Psycho
Psycho (1998), US Laufzeit 109 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Kinostart 07.01.1999
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33 Kommentare
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von Gus van Sant, mit Vince Vaughn und Anne Heche
In diesem Remake des Klassikers von Alfred Hitchcock hat sich, im Vergleich mit dem Original, an der Handlung so gut wie nichts geändert. Was neu ist: der Film ist in Farbe, und die Schauspieler sind Andere. Logisch eigentlich, immerhin wurde das Original im Jahr 1960 gedreht, und die Schauspieler von damals würden, sofern sie noch am Leben sind, wohl kaum noch in ihre Rollen passen …
Cast & Crew
-
Gus van Sant
-
Vince Vaughn
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Norman Bates
-
Anne Heche
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Marion Crane
-
Julianne Moore
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lila Crane
-
Viggo Mortensen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sam Loomis
-
William H. Macy
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Milton Arbogast
-
Robert Forster
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dr. Simon
Regie
Schauspieler
-
Rita Wilson
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Caroline
-
Philip Baker Hall
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sheriff Chambers
-
James Remar
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tankwart
-
James LeGros
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Autohändler
-
Anne Haney
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mrs. Chambers
-
Chad Everett
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tom Cassidy
-
Rance Howard
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mr. Lowery
-
Steven Clark Pachosa
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Polizist
-
O.B. Babbs
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mechaniker
-
Flea
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bob Summerfield
-
Gus van Sant
-
Joseph Stefano
- Genre
- Psychodrama, Psychothriller
- Ort
- Kalifornien
- Handlung
- Blut, Diebstahl, Dusche, Flucht, Gestohlenes Geld, Highway, Leiche, Leichenteile, Mord unter der Dusche, Motel, Mutter-Sohn-Beziehung, Persönlichkeitsstörung
- Stimmung
- Eigenwillig, Spannend, Verstörend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Psycho
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Kritiken (1) — Film: Psycho
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Kommentar löschenGus van Sants umstrittener Feldversuch: Mitten hinein in das sich gerade an Ironie und Metaebenen abarbeitende Genrekino der End-90er nun also die Duplikation des Slasher-Urgesteins aus dem Hause Hitchcock. Dass PSYCHO '98 sich in der allgemeinen Rezeption nie vom großen Vorbild lösen konnte, und am daraus resultierenden Vergleich schlussendlich zerbrechen musste, mag vorhersehbar gewesen sein, und doch sollte man van Sant für seine persönliche Verbeugung vor dem brillanten Engländer dankbar sein: Umgeben von den großen und kleinen Paraphrasen des Hitchcock-Œuvres, von den modernen Versuchen, einer sich in ewigen Verweisketten und ambitionslosen Zitatspielen auf die jeweiligen Originale beziehenden Remake-Industrie, ist sein Ansatz der kompromisslosen Nachstellung des bekannten Stoffes nicht nur ein überraschend ehrliches Leinwand-Novum, sondern atmet in seiner gesamten Detailversessenheit schon fast wieder etwas von Hitchs Pedanterie.
Schlussendlich -auch dies sollte gerechterweise bei allem allgemeinen Argwohn nicht vergessen werden- funktioniert van Sants PSYCHO aber eben nicht nur als filmische Versuchsanordnung, sondern für sich alleine betrachtet tatsächlich auch als veritabler Thriller, der dem Original weitaus weniger Schaden zufügt, als es in den bislang drei Sequels des Bates-Franchise sowieso schon geschehen ist. Ein gemeinhin falsch verstandener, und sowohl in seiner Intention als auch Konsequenz auch durchaus faszinierender Film, der bewusst nahe legt: Manchmal geht es einfach nicht mehr besser.
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alviesinger 2011/07/24 21:17:34
Antwort löschenÜberflüssig bleibt überflüssig.
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patcharisma 2011/07/24 22:08:25
Antwort löschenDie Provokation sitzt aber... ;-)
SamRamJam 2011/07/24 22:52:11
Antwort löschenŒuvre, da ist es wieder nach langer Abstinenz^^
Kommentare (32) — Film: Psycho
Kommentar schreibenagynessa 2011/07/28 23:57:25
Kommentar löschenDer Typ der seine eigene Mutter spielt hat ein schönes Ding an der Klatsche. Fand ihn ganz unterhaltsam.
