Fand ihn ganz unterhaltsam.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten

agynessa

Antwort löschen

Ok da stand ich wohl auf der Leitung....


Chrisetoph

Antwort löschen

Getan hat sich trotzdem noch nichts...


Isolation

Kommentar löschen
Bewertung0.5Schmerzhaft

Für alle, die schwarz-weiß hassen und sich deswegen Alfred Hitchcocks grandioses Werk nie angeschaut haben, hat Regisseur Gus van Sant eine Lösung parat. Er drehte „Psycho“ noch einmal, in Farbe, mit Vince Vaughn als Norman Bates und hat den Thriller damit modernisiert, wollte aber merklich den Charme des alten Werks beibehalten. Ob das was wird?
Nein. Aber etwas hat der Regisseur auf jeden Fall geschafft. Van Sant hat Alfred Hitchcock mit dem Film aufs Grab gekackt, er hat es beschmutzt, denn „Psycho“ mag zwar nun in Farbe sein, es ist aber auch eines: einwandfreie Scheiße, die so brennt und stinkt wie nach dem Besuch beim indischen Büdchen von nebenan.

15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten

hoffman587

Antwort löschen

Stimmt schon, auch wenn Gus ja einen etwas fragwürdigen, aber durchaus noblen Grundgedanken hatte: Der damaligen Jugend die Klassiker näherzubringen, doch sind Remakes da die falschen Mittel.


Jack_Torrance

Antwort löschen

Am besten gelang es Tarantino mit "Pulp Fiction", in dem er diverse Klassiker zitierte, aber immer noch seinen eigenen Stil beibehielt.


Xebeche

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

Was sich noch Jahrzehnte später bewährt, bedarf keiner Neuauflage. Einen Hitchcock neu zu verfilmen mag für ambitionierte Regisseure reizvoll sein, scheint aber von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Auch wenn sich ein sehr talentierter Filmemacher wie Gus van Sant, der mehrmals bewiesen hat, dass er wirklich kann, an ein solches Thema heranwagt. Das sind die enttäuschenden Erkenntnisse, die am Ende bleiben. Die sehr düstere Atmosphäre des Originals vermag der Film höchstselten zu erreichen und Vince Vaughn, dem die Präsenz Anthony Perkins fehlt, ist in der Psychopatenrolle schlichtweg falsch besetzt. Selbst William H. Macy, der eigentlich in allen seinen Rollen sehr zu schätzen ist, wirkt hier alles andere als überzeugend. Ein Remake, das in seiner "Fast 1:1 Kopie" nicht nur überflüssig, sondern leider auch schwach ist.

6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Isolation

Antwort löschen

Jep, wahre Worte.


Shyamalan

Kommentar löschen
Bewertung0.5Schmerzhaft

So genial, so spannend und so schlicht ist das Original von Meisterregisseur Alfred Hitchcock von 1960, im Gegensatz zu dieses extrem schwachsinniges, kaum zu ertragendes Werk von Gus Van Sant, in dem es vor Unlogik und Willkür nur so wimmelt!
Möchtegern-Norman Bates Vince Vaughn sieht mehr bekloppter aus als ein psychopatischer Killer!
Während das Original auch beim 10ten mal für Gänsehaut sorgt, lässt dieses Müllwerk, aufgrund des sehr schlechten Leistungs, ungewolltes Lächeln aufkommen.
Was sich der Gus Van Sant dabei gedacht hat, den absoluten Meisterwerk von Meisterregisseur Alfred Hitchcock zu remaken?

7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

hoffman587

Antwort löschen

Er wollte Klassiker, der damaligen Jugend nahe bringen so weit ich weiß, dass ging aber wie gesagt ordentlich schief, dabei wollte Van Sant ja eigentlich damit nur würdigen, so komisch das jetzt klingt....


