Der Spiegel

Zerkalo (1975), RU Laufzeit 102 Minuten, FSK 12, Dokumentarfilm, Drama, Historienfilm, Kinostart 18.01.1978

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8.3
Kritiker
5 Bewertungen
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8.1
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255 Bewertungen
17 Kommentare
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von Andrei Tarkovsky, mit Margarita Terekhova und Ignat Daniltsev

Der Film erzählt in assoziativer Form eine autobiografische Geschichte, die 1930 beginnt und bis in die späten 70er Jahre reicht. Der Protagonist ist ein Mann in den Vierzigern, der Bilanz ziehen will über sein bisheriges Leben. Er versucht zu begreifen, was es an Wertvollem gab und gibt. Es werden nebeneinander drei Geschichten erzählt: Die erste beinhaltet Kindheitserinnerungen, die zweite Chroniken historischer Ereignisse, die unter einem sehr persönlichen Blickwinkel betrachtet werden, und die dritte philosophische Überlegungen, die schließlich eine Synthese des Gezeigten bilden. Das Ereignis ist ein verwirrend vielschichtiger Film, dessen poetisch-traumhafte Bilderwelt dem Zuschauer noch lange im Gedächtnis bleibt. Ein Bekenntnis, nannte der sowjetische Regisseur Andrej Tarkowskij seinen vierten Film. Er erzählt von seiner Mutter, seiner Kindheit und Jugend vor und während der Jahre des Großen Krieges. “Der Spiegel” ist der am stärksten autobiografisch geprägte Film Tarkowskijs, ein verschachteltes, verschlüsseltes Werk, in dem sein Konzept vom “Film als Bildhauerei aus Zeit” am deutlichsten wird.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (1) — Film: Der Spiegel

Flibbo: Wie ist der Film?

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7.0Sehenswert

[...] Am Anfang sagt ein geheilter Stotterer „Ich kann sprechen.“ – ein Sinnbild für die Bereitschaft, zu reflektieren, in den Spiegel zu blicken, den dunklen Wald zu ergründen. „Der Spiegel“ mag der Film sein, der am Ende eines Lebens – oder in der Mitte – an einem vorbeizieht, in einen größeren Kontext gesetzt. Ein poetisches, kafkaeskes Bilderrätsel, das sich durch schöne, gleitende Kamerafahrten in langen Einstellungen, die faszinierende Mimik von Hauptdarstellerin Margarita Terechowa und einen auf seltsame Weise funktionierenden Rhythmus auszeichnet. „Der Spiegel“ bleibt stets ein Stückweit verschlossen und schwer zugänglich, ein eigenwilliges wie visionäres Experiment. Die Spiegelung der eigenen Gefühle geht in einem Labyrinth unter, es bleibt das Zuschauen. Schön und gut.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (16) — Film: Der Spiegel


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Murray

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Bewertung9.0Herausragend

"Der Spiegel" ist wie eine Wanderung durch einen Wald, wenn man ganz unverhofft auf eine Lichtung trifft von der aus man auf ein großes, breites Tal sieht. Man ist ganz verwundert wie man überhaupt da hin gekommen ist, aber kann für etliche Zeit nicht seine Augen abwenden. So viel gibt es zu sehen. Egal ob eine alte Holzhütte in der Nähe, eine Koppel voller Kühe oder schneebedeckte Berge am Horizont. Das Auge weiß gar nicht was es zuerst betrachten soll, doch der ganze Körper fühlt sich wie von allen möglichen Emotionen durchflutet an.

Vielleicht ist das die Besonderheit an Tarkovskys Werken für mich. Ich weiß danach nicht mehr über das Leben wie vorher. Aber für einen kleinen Moment fühlt es sich einfach besser an.

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DerDude_

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Perfekt das Gefühl, einen Tarkovsky gesehen zu haben, erklärt !


Murray

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Danke dir. Der Film hat mich so angefixt das ich wohl direkt alle anderen Tarkovsky's hinterherschiebe.


longus69

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Philosophischer Diskurs durch die Autobiographie des in bewegten Zeiten groß gewordenen Regisseurs... Gänzlich ohne Hintergrundwissen schwerer konsumierbar und auf die wunderschönen Wehmut weckenden Bilder reduziert... Offensichtlich stilbildend für die Werke des Terrence Malick...