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hoffman587 2011/07/29 00:02:00
Antwort löschenSchön, dass du jetzt etwas länger schreibst, aber trotzdem SPOILER WARNUNG, das VERSAUT SONST GLEICH 2 FILME!:)
Madsen-Freundin 2011/07/29 00:10:16
Antwort löschenKann man auch eine Antwort auf nen Kommentar als "gefällt mir" bewerten? :)
hoffman587 2011/07/29 00:17:28
Antwort löschen@Madsen-Freundin: Leider nicht, muss man bisher noch runterschreiben^^
agynessa 2011/07/29 00:24:04
Antwort löschenSpoiler Warnung? Was? Was soll´n das sein?
hoffman587 2011/07/29 00:28:36
Antwort löschenWarnungen vor irgendwelchen WICHTIGEN Inhalten in Filmen, wie der inale Endtwist:)
hoffman587 2011/07/29 00:28:50
Antwort löschen*finale
agynessa 2011/07/29 00:54:35
Antwort löschenAchso Du meinst kein Filmausgang mitreinschreiben. Oki Doki!
hoffman587 2011/07/29 01:01:27
Antwort löschenGenau oder davor warnen...
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agynessa 2011/07/29 19:51:46
Antwort löschenOk da stand ich wohl auf der Leitung....
Chrisetoph 2011/09/03 22:52:16
Antwort löschenGetan hat sich trotzdem noch nichts...
Isolation 2011/07/25 19:49:39
Kommentar löschenFür alle, die schwarz-weiß hassen und sich deswegen Alfred Hitchcocks grandioses Werk nie angeschaut haben, hat Regisseur Gus van Sant eine Lösung parat. Er drehte „Psycho“ noch einmal, in Farbe, mit Vince Vaughn als Norman Bates und hat den Thriller damit modernisiert, wollte aber merklich den Charme des alten Werks beibehalten. Ob das was wird?
Nein. Aber etwas hat der Regisseur auf jeden Fall geschafft. Van Sant hat Alfred Hitchcock mit dem Film aufs Grab gekackt, er hat es beschmutzt, denn „Psycho“ mag zwar nun in Farbe sein, es ist aber auch eines: einwandfreie Scheiße, die so brennt und stinkt wie nach dem Besuch beim indischen Büdchen von nebenan.
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hoffman587 2011/07/25 19:56:37
Antwort löschenGussy hats ja nur Gut gemeint, immerhin der Gedanke war nobel, die Umsetzung doof:)
Isolation 2011/07/25 20:16:16
Antwort löschenNein, finde den Gedanken schon scheiße. Was soll das? Lass "Psycho" doch "Psycho" bleiben und mach nicht so einen Käse daraus.
hoffman587 2011/07/25 20:18:30
Antwort löschenSag das Gussy nicht mir, er wollte der damaligen Jugend eben die Klassiker näherbringen, eher eine Verbeugung vor Hitch sollte das sein, tja, ging das aber ordentlich schief:)
Isolation 2011/07/25 20:22:41
Antwort löschenDie Verbeugung vor Hitch ist 'ne gute Sache, aber die Jugend kann auch ruhig das Original sehen. Find's schade, wenn die Filme immer wegen schwarz-weiß oder dem entsprechenden Alter gemieden werden. :-/
hoffman587 2011/07/25 20:26:55
Antwort löschenWie gesagt, der Gus hats falsch gemacht:/
Jack_Torrance 2011/08/26 21:54:11
Antwort löschenGibt's da wirklich keinen Unterschied zum Original bis auf Farbe und Darsteller ? Ich habe gehört Vince Vaughn als Norman Bates habe sich bei der Duschszene eine runtergeholt. Ganz schlimm !
hoffman587 2011/08/27 02:24:43
Antwort löschenJep, stimmt Jack, widerlich, kurz vor der Szene und da schaut er durch ein Schlüsselloch, der Gipfel der Geschmackslosigkeit mMn...
Jack_Torrance 2011/08/27 13:37:37
Antwort löschenWenn das ein No-Name-Ich-Will-Berühmt-Werden-Regisseur gemacht hätte, hätte ich darüber höchstens ablehnend geschmunzelt. Aber der Regisseur Gus Van Sant hat ein Jahr zuvor Good Will Hunting hergezaubert. Traurig !
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hoffman587 2011/08/28 02:34:17
Antwort löschenStimmt schon, auch wenn Gus ja einen etwas fragwürdigen, aber durchaus noblen Grundgedanken hatte: Der damaligen Jugend die Klassiker näherzubringen, doch sind Remakes da die falschen Mittel.
Jack_Torrance 2011/08/28 12:00:33
Antwort löschenAm besten gelang es Tarantino mit "Pulp Fiction", in dem er diverse Klassiker zitierte, aber immer noch seinen eigenen Stil beibehielt.
