Zabriskie Point

Zabriskie Point (1970), US
Laufzeit 111 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 30.07.2009

7.1 Kritiker
10 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.2 Community
213 Bewertungen
9 Kommentare
Zabriskie Point - Bild 1705825
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von Michelangelo Antonioni, mit Mark Frechette und Daria Halprin

Die Studentin Daria und Mark, den sie vor kurzem kennengelernt hat, sind auf der Flucht. Auch Mark war bis vor wenigen Tagen noch ein Student, hat dann aber auf einen Polizisten geschossen; jetzt ist die Polizei daher hinter ihm her. Die Flucht der beiden führt sie mitten in die Wüste, wo Darias Vater, ein Großindustrieller, ein abgelegenes Ferienparadies erbaut hat. Doch werden sie hier sicher vor ihren Verfolgern sein?


Cast & Crew


Kommentare (9) — Film: Zabriskie Point

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Jack_Torrance

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Bewertung9.0Herausragend

Wider erwarten ist "Zabriskie Point" mein persönlicher Liebling von Antonioni (bis jetzt). Bei der eher geringen Vorhersage und mancherlei Kommentaren hatte ich ihn als schwere, sperrige Kost eingestuft. Überrascht war ich irgendwie schon.
Denn was Antonioni hier gemacht hat, ist schlicht und ergreifend faszinierend: Bilder wie Gemälde; Aufnahmen, die vor Schickeria nur so strotzen. Das alles nur um das Zeitgefühl der 69-er Generation widerzugeben.
Es steht außer Frage, dass Antonionis ästhetische Aufnahmen kein Selbstzweck sind. Er visualisiert jugendliche Träume und Phantasien, um ihre Gefühle und Gedanken darzustellen. Beispiel dafür ist die famose Schlusssequenz, bei der jeder selbsternannte Cineast vor Ehrfurcht erstarren sollte.
Antonioni beeindruckt nicht nur, er hypnotisiert !

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Blonder

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film fängt stark an und endet stark. Aber der Mittelteil, das Zusammentreffen der beiden ist ein wenig langatmig inszeniert. Eine junge Frau und ein junger Mann treffen sich in der Wüste und lieben sich, daraus besteht eigentlich schon der ganze Mittelteil. Aber ich denke mal, dass die Szenen der Liebenden in der Wüste für die Freiheit der Menschen in einer von Konsum regierten Welt stehen.
Ein Film, der damals genau den Nerv der Zeit traf, und wenn man mal darüber nachdenkt tut er das auch noch heute. Dennoch muß man ganz klar sagen, man hätte mehr aus dem Thema heraus holen können.

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Effenberg

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Bewertung2.5Ärgerlich

So prätentiös, dass es weh tut. Das ist insofern gut, als der Schmerz am Einschlafen hindert. Was wiederum bezogen auf den Film eigentlich schade ist...

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maslobojew

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Bewertung9.0Herausragend

Pointierter und einfacher kann eine Bestandsaufnahme der modernen westlichen Gesellschaft kaum sein. Die Verzweiflung über die vorgefundenen Ergebnisse wird für mich in der berühmten Explosions-Schluss-Sequenz deutlich.
Am Handeln der Polizei auf dem Flugfeld kann man ablesen, dass sich die Angst der Staatsmacht, Kontrollverlust zu erleiden schon immer in übermäßiger und überhasteter Gewalt äußert.

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Schlegel

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Bewertung9.0Herausragend

Dem Film die Laiendarsteller und eine mäandernde Handlung vorzuwerfen (wie es der Spiegel getan hat) mutet bei einem Antonioni-Film doch etwas absurd an. Als würden "L'eclisse" und "Deserto rosso" nicht vor hölzernem Spiel nur so strotzen, als wären Antonionis Filme sonst ein Ausbund an Stringenz. "Zabriskie Point" hat mich mit seiner Zärtlichkeit und Milde überrascht. Trotz aller Sympathie für die Protagonisten ist spürbar, dass hier ein Älterer auf die nachfolgende Generation blickt. Antonioni wird zum Schwärmer, kurioserweise, und doch ist er sich seiner Distanz immer bewusst. Beiläufig notiert er am Anfang, wie Studentinnen von revoltierenden Studenten zum Kaffeeholen ausgesandt werden. Übersteigert und furios entsendet er die Revolte am Ende ins Reich der Träume. Natürlich kann man einen Antonioni, der Film immer als Kunst begriffen hat, nicht auf simple Botschaften reduzieren. Umso enttäuschender, dass ausgerechnet einer seiner zugänglichsten Filme von der Kritik in unsäglicher Plattheit abgestraft wurde.

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alanger

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der gute antonioni ...aber das ganze hat mit der zeit und der aufbruchstimmung (die da, zugegeben, auch schon wieder ihrem ende zuging) soviel zutun wie wüstenspringmäuse mit einem zenbuddhistisches kloster.


Schlegel

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Kann ich nicht beurteilen, war nicht dabei. Ich glaube, es gibt schlimmere Filme zum Thema.


Stefan Ishii

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Normalerweise traue ich mich ungern an Kritiken zu Klassikern der Kinowelt. Aber da es zu "Zabriskie Point" hier noch nicht viel gibt, will ich mich trotzdem mal versuchen...

"Zabriskie Point" hat in erster Linie grandios schöne Bilder. Das kann man sicherlich ohne Frage behaupten. Trotzdem war der Film damals ein großer Flop. Das lag sicherlich an den hohen Erwartungen, die an Michelangelo Antonioni gestellt wurden. Nach "Die Nacht" von 1961 oder "Blow up" von 1966 hatten möglicherweise viele Zuschauer andere Vorstellungen. Außerdem stand das amerikanische Kino damals am Anfang eines Umbruchs.

Aus meiner heutigen, persönlichen Sicht finde ich, dass "Zabriskie Point" nach "Beruf: Reporter" von 1975 Antonionis zweitbester Film ist. Ich liebe den Stil einfach. Ist "Zabriskie Point" ein missverstandenes Meisterwerk? Vielleicht... Es wurden dem Film linksradikale und anti-amerikanische Aussagen vorgeworfen. Ich sehe darin vielmehr einen Versuch, den Geist der damaligen Zeit einzufangen. Und das ist Antonioni durchaus gelungen.

Die beiden Hauptdarsteller Mark Frechette und Daria Halprin (die übriegens ein paar Jahre mit Dennis Hopper verheiratet war) machen ihre Sache - obwohl sie nur Laien waren - doch eigentlich recht gut. Und Rod Taylor in einer kleinen Nebenrolle zu sehen, ist wirklich super. Irgendwie ist er für mich ein Symbol der 50er und 60er Jahre, und passt damit perfekt in seine Rolle. Leider ist der kleine Auftritt von Harrison Ford verloren gegangen; es wäre wirklich interessant gewesen, ihn zu sehen...

Aber der eigentliche Star des Filmes ist die grandiose Landschaft. Zabriskie Point ist ein Naturschauspiel. Bizarre Gesteinsformationen wurden durch starke Erosion erschaffen. Dieses wunderschöne Gebiet wurde durch Michelangelo Antonioni beeindruckend auf Film gebannt. Aber auch die restlichen Landschaftsaufnahmen sind wunderschön.

Die Musik spielt ebenfalls eine gewichtige Rolle. Antonioni wählte eher ruhige, aber trotzdem emotionale Songs von Pink Floyd, The Grateful Dead oder den Rolling Stones, um sein Werk zu untermalen. Aber er setzte sie nur spärlich ein. Damit "verkommt" das Werk nicht zu einem Rockkonzert...

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André Friebel

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

er ist gerade gut, weil kaum geredet wird. sonst schau ich mir einen eddie murphy-film an. der film übt gesellschaftskritik. die explosionsszene sollte sogar entfernt werden, weil sie die jugend zum terrorismus anstiften könnte. der film hat aber mehr zu zeigen als nur eine explosion.

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feininger75

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Der Film ist gerade in einer herrlich restaurierten Fassung bei Warner neu erschienen.


alanger

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http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,627145,00.html


alanger

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Bewertung5.5Geht so

der lieblingsfilm von wim wenders.
sieht zumindest so aus.

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Gustav

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Bewertung1.0Ärgerlich

Unendlich langweilig - man kann nicht mal sagen "geschwätzig", weil die Leute sich die meiste Zeit anschweigen - aber immerhin mit ein paar hübschen Exposionen in Zeitlupe am Schluss. Die haben zwar rein gar nichts mit der rudimentären Handlung zu tun (Junge trifft Mädchen), sind aber ganz nett anzusehen.

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