Actrices - oder der Traum aus der Nacht davor
Actrices (2007), FR Laufzeit 108 Minuten, FSK 6, Komödie, Kinostart 17.04.2008
3 Bewertungen
Skala 0 bis 10
32 Bewertungen
4 Kommentare
Keine
von Valeria Bruni Tedeschi, mit Noémie Lvovsky und Valeria Golino
Die erfolgreiche Schauspielerin Marcelline steckt mitten in den Proben als Natalaja Petrowna in Turgenjews Ein Monat auf dem Lande. Bewegung statt Psychologie ist das Credo des eigenwilligen Jungregisseurs, der seine Darsteller unerbittlich im Kreis über die Bühne jagt. Ebenso unerbittlich vergeht die Zeit auch außerhalb des Theaters, und spätestens der unverblümte Hinweis ihrer Gynäkologin erinnert Marcelline daran, dass sie kurz vor ihrem 40. Geburtstag steht, kinderlos und selbst wie ein staunendes Kind in einer unbegreiflichen Welt, unaufhörlich begleitet von den sarkastischen Vorwürfen der ewig jungen, lebensfrohen Mutter. Unaufhaltsam schlittert Marcelline in eine ausgewachsene Sinnkrise. Traum und Wirklichkeit, Eigensucht und Selbstaufgabe, Gegenwart und Vergangenheit beginnen sich zu verweben und zu durchkreuzen. Plötzlich thront der Geist ihres verstorbenen Vaters auf dem Familiensofa, befreit sich Natalja Petrowna aus den Fesseln einer erfundenden Theaterfigur, schmeckt der Kuss des allzu jungen, rätselhaft verführerischen Schauspielerkollegen Èric nicht mehr nur auf der Bühne.
HandlungMarceline (Valeria Bruni Tedeschi) ist eine erfolgreiche, talentierte Schauspielerin Ende 30. Sie wohnt in Paris und muss sich von ihrer Mutter (Marisa Borini ) und ihrer Tante (Simona Marchini) immer wieder mit Fragen zu ihrem Single-Dasein nerven lassen. Selbst ihr bereits verstorbener Vater (Maurice Garrel) und ihr toter Ex-Freund erscheinen ihr um sie zu ihrem Liebesleben zu befragen. Sie selbst bittet die Jungfrau Maria in einer Kirche zunächst sie mit einem Ehemann, schließlich mit einem Kind zu segnen, als sie von ihrer Frauenärztin (Souz Chirazi) erfährt, dass sie aufgrund ihres Alters und Hormonspiegels möglichst schnell schwanger werden sollte.
Als die Proben für das Theaterstück Ein Monat auf dem Lande nach dem gleichnamigen Roman Turgenews beginnen, in dem sie die Hauptrolle der Nathalia Petrovna spielt, treten gleich mehrere Männer…
Die erfolgreiche Schauspielerin Marcelline steckt mitten in den Proben als Natalaja Petrowna in Turgenjews Ein Monat auf dem Lande. Bewegung statt Psychologie ist das Credo des eigenwilligen Jungregisseurs, der seine Darsteller unerbittlich im Kreis über die Bühne jagt. Ebenso unerbittlich vergeht die Zeit auch außerhalb des Theaters, und spätestens der unverblümte Hinweis ihrer Gynäkologin erinnert Marcelline daran, dass sie kurz vor ihrem 40. Geburtstag steht, kinderlos und selbst wie ein staunendes Kind in einer unbegreiflichen Welt, unaufhörlich begleitet von den sarkastischen Vorwürfen der ewig jungen, lebensfrohen Mutter. Unaufhaltsam schlittert Marcelline in eine ausgewachsene Sinnkrise. Traum und Wirklichkeit, Eigensucht und Selbstaufgabe, Gegenwart und Vergangenheit beginnen sich zu verweben und zu durchkreuzen. Plötzlich thront der Geist ihres verstorbenen Vaters auf dem Familiensofa, befreit sich Natalja Petrowna aus den Fesseln einer erfundenden Theaterfigur, schmeckt der Kuss des allzu jungen, rätselhaft verführerischen Schauspielerkollegen Èric nicht mehr nur auf der Bühne.