Xebeche 2011/07/24 12:18:22
Kommentar löschenWas sich noch Jahrzehnte später bewährt, bedarf keiner Neuauflage. Einen Hitchcock neu zu verfilmen mag für ambitionierte Regisseure reizvoll sein, scheint aber von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Auch wenn sich ein sehr talentierter Filmemacher wie Gus van Sant, der mehrmals bewiesen hat, dass er wirklich kann, an ein solches Thema heranwagt. Das sind die enttäuschenden Erkenntnisse, die am Ende bleiben. Die sehr düstere Atmosphäre des Originals vermag der Film höchstselten zu erreichen und Vince Vaughn, dem die Präsenz Anthony Perkins fehlt, ist in der Psychopatenrolle schlichtweg falsch besetzt. Selbst William H. Macy, der eigentlich in allen seinen Rollen sehr zu schätzen ist, wirkt hier alles andere als überzeugend. Ein Remake, das in seiner "Fast 1:1 Kopie" nicht nur überflüssig, sondern leider auch schwach ist.
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Isolation 2011/08/01 16:33:29
Antwort löschenJep, wahre Worte.
Shyamalan 2011/07/24 11:03:40
Kommentar löschenSo genial, so spannend und so schlicht ist das Original von Meisterregisseur Alfred Hitchcock von 1960, im Gegensatz zu dieses extrem schwachsinniges, kaum zu ertragendes Werk von Gus Van Sant, in dem es vor Unlogik und Willkür nur so wimmelt!
Möchtegern-Norman Bates Vince Vaughn sieht mehr bekloppter aus als ein psychopatischer Killer!
Während das Original auch beim 10ten mal für Gänsehaut sorgt, lässt dieses Müllwerk, aufgrund des sehr schlechten Leistungs, ungewolltes Lächeln aufkommen.
Was sich der Gus Van Sant dabei gedacht hat, den absoluten Meisterwerk von Meisterregisseur Alfred Hitchcock zu remaken?
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hoffman587 2011/07/24 11:08:56
Antwort löschenEr wollte Klassiker, der damaligen Jugend nahe bringen so weit ich weiß, dass ging aber wie gesagt ordentlich schief, dabei wollte Van Sant ja eigentlich damit nur würdigen, so komisch das jetzt klingt....
Shyamalan 2011/07/24 16:11:48
Antwort löschenJa, das klingt wirklich sehr komisch :-)
Mrs.Yellow 2011/07/24 03:43:07
Kommentar löschenDer Film kann natürlich nicht mit dem Original PSYCHO mithalten, aber ist trotzdem ganz OK, wenn man ihn ohne Gedanken an das Original schaut und jede Genialität Hitchcocks ausblendet. Schauspielerisch sind sich die beiden Filme recht ähnlich. Der einzige weltenvgroße Qualitätsunterschied besteht zwischen Vince Vaughn (der Norman spielt) und Anthony Perkins (der Norman ist). Während Perkins scheinbar aus dem Fernseher heraus kommt und einem mit seiner schaurigen Art unangenehm nah kommt, ist Vaughn nur hinter der Glasscheibe. Bei der Handlung und den Schnitten/Szenen sind auch nur minimal Unterschiede zu erkennen. Eigentlich ist Psycho (98) eine ziemliche 1 zu 1 Kopie zu Psycho (60). Trotzdem ist Psycho (60) schlicht und einfach besser. Spannender. Gruseliger. Nervenaufreibender. Überzeugender. Besser. Das tolle Drehbuch hätte nur einmal verfilmt werden sollen. Und zwar 1960, vom Thrillmeister höchstpersönlich. In Schwarz-weiß und Oldstyle. So (1960) war Psycho grandios. So (1998)...NICHT!
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Filmkenner77 2011/07/24 10:09:42
Antwort löschenDie fehlende Farbe ist zweifellos ein wichtiger Aspekt. Dadurch wirkt alles bedrohlicher. Ich kenne keinen Grund, warum man sich das Remake anschauen sollte. Einen Film 1:1 nachzudrehen, gibt doch keinen Sinn. Dann schaue ich mir lieber das Original zum zehnten Male an.
Mrs.Yellow 2011/07/24 14:25:34
Antwort löschenDer echte Psycho ist (in beiden Hinsichten) der bessere Film Noir. Es ist aber interresant zu sehen, wie man so einen Klassiker 1:1 und in Farbe nachdrehen kann und er trotzdem schlechter wird...
Sigrun 2011/07/06 08:37:15
Kommentar löschenDieser Film ist keine durchgehende 1:1 Kopie. Viele Einstellungen sind tatsächlich exakt (in Farbe) kopiert, anderes ist maximal ähnlich, oft sind Sequenzen verkürzt und die Schauspieler sind nicht überzeugend. Wäre der Film eine exakte Kopie, fände ich ihn postmodern "gut". So halbgar wie er jetzt daherkommt, kann man ihn lediglich als inszenatorische Fingerübung betrachten, die schlicht mittelmäßig ist. Übrigens mehr schlicht als mittelmäßig. Schade, da hat Gus van Sant wohl der Mut gefehlt.