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jacker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Transzendenz.
Ein traumartiger Zustand den ich nicht verstehen, nicht greifen und erst recht nicht rational erklären kann.
Ich fühle ihn, fühlte ihn, werde ihn fühlen. Denn Zeit hat keine Bedeutung mehr.
Gesichter ähneln sich, die Welt verändert sich, meine Erlebnisse rezitiere ich pulsierend vor dem inneren Auge.
Krieg, Frieden, Liebe, Schmerz, Gesundheit, Qual.

Viele Frage-, wenige Ausrufezeichen bleiben in meinem Hinterkopf stehen!
Fortsetzung folgt...

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franticfury

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So wie du fühlte ich mich damals auch, ist es nicht ein unbeschreibliches Erlebnis den Spiegel zum ersten Mal zu sehen? :)


jacker

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Total!
Zwischenzeitlich war ich ziemlich verwirrt, aber das denken habe ich dann recht schnell auf später verschoben und es einfach wirken lassen :)


Lorion42

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Bewertung5.0Geht so

Welche Note gibt man einem Film, der einem so gar nichts gegeben hat? Serkalo ist ein Film ohne roten Faden, in dem der Regisseur sich selbst einen Spiegel vorhält. Ich hab mich leider weder emotional noch intellektuell angesprochen gefühlt. Denoch war die Inszenierung ruhig, poetisch und fast hypnotisch. Gut gemacht, aber leider nichts für mich.

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DerDude_

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Geburtstags Kommentar # 2

Wenn man in den Spiegel blick, sieht man zwei Personen. Zum einen sieht man sich selbst, zum anderen eine Person die man so gut wie nie sieht und die einem irgendwie fremd erscheint.
Heute an meinem 17 Geburtstages sehe ich in den Spiegel und sehe jemanden der in dem vergangenen Jahr viel entdeckt hat. Ich habe mich etlichen, unterschiedlichen Regisseuren wie Lars von Trier, Wes Anderson, Michael Haneke, Bela Tarr, Terrence Malick und vielen mehr genähert hat. Besonders die letzten beiden sind inzwischen aus meiner Filmsammlung nicht mehr wegzudenken. Doch es gab einen Regisseur den ich in diesem Jahr ganz besonders kennen lernen sollte. einer dessen Schatten alle anderen verdeckte. Sein Name war Andrei Tarkovsky.
Seine Filme berühren mich auf so vielen Ebenen. Die epochalen Bilder die wie sich bewegende Gemälde anfühlen, natürliche Geräusche wie der Wind der über ein Feld rauscht. Sie sind in ihrer Wucht so epochal poetisch das es einem die Sprache verschlägt. Tarkovsky fängt in "Zerkalo" ein ganzes Leben ein und das in einem wunderschönen Sog das man einfach nicht anders kann als sich in dem Bilder Labyrinth zu verlieren.
Selbst, uns im Realen Leben völlig bedeutungslose Dinge, sind von einer magischen Aura geprägt und wirken lange nach. Georgi Rehbergs Kamera ist dabei eine große Hilfe dabei diese Aura zu kreieren. Nichts bleibt verdeckt. Alles ist so klar wie ein Spiegel. Alles ist so tief wie ein Spiegel.
An meinem 16 Geburtstag (also heute vor einem Jahr) hab ich zum ersten Mal "Stalker" gesehen welcher meine Odyssee durch Tarkovskys Universum eröffnete. Vor kurzem habe ich sie mit "Offret" beendet. Und wenn ich heute zurück blicke denke das ich in diesem Jahr um ein vielfaches reicher geworden bin.
"Zerkalo" ist zusammen mit "Synecdoche New York" und "The Tree of Life" einer dieser Filme nach denen ich das Gefühl habe einfach alles zu verstehen und doch völlig ahnungslos bin.
"Zerkalo" ist zusammen mit "Andrej Rubljow" das größte Highlight in Tarkovskys Filmografie.

"Ich kann sprechen"

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fkfilmkritik

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Alles Gute! :)


SKURRIL

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Toller Kommentar! Alles gute nachträglich (höhö)


Andre Jonas

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Bei Tarkovskys »The Mirror« handelt es sich tatsächlich um ein sehr verschachteltes Werk – obwohl ich es kaum »verrätselt« fand. Ich habe den Film sogar als ausgesprochen zugänglich empfunden (ganz im Gegensatz zu z.B. »Nostalghia«), solange man nicht versucht, ihn von vorne bis hinten verstandesmässig erfassen zu wollen. Viel mehr vollzieht »The Mirror« eine Art spiralförmige Annäherung an seinen, wenn man so sagen möchte, Sinn.