Shyamalan

Antwort löschen

Ja, das klingt wirklich sehr komisch :-)


Mrs.Yellow

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Der Film kann natürlich nicht mit dem Original PSYCHO mithalten, aber ist trotzdem ganz OK, wenn man ihn ohne Gedanken an das Original schaut und jede Genialität Hitchcocks ausblendet. Schauspielerisch sind sich die beiden Filme recht ähnlich. Der einzige weltenvgroße Qualitätsunterschied besteht zwischen Vince Vaughn (der Norman spielt) und Anthony Perkins (der Norman ist). Während Perkins scheinbar aus dem Fernseher heraus kommt und einem mit seiner schaurigen Art unangenehm nah kommt, ist Vaughn nur hinter der Glasscheibe. Bei der Handlung und den Schnitten/Szenen sind auch nur minimal Unterschiede zu erkennen. Eigentlich ist Psycho (98) eine ziemliche 1 zu 1 Kopie zu Psycho (60). Trotzdem ist Psycho (60) schlicht und einfach besser. Spannender. Gruseliger. Nervenaufreibender. Überzeugender. Besser. Das tolle Drehbuch hätte nur einmal verfilmt werden sollen. Und zwar 1960, vom Thrillmeister höchstpersönlich. In Schwarz-weiß und Oldstyle. So (1960) war Psycho grandios. So (1998)...NICHT!

6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Filmkenner77

Antwort löschen

Die fehlende Farbe ist zweifellos ein wichtiger Aspekt. Dadurch wirkt alles bedrohlicher. Ich kenne keinen Grund, warum man sich das Remake anschauen sollte. Einen Film 1:1 nachzudrehen, gibt doch keinen Sinn. Dann schaue ich mir lieber das Original zum zehnten Male an.


Mrs.Yellow

Antwort löschen

Der echte Psycho ist (in beiden Hinsichten) der bessere Film Noir. Es ist aber interresant zu sehen, wie man so einen Klassiker 1:1 und in Farbe nachdrehen kann und er trotzdem schlechter wird...


Sigrun

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Dieser Film ist keine durchgehende 1:1 Kopie. Viele Einstellungen sind tatsächlich exakt (in Farbe) kopiert, anderes ist maximal ähnlich, oft sind Sequenzen verkürzt und die Schauspieler sind nicht überzeugend. Wäre der Film eine exakte Kopie, fände ich ihn postmodern "gut". So halbgar wie er jetzt daherkommt, kann man ihn lediglich als inszenatorische Fingerübung betrachten, die schlicht mittelmäßig ist. Übrigens mehr schlicht als mittelmäßig. Schade, da hat Gus van Sant wohl der Mut gefehlt.

9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten

Joe Gillis

Antwort löschen

Gefallen ist zu viel gesagt. Ich fand ihn interessant. Es war, glaube ich, im Fall von Van Sant auch keine Herablassung im Spiel, er wollte wohl eher eine tiefe Verbeugung machen.


Andy Dufresne

Antwort löschen

Im besten Fall ist er auch einfach nur ein alter Hitchcock-Verehrer wie wir und es war einfach wie Du sagst eine Remineszenz....
Dann wär es immer noch unnötig aber eben keine Majestätsbeleidigung mehr...:)


alanger

Kommentar löschen
vorgemerkt

gut, will den jetzt auch sehen.

6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

ElMagico

Antwort löschen

Probieren geht über studieren...


Schlegel

Antwort löschen

Versuch macht kluch.


Henry Spencer

Kommentar löschen
Bewertung1.5Ärgerlich

"Fans dieses Films gefiel auch `Show Girls`und `Super Mario Bros`" Hihihi...

7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

JackoXL

Kommentar löschen
Bewertung1.0Ärgerlich

Warnung!!!
Jeder, der das Original nicht kennt, bloß nicht anschauen. Ihr beraubt euch eines Klassikers. Das Original wird 1:1 (diesmal wirklich 1:1) kopiert, kann das schlechter sein? Und wie, bis heute weiß ich nicht, was Gus Van Sants Motivation zu dieser Beleidigung für jeden Filmfan war. Wieso kopiere ich eine Film bis in die kleinste Kameraeinstellung, den so wie so jeder kennt und von jedem geliebt wird? Das kann doch nur schief gehen. Vor allem, wenn man Vince Vaughn zumutet, mal eben Anthony Perkins in seiner größten Rolle zu imitieren. Vince Vaughn, der wirkt sogar in Komödien oft fehlbesetzt! Das hier ist eine der größten, ja sogar unverschämtesten Fehlbesetzungen der Filmgeschichte, als würde man "Der Pate" mit Rob Schneider als Don Corleone drehen. An ihm allein liegt es aber nicht, das Ganze wirkt so überflüssig, ein einziges Argument dafür, Remakes im allgemeinen zu verbieten, wenn nicht sogar unter Strafe zu stellen. Es gibt gute Remakes, dass wirkt wie vom Wochenmarkt in Hongkong von Waisenkindern zusammengenäht. Eine Totgeburt, von der man unmöglich mehr erwarten konnte (1 Punkt für Leute, die sich das Original nie anschauen werden).