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Joe Gillis 2011/07/06 10:59:37
Antwort löschenMir kam's so vor, als hätte Van Sant versucht, sich möglichst genau an »Psycho« zu erinnern. So gesehen könnten die kleinen (Akzent-)Verschiebungen durchaus künstlerisch gewollt sein. Wie auch immer... ein sonderbares Experiment. (Aber eben nicht so schrecklich, wie (fast) alle tun.) :)
Sigrun 2011/07/06 15:53:38
Antwort löschenVan Sants »Psycho« so zu betrachten, als habe dieser Hitchcocks »Psycho« aus einer möglichst genauen Erinnerung heraus nachgedreht, ist eine schöne Denkfigur! Das würde Sinn ergeben und die feinen Abweichungen (die manchmal - aber nicht immer - sogar gut passen) erklären.
Eine echte Kopie wäre natürlich der Hammer gewesen! (Du hattest in deinem Text zum Film ja bereits an "Pierre Menard, Author of the Quixote" erinnert). Ich befürchte aber, falls Van Sant diese Verdopplung tatsächlich vorhatte, ist das Projekt bereits an der Schauspielern (die ja nun mal keine Klone sind) gescheitert.
Finde den Van Sant-»Psycho« auch gar nicht so schlecht, wie er immer gemacht wird. Wenn man ein fotografisches Gedächtnis hat, ist es allerdings eine Qual, die beiden Filme in naher zeitlicher Folge zu sehen, vor allem, wenn man vorher gelesen hat, Van Sants Film sei eine Kopie. Bei einer (durchaus möglichen) Wiederholung versuche ich aber mal, mir vorzustellen, Van Sant verfolge den künstl(er)ischen Gestus des "aus-dem-Gedächtnis-Filmens". Danke für den guten Tipp :)
Joe Gillis 2011/07/06 17:12:55
Antwort löschenIch weiß nicht, ob Du diesen Clip kennst (ich hatte den Link kürzlich schon mal bei der »Psycho-vs-Psycho«-Debatte auf MP gepostet):
http://www.youtube.com/watch?v=EDmbtyiAtjA
Sehr interessant, wie Schnittrhythmus und Timing nach etwa 45 sec völlig auseinanderlaufen, um am Ende der Szene wieder zusammenzufinden. (Das erscheint – in der direkten Gegenüberstellung – wie eine sehr bewußte Variation; zumindest beim Schnitt also wird sich Van Sant wohl doch nicht allein auf seine Erinnerung verlassen haben.) Insgesamt wirkt Hitchcocks Auffassung auf mich viel grafischer, fast comicartig stilisiert, wogegen die Van-Sant-Fassung eine gewisse lyrische Qualität hat (die sicherlich der Farbfotografie von Chris Doyle geschuldet ist). Die Großaufnahme der abreißenden Clips des Duschvorhangs hat Van Sant merkwürdigerweise »vergessen« – für mich war das immer eines der stärksten Bilder der Szene. Die kurz eingeschnittenen Wolken bei Van Sant wirken wie überflüssige Mätzchen, genau wie die doppelte Kameradrehung aus dem Auge der toten Marion. Da ist Hitchcock doch um zwei, drei (Meister-)Klassen besser... :)
Andy Dufresne 2011/07/06 20:01:22
Antwort löschenSchlicht unnötig find ich das Ganze...
Van Sant kann doch wirklich was (Milk,Elephant,Forrester,vor allem my Private Idaho),wieso macht er dann nicht was Neues,Eigenes?
Frag mich auch wer das finanziert hat,muss wohl jemand sein der auf Filme scheißt und denkt "Kann man vielleicht Kohle machen mit". Psycho neu zu drehen ist doch Majestätsbeleidigung,Nestbeschmutzung,schlicht unnötig halt...
Joe Gillis 2011/07/07 00:32:16
Antwort löschen@Andy: Hast Du den Film gesehen?
Andy Dufresne 2011/07/07 00:43:24
Antwort löschenÄäähhh,nein...(also den Neuen hab ich nicht gesehen,den Alten schon einige male)
Ist ein Vorurteil das ich schon hege seit der neue raus kam...(bin aber eh ein Remake-Gegner)
Werd den auch nicht anschauen,wei ich es,wie gesagt für sinnlos und unnötig halte.
O.K. über was zu lästern was man nicht gesehen hat ist vielleicht auch a bissl unnötig...Musste aber einfach meinen Senf dazugeben (als alter Hitchkock Verehrer...)
Joe Gillis 2011/07/07 00:55:09
Antwort löschen:) Schon O.K. Ich denke, daß viele, die sich über »Psycho« (das Remake) aufregen, den Film nicht gesehen haben. Aber gerade, da Van Sant, wie Du oben richtig schreibst, etwas kann (und kein geldgieriger Idiot ist), hat er auch in diesem – zugegebenermaßen grenzwertigen – Fall nicht völlig versagt. Man kann das Ganze als fragwürdige Versuchsanordnung betrachten und durchaus goutieren. PS: Bin auch ein Hitchcock-Verehrer.
