The Lady - Ein geteiltes Herz
The Lady (2011), FR/GB Laufzeit 133 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 05.04.2012
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von Luc Besson, mit Michelle Yeoh und David Thewlis
Birma, Burma oder wie der südostasiatische Vielvölkerstaat heute heißt: Myanmar – diese Region, die in der Vergangenheit so häufig im Mittelpunkt blutiger Unruhen stand, ist in The Lady Schauplatz einer aufwühlenden Liebesgeschichte. The Lady, das ist Aung San Suu Kyi (Michelle Yeoh). Sie ist eine starke Frau, die sich für die Demokratiebewegung in diesem fragilen staatlichen Gebilde einsetzt, aber sie ist auch eine Frau, die leidenschaftlich ihre Beziehung zu ihrem Ehemann Michael Aris (David Thewlis) lebt. Weder politische Unruhen noch die gewaltige Distanz zwischen ihrer Heimat und der ihres Mannes halten The Lady von ihrem Schicksal ab: Selbstbestimmung. Der Weg ist lang und beschwerlich, doch das Ziel, so wird sich zeigen, ist alle Mühe wert.
Hintergrund & Infos zu The Lady
Knapp zwei Jahre nach seinem Ausflug in eine archäologische Abenteuergeschichte (Adèle und das Geheimnis des Pharaos), schickt sich Luc Besson erneut an, uns in The Lady mit einer weiteren starken Frauenpersönlichkeit zu beglücken. Überhaupt: Luc Besson und die Frauen. Sei es Nikita, Mathilda in Léon – Der Profi oder Leeloo in Das fünfte Element, immer sind die Frauen selbstbestimmt und stark, ohne ihre Weiblichkeit zu verlieren. The Lady reiht sich nun also in Bessons Galerie als würdige Nachfolgerin ein, wobei sich der französische Regie-Star nach Luc Bessons Johanna von Orleans wieder dazu entschlossen hat, eine wahre Geschichte zu verfilmen: Die 1991 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Aung San Suu Kyi wurde für ihre gewaltfreien Demokratisierungs-bemühungen in ihrem Heimatland bereits mehrmals verhaftet und unter Hausarrest gestellt. (EM)
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Cast & Crew
- Genre
- Biopic, Drama
- Zeit
- 1980er Jahre, 1991, Vergangenheit
- Ort
- Myanmar
- Handlung
- Demokratie, Ehemann, Ehemann-Ehefrau-Beziehung, Freiheit, Freiheitskämpfer, Frieden, Friedensarbeit, Friedensnobelpreis, Hausarrest, Heimat, Kandidatur, Krankheit, Liebe, Oxford, Pazifismus, Schicksal, Unterdrückung, Verbot, Wahlkampf, Wissenschaftler
- Stimmung
- Ernst, Spannend
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Kritiken (17) — Film: The Lady - Ein geteiltes Herz
ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]„The Lady“ setzt zu oft auf Theatralik und Pathos bis hin zum Kitsch, wo auch mal etwas gefragt wäre, dass der Film überhaupt nicht kennt: Zwischentöne. Er wirkt bühnenhaft, aufgeführt, bisweilen sogar aufgesagt, vernachlässigt es grob, den großen schweren Momenten durch kleinere leisere Tiefe und Bedeutung zu verleihen. An vielen Stellen, an denen der Film vom Grauen des Regimes handelt, will er eine Regung zu sehr erzwingen, während die Emotionen anderswo aber verrecken. Erst gegen Ende schafft es „The Lady“, den tiefe Wunden reißenden Konflikt Aung San Suu Kyis zwischen der Verpflichtung ihrem Volk gegenüber und der Trennung von ihrer Familie offen zu legen, ihre Selbstaufopferung für Land und Leute und Michaels bis zum Schluss hingebungsvolle Unterstützung so gefühlvoll zu gestalten, dass sich die Distanz der künstlerischen Gestaltung des Films zu seiner eigenen Geschichte endlich auflöst oder zumindest lockert. Trotzdem: „The Lady“ bleibt es schuldig, ein berührender Film,…
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Dietmar Kesten: Filmmag.de
Kommentar löschen[...] Luc Besson gelingt eine bodenständige Biografie filmisch gut umzusetzen. Zwischen Politik und Privatleben stehend, beschreibt er die inneren Widersprüche, in denen Suu Kyi ständig zwischen Privatem und der Politik stand. Besson zeigt , dass er viel Feingespür hat. Und sein Ausflug ins Drama ist nicht hoch genug einzuschätzen. Gekonnt entfaltet er ein Stück der politischen Geschichte Birmas.
