... denn sie wissen nicht was sie tun

Rebel Without a Cause (1955), US Laufzeit 111 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 29.09.2005

noch nicht bewertet

Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
7.9
Kritiker
31 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.4
Community
2677 Bewertungen
53 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Nicholas Ray, mit James Dean und Dennis Hopper

Im Halbstarken-Klassiker Denn sie wissen nicht, was sie tun ergeht sich James Dean als jugendlicher Rebell in lebensgefährlichen Mutproben.

Ein Tag und eine Nacht voller Zerstörung entscheiden über das Schicksaleiner Gruppe junger Leute. Im Mittelpunkt steht Jim Stark (James Dean), der sich seinen Weg bahnt in der Auseinandersetzung mit dem schwächlichen Vater und auf der Suche ist nach Anerkennung in einer neuen Stadt. Doch was sich in ‘Mutproben’ und Gewalttätigkeiten äußert ist letztlich nur der verzweifelte Schrei nach Liebe.

Hintergrund & Infos zu Denn sie wissen nicht, was sie tun
Regisseur Nicholas Ray entwirft in …denn sie wissen nicht, was sie tun das Portrait einer Generation, die in den wohlhabenden Vorstädten Amerikas aufwächst und dennoch unglücklich und enttäuscht ist.

Vollständige Handlung
Jim Stark (James Dean), bereits mehrfach von verschiedenen Schule geflogen, ist gerade mit seinen Eltern nach Los Angeles gezogen. Die Eltern bieten ihrem Sohn kaum Geborgenheit; Jim spürt, dass sein Vater (Jim Backus) ein Schwächling ist und seine Mutter (Ann Doran) ihn nicht liebt. Auf seiner neuen Schule, der Dawson High School, begegnet man dem Außenseiter mit Misstrauen. Nur Judy (Natalie Wood) scheint sich für ihn zu interessieren, die allerdings mit dem Halbstarken Buzz (Corey Allen) liiert ist. Die Gang um Buzz provoziert Jim ständig und denunziert ihn als “chicken”. Der Streit eskaliert und endet in einer Messerstecherei.

Sein Vater kann Jim keinen Rat geben. Der verzweifelt an dem Fehlen einer autoritären Vaterfigur und lässt sich auf die Herausforderung ein, mit Buzz ein halsbrecherisches Autorennen zu fahren. Der sogenannten “Chicken Run” sieht vor, dass die Kontrahenten der Duells jeweils mit einem Auto auf eine Klippe zurasen. Wer zuerst aus seinem Wagen springt, hat verloren.

Das Duell endet tragisch. Buzz verheddert sich mit seiner Jacke in der Autotür und stürzt mit dem Fahrzeug in den Tod. Alle Anwesenden flüchten, nur Jim, Judy und der sensible Plato (Sal Mineo) bleiben zurück. Sie beschließen sich vor der Polizei in einer abgelegenen Villa zu verstecken. Dort kommen sich die drei näher. Als sich zwischen Jim und Judy mehr entspinnt, fühlt sich Plato, der selbst aus einem zerrütteten Elternhaus stammt, ausgeschlossen. Er geht in ein nah gelegenes Planetarium. Dort wird er von der Polizei gestellt: die Konfrontation endet tödlich.

  • 37795279001_1860637968001_th-5061c19c4facb0e436751aee-1592194048001
  • ... denn sie wissen nicht was sie tun - Bild 3769338
  • ... denn sie wissen nicht was sie tun - Bild 3769325
  • ... denn sie wissen nicht was sie tun - Bild 30606
  • ... denn sie wissen nicht was sie tun - Bild 30605

Mehr Bilder (8) und Videos (2) zu ... denn sie wissen nicht was sie tun


Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: ... denn sie wissen nicht was sie tun