Andy Dufresne 2011/07/07 01:02:16
Antwort löschen:) wie gesagt,Van Sant kann ja was,also wird der Film sicher kein Schund sein,ich denk halt immer das so viel Scheisse seinen Weg in die Kinos findet,Remakes,Teil 8 von was bei dem schon Teil 2 unnötig war usw. Wieso muss dann ein eigentlich Guter sich für sowas herablassen?
Dir hat er also gefallen?
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Joe Gillis 2011/07/07 01:16:48
Antwort löschenGefallen ist zu viel gesagt. Ich fand ihn interessant. Es war, glaube ich, im Fall von Van Sant auch keine Herablassung im Spiel, er wollte wohl eher eine tiefe Verbeugung machen.
Andy Dufresne 2011/07/07 01:26:06
Antwort löschenIm besten Fall ist er auch einfach nur ein alter Hitchcock-Verehrer wie wir und es war einfach wie Du sagst eine Remineszenz....
Dann wär es immer noch unnötig aber eben keine Majestätsbeleidigung mehr...:)
alanger 2011/06/07 19:24:24
Kommentar löschengut, will den jetzt auch sehen.
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hoffman587 2011/06/07 19:25:22
Antwort löschenWieso?
Mr.Film 2011/06/07 19:25:37
Antwort löschenMutiger Mann ;)
Chrisetoph 2011/06/07 19:30:04
Antwort löschenOhne Wissen wird die Meinung zum Vorurteil. So, jetzt seid ihr dran.
duffy 2011/06/07 19:32:35
Antwort löschenEin guter Ratschlag kann so manch Enttäuschung ersparen.
Chrisetoph 2011/06/07 19:34:15
Antwort löschenAuch nicht schlecht.
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ElMagico 2011/06/07 19:54:34
Antwort löschenProbieren geht über studieren...
Schlegel 2011/06/08 14:47:18
Antwort löschenVersuch macht kluch.
Henry Spencer 2011/04/24 03:23:10
Kommentar löschen"Fans dieses Films gefiel auch `Show Girls`und `Super Mario Bros`" Hihihi...
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JackoXL 2010/11/01 23:58:09
Kommentar löschenWarnung!!!
Jeder, der das Original nicht kennt, bloß nicht anschauen. Ihr beraubt euch eines Klassikers. Das Original wird 1:1 (diesmal wirklich 1:1) kopiert, kann das schlechter sein? Und wie, bis heute weiß ich nicht, was Gus Van Sants Motivation zu dieser Beleidigung für jeden Filmfan war. Wieso kopiere ich eine Film bis in die kleinste Kameraeinstellung, den so wie so jeder kennt und von jedem geliebt wird? Das kann doch nur schief gehen. Vor allem, wenn man Vince Vaughn zumutet, mal eben Anthony Perkins in seiner größten Rolle zu imitieren. Vince Vaughn, der wirkt sogar in Komödien oft fehlbesetzt! Das hier ist eine der größten, ja sogar unverschämtesten Fehlbesetzungen der Filmgeschichte, als würde man "Der Pate" mit Rob Schneider als Don Corleone drehen. An ihm allein liegt es aber nicht, das Ganze wirkt so überflüssig, ein einziges Argument dafür, Remakes im allgemeinen zu verbieten, wenn nicht sogar unter Strafe zu stellen. Es gibt gute Remakes, dass wirkt wie vom Wochenmarkt in Hongkong von Waisenkindern zusammengenäht. Eine Totgeburt, von der man unmöglich mehr erwarten konnte (1 Punkt für Leute, die sich das Original nie anschauen werden).
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stuforcedyou 2010/10/08 13:50:08
Kommentar löschenGus Van Sant meinte zu seinem Remake des Klassikers, es und das Original wären letztlich nur Filme. Ich erwidere und sage er hat recht, aber das Original ist nun mal "Psycho".
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fabel 2010/10/08 14:46:55
Antwort löschen:D
horro 2010/10/08 16:35:14
Antwort löschenWas beim Original Spannung und Atmosphäre aufgebaut hat wie eine tickende Zeitbombe, ist beim Remake teilweise nur noch nervtötend und langweilig.
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philopee 2010/10/08 18:03:08
Antwort löschenIch hab es nicht gesehen aber ich kann mir vorstellen dass die Tatsache dass das Remake ein Farbfilm ist die ganze Spannung nimmt.
