Tage und Wolken
Giorni E Nuvole (2007), CH/IT Laufzeit 119 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 09.10.2008
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7 Kommentare
Keine
von Silvio Soldini, mit Margherita Buy und Antonio Albanese
Elsa und Michele – ein gut situiertes Ehepaar mittleren Alters mit erwachsener Tochter – leben in einer schönen Altbauwohnung in Genua. Michele hat eine eigene Firma, das Paar lebt gut, wohnt schön und reist viel. Elsa hat soeben ihren Doktortitel in Kunstgeschichte gemacht. Doch dann wird Michele von seinem Kompagnon aus der Firma gedrückt. Rasch geraten die finanziellen Grundlagen des Paars ins Wanken. Auf der Suche nach neuen Wegen den Alltag zu organisieren, steht bald das ganze bisherige Leben auf dem Prüfstand – auch die Beziehung zwischen Elsa und Michele.
HandlungGlücklich lebenDas gut situierte Ehepaar Michele (Antonio Albanese) und Elsa (Margherita Buy) lebt in einer großen Wohnung in Genua. Michele ist Geschäftsführer einer Firma, Elsa hat gerade ihren Doktortitel in Kunstgeschichte erhalten und arbeitet gerade an der Freilegung eines Deckenfreskos aus dem 15. Jahrhundert. Beide genießen ihre gemeinsame Zeit, Elsa konnte dank der finaziellen Absicherung durch Michele sogar ihre Arbeit aufgeben und sich ganz dem Studium hingeben.
Ohne ArbeitDoch Michele gesteht Elsa am Tag nach der Feier ihres Doktortitels, dass er arbeitslos ist. Seit einem Monat. Er hat sich mit seinen Partner überworfen und wurde aus der Firma entlassen. Ein Schock für Elsa. Während Michele noch versucht, Elsa die Situation zu erklären und ihr Hoffnung macht, erkennt sie schnell, dass sich ihr Leben von nun an ändern wird. Die nächsten Wochen geben ihr Recht. Während Michele von Bewerbung zu Bewerbung hetzt und nur Absagen erhält, droht den beiden langsam das Geld auszugehen. Die Situation verschlimmert sich sogar so sehr, dass sie schließlich ihre schöne Altbauwohnung verkaufen müssen und in eine kleine Wohnung in einem tristen Wohnblock ziehen. Während Michele zusehends die Zuversicht verliert und sich mit kleinern Gelegenheitsjobs durchschlägt, nimmt Elsa tagsüber einen Job in einer Fabrik und nachts einen Job als Sekretärin an. Doch das Geld reicht nicht. Beide streiten nun fast täglich, bis Michele sich völlig desillusioniert in die Wohnung ihrer gemeinsamen Tochter (Alba Rohrwacher) flüchtet.
Ungewisse ZuversichtElsa versucht mehr schlecht als recht ihre beiden Jobs und die Arbeit an dem Fresko zu verbinden. Als das mit Hilfe ihrer Kolleginnen schließlich gelingt, hat Elsa zumindest ein wenig von ihrem alten Leben zurück. Stolz liegt sie auf dem Fußboden des Zimmers und besieht sich das Wandgemälde, als Michele sich zu ihr legt.
Wissenswertes
Tage und Wolken wurde auf dem Toronto Festival am 12. September 2007 uraufgeführt. Gedreht wurde der Film in der italienischen Hafenstadt Genua.
In Italien wurde er 2008 insgesamt 15 Mal für den italienischen Filmpreis “David di Donatello” nominiert und erhielt letztendlich zwei der Auszeichnungen.
Weiterführende InformationenWeitere Informationen im Internet
Pressespiegel zum Film auf film-zeit.de
Linksammlung auf filmz.de
Rezension von Rolf Breiner auf cineman.de
Rezension von Joachim Kurz auf kino-zeit.de
Pressestimmen auf daily.greencine.com (engl.)
Gesammelte Kritiken auf rottentomatoes.com (engl.)
Quellen
Cast & Crew
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Silvio Soldini
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Margherita Buy
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Antonio Albanese
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Giuseppe Battiston
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Alba Rohrwacher
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Carla Signoris
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Fabio Troiano
Regie
Schauspieler
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Paolo Sassanelli
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Salviati
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Teco Celio
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Accountant Terzetti
-
Doriana Leondeff
-
Francesco Piccolo
-
Federica Pontremoli
-
Silvio Soldini
-
Doriana Leondeff
- Genre
- Ehedrama
- Handlung
- Arbeitslosigkeit, Arbeitsplatz, Bewerbungsgespräch, Call Center, Ehepaar, Ehestreit, Geldnot
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Drehbuch
Filmdetails Tage und Wolken
Trailer zum Film Tage und Wolken
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Links zum Film Tage und Wolken
- Tage und Wolken: critic.de

















Kritiken (5) — Film: Tage und Wolken
Lukas Foerster: taz / cargo / perlentaucher...
Kommentar löschenZurück bleibt solides, souverän inszeniertes Stimmungskino mit wenig Plot und Überlänge irgendwo zwischen Seifenoper und Autorenfilm, von dem man nicht so recht weiß, warum man es sich anschauen soll.