_Garfield: Blogbusters

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Noch bevor Dustin Hoffman spießige Hochzeitsgesellschaften (ver-)störte oder Tyler Durden sich in Kellern boxte, gab's da diesen Kerl in der roten Jacke. Diesen Schönling, diesen rebellischen Aufreißer, der wie kein zweiter die Augen zu kleinen Schlitzen verengte, während die Kippe lässig in seinem Mundwinkel hing. Dieser Kerl, der Neue nebenbei bemerkt, der ehe er sich versah zur Vaterfigur geriet, ohne dass der eigene je seinen Erwartungen entsprach. Und dieser Vorfall, dieser blöde Unfall, der damals alles in Gang brachte. Die Trauer hielt nicht lange an, er schnappte sich das Mädchen. Aber einmal in seinem Leben wollte er „das Richtige“ machen, wollte sich stellen und dem selbst auferlegten Idealismus folgen. Seinen Eltern gefiel das überhaupt nicht. Schließlich kam doch alles anders, wäre auch ein kurzer Film geworden. Gemeinsam flüchtet die kleine „Familie“ in eine leerstehende Villa am Rande der Stadt – ein Riesending. Plötzlich geht alles ganz schnell: Rachsüchtige Rowdys, mitgebrachte Knarre, tief sitzender Familienkomplex und Flucht ins Planetarium. Kurz herrscht Stille, sie sind so klein und das Universum so groß. Angesichts des großen Ganzen, der überwältigenden Unendlichkeit wirken ihre Probleme nichtig. Der Kerl gibt seinem Freund seine rote Jacke, die er bis zu diesem Zeitpunkt so ikonisch spazieren trug. Eine letzte Geste für eine ganze Generation. Tragisch wird’s schließlich nur durch externen Einfluss. Denn sie wussten, was sie tun...

Kritik im Original 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

SoulReaver: CinemaForever

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

[...] '...denn sie wissen nicht, was sie tun' hat leider auch mit den gleichen Problemen wie 'Jenseits von Eden' zu kämpfen. Das Thema an sich ist immer noch aktuell und auch zeitlos, allerdings ist die Umsetzung und Darstellung bei weitem nicht mehr so brisant wie damals. Schockieren wird das Ende heute niemanden mehr, dafür sind die heutigen Zuschauer viel zu abgestumpft und auch die verhassten Durchhänger treten gelegentlich, allerdings nicht weiter schmerzhaft, auf. Dafür ist der Film immer noch zu spannend und die Charaktere, wie der gemeinsame Weg, zu mitreißend. [...]

Kritik im Original 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten

SoulReaver

Antwort löschen

Oha, dann wirds Zeit :)


Filmkenner77

Antwort löschen

Sind ja auch nur drei Filme. Insofern keine große Herausforderung. ;-)


Dietmar Kesten: Filmmag.de

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

[...] „...denn sie wissen nicht, was sie tun" ist kein nostalgischer Film, der im milchigen Dunst der aufstrebenden Western und Komödien verschwindet. Er gewinnt an Schärfe durch unnachgiebige Gesellschaftskritik, die sich als knospende Entwicklung herauszukristallisieren begann. [...]

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

[...] Platos stilles Bekenntnis hingegen ist beispielhaft für die innere Zerrissenheit der Figuren, die mit unterschiedlichen Problemen zu kämpfen haben, dabei jedoch alle die Isolation vom Vormund, das Gefühl, allein und unverstanden zu sein, eint. Sinnbildlich für diesen Gefühlszustand steht Starks energischer Ausspruch "You’re tearing me apart! ". In einem Ruhemoment vor dem großen Finale finden sich Stark und Plato noch einmal im Planetarium ein: Sie fliehen ausgerechnet an jenen Ort, der ihnen auf ihrer Suche nach sich selbst demonstriert, dass sie nur ein kleines unbedeutendes Glied einer großen universalen Kette sind. Aber vielleicht ist genau dies der Ansatz für wahre Rebellion: Wenn sich der introvertierte Plato die rote Jacke seines Freundes überstreift, finden zumindest kurzzeitig zwei selbst bestimmte Menschen zusammen – in einer Gesellschaft, die Jugendlichen jegliche Souveränität aberkennen möchte.

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (48) — Film: ... denn sie wissen nicht was sie tun


Sortierung

SalocinRocknRolla

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Zeitloser Film mit einem überragenden James Dean.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

jacker

Antwort löschen

Manchmal muss man einfach keine Romane schreiben :) Like!


DTokarsky

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

keiner verkörperten den Rebellen so gut wie James Dean, denn sowie beispielsweiße Charlie Sheen in "Two and a half man" muß Dean nicht schauspielern er muß ganz einfach er selbst sein.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Velly

Antwort löschen

"Two and a half men" und James Dean sollten nicht mal gleichzeitig auf einer Seite stehen, geschweige denn in einem Kommentar......