LokisSon 2010/10/08 18:17:32
Antwort löschenMan sollte ihn mit Filmkopien steinigen für diese Blasphemie!
mikkean 2010/10/08 13:37:57
Kommentar löschenSchlechte Remakes sind schon ärgerlich, dreiste Namens-Verschandelung noch schlimmer - aber Gus van Zant gelang mit seiner "Psycho"-Neuauflage die Schaffung eines ganz neuen Typus: dem Eins-zu-Eins-Schwachsinn. Ehrerbietung nannten es der Regisseur und das Produzenten-Team, eine ziemliche Beleidigung die Zuschauer, deren Film-Verstand vor 1980 reicht. Die Frage stellt sich selbst über zehn Jahre nach Erscheinen: Wer sollte sich nur dafür interessieren den selben Film mit neuen Gesichtern und in Farbe nachgestellt zu bekommen? Selbst die dämlichsten Horror-Remakes der vergangenen Jahre weisen wenigstens einen Hauch Mikro-Intelligenz auf, wenn sie etwas variieren oder umdichten. Eine Kopie von meisterhaft arrangierten Bildern mutet da eher wie Unterhaltung auf Abschluss-Film-Niveau an. Für die große Leinwand und breites Publikum ist das eher eine langweilige Veranstaltung. Denn van Zant versucht bewusst, die modernen Seh-Gewohnheiten mit alter Technik umzuerziehen, aber dafür kann man sich auch das grandiose Schwarz-Weiß-Original geben. Das ist nunmal ein unerreichter Monolith des Spannungs-Kinos, an dem jeglicher Versuch der Neu-Verwertung als blasphemischer Akt zerschellt. Außerdem ist Anne Heche wirklich kein gutes Janet Leigh-Double und Vince Vaughn kein würdiges Anthony Perkins-Surrogat. Vielleicht hätte diese Fassung Alfred Hitchcock ein bisschen amüsiert, jeden Film-Liebhaber dürfte es dagegen beleidigen. Ächz.
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stuforcedyou 2010/10/08 13:48:26
Antwort löschenSchön gesagt. Immer feste druff auf den König der Nutzlosigkeit - gefällt mir sehr.
horro 2010/10/08 16:43:08
Antwort löschenAnne Heche gefällt mir eigentlich meist ganz gut; in diesem Film ist sie allerding wirklich deplaziert. Eigentlich fast ein Karriere-Killer für den Cast dieses Films.
stuforcedyou 2010/10/08 17:01:36
Antwort löschenDas Schlimme beim Remake ist, dass hier großartige Darsteller verbraten werden: Vince Vaughn (ja, ich mag ihn), Anne Heche, William H. Macy, Viggo Mortensen, Julianne Moore, Rita Wilson. Ich bin mir sicher Van Sant hätte aus diesem Cast und einer originären Story was durchaus sehenswertes raus geholt.
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mikkean 2010/10/08 19:30:00
Antwort löschenFinde ich auch, ein bisschen mehr Eigenständigkeit hätte dem Projekt gut getan. Wirklich schade :(
FordFairlane 2010/10/10 20:27:18
Antwort löschensehr langweiliges remake
Hendrik 2010/09/04 19:38:10
Kommentar löschen0,5 Punkte für Bernard Herrmanns Original-Score, aber ansonsten gibt es hier wenig Positives zu entdecken - höchstens die Erkenntnis, das gute Filme mehr sind als nur die Summe ihrer Teile.
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DerFilmeKenner 2010/09/03 04:51:31
Kommentar löschenEine Frechheit! Schon seit sehr vielen Jahren drehen Filmemacher einfach einen Film, den es schon gegeben hat, wenn ihnen nichts Neues einfällt. In fast allen Fällen ist das sogenannte "Remake" schlechter als das Original. Doch kein Remake, aber auch wirklich kein Remake, hat es bisher gewagt, den Originalfilm einfach nur zu übernehmen/nichts daran zu verändern. Wie kann man nur so einfalls- und respektlos sein! Dieser Film ist das schlechteste Remake, dass ich je gesehen habe; und das auch noch von dem besten Film, von dem es jemals ein Remake gab.
Unterschiede zum Original:
- Statt 40.000 sind es jetzt 400.000 (Nachvollziehbar, da Inflation).
- Ab und zu sieht man ein paar Tiere aus der Sicht eines Autofahrers.
- Der Film ist farbig.
das war es bereits.
Eigentlich könnte man jetzt erwarten, dass Van Sants Version mindestens genauso gut sein müsste wie Hitchcocks, immerhin gibt es ja fast keine Unterschiede. Falsch gedacht! Die Schauspieler sind schlechter und unglaubwürdiger, es kommt viel weniger Spannung auf und die ganze Atmosphäre des Originals scheint sich hier in Luft aufgelöst zu haben. Das ist schon eine Meisterleistung, etwas zu kopieren und es dabei zu verschlechtern.
Wenn im Abspann nicht Hitchcocks Name aufgetaucht wäre, hätte ich Psycho (1998) gnadenlos 0.0 Punkte gegeben. Wenn man wirklich so getan hätte, als wäre der ganze Film auch noch ein eigener Einfall, hätten die Mitwirkenden zumindest eine leichte Körperverletzung verdient.
Übrigens: Auf dieser Seite sieht man 7 Kommentare hintereinander von Usern, die dem Film alle 0.0 mit der gleichen Begründung geben. Wollte ich nur mal erwähnt haben.
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Filmkenner77 2010/08/16 19:35:35
Kommentar löschenHabe selten so ein einfallsloses Remake gesehen. Im Prinzip entspricht jede einzelne Szene dem Original. Die einzigen Unterschiede sind andere Schauspieler und das dieser Film hier in Farbe gedreht wurde. Eine Neuverfilmung des Klassikers, die absolut überflüssig ist. Dann doch lieber zum zehnten Mal das Original anschauen.
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El_Chupa 2010/05/14 16:49:52
Kommentar löschenGus Van Sants PSYCHO ist durch und durch sinnlos, ja. Aber als Film für sich allein funktioniert das Ganze trotzdem irgendwie. Der Regisseur wusste sicher, worauf er sich hier einliess, doch dass er das Angebot von Universal annahm, zeigt wohl, dass er durchaus ein Pragmatiker ist. Denn mit Geld von solchen oder besseren Grossproduktionen (GOOD WILL HUNTING, FINDING FORRESTER, MILK) finanziert er sein Flair für kleinere Filme wie PARANOID PARK oder ELEPHANT.
Item, Van Sants PSYCHO ist eine mehr oder weniger gelungene Hommage an Alfred Hitchcock, deren Schwäche in der Existenz des genialen Originals liegt. Dieses ist ein unantastbares Meisterwerk der Filmgeschichte, das man eigentlich nicht ein zweites Mal filmen soll (vergleichbar mit GONE WITH THE WIND, CASABLANCA, CITIZEN KANE etc.). Aber angesichts der Sequels, die dem Original folgten, war ein solches Projekt fast unumgänglich - allein vom Prestige der Franchise aus gesehen.
Die Idee, ein Quasi-Shot-by-Shot-Remake zu machen, wird Meister Hitch wohl noch am ehesten gerecht. Und in diesem Sinne ist der Film keineswegs schlecht. Doch natürlich gibt es auch filmisch ein paar Dinge anzukreiden, die nichts mit der Vorlage zu tun haben. Julianne Moore ist beispielsweise kein guter Cast. Und Vince Vaughn macht zwar einen guten Job als Norman Bates, doch sein Bates ist ein etwas weniger liebenswerter Einsiedler als derjenige von Anthony Perkins. Dies zeigt sich, wenn Vaughn die Linie "I must have one of those faces you can't help believing" sagt/zitiert. Perkins habe ich das abgekauft, Vaughn weniger. Aber das soll seine solide Leistung nicht schmälern.
Fazit: Sinnlos? Ja. Schlecht? Nein.
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Joe Gillis 2010/03/19 01:24:31
Kommentar löschenBorges erfand Pierre Menard, der den »Don Quijote« Wort für Wort neu erzählen wollte. Gus Van Sant treibt es nicht ganz so pathologisch – er gestattet sich bei seiner Reprise die eine oder andere Abweichung vom Original. Auch wenn nicht klar wird, zu welchem Ende er sein Spiel betreibt, ermöglicht Van Sants absonderliches Experiment immerhin den unverbrauchten Blick auf etwas durch und durch Bekanntes, und es ist schön zu sehen, daß »Psycho« – wie ein Beatles-Song – auch von einer halbgaren Cover-Version nicht zerstört werden kann. Ein echtes Manko: Ann Heche, nicht weil sie schlecht wäre, sondern weil sie nicht den etwas abgeschabten Star-Nimbus mitbringt, den ihre Rolle verlangt – Michelle Pfeiffer wäre 1998 eine perfekte Marion Crane gewesen. Wie immer eine Augenweide: Christopher Doyles Kameraarbeit.
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janissl 2010/03/19 02:32:00
Antwort löschenVielen Dank für den Hinweis, dass Christopher Doyle da Kamera gemacht hat. Dann gibts ja doch nen Grund sich das überflüssigste Remake der Filmgeschichte anzuschauen.
Joe Gillis 2010/03/19 10:13:53
Antwort löschenOch, ich wüßte da ein paar noch unnötigere Wiederaufgüsse...
michzell 2009/11/01 21:42:19
Kommentar löschenwohl das schlechteste Remake das ich je gesehen habe, und einem Hitchcock Film überhaupt nicht würdig. Besonders Vince Vaughn in der Rolle des Norman Bates *kotz*. Außerdem sollte man doch von einem Remake etwas neues erwarten, aber das ist einfach nur eine Farbige, schlechtere Inszenierung des Originals. Die Duschszene, mit diesem rosa-Blut und immer wieder diese seltsamen Einblendungen von Tieren wirken lächerlich. Das ist ein Film, den man sich auf keinen Fall ansehen sollte. Hitchcock hat sich wohl noch einmal selbst im Grabe herumgedreht.