Stilistisch vollzieht der Film dies durch ein ständiges Verweben von Wirklichkeit, Träumen und Erinnerungen der Charaktere an die Zeit während des zweiten Weltkrieges, zusammen mit historischen Aufnahmen Russlands aus dieser Zeit. Man hat das Gefühl, einer Art raum- und zeitlosem Bewusstsein beizuwohnen, dass sich frei durch die Ebenen des Films bewegt, mal klar und wach, mal traumartig, undeutlich, symbolisch.

In dieser Hinsicht hat mich »The Mirror« spontan an Mallicks »The Tree of Life« erinnert, auch wenn er im Vergleich zu diesem weit weniger schwulstig und fast schon unterkühlt zu Werke geht.

Sicherlich spart Tarkovsky auch in diesem Werk nicht mit der ihm eigenen Symbolik, aber ich hatte (wieder anders als bei »Nostalghia«) nie das Gefühl, dass mir diese Symbole und Motive in irgendeinerweise bei der Bewegung durch die Handlungs- und Sinnebenen des Films im Wege standen.

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Anoirja

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Bewertung9.0Herausragend

"Ich hatte das Gefühl, es ist gut zu schweigen. Immerhin können Worte nicht alles wiedergeben, was der Mensch fühlt - sie sind irgendwie... matt."

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Trimalchio

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Bewertung10.0Herausragend

Tarkowskis Rückblick ist einzigartig rätselhaft gestaltet, seine Reflexion geschieht nicht in einer Abfolge, die mit der Geburt beginnt und dem Tod endet, sondern völlig befreit von jeglichen narrativen Konventionen. Auf Szenen folgen Ereignisse, die beim ersten Mal scheinbar keinen Zusammenhang haben und welche bereits nach kurzer Zeit ohne Konzentration beim Zusehen heillos irritierend wirken. Im Hintergrund seines persönlichen Leidens läuft die Weltgeschichte seiner Lebenszeit ab, Tarkowski zeigt Krieg, und Atombomben. Dies stets unterlegt mit Musik und Bildern, die Regungslosigkeit und absolute Faszination beim Betrachtenden hervorrufen.

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VisitorQ

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

So viel Atmosphäre und so tolle Bilder. Bei den Filmen von Tarkovsky kann man doch nur ins schwärmen geraten. Nicht immer ganz einfach aber soooo schön gemacht. *schwärm*

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Florian Albrecht

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Bewertung7.5Sehenswert

gesehen in einer Vortragsreihe. Muss ich mir wohl nochmal zu Gemüte führen. Dennoch ein beinharter schwerer Brocken.

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catinthebag

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Vielleicht der beste, aber auch der schwierigste Tarkovski. Aber weil ich eine Idee daraus geklaut habe, gibt´s einen Extrapunkt mehr.

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ElMagico

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Schwere Kost, vorallem da sich Tarkovskij hier jeglicher gewohnter Erzählstruktur verweigert. Und auch wenn es durchaus eine reele Ebene in der Gegenwart gibt, würde ich, um das ganze in Worte zu fassen, das Bild eines sterbenden herzanziehen, der von Fieberträumen geplagt ist. In diesem Träumen/Erinnerungen vermischen sich erlebtes, gesehenes, gehörtes. So wechseln sich dokumentarische Aufnahmen ab mit Traumsequenzen, während andere Szenen klar dargestellt werden. Diese Sequenzen folgen lose aufeinander, ohne jegliche chronologische Reihenfolge. Der Protoganist sucht sich nicht seine Erinnerung, seine Erinnerungen suchen ihn Heim, ob er das mag oder nicht. Nach anfänglicher Eingewöhnung, in der man vergebens nach einem roten Faden sucht, ist man völlig eingenommen von Tarkovskijs´ Bildergewalt und der unheimlich gut eingesetzten Musik. Besonders hervorheben möchte ich die Traumsequenzen, welche teilweise so unheimlich sind, dass sie jedem Horrorfilm gut zu Gesicht stehen würden. Die Szene in der sich die Mutter die Haare wäscht, ist einfach nur ganz gross und seiner Zeit weit, weit voraus......Sicherlich nicht für jedermann, kann man sich aber darauf einlassen, wird man mit Bild gewordenen Gefühlen belohnt.

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filmfan90

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Sieht man in einen Spiegel, so erblickt man sich selbst. Doch was bedeutet es, „sich selbst“ zu erblicken? Was sind die Fundamente des „Ichs“ bzw. was macht uns zu dem, was wir sind (oder zu sein glauben)? Dieser Frage nähert sich Andrej Tarkowskij in seinem vierten Spielfilm „Der Spiegel“, indem er den Charakter seines Protagonisten durch Selbstreflexionen demontiert. Daraus ergibt sich ein schwer durchschaubarer, höchst subjektiver und von Zeit und Raum losgelöster Weg der Selbstfindung- die Gegenwart, Erinnerungen an verschiedene Lebensabschnitte und bestimmte Situationen, Träume und zeitgeschichtliche Ereignisse werden zur Bebilderung eines Lebens.
Die Bezüge zwischen der Biografie des Protagonisten und der des Regisseurs sind unverkennbar und verleihen dem Film einen gewissermaßen „bekenntnishaften“ Charakter. In „Der Spiegel“ perfektioniert Tarkowskij außerdem seine eigenwillige Bildsprache und schuf somit ein Manifest seiner bahnbrechenden filmpoetologischen Ansichten- die (scheinbaren) Widersprüchlichkeiten, vor allem durch Doppelbesetzungen und die ungewöhnliche Dramaturgie hervorgerufen, sollen keinem Selbstzweck dienen, sondern sind vielmehr als bewusst eingesetztes Stilmittel, durch das der kunstvolle, filigrane Stil des Films untermauert wird, zu verstehen; Tarkowskij begreift das Wesen eines Menschen als „Pool“ prägender Erlebnisse.
„Der Spiegel“ ist des Weiteren auch eine (subjektiv gefärbte) Replik auf ein halbes Jahrhundert voller bedeutender historischer Ereignisse (spanischer Bürgerkrieg, Zweiter Weltkrieg, Atombombenabwürfe…), wodurch auf den Zusammenhang zwischen Individuum und Weltgeschehen verwiesen wird.
Die ungewöhnliche Erzählstruktur, die, befreit von jeglicher Chronologie, eher einem „stream of consciousness“ gleicht, macht es dem Zuschauer wahrlich nicht leicht, alle Zusammenhänge auf Anhieb zu erfassen, doch hinterlässt „Der Spiegel“ auf Grund seiner einzigartigen Bildästhetik, den hervorragenden Schauspielern und vor allem der ungewöhnlichen Herangehensweise Tarkowskijs an den Prozess der Selbstfindung bleibenden Eindruck!

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Prestigeww

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Danke! Das hilft zumindest ansatzweise zu kapieren, was ich da gestern gesehen habe ;) Vor allem die Doppelbesetzungen auf den verschiedenen Zeitebenen haben mit übel mitgespielt.


Tyler__Durden

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Bewertung9.0Herausragend

Traumhafte Abhandlung eines Lebens und eines Landes. Ein Gedanklicher Vulkan der bei seinem Ausbruch den Zuschauer mit assoziativen Bildern erwürgt und zugleich sanft streichelt um sich im Unterbewusstsein fest zu nageln wie ein Kreuz. Tarkowskij erzählt hier keine Geschichte die man verfolgen soll, nach üblichen Kriterien ist DER SPIEGEL auch gar nicht erfassbar und wird bei versuchter Berührung sofort zerbrechen. Es ist ein Traum. Erinnerungen. Es sind Aneinanderreihungen von Gefühlen und Stimmungen die hier erzeugt werden wollen. Etwas was die Zeitgenössische Kritik und die gegenwärtige nicht verstehen will da sie nach Stringentz ächtzt und die Filmische Kunst als solche mit einer Elitären Arroganz unterschätzt. Hier soll nichts entschlüsselt werden. Und schon gar nicht analysiert. Die Seele wird gekitzelt und das Leben bereichert. Der Visuelle Poet mit seiner sorglos neugierigen Kamera schlägt ein weiteres mal zu und zeigt der Welt was das Kino kann.

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ellen_ripley

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Bewertung10.0Herausragend

Alles, was ich von Tarkowski weiß, ist wahr.

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Marti DiBergi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Zwischen Gedichten und Archivbildern führt einen die grandiose Kamera durch Kindheitserinnerungen Tarkovskys.
Oder dem, was davon übrig blieb, denn oft gleichen die Episoden eher Träumen.
Harte und schwere Kost, denn einen roten Faden sucht man hier vergeblich.
Trotzdem sehr empfehlenswert.

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