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CINEMAN.ch
Kommentar löschenWer Biopics über noch lebenden Menschen dreht, muss damit rechnen, dass ihm die Wirklichkeit immer ein paar Schritte voraus ist. Im Falle von Luc Bessons The Lady und seiner Heldin Aung San Suu Kyi ist es pünktlich zum Filmstart sogar ein gehöriger Vorsprung, ist doch die burmesische Friedensaktivistin längst aus dem Hausarrest entlassen und wieder in der Politik aktiv. Als hätte er so etwas geahnt, konzentriert sich Besson mehr auf das private als auf das politische Schicksal seiner von Michelle Yeoh überzeugend verkörperten Heldin, was die biografische Stärke seines Dramas allerdings ohne Frage verwässert
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Matthias Pasler: Movie Maze Matthias Pasler: Movie Maze
Kommentar löschenThe Lady ist ein etwas zu schnörkelloses Biopic, das jedoch mit zwei starken Hauptdarstellern glänzt. Die Story wird zwar spannend und berührend, aber auch etwas klischeebehaftet erzählt.
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Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln
Kommentar löschenThe Lady ist ein braver Abriss der Zeitgeschichte mit schönen Landschaftsaufnahmen, feierlicher Musik, monumentalen Bildern und viel Folklore.
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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenThe Lady - Ein geteiltes Herz ist ein bewegender Film: politisch, menschlich, das Schicksal dieser Frau und ihrer Familie betreffend. Erzählt wird, chronologisch, minutiös, dokumentarisch.
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Thomas Winkler: fluter Thomas Winkler: fluter
Kommentar löschenLeider bleibt die Beziehung zwischen der Friedensnobelpreisträgerin und ihrem Ehemann, einem bekannten Tibetologen, seltsam blutleer – und damit auch das Herz von The Lady.
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Lars Tuncay: Filmtabs, Intro Lars Tuncay: Filmtabs, Intro
Kommentar löschenTrotz einiger Kitschmomente gelingt Besson mit The Lady eine spannende und bewegende Nacherzählung der Ereignisse und Hintergründe.
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Dirk Henninger: Echo Online Dirk Henninger: Echo Online
Kommentar löschenMichelle Yeoh, die für den Film die birmanische Sprache gelernt hat, spielt die Rolle ihres Lebens: eine willensstarke und prinzipientreue Verfechterin der Demokratie. Wie sie die nach Gandhis Lehren des gewaltlosen Widerstandes handelnde Protagonistin [...] darstellt, ist beeindruckend.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenTrotz des Pathos, mit dem Luc Besson einige Szenen inszeniert – etwa beim von der anschwellenden Musik Eric Serras begleiteten ersten öffentlichen Auftritt Suu Kyis oder bei der Gegenüberstellung der zierlichen Frau mit Gewehr im Anschlag tragenden Soldaten – überzeugt „The Lady – Ein geteiltes Herz“ insbesondere durch das zurückgenommene Spiel von Michelle Yeoh und David Thewlis: Über die verblüffende Ähnlichkeit der malaysischen Schauspielerin mit der echten Aung San Suu Kyi hinaus gelingt es Michelle Yeoh, das Charisma der Freiheitskämpferin zu verkörpern.