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Jimmie Dean 2009/10/28 22:03:55
Kommentar löschenÜber den Sinn dieses Remakes lässt sich streiten - aber Schlecht ist was Anderes.
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Fulsome. 2009/07/16 23:33:54
Kommentar löschenIch habe ein Déjà-vu.
...und warum das Ganze?!
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Lorion42 2009/07/11 23:43:03
Kommentar löschenBlödsinn, dass der Film hier so schlechte Bewertungen absahnt. Er ist eine 1:1 Kopie des Original Hitchcock Films von 1960 (Szene für Szene - Bild für Bild - sogar der Soundtrack ist identisch). Und wie auch der Klassiker funktioniert auch das Remake heute noch. Ein spannendes und einfallsreiches Meisterwerk, das mit dem gängigen Schema-F aufräumt. Im Gegensatz zum Klassiker ist dieser Film in Farbe und mit stärkeren Schauspielern. Nur Vince Vaughns Interpretation von Norman Bates finde ich etwas zu psycho. Aber eine Fehlbesetzung ist er keinenfalls.
Alles was das Original richtig macht, wird auch im Remake richtig gemacht. Doch auch die Schwächen, wie zwischenzeitige Längen oder die B-Film-artigen Morde, werden ebenfalls 1:1 übernommen. Da dieser Film aber fast 40 Jahre jünger ist, stechen diese Schwächen eiskalt hervor. Hätte Gus van Sant hier wenigstens versucht etwas zu verbessern, wäre er nicht so überflüssig.
Wem dieser Film gefallen hat, der muss sich das Original nicht auch noch ansehen. Und wenn man das Original kennt, muss man diesen Film nicht schauen. Doch wer noch keinen von beiden Filmen gesehen hat, der sollte sich das schwarz/weiße Original angucken.
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alviesinger 2009/07/12 09:54:58
Antwort löschenDas Original besitzt keine "zwischenzeitige Längen oder B-Film-artige Morde".
Lorion42 2009/07/12 13:31:19
Antwort löschenAlso da bin ich ganz klar anderer Meinung:
- Der berühmte Duschmord besteht aus einer billigen Schnittmontage, in der abwechselnd Opfer und Täter gezeigt werden. Selbst das Messer stößt nicht auf Widerstand. Typisch B-Movie.
- (SPOILERWARNUNG) nach der Duschszene, fällt der Film in ein Tief, welches vor allem bei Zuschauern, die an moderne Filmtechnik gewöhnt sind, zu Langeweile führt. Man sieht wie Norman Bates akribisch die Spuren entfernt. Diese Szene ist für die Tatsache, dass der Spannungsbogen ohnehin fallen muss zu lang. Man hätte das Tief verhindern können, indem man z.B. schneller den Detektiv eingeschaltet hätte.
- (SPOILERWARNUNG) Das zweite große Tief kommt nach dem zweiten Mord und der etwas lästigen Recherchearbeit der Protagonisten. Suspence funktioniert nur, wenn eine reell existierende Gefahr existiert. Diese ist zu Beginn ihrer Recherche nicht gegeben.
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patcharisma 2009/07/18 03:58:52
Antwort löschenIch bewundere Deinen Mut, Lorion, mal eine etwas andere als die gängige Meinung zu vertreten, das finde ich toll! Auch ich bin kein Hard-Die-Fan des Originals. Der Widerspruch ist einfach, dass wenn Du die Morde als zu antiquiert inszeniert anschaust, dass Du sie dann im Remake selbst kritisierst: "Hätte GVS hier versucht, etwas zu verbessern, wäre er nicht so überflüssig", schreibst Du. Also sagst Du ja hiermit selbst, dass es ein Film ist, der 40 Jahre später ja in dem selben Kontext nicht mehr funktionieren kann (?). Mich nervten hier zudem auch sämtliche Darsteller/innen, die eben NICHT eins-zu-eins aus dem Original übernommen werden konnten. Whatcha say to those points?^^
Lorion42 2009/07/18 12:10:33
Antwort löschenIm alten Film funktionieren die Morde besser, da sie nicht aus dem Film herausstechen. Im neuen Film wirkt es eher so als ob man plötzlich in einem ganz anderen Zeitalter gelandet ist. Faszinierenderweise ist dies bei den meisten anderen Szenen nicht der Fall, was entweder bedeutet, dass Hitchcock seiner Zeit voraus war oder dass sich das heutige Kino viel von ihm abgeguckt hat.
Zu den Schauspielern kann man denken was man will. Im Remake grenzt die Schauspielleistung schon etwas ans Overacting. Was mich aber mit Ausnahme von Norman Bates (s.o.) nicht weiter stört.