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenDie Handkamera, die den „entsetzten“ Menschen ganz eng auf die Haut rückt, hat dieses Sozial-Drama von den Brüdern Dardenne geerbt. Doch im Arbeiterviertel von Lüttich war es wirklich ein Drama, hier ist es eher eine Unpässlichkeit im Verlauf des Lebens. Der brutale soziale Abstieg hat auch seine leuchtenden Momente, wie auch Soldinis „Brot und Tulpen“ seine Momente hatte, etwa wenn zwei ehemalige Angestellte Micheles aus Dankbarkeit treu und hilfsbereit sind. Und dann ist nett, wenn der „Dottore“ Michele Olivero wegen seiner Renovierungs-Künste im Wohnblock mehr und mehr Aufträge bekommt. Solidarität, denkt man, ein schönes Wort. (Und es bedeutet nicht, Banken, die normalerweise Milliarden verdienen und Tausende entlassen, noch mehr Milliarden hinterher zu schmeißen.)
Doch innen drin, das wohl Wahrhaftigste dieses Films, eine Liebesgeschichte mit zwei Menschen, die einander vertrauen, die offen zueinander stehen. Und so kann man romantisch die ganzen Realitäten nur als Rahmen für diese Prüfung einer Liebe unter kunstvollem Sternenhimmel sehen.
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Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de
Kommentar löschenAngenehm zurückgenommen und leise, mit viel Gespür für Zwischentöne erzählt Silvio Soldini seine Geschichte eines sozialen Abstiegs und beobachtet dabei, welche Auswirkungen solche Veränderungen auf die Menschen und ihre Beziehungen zueinander haben. Die Schlichtheit und Unaufgeregtheit der Inszenierung lässt vor allem Raum für sorgsame und präzise beobachtete psychologische Nuancen.
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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...
Kommentar löschenSensibel schildert Soldini, wie die ökonomische Deklassierung plötzlich auch persönliche Beziehungen in Frage stellt. Das Gefühl nicht mehr gewollt, gebraucht zu werden, überträgt sich auf die Privatsphäre.
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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenSoldini inszeniert seinen Film nüchtern, realistisch und hält sich weitgehend fern von melodramatischen Momenten .Dass man „Tage und Wolken“ als einen würdigen Nachfolger des ebenfalls von einer persönlichen Krise handelnden „Brot und Tulpen“ ansehen darf, ist das Verdienst von Margherita Buy. Ihr gelingt es dem Leben ihrer Figur...
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Kommentare (2) — Film: Tage und Wolken
Kommentar schreibenBrigittes Helm 2012/03/16 00:49:27
Kommentar löschenNachdem mir Brot und Tulpen des Regisseurs so gut gefallen hatte, war ich sehr gespannt. Und dann doch enttäuscht, trotz der vielen Preise in Italien. Gefallen hat mir die unaufgeregte Art, wie die nicht allzu wackelige Handkamera am Leben der Figuren bleibt. Und die tollen Schauspieler, allen voran der großartige Antonio Albanese als Michele, dem man den Komiker, der er ja von Hause aus ist, immer anmerkte ohne dass er dabei in irgendeiner Weise überzog. Ansonsten plätscherte der Film so vor sich hin und hat mich irgendwann nur noch gelangweilt. Es war doch ein Jammern auf hohem Niveau und alles wirkte irgendwie konstruiert und an Haaren herbeigezogen. So richtige Probleme hatten die zwei eigentlich nicht und eigentlich ging mir das ganze Getue am A. vorbei. Scusi. Eines muss man dem Film lassen, er ist sehr italienisch. In einem amerikanischen Film hätte sie ihn in den Allerwertesten getreten, bis er aufwacht und in der Wüste Nevada mit Riesenerfolg einen Würstchenstand aufmacht, während sie für das Amt der Bürgermeisterin kandidiert. In einem französischen Film hätten sie stundenlang in der Wohnküche bei Rotwein und Baguette über das Leben und die Liebe gelabert, sich am Ende getrennt und wären beste Freunde geblieben. In einem deutschen Film wäre er in der Psychiatrie gelandet, während sie sich nach einem Selbstmordversuch in den Krankenpfleger verliebt hätte. In diesem italienischen Film erscheint den Liebenden, die völlig am Boden sind, am Ende der Engel des Herrn. Amen.
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8martin 2010/02/15 16:02:58
Kommentar löschenWas für ein lyrischer Titel für ein ernstes Thema unserer Zeit. Die Arbeitslosigkeit führt eine gut situierte Familie an den unteren Teil der sozialen Leiter. Trotz massiver akustischer und physischer Auseinandersetzung bleibt der Grundtenor doch irgendwie positiv. Man nimmt dem Ehepaar die scherwiegende Problematik der Abwärtsmobilität nicht so recht ab - vielleicht weil stets viel zu schnell Hoffnung auf bessere Zeiten in Sicht ist. Möglicherweise will Soldini betonen, dass Frauen bei der Jobsuche flexibler sind als Männer und von daher eher einsetzbar, möglicherweise will er die Betroffenen ermuntern nicht aufzugeben. Auf alle Fälle zeigt er nicht die pickelharte Realität, wenn man von oben ganz plötzlich in Hartz IV landet. Er zieht eine Puderzucker-Lösung vor, in der man sich händchenhaltend den Neuanfang verspricht. Für die, die es wirklich betrifft ist es weder lustig noch interessant und für die anderen ebenso.
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Brigittes Helm 2012/03/15 12:39:15
Antwort löschenHartz IV, dieses unschöne und typisch deutsche Wort samt Inhalt gibt es ja auch in Italien nicht;-). Bin auf jeden Fall gespannt und werde den Film heute abend auf 3SAT anschauen. Ohne Grund hat es diesen Preisregen in Italien ja wohl auch nicht gegeben.