DTokarsky

Antwort löschen

Natürlich hätte ich den "Two and a half men"-Vergleich auch weglassen können, allerdings finde ich ihn gar nicht mal so unpassend. Ich will damit ja nur sagen, das es Schauspieler gibt, die sich nicht zu verstellen brauchen, die nicht in eine andere Rolle schlüpfen müssen und das ist sowohl bei Charlie Sheen als auch bei James Dean der Fall.


Punsha

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Wenn das Leben nun die Fesseln eng um uns legt, wenn der Drang zur Selbstverwirklichung steigt, wenn die unbändige Seele nach Freiheit schreit, dann fällt es schwer, den Finger nicht in die Steckdose zu stecken, ganz gleich welche Folgen das nach sich ziehen könnte. James Dean alias Jim Stark steckt in einem ähnlichem Dilemma. Als ein Jugendlicher, der sich gegen die Vernunft erwachsenen Denkens auflehnt, steht seine Figur, und nicht zuletzt Dean an sich, für eine ganze Generation jugendlicher Rebellen - Rebellen wider Willen. Schon bevor Mike Nichols dem konservativen Spießbürgertum seine eigene Perspektive wahrer Liebe offenbarte, wagte sich Nicholas Ray in knallig-bunten Farben an jenes heikle Thema rebellierender Teenager so sensibel wie nur irgend möglich. Wenn manchmal auch ein bisschen zu weit ausbuchstabiert, erfasst Ray unabhängig des nunmehr altmodischen Jugendverhaltens und völlig frei von einem zeitlichen Kontext präzise, woran der Geist zwischen kindischem Leichtsinn und erwachsenem Verantwortungsbewusstsein (immer noch) krankt: Fehlendes Verständnis für fehlende Zugehörigkeit, Perspektivlosigkeit durch das erstmalige Erkennen der eigenen sinnentleerten Existenz. Was bleibt? Die Hoffnung, sich im Strudel der Gedankenverlorenen zu finden, um für den Moment zu leben. Doch auch verzweifelte Versuche die Lücken im Leben zu stopfen, werden von einer ignoranten Gesellschaft im Keim erstickt, wenn auf einen herzlichen Akt der Wärme ein grässliches Missverständnis folgt und eine blutrote Jacke den Lebenssaft vom kalten Asphalt saugt.

bedenklich? 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

_Garfield

Antwort löschen

Schön. Der letzte Satz ist vielleicht etwas pathetisch, aber schön. ^^


Punsha

Antwort löschen

:DD Ja, hab ich mir auch so gedacht, aber ich musste meinen fix unbedingt noch vor deinem veröffentlichen ... wegen Gedankenklau und so. ;) Nein, im ernst. Bitte verzeih mir. ^^


hallidalli

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

viel zu naiv und einfach zu brav um böse zu sein.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hartmut Wastian

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Leider ein weniger gut gealterter Klassiker - viele Klischees, vorhersehbare Handlung und auch schauspielerisch nicht gerade top... Jimmy Dean mit grossartiger Ausstrahlung, hätte gerne gewusst, ob er auch ganz andere Rollen hätte spielen können.

Hätte, wäre, wenn, ich weiss ... ;-)

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

kleinerNull

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Aus der Gegenwart gesehen, bietet dieser Film eigentlich nicht viel, hölzerne Schauspieler, seltsame Dialoge und ein löchriges Drehbuch. Ja hier hat nichts wirklich einen Grund, alle spielen sich einfach auf. Der äußerst brutale Messekampf wirkt eigentlich nur albern und das Ende, naja...
Doch James Dean mit seinem weißen T-Shirt, der Bluejeans und der roten Jacke, jupp, das hat schon was, besonders mit ner Kippe im Maul, Phillip j. Fry trägt ja nicht umsonst diesen Stil.
Historisch gesehen war dies bestimmt ein Novum und etwas besonders Gewagtes, doch mit heutiger Filmerfahrung und Sehgewohnheit wirkt es wie ein blasses Pubertätsdrama. Schade eigentlich, weil gerade dieser Film in meiner Umgebung so oft gelobt wird UND ich den auch den Titel sehr interessant finde.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

TinaCocaine

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

James Dean, die kleine geile Sau...In einem echt guten, inspirierenden Filmchen. Aufregend und mit einer tollen Thematik! Kurz und knapp: Muss man gesehen haben, wenn man auf die älteren Schmuckstücke steht!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Daymare

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Was im Jahre 1955 noch überragend war, ist heute leider nur noch ein alter Hut und auch wenn ich mir darüber Bewusst bin, dass diese Sichtweise nicht unbedingt fair ist, so kann ich einfach nicht darüber hinwegsehen das mich der Film in keiner Weise begeistern konnte!

