Heaven's Gate - Das Tor zum Himmel

Heaven's Gate

US · 1980 · Laufzeit 219 Minuten · FSK 16 · Drama, Historienfilm, Western · Kinostart

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von Michael Cimino, mit John Hurt und Christopher Walken

Heaven’s Gate – Das Tor zum Himmel ist ein Spätwestern von Michael Cimino mit Kris Kristofferson und Christopher Walken in den Hauptrollen.

Handlung Heaven’s Gate – Das Tor zum Himmel
Wyoming gegen Ende des 19. Jahrhunderts: Ein weites Land, aber nicht weit genug nach Meinung der mächtigen Viehzüchter. Mit allen Mitteln versuchen sie, Einwanderer aus Osteuropa zu vertreiben. Die “Rechte” der Viehbarone verteidigend, macht der Revolverheld Nathan Champion (Christopher Walken) gnadenlos Jagd auf die Neuankömmlinge. Den Einwanderern und dem Gesetz zur Seite steht Marshall James Averill (Kris Kristofferson). Aber die beiden Männer kämpfen nicht nur auf gegnerischen Seiten, sie kämpfen auch um die schöne Ella (Isabelle Huppert). Das Unverständnis zwischen den Gruppen entwickelt sich zu blindem Hass, der in einer blutigen Schlacht endet, die nur Verlierer kennt.

Hintergrund & Infos zu Heaven’s Gate – Das Tor zum Himmel
Michael Cimino war damals ein aufstrebender Regisseur, der mit Die durch die Hölle gehen viele Oscars gewann. Durch diesen Erfolg hatte er vom Studio United Artists praktisch freie Hand für Heaven’s Gate bekommen. Ausgestattet mit einem Budget von knapp zehn Millionen Dollar war der Film schon teuer, aber durch viele Probleme am Set – unter anderem ließ der als Perfektionist geltende Michael Cimino einen Großteil des Sets für über eine Million Dollar abreißen und neu aufbauen – explodierten die Kosten auf 40 Millionen Dollar und machten Heaven’s Gate zu einem der teuersten Filme.

Als Michael Cimino dem Studio die erste Schnittfassung vorstellte, soll der Western fünfeinhalb Stunden lang gewesen sein. Aber auch eine gekürzte Fassung wurde bei der Veröffentlichung von amerikanischen Kritikern verrissen und konnte an den Kinokassen gerade einmal ein Zehntel der Kosten einspielen. Es wird vermutet, dass sich die Kritiker irgendwann selbst übertreffen wollten und teilweise von den schlechten Produktionsnachrichten beeinflusst wurden. Im Vergleich zu den amerikanischen Kritikern wurde Heaven’s Gate in Europa deutlich positiver aufgenommen und wurde 1981 für die Goldene Palme in Cannes nominiert. Dennoch ging die Ablehnung gegen den Film so weit, dass er für den Negativpreis Goldene Himbeere gleich fünfmal nominiert wurde, inklusive schlechtester Film und Michael Cimino als schlechtester Regisseur, wobei er für letzteren ausgezeichnet wurde.

Dies alles führte auch dazu, dass die Filmstudios kein Vertrauen mehr in das Genre Western mehr hatten. Erst 1991 konnte Kevin Costner mit Der mit dem Wolf tanzt wieder einen kommerziellen Erfolg erzielen. Erst Jahre später erlangte Heaven`s Gate eine gewisse Würdigung.

Nach dem Flop von Heaven’s Gate wurde United Artists an MGM verkauft und Regisseur Michael Cimino war lange Zeit eine Persona non grata. Der Ruf, Geld quasi zu verbrennen, eilte ihm voraus und er blieb über fünf Jahre ohne Arbeit. Erst nach seinem Film Im Jahr des Drachen von 1985 konnte Cimino seinen Ruf etwas aufpolieren. Eine große Karriere, die ihm nach seinem Erfolg von Die durch die Hölle gehen versprochen wurde, blieb aber aus. Der Misserfolg von Heaven’s Gate hatte auch zur Folge, dass Hollywood-Studios wieder stärkeren Einfluss auf die Regisseure ausübten. Der Film wird somit oft als das Ende der New-Hollywood-Ära bezeichnet. (MK)

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