HandlungMarceline (Valeria Bruni Tedeschi) ist eine erfolgreiche, talentierte Schauspielerin Ende 30. Sie wohnt in Paris und muss sich von ihrer Mutter (Marisa Borini ) und ihrer Tante (Simona Marchini) immer wieder mit Fragen zu ihrem Single-Dasein nerven lassen. Selbst ihr bereits verstorbener Vater (Maurice Garrel) und ihr toter Ex-Freund erscheinen ihr um sie zu ihrem Liebesleben zu befragen. Sie selbst bittet die Jungfrau Maria in einer Kirche zunächst sie mit einem Ehemann, schließlich mit einem Kind zu segnen, als sie von ihrer Frauenärztin (Souz Chirazi) erfährt, dass sie aufgrund ihres Alters und Hormonspiegels möglichst schnell schwanger werden sollte.
Als die Proben für das Theaterstück Ein Monat auf dem Lande nach dem gleichnamigen Roman Turgenews beginnen, in dem sie die Hauptrolle der Nathalia Petrovna spielt, treten gleich mehrere Männer (und mögliche Väter) in ihr Leben:
Der Regisseur Denis (Mathieu Amalric) ist zunächst von seiner Nathalia hell auf begeistert. Schnell hat er jedoch genug von ihren Launen und Extrawünschen und begegnet ihr auch mit Härte. Als er ihr emotional und körperlich zu Nahe kommt, weist Marceline ihn zurück.
Der zwanzig Jahre jüngere Eric (Louis Garrel), im Stück der junge Hauslehrer, verliebt sich sowohl auf der Bühne als auch im wahren Leben in Marceline alias Nathalia. Nach einem anfänglichen Kuss gesteht er ihr später seine Liebe, woraufhin Marceline zurück schreckt und davon läuft.
Ihren Kollegen Marc (Olivier Rabourdin) nimmt sie nicht einmal richtig zur Kenntnis als er ihr zu ihrem vierzigsten Geburtstag mit seiner Band auf der Bühne des Theaters ein Ständchen singt.
Aber auch mit den Frauen im Team läuft nicht alles glatt:
Die Regie-Assistentin Nathalie (Noémie Lvovsky) kennt sie bereits seit der Schauspielschule. Beide wurden damals immer für dieselben Rollen besetzt und auch heute ist noch eine gewisse Konkurrenz zu spüren. Nathalie hat sich gegen die Karriere als Schauspielerin und für eine eigene Familie entschieden, arbeitet als Regieassistentin und ist vor kurzem Mutter geworden. Außerdem himmelt sie den Regisseur Denis an.
Die junge Juliett (Laetitia Spigarelli ) fragt sie um schauspielerischen Rat, verliebt sich jedoch selbst in Eric.
Und dann ist da noch der Geist der Nathalia Petrovna (Valeria Golino), der Marceline versucht gute Tipps in Bezug auf ihre Rolle und Eric zu geben.
Letztendlich kommt es zu einem tragisch-komischen Finale…
Wissenswertes
Die Idee zum Film kam Valeria Bruni Tedeschi und Noémie Lvovsky während der Proben zu dem Theaterstück “Ein Monat auf dem Lande” nach dem gleichnamigen Roman (1850) von Iwan Sergejewitsch Turgenew, in dem Bruni Tedeschi wirklich von der Assistentin des Theater-Regisseurs ersetzt worden ist.
Bruni Tedeschi ist ein großer Fan russischer Romancier wie Turgenew oder Anton Pawlowitsch Tschechow.
Noémie Lvovsky und Valeria Bruni-Tedeschi arbeiten bereits seit 1990 und dem Kurzfilm Dis-moi oui, dis-moi non (1990) von Lvovsky zusammen. Sie haben einige Drehbücher gemeinsam verfasst und in den Filmen der jeweils anderen mitgewirkt.