„The Lady – Ein geteiltes Herz“ ist indes mehr als eine Filmbiografie. Denn in seinem Film zeigt Luc Bessons Film eine bewegende Liebesgeschichte, die mit den süßlich-romantischen „Love Stories“ des Hollywoodkinos kaum etwas gemeinsam hat. Denn die wenigsten Filme handeln von einer jahrzehntelang anhaltenden Treue – von löblichen Ausnahmen wie Mike Leighs „Another Year“ einmal abgesehen. Deshalb konzentriert sich Drehbuchautor und Regisseur nicht allein auf Aung San Suu Kyi, sondern zeigt parallel die Bemühungen ihres Mannes Michael Aris, sein eigenes Leben dem Lebenswerk seiner Frau unterzuordnen. David Thewlis verleiht Michael Aris freilich Entschlossenheit und Charakterfestigkeit, die jeder Unterwürfigkeit entgegensteht. Der politische Kampf um das Wohl ihres Volkes verlangt das Opfer des privaten Glücks nicht nur von Suu Kyi, sondern auch von Michael ab, der zuletzt sogar auf dem Sterbebett auf die Abwesenheit seiner Frau verzichten muss – und es auch ganz bewusst tut. Weil die echte Suu Kyi in Birma so etwas wie einen Heiligenstatus genießt und sein Film noch zu einer Art „Heiligsprechung“ der Friedensnobelpreisträgerin beitragen könnte, lässt Luc Besson Suu Kyi einen bemerkenswerten Satz sprechen: „Eine Heilige ist eine Sünderin, die sich weiterhin anstrengt.“ Dennoch: Mit „The Lady – Ein geteiltes Herz“ liefert Luc Besson eine ergreifende Hommage an die Friedensnobelpreisträgerin.
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Richard Lammel: DVD-Forum.at Richard Lammel: DVD-Forum.at
Kommentar löschenDem Kinobesucher, der sein Ticket wegen dem Regisseur löst, sei gesagt, dass seine ansonsten immer vorhandene Atmosphäre und somit auch das Gefühl, hier ein wenig auf der Strecke bleiben. Insgesamt ist The Lady, auch trotz aller Mankos, ein solides Werk geworden, welches auch in der enormen Laufzeit von 130 Minuten funktioniert.
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Rochus Wolff: freier Journalist
Kommentar löschenLuc Bessons Blick auf Aung San Suu Kyis Leben konzentriert sich ganz auf ihr Leben als Privatmensch und weicht den meisten politischen Inhalten weiträumig aus.
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Holger Römers: Film-Dienst.de Holger Römers: Film-Dienst.de
Kommentar löschenWährend Clint Eastwood ins Heldenporträt des ähnlich bewundernswerten Nelson Mandela immerhin Andeutungen familiärer Konflikte einfließen ließ, blenden Besson und Frayn etwaige Schattenseiten komplett aus.
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D. Maurer: Outnow.ch D. Maurer: Outnow.ch
Kommentar löschenThe Lady ist ein gutgemeintes Drama mit einer wichtigen Message, die während des Films aber eher verloren geht. [...] Für kulturelle Einblicke, beeindruckende Bilder und gute Schauspielkünste lohnt sich der Film trotzdem.
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Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...
Kommentar löschen„Das ist für mich mehr als ein Film“: Malaysias Actionstar Michelle Yeoh, bekannt aus „Tiger and Dragon“ und James Bond-Filmen, ist sich sicher, dass sie das Werk ihres Lebens abgeliefert hat. „The Lady“ heißt das zweistündige Kino-Porträt der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, die in ihrer Heimat Burma einfach „Daw Suu“ genannt wird - eben: Lady Suu.
Yeoh, zierlich, quirlig, kämpferisch, gibt mit ihrer Hauptrolle einer der erstaunlichsten politischen Biografien unserer Zeit Gestalt. Suu Kyis Werdegang als Ikone des Widerstands gegen eines der repressivsten Militärregime der Welt verlangt wohl nach einer starken Identifikation mit dem Sujet. In „The Lady“ wird Yeoh zu Suu Kyi - rein optisch wie auch im Herzen des Zuschauers: Jahrelang hat sich die Schauspielerin mit nichts anderem beschäftigt als mit ihrer Suu-Kyi-Werdung. Sogar die halsbrecherische Landessprache Burmas hat sie gepaukt. Was Wunder: „Use your feelings to promote ours“ habe ihr Suu Kyi bei dem einzigen Treffen mit auf den Weg gegeben, erzählt Yeoh.
Besson und Yeoh haben einen Liebesfilm gedreht, ebenso wie ein politisches Epos. Besson erleichtert dem Zuschauer den Einstieg in den Stoff über das Privatleben seiner Protagonistin. Manchmal scheint die Kamera etwas stark an den Hauptfiguren zu hängen: Es gibt Stellen, da wünscht man sich weniger Kammerspiel und mehr Blick auf die internationalen Verflechtungen des Regimes: Wer hat von der Repression profitiert? Wieso brachte internationaler Druck keine Ergebnisse? Nichts destotrotz erhellt der Film viele Aspekte, die wenig bekannt sind.
Zuallererst erhofft sich der Regisseur denn auch von seinem Film „dass er gesehen wird“. Einen Oscar für Yeoh fände er schön, zumal den noch nie eine Frau aus Asien gewinnen konnte. Verdient wäre er. Denn „The Lady“ ist, ganz wie Yeoh sagt, mehr. Vielleicht sogar mehr als Kino: Kino der Menschenrechte.
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Justin Chang: Variety Justin Chang: Variety
Kommentar löschenMit einnehmder Leinwandpräsenz zeugt Yeoh in jeder Szene von Haltung und moralischer Integrität - außerdem ist sie einfach hinreißend, wenn sie Blumen im Haar trägt (was sie in diesem Film häufig macht). Doch da ihre Rolle leider in erster Linie aus einer Reihe elegant aufgesagter Parolen besteht, bekommt die Schauspielerin keine Gelegenheit, besonders tief unter die gelassene Oberfläche von Suu Kyi vorzudringen.
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Betsy Sharkey: Los Angeles Times Betsy Sharkey: Los Angeles Times
Kommentar löschenWas The Lady fehlt sind die Souveränität und der Wagemut, mit denen Besson normalerweise seine Filme angeht. Stattdessen schwankt The Lady zwischen trockener Dokumentation und übermäßiger Sentimentalität - beides in diesem Falle unangebracht.
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Kommentare (8) — Film: The Lady - Ein geteiltes Herz
daniel.helmer.7 Mon, 24 Sep 2012 16:33:31 -0000
Kommentar löschenLeider war ich von dem Film ziemlich enttäuscht. Ob der bewegenden Geschichten von Suu Kyi und vor allem in Anbetracht der dramatischen Ereignisse in Birma, bleiben ALLE Charaktere äußerst blass. Auch scheint mir Luc Besson seine Hauptdarstellerin als Heilige zu stilisieren, indem er sie wirklich "heilig" darstellt. Platz für menschliche Emotionen und familiäre Probleme, die ihr Hausarrest mit sich brachte wird nahezu völlig ausgeblendet.
5 Punkte bekommt dieser Film von mir dennoch, da ich ihn für wichtig halte, spielt Birma im großen Konzert der Welt eher keine Rolle und bekommt hier seine Aufmerksamkeit.
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chmul_cr0n Thu, 02 Aug 2012 00:50:59 -0000
Kommentar löschenFängt ganz gut an. Hat zwar ein paar durch coole Momente unterbrochene Durststrecken zu überwinden, wird aber richtig schön bessonmäßig kitschig am Ende.
David Thewlis ist saugut, das ganze Ding durch. Michelle Yeoh musste auf die letzte halbe Stunde warten um richtig glänzen zu dürfen. Und geglänzt hat se. :)
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ebda3522 Thu, 10 May 2012 20:59:43 -0000
Kommentar löschenEin toller Film über eine großartige Frau. Schade nur das so wichtige Streifen wie dieser bei den „großen“ Filmpreisen immer leer ausgehen…
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New Cameron Thu, 06 Sep 2012 07:26:38 -0000
Antwort löschenWEil politisch einseitige Filme, die nur über die emotionale Ebene getragen werden zum Glück bei „großen“ Filmpreisen kein Platz haben
Pepilotta Wed, 18 Apr 2012 20:53:07 -0000
Kommentar löschenViele haben nicht erwartet, dass das Privatleben Aung San Suu Kyis im Film derartig in den Mittelpunkt gerückt wird - mitten in die eher bruchstückhafte Erzählung der politischen Ereignisse. Die Schwäche des Films liegt darin, dass der Versuch, beides darzustellen, in der Hinsicht mißlingt, als das beide Elemente eher oberflächlich gezeigt werden. Genauso die kulturellen Hintergründe und Bilder, die Myanmars Vielfalt kurz abbilden, aber nicht erklären. Die Recherche für den Film hat eher einseitig staffgefunden (konnte wahrscheinlich nur einseitig stattfinden), so dass das Paar mit seinen Kindern rundum perfekt wird. So wird, wie Andreas Fischer in seiner Kritik schreibt, das Portrait zum Heiligenbild.
Das alles ist aber nur die Schwäche des Films als Portrait. Der Film kann aber noch ganz andere Funktionen erfüllen. Auch solche, die wir als Außenstehende vielleicht nicht in selber Weise nachempfinden können, einfach aus dem Grund, weil es nicht unser Schicksal ist. Hineinfühlen kann man sich in die Figuren meiner Ansicht nach aber doch, vor allem in Michael Aris, dessen Innenleben detaillierter dargestellt wird als das von Aung San Suu Kyi.
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antaris Wed, 11 Apr 2012 20:19:16 -0000
Kommentar löschenRundum positive Kommentare... Ich muss mich leider darüber wundern.
Der Film erzählt völlig konventionell und inkonsequent. Die Kamera ist langweilig bis schlecht. Das Drehbuch ist miserabel. Zu keinem Zeitpunkt konnte ich mit einer der Figuren mitfühlen. Das Bedürfnis, aus dem sie handeln, lässt sich für mich nicht nachvollziehen. Ich konnte nie die Liebe abkaufen, das politische Engagement, den emotionalen Schmerz. Einige Bilder ergaben auch einfach nur keinen Sinn. Wahrscheinlich mussten viele erklärenden Bilder heraus geschnitten werden.
Leider empfand ich diesen Film als langweilig und über weite Strecken schlecht gespielt. Aus der Geschichte, die im historischen Sinne mehr als interessant ist, hätte man wesentlich mehr herausholen können. Gerade wenn man Luc Besson heißt und über Luc Besson-Mittel verfügt. Schade, schade, schade. Denn das einzige, was die Emotionen anzwickt, ist die ungemein pathetische Musik... Und nochmal: schade, schade, schade
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zenows Mon, 09 Apr 2012 15:37:43 -0000
Kommentar löschenRichtig schön gefühlvoll mit tollen Darstellern.
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annaberlin Fri, 06 Apr 2012 21:46:53 -0000
Kommentar löschenBerührend, wenngleich streckenweise ein wenig klischeebeladen. Luc Besson inszeniert recht schnörkellos und konventionell die Geschichte einer außergewöhnlichen Frau, die ähnlich wie Gandhi ganz ohne Religiösität zu den Ikonen unserer Zeit gehört. Schön daran ist, dass er ihre persönliche Geschichte, insbesondere die Ehe zu ihrem ebenso außergewöhnlichen Mann, in den Vordergrund rückt, sodass Aung San Suu Kyi immer menschlich für uns bleibt. David Thewlis spielt ebenso überragend wie Michelle Yeoh, die abseits vom Actionkino hier wohl die Rolle ihres Lebens gefunden hat.
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christof.s Sun, 26 Feb 2012 10:24:41 -0000
Kommentar löschenEin rundum solide gemachter Film, der künstlerisch keinerlei Risiko eingeht - ganz im Gegensatz zu seiner Hauptfigur, die ihr Lebensglück für die politische Sache opfert. Schade dass der Film, trotz Luc Besson und solidem Handwerk, (zumindest hier) nur in einem winzigen Kino läuft.
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