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

stuforcedyou

Kommentar löschen
Bewertung1.0Ärgerlich

Gus Van Sant meinte zu seinem Remake des Klassikers, es und das Original wären letztlich nur Filme. Ich erwidere und sage er hat recht, aber das Original ist nun mal "Psycho".

14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

philopee

Antwort löschen

Ich hab es nicht gesehen aber ich kann mir vorstellen dass die Tatsache dass das Remake ein Farbfilm ist die ganze Spannung nimmt.


LokisSon

Antwort löschen

Man sollte ihn mit Filmkopien steinigen für diese Blasphemie!


mikkean

Kommentar löschen
Bewertung2.5Ärgerlich

Schlechte Remakes sind schon ärgerlich, dreiste Namens-Verschandelung noch schlimmer - aber Gus van Zant gelang mit seiner "Psycho"-Neuauflage die Schaffung eines ganz neuen Typus: dem Eins-zu-Eins-Schwachsinn. Ehrerbietung nannten es der Regisseur und das Produzenten-Team, eine ziemliche Beleidigung die Zuschauer, deren Film-Verstand vor 1980 reicht. Die Frage stellt sich selbst über zehn Jahre nach Erscheinen: Wer sollte sich nur dafür interessieren den selben Film mit neuen Gesichtern und in Farbe nachgestellt zu bekommen? Selbst die dämlichsten Horror-Remakes der vergangenen Jahre weisen wenigstens einen Hauch Mikro-Intelligenz auf, wenn sie etwas variieren oder umdichten. Eine Kopie von meisterhaft arrangierten Bildern mutet da eher wie Unterhaltung auf Abschluss-Film-Niveau an. Für die große Leinwand und breites Publikum ist das eher eine langweilige Veranstaltung. Denn van Zant versucht bewusst, die modernen Seh-Gewohnheiten mit alter Technik umzuerziehen, aber dafür kann man sich auch das grandiose Schwarz-Weiß-Original geben. Das ist nunmal ein unerreichter Monolith des Spannungs-Kinos, an dem jeglicher Versuch der Neu-Verwertung als blasphemischer Akt zerschellt. Außerdem ist Anne Heche wirklich kein gutes Janet Leigh-Double und Vince Vaughn kein würdiges Anthony Perkins-Surrogat. Vielleicht hätte diese Fassung Alfred Hitchcock ein bisschen amüsiert, jeden Film-Liebhaber dürfte es dagegen beleidigen. Ächz.

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

mikkean

Antwort löschen

Finde ich auch, ein bisschen mehr Eigenständigkeit hätte dem Projekt gut getan. Wirklich schade :(


FordFairlane

Antwort löschen

sehr langweiliges remake


Hendrik

Kommentar löschen
Bewertung0.5Schmerzhaft

0,5 Punkte für Bernard Herrmanns Original-Score, aber ansonsten gibt es hier wenig Positives zu entdecken - höchstens die Erkenntnis, das gute Filme mehr sind als nur die Summe ihrer Teile.

9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

DerFilmeKenner

Kommentar löschen
Bewertung0.5Schmerzhaft

Eine Frechheit! Schon seit sehr vielen Jahren drehen Filmemacher einfach einen Film, den es schon gegeben hat, wenn ihnen nichts Neues einfällt. In fast allen Fällen ist das sogenannte "Remake" schlechter als das Original. Doch kein Remake, aber auch wirklich kein Remake, hat es bisher gewagt, den Originalfilm einfach nur zu übernehmen/nichts daran zu verändern. Wie kann man nur so einfalls- und respektlos sein! Dieser Film ist das schlechteste Remake, dass ich je gesehen habe; und das auch noch von dem besten Film, von dem es jemals ein Remake gab.

Unterschiede zum Original:
- Statt 40.000 sind es jetzt 400.000 (Nachvollziehbar, da Inflation).
- Ab und zu sieht man ein paar Tiere aus der Sicht eines Autofahrers.
- Der Film ist farbig.

das war es bereits.

Eigentlich könnte man jetzt erwarten, dass Van Sants Version mindestens genauso gut sein müsste wie Hitchcocks, immerhin gibt es ja fast keine Unterschiede. Falsch gedacht! Die Schauspieler sind schlechter und unglaubwürdiger, es kommt viel weniger Spannung auf und die ganze Atmosphäre des Originals scheint sich hier in Luft aufgelöst zu haben. Das ist schon eine Meisterleistung, etwas zu kopieren und es dabei zu verschlechtern.

Wenn im Abspann nicht Hitchcocks Name aufgetaucht wäre, hätte ich Psycho (1998) gnadenlos 0.0 Punkte gegeben. Wenn man wirklich so getan hätte, als wäre der ganze Film auch noch ein eigener Einfall, hätten die Mitwirkenden zumindest eine leichte Körperverletzung verdient.

Übrigens: Auf dieser Seite sieht man 7 Kommentare hintereinander von Usern, die dem Film alle 0.0 mit der gleichen Begründung geben. Wollte ich nur mal erwähnt haben.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Filmkenner77

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Habe selten so ein einfallsloses Remake gesehen. Im Prinzip entspricht jede einzelne Szene dem Original. Die einzigen Unterschiede sind andere Schauspieler und das dieser Film hier in Farbe gedreht wurde. Eine Neuverfilmung des Klassikers, die absolut überflüssig ist. Dann doch lieber zum zehnten Mal das Original anschauen.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

El_Chupa

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Gus Van Sants PSYCHO ist durch und durch sinnlos, ja. Aber als Film für sich allein funktioniert das Ganze trotzdem irgendwie. Der Regisseur wusste sicher, worauf er sich hier einliess, doch dass er das Angebot von Universal annahm, zeigt wohl, dass er durchaus ein Pragmatiker ist. Denn mit Geld von solchen oder besseren Grossproduktionen (GOOD WILL HUNTING, FINDING FORRESTER, MILK) finanziert er sein Flair für kleinere Filme wie PARANOID PARK oder ELEPHANT.
Item, Van Sants PSYCHO ist eine mehr oder weniger gelungene Hommage an Alfred Hitchcock, deren Schwäche in der Existenz des genialen Originals liegt. Dieses ist ein unantastbares Meisterwerk der Filmgeschichte, das man eigentlich nicht ein zweites Mal filmen soll (vergleichbar mit GONE WITH THE WIND, CASABLANCA, CITIZEN KANE etc.). Aber angesichts der Sequels, die dem Original folgten, war ein solches Projekt fast unumgänglich - allein vom Prestige der Franchise aus gesehen.
Die Idee, ein Quasi-Shot-by-Shot-Remake zu machen, wird Meister Hitch wohl noch am ehesten gerecht. Und in diesem Sinne ist der Film keineswegs schlecht. Doch natürlich gibt es auch filmisch ein paar Dinge anzukreiden, die nichts mit der Vorlage zu tun haben. Julianne Moore ist beispielsweise kein guter Cast. Und Vince Vaughn macht zwar einen guten Job als Norman Bates, doch sein Bates ist ein etwas weniger liebenswerter Einsiedler als derjenige von Anthony Perkins. Dies zeigt sich, wenn Vaughn die Linie "I must have one of those faces you can't help believing" sagt/zitiert. Perkins habe ich das abgekauft, Vaughn weniger. Aber das soll seine solide Leistung nicht schmälern.
Fazit: Sinnlos? Ja. Schlecht? Nein.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Joe Gillis

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Borges erfand Pierre Menard, der den »Don Quijote« Wort für Wort neu erzählen wollte. Gus Van Sant treibt es nicht ganz so pathologisch – er gestattet sich bei seiner Reprise die eine oder andere Abweichung vom Original. Auch wenn nicht klar wird, zu welchem Ende er sein Spiel betreibt, ermöglicht Van Sants absonderliches Experiment immerhin den unverbrauchten Blick auf etwas durch und durch Bekanntes, und es ist schön zu sehen, daß »Psycho« – wie ein Beatles-Song – auch von einer halbgaren Cover-Version nicht zerstört werden kann. Ein echtes Manko: Ann Heche, nicht weil sie schlecht wäre, sondern weil sie nicht den etwas abgeschabten Star-Nimbus mitbringt, den ihre Rolle verlangt – Michelle Pfeiffer wäre 1998 eine perfekte Marion Crane gewesen. Wie immer eine Augenweide: Christopher Doyles Kameraarbeit.

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

janissl

Antwort löschen

Vielen Dank für den Hinweis, dass Christopher Doyle da Kamera gemacht hat. Dann gibts ja doch nen Grund sich das überflüssigste Remake der Filmgeschichte anzuschauen.


Joe Gillis

Antwort löschen

Och, ich wüßte da ein paar noch unnötigere Wiederaufgüsse...


michzell

Kommentar löschen
Bewertung2.0Ärgerlich

wohl das schlechteste Remake das ich je gesehen habe, und einem Hitchcock Film überhaupt nicht würdig. Besonders Vince Vaughn in der Rolle des Norman Bates *kotz*. Außerdem sollte man doch von einem Remake etwas neues erwarten, aber das ist einfach nur eine Farbige, schlechtere Inszenierung des Originals. Die Duschszene, mit diesem rosa-Blut und immer wieder diese seltsamen Einblendungen von Tieren wirken lächerlich. Das ist ein Film, den man sich auf keinen Fall ansehen sollte. Hitchcock hat sich wohl noch einmal selbst im Grabe herumgedreht.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Jimmie Dean

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Über den Sinn dieses Remakes lässt sich streiten - aber Schlecht ist was Anderes.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Fulsome.

Kommentar löschen
Bewertung0.5Schmerzhaft

Ich habe ein Déjà-vu.
...und warum das Ganze?!

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Lorion42

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Blödsinn, dass der Film hier so schlechte Bewertungen absahnt. Er ist eine 1:1 Kopie des Original Hitchcock Films von 1960 (Szene für Szene - Bild für Bild - sogar der Soundtrack ist identisch). Und wie auch der Klassiker funktioniert auch das Remake heute noch. Ein spannendes und einfallsreiches Meisterwerk, das mit dem gängigen Schema-F aufräumt. Im Gegensatz zum Klassiker ist dieser Film in Farbe und mit stärkeren Schauspielern. Nur Vince Vaughns Interpretation von Norman Bates finde ich etwas zu psycho. Aber eine Fehlbesetzung ist er keinenfalls.

Alles was das Original richtig macht, wird auch im Remake richtig gemacht. Doch auch die Schwächen, wie zwischenzeitige Längen oder die B-Film-artigen Morde, werden ebenfalls 1:1 übernommen. Da dieser Film aber fast 40 Jahre jünger ist, stechen diese Schwächen eiskalt hervor. Hätte Gus van Sant hier wenigstens versucht etwas zu verbessern, wäre er nicht so überflüssig.

Wem dieser Film gefallen hat, der muss sich das Original nicht auch noch ansehen. Und wenn man das Original kennt, muss man diesen Film nicht schauen. Doch wer noch keinen von beiden Filmen gesehen hat, der sollte sich das schwarz/weiße Original angucken.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

patcharisma

Antwort löschen

Ich bewundere Deinen Mut, Lorion, mal eine etwas andere als die gängige Meinung zu vertreten, das finde ich toll! Auch ich bin kein Hard-Die-Fan des Originals. Der Widerspruch ist einfach, dass wenn Du die Morde als zu antiquiert inszeniert anschaust, dass Du sie dann im Remake selbst kritisierst: "Hätte GVS hier versucht, etwas zu verbessern, wäre er nicht so überflüssig", schreibst Du. Also sagst Du ja hiermit selbst, dass es ein Film ist, der 40 Jahre später ja in dem selben Kontext nicht mehr funktionieren kann (?). Mich nervten hier zudem auch sämtliche Darsteller/innen, die eben NICHT eins-zu-eins aus dem Original übernommen werden konnten. Whatcha say to those points?^^


Lorion42

Antwort löschen

Im alten Film funktionieren die Morde besser, da sie nicht aus dem Film herausstechen. Im neuen Film wirkt es eher so als ob man plötzlich in einem ganz anderen Zeitalter gelandet ist. Faszinierenderweise ist dies bei den meisten anderen Szenen nicht der Fall, was entweder bedeutet, dass Hitchcock seiner Zeit voraus war oder dass sich das heutige Kino viel von ihm abgeguckt hat.

Zu den Schauspielern kann man denken was man will. Im Remake grenzt die Schauspielleistung schon etwas ans Overacting. Was mich aber mit Ausnahme von Norman Bates (s.o.) nicht weiter stört.


Kommentar schreiben

Fans dieses Films gefiel auch