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Cellmorbasg

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Rebell ohne Grund? Nein, weder Rebell, noch ohne Grund. Der Überfluss produziert den Überdruss. Wenn alles erdenkbare erreicht ist, was gibt es dann noch zu tun? Wie füllt man ein Leben in einer Welt in der sogar aller Anfang und Ende ergründet sind und das Nichts zur letzten Gewissheit wird? Bei der Suche nach der Antwort ist Hilfe nicht zu erwarten. Anstatt dann wenigstens Freiheit zu gewähren, wird die Suche eingeschränkt. In das konfliktbeladene Leben treten Liebe und Freundschaft. Oberflächlich zunächst, in der Isolation jedoch werden echte Gefühle ausgetauscht. In wunderbarer Zärtlichkeit miteinander kommen die besten Seiten zum Vorschein und so könnte der Bruch nicht größer sein. Dem Glück weniger Augenblicke folgt die Zerstörung. Und die Suche ist beendet. Unnötig und gleichwohl folgerichtig. Wenn Kommunikation fehlt, Missverständnisse leichtes Spiel haben, bleibt die einfachste Lösung außen vor. Stattdessen setzt sich eine Spirale aus falschen Entscheidungen in Gang. Zurück bleibt Wut, nicht selbstbezogen, weinerlich oder aus Erregung - es ist Schmerz aus tiefstem Herzen. Und die einzige Antwort die man geben kann.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Selcarnor

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

>… denn sie wussten nicht, was sie tun<. Ganz ehrlich, ich hasse den deutschen Titel. Der klingt einfach nur bescheuert.
So, nach dem ich das hier losgeworden bin, fange ich mal mit meinem Review zu einem der drei >James Dean< Filme und mein persönlich Letzter.

1. Optik

Die Kamera ist meistens sehr gut mit vielen interessanten Schwenks, Blickwinkeln und dazu hat man ein ordentliches Bild auf allem. Als Beispiele für das gute Niveau hier kann ich die Stelle nennen wo das Gezeigte aus der Ich-Perspektive und das Bild umgedreht ist, weil der Hauptdarsteller mit entsprechender Kopfposition auf dem Sofa liegt. Oder auch die gesamte Präsentation der Mutproben-Szene mit den Autos, bei der man sofort sehen kann wie viele spätere Filme sich daran ein Beispiel genommen haben.

2. Musik

Ach ja, die alten Zeiten wo die Scores fast schon überdramatisch erklingen, obwohl die Momente es gar nicht verdienen und sonst nur uninteressant im Hintergrund vor sich hin dudeln. Damit gewinnt man bei mir keinen Blumentopf.

3. Inhalt

Der >ewige Rebell< spielt hier in einem düsteren Drama mit, dass ein Thema behandelt, dass heute genauso aktuell ist wie damals: Die Verwahrlosung von Kindern, die von ihren Eltern enttäuscht oder vernachlässigt wurden.
Angestaute Wut, jugendlicher Trotz, das Verlangen nach Zuneigung und die Versuche eben diese zu bekommen. Davon handelt der Film.
Dafür gibt er einem auch entsprechende Charaktere. Judy beispielsweise ist diejenige die versucht ihre Lage mit Nervenkitzel zu verdecken, wobei sie es eher genießt Zuschauerin zu sein, während andere ihr Leben riskieren. Dann natürlich die Halbstarken die eher zu Gewalt und Spott neigen. Der bedauernswerte Plato dagegen sucht verzweifelt Freunde und eine neue Familie, wobei dieser Wunsch in seiner zerbrochenen Persönlichkeit sehr bizarre Weg geht.
Und dann halt >James Dean< mit seiner ungeheuren Ausstrahlung in der Rolle einen weiteren jungen Menschen, der seine Eltern fast verachtet aber gleichzeitig auch helfen will und der in die schiefe Bahn rutschte. Ich habe ihm zwar nie sein filmisches Alter abgekauft aber hey, man kann nicht bestreiten wie verdammt gut er spielt und somit alle anderen in Vergleich verblassen.
Auch wenn das Thema bereits oft durch die Mangel genommen wurde und dem Film auch etwas die Dramatik fehlt, bringt die Handlung trotzdem genug Denkansätze und trotz dem ganzen 50ziger Jahre Kram wird sich sicher der ein oder andere hier durchaus wiederfinden.
Außerdem lernt man auch wie tödlich schwarze Lederjacken sein können.

4. Fazit

Für welche die sich für die Historie von Film interessieren ist >… denn sie wussten nicht, was sie tun< durchaus ein Blick wert und auch ich find fand es durchaus gut. Allerdings gibt es inzwischen so viel mehr und so viel Besseres für die hier angesprochenen Probleme, sodass ich nicht genau weiß, ob ich eine Empfehlung geben soll.
>Jenseits von Eden< und >Giganten< fand ich zumindest auf jeden Fall besser.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

angelmoonsoul

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Schade, schade, dass James Dean so früh verstorben ist. Er hätte sicher noch viele tolle Filme gedreht.
James Dean ist der Star des Films.
Der Film ist für Unterhaltungsfans nicht unbedingt das richtige.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Momemik

Kommentar löschen
Bewertung1.0Ärgerlich

Wie konnte der Film zum Klassiker werden? Das einzige was klassisch ist, sind die Klischees die der Film in jeder nur erdenklichen Weise erfüllt. Vielleicht wars ja in dern 50er Jahren so, aber hätte man die Charaktere nicht ganz so flach machen müssen?! Langweiliger Film mit nichtmal mehr guter Schauspielerischer Leistung...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

werner-holt

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Ein in Film festgehaltenes Beispiel das, entgegen der landläufigen Meinung, die jugendlichen doch nicht immer dümmer werden.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

vanilla

Kommentar löschen
Bewertung5.5Geht so

muss zur damaligen Zeit ein echter Kracher gewesen sein, leider aus der heutigen Sichtweise eher lahm und ungewollt witzig.
James Dean ist schon ein cooler Typ, und ein Frauenschwarm, aber das alleine macht aus einem mittelmäßigen Film noch keinen Hochkaräter. Mutproben und Anerkennungstest stehen täglich auf dem Programm, bis nach einem tragischen Vorfall die Dinge anders laufen. Wenn man Filme der Neuzeit gewöhnt ist, wird dieser hier einem schwer fallen. Falls man sich gerne auch mal ältere Filme anschaut, ist es natürlich ein Klassiker und auch sehenswert.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Brat Pack Girl

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Geniale Charaktere
Grandiose Schauspieler &
ein wunderbarer Plot!
Der Film gefällt mir einfach richtig gut und ich könnte ihn immer wieder sehen...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

littledrummerboy01

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Ui, mein erster James Dean. Und schon hab ich Lust auf mehr. Der Film lebt ja quasi geradezu von ihm und seinem Schauspiel, das - wie ich finde - den perfekten Drahtseilakt zwischen Coolness und Emotion schafft, zwischen Auflehnung und Anpassung, zwischen Mut und Verzweiflung. Da ist wirklich ein wahnsinnig charismatischer Mann am Werk, und es sind vor allem die Szenen mit dem Vater, die eine unglaubliche Intensität haben.
Die Frage nach Altersmerkmalen oder Zeitlosigkeit ist natürlich nicht sehr leicht zu beantworten. Der Zeitvertreib der Jugendlichen von damals passt natürlich nicht mehr hundertprozentig ins Internetzeitalter, aber die Probleme mit den Erwachsenen und dem erwachsen werden sind meiner Meinung nach schon sehr treffend dargestellt, vor allem eben in Jims Haushalt, der seiner Zeit weit voraus ist, und daher schon ziemlich zeitlos. Außerdem fiel es mir während dem Film nicht schwer, etwas von dem Zeitgeist von damals mitzunehmen, und was manchem Zuschauer vielleicht als altbacken erscheint, fand ich dagegen recht interessant zu sehen. Dass manche Dialoge nicht besonders natürlich klingen hat meiner Meinung nach schon gepasst, da die ganze Story nicht auf unbedingten Realismus ausgelegt ist, passiert das alles ja mehr oder weniger innerhalb eines Tages. Es ist eher wie der Aufbau eines Experiments, an dem ein paar Dinge vorgeführt werden sollen, ein paar Probleme, und von denen existieren genug auch noch heute, um dem Film eine gewisse Aktualität nicht absprechen zu können. Und trotz des teilweise etwas künstlichen Settings ist der Film trotzdem sehr spannend geraten, sehr emotionsgeladen, was an den hervorragenden Darstellern liegt (nicht nur Dean kann was in dem Film...). Die Regie ist dabei meist recht einfach und zurückhaltend, die Bilder sind schlicht aber direkt, was die Wirkung eher noch unterstreicht. Am "virtuosesten" ist wohl die Auftaktszene in der Polizeiwache, die mir sehr gut gefallen hat, und die den ganzen Film schon sehr präzise anlegt, Verweise auf das fatale Ende mit eingeschlossen. Außerdem darf man nicht vergessen, dass es Filme wie diesen gebraucht hat, die stilbildend waren und deren Prinzip heutzutage natürlich weiter entwickelt worden ist. Aber eben dieser filmische Empirismus, und eben der in vielerlei hinsicht anziehende Hauptdarsteller/Hauptcharakter machen diesen Film schon zu etwas sehr Besonderem und zu einem Muss für jeden Cineasten.
Mein Fazit: Großes, mutiges Darstellerkino, das in Würde gealtert ist.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

emotionfreak

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Sensibel erzähltes Jugenddrama, dass mich immer wieder sehr berührt. Es thematisiert die Probleme von Jugendlichen, zu wenig Liebe und Aufmerksamkeit, die Angst nicht geachtet zu werden. In dieser Problematik finden 3 junge Leute zusammen und flüchten sich in ihre eigene Welt. Interessant, das James Dean, der in diesem Film als Rebell gilt, eigentlich aber gearde eine starke Hand, die ihn führt, sucht. Er wünschte zu seinem Vater aufsehen zu können, gesagt zu bekommen, was das richtige ist.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Tomatensoßenkerl

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Vielleicht... Vielleicht werden in 50 Jahren die Leute vor "Pulp Fiction" stehen und etwas ähnliches denken wie ich über "Denn sie wissen nicht was sie tun"?
"Mhmm ja... ganz nett aber... ach ich weiß auch nicht"

Ein Zeit-Dokument, aber sicher kein zeitloser Klassiker

Ps.: Sollten meine Enkel in 50 Jahren dies wirklich über Pulp Fiction sagen, dann werden sie enterbt, Schluss aus!!

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Brat Pack Girl

Antwort löschen

ich denke die deutsche synchro lässt es auch so wirken


Mrs.McManus

Antwort löschen

Das mit der Enterbung ist eine wirklich gute Idee.


based_god

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Ein Film, der in die Jahre gekommen ist. James Dean, der immer Vorzeige-Rebell bleiben wird.

"Rebel Without A Cause", wie der Film als Original heisst handelt von drei Jugendlichen, allesamt Rebellen auf ihre Art, die in einer verlassenen Villa von der "coolen" Dorfjugend heimgesucht wird, weil diese denken, dass sie von Jim Stark, einem der drei Jugendlichen, verpetzt wurden. Jim wollte eigentlich immer nur seine Ruhe. Der Film aber beginnt damit wie er in seinem neuen Wohnort gleich einmal wegen Trunkenheit fest genommen wird und auf dem Polizeiposten Judy und Plato kennen lernt, bevor er von seinen Eltern abgeholt wird, die offensichtlich schuld an seinem Fehlverhalten tragen. Schon am ersten Schultag wird er in einen Messerkampf verwickelt und am Abend Teilnehmen eines "Hasenfussrennens", mit dramatischem Ausgang. Auch Judy hat Probleme mit den ihren Eltern .Plato hat nicht einmal mehr Eltern.

Der Film vermochte zu seiner Zeit sicherlich mehr zu schocken als heute, weil man unterdessen einfach abgebrüht wurde. Über weite Strecken ist der Film jedoch immer noch spannend und die Schauplätze sind wirklich gut gewählt. Auch muss es wohl dieser Film gewesen sein, der für Prinz Pi's Album "Rebell ohne Grunde" Pate gestanden hat.

Angestaubt aber nicht minder spannend. Für Filmfans ein absolutes Muss...

bedenklich? 13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

r3sortiane

Kommentar löschen
Bewertung5.5Geht so

WÜRDIGUNG
Ein filmischer Meilenstein der 50er Jahre, der die damalige jugendliche Sehnsucht nach Führung, nach Halt und nach handfesten Vorbildern mit aller Macht herausschreit. Ein Aufruf an selbstgefällige, inkonsequente und verweichlichte Eltern, ihren pubertär-orientierungslosen Kindern einen Weg vorzugeben und bei der Überwindung des "Hasenfuß-Komplexes" beizusetehen: "Vater, ich will das du mich verteidigst! Vater steh auf - sei ein Mann!"
Konfrontiert mit dem ohnmächtigen Egozentrismus der Eltern suchen die Jugendlichen dieser Generation ihr Heil in der Clique und rebellieren gegen die Welt. Um sich jedoch einer solchen haltgebenden Gemeinschaft anschließen zu können, bedarf es der Ausfechtung einer "Hackordnung", die nur dem Starken einen festen Platz gewährt.
Im Streben nach Überwindung der konservativen Schein-Gesellschaft auch eine Hommage an den offenen Ausdruck von Gefühlen in partnerschaftlichen wie auch familiären und freundschaftlichen Beziehungen.

KRITIK AUS HEUTIGER SICHT
Zweifellos ein Film, der zu seiner Zeit gleich mehrere Tabus überschritt und dadurch provozieren konnte. Heute jedoch, wo viele der damaligen Forderungen theoretisch völlig etabliert sind, wenngleich praktisch nach wie vor häufig vernachlässigt werden, ist einiges an filmischer Provokation verpufft.
Übrig bleiben zu häufig pathetische und "verkopfte" (i.S.v. theoretisch-philosophische) Dia- und Monologe, die irgendwie kitschig, drehbuchhaft und viel zu erwachsen vorgetragen werden: "Du bist mein Freund Plato. Das Wort Freund bedeutet etwas für mich. Du kannst auf mich schießen." Kein Wunder - werden doch alle 16-jährigen Filmfiguren von etwa 25-jährigen Schauspielern verkörpert. Da geraten Vater-Sohn-Beziehungen schnell einmal zur versehentlichen Farce. Der Tabubruch wirkt aus heutiger Sicht an einigen stellen ein wenig albern, die Geschichte letztlich eher oberflächlich.

ZEITLOSE STÄRKEN
Es gelingt dem Film, die unterschiedliche Bewältigung und Nicht-Bewältigung des Eltern-Konfliktes anzureißen: Da gibt es diejenigen, die sich über Ansehen in der peer-group eine Kompensation schaffen (z.B. Buzz). Es gibt jene, die sich stetig unterordnen, mitreißen lassen, mit dem Strom schwimmen und so ein gewisses Maß an Stabilität erreichen (z.B. Judy). Und es gibt noch deutlich seltenere Phänomene: Diejenigen, die irgendwie resigniert über allem thronen und dadurch eine maßlose rebellische Anziehungskraft erlangen (z.B. Jim) und jene, die angesichts des Konflikts zerbrechen und ins Abseits geraten (z.B. Plato).
Zudem transportiert "... denn sie wissen nicht was sie tun." historisch bedeutsam das Lebensgefühl und die Probleme der amerikanischen 50-er Jahre: Musik, Klamotten, Autos, Liebe und natürlich die legendären "Hasenfuß-Rennen" ...

MEIN FAZIT
Ein Film, den Cineasten aus historischer Sicht unbedingt gesehen haben sollten. Für Unterhaltungsfans nicht unbedingt das richtige: Das Thema ist inzwischen vielverarbeitet und insofern nicht mehr wirklich mitreißend, die Dialoge recht pathetisch und amerikanisch-kitschig, Umsetzung und Atmosphäre mäßig. Die Schauspieler liefern ebenfalls mittelmäßige Leistungen ab - wenn man einmal von der Ausstrahlung eines James Dean absieht. Gerade diese Ausstrahlung jedoch ist es, die ihm in diesem Film ein wenig zum Verhängnis wird: Sie passt einfach nicht recht in die jung und verzweifelt angelegte Rolle.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

fueco

Antwort löschen

Unterschreibe ich so.



Fans dieses Films mögen auch