Wie bereits in Bruni Tedeschis erster Regiearbeit Il est plus facile pour un chameau… (2002), besetzte sie die Rolle ihrer Mutter im Film Actrices mit ihrer leibhaften Mutter Marisa Borini .
Weiterführende Informationen
Informationen zur Darstellerin und Regisseurin Valeria Bruni Tedeschi
Weitere Informationen im Internet
Zusammenstellung von Film-Kritiken auf film-zeit.de (deutsch)
Trailer bei youtube (fr.)
Quellen
Actrices) bei der Wikipedia (fr.)
Interview mit Bruni Tadeschi bei Canal+ (fr.)
Mehr Bilder (15) und Videos (1) zu Actrices - oder der Traum aus der Nacht davor
Cast & Crew
-
Valeria Bruni Tedeschi
-
Noémie Lvovsky
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Nathalie
-
Valeria Golino
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Natalia Petrovna
-
Maurice Garrel
-
Bernard Nissile
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jean-Paul
-
Laetitia Spigarelli
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Juliette
-
Eric Elmosnino
Regie
Schauspieler
-
Noémie Lvovsky
-
Agnès de Sacy
-
Valeria Bruni Tedeschi
- Genre
- Tragikomödie
- Ort
- Paris
- Handlung
- Allein Stehend, Art House-Film, Bühne, Große Liebe, Inszenierung, Kinderlosigkeit, Mutter-Tochter-Beziehung, Schwangerschaft, Theater, Theaterregisseur, Theaterstück
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Actrices - oder der Traum aus der Nacht davor
Trailer zum Film Actrices - oder der Traum aus der Nacht davor
Fans dieses Films gefiel auch
Aktuelle moviepilot-Interviews
Schauspieler und Filmemacher
Links zum Film Actrices - oder der Traum aus der Nacht davor
- Actrices - oder der Traum aus der Nacht davor: cineclic.de

















Kritiken (1) — Film: Actrices - oder der Traum aus der Nacht davor
G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenAll die kleinen Momente, die Verletzlichkeiten, Zweifel, Unsicherheiten zeigen eine Frau mit so ehrlicher Offenheit, dass man schamhaft wegschauen möchte, es aber zu keiner Sekunde kann. [...] Ganz nebenbei sind die Dialoge genial, die Rollen exzellent besetzt.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Kommentare (3) — Film: Actrices - oder der Traum aus der Nacht davor
Kommentar schreibendaggi7 2009/03/23 09:01:53
Kommentar löschenEin wirklich schöner französischer Film, in dem frau sich eventuell teilweise selbst wiederfinden kann.
Das große Leitthema ist das Suchen der eigenen Identität. Wer bin ich? Wer möchte ich sein? Was erwarten die anderen von mir?
Schaffe ich es gegen den Strom zu schwimmen?
Sehr sehenswert!
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
annaberlin 2008/10/28 22:14:28
Kommentar löschenUngewöhnlicher, witziger, spritziger, dann wieder lächerlicher Film. Von Valeria Bruni Tedeschi will man mehr sehen!
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
Nevenka 2008/04/19 09:38:27
Kommentar löschenRealität, Bühnentheater, emotionales Theater, Tagträume, echte Träume, Ängste, Sehnsüchte, Halluzinationen. Die verschiedenen Arten der Wahrnehmung und des Empfindens der Protagonistin werden allesamt aufgeführt und vielfach vorgeführt. Überlagerungen der Daseinsebenen passieren zwangsläufig und an manchen Stellen wundert man sich als Zuschauer, in welchem Konstrukt der Film gerade ist. Für einen Moment ist Arthur real, für einen Moment ist der junge Kollege auch in der Wirklichkeit eine Möglichkeit, für einen Moment ist das gefundene Baby die Erfüllung aller Hoffnung. Indem jede Handlung, je nach einbezogenem Kontext, verschieden interpretiert werden kann, wird gleichzeitig die Realität in Frage gestellt. Wie zufrieden der Mensch mit seinem Leben ist, kommt darauf an, wie er